Herbstferien Ostkanada
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Hallo zusammen
Meine Freundin und ich fliegen diesen Herbst nach Ostkanada, in der Hoffnung den Indian Summer erleben und auch sonst, die uns noch völlig unbekannte Gegend entdecken zu können. Und hier erhoffen wir uns auch schon Ratschläge von euch

Ich habe unseren Reiseverlauf unten kurz zusammengefasst. Ausser einer Whale-Watching-Tour in Cheticamp und einer Bären-Safari steht noch nicht so viel in unserem Programm. Wir sind froh um jeden Tipp.
Unsere Hauptinteressen lege ich mal auf die Natur/Tierwelt (wobei ich nebst den erwähnten Touren vor allem gerne einen Bald Eagle sehen würde), die Kulinarik (Essen und Trinken), Sightseeing und anderes aktives Programm. Wir stehen eher nicht so auf Museumsbesuche etc.Tag 1: Anreise nach Halifax
Tag 2: Halifax – Charlos Cove
Tag 3: Charlos Cove – Ingonish
Tag 4: Ingonish – Glenville
Tag 5: Glenville – Charlottetown (PEI)
Tag 6: Charlottetown (PEI)
Tag 7: Charlottetown – Saint-Louis de Kent
Tag 8: Saint-Louis de Kent – Dalhousie
Tag 9: Dalhousie – Perce
Tag 10: Perce – Tadoussac
Tag 11: Tadoussac – Quebec
Tag 12: Quebec
Tag 13: Quebec – Montreal
Tag 14: Montreal
Tag 15: Montreal
Tag 16: Abreise ab MontrealDanke Euch allen im Voraus, wir sind gespannt auf Eure Inputs

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Hallo,
erst mal Glückwunsch zu Eurer schönen Reiseplanung!
Nach meiner Meinung passt das auch alles ganz stressfrei - mit einer Ausnahme: Die Etappe von Perce nach Tadoussac ist echt ein Hammer-Ritt, zumal die Straßen auf der Gaspé ziemlich schmal sind und ein wirklich zügiges Fortkommen nicht erlauben. Hinzu kommt noch, dass Ihr mit der Fähre über den St. Lorenz übersetzen müsst und diese verkehren teilweise nur einmal am Tag. Das müsste zeitlich dann auch 100-prozentig in Euren Fahrtverlauf passen, denn Ihr habt praktisch null Spielraum, wenn ihr keine Nachtfahrt einlagen wollt.
Mein Vorschlag wäre daher, irgendwo einen Tag zu kürzen - ich würde da zu einem der Montreal-Tage tendieren, aber das ist Geschmacksache. Stattdessen würde ich eine Übernachtung in Matane einlegen und dort möglichst am nächsten Morgen die Fähre über den St. Lorenz nehmen. Den Fahrpan findest Du hier.
Das hat den Vorteil, dass Ihr auf dem Weg nach Matane noch einen Abstecher in das ebenfalls wunderschöne Innere der Gaspé unternehmen könnt und dann am nächsten Tag ganz gemütlich am deutlich schöneren Nordufer entöang fahren könnt.
Übrigens: Gehe ich recht in der annahme, dass Ihr in Hotels übernachtet? Ich Charlos Cove dürfte das dann sicher das "Seawind Landing" sein, oder? Sehr gute Wahl!!!

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Hallo Struppi
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Ich habe gerade nochmals kurz unseren Reiseverlauf gecheckt betreffend Übernachtung in Matane und siehe da, die ist dabei
Hab sie vergessen einzutragen.Betreffend Charlos Cove hast du natürlich recht, es handelt sich um das Seawind landing
Und auch sonst werden wir in Hotels oder B&B's übernachten.Liebe Grüsse
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Prima - dann passt ja alles und Ihr habt wirklich eine wunderschöne Reise!
Derzeit fahren die Fähren nach Baie Comeau täglich um 8 und um 14 Uhr. Ich würde die frühe Fähre nehmen, da Ihr sonst für die schöne Fahrt bis Tadoussac echt hetzen müsst. Da die Überfahrt gute zwei Stunden dauert, würdet Ihr bei der Nachmittags-Fahrt nämlich erst nach 16 Uhr am Nordufer ankommen. Godbout wird offenbar derzeit nich bedient.
Insofern solltet Ihr darüber nachdenken, ob Ihr nicht rechtzeitig eine Überfahrt reservieren wollt, denn wenn Ihr eventuell nicht mitkommt, weil die Fähre voll ist, würde das Eure Pläne schon empfindlich durcheinander bringen.
In welchem Monat seid Ihr denn unterwegs?
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Okay, wir haben die Tickets schon gebucht, aber ich muss mal checken wie es mit der Reservation aussieht, danke für den Hinweis.
Wir werden Ende September bis Mitte Oktober unterwegs sein...
Hast du sonst noch Tipps, was wir auf keinen Fall verpassen oder auf jedenfall ausprobieren/sehen müssen?
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Mmm - ich nehme mal an, die üblichen Reiseführer-Sehenswürdigkeiten habt ihr eh auf dem Schirm. Insofern verkneife ich mir jetzt mal solche Dinge wie Louisbourg oder den Rocher de Percé. Da werdet Ihr sicher ohnehin hinfahren.
Meine Empfehlung wäre generell: Kauft Euch eine gute Landkarte, in der auch kleine Nebenstraßen verzeichnet sind - und dann schlagt Euch in die Büsche...
Eine Strecke, die mir z. B. sehr gut gefallen hat, geht entlang des Bras d'Or von Cleveland über Malagawatch und Orangedale nach Chrismas Island. Eine wirklich hübsche Gravel-Road.... Eine andere wäre von Marsoui auf der Gaspé ins Hinterland nach Mont Albert und dann über den Highway zurück an die Küste.
Wenn Ihr mal gut essen möchtet - allerdings auch nicht billig - dann solltet Ihr ins "Aux vieux Canadiens" in Quebec gehen. Das liegt nur wenige Meter vom Chateau Frontenac entfernt mitten in der Altstadt. Dort gibt es unter anderem Wildspezialitäten, sie man hier in Europa nicht so ohne weiteres bekommt, wie z. B. Karibu, Wapiti oder Elch. Aber auch für Nicht-Wild-Freunde bietet die Karte eine Menge regionale Spezialitäten.
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Das tönt doch schon sehr gut. Wir haben uns bereits 2 Karten besorgt und hoffen damit auszukommen. Gut Essen und Trinken ist immer willkommen. Wir haben uns auch schon überlegt uns auf eine der viel angebotenen Winery oder Brewery-Touren zu begeben. Mir sind da noch ein paar Fragen mehr eingefallen:
- Wie sieht es mit der Überfahrt nach Prinz Edward Island und zurück aus? Ist es empfehlenswert da etwas zu reservieren? Gibt es da mehrere Möglichkeiten?
- Bereits erwähnt, aber trotzdem nochmals, gibt es einen Ort, wo die Chancen das amerikanische Wappentier zu sehen gross ist?
- Ist es nötig eine Art Parkkarte zu lösen, wie man dies z.B. auch in den USA machen kann?
Ach ja, noch was wegen des Reiseführers. Kennst du ein Exemplar, welches für unsere Route besonders geeignet wäre?
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Für die Überfahrft nach P.E.I. könnt ihr nichts reservieren. Die Fähre von Caribou nach Wood Island verkehrt im September noch regelmäßig und selbst im Sommer haben wir dort noch nie auf die nächste Fähre warten müssen.
Die Überfahrt nach P.E.I. kostet übrigens nichts, die Gebühr wird nur fällig wenn ihr die Insel mit der Fähre, oder in Eurem Fall wohl über die Confederation Bridge, verlasst.Wir haben einige Seeadler auf einer Bootstour auf dem Lake Bras d'Or gesehen. Andere Stellen wüsste ich im Moment nicht.
Eine Karte für die Nationalparks lohnt sich erst bei dem Besuch von 6 bzw. 7 Parks, kommt akso ein wenig darauf an wie viel Parks ihr besuchen wollt.
Sehenwert ist bei Percé sicherlich auch ein Besuch der Insel Bonaventure, aber dazu müsstet ihr noch eine weitere Übernachtung dort einplanen, denn dazu reicht eine Übernachtung nicht aus. Struppi2209 hat es ja schon geschrieben, sowohl auf dem Weg nach Percé, wie auch auf der Weiterfahrt könnt ihr auf Grund der engen und kurvigen einspurigen Straßen nicht viele Kilometer in der Stunde machen.
Alternativ könntet ihr nach der Ankunft in Percé bei gutem Wetter auf den Hausberg Mont Ste Anne hochlaufen und die phantastische Aussicht dort genießen. -
Guten Morgen!
damit sind ja bereits alle Fragen bis auf die des Reiseführers beantwortet.

Ich hab mit dem Iwanowski Ostkanada sehr gute Erfahrung gemacht. Aber das ist natürlich ziemlich Geschmacksache.Übrigens: Das mit dem Hausberg in Percé ist eine sehr gute Empfehlung, das würde ich auf jeden Fall machen - natürlich nur bei einigermaßen klarer Sicht.
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Super, danke Euch beiden. Unsere Planung schreitet damit weiter voran
