Juni oder September 15 - mit WoMo Vancouver nach Calgary
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Hallo "Fomis",
wir (4 Erwachsene) planen für Juni oder September 2015 eine 3 Wochen Reise mit WoMo von Vancouver nach Calgary. (Unsere erste Reise im Westen Kanada)
Mieten wollen wir ein großes C 30 oder ähnlich.
Aus den Beiträgen hier im Forum kennen wir die Meinungen zu einem großen
WoMO, sind dazu aber positiv eingestellt. (Wir waren schon gemeinsam auf Safaris)
Obwohl wir schon viele Beiträge gelesen haben, ergeben sich für uns einige Fragen.Die wichtigste Frage ist der Zeitpunkt der Reise.
Ursprünglich planten wir für Juni 2015. In diesem Monat ist aber die Fußball WM der
Frauen in Kanada, Spielorte u.a. Vancouver und Edmonton. In Japan ist Frauenfußball sehr beliebt und die Mannschaft ist Titelverteidiger, erwartet werden sicher
auch viele Touristen aus den USA.
Geplant war Vancouver - Vancouver Island - Calgary.Wir werden jetzt wahrscheinlich auf den September umplanen, dann aber sicher
umgedreht von Calgary - Vancouver Island - Vancouver.Letztendlich wird es unsere Entscheidung sein, würden uns aber über Eure Meinung
freuen.
Unsere vorgesehene Reiseroute werde ich noch einstellen, vorab aber eine Frage
zu den Seen, die wir im Jasper und Banff NP unbedingt besuchen sollten.LG
Frank Lindner -
Hallo Frank,
jetzt traue ich mich fast gar nicht, was zu schreiben!
Deine Reisebiographie ist schon mal beeindruckend und darüber hinaus denkst Du ja wirklich richtig weit - Himmel, an die Damen-WM hätte ich gar nicht gedacht und wußte bis gerade auch gar nicht, daß die in Kanada stattfinden wird. Das bitte ich jetzt wirklich nicht als Mackerkram einzusortieren! Manche Sachen hat man halt gar nicht so auf dem Zettel...
Aber gut, daß Du sie auf dem Zettel hast. Ich mußte nen Moment drüber nachdenken, aber Du hast ganz sicher recht: Die Fußballfans/Faninnen
werden wohl nicht nur für ein Spiel rüberfliegen, sondern einen wie auch immer gearteten Urlaub draus machen, um zwischen den Spielen Sightseeing einzuflechten.Das läßt absolut die "Befürchtung" wachsen, daß z. B. auf dem Icefields Parkway die Reisebusse Stoßstange an Stoßstange unterwegs sein werden. Am Ende (nicht abfällig gemeint, aber wer je eine asiatische Reisegruppe wo auch immer beobachtet hat, wird es nicht von der Hand weisen können, daß ein "Hineingeraten" jetzt nicht unbedingt ultimative Glücksgefühle von innerer und äußerer Ruhe und der Hingabe ans Genießen auslöst) werden vielleicht gar noch Gruppenanmietungen von Wohnmobilen passieren, um ein Spiel in Vancouver zu gucken und das nächste in Edmonton und dazwischen eine Wohnmobil-Gruppenreise zu unternehmen.
Nee, Juni 2015 empfiehlt sich vor diesem Hintergrund wohl wirklich nicht. Aber meinen Respekt, daß Du die Damen-WM überhaupt ins Kalkül gezogen hast - ich wäre wahrscheinlich ahnungslos volle Lotte in die Touristenmassen gezockelt und hätte mich mit dummem Gesicht gefragt, warum selbst die Mega-Campgrounds in den Rockies noch nicht mal mehr ne Besuchsritze frei haben und die Preise allerorten komplett durch die Decke gehen.
Es gibt aber einen weiteren, total banalen Aspekt, wenn sich der Juni 2015 aus gegebenem Anlaß bereits nicht so richtig empfiehlt, den September zu nehmen:
Die Mücken.
Der September ist eine absolut großartig schöne Reisezeit.
In der Gesamtbetrachtung würde ich also auf jeden Fall den September nehmen.
Die Seen? Hmmm...
Maligne Lake läßt bei bedecktem Himmel meiner Meinung nach das Gemüt eher gleichgültig zurück, bei Sonnenschein isser schön, ja.
Peyto Lake: Ja klar, den kurzen Weg vom Wohnmobil-Parkplatz hoch sollte man tigern, weil die Farbe des Sees tatsächlich surreal ist. Uns persönlich gefällt am Peyto Lake allerdings die "Erklärbär-Drehorgel" ungefähr 30 m vor dem Aussichtsplateau am allerbesten: Du kannst sie per Rändelrädchen auf verschiedene Sprachen stellen und wenn Du dann chinesisch oder meinetwegen auch französisch mit Höchstgeschwindigkeit loskurbelst, lachen sich auch die vorbeikommenden Reisegruppen weg - okay, für der Albernheit an sich komplett abgeneigte Zeitgenossen vielleicht jetzt nicht gerade die Krönung tiefsinnigen Erlebens, aber das hat man am Peyto Lake sowieso nur zwischen Abenddämmerung und Morgengrauen.....

Lake Louise: Irgendwie dasselbe in grün, bloß ohne Drehorgel. Aber dort gewesen sein sollte man schon, wird es sich auch nicht verkneifen können, denn vorbeifahren geht einfach nicht. Ein bißchen an der Promenade gucken, ein bißchen das Fairmont beschnuppern, sich ein bißchen darüber gruseln, wie aus den dem self-service-Restaurant die Plastikverpackungen mit was-auch-immer drin rausgeschleppt werden, um sie an der Promenade auf der Bank zu verputzen, weil man ja ohne Frage seit Ewigkeiten nix mehr zu beißen bekommen hat.... ach, all das gehört irgendwie zu den Hotspot-Seen dazu. Lake Louise kann man aber immerhin damit rausreißen, daß man den Trail zum Lake Agnes-Teahouse tigert. Für den haben die Reisebus-Gäste weder Zeit noch die richtigen Tüffel an den Füßen, so daß es einen gewissen Genuß außerhalb der Massen erlaubt.
Moraine Lake: Hier wird inzwischen in der Hauptsaison mit Zufahrtsbeschränkungen gearbeitet
, aber warum das so ist, will man schließlich gesehen haben, also los. Besonders hier empfiehlt sich der September, im Juni würdet Ihr Euch mit einem 30er nur noch in die nächste Schlucht stürzen können - halt, stop! Mißverständlich formuliert: Dem 30er nen ordentlichen Schubs in die nächste Schlucht geben, nachdem Ihr Pässe, Geld und Lieblingspullover rausgenommen und die Handbremse gelöst habt, weil Ihr sonst keinen Parkplatz finden werdet (dasselbe procedere empfiehlt sich unterm Strich übrigens auch bereits bei einem 19ft-Modell.... es ist unglaublich, was dort oben abgeht).Two Jack Lake bei Banff ist richtig, richtig schön. Je nachdem, wann Ihr unterwegs seid, könnte auch der Campground noch geöffnet sein. Rund um Banff gibt es noch weitere Seen, die auf der Landkarte leicht zu finden sind und von der breiten Masse der Reisebusse nicht angefahren werden.
Das war jetzt nur ein aus dem Bauch raus geschriebener Querschnitt, aus dem Du vielleicht schon resümieren kannst: Gesehen haben sollte man sie irgendwie alle, aber man ist niemals alleine. Das haben die Seen im Jasper/Banff-NP einfach mal so an sich.
Klar, es gibt immer noch Perlen etwas weiter abseits der Straße, aber da möchte ich mich gar nicht allzu sehr reinhängen. Denn die sind oftmals nur von einer Lodge ohne RV-Plätze "verweltlicht", oder ich mag mir gar nicht richtig vorstellen, wie man mit einem 30er dorthin schaukelt. Ihr werdet angesichts der Größe des Gefährtes beim Aktionsradius gewisse Abstriche machen müssen. Das ist einfach so.
Es ist aber definitiv erlebnis- und eindrucksreich, "nur" die Mainstream-Seen entlang des Icefields gesehen zu haben. Wegen nix sind die ja nicht so berühmt...
Und die Erholung von den Menschenmassen, die durchaus auch im September noch um die Ecke kommen können, könnt Ihr Euch dann ja z. B. am Clearwater Lake ganz hinten durch im Wells Gray Park holen und auf Vancouver Island. Dort kann man sich tatsächlich hie und da ganz gut verkrümeln, auch mit einem großen Womo.
Also Fazit zu den Seen: Man muß sie alle gesehen haben, ohne geht es nicht!
Ganz grundsätzlich noch ein kleiner Link zum Schmökern, weil ich ihn gut beschrieben finde und für evtl. Wohnmobil-Neulinge hilfreich:
... sollte ich mit meiner Beschreibung der Seen an Deiner Fragestellung irgendwie vorbeigeschrieben haben, komm gerne nochmal mit Detailfragen durch.
Was auf jeden Fall (wenn man mit englischsprachiger Reiseliteratur klarkommt, was ich bei Deiner Reisebiographie aber mal locker annehme) ganz viele schöne Stellen ein ganz klein wenig neben der Straße verrät, ist das Milepost. Eigentlich die Bibel des Nordens, aber BC, Alberta und - wenn mich nicht irre - auch Vancouver Island sind drin. Kein Reiseführer vermag das Milepost zu ersetzen.
Ich glaube Dir sofort, daß Du Dir bei einem 30er durchaus etwas gedacht hast, stelle das ab sofort auch überhaupt nicht weiter in Frage und kann nur nochmal sagen:
Komm gerne wieder durch!
Viele Grüße
Harry -
Hallo Harryhh,
danke für Deine schnelle Antwort und Deinen Schreibweise. Ich weiß nicht ob Du das Buch "Hummeldumm" über eine Namibia Reise kennst, aber bei einigen Deiner Textpassagen musste ich wie in diesem Buch schmunzeln - sehe Möglichkeit als Autor

Reisemonat wird jetzt der September sein, Abflug wahrscheinlich am 06.09. nach Calgary und am 07.09. Übernahme des WoMo. Route Calgary - NP - Vancouver Island - Vancouver.
(Zu Deinem Hinweis mit den asiatischen Reisegruppen - Am Grenzübergang in Kasane
von Botswana nach Simbabwe stiegen 2009 doch tatsächlich Damen aus einem Reisebus mit High heels. Nicht das ich was gegen diese Schuhe habe, aber für den Busch doch ungeeignet.)Danke für Deinen Hinweis zu den Mücken. Sind diese im September auch noch aggressiv und reicht übliches Schutzmittel aus Deutschland, wie z.B. Nobite ?
Das das C 30 o.ä. ein ziemliches Ungetüm ist, wissen wir. Aber wir (2w/2m) sind
ein eingespieltes Team und hoffen in der Nachsaison auf weniger Verkehr und ausreichend Stellmöglichkeiten.
(Ich bin übrigens im Team nicht der mit den verhandlungssicheren Englischkenntnissen, meine sind eher ausbaufähig)Gibt es einige Dinge die wir bei der Übernahme unbedingt beachten müssen (und auch nicht in dem Link lesen - Danke dafür) oder sollten wir unbedingt etwas mitbringen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, die dann aber tatsächlich fehlen.
In Namibia ist da z.B. Grillzange und Drahtbürste für den Grill (es gibt eben kein Wal Mart bis Botswana) oder ein funktionierendes Bordwerkzeug, platte Reifen sind dort Alltag.Danke für die Hinweise zu den Seen, werden hier sicher mit der konkreten Route noch Detailfragen haben.
Warst Du schon am Lake O`Hara und lohnt sich ein Ausflug bei der begrenzten Anzahl von Tagesbesucher und dem Bestellsystem ?
Das WoMo werden wir nicht bei Cruise Canada mieten, sicher sind die Meinungen hier im Forum subjektiv, aber ein Gesamtbild hat sich schon ergeben. Vielleicht hast Du einen Tip ?
Freue mich auf Deine Antworten und Schreibstil
und danke für die Bemühungen.Grüße
Frank Lindner -
Hallo Frank,
erstmal so'n büschen OT:
Ntürlsch
kenn ich Hummeldumm! Da wir im Februar nach Argentinien fliegen werden, habe ich auch schon in Erwägung gezogen, 'Resturlaub' nochmal zu lesen - vielleicht wird das die Anti-Langeweile-Literatur für den Flug.Hast Du denn auch schon die Erdmännchen-Krimis, die dem Vernehmen nach Tommy Jaud unter einem Pseudonym geschrieben hat, gelesen? Seeehr, seeehr schön.
Mein persönlicher Favorit aber ist Bill Bryson. Mehr geht nicht!

Ich wollte am Sonntag nur mal in einem bestimmten Buch nachgucken, ob er sich darin möglicherweise auch über den Bereich der Chesapeake-Bay ausgetobt hat, weil wir die auch im Auge haben.... und seitdem lese ich das Buch zum wahrscheinlich 20ten Male von vorn. Daß wir das Amish-County in Pennsylvania entgegen ursprünglicher Planung auslassen werden, wußten wir nach anderthalb Seiten Bill Bryson.
Zum Niederknien!
So, nun aber zum Thema:
Mücken.
Im September können sie hie und da noch rumfiepen, kriegen aber keine Stiche mehr zustande. Ob Nobite was bringt, weiß ich nicht, da wir selbst in Europa sehr unempfindlich sind und uns daher außer der Kenntnis über den Umstand, daß es Autan gibt, auf total unerforschtem Terrain befinden.Im Zweifel gilt die Devise, daß die Biester da drüben mit dem Krempel, der hier zu haben ist, nicht abzuschrecken sind. Der in Sprühfläschchen verpackte Wirkstoff in USA/Kanada heißt DEET. Solltet Ihr Bedarf haben, werdet Ihr das Zeug im September irgendwo im Kassenbereich finden - ungefähr so halbschräg weg von der Quengelzone (die drüben übrigens vornehmlich aus Kaugummis und unterste-Schublade-yellow-press-Postillen besteht) unterhalb des Filialleiter-Glaskastens. Aus dem Drugstore-Bereich ist es bereits weggeräumt, weil nur noch als Resterampe für Euro-Luschen
zu verwerten.Ich hatte zwar versprochen, daß ich das 30er Womo nicht mehr in Zweifel ziehen würde, möchte aber dennoch gerne nochmal einen Aspekt hochwühlen, der vielleicht nicht unerheblich ist:
Wenn Du sagst, daß Ihr gut miteinander könnt, "kampferprobt" seid und alles ying-yang-mäßig ausgewogen und im grünen Bereich ist, stelle ich das wirklich nicht in Frage.
Allein den Umstand, daß auch bei einem imaginären 700ft langen Blechschwein immer nur zwei Mann vorne sitzen und rausgucken können, will ich Dir nochmal vor Augen halten.
Das Biest kann so lang sein, wie es will, da können meinethalben ganze Sofalandschaften integriert sein, unterm Strich bleibt immer:
Die beiden anderen, die nicht vorne sitzen dürfen, haben genau folgende Optionen:
Am Katzentischchen sitzend (das auch immer im Verhältnis zur Personenzahl lachhaft ausgelegt ist, nämlich für zwei schmale Popöchen auf jeder Seite - keine Ahnung, wie die Locals das gebacken kriegen, aber ich will mich nicht verlieren..... Zwei nordamerikanische Durchschnittsgesäße auf diesen Bänkchen!!!
Was für eine Vorstellung!), wobei hier folgende Konfigurationen möglich sind :Beide nebeneinander angeschnallt wie Max und Moritz oder Hanni und Nanni in Fahrtrichtung, oder - wenn man es denn mag - beide gegen die Fahrtrichtung oder einer vorwärts und einer rückwärts.
Andere Möglichkeit:
Sich parallel zur Fahrtrichtung auf dieser ab 25ft bedauerlicherweise generell als weitere Schlafmöglichkeit präsentierten Couch anzuschnallen, ungefähr auf Achsentiefe zu versinken, nix mehr außer der Sitzbank gegenüber zu sehen, wenn man keinen superlangen Schwanenhals macht - was man ohne Nörgeln auch nicht mehr als 50 km aushält.
Selbst die Idee des Rotierens halte ich für nicht besonders gut. Da ist doch jeden Morgen bei denen, die hinten sitzen müssen und heute mal wieder A-Karten-Tag haben, Gegrummel, wenn nicht schlechte Laune programmiert.
Also: Es geht mir nicht um die Wohn- und Schlafbequemlichkeit, wenn der Bock steht. Es geht um das "unterwegs". Und das wollte ich nochmal als besonders prüfenswert einflechten.
Ich kann mir gut vorstellen, daß es richtig, richtig nett ist, wenn man zwei kleinere Wohnmobile nimmt, meinethalben auch den ganzen Tag zusammenfährt, aber auf diese Weise hat jeder die Möglichkeit, nach vorne rauszugucken.
Nur mal so zum Grübeln.....

Wenn es denn dann ohne Wenn und Aber ein 30er sein soll, habe ich herausgeflöht, daß sich für Eure Bedürfnisse diese beiden Typen empfehlen:
- das Maxi-Motorhome A von Canadream ab dem 07.09.
- das 28-30 DeLuxe Motorhome von Go West ab dem 10.09.
Nachguck-Möglichkeiten sind: Canusa, CRD, Trans-Kanada-Touristik.... beispielhaft.
Die Maxiklamotte von Canadream hat schlecht verteilte Betten, im Falle der Fälle würde ich das DeLuxe von Go West nehmen, weil sich die Bettenmaße zwischen dem festen Bett hinten und dem im Alkoven nur minimal unterscheiden - es würde also keine Klopperei geben, wer wo schlafen darf.
Ich ziehe Eure bisherigen gemeinsamen Reiseerfahrungen wirklich nicht in Zweifel, will nur darauf hinweisen, daß in Kanada schon mal der eine oder andere Kilometer zurückzulegen ist und die Tageskonfigurationen der Wohnmobile über das Schlafen hinaus ne echte Challenge darstellen können, wenn man denn wirklich davorsteht.
Zum Schluß noch schnell Lake O'Hara:
Nee, dazu kann ich nix sagen. Dahin kommt man ja mit vorher reservierten und gekauften Bustickets, muß mitten in der Nacht aufstehen, ggfls. ne Baustelle unterwegs einplanen und noch früher aufstehen und setzt sich dann mit gaaanz vielen Menschen, die man gar nicht kennt und möglicherweise auch gar nicht kennen will, in nen Bus, um an nen See zu schraddeln.... nicht unser Ding. Und dann trabt man da irgendwie um den See rum zwischen Rick aus Tennessee, Heather und ihrem Mann George aus Sasketchewan, alle wollen wissen: Where you're from??
und ein ausgewanderter Ex-Pilot aus Deutschland sabbelt Dir am Ende auch noch mit seiner Lebensgeschichte nen Knopp ans Ohr - nicht für Geld dabei.Da muß ich echt passen.
Aber sonst versuche ich gerne, Dir mit dem einen oder anderen kleinen Detail helfen zu können.
In diesem Sinne viele Grüße
Harry -
hallo Günter,
wir (auch vier Erwachsene) sind grade vor einer halben Woche zurück aus CAN und kann daher ein paar noch frische Erinnerungen weiter geben.
Wir hatten auch ein C30 Mobil von CruiseCanada. Das Mobil ist für vier Leute schon in Ordnung. Klar ist es nie wirklich aufgeräumt, dennoch ist genug Platz vorhanden. Auch die von Harry angemerkte schlechtere Sicht der Personen 3+4 während der Fahrt sind zwar richtig, jedoch gibt es schließlich auch Seitenfenster
. Und es passen ohnen Probleme zwei Personen nebeneinander an den Tisch (Figurbewusst sollte man jedoch schon ein wenig sein). Wie sich die 30ft bei einzelnen Anbietern unterscheiden kann ich leider nicht sagen, unser schon 5 Jahre altes Mobil hatte leider ein paar Probleme mit der Feuchtigkeit (leichter Schimmel in den Alkoven) und ein paar weitere kleine Mängel. Das bett hinten, sollte mit einem Schlafsack als zusätzlicher Matraze ausgestattet werden (ansonsten Hüftschäden!). Ein 30ft ist im übrigen nur beim Rückwärtsfahren ungewohnt zu steuern, einer sollte immer einweisen. Ansonsten sind wir sehr gut damit klargekommen.Unsere Tour selber dauerte 17 Tage, davon die ersten drei Nächte in Vancouver und dann 14 mit dem Mobil Richtung Calgary. Und obwohl ich Großstadtjunkie bin, waren das mindestens eine Nacht zuviel. Whale-watching und Stanley Park, damit reicht es eigentlich auch schon. Selbst shoppen kann man nur bedingt gut. Man hört so viel gutes von VAN und ist dann leider ein wenig enttäuscht.
Kurzer Ablaufsplan der Campertour: 1. Tag Squamish für die erste Übernachtung. War leider nicht ganz optimal, weil der örtliche Walmart nichts taugte und noch einen zweiten Supermarktbesuch im Ort notwendig machte, hier gibts bestimmt bessere erste Einkaufsorte in Vancouvers Nähe. Weiter nach Lillooet, Fahrt über Wistler, welches deutlich schöner und lohnender ist, als man gemeinhin mitgeteilt bekommt. Scshöne kleine Fußgängerzone mit Cafes ud Restaurants. Zwischenstop an den Nairn Falls auch sehr nett. Nächsten beiden Tage dann im Wells Grey. Sehr schöner Nationalpark, verschiedene Trails zu den Wasserfällen und Kanutour auf dem Clearwater Lake absolut zu empfehlen (und gar nicht so teuer wie später in den Rockies)!. Nächste Nacht kurz vor Mt. Robson (dort Trail zum sehr schönen Kinney Lake). Weiter nach Jasper und dort vier Tage (Hier gabs leider einen kleinen Wintereinbruch mit Nachttemparaturen bis zu -7, die im Camper seeeeeehr sehr kalt und unangenehm waren). In Jasper dann Maligne Lake (Harry hat recht, ohne Sonne ein See wie jeder anderer), zwei kleine Trails rechts und links des Sees gemacht mit Schnee auf den Tannenspitzen
, dennoch sehr schön. Mit Glück kann man hier Elche sehen. Geritten wurde in Jasper auch, je nach Anbieter mit tolle Sicht über Jasper und die Patricia Lake. McKibbin Island im Pyramid Lake sollte man auch besuchen, kurze schöne Spaziergänge auch um Annette Lake und Edith Lake. Sowie durch den Maligne Canyon (oben noch recht gut besucht da sehr beliebte Wanderung), Pizza Essen bei Famoso in Jasper Town! Weiterfahrt über den Icefield Parkway nach Lake Louise und dort dann zwei Nächte (schlechtester CampGround auf der Tour). Vom IP leider nicht viel gesehen, da dichte Wolkendecke bis zum Columbia Icefield (Gletschertour nicht machen, lieber nur zum Gletscheerzeh unten am Fuße des Berges gehen). Danach lockerte es sich auf und man hat auf der zweiten Hälfte der Strecke das imposante Panorama der hohen Berge genießen können. Der Peyto Lake ist, wie Harry schon schrieb, dann auch auf jeden Fall ein Must have! Die "Drehorgel" haben wir leider nicht gesehen, vielleicht war sie aber auch unter 30cm Schnee versteckt
. In Lake Louise klar das Standardprogramm mit den beiden Seen. Der oft als schöner bezeichnete Moraine Lake (Parkplatz sehr klein, selbst Mitte September musste der Parkplatz außerhalb Jasper genommen und ein kostenloser Pendelbus genutzt werden) war für mich nicht so schön wie der Lake Louise. Der leuchtet sogar so wunderschön blau, wenn der Nebel nur 100 Meter über ihm liegt. Hoch zum Agnes Teahouse ist ein muss. 3,5 Km mit etwa smehr als 10% Steigung werden oben (bzw auch kurz vor Ende der Mirrow Lake) mit dem Lake Agnes und einer wundervollen Aussicht belohnt. Vor allem wenn der Nebel sich lüftet und alles in Sonne legt. Das Teahouse selber...nehmt selber was zu Essen und Trinken mit, es taugt meiner Meinung nach da oben nichts und kostet ne ganze Menge. Von Lake Louise zu den letzten drei Tagen nach Banff (gemütlichster Ort nach Wistler). Kanu auf dem BowRiver ist sehr entspannend, Raftingtour wurde leider abgesagt, Johnston Canyon als Trail sehr empfehlenswert und muss unbedingt bis zu den Ink-Pots durchgezogen werden (meist wird an den UpperFalls abgebrochen).Allgemeines zur Reisezeit: Mücken begleiteten uns bis in den Wells Grey, aber nicht schlimmer als es hier bei uns passieren könnte, danach kam der Nachtfrost und sie waren weg. Verkehr auf der Strecke kaum noch vorhanden, viele CG waren kaum noch besucht, war alles sehr entspannt. Wetter, einen vollen Regentag in Vancouver, bedeckt/leichter Regen am Mt Robson, einmal stark bedeckt Malgine Lake und Icefiled Parkway, ansonsten meist nur Sonne pur bei strahlend blauem Himmel!!! Bis zu 27 Grad am Clearwater Lake und deutlich über 20 Grad in Banff. War wohl ein sehr heißer und trockneer Sommer in Kanadas Westen (Auswirkungen durch den El Nino) führte zu großen Waldbränden deren Reste man an vielen Stellen noch sehen konnte (schade um die großen Waldgebiete).
Leseempfehlung: http://www.amazon.de/Nationalparkroute-Kanada-legendäre-Route-Alberta/dp/3943176363/ref=sr_1_3?ie=UTF8&qid=1411369827&sr=8-3&keywords=nationalpark+kanadaGuter Reiseführer mit vielen Trails und Tips rund um die Strecke. Von den selben Autoren gibt es auch noch ein 500 Seiten starkes Buch über Vancouver Island.
Vancouver Island sollte man sich überlegen, ob man es in ein paar Tagen erkunden sollte. Empfehlung anderer Reisenden auf unserer Tour: Lieber komplette zwei-drei Wochen auf der Insel als eigenen Urlaub verbringen!
Bei fragen zu unseren CGs und den dortigen Erfahrungen...einfach her damit. Noch sind die Erinnerungen frisch
-
Ich habe die letzten Wochen und Monate fleißig mitgelesen, weiter recherchiert, so
daß unsere Tour seit einiger Zeit steht und die Flüge gebucht sind.30.08. Flug Frankfurt - Vancouver
wir haben einen kleiner RV Anbieter gefunden, der uns vom Flughafen
abholt und wir auf seinem Gelände in unserem gemieteten RV
schon übernachten können, können uns so mit dem RV schon
vertraut machen,
es ist ein C 29 , trotz aller Vorbehalte, über unsere Erfahrungen werden
wir berichten
31.08. Verpflegung und Ausrüstung - Manning PP,
geplant Lightning Lake CG, werden wir vorreservieren
01.09. Kelowna - geplant Okanagan Lake CG, ebenfalls vorreservieren
02.09. Revelstoke, Glacier NP - Illecilletwat CG ( wie sieht es hier mit einem
großen RV aus ?) oder Hot Springs CG
03.09. - 05.09. Yoho und Banff NP, Kicking Horse CG und Lake Louise CG (
werden wir vorreservieren wegen dem langen Wochenende)
06.09. - 08.09. Icefield Parkway und Jasper NP, Rampert CG und Wapiti CG
auch hier wollen wir wie im Banff flexibel sein, Wapiti CG
werden wir vorreservieren, Feiertag,langes WE
09.09. - 10.09. Wells Gray PP, Pyramid oder Clearwater CG, ab hier werden wir
nicht mehr vorreservieren
11.09. Wells Gray PP - Kamloops, evtl. Lake Le Jeaune PP mit CG
12.09. Kamloops/Lake l.J. - Überfahrt auf VI, Victoria
13.09. - 14.09. VI, Tofino
15.09. Tofino - Vancouver
16.09. Vancouver
17.09. Abgabe RV, 18.40 Uhr Rückflug von Vancouver
18.09. Ankunft MünchenWhistler lassen wir komplett weg, für Banff und Jasper NP mit Icefield Parkway
6 Tage eingeplant und flexibel. CG buchen wir wegen dem langen WE
vor, danach nicht mehr.Frage besonders an harryhh ob unsere grobe Planung schlüssig ist, ob es etwas
zu beachten gibt, sollte man die Fähre nach VI vorreservieren ?Danke im voraus
Günter -
Hallo Günter!
Im Grunde ist das alles schön und gut. Ich würde die Route andersrum fahren, nämlich zuerst nach Vancouver Island.
Warum? Ich denke, Du wirst bei Holiday Home Cars übernehmen - von dort ist es ein Katzensprung zum Fährterminal Tsawwassen. Mach den Katzensprung! Denn dadurch, daß sich die Reisetage damit anders verteilen, bist Du auch aus der Nummer raus, am Labourday-WE auf dem Icefields zu sein. Und ich finde es immer entspannter, zuerst nach Vancouver Island zu fahren. Dann habt Ihr es aus den Füßen, auf eine bestimmte Fähre angewiesen zu sein, bevor die Maschine nach Hause ohne Euch fliegt.
Auf dem Festland seid Ihr mit einem straffen Fahrtag immer pünktlich zurück in Vancouver, falls es unterwegs knapp werden sollte. Also VI an den Anfang. Das wäre mein Vorschlag.
Über die Verweildauer auf VI kann man sich je nach persönlicher Disposition ereifern, mache ich aber nicht. Wir waren auch schon für 3 Nächte mit Ziel Tofino auf der Insel und möchten auch diese Stippvisiten nicht missen.
Nehmen wir die umgedrehte Tour also mal so an:
31.08. Übernahme, Fahrt nach Victoria
01.09. nach Tofino
02.09. Tofino
03.09. zurück nach Vancouver, Übernachtung z. B. Cultus Lake bei Chilliwack
04.09. über die # 1 bis kurz vor 100 Mile House, Green Lake PP
05.09. Wells Gray
06.09. Wells Gray
07.09. Jasper
08.09. Jasper
09.09. Yoho und Banff NP
10.09. Yoho und Banff NP
11.09. Yoho und Banff NP
12.09. Revelstoke
13.09. Kelowna/Okanagan Valley
14.09. Kelowna/Okanagan Valley
15.09. Manning Park
16.09. VancouverIch würde nur die "Kampftage" rund um das Labourday-WE reservieren, wobei Du bei meiner Planung am 7. September in Jasper aufschlägst, wenn die Einheimischen am Mittag die Kurve gen Heimat kratzen, es also wieder entspannt werden sollte.
Die Tour ist schon mächtig km-lastig mit einigen strammen Fahrtagen, aber das weißt Du sicher selbst und willst das so. Deshalb sabbel ich Dir da auch gar nix vor, hast ja nicht nach einer Feng-Shui-beim-Reisen-Beratung gefragt

Viele Grüße
Harry -
Reisebeschreibung:
Als Anregung für weitere Kanada Reisende und Dank für die vielen Hinweise in diesem Forum ein Feed Back unserer 17 tägigen Tour
vom 30.08. – 18.09.2015Sonntag 30.08.15:
Abflug mit Lufthansa, Übergepäck von 24,8 Kg wurde toleriert, Flieger ausgebucht,
wie üblich bei der nördlichen Route die Eisfelder und Eislandschaften von Grönland/Kanada im glänzenden Sonnenschein, Landung in Vancouver, 3 Flieger zur gleichen Zeit,standen ca. 75 Minuten bei der Einreise, gegen 16.15 Uhr Abholung durch unseren RV Vermieter Holiday Home Car.Aufdem Gelände von Holiday Home Care übernachten wir in unserem RV, ein C 31. Übernachtung kostenlos, wir können schon das RV und unsere vorbestellten Lebensmittel/Ausrüstung checken.
Montag 31.08.15:
Umfangreiches Frühstück durch Holiday Home Car, anschließend Einweisung.
Gegen 11.00 Uhr starten wir bei strömenden Regen zum Manning PP.Lightning Lake Campground –vorreserviert, sehr schöne Stellplätze im Wald, weit auseinander, Feuerstelle, kein Strom, viele Baumhörnchen (von Streifenhörnchen bis Rothörnchen) – tolle Fotos möglich, sanitäre Anlagen top, der See sicher sehr schön, aber wir hatten Regen
Dienstag 01.09.15:
Okanagan Lake Campground Nord –hatten wir ebenfalls vorreserviert, Stellplätze am See waren ausgebucht, „offener“Campground, Feuerstelle inklusive, Holz muss extra bezahlt werden, ein zentrales „Duschhaus“ – man muss je nach Lage einige Meter laufen, sanitäre Anlagen ausreichend, landschaftlich durch den See, wir hatten jetzt Sonne,interessant.Mittwoch 02.09.15:
Williams Lake Campground in Revelstoke – hatten wir nicht reserviert, Anruf vom Visitor Center in Revelstoke um Kapazität zu prüfen, kleiner Campground, RV steht neben RV, viele Stellplätze mit Vollanschluss, durch die Länge des C 31 hatten wir einen Stellplatz nur mit Strom, Feuerstelle inklusive, Holz muss gekauft werden, sanitäre Anlagen naja (Duschen waren nicht benutzbar),Interessant ist die Umgebung, kleiner See mit Bade-,Angel- und Kanumöglichkeit.
Wanderung zum kleinen Flugfeld von Revelstoke mit sehr schöner Aussicht über eine Seenlandschaft mit angrenzenden schneebedeckten Bergen,
Wanderung um den See, die Bärenwarnung sollte man beachten, wir sind auf frischen Bären Kot gestoßen,Donnerstag 03.09.15:
Kicking Horse Campground imYoho NP – mit unserem „Ungetüm“ bekamen wir sogar einen Stellplatz im Wald,keine Anschlüsse, Feuerstelle muss extra bezahlt werden, Holz inklusive,einfache sanitäre Anlagen, sehr schöner Campground durch die angrenzenden Schneebedeckten Berge, die abends durch die Sonne angestrahlt werden – phantastische Fotos,
Nachteil – Bahnlinie in unmittelbarer NäheBei der Fahrt zum Yoho NP Stopp am Visitor Center Roger Pass bei Schneeregen, in Field Wechsel von Schneeregen, Regen und Sonne, die Nacht erster Frost,
Freitag 04.09.15:
Lake Louise Campground –der Campground war für das Wochenende und den Feiertag am Montag komplett ausgebucht, wir hatten für 2 Nächte vorreserviert, (Absicht war Flexibilität zwischen den Seen und Banff),
diesen Campground können wir nicht empfehlen , mussten Lehrgeld bezahlen. Unser Stellplatz Nr. 2 war ein Doppelstellplatz, ohne Feuerstelle, Bahnlinie unmittelbar angrenzend, nachts denkt man der Zug fährt durch das RV, Anschluss Strom, Dumping Station im Campground
Vorteil - sehr schöne Duschhäuser, die mit Lüfter beheizt wurdendieserTag war einer der schönsten, Emerald Lake phantastisch bei Morgennebel, Sonne und aufziehenden Wolken in den Bergen, Wanderung um den See,
wenig Touris, wir waren frühmorgens das erste RV am SeeTakakkaw Falls – die Auffahrt mit den ersten beiden Serpentinen mit einem C 31 muss sein, es sollte aber einer die Straße sperren und Probleme bei Gegenverkehr vermeiden
unser erster Schwarzbär liefen uns bei der Rückfahrt von den Fällen über die Straße und krabbelte dann den Waldhang hoch – Super, schöne Fotos
Samstag 05.09:
Campground s.o. – den ganzen Tag starker Regen, Einkaufs-und Besichtigungsbummel in Banff,Sonntag 06.09:
Waterfowl Lake Campground – Self Check In Campground, super, nur 57 km nördlich Lake Louise, viele freie Plätze (schließt am 08.09.), wir nahmen Stellplatz Nr. 10 direkt am See, herrlich im Wald zwischen den Bäumen, wie im Manning viele „Hörnchen“, Feuerstelle extra, keine Anschlüsse, sanitären Anlagen o.k., DuschhäuserMotiv für den Campground war das Wetter, wir fuhren den Icefield Parkway bis Saskatchewan River Crossing, dann türmten sich wieder die Wolken auf mit teilweise Regen, also zurück zu diesem sehr schönen Campground (würden wir Lake Louise absolut vorziehen) und wandern.
Abenteuerliche Wanderung durch Schlammlöcher, teilweise Regen, zum Chephren Lake – wenn ich wieder eine Kanada Tour unternehme, muss ich mir diesen bei Sonne anschauen.
Auf dem Wanderpfad begegneten wir Moorschneehühner, die wenig Scheu zeigten.Montag 07.09.15:
Wilcox Campground –Self Check In Campground, ca. 8 Km südlich Icefield Center, keine Anschlüsse, Feuerstelle extra, Feuerholz inklusive, sanitäre Anlagen einfach, aber o.k., Dumping Station im Campground Gelände, schöner Campground im Wald, teilweise steile Anfahrt, schöne Sicht auf die schneebedeckten Berge,Dieser Monatg war Feiertag in Kanada, am Morgen hatte es aufgeklart, wenig Wolken, Nebel, teilweise Sonne, Rückfahrt auf dem Icefield Parkway nach Lake Louise, Stopp u.a. Peyto Lake – teilweise Schnee, @harryhh – die „Drehorgel“ am View Point funktioniert nicht mehr,
Lake Louise – war ein Fehler, Feiertag, Menschenmassen, diesig mit tief hängenden Wolken, Regen, Parkplatz Chaos, Straße zum Moraine Lake war gesperrt, nur mit Shuttle möglich, ließen wir ausfallen,
Weiterfahrt entlang dem Icefield Parkway bis zum Icefield Center – Glück, die Wolken zogen auf und es schien die Sonne, ein starker Kontrast zum stark bewölkten und diesigen Vortag, auf dem Parkway wenig Verkehr trotz Feiertags, ein Kojote querte vor uns dieStraße.
Dienstag 08.09.15:
Whistler Campground – dieser große Campground war fast ausgebucht, zusätzliche Problem die Länge des C 31, wir bekamen am Ende des Campground einen
Stellplatz , Nr. 30/O, ohne Anschlüsse und Feuerstelle, aber sehr ruhig an einem Birken/Ahornwäldchen gelegen, Toiletten in der Nähe und o.k., zum Duschhaus sind wir mit dem RV gefahren,Bevor wir die restliche Strecke des Icefield Parkway nach Jasper gefahren sind, Stopp am Icefield Center – zu Fuß zum Gletscher, anschließend vom Center aus mit Shuttle Bussen zum Skywalk (eigentlich viel zu teuer - aber irgendwie muss das“ Bauwerk“ refinanziert werden, bei schlechter Sicht kann man sich dies sparen),
bis Jasper am Parkway noch einige Stopps, in Jasper unsere Vorräte aufgestockt
Mittwoch 09.09.15:
Robson Meadows Campground –Self Check In Campground, der Ranger (weiblich)fuhr am frühen Abend die Stellplätze ab, sie sprach Deutsch, war als Austauschschülerin in Deutschland,
sehr schöne Stellplätze mitten im Wald, weit auseinander, Toiletten und Duschen o.k., keine Anschlüsse, Feuerstelle und Feuerholz extra, Dumping Station am Mount Robson Visitor Center auf der gegenüberliegenden Straßenseite,der CC war unser Stopp auf der Fahrt von Jasper zum Wells Gray PP,
an diesem Tag bis Nachmittag am Medecine Lake und am Maligne Lake, am Maligne Lake wenig Touris, Fahrt mit dem Boot bis Spirit Island –sollte man wegen der Lichtverhältnisse besser nachmittags machen, aber trotzdem o.k.,
an der Maligne Lake Road konnten wir mehrmals Wapitis beobachten,
dann Fahrt bis zum Mount Robson, wo es wieder anfing zu Regen,
an den Rearguard Falls leider keine „springenden“ Lachse(Fortsetzung in den nächsten Tagen)
LG
Günter
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Fortsetzung
Donnerstag 10.09.15:
North Thompson River Campground – SelfCheck In Campground, der Ranger fährt auch hier abends die Stellplätze ab, einfacher Campgroundohne Anschlüsse mit einfachen sanitären Anlagen, Feuerstelle inklusive, Holz muss bezahlt werden, sehr schöne Stellplätze direkt am Fluss, wir hatten einen davon, Nr. 23 ; am Fluss Weißkopfseeadler mit Jungen beim „Fischen“ und füttern beobachtet,
Nachteil – Lärm nachts durch die Bahnlinie auf der anderen FlussseiteAm 10.09. frühe Fahrt vom Mt. Robson PP in den Wells Gray PP, im Wells Gray PP bei Sonne und warmen Temperaturen Besuch der Wasserfälle, Helmken Falls beeindruckend, Dawson Falls mit Regenbogen, die Serpentinen und die Holzbrücke bei den Dawson Falls mit einem großen RV zu befahren ergibt tolle Bilder, auf Grund der günstigen Wetterprognose sind wir nicht weiter bis zum Clearwater Lake gefahren um dort zu übernachten, sondern bis zum Thompson River, um einen Tag auf Vancouver Island zu gewinnen
Freitag 11.09.15:
Klahanie Campground Squamish – mit Glück mit unserem C 31 einen Stellplatz bekommen, gegenüber den Shannon Falls, zum Besuch der Fälle keine Zeit, Fälle aber sehr schön in der Abendsonne,
Stellplatz mit Strom, Campground aber sehr eng, einige Dauercamper mit Blick auf den Howe Sound, sanitäre Anlage gepflegt, Duschen mit Marken/25 Cent Münzen,Waschmaschinen und Trockner,
Feuerstelle, Holz hatten wir noch, Campground ist ständig besetzt, W-LAN, 3. und 4. Person musste zusätzlich bezahlender11.09. war unser Fahrtag, ca. 480 km, sehr früh los, Stopp am Kamloops Lake,Frühstück Cache Creek, weiter Highway 99, mehrere Stopps Fraser Canyon, SetonLake, Duffey Lake und in Whistler, dieStrecke ist wunderschön und sollte man nicht an einem Tag fahren
Samstag 12.09.15:
Campground MacKenzie Beach Resort– Wochenende, 25 – 28 Grad Celsius, alle Campground im Bereich Tofino/Pazific Rim NP belegt, im McKenzie Resort hätten wir uns vor die Toiletten/Indoor Pool stellen können, fanden dann aber in Eigenregie einen besseren Platz der vom Personal auch akzeptiert wurde, reine Notvariante, hatten aber Strom und Wasseranschluss und eine kleine Feuerstelle mit Sitzecke, 3. und 4. Person musste extra bezahlt werden, ebenso wie Holz,am12.09. sehr frühe Abfahrt vom Klahanie CG, leider viele Umleitungen nach Horseshoe Bay wegen eines Radrennens auf dem Sea to Sky Hwy, Fähre um 10.45 nach Nanaimo aber erreicht, 195 Can$ für Überfahrt C31 und 4 Personen, Zwischen Stopp Port Alberni bei 28 Grad, im Wal Mart Lebensmittel aufgestockt, Auskunft im Visitor Centre Pazific Rim NP das alle CG belegt sind-siehe obige Variante Mc Kenzie,sehr schöne Sonnenuntergang am Strand, relaxen
Sonntag 13.09.15:
Green PointCampground– super CG in einem „Märchenwald“, Stellplätze in der ersten Reihe mit Strandblick waren belegt, machte aber nichts, eigentlich war CG ebenfalls ausgebucht aber manchmal lohnt sich nachfragen, Strom und Feuerstelle inklusive, sanitäre Anlagen o.k., es werden gerade neue Duschhäuser mit Toiletten gebaut, herrliche Zugänge zum Strand,Stellplätze weit auseinander, keine
Störung durch NachbarnAm13.09. früh nach Tofino und Bärentour bei Aquatic Safaris für den 14.09. 07.00Uhr gebucht, Tofino kleiner Ort mit Hafen, Wasserflugzeugen und einigen interessanten Gebäuden, guter Supermarkt, mit Glück Stellplatz Grennpoint bekommen und dann den ganzen Tag Strandspaziergänge und relaxen am Strand bei starkem Wind und strahlender Sonne
Montag 14.09.15:
Goldstream PP Campground– (CG West Bay Marine Village in Victoria war belegt), ca. 30 km von Victoria entfernt in einem Waldgebiet, Stellplätze zwischen schönen alten Baumbeständen,weit auseinander, sanitäre Anlagen und Duschen o.k., Abwaschplatz, Self Checkin, Ranger fährt abends seine Runde, keine Anschlüsse, ruhig, am 14.09. war mehr als die Hälfte der Stellplätze schon geschlossen,am14.09. um 07.00 Uhr Beginn der Bärenbeobachtung mit einem Boot von AquaticSafaris, 12 Personen, auf dem Beobachtungsdeck und der überdachten Kabine ausreichend Platz, voller Erfolg, zuerst 2 Schwarzbären am Uferbereich und dann an einer weiteren Lagune eine Schwarzbärin mit ihrem Jungen, ca. 20 Minuten Beobachtung– super und durch Aquatic Safari verantwortungsvoll
(Abstand, rechtzeitiger Rückzug), anschließend noch Seehunde auf einem Felsenriffbeobachtet,
lange Fahrt nach Victoria, Ankunft späten Nachmittag, Besichtigung Hafen und Fishermanns Warf mit seinen sehr schönen farbigen Bootshäusern, Rundgang durch die StadtDienstag 15.09.15
Burnaby Cariboo Campground Vancouver –RV Park im Außenbezirk Burnaby, scheinbar Vertrag mit vielen Anbietern, wir erhielten 10 Prozent Rabatt auf eine Nacht, Übernachtung 2 Nächte, typische Stadt CG, Stellplätze sehr eng nebeneinander, aber durch große Hecke getrennt,alle Anschlüsse inklusive, sehr saubere Anlage mit kleinem Supermarkt, W LAN, Haltestelle Sky Train problemlos
zu Fuß erreichbar, nachts Lärm durch die unmittelbar angrenzende Eisenbahnlinieam15.09. um 11.00 Uhr mit der Fähre von Swartz Bay nach Tsawwassen/Vancouver,diesmal 165 CAN$, am 15.09. nachmittags und 16.09. Besichtigung Vancouver, eine Stadt die uns nicht begeistert,
unserer Meinung nach krasse soziale Gegensätze zwischen der überwiegenden unter dem Straßenniveau liegenden Einkaufs Mail und verhältnismäßig viele auffallende mittellosen Menschen„oberhalb“ dieser Mail, Toronto gefällt uns mehr, aber wie gesagt, unsere subjektive Meinung,Am17.09. Vormittags Abgabe des RV bei Holiday Home Care Ltd., einen Steinschlag in der Frontscheibe bezahlten wir mit einem symbolischen Beitrag und nachmittags Rückflug nach Deutschland – 18.09. Ankunft in Frankfurt, „Übergepäck“ von jeweils 1,8 Kg wurde toleriert.
Fazit der Reise:
Eswar unserer erste Rundreise im Westen Kanada – werden wir wieder kommen ? – eindeutig ja,
würden wir die Reise mit dieser Streckenführung nochmals durchführen ? – eindeutig nein (zu viele Kilometer, Strecke zu lang);Wetter war von Revelstoke bis Jasper mit vielen Regentagen/tief hängenden Wolken ungünstig,
unsere nächste Reise wird in 2 bis 3 Jahren im Juni sein, Konzentration auf Wanderungen und Details,die wir jetzt mitgenommen haben;
C31 war o.k., Bj. 2011 und 81.000 km, wichtige Erfahrungen gewonnen, wie das Piepsen des Rauchmelders mitten in der Nacht, weil bei niedrigen Nachttemperaturen die Kapazität der Batterie nachlässt (2 Nächte waren der Horror bis wir die Ursache fanden) oder ein defekter Umschalter der Zweitbatterie auf die Starterbatterie ( wir standen am 07.09. früh auf demWaterfowl Lake CG und das Womo sprang nicht an – keine Handyverbindung, kein Telefon auf dem CG, Feiertag, Vermieter nicht erreichbar – leichte Panik, Ursache fanden wir nachdem der Generatoransprang);
Parkplätze mit dem langen C 31 fanden wir eigentlich überall, natürlich war die Suche aufwendig;
Vermieter Holiday Home Care Ltd. Können wir empfehlen, aber bitte beachten, dass nur eine Station in Vancouver mit ca. 60 RV existiert, bei Pannen kann dies zum Problem werden, besonders in den Rocky Mountains;
Der teuerste Posten der Reise war der Flug, da alle Ausgaben durch 4 geteilt wurden, war die Reise auch preislich interessant, (preisintensive Posten waren beide Fährüberfahrten, Ausflug nach Spirit Island, Bärenbeobachtung, Dinner in Banff, im Visitor Center Icefield – nicht zu empfehlen und in Vancouver imSteamworks – absolut zu empfehlen), natürlich spielt auch der günstige Umtauschkurs eine Rolle,
zum Glück ist der CAN$ nicht an den US$ gekoppelt;neben der eindrucksvollen Landschaft hatten wir das Glück auch schöner Tierbeobachtungen, Schwarzbären, Wapiti, Coyote, viele Baumhörnchen, Moorschneehühner, verschiedene Vögel ...
LG
Günter -
hallo günter,
schöner reisebericht von dir. das mit dem wetter ist tatsächlich ein wenig glückssache. wie waren genau ein ajhr vor euch drüben und hatten zwei tage schnee in jasper, ansonsten viele tage mit 25+ grad und nur einen einzigen nachmittag regen.Auch die erfahrung mit dem 31 wohnmobil passen, man findet überall was zum parken, selbst in banff haben wir auf dem kleinen wohnmobilparkplatz was zum parken gefunden.
neidisch bin ich auf eure bären (schon die vor vancouver island), wir haben immer nur zu hören bekommen: yes, yesterday there was a bear right here...blablabla... mother with two kids right beside here...hört man das drei, vier mal, mag man das kaum mehr glauben

bei der hitliste der campgrounds liegt der in lake louise auch ganz am ende, nicht schön, voll, laut...man nimmt ihn halt, weil man sich die beiden seen anschauen will und keinen fahrtstress zusätzlich haben möchte. die moraine-lake zufahrt ist wohl meistens gesperrt, wir mussten auch den shuttlebus nehmen. hat sich aber, wie auch vorhre lake louise mit weg hoch zur lake agnes gelohnt. aber gut, bis auf tief hängende wolken am morgen hatten wir auch schönes wetter.
unterm strich steht aber auch für uns fest, es war nicht die letzte reise. das nächste mal dann wohl nach VI...auch wenn mir grad banff und umgebung eigentlich super gefallen hat.
vancouver hat uns alle vier tatsächlich auch enttäuscht...man hört so viel tolles über die stadt, auch im zuge der olympiade und wie multikulturell die stadt ist. vor ort fanden wir die offene armut und soziale missstände sehr krass.