1. Ostkanadareise inkl. Gaspe
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Hallo zusammen,
wir (Paar Mitte 30, Anfang 40) möchten ab Mitte September das 1. Mal nach Ostkanada reisen. Wir haben 18 Nächte Zeit. Wir waren noch nie in Amerika und sind daher für Tipps dankbar!Zuerst sah unsere Route so aus:
Montreal
Quebec
Saint Alexis des Monts (Sacacomie Lodge)
Ottawa
Gananoque
Algonquin Park
Toronto
Niagara-on-the-LakeJe mehr wir drüber nachdachten, erschien uns diese Tour zu stadtlastig. Auch sind wir beide unheimlich gerne am Meer also entschieden wir uns, die Gaspe-Halbinsel ins Programm aufzunehmen. Allerdings sind wir nicht sicher, ob wir uns nun zu viel vorgenommen haben und eher auf der Flucht sind. Wir sind schon eher die Typen "lieber weniger, dafür intensiver", möchten natürlich aber auch etwas sehen. Was haltet ihr von dieser Reiseroute?
Landung nachmittags in Montreal (so sparen wir die teure Einwegmiete), 3 Nächte
Riviere du Loup, 1 Nacht
Carleton oder Bonaventure, 1 Nacht => welches von beidem und warum?
Perce, 2 Nächte
Gite du Mont-Albert, 2 Nächte
Quebec, 2 Nächte
Gananoque, 2 Nächte
Toronto, 3 Nächte
Niagara-on-the-Lake, 2 NächteWas meint Ihr? Habt Ihr Anregungen für uns, Verbesserungsvorschläge o.ä.?
Reichen 2 Nächte in Quebec nach der langen Etappe von der Gite du Mont-Albert (ca. 6 Std.) aus?
Würdet Ihr die Reise mit Toronto oder Niagara-on-the-Lake beenden? Wir haben einen Geburtstag zu feiern. Wo kann man dies schöner tun?Ganz herzlichen Dank für Euer Feedback - bin sehr gespannt
.VG
Urlaubsreif78 -
Hallo und willkommen im Kanada-Forum,
zuerst mal eine Gegenfrage, weil ich es noch nicht verstanden habe:
Von wo fliegt Ihr denn zurück?
Du schreibst, daß Ihr Euch ab Montreal die Einwegmiete sparen würdet, läßt Deine Tour aber in Niagara on the Lake enden. Das würde ja eher für einen Rückflug ab Toronto sprechen.
Am 19. Tag von Niagara nach Montreal sausen und einen Flieger erwischen, das hattet Ihr doch nicht vor, oder?
Verwirrte
Grüße
Harry -
... nochmal ich, nachdem ich Deine Route nachgefahren bin:
Das sind aber ganz ordentliche Klopper, die Du Dir an Strecken überlegt hast! Hui....
Ich gehöre in Sachen Tagesetappen ja wirklich nicht zu den Träumelinchen, aber das sind Brocken. Besonders vor dem Hintergrund, daß Du betont hast, nicht auf der Flucht sein zu wollen.... :?

Auf die Schnelle mein Wertungskärtchen:
Das ist alles nur auf Biegen und Brechen machbar, wenn noch ein bißchen Genuß dabei sein soll - es sei denn, man ist manischer Paketfahrer.
Um es gelassener anzugehen, müssen die dafür notwendigen Nächte an anderer Stelle weggeknipst werden.
Echt? 3 Nächte Montreal? Pffft....
Wenn Ihr nachmittags landet, werdet Ihr Euch sicherlich noch am frühen Abend ein wenig irgendwo die Beine vertreten, danach habt Ihr einen vollen Tag zur Verfügung, um Montreal auf den Kopf zu stellen. Ich meine, daß das nicht zu knapp, sondern okay ist. Am nächsten Tag nach Rivière-du-Loup.
Halt - nein, zurückspulen, löschen.
Bei den Hammer-Etappen (bei denen man ja wirklich unterm Strich auch Quebec nicht erleben kann, weil man nur durchrauscht), komme ich hinten und vorne nicht weiter beim Wegknipsen.
Na klar braucht man zwei Nächte in Gananoque, wenn man einen Tag damit zubringt, von Quebec City mehr als 500 km dorthin zu fahren..... eine zum Ausschlafen, eine, um einen Tag Thousand Islands auf die Beine zu stellen.
Neee, daran scheitere ich. Das ist zuviel.
Evtl. könnte man sich bei den 3 Nächten für Toronto dieselbe Frage wie bei Montreal stellen. Hilft aber auch nix, auf jeden Fall bringt es mir keine Ideen, wie man dieses Mega-Vorhaben halbwegs genußvoll auf die Beine stellen könnte.
Puh!
Aber bei einer Frage kann ich Dir helfen:
Ob Carleton oder Bonaventure ---> Reiseführer kaufen, emsig lesen, für sich selbst beurteilen und dann entscheiden - nach seinen ureigenen Wünschen und Kriterien.
Das ist immer verläßlich und wasserfest
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Hallo,
vielen Dank für Deine Einschätzung. Rückflug ab Toronto, genau.
Hast Du denn einen anderen Routenvorschlag mit Meeresetappe?
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Hallo,
erst mal: Ihr habt da schon ein paar sehr hünsche Hotels ausgeguckt!! Gratulation!
An der Route hab ich mal ein wenig gebastelt. Da sind zwar qauch ein paar längere Strecken dabei, dafür aber auch wieder kürzere zur Erholung. Wir haben das vor ein paar Jahren so ähnlich gemacht, und das ging ganz gut.
- Montreal
- Montreal
- Quebec
- Rimouski
- Gaspé
- Gaspé
- Gite du Mont Albert
- Matane
- Morgens Fährüberfahrt über den St. Lorenz und weiter nach Tadoussac
- Sacacomie Lodge
- Sacacomie Lodge
- Montebello
- Ottawa
- Algonquin Park
- Algonquin Park
- Toronto
- Toronto mit Tagesausflug zu den Niagara Falls
- Toronto
Damit fallen allerdings die 1000 Islands raus. Alternativ kann man diese wieder einbauen und dafür den Algonquin Park streichen. Statt Ottawa würde ich dann einen Besuch im Upper Canada Village einbauen.
Außerdem könnte man eine Nacht in Gaspé streichen und diese dann in die Gite Mont Albert verlegen.
Wenn man noch einen Tag rausschlagen möchte, wäre auch Montebello verzichtbar - dann zieht sich die Strecke nach Ottawa aber ziemlich. Zudem gibt es in Montebello ein wunderschönes Hotel!

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Hallo struppi2209,
vielen Dank für Dein Feedback.
Hab die Strecke gerade mal bei Google maps eingegeben und das ist ja noch weiter, als wir uns das überlegt haben. Komme dann auf ca. 250 KM mehr...Bin langsam echt verunsichert. Bisher waren wir 2x an der Gardenroute in Südafrika unterwegs. Da war das mit den Entfernungen gar kein Problem. Die Entfernungen in Kanada sind ja wirklich beachtlich.
Sind halt kein Freund von "1-Tages-Übernachtungen", weil wir nicht nur durchrasen sondern auch genießen wollen.
Würde nur sehr ungerne auf Toronto und die 1000 Islands verzichten. Algonquin und Ottawa wären mir nicht so wichtig, da ich die viele Natur ja auf der Gaspé habe.
Für weitere Vorschläge bin ich sehr dankbar...
LG
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Hallo,
tja, die Dimensionen in Kanada sind für uns Mitteleuropäer schon gewöhnungsbedürftig...
Aber lass Dich nicht schrecken, das Autofahren dort ist wirklich sehr entspannt und mit der Hektik auf unseren Straßen nicht annähernd vergleichbar.Auf die Gaspé raus ist es schon ein ganz schöner Ritt, weshalb das bei den meisten Europäern hinten runter fällt - insbesondere bei Kanada-Neulingen, die im Osten üblicherweise die Schleife Toronto-Montreal-Quebec-Ottawa-Algonquin-Niagara-Toronto drehen. Aber wenn Ihr Ottawa und Algonquin weglasst, ist das schon möglich. Und in anbetracht Eurer Reisezeit ab Mitte September möchte ich Euch auch auf keinen Fall abraten, die Gaspé reinzupacken. Wenn Ihr nur ein klein wenig Glück habt, dürftet Ihr dort um diese Zeit einen traumhaften Indian Summer erleben.
Insofern: Schmeißt bei meinem Touren-Vorschlag den Norden raus. Auch Montebello macht dann keinen Sinn. Damit habt Ihr vier Nächte gewonnen. Davon würde ich eine für eine Übernachtung in der Nähe des Upper Canada Village einplanen und dieses dann am Morgen nach der Übernachtung besuchen. (Zeitig da sein, ehe die Massen einfallen - aber es lohnt sich wirklich!) Anschließend könnt Ihr noch den kurzen Trip nach Gananoque machen. Das sind sind gerede mal 100 km und geht auch bei Bummeltempo wirklich ganz bequem. Aber bitte unbedingt hinter Brockville auf den 1000-Islands-Parkway abbiegen und nicht den parallel laufenden Highway 401 nehmen.
Dort oder in der Umgebung wäre dann noch eine Übernachtung fällig. Damit hättet Ihr insgesamt zwei Nächte gespart, die Ihr dann entweder in Gananoque, Toronto oder irgendwo auf der Gaspé verbraten könnt.
Damit habt Ihr aber immer noch ganz ordentlich zu fahren. Mehr an Zwischenpausen fällt mir allerdings beim besten Willen nicht ein. Wenn Ihr die Gaspé mitnehmen wollt, geht's in der Euch zur Verfügung stehenden Zeit leider nicht anders. Ob das nun für Euch passt, könnt letztendlich nur Ihr selbst entscheiden....
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Hallo,
Montreal ist gebucht?
Ansonsten könnte man über eine Landung in Halifax (wird von Frankfurt direkt angeboten) oder Moncton nachdenken, dann auf die Gaspé, Tadoussac, Montreal, Toronto. Also diese Route.
Generell bin ich ein Verfechter von "Weniger ist Mehr" und würde in 18 Tagen keine dieser Routen fahren. Ich würde also auf den Ost- ( Gaspé ) oder Westauschlag (Toronto) verzichten.
Zur Fahrbarkeit: Generell kommt man in Kanada schneller und entspannter voran als entlang der Garden Route. Auf der Gaspé würde ich aber mit langsamerer Geschwindigkeit rechnen. Man hat doch sehr viel Natur, die man sehen möchte und ich habe es teilweise als ziemlich kurvig in Erinnerung.Gruß,
karlkraus
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Hallo,
ich möchte auch noch mal das Statement von 'karlkraus' unterstützen. Wir waren im Sommer 2013 von P.E.I. nach Montreal unterwegs (unser 3.ter Ostkanadaurlaub) und haben die ganze Gaspé Halbinsel mitgenommen. Die Straßen sind eng (einspurig) kurvig und es gibt sehr viel zu sehen!!! Hier solltes Du schon mehrere Tage einplanen um überhaupt ein paar Eindrücke von dieser phantastischen Landschaft zu bekommen.
Wenn Montreal und Toronto schon fix als Ankunfts bzw. Abflugort feststehen reich es wohl nur zum reinschnuppern von Quebec aus über Rivière-du-Loup und Ste-anne-des-monts zum Gaspésie Nationalpark.
Gruß
Joe -
Vielen Dank für Eure Rückmeldungen.
Bis dato ist noch gar nichts gebucht. Landung in Montreal und Rückflug ab Toronto waren 1. Überlegungen.
Karlkraus, der Link hat bei mir nicht funktioniert. Würdest Du mir die einzelnen Stationen nochmal aufschreiben bitte?
Mit welchen Temparaturen ist Mitte/Ende September auf der Gaspe zu rechnen? Um die 20 Grad oder eher weniger? Ich weiß, Ihr könnt nicht hellsehen, aber vielleicht kann man die Frage trotzdem in etwa beantworten?
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... bei mir funktioniert der Link sehr gut....

Im September fallen die Temperaturen munter vor sich - in der zweiten Hälfte des Monats kannst Du also durchaus mit recht frischem Wetter rechnen. Um die Frage konkret zu beantworten:
Nein, keine 20 Grad. Das wäre ein Ausreißer. Hier kannst Du mal nachsehen (bis Gaspé Peninsula scrollen).
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Hallo,
ich habe einfach nur die genannten Orte bei Google Maps eingegeben, keine weiter gehende Route.
20°C würde ich Ende September aus gemachter Erfahrung z.B. im Algonquin durchaus erwarten. Allerdings hatten wir morgens im selben Urlaub am selben Ort auch schon eine dicke Eisschicht auf auf dem Auto (und keinen Eiskratzer). An der Küste sieht es dann wieder anders aus.
Gruß,
karlkraus
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Hallo nochmal,
mit der Reiseroute hat mich karlkraus nochmal auf eine ganz andere Idee gebracht: Air Canada bietet zweimal täglich Flüge via Montreal nach Gaspé an. Gib einfach mal bei der Flugsuche als Ziel YGP ein. Und eine Mietwagenstation von National gibt es dort auch. Dann hättet Ihr eine schöne Einweg-Strecke von ca. 1600 km, was in 18 Tagen bequem zu machen ist.
Und nochmal zur Temperatur: Wir hatten vor ein paar Jahren Anfang Oktober auf der Gaspé noch Kurze-Hosen-Wetter von ca. 22 Grad tagsüber. Nachts wurde es allerdings schon ziemlich frisch, einmal sogar mit Nachtftrost. Aber das kann naürlich in diesem Jahr auch ganz anders ausfallen....
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Struppi,
das klingt nach einem guten Vorschlag. Mal schauen, was die Flüge so kosten.
Da werden wir nur wieder das Problem mit den hohem Einweggebühren für den Mietwagen haben, aber ich schau mir das mal an.Ich weiß, dieses Problem könnt ihr nicht auch noch lösen

Temperaturen um die 20 Grad wären völlig ok und dass es nachts kälter wird hab ich schon gelesen. Nur so kommt ja der Indian Summer überhaupt zustande, wenn ich das richtig verstanden habe...
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Hallo zusammen,
nachdem ein paar Tage ins Land gegangen sind, melde ich mich mit einem überarbeiteten Routenvorschlag zurück, der nach wie vor von Montreal über die Gaspe nach Montreal führt. Allerdings sind die Tagesetappen kürzer und vom Papier her akzeptabel zu bewerkstelligen, ohne dass es in Stress ausartet.Sehr gerne möchte ich jedoch erneut die Experten um Ihre Meinung bitten. Wichtig wäre mir auch - für den Fall, dass ihr der Ansicht seid, die Route ist nach wie vor "zu sportlich" - der Vorschlag einer Alternativ-Route. Quasi Eure Lieblingsroute in Ostkanada.
Los gehts:
- Landung in Montreal
Entgegennahme des Mietwagens und2 Übernachtungen => Frage: Macht es Sinn, vom Flughafen aus mit dem Taxi in die Stadt zu fahren und den Wagen erst an Tag 3 (dann wieder am Flughafen) entgegenzunehmen? Mit welchen Parkgebühren müssen wir in etwa rechnen?
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Riviiere du Loup 1 Übernachtung
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Saint Anne du Monts 2 Übernachtungen
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Perce 3 Übernachtungen => Frage: Kriegen wir die 3 Tage dort "rum", oder ist dies zu viel für Perce? Ich hatte mir für den 1. Tag eine Ortserkundung vorgestellt, für den 2. Tag eine Fahrt zum Perce-Rock und zur Vogelinsel und für Tag 3 einen Besuch des Forillon National Park vorgestellt
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Carleton sur Mer 1 Übernachtung
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Rimouski 1 Übernachtung => evtl. Besuch des Le Bic NP
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Quebec 2 Übernachtungen
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Ottawa 1 Übernachtung
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Gananoque 1 Übernachtung => Frage: Ausreichend? Möchten auf jeden Fall die Bootstour machen. Diese startet gg. 13 Uhr.
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Niagara-on-the-Lake 2 Übernachtungen
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Toronto 2 Übernachtungen => Frage: Mietwagen an Tag 1 am Flughafen abgeben und zurück mit dem Auto in die Stadt fahren? Das gleiche (Transfer Hotel/Flughafen) am Abreisetag?
Rückflug Toronto abends
Könnt Ihr in etwa abschätzen, mit welchen Nebenkosten wir pP für 19 Tage kalkulieren müssen?
Euch allen herzlichen Dank für Euer Feedback und ggf. neue Routenvorschläge für Eure Lieblingstour durch Ostkanada...
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Hallo urlaubsreif78,
für Typen "lieber weniger, dafür intensiver" habt ihr Euch immer noch eine ganze Menge vorgenommen!
Grundsätzlich ist die Tour aber so machbar.Zu den Einzelnen Punkten:
Für Montreal braucht Ihr bestimmt keinen Mietwagen. Nahezu alle Mietwagenunternehmen haben auch Anmietstationen in der Stadt, so das ihr zur Übernahme nicht noch mal zum Flughafen fahren müsst. Unsere letzte Ostkanada Tour endete in Montreal und wir haben unseren Wagen dort sofort abgegeben, bevor wir dann noch 3 Tage die Stadt genossen haben.
Ihr könntet dann an Eurem 3ten Urlaubstag bequem den Wagen in der Stadt übernehmen und um die Mittagszeit nach Rivière-du-Loup aufbrechen, dort übernachten und am nächsten Morgen weiterfahren, für mehr loht es sich der Stop dort auch nicht unbedingt.
Bei 2 Übernachtungen in Sainte-Anne-des-Monts habt Ihr einen ganzen Tag für den Gaspésie NP, da könnt Ihr dann schon einige gute Trails laufen. Wir haben das letzte Mal in dem Gaspesié NP Elche und Schwarzbären gesehen!Auf der Weiterfahrt nach Percé solltet ihr die ganze Zeit auf der QC-132 bleiben und an der Küste entlangfahren. Das ist eine super schöne Strecke.
Man kann schon 3 Nächte in Percé verbringen, kommt aber darauf an, was Ihr unternehmen wollt.
Zum Erkunden des Ortes reichen 2 Stunden. Wenn die Gezeiten und die Wassertemperatur es zulassen kann man auch bei Ebbe bis zum Rocher Percé rüberlaufen. Eine super Aussicht hat man auch, wenn man auf den Mte. St. Anne, direkt am Ort hochläuft (Ich habe Dir mal 2 Bilder per PN geschickt).
Für den Forillon NP und die I'Ile Bonaventure braucht man schon je einen Tag.
Wenn Ihr auf die Wanderung zum Rocher Percé und auf den Mte. St. Anne verzichtet könnt ihr hier eine Übernachtung sparen.
Ich denke Ihr habt Euch Carleton sur Mer nur zum Übernachten ausgesucht. Ich kenne den Ort nicht (nur durchgefahren) würde aber falls es sich um eine Zwischenübernachtung handelt bis Campbellton weiterfahren. Der Ort ist nicht wirklich schön, bietet aber ein paar mehr Möglichkeiten als die kleinen Orte an der Küste.
Auf dem Weg nach Rimouski kann man noch den schönen den Lac Sayabec besuchen.2 Übernachtungen, also ein voller Tag, ist für Quebec eigentlich zu wenig, also falls Ihr die Einsparmöglichkeit in Percé nutzt, würde ich den Tag hier anhängen.
Die Weiterfahrt nach Ottawa bedeutet dann mindestens 5 Stunden Highway auf einer landschaftlich nicht so besonders interessanten Strecke.
Persönlich würden wir die Strecke auf jeden Fall mit (mindestens) einer Übernachtung im Hotel Sacacomie
in Saint-Alexis-des-Monts unterbrechen. Nicht günstig, aber jeden Cent wert, der ideale Platz zu relaxen und ausspannen.Für Ottawa reicht eure Zeit nicht wirklich. Von Quebec aus seit ihr erst am Nachmittag da und müsst schon am nächsten Morgen weiterfahren um in Ganaoque zu sein. Hier würde ich empfehlen "weniger ist mehr" und Ottawa beim nächsten Ostkanadaurlaub ansteuern (dann wäre vllt. die Nacht in Sacacomie drin?).
2 Nächte in Niagara-on-the-Lake reichen aus um die Fälle zu besuchen und noch einige andere Unternehmungen zu machen. Aus Eurem ersten Posting habe ich herausgelesen, das ihr hier noch einen Geburtstag feiern wollt?
Sonst könntet Ihr hier noch ggf. eine Nacht kürzen damit ihr mehr Zeit für Toronto habt, denn nur ein voller Tag ist für Toronto definitiv zu wenig.Auch für Toronto gilt das gleiche, wie für Montreal, den Wagen schon bei Ankunft in der Stadt abgeben und am Abflugtag mit dem Taxi, oder Shuttel-Service zum Flughafen. Für Toronto selber braucht Ihr kein Auto.
Viel Spaß beim weiterplanen
LG
Joe -
Hallo Joe,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.
Wegen des Mietwagens schaue ich nochmal. Ich hatte bisher angenommen, ein Verzicht auf die Einwegmiete sei nur gegeben, sofern man den Wagen am Flughafen holt (Montreal) und wieder abgibt (Toronto). Sofern dies nicht so ist, ist der Vorschlag mit der Übernahme in der Stadt natürlich gold wert.
Mittlerweile bin ich mir echt unsicher, ob wir die Gaspé wirklich machen sollen bzw. ob wir dafür nicht zuviele Kompromisse (Kurzübernachtungen) eingehen. => Was meinst Du bzw. was wäre Deine Lieblingsroute?
Richtig, Riviere-du-Loup und Carleton-sur-mer sind nur als Zwischenübernachtungen gedacht. Der Ort Campbellton ist mir bei meiner bisherigen Recherche noch nicht über den Weg gelaufen, ist aber ein guter Hinweis. Danke dafür.
In Percé würde ich auf den Spaziergang bei Ebbe notfalls verzichten, nur die Fahrt zur Ile Bonaventure bekommen wir am Anreisetag sicher nicht mehr hin, oder? Bleibt also nichts anderes übrig, als hier 3 Nächte einzuplanen. Oder lohnt der Forillon NP nicht, wenn man zuvor schon im Gaspesie NP war?
Wenn wir Ottawa streichen, käme Hotel Sacacomie evtl. wieder ins Spiel. Ich hatte dies rausgenommen weil ich dachte, dass ich die wunderschöne Natur vorher schon ausgiebig auf der Gaspesie geniessen konnte und mir Hotel Sacacomie landschaftlich nichts anderes „bietet“, was ich zuvor nicht schon gesehen habe. Liege ich falsch? Falls ja, korrigiere mich bitte.
Zum Hintergrund bzgl. Ottawa: Die Frau vom Reisebüro hat uns empfohlen, Ottawa auf jeden Fall im Programm zu lassen weil es sehr lohnenswert ist. Allerdings tendiere ich immer mehr dazu, es zu streichen. Du hast Recht, viel werden wir davon nicht sehen können. Gerade angekommen, müssen wir auch schon wieder weiter.
Bzgl. Gananoque: Ist diese 1 Nacht denn ausreichend? Würden ja dann ggf. vom Sacacomie kommen. Uns wurde gesagt, dass der Ort nicht viel hergibt und daher eine Nacht reicht.
In Niagara-on-the-Lake kommen wir dann am Tag des Geburtstags an. Hier wollen wir einfach etwas entspannen, bummeln, Weingüter ansehen etc. Am nächsten Tag dann zu den Niagara-Fällen.
In Toronto hätten wir den halben Anreisetag, einen vollen Tag und den Abreisetag bis ca. 17 Uhr. Ist kurz, ja, aber irgendwie passt es nicht anders in die Planung. Auch über Toronto wird kontrovers diskutiert. Die einen sagen: „Ist halt ne Großstadt“, für die anderen ist sie überaus sehenswert. Die gleichen Erfahrungen habe ich mit Montreal gemacht. Uns wurde empfohlen, nach dem Flug nur 1 Nacht dort zu bleiben und dann am nächsten morgen direkt nach Riviere-du-Loup durchzustarten. Aber dann hätte ich überhaupt gar nichts von Montreal gesehen und nach der relativ langen Anreise und der Zeitverschiebung sind 2 Übernachtungen vor Ort sicherlich nicht verkehrt, richtig?
Vielen Dank schonmal im Voraus für Deine Einschätzung zu meinem „Geschreibsel“ von oben!
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Hallo urlaubsreif,
von wegen "Geschreibsel", ich denke Ihr habt Euch schon einige Gedanken gemacht.
Ich will mal Scheibchenweise auf Deine Fragen antworten und fange mal mit der letzten an.
Toronto ist sicherlich die (us-)amerikanischste Großstadt in Kanada. Aber die Lage am Lake Ontario, sowie die vorgelagerte Insel Toronto Island mit seinen Parkanlagen lässt sie einwenig entspannter wirken. Mit dem CN Tower hat sie ja auch noch ein Wahrzeichen und Besuchermagnet. Sonst ist sie sicherlich eine eher typische amerikanische Großstadt. Ich denke aber man tut ihr unrecht sie gleich in die Schublade zu verstauen. Sie hat im Stadtbild so einiges zu bieten, was sich zu erkunden lohnt.
Montreal ist "anders". Keine amerikanische, aber auch keine europäisch wirkende Großststadt. Auf jedend Fall spürt man hier überall französiche Lebensart ohne das man in Paris ist. Montreal bietet für jeden Geschmack etwas und vieles zu entdecken. Ob man nun in Vieux Montreal ist, in Chinatown oder auf dem (unbedingt sehenswerten bzw. den Super-Aussicht bietenden) Mont Royal, hier verbringt man schnell zwei Tage und hat nur einen Auschnitt der Stadt gesehen. Für schlechteres Wetter biete sie darüber hinaus noch die Untergrundstadt (Ville Souterain) und einige gute Museen.
Ottawa ist keine Großstadt im eigentlichen Sinn, aber für kanadische Verhältnisse sicherlich eine große Stadt. Sie wirkt dann doch in Teilen "verry british" . Aber allein der Parlamentshügel, der Rideaukanal und ByWard Market können nicht in nur wenigen Stunden mal kurz im Vorbeigehen besucht werden.
Mein persönlicher Favorit und die mit (meiner) Sicherheit schönste Stadt in Ostkanada ist Quebec. Auf dem Place Royal in Vieux Quebec fühlt man sich eher wie in irgendeiner französichen Kleinstadt als mehrere tausend Kilometer davon entfernt auf einem anderen Kontinent.
So, an der Lieblingsroute feile ich inzwischen noch ein wenig und melde mich später.
LG
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Super, danke für Deine Einschätzung.
Freue mich auf den Routenvorschlag.

