Erdnussallergie - welche Airline?
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Liebes HC-Forum,
ich bin nicht sicher, ob der Post hier richtig ist, ggf. bitte verschieben. Über die Suchfunktion konnte ich bislang nichts finden, wir wären aber für jeden Hinweis und/oder Erfahrung dankbar!
Ursprünglich wollten wir im März nach Thailand, letzten August erlitt unser Sohn (4 Jahre) einen allergischen Schock, Diagnose: Erdnussallergie. Wir haben unsere Pläne vorerst auf Juli und dementsprechen von Thailand (Regenzeit) auf Singapur und Malaysia verschoben. Ein wenig unsicher sind wir wegen des Fluges, d.h. wir würden uns über eure Erfahrungen mit den jeweiligen Airlines und dem Umgang mit Erdnussallergikern freuen. Ins Auge gefasst haben wir vor allem Lufthansa und Singapore Airlines.
Vielen Dank im Voraus
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Die haben keine Erdnusssitze oder Erdnussduft in der Luft wie sollte da eine Airline reagieren?
Also ich bin gegen Pferdehaar und Katzenhaar allergisch und dazu noch gegen Kakao,Blütenpollen usw bei mir hat keine Airline ein Allergietest vor dem einsteigen gemacht.
Ich verstehe die Aufregung nicht,die nehmen den kleinen schon mit
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Erdnussallergie?
Da hilft zunächst, keine Erdnüsse im Flugzeug zu essen. Egal, welche Airline.
Ggf. die Zutatenliste auf den kleinen Snack-Beutelchen genau zu lesen und dann dementsprechend zu handeln.
Und in den Reiseländern Gerichte mit Erdnüssen zu meiden. -
Eine Erdnussallergie ist überhaupt nicht vergleichbar mit einer Tierhaar- oder Pollenallergie und schon gar nicht sollte sich darüber lustig gemacht werden ( Erdnusssitze z.B.).So banal es auch klingen mag - eine schwere Erdnussallergie ist eine extrem ernst zu nehmende Erkrankung!
Ich würde mich telefonisch oder aber via mail bei den Fluggesellschaften erkundigen, wie ein evtl. Prozedere wäre!
Nachtrag: Es reicht im Übrigen nicht aus, auf den Verzehr von Erdnüssen zu verzichten! Bei einer starken Allergie darf im kompletten Flugzeug niemand Erdnüsse/erdnusshaltige Lebensmittel verzehren oder auch nur eine Tüte öffnen! Das muss vor Flugbeginn mit allen Passagieren kommuniziert werden!
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Ein spezielles Prozedere kann es seitens der Airline begreiflicherweise nicht geben, die Betroffenen müssen eigenmächtige Schutzmaßnahmen ergreifen und ein Notfallset mit Medis bereithalten.
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Erst einmal vielen Dank für eure Rückmeldungen.
@matthiasl: Es ging mir nicht darum, dass unser Sohn nicht mitgenommen wird, viel mehr darum, welche Erfahrungen ihr ggf. mit dem Umgang hinsichtlich Prävention gemacht habt. Konkret, gibt es eine "Pufferzone", werden Erdnüsse auf dem Flug verteilt, gibt es ein Pre-boarding etc. Im Übrigen verlangen einige Airlines (Quatar, Emirates) eine Art "Unbedenklichkeitsbescheinigung" und man muss unterschreiben, dass die Airline im Todesfall nicht verantwortlich gemacht wird. Auch habe ich von Fällen gelesen, in denen die Airline Passagiere, die auf dem Hinflug eine allergische Reaktion hatten, nicht mehr mit zurückgenommen wurden...Da die Informationen im Netz (meist englischssprachige Foren) widersprüchliche Aussagen enthalten, habe ich mich an euch gewandt, um eure "realen Erfahrungen" zu hören. Lufthansa verteilt bspw. keine Erdnüsse auf den Flügen, Singapore Airlines bietet ein nussfreies Gericht auf Vorbestellung. Beide habe ich bereits per Mail kontaktiert, weitere Vorsichtsmaßnahmen, z.B. eine Durchsage (ja, einige Airlines machen das wohl...) werden nicht ergriffen. Nun bin ich nicht sicher, ob ich gerade jmd. im Service erwischt habe, der es nicht besser wusste und, ob es andere positive oder negative Erfahrungen gibt.
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Ich weiss ja nicht, wie gravierend die Allergie beim TO ist....Leider ist der komplette Verzicht bei schwereren Allergieverläufen fast unumgänglich- -bleibt nur "Verzicht und Verständnis der anderen Passagiere" oder eben "Zuhause bleiben".
Warum "gesunde" Passagiere nicht für einige Stunden auf Erdnüsse verzichten können, erschließt sich mir jetzt nicht - oder muss man diese zum Tomatensaft genießen?
Immerhin bleibt einem Betroffenen der Kampf gegen einen anaphylaktischen Schocks ggf. mit ungutem Ausgang erspart!
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Es kommt immer darauf an, wie schwer diese erdnuss allergie ist.
wenn sie sehr stark ist, darf er auf keinen fall mit erdnüssen in kontakt kommen, auch nicht mit stäuben. Da stimme ich meinem vorredner voll zu.
unser sohn ist gegen alle nüsse allergisch, aber nicht gegen erdbeeren, die ja auch nüsse sind.
das musst du beim arzt austesten lassen und zwar BEVOR du diese reise antrittst.
kreuzallergien bitte nicht vergessen.
in asiatischen ländern wird oft mit erdnussöl gekocht. Ein absolutes NO für deinen sohn.
ihr müsst IMMER alle verpackungen studieren und wenn da nüsse drauf steht, auch spuren (traces), weg damit. Auch ihr solltet es dann nicht essen , denn wenn ihr mal mit ihm schmust, kann es gefährlich werden.
und habt immer die passende medizin dabei. Bei uns waren es ceterizin tropfen.
vllt mal über eine hypersensibilisierung nachdenken. Bei uns hat es geholfen.
wenn euer arzt entwarnung gibt ist alles gut.
viel glück. -
Das sollte nicht Lustig sein ich wollte damit sagen das man selber darauf achten muß was man ist und die Crew ist da einem bestimmt gerne behilflich und hat Zutatenlisten bereit.
Bzw kan man ja auch einmal auf das Essen auch verzichten.
Flieger sind Beförderungsmittel wie Busse oder Züge. -
....und was machst du, wenn dein Sitznachbar die große Erdnusstüte heraus holt?
Falls das Ganze hier kein Scherz ist, würde ich in deinem Falle mein Kind nehmen, und einen entspannten Urlaub, bzw. eine entspannte Anreise wählen.
LG
reiselilly -
Notfallmedikamente sind natürlich ebenfalls zwingend erforderlich! Sollte die Allergie tatsächlich sehr schwerwiegend sein, so würde ich persönlich definitiv eine Airline bevorzugen, die generell keine Erdnüsse aushändigt (ein Risikofaktor weniger) - bleibt jedoch die Unkonstante "Mitpassagier", daher sind evtl. Ansagen der FB von Bedeutung!
(Persönlich gemachte Erfahrung! - leider weiss ich die Airline nicht mehr)
@reiselilly: Das ist absolut kein Scherz, eher das Gegenteil!
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@cjmddorf: getestet wurde bereits mehrfach. Hauptsächlich Erdnuss, Haselnuss als Kreuzreaktion mit Birkenpollen. Das ist uns vom großen Bruder bekannt, auch das Studieren der Inhalte kennen wir bereits. Eine Sensibilisierung ist laut Arzt nicht möglich...Notfallset (Anapen, Fenistil, etc.) haben wir. Ist dein Sohn schon geflogen?
Vor Ort würden wir vor allem Unterkünfte zur Selbstverpflegung wählen, um das Risiko zu minimieren. Zweifel haben wir nur noch wegen des Flugs, da uns bislang niemand sagen kann, ob er bereits auf Spuren reagieren würde. Es sei nicht auszuschließen...er ist vor und nach dem anaphylaktischen Schock, Bahn gefahren, im Kino gewesen, geht in den Kindergarten und wird auch nicht im Vakuum groß. Nur geflogen ist er seit dem nicht mehr. -
Seitens der Airline kann keinerlei Garantie gegeben werden, insbesondere wenn Spuren bereits zum Schock führen können. Keine Kabine kann als absolut dekontaminiert ausrollen, ganz gleich wie groß die Bereitschaft zur Mitwirkung sein mag. Aussagen wie "Muss man denn Nüsschen zum Tomatensaft haben?" sind leider reichlich banane.
Einmal in der Luft sind die Maßnahmen leider endlich, dessen muss man sich vor Antritt der Reise bewusst sein.
Ich gehe davon aus, dass arla eine Desensiblisierung oder Hyposensibilisierung meinte.
Sensiblisiert wär der Sohnemann ja bereits ... -
Es ist sicherlich im Individualfall für alle (Eltern plus Kind) unschön, aber im gegebenen Fall muss dann eben leider eine Art von Generalverzicht auf sowas wie eine Flugreise die einzig mögliche Konsequenz sein, um jedem selbst nicht beeinflussbaren Kontakt mit einem Allergen aus dem Weg zu gehen.
Wie allerdings eine für ein Kind so gravierende Problematik in Kindergarten und später Schule lösbar ist, sollte dringend ärztlich geklärt werden. Auf Flugreisen kann freiwillig verzichtet werden, auf Schulbesuch nicht. -
nachdem wir uns hatten ärztlich beraten lassen, fliegen wie regelmäßig ab seinem 5 lebensjahr.
wir machen ausschließlich kreuzfahrten und achten immernoch penibel selbst darauf was serviert wird.
nun haben wir aber wohl einen fall von wenig schwerer allergie.
ich schliesse mich den meinungen von florian und frau von schmeling an.
bevor alles abgeklärt ist und die ärzte grünes licht geben, würde ich von fernreisen absehen. ich bin aber auch ängstlicher natur.
vorsicht ist die mutter der porzelankiste. -
Wenn man wirklich so starker Allergiker ist sollte man das Notfalllkit immer bei sich haben und wenn es eine Lebensmittelallergie ist immer prüfen was man zu sich nimmt.
Ich habe mal irgendwo gelesen das Airlines Erdnüsse nicht mehr anbieten weil das Allgern in der Nuss so hoch ist und die Reaktionen so stark. Aber das habe ich noch nie geprüft. Vll einfach mal Prüfen.
Was ich sicher weiß ist das man bei einer Lebensmittelallergie, dass bei der Airline angeben kann und man verträgliches Essen gesondert bekommt. Was auch schonmal neidische blicke verursacht wenn man nicht das standart Futter bekommt.
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@ deinzelt
Wenn ein Kind eine so starke Allergie hat, drohen ihm überall im heimischen Umfeld die gleichen Risiken. Wie willst du einen Stadtbus oder einen Regionalzug völlig allergenfrei bekommen? Wie soll das in Schulen funktionieren? Ist es realistisch, sich ein Taxi zu bestellen mit der Zusatzbedingung, dass darin in den letzten Tagen niemand was Erdnusshaltiges genascht hat?
Was machen Eltern beim Schlangestehen am Airport Checkin, 10 m weiter vorn futtert jemand Erdnüsse, das Kind kollabiert? Airlinemeinung sicherlich: Kind ist krank, nicht reisefähig -> Urlaub futsch, Geld futsch -
Florian80w:
@ deinzelt
Wenn ein Kind eine so starke Allergie hat, drohen ihm überall im heimischen Umfeld die gleichen Risiken. Wie willst du einen Stadtbus oder einen Regionalzug völlig allergenfrei bekommen? Wie soll das in Schulen funktionieren? Ist es realistisch, sich ein Taxi zu bestellen mit der Zusatzbedingung, dass darin in den letzten Tagen niemand was Erdnusshaltiges genascht hat?
Was machen Eltern beim Schlangestehen am Airport Checkin, 10 m weiter vorn futtert jemand Erdnüsse, das Kind kollabiert? Airlinemeinung sicherlich: Kind ist krank, nicht reisefähig -> Urlaub futsch, Geld futschSagte ja schon das ich das nur beiläufig mal gehört habe das Airlines keine Nüsse mehr verkaufen. Ob es wirklich so ist weiß ich nicht. Und verhindern das jemand Nüsse mit bringt kann man auch nicht.
Die Zeit in einem Flieger mit der Warteschlange am Flughafen zu vergleichen ist ein wenig zu Banal. In einem Flugzeig entsteht nur ein Minimaler Luftwechsel. Im Flughafen verdünnt sich der wirkstoff in der Luft so schnell das es weniger zum einer Reaktion kommen kann. Und in einem Stadtbus hält man sich keine vier Stunden auf.Also generell würde ich einfach mal die bestimmungen der Airline lesen womit man fliegen will. Eine allergie ist keine Ansteckende krankheit. Jemanden wegen einer Allergie als krank und nicht reisefähig zu halten glaube ich nicht. Dann dürften Raucher Dicke oder Alte menschen auch nicht Fliegen wegen eines Herzinfaktrisikos oder so.
Die Lebensmittelallergie bei der Airline angeben damit man gesondertes essen bekommt halte ich für sinnig. Kenne genug die es mit Lebensmittelallergien so halten und frei reisen können. Dann wird man beim essen austeilen gefragt ob man der jenige welche ist und bekommt halt was anderes im Flieger. Und im Hotel sollte man es auch so angeben.
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vonschmeling:
Ein spezielles Prozedere kann es seitens der Airline begreiflicherweise nicht geben, die Betroffenen müssen eigenmächtige Schutzmaßnahmen ergreifen und ein Notfallset mit Medis bereithalten.Das stimmt so nicht...
Vorbildlich ist z.B. easyjet und BritishAirways, die z.B. bereits bei der Buchung Passagiere nach Nuss-Allergien befragen. Passagiere werden extra betreut und ggfs. gesondert behandelt- umliegende Passagiere werden von der Besatzung aufgefordert, KEINE PRIVATEN mitgbrachten Nussprodukte zu essen. Alle Mahlzeiten sind nussfrei. Die Crews erhalten spezielle PassagierListen, wo sich die Passagiere an Bord befinden und sind extra dafür geschult. England ist vorbildlich!
Presseartikel (in Englisch):
http://www.dailymail.co.uk/travel/travel_news/article-3447743/British-Airways-set-use-new-flight-announcement-peanuts.html