USA per Zug
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Ihr Lieben,
ich habe mich schon ein wenig hier durchgewühlt und vor allem die Suchfunktion versucht, die mir aber leider gar nichts anzeigt.
Mein Mann und ich planen für nächstes Jahr, vorerst noch ganz vage, einen erneuten USA Urlaub(nach 7jähriger Abstinenz). Mein Mann ist leidenschaftlicher Eisenbahner und wir möchten einige Zugfahrten mit "einbauen" oder gar die ganze Reise per Zug absolvieren.
Von Euch hätte ich gerne Tipps, welche Strecken dafür besonders geeignet wären. Florida wollten wir diesmal weglassen, ansonsten sind wir offen für das ganze Land.Wir hätten 3-4 Wochen und würden am liebsten spontan reisen, was ich mir per Zug allerdings schwierig vorstelle. Müssen alle Fahrten im Vorraus geplant und gebucht werden? Oder kann man sich spontan vor Ort entscheiden, welcher Zug und welches Ziel?
Für Eure Tipps danke ich und grüße herzlich,
Clara -
Meine Anlaufstelle für Zugfahrten weltweit: seat61.com
Sehr kompetent und informativ. -
Hier sind einige Websites die Euch hoffentlich nutezlicheInformationen geben. Ich wuerde vonDeutschland nach Denver fligen. Von dort an die Westkueste mit der Bahn fahren.Dann an der Westkueste entlang nach Vancouver, und von dort mit dem RockyMountaineer (eine Privat Tour Gesellschaft) oder Canadian National Railroadsbis Calgary oder Toronto fahren, und von dort zurueckfliegn. Ich habe deas noch nie gemacht, bin aber etlicheder Zugstrecken mit dem Auto mehr oder weniger entlang gefahren. Dann gibt esauch noch eine schoene Strecke von Mon treal nach New York, mit dem Montrealer. Eine der Websites hat auch eine Streckenkartedes gesamten AMTRAK Systems. Zu bemerken ist, dass AMTRAK und Personenverkehr nichtdie Bedeutung wie die DB hat. Viele der Zugstrecken sind Frachtstrecken, aufdenen die Personenzuege fahren (oder geduldet sind?). Die Fracht hat Vorrangwas oft zu Verspaetungen der Amtrakzuege fuehrt.
Es gibt noch andere Websites die einzelen Strecken beschreiben, wie den Montrealer oder Zuege an der Westkueste entlang.
http://www.railserve.com/Passenger/North_America/Amtrak/
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Clara,
auch wenn ich es selbst noch nicht gemacht habe, steht aber auf der Wunschliste, würde ich auch den Canadian Rocky Mountaineer empfehlen.
Amtrak ist leider nicht so wie DB. Man muss die Tickets bereits vorher buchen. Eine schöne klassische Strecke wären natürlich Chicago - New Orleans. Da gibt es auch eine mehrteilige Reportage drüber (war in den öffentlich-rechtlichen, such mal bei Google, ob es entweder auf youtube oder in den Mediatheken verfübar ist).
Meine Zugerfahrungen in den USA beschränken sich auf eine Amtrak-Fahrt von New York (Penn Station) nach Pittsburgh anno 1995.
Gruß
Carmen
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Hallo,
ich habe leider keine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema- aber:
Unser Sohn ist vor 4 Jahren im Zuge einer Round-the-world-Reise per Amtrak von Los Angeles nach New York gefahren.
Es war eine ziemlich mühselige Art (sagt er), aber er wollte mal was "von der Landschaft mittendrin" sehen. Das hat funktioniert.Die Tickets müssen im Vorfeld gebucht werden.
Der Service im Zug war leider zwischendurch nicht ambitioniert....Gruß, Jo.
der auch von einer Reise mit dem Rocky Mountaineer träumt, dies aber angesichts der Kosten gaaaaanz weit nach unten auf die Wunschliste gesetzt hat.
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Hallo Clara,
eine Alternative wäre vielleicht, zwar eine Mietwagenrundreise zu machen, zwischendurch aber Fahrten mit historischen Eisenbahnen und Dampfloks einzubauen, diese sind bei US-Touristen sehr beliebt. Ich kenne zum einen die Fahrt mit der Cumbres & Toltec Scenic Railroad von New Mexico nach Colorado bzw. umgekehrt (dazu hatte ich auch mal eine ganze Reihe Fotos hochgeladen) und die Fahrt von Williams, Arizona zum Grand Canyon South Rim (dazu gibt es von mir hier Fotos und einen Reisetipp). Aber es gibt noch weitere solcher Möglichkeiten, die sicherlich gerade für große Eisenbahnfans ein besonderes Erlebnis sind.Ach ja, mir ist gerade noch eingefallen, mit der North Conway Scenic Railroad in New Hampshire war ich vor ein paar Jahren während der Fall Foliage unterwegs, das war auch sehr schön! (auch hierzu gibt's Fotos von mir bei HC).
Je länger ich nachdenke, desdo mehr fällt mir ein: vor einigen Jahren bin ich auch mal in Colorado mit der Manitou and Pike's Peak Railway und der Georgetown Loop Railroad unterwegs gewesen, letztere hatte allerdings auf der Rückfahrt einen Schaden und wir mußten mit dem Auto zum Bahnhof zurückgebracht werden, was das Erlebnis nicht schmälerte (und den kompletten Kaufpreis gab es sofort zurück!). Und dann natürlich die Durango & Silverton Narrow Gauge Railroad ab Durango in Colorado, das ist eine der bekanntesten Strecken überhaupt!
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Clara Fall: "ich habe … die Suchfunktion versucht, die mir aber leider gar nichts anzeigt": Meine erste Reaktion war: du solltest das richtige Suchwort eingeben. Ich habe es hier im Forum mit dem Suchbegriff "Amtrak" versucht … und nichts gefunden! Die Suchfunktion im Forum ist offenbar kaum brauchbar! Hier mein Beitrag betreffend Amtrak aus dem Jahr 2009 : Klick
Wie beschrieben, bin ich 2007 im Sunset Limited Schlafwagenzug von Los Angeles bis New Orleans gefahren, und im Jahr 2008 im Californian Zephyr von Sacramento nach Chicago. Bei beiden Reisen waren zwei Übernachtungen dabei. Man könnte einen Zwischenhalt einlegen. Aber man sagt ja, der Weg ist das Ziel - deshalb empfehle ich, möglichst eine ganze Zugstrecke zu fahren. Landschaftlich bot die Strecke des Californian Zephyr vor allem am ersten Tag sehr viel. Aber es sind ja jeweils auch noch zwei Nachtstrecken dazwischen, und nach einigen Stunden flacht auch die Aufmerksamkeit etwas ab. Da ist es gut, dass man sich im Zug bewegen kann, zum Beispiel zum Aussichtswagen mit Bar.
Ich kenne das Gebiet zwischen Salt Lake City und Denver von verschiedenen Reisen mit dem Mietwagen, und da sah ich auch die Eisenbahnstrecken mit den langen Güterzügen. Speziell interessant ist die Strecke durch die Schlucht des Glenwood Canon oberhalb von Glenwood Springs, wo sich die Autobahn und die Bahn durchschlängeln. Auch ich empfehle, eine Mietwagenreise mit einer oder mehreren Zugreisen zu verbinden.
Zwei SWR-Sendungen aus der Reihe Eisenbahn-Romantik beschreiben die Fahrt des California Zephyr. Man kann die Sendungen aus dem Jahr 2012 hier Klick weiter unten finden, und noch weitere Beiträge über die Bahnen in den USA und in Kanada.
Kann man die Zugstrecken auch spontan buchen? Ich empfehle, auf Amtrak.com für die Nachtzüge einige Probebuchungen für die nächsten Tage zu machen. Du wirst feststellen, dass vielfach nur noch Plätze in der Touristenklasse, oder bestenfalls in den Superline Roomette-Abteilen erhältlich sind. Für die Schlafwagen-Abteile sollte man möglichst früh reservieren. Die Amtrak-Seite ist sehr gut auf Deutsch übersetzt, die Fahrpläne für einzelne Strecken im PDF-Format sind sehr hilfreich.
Im Fahrpreis für die Roomette Abteile und die Schlafwagenabteile ist auch die Verpflegung inbegriffen. Ich habe im Speisewagen nur wenige Passagiere aus der Touristenklasse angetroffen, offenbar ist der Preis ein gewichtiges Argument fürs Zug fahren.
Man kann in Kalifornien und im Osten der USA durchaus auch spontan im Zug reisen. Ich habe meine Erfahrungen in Kalifornien hier Klick beschrieben.
Walter
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Walter's Erfahrungs Beitrag ist besonders aufschlussreich. Wie erwaehnt, die Strecke Denver - Glenwood Springs ist besonders schoen. Eine Ueberfnachtung in G.W. ist zu empfehlen. Direkt gegenuebr vom Bahnhof in G.S ist das Pullmann Hotel, das renoviert ist. Von dort kan man mit dem Bus oder Leihwagen nach Aspen fahren, und dieses "St. Moritz der USA" besuchen, wie auch die Gegend um die Maroon Bells. Grossartige Fotomoeglochkeiten dort. G.W. hat auch ein riesiges natuerliches Heiswasserbad.
Nochmals zu den Canadian Rockies: Ich bin diee einmal nachts, bei Vollmond, mit dem Canadian National Zug von Calgafy nach Vancouner gefahren, und habe fast die ganze Nach im Aussichtswagane verbracht.Prachtvolle Aussicht auf die hohen Berge, und bei einigen Kehren konnte man den Anfang des Zugs witer unten sehen. Allgemein sind die Kanadier mehr auf Eisenbahn Personenverkehreingestellt, so ist der Kundendients auch besser im Vergleich zu Amtrak.
Bzuegloch zu Walter's Bemerkung ueber die Fracht Zuege: Die haben hier eine Maximallaenge von 144 Gueterwagen, mit jeweils zwei Dieseloks vorne, ujnd zwei hinten. Letztere dienen Zweck, dass der Zug bei der ueberquerung der Paesse nicht auseinanderbricht, wenn die vordere Haelfte des Zug bergabwaerts laeuft, waehernd die andere Haelfet noch bergauwaerts rollt.
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Vielen, lieben Dank an Euch alle für diese tollen Tipps!! Ich bin echt überwältigt, habe mit solchen "gehaltvollen" Tipps gar nicht gerechnet.
Gut, dass wir die Reise erst für nächstes Jahr planen. So haben wir demnächst Ruhe und Muße, uns Eure Tipps im Detail anzusehen. Zumindest sind wir davon ab, die gesamte Reise per Zug zu unternehmen und kürzen das Zugfahren jetzt auf ein Drittel. Ich halte Euch natürlich auf dem laufenden und nochmals ganz lieben Dank
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Hallo,
ergänzend zu den Postings, wir waren 2011 mit dem Zug an der Ostküste unterwegs (Washington - Philadelphia - New York - Boston), uns hat es sehr gefallen Züge immer pünktlich, die offenen Wagons zwar schon älter dafür größere Sitzabstände als in Österreich oder der Schweiz, ich hatte damals alles vorgebucht, würde das aber jetzt für diese Strecke nicht mehr machen, weil es bei allen Abschnitte eine gut Taktung gab und man wohl auch ohne Probleme vor Ort Tickets bekommt.Gruß
Mario -
Ihr Lieben,
da das Planen bekanntlich die Vorfreude steigert, haben wir jeden Tag eine andere Route im Kopf
Konkrete Formen nimmt gerade Walters Vorschlag an, nämlich eine Fahrt mit dem California Zephyr. Ich würde Euch gern mal unsere gewünschte Reise erläutern, um dann von Euch zu erfahren, ob wir uns eventuell zuviel zumuten.Wir würden gern nach Toronto fliegen, dort eine Nacht bleiben, am nächten Tag per Mietwagen zu den Niagarafällen. Entweder dort eine Nacht bleiben oder direkt weiterfahren und zwar Richtung Chicago. Wir würden gerne über Buffalo und Cleveland fahren, haben dafür 4 Tage eingeplant, bis wir in Chicago landen. Dort 2 Tage bleiben, dann die Zugfahrt mit dem Calfornia Zephyr nach San Franzisko, macht 3 Tage.
Für SF planen wir 2 Tage ein, dann mit einem Inlandsflug nach New Orleans(macht 14 Tage, wenn ich richtig rechne).Ab da sind wir dann sehr spontan
Wir waren mehrmals in Florida und schätzen besonders St.Pete, vielleicht da nochmal hin, kommt auch drauf an, von wo wir dann nach Hause fliegen. Direkt von NO nicht, weil wir, wie gesagt, da noch ein paar Tage herumfahren wollen. So kämen wir dann auf 3 Wochen, meint Ihr, das ist machbar?LG, Clara
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Niemand hier, der mir zu dieser Route was sagen kann? Zuviel, machbar oder woanders lang?
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Hallo Clara,
das 1. Problem, das Ihr abklären solltet: geht das überhaupt mit dem Mietwagen? Denn eigentlich muß man diesen in dem Land zurückgeben, in dem man ihn angemietet hat. Schau vielleicht mal bei Hertz, dort sind einige wenige Möglichkeiten der grenzüberschreitenden Rückgabe erlaubt (geht bei einigen anderen Vermietern überhaupt nicht), mit Zusatzkosten muß man natürlich immer rechnen, v.a. auch wegen der Einweggebühr, daher dies unbedingt zuallererst klären, sonst müßt Ihr alles abändern.Euere Route klingt ansonsten interessant. Eigentlich bin ich nicht so dafür, so kreuz und quer alles in eine Reise zu packen, aber durch die Zugfahrt ist ja alles etwas anders als bei einer normalen Autorundreise.
Zu der Strecke ab Toronto nach Chicago kann ich Dir leider nichts sagen, da war ich vor ca. 27 Jahren mal und kann mich leider an keine Details mehr erinnern...müßte aber in der geplanten Zeit machbar sein, falls Ihr bereit seid, viel zu fahren. 2 Tage Chicago sind wenig, man bekommt halt mur einen kleinen Überblick.
Von SF nach New Orleans ist es natürlich recht weit, aber die Strecke dort nach Florida finde ich interessant, bin diese auch schon einmal bis Miami gefahren. Da Ihr aber nur noch 1 Woche übrig habt, würde ich vielleicht nicht bis nach Miami weiterfahren, sondern einen näheren Rückflugort wählen, denn für New Orleans und Umgebung sollte man ja auch etwas Zeit übrig haben. -
Mit Zugfahrten kenne ich mich null aus, aber was mir auffällt, ist die extrem kurze Zeit in San Francisco. In 2 Tagen kann man natürlich die Highlights flott abgrasen, aber um sich die Stadt genau anzusehen, braucht man schon eher 3 volle Tage vor Ort, und auch in 4 oder 5 Tagen würde keine Langeweile aufkommen. 2 Tage sind schon sehr wenig.
Wie gesagt, ich bin noch nie so lange Strecken mit dem Zug in den USA gefahren und kenne mich damit nicht aus, aber mir wäre das zu viel Programm für 3 Wochen. Auch Zugfahren ist anstrengend, denke ich.
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Vielen Dank MsCrumplebutton und Susanne.
An der Route können wir ja immer noch was ändern und z.B. länger in SF bleiben.
Von SF nach New Orleans würden wir ja fliegen und Miami kommt nicht infrage. Da waren wir wir bereits 3x und uns gefällt der Panhandle viel besser.
Es stimmt schon, wir packen viel rein in dise 3 Wochen. Liegt aber auch daran, dass wir uns solch eine Reise leider nicht jedes Jahr leisten können. Darum dann lieber ein bißchen mehr
Das mit dem Mietwagen muss ich abklären; ich dachte nicht, dass das eventuell ein Problem geben könnte, danke für den Tipp!