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Malaria Prophylaxe für Kenya

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Kenia
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  • passer1P Offline
    passer1P Offline
    passer1
    schrieb am zuletzt editiert von passer1
    #601

    Hallo @kalinke!

    Der Hersteller Roche verzichtete 2016 auf die weitere Zulassung von Lariam in Deutschland. Restbestände dürfen bis Frühjahr 2018 noch verkauft werden. Es wird aber bestimmt Importe geben. Vielleicht unter anderen Namen. Ich habe dieses Präparat auch gut vertragen, trotz der vielen angezeigten Nebenwirkungen.

    Hallo @Franziii Kenia!
    Lasse Dich wirklich von einem Spezialisten für Tropenmedizin beraten, wenn Du im Ansatz Probleme siehst. Mückenschutz ist sehr wichtig!

    Schönen Urlaub und komme gesund zurück!

    Steffen

    "Die Heimat des Abenteurers ist die Fremde."
    (Emil Gött)

    Franziii KeniaF 1 Antwort Letzte Antwort
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    • passer1P passer1

      Hallo @kalinke!

      Der Hersteller Roche verzichtete 2016 auf die weitere Zulassung von Lariam in Deutschland. Restbestände dürfen bis Frühjahr 2018 noch verkauft werden. Es wird aber bestimmt Importe geben. Vielleicht unter anderen Namen. Ich habe dieses Präparat auch gut vertragen, trotz der vielen angezeigten Nebenwirkungen.

      Hallo @Franziii Kenia!
      Lasse Dich wirklich von einem Spezialisten für Tropenmedizin beraten, wenn Du im Ansatz Probleme siehst. Mückenschutz ist sehr wichtig!

      Schönen Urlaub und komme gesund zurück!

      Steffen

      Franziii KeniaF Offline
      Franziii KeniaF Offline
      Franziii Kenia
      schrieb am zuletzt editiert von
      #602

      Hallo Steffen,

      Vielen Dank erstmal.
      Ja ich war ja bei einem Tropenmediziner und der hat mir Malerone empfohlen. Aber ich habe einfach so viel gehört und gelesen jetzt von Nebenwirkungen, vor allem Magenprobleme und Ängste... das braucht ja keiner.

      Ich überlege immer noch das Medikament mal ein paar Tage zu testen und frage nich eben, ob das ok wäre.

      LG Franzi

      Gastro24G 1 Antwort Letzte Antwort
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      • Franziii KeniaF Franziii Kenia

        Hallo Steffen,

        Vielen Dank erstmal.
        Ja ich war ja bei einem Tropenmediziner und der hat mir Malerone empfohlen. Aber ich habe einfach so viel gehört und gelesen jetzt von Nebenwirkungen, vor allem Magenprobleme und Ängste... das braucht ja keiner.

        Ich überlege immer noch das Medikament mal ein paar Tage zu testen und frage nich eben, ob das ok wäre.

        LG Franzi

        Gastro24G Offline
        Gastro24G Offline
        Gastro24
        Gesperrt
        schrieb am zuletzt editiert von
        #603

        Hallo Franzi,

        Malerone ist derzeit das Mittel der Wahl, von Lariam wird mittlerweile abgeraten. Ich selbst bin alle 3 Monate in Kenia, und vertrage die Malerone auch nicht. Nach einigen Tagen ein Gefühl der Dauerübelkeit, das kann einem die Reise versauen.

        Ich verzichte nun seit einigen Jahren auf die Prophylaxe und investiere in "Autan Tropical" welches durch den DEET-Anteil einen hohen Schutz vor Insektenstichen bietet. Natürlich schlafe ich auch unterm Netz und durch die AirCon halten sich die Mücken im Hotel fern - ja, das Risiko steigt, an Malaria zu erkranken, aber das nehme ich in kauf. Mich hat es noch nie erwischt. Toi Toi Toi.

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • Gabi2001G Offline
          Gabi2001G Offline
          Gabi2001
          schrieb am zuletzt editiert von
          #604

          Jambo Franzi,

          das Forum hier ist für dieses Thema des falsche Ansatz, jeder hat eine andere Meinung und die wenigstens sind Mediziner. Lariam vertragen viele nicht, das geht bis u Wahnvorstellungen, Malarone ist da wohl etwas besser. Ich reise seit 2009 jedes Jahr nach Kenia, 2009 habe ich noch Doxy genommen, seit 2010 nehme ich weder das eine noch das andere, guter Mückenschutz und bei ersten Anzeichen ins Hospital, der Test kostet 2,50€, nur nicht verschleppen, das ist wichtig.

          Gabi 2001 ( Franz)

          man lebt nur einmal, erben braucht auch keiner, deshalb lebe jetzt !!!, denn es nützt nichts, der Reichste auf dem Friedhof zu sein.

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • Safari-ExperteS Offline
            Safari-ExperteS Offline
            Safari-Experte
            schrieb am zuletzt editiert von
            #605

            Hallo Franzi,

            auch ich bin kein Arzt und mit medizinschen Ratschlägen halte ich mich sonst eher zurück.
            Andererseits frage ich mich in diesem Fall, was dagegen sprechen sollte, wenn du mit der Malarone-Prophylaxe schon ein paar Tage früher beginnst, so dass du siehst, ob du die Tabletten verträgst oder nicht.
            Erstens kannst du das in Absprache mit deinem Arzt/Tropenmediziner machen und zweitens falls dir Malarone nicht bekommt, muss der Arzt dich sowieso beraten, was du stattdessen nehmen kannst, wenn du Prophylaxe nehmen willst.
            Sprich einfach mit ihm über deine Sorgen und ich denke er wir dir eine Lösung anbieten.

            Viele Grüße
            Olaf

            *** Begib dich auf deine eigene Safari des Lebens - Komm' nach Ostafrika ***

            Gastro24G 1 Antwort Letzte Antwort
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            • Safari-ExperteS Safari-Experte

              Hallo Franzi,

              auch ich bin kein Arzt und mit medizinschen Ratschlägen halte ich mich sonst eher zurück.
              Andererseits frage ich mich in diesem Fall, was dagegen sprechen sollte, wenn du mit der Malarone-Prophylaxe schon ein paar Tage früher beginnst, so dass du siehst, ob du die Tabletten verträgst oder nicht.
              Erstens kannst du das in Absprache mit deinem Arzt/Tropenmediziner machen und zweitens falls dir Malarone nicht bekommt, muss der Arzt dich sowieso beraten, was du stattdessen nehmen kannst, wenn du Prophylaxe nehmen willst.
              Sprich einfach mit ihm über deine Sorgen und ich denke er wir dir eine Lösung anbieten.

              Viele Grüße
              Olaf

              Gastro24G Offline
              Gastro24G Offline
              Gastro24
              Gesperrt
              schrieb am zuletzt editiert von
              #606

              Die Idee mit "ein paar Tage früher nehmen" hat leider einen Haken. Die Nebenwirkungen treten erst nach einigen Tagen auf und halten dann noch einige Tage an, wenn man die Tabletten abgesetzt hat. Also, entweder eine Packung = 12 Tage zuhause einnehmen und dann noch eine Woche Zeit bis zum Abflug haben, oder ganz verzichten.

              Hier meine Beweggründe, von einer Prophylaxe abzusehen:

              • Malaria wird von Mensch zu Mensch übertragen, Mücken müssen also erst einen infizierten Menschen anfliegen um jemand anders infizieren zu können.
              • Infizierte Mitmenschen sind in den Hotelanlagen und dem weniger dicht besiedelten Hinterland eher nicht vorhanden
              • Aktiver Schutz vor Mückenstichen durch Autan, Moskitonetz, Klimaanlage, imprägnierte Kleidung schützt zu 90 % vor Mückenstichen.
              • Malariaprophylaxe schützt nur zu 70% - 80%, hat aber erhebliche Nebenwirkungen
              • In Deutschland werden jährlich ca. 1000 Malariafälle behandelt - Urlauber sind es davon keine 10% also weniger als 100, die sich auf einer Fernreise infiziert haben (Afrika, Asien und Südamerika zusammen)

              Wann würde ich eine Prophylaxe machen:

              • wenn ich mich regelmäßig in der Dämmerung und über Nacht in Siedlungen wie Ukunda, Mtwapa, Mombasa usw aufhalten würde und dort in einfachen Häusern ohne Klima, und Moskitoschutz übernachten würde. Hier laufen regelmäßig "Malaria-Wellen" durch.

              Viel wichtiger aber ist: Die Malaria ist nahezu zu 100% heilbar, wenn diese frühzeitig behandelst wird.
              Deshalb IMMER einen Malariatest machen lassen, wenn man Fieber im Reiseland bekommt oder nach einer Reise erst in Deutschland erkrankt. Und das sofort nach auftreten der ersten Symptome wie Fieber (binnen 24 Stunden oder schneller)

              Keniafan123K 1 Antwort Letzte Antwort
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              • Gastro24G Gastro24

                Die Idee mit "ein paar Tage früher nehmen" hat leider einen Haken. Die Nebenwirkungen treten erst nach einigen Tagen auf und halten dann noch einige Tage an, wenn man die Tabletten abgesetzt hat. Also, entweder eine Packung = 12 Tage zuhause einnehmen und dann noch eine Woche Zeit bis zum Abflug haben, oder ganz verzichten.

                Hier meine Beweggründe, von einer Prophylaxe abzusehen:

                • Malaria wird von Mensch zu Mensch übertragen, Mücken müssen also erst einen infizierten Menschen anfliegen um jemand anders infizieren zu können.
                • Infizierte Mitmenschen sind in den Hotelanlagen und dem weniger dicht besiedelten Hinterland eher nicht vorhanden
                • Aktiver Schutz vor Mückenstichen durch Autan, Moskitonetz, Klimaanlage, imprägnierte Kleidung schützt zu 90 % vor Mückenstichen.
                • Malariaprophylaxe schützt nur zu 70% - 80%, hat aber erhebliche Nebenwirkungen
                • In Deutschland werden jährlich ca. 1000 Malariafälle behandelt - Urlauber sind es davon keine 10% also weniger als 100, die sich auf einer Fernreise infiziert haben (Afrika, Asien und Südamerika zusammen)

                Wann würde ich eine Prophylaxe machen:

                • wenn ich mich regelmäßig in der Dämmerung und über Nacht in Siedlungen wie Ukunda, Mtwapa, Mombasa usw aufhalten würde und dort in einfachen Häusern ohne Klima, und Moskitoschutz übernachten würde. Hier laufen regelmäßig "Malaria-Wellen" durch.

                Viel wichtiger aber ist: Die Malaria ist nahezu zu 100% heilbar, wenn diese frühzeitig behandelst wird.
                Deshalb IMMER einen Malariatest machen lassen, wenn man Fieber im Reiseland bekommt oder nach einer Reise erst in Deutschland erkrankt. Und das sofort nach auftreten der ersten Symptome wie Fieber (binnen 24 Stunden oder schneller)

                Keniafan123K Offline
                Keniafan123K Offline
                Keniafan123
                schrieb am zuletzt editiert von
                #607

                Sorry, doch ich finde den Beitrag von Gastro24 absolut nicht in Ordnung.

                Sicher gibt es überall Mücken die Malaria (ausser vielleicht ein paar Gebiete im Hochland - wobei es da auch KEINE Garantie gibt) übertragen können und das auch in den Hotels.

                Ob jemand die Nebenwirkungen hat oder nicht, das ist bei jedem anders und deshalb kann keiner hier im Forum das beurteilen.

                Jeder muss für sich, in Abstimmung mit dem Tropenmediziner, selber entscheiden was er machen möchte und dabei ist es uninteressant ob jemand anderes eine Prophylaxe macht oder warum nicht.

                L.G. Keniafan123

                DubheD 1 Antwort Letzte Antwort
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                • Keniafan123K Keniafan123

                  Sorry, doch ich finde den Beitrag von Gastro24 absolut nicht in Ordnung.

                  Sicher gibt es überall Mücken die Malaria (ausser vielleicht ein paar Gebiete im Hochland - wobei es da auch KEINE Garantie gibt) übertragen können und das auch in den Hotels.

                  Ob jemand die Nebenwirkungen hat oder nicht, das ist bei jedem anders und deshalb kann keiner hier im Forum das beurteilen.

                  Jeder muss für sich, in Abstimmung mit dem Tropenmediziner, selber entscheiden was er machen möchte und dabei ist es uninteressant ob jemand anderes eine Prophylaxe macht oder warum nicht.

                  L.G. Keniafan123

                  DubheD Offline
                  DubheD Offline
                  Dubhe
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #608

                  Jambo,

                  woher weißt du, ob es in den Hotelanlagen nicht schon infizierte Mitmenschen gibt?? Aber in Ukunda schon? Sorry, was für ein Blödsinn!
                  Und nicht nur Fieber Symptome sind ein Hinweis auf eine etwaige Malaria. Hier Ratschläge zu erteilen halte ich für ausserst fragwürdig!

                  LG Dubhe


                  "Die schnellste Verbindung zwischen 2 Menschen ist ein Lächeln" ****

                  CMN2C 1 Antwort Letzte Antwort
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                  • DubheD Dubhe

                    Jambo,

                    woher weißt du, ob es in den Hotelanlagen nicht schon infizierte Mitmenschen gibt?? Aber in Ukunda schon? Sorry, was für ein Blödsinn!
                    Und nicht nur Fieber Symptome sind ein Hinweis auf eine etwaige Malaria. Hier Ratschläge zu erteilen halte ich für ausserst fragwürdig!

                    CMN2C Offline
                    CMN2C Offline
                    CMN2
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #609

                    Hallo,

                    der Nutzer Gastro24 hat ja seine Beweggründe genannt.
                    Ist ja ok, nur sollte man eben Tatsachen mit in eine Bewertung einfließen lassen, die er bei seiner Motivationsbeschreibung nicht nennt.
                    Das wäre u.a.:

                    • weltweit noch jährlich über 500.000 Tote durch Malaria, nicht eingeschlossen Erkankungen, die durch Malaria-Infektion bedingt ("Trittbrettfahrer", z.B. Sepsis) zum Tod führen,
                    • in DEU jährlich mehr als 1000 Infektionen mit Malaria diagnostiziert, Zahlen ansteigend durch Migration (Zahlen RKI, DTG), deren Behandlung dann auch nicht ganz frei von Nebenwirkungen oder von zukünftigen Auswirkungen / Prädispositionen ist, und in Folge derer auch hier noch einige Menschen sterben - denen ist es dann egal, dass die Infektion "nahezu zu 100% heilbar" gewesen wäre. Entgegen der Behauptung, dass Urlauber angeblich nur zu 10% betroffen wären, die ...beschönigend... ist, sind tatsächlich Urlauber ziemlich gleichbleibend zu ca. 20 % (~ 200 Fälle) betroffen (Referenz: u.a. "Epidemiologisches Bulletin Nr. 39", Robert Koch Institut v. Okt. 2016).
                    • Infizierte Menschen sind aber außerhalb der Hotelanlagen weit verbreitet - und das böse übertragende Mückchen dreht nicht am Gatter der Hotelanlage ab, so dass es völlig egal ist, ob sich "infizierte Menschen in der Hotelanlage" befinden oder außerhalb,
                    • der Schutz durch Prophylaxe ist mit ca. 80-90% schon eine Hausnummer. Also ein fast vollständiger Schutz, das sollte man sich klar machen,
                    • der Mehrwert einer Prophylaxe besteht aber nicht allein darin, dass man einen fast vollständigen Schutz hat - er besteht zu einem großen Teil darin, dass bei einer Infektion trotz Prophylaxe (also die restlichen ca. 10-20 %) der Krankheitsverlauf sehr viel leichter und dadurch i.d.R. nicht tödlich ist!
                    • Die Aussage, Zitat: "hat aber erhebliche Nebenwirkungen" ist schlicht falsch. Man kann sich anhand frei verfügbarer Beipackzettel im Internet oder im Gespräch mit der Ärzteschaft (auch Hausarzt, der einen Beipackzettel lesen und bewerten kann) sehr gut über Art, Schwere und Häufigkeit denkbarer(!) Nebenwirkungen informieren. Für mich persönlich spricht die Nutzen-"Risiko"-Abwägung ganz klar für eine Prophylaxe. Im Gegensatz zu früher gebräuchlichen Medikamenten (Kombinationspräparate oder Keulen wie "Lariam" u.ä.) sind Nebenwirkungen bei z.B. dem gebräuchlichsten Mittel MALARONE und dessen Entsprechungen in Kenia, MALANIL, erwiesenermaßen selten und, falls auftretend, leicht. MALARONE gilt in Fachkreisen (Mediziner, Tropenmediziner) im Allgemeinen als sehr vertäglich. Dessen kann man sich z.B. im Rahmen einer medizinischen Reiseberatung durch ein Tropeninstitut bzw. einen Tropenmediziner leicht vergewissen. Zudem sind im Internet auf seriösen (! ganz wichtig!) Internetauftritten entsprechende Informationen leich beschaffbar.

                    Dem Fazit, bei Auftreten von entsprechenden Symptomen, auch erst bei Rückkehr nach DEU, sofort bei einem Arzt mit Hinweis auf eine mögliche Infektion durch Malaria eine Diagnose durchführen zu lassen, stimme ich persönlich auch zu. Ebenso der Wichtigkeit der Nutzung von Repellents.
                    Ich persönlich reise / reiste seit mehr als 30 Jahren regelmäßig, teilw. mehrfach und länger anhaltend, u.a. nach Afrika und habe zeitlebens auch Malariaprophylaxe betrieben. Früher mit Lariam, danach bis heute mit Malarone und halte dies, wenn man sich nur für kurze Zeiträume (also etwa max. mehrere Wochen) in entsprechenden Ländern aufhält, auch für äußerst sinnvoll.

                    Und da hier jeder seine subjektive Ansicht äußern darf und kann ,habe ich das mit Beleuchtung bestimmter getätigter Behauptungen in anderen Beuträgen, dann hier auch getan...

                    Gruß

                    CMN2C 1 Antwort Letzte Antwort
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                    • CMN2C CMN2

                      Hallo,

                      der Nutzer Gastro24 hat ja seine Beweggründe genannt.
                      Ist ja ok, nur sollte man eben Tatsachen mit in eine Bewertung einfließen lassen, die er bei seiner Motivationsbeschreibung nicht nennt.
                      Das wäre u.a.:

                      • weltweit noch jährlich über 500.000 Tote durch Malaria, nicht eingeschlossen Erkankungen, die durch Malaria-Infektion bedingt ("Trittbrettfahrer", z.B. Sepsis) zum Tod führen,
                      • in DEU jährlich mehr als 1000 Infektionen mit Malaria diagnostiziert, Zahlen ansteigend durch Migration (Zahlen RKI, DTG), deren Behandlung dann auch nicht ganz frei von Nebenwirkungen oder von zukünftigen Auswirkungen / Prädispositionen ist, und in Folge derer auch hier noch einige Menschen sterben - denen ist es dann egal, dass die Infektion "nahezu zu 100% heilbar" gewesen wäre. Entgegen der Behauptung, dass Urlauber angeblich nur zu 10% betroffen wären, die ...beschönigend... ist, sind tatsächlich Urlauber ziemlich gleichbleibend zu ca. 20 % (~ 200 Fälle) betroffen (Referenz: u.a. "Epidemiologisches Bulletin Nr. 39", Robert Koch Institut v. Okt. 2016).
                      • Infizierte Menschen sind aber außerhalb der Hotelanlagen weit verbreitet - und das böse übertragende Mückchen dreht nicht am Gatter der Hotelanlage ab, so dass es völlig egal ist, ob sich "infizierte Menschen in der Hotelanlage" befinden oder außerhalb,
                      • der Schutz durch Prophylaxe ist mit ca. 80-90% schon eine Hausnummer. Also ein fast vollständiger Schutz, das sollte man sich klar machen,
                      • der Mehrwert einer Prophylaxe besteht aber nicht allein darin, dass man einen fast vollständigen Schutz hat - er besteht zu einem großen Teil darin, dass bei einer Infektion trotz Prophylaxe (also die restlichen ca. 10-20 %) der Krankheitsverlauf sehr viel leichter und dadurch i.d.R. nicht tödlich ist!
                      • Die Aussage, Zitat: "hat aber erhebliche Nebenwirkungen" ist schlicht falsch. Man kann sich anhand frei verfügbarer Beipackzettel im Internet oder im Gespräch mit der Ärzteschaft (auch Hausarzt, der einen Beipackzettel lesen und bewerten kann) sehr gut über Art, Schwere und Häufigkeit denkbarer(!) Nebenwirkungen informieren. Für mich persönlich spricht die Nutzen-"Risiko"-Abwägung ganz klar für eine Prophylaxe. Im Gegensatz zu früher gebräuchlichen Medikamenten (Kombinationspräparate oder Keulen wie "Lariam" u.ä.) sind Nebenwirkungen bei z.B. dem gebräuchlichsten Mittel MALARONE und dessen Entsprechungen in Kenia, MALANIL, erwiesenermaßen selten und, falls auftretend, leicht. MALARONE gilt in Fachkreisen (Mediziner, Tropenmediziner) im Allgemeinen als sehr vertäglich. Dessen kann man sich z.B. im Rahmen einer medizinischen Reiseberatung durch ein Tropeninstitut bzw. einen Tropenmediziner leicht vergewissen. Zudem sind im Internet auf seriösen (! ganz wichtig!) Internetauftritten entsprechende Informationen leich beschaffbar.

                      Dem Fazit, bei Auftreten von entsprechenden Symptomen, auch erst bei Rückkehr nach DEU, sofort bei einem Arzt mit Hinweis auf eine mögliche Infektion durch Malaria eine Diagnose durchführen zu lassen, stimme ich persönlich auch zu. Ebenso der Wichtigkeit der Nutzung von Repellents.
                      Ich persönlich reise / reiste seit mehr als 30 Jahren regelmäßig, teilw. mehrfach und länger anhaltend, u.a. nach Afrika und habe zeitlebens auch Malariaprophylaxe betrieben. Früher mit Lariam, danach bis heute mit Malarone und halte dies, wenn man sich nur für kurze Zeiträume (also etwa max. mehrere Wochen) in entsprechenden Ländern aufhält, auch für äußerst sinnvoll.

                      Und da hier jeder seine subjektive Ansicht äußern darf und kann ,habe ich das mit Beleuchtung bestimmter getätigter Behauptungen in anderen Beuträgen, dann hier auch getan...

                      Gruß

                      CMN2C Offline
                      CMN2C Offline
                      CMN2
                      schrieb am zuletzt editiert von CMN2
                      #610

                      Ach ja, ein paar Referenzen kann man hier ja für den Reisenden, der sich für das Thema Malaria und "Malaria-Prophylaxe" interessiert, mal verlinken:

                      https://www.dtg.org/images/Startseite-Download-Box/DTG_Empfehlungen_Malaria_2017.pdf

                      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/M/Malaria/Malaria.html

                      https://www.crm.de/beratungsstellen/index.asp

                      https://www.bnitm.de/reisen-impfen/

                      Damit man sich selbst ein tatsachenbasiertes Bild machen kann und nicht auf ungeprüfte Tatsachenbehauptungen angewiesen ist...

                      Gruß

                      1 Antwort Letzte Antwort
                      Antworten Zitieren
                      • Gastro24G Offline
                        Gastro24G Offline
                        Gastro24
                        Gesperrt
                        schrieb am zuletzt editiert von Gastro24
                        #611

                        @Dubhe & Keniafan
                        Ich schrieb, dass infizierte Mitmenschen in den Hotelanlagen "eher nicht vorhanden" sind ... das heißt nicht, dass dies ausgeschlossen ist. Wer an einer Malaria erkrankt ist, arbeitet im Normalfall nicht als Askari, Kellner oder Koch sondern liegt zuhause flach.
                        Mücken sind keine Langstreckenflieger und bewegen sich "meist" nur wenige 100 Meter weit von ihrem Schlüpfpunkt. Dies verringert die Gefahr, dass infizierte Mücken im Hotelumfeld sind. In den Hotelanlagen sind Brutstätten von Mücken eher selten, weil hier keine alten Reifen, Plastikmüll und ähnliches rumliegt in dem sich Wasser über längere Zeit ansammeln kann. Daraus folgt, dass 1. weniger Mücken vorhanden sind und diese weniger wahrscheinlich den Erreger in sich tragen.

                        @CMN
                        Ich würde gerne deine Aussage relativieren. Die 500.000 Malariatoten gibt es - aber hat das was mit dem Tourismus zu tun? Nein, denn diese Menschen sterben, weil sie immer noch so arm sind, dass sie sich die lebensrettenden Medikamente nicht leisten können. Sie infizieren sich, weil selbst ein Moskitonetz unerschwinglich ist.

                        Reden wir also über die 100 - 200 infizierten Touristen. Das sind bei Millionen Fernreisenden ein vernachlässigbarer Wert (ca. 8.000.000 Fernreisende nach Asien, Afrika, Südamerika = 0,0025%)

                        Nebenwirkungen von Malerone mögen noch so gering sein und die Verträglichkeit noch so hoch - das hilft mir persönlich nichts, denn ich vertrage sie eben nicht.

                        Sehr häufige Nebenwirkungen Diese können mehr als 1 von 10 Patienten betreffen:

                        • Kopfschmerzen
                        • Übelkeit und Erbrechen
                        • Bauchschmerzen
                        • Durchfall.

                        Häufige Nebenwirkungen Diese können bis zu 1 von 10 Patienten betreffen:

                        • Schwindel
                        • Schlaflosigkeit
                        • Seltsame Träume
                        • Depressionen
                        • Appetitlosigkeit
                        • Fieber
                        • Hautausschlag, der jucken kann
                        • Husten.

                        Kommen wir also auf den Punkt: Die Einnahme von einer Prophylaxe senkt ein eh schon minimales Infektionsrisiko nochmals um den Faktor 0,2 - wer das Medikament verträgt, ist gut beraten, diese auch einzunehmen. Wenn man keine Prophylaxe nimmt hat man ein höheres Risiko an Malaria zu erkranken. Ob man das Risiko eingehen will, muss man für sich entscheiden.

                        254michael2 1 Antwort Letzte Antwort
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                        • Gastro24G Gastro24

                          @Dubhe & Keniafan
                          Ich schrieb, dass infizierte Mitmenschen in den Hotelanlagen "eher nicht vorhanden" sind ... das heißt nicht, dass dies ausgeschlossen ist. Wer an einer Malaria erkrankt ist, arbeitet im Normalfall nicht als Askari, Kellner oder Koch sondern liegt zuhause flach.
                          Mücken sind keine Langstreckenflieger und bewegen sich "meist" nur wenige 100 Meter weit von ihrem Schlüpfpunkt. Dies verringert die Gefahr, dass infizierte Mücken im Hotelumfeld sind. In den Hotelanlagen sind Brutstätten von Mücken eher selten, weil hier keine alten Reifen, Plastikmüll und ähnliches rumliegt in dem sich Wasser über längere Zeit ansammeln kann. Daraus folgt, dass 1. weniger Mücken vorhanden sind und diese weniger wahrscheinlich den Erreger in sich tragen.

                          @CMN
                          Ich würde gerne deine Aussage relativieren. Die 500.000 Malariatoten gibt es - aber hat das was mit dem Tourismus zu tun? Nein, denn diese Menschen sterben, weil sie immer noch so arm sind, dass sie sich die lebensrettenden Medikamente nicht leisten können. Sie infizieren sich, weil selbst ein Moskitonetz unerschwinglich ist.

                          Reden wir also über die 100 - 200 infizierten Touristen. Das sind bei Millionen Fernreisenden ein vernachlässigbarer Wert (ca. 8.000.000 Fernreisende nach Asien, Afrika, Südamerika = 0,0025%)

                          Nebenwirkungen von Malerone mögen noch so gering sein und die Verträglichkeit noch so hoch - das hilft mir persönlich nichts, denn ich vertrage sie eben nicht.

                          Sehr häufige Nebenwirkungen Diese können mehr als 1 von 10 Patienten betreffen:

                          • Kopfschmerzen
                          • Übelkeit und Erbrechen
                          • Bauchschmerzen
                          • Durchfall.

                          Häufige Nebenwirkungen Diese können bis zu 1 von 10 Patienten betreffen:

                          • Schwindel
                          • Schlaflosigkeit
                          • Seltsame Träume
                          • Depressionen
                          • Appetitlosigkeit
                          • Fieber
                          • Hautausschlag, der jucken kann
                          • Husten.

                          Kommen wir also auf den Punkt: Die Einnahme von einer Prophylaxe senkt ein eh schon minimales Infektionsrisiko nochmals um den Faktor 0,2 - wer das Medikament verträgt, ist gut beraten, diese auch einzunehmen. Wenn man keine Prophylaxe nimmt hat man ein höheres Risiko an Malaria zu erkranken. Ob man das Risiko eingehen will, muss man für sich entscheiden.

                          254michael2 Offline
                          254michael2 Offline
                          254michael
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #612

                          Hi,
                          ich gehöre der Fraktion der Prophylaxe-Verweigerer an.
                          Meine persönliche Begründungen:

                          1. Da ich viel reise, müsste ich nahezu das ganze Jahr Prophylaxe nehmen. Das ist mir zu ungesund.

                          2. Es gibt viel mehr durch Moskitos übertragene Krankheiten (Dengue Fieber grassiert gerade in Mombasa und das Chikugunya Fieber erlebt gerade eine Epedemie hier) - die Behandlung dieser Krankheiten bzw. das Überleben derselben wird angeblich durch M-Prophylaxe deutlich erschwert. Daher schaue ich mehr auf Moskitoschutz, vor allem ein gutes Moskitonetz.

                          3. Nicht jeder Stich bringt Malaria oder eine andere Krankheit, je stabiler (gesünder) ein Mensch ist, desto mehr infizierte Stiche braucht es.

                          4. Der Malariaverlauf wird nach meinem Wissen nicht leichter, wenn man Prophylaxe nimmt, sondern die Behandlung im Gegenteil viel schwieriger, wenn man es dennoch bekommt.

                          Vor gut 10 Jahren hatte ich - in Kenia - Malaria, die Medikamente habe ich hier in der Apotheke bekommen (abgestimmt auf die damals aktuelle Malariawelle), es war eine unangenehme Woche; das war's.

                          Für Kurzzeitreisen / Kurzurlaube bis drei Wochen mag es in der Regenzeit und für Kericho/Kisumu/Küste Sinn machen....

                          Der Weg ist das Ziel. Möge er noch lange währen.

                          CMN2C 1 Antwort Letzte Antwort
                          Antworten Zitieren
                          • 254michael2 254michael

                            Hi,
                            ich gehöre der Fraktion der Prophylaxe-Verweigerer an.
                            Meine persönliche Begründungen:

                            1. Da ich viel reise, müsste ich nahezu das ganze Jahr Prophylaxe nehmen. Das ist mir zu ungesund.

                            2. Es gibt viel mehr durch Moskitos übertragene Krankheiten (Dengue Fieber grassiert gerade in Mombasa und das Chikugunya Fieber erlebt gerade eine Epedemie hier) - die Behandlung dieser Krankheiten bzw. das Überleben derselben wird angeblich durch M-Prophylaxe deutlich erschwert. Daher schaue ich mehr auf Moskitoschutz, vor allem ein gutes Moskitonetz.

                            3. Nicht jeder Stich bringt Malaria oder eine andere Krankheit, je stabiler (gesünder) ein Mensch ist, desto mehr infizierte Stiche braucht es.

                            4. Der Malariaverlauf wird nach meinem Wissen nicht leichter, wenn man Prophylaxe nimmt, sondern die Behandlung im Gegenteil viel schwieriger, wenn man es dennoch bekommt.

                            Vor gut 10 Jahren hatte ich - in Kenia - Malaria, die Medikamente habe ich hier in der Apotheke bekommen (abgestimmt auf die damals aktuelle Malariawelle), es war eine unangenehme Woche; das war's.

                            Für Kurzzeitreisen / Kurzurlaube bis drei Wochen mag es in der Regenzeit und für Kericho/Kisumu/Küste Sinn machen....

                            CMN2C Offline
                            CMN2C Offline
                            CMN2
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #613

                            @254michael sagte:

                            Hi,
                            ich gehöre der Fraktion der Prophylaxe-Verweigerer an.
                            ...

                            1. Es gibt viel mehr durch Moskitos übertragene Krankheiten (Dengue Fieber grassiert gerade in Mombasa und das Chikugunya Fieber erlebt gerade eine Epedemie hier) - die Behandlung dieser Krankheiten bzw. das Überleben derselben wird angeblich durch M-Prophylaxe deutlich erschwert. Daher schaue ich mehr auf Moskitoschutz, vor allem ein gutes Moskitonetz.

                            2. Nicht jeder Stich bringt Malaria oder eine andere Krankheit, je stabiler (gesünder) ein Mensch ist, desto mehr infizierte Stiche braucht es.

                            3. Der Malariaverlauf wird nach meinem Wissen nicht leichter, wenn man Prophylaxe nimmt, sondern die Behandlung im Gegenteil viel schwieriger, wenn man es dennoch bekommt.

                            Hallo,

                            es steht natürlich jedem frei, sich für oder gegen eine medikamentöse Prophylaxe zu entscheiden.
                            Aber es macht m.E. Sinn, auf Grundlage von Tatsachen zu entscheiden und nicht aufgrund von Bauchgefühl oder Hörensagen.

                            zu 4. - Falsch. Dein Wissen trügt.

                            zu 3. - Korrekt ist, dass nicht jeder Moskito-Stich den entsprechenden Erreger überträgt. Falsch ist, dass die Infektionswahrscheinlichkeit vom Gesundheitszustand abhängen soll. Ob gesund oder krank - ein Stich eines befallenen Moskitos reicht für die Infektion. Lediglich der Verlauf der Infektion kann durch den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst werden.

                            zu 2. - Kannst Du zu dieser Behauptung (negative Wechselwirkung zu Behandlung / Verlauf anderer Infektionskrankheiten) eine seriöse (!) Quelle anführen? Das ist das erste Mal, dass ich das höre (in Bezug auf Dengue o. Chikungunya) - und ich beschäftige mich mit dem Bereich Tropenmedizin privat, aber beruflich veranlasst, seit 23 Jahren. Bis zur Nennung seriöser Quellen klassifiziere ich Deine Behauptung / Dein Wissen auch hier als unzutreffend.

                            Grundsätzlich empfehle ich jedenfalls jedem, sich aus seriösen Quellen (Tropeninstitute, WHO, etc.) zu bedienen, um einen Überblick zu gewinnen und ggf., falls einem die Thematik fremd ist oder bleibt, sich in derart wichtigen Fragen fachlichen Rat bei entsprechenden Ärzten / Beratungen zu holen und nicht auf esoterischen Seiten. Und der Hinweis, Prophylaxe (auch) mittels Repellents und Vorkehrungen wie Moskito-Netzen etc. zu betreiben, ist sicherlich zielführend.

                            Gruß

                            254michael2 2 Antworten Letzte Antwort
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                            • CMN2C CMN2

                              @254michael sagte:

                              Hi,
                              ich gehöre der Fraktion der Prophylaxe-Verweigerer an.
                              ...

                              1. Es gibt viel mehr durch Moskitos übertragene Krankheiten (Dengue Fieber grassiert gerade in Mombasa und das Chikugunya Fieber erlebt gerade eine Epedemie hier) - die Behandlung dieser Krankheiten bzw. das Überleben derselben wird angeblich durch M-Prophylaxe deutlich erschwert. Daher schaue ich mehr auf Moskitoschutz, vor allem ein gutes Moskitonetz.

                              2. Nicht jeder Stich bringt Malaria oder eine andere Krankheit, je stabiler (gesünder) ein Mensch ist, desto mehr infizierte Stiche braucht es.

                              3. Der Malariaverlauf wird nach meinem Wissen nicht leichter, wenn man Prophylaxe nimmt, sondern die Behandlung im Gegenteil viel schwieriger, wenn man es dennoch bekommt.

                              Hallo,

                              es steht natürlich jedem frei, sich für oder gegen eine medikamentöse Prophylaxe zu entscheiden.
                              Aber es macht m.E. Sinn, auf Grundlage von Tatsachen zu entscheiden und nicht aufgrund von Bauchgefühl oder Hörensagen.

                              zu 4. - Falsch. Dein Wissen trügt.

                              zu 3. - Korrekt ist, dass nicht jeder Moskito-Stich den entsprechenden Erreger überträgt. Falsch ist, dass die Infektionswahrscheinlichkeit vom Gesundheitszustand abhängen soll. Ob gesund oder krank - ein Stich eines befallenen Moskitos reicht für die Infektion. Lediglich der Verlauf der Infektion kann durch den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst werden.

                              zu 2. - Kannst Du zu dieser Behauptung (negative Wechselwirkung zu Behandlung / Verlauf anderer Infektionskrankheiten) eine seriöse (!) Quelle anführen? Das ist das erste Mal, dass ich das höre (in Bezug auf Dengue o. Chikungunya) - und ich beschäftige mich mit dem Bereich Tropenmedizin privat, aber beruflich veranlasst, seit 23 Jahren. Bis zur Nennung seriöser Quellen klassifiziere ich Deine Behauptung / Dein Wissen auch hier als unzutreffend.

                              Grundsätzlich empfehle ich jedenfalls jedem, sich aus seriösen Quellen (Tropeninstitute, WHO, etc.) zu bedienen, um einen Überblick zu gewinnen und ggf., falls einem die Thematik fremd ist oder bleibt, sich in derart wichtigen Fragen fachlichen Rat bei entsprechenden Ärzten / Beratungen zu holen und nicht auf esoterischen Seiten. Und der Hinweis, Prophylaxe (auch) mittels Repellents und Vorkehrungen wie Moskito-Netzen etc. zu betreiben, ist sicherlich zielführend.

                              Gruß

                              254michael2 Offline
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                              254michael
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #614

                              Hi @CMN2 !

                              jetzt habe ich Dein Posting zum Anlass genommen, online ein wenig zu recherchieren. Dies hat ergeben

                              zu 4 - da konnte ich dem Internet verschiedene Aussagen entnehmen. Meine Information basiert auf den Aussagen des behandelnden Arztes in Nairobi als ich vor nahezu 20 Jahren an Malaria erkrankt war. Auch in staatlichen Spitälern in Thailand wurde diese Aussage von Ärzten häufig mir gegenüber wiederholt (im Zuge von Diskussionen zum Thema).

                              zu 3 - hast Du recht, mein Wissen war überaltet.

                              zu 2 - Meine Information basiert auf den Aussagen des behandelnden Arztes in Krabi als meine Frau vor ca. 10 Jahren an Dengue Fieber erkrankt war.

                              Auch noch herausgefunden: der deutsche Gesundheitsdienst empfiehlt für Kinder auch für Langzeit die Einnahme der Prophylaxe, für Erwachsene nur die ersten drei Monate und für Regenzeit. Auch über einen längeren Zeitraum (Jahre) sei die Prophylaxe unbedenklich.

                              Lg

                              Der Weg ist das Ziel. Möge er noch lange währen.

                              1 Antwort Letzte Antwort
                              Antworten Zitieren
                              • CMN2C CMN2

                                @254michael sagte:

                                Hi,
                                ich gehöre der Fraktion der Prophylaxe-Verweigerer an.
                                ...

                                1. Es gibt viel mehr durch Moskitos übertragene Krankheiten (Dengue Fieber grassiert gerade in Mombasa und das Chikugunya Fieber erlebt gerade eine Epedemie hier) - die Behandlung dieser Krankheiten bzw. das Überleben derselben wird angeblich durch M-Prophylaxe deutlich erschwert. Daher schaue ich mehr auf Moskitoschutz, vor allem ein gutes Moskitonetz.

                                2. Nicht jeder Stich bringt Malaria oder eine andere Krankheit, je stabiler (gesünder) ein Mensch ist, desto mehr infizierte Stiche braucht es.

                                3. Der Malariaverlauf wird nach meinem Wissen nicht leichter, wenn man Prophylaxe nimmt, sondern die Behandlung im Gegenteil viel schwieriger, wenn man es dennoch bekommt.

                                Hallo,

                                es steht natürlich jedem frei, sich für oder gegen eine medikamentöse Prophylaxe zu entscheiden.
                                Aber es macht m.E. Sinn, auf Grundlage von Tatsachen zu entscheiden und nicht aufgrund von Bauchgefühl oder Hörensagen.

                                zu 4. - Falsch. Dein Wissen trügt.

                                zu 3. - Korrekt ist, dass nicht jeder Moskito-Stich den entsprechenden Erreger überträgt. Falsch ist, dass die Infektionswahrscheinlichkeit vom Gesundheitszustand abhängen soll. Ob gesund oder krank - ein Stich eines befallenen Moskitos reicht für die Infektion. Lediglich der Verlauf der Infektion kann durch den allgemeinen Gesundheitszustand beeinflusst werden.

                                zu 2. - Kannst Du zu dieser Behauptung (negative Wechselwirkung zu Behandlung / Verlauf anderer Infektionskrankheiten) eine seriöse (!) Quelle anführen? Das ist das erste Mal, dass ich das höre (in Bezug auf Dengue o. Chikungunya) - und ich beschäftige mich mit dem Bereich Tropenmedizin privat, aber beruflich veranlasst, seit 23 Jahren. Bis zur Nennung seriöser Quellen klassifiziere ich Deine Behauptung / Dein Wissen auch hier als unzutreffend.

                                Grundsätzlich empfehle ich jedenfalls jedem, sich aus seriösen Quellen (Tropeninstitute, WHO, etc.) zu bedienen, um einen Überblick zu gewinnen und ggf., falls einem die Thematik fremd ist oder bleibt, sich in derart wichtigen Fragen fachlichen Rat bei entsprechenden Ärzten / Beratungen zu holen und nicht auf esoterischen Seiten. Und der Hinweis, Prophylaxe (auch) mittels Repellents und Vorkehrungen wie Moskito-Netzen etc. zu betreiben, ist sicherlich zielführend.

                                Gruß

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                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #615

                                Hi @CMN2 !

                                jetzt habe ich Dein Posting zum Anlass genommen, online ein wenig zu recherchieren. Dies hat ergeben

                                zu 4 - da konnte ich dem Internet verschiedene Aussagen entnehmen. Meine Information basiert auf den Aussagen des behandelnden Arztes in Nairobi als ich vor nahezu 20 Jahren an Malaria erkrankt war. Auch in staatlichen Spitälern in Thailand wurde diese Aussage von Ärzten häufig mir gegenüber wiederholt (im Zuge von Diskussionen zum Thema).

                                zu 3 - hast Du recht, mein Wissen war überaltet.

                                zu 2 - Meine Information basiert auf den Aussagen des behandelnden Arztes in Krabi als meine Frau vor ca. 10 Jahren an Dengue Fieber erkrankt war.

                                Auch noch herausgefunden: der deutsche Gesundheitsdienst empfiehlt für Kinder auch für Langzeit die Einnahme der Prophylaxe, für Erwachsene nur die ersten drei Monate und für Regenzeit. Auch über einen längeren Zeitraum (Jahre) sei die Prophylaxe unbedenklich.

                                Lg

                                Der Weg ist das Ziel. Möge er noch lange währen.

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • CMN2C Offline
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                                  #616

                                  Hallo,

                                  ich will nicht streiten, zumal das jeder (möglichst gut informiert) für sich selbst entscheiden muss und Hinweise dazu im Thread reichlich vorhanden sind.
                                  Nur soviel - vor 20 Jahren gab es noch kein Malarone, Prophylaxe wurde mit Lariam oder Kombinationspräparaten betrieben.
                                  Malarone gilt als erheblich vertäglicher und unproblematischer in vielerlei Hinsicht. Möglicherweise haben sich alte Weisheiten und Erkenntnisse weiterentwickelt...

                                  Gruß

                                  TimeoutafricaT 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    Hallo,

                                    ich will nicht streiten, zumal das jeder (möglichst gut informiert) für sich selbst entscheiden muss und Hinweise dazu im Thread reichlich vorhanden sind.
                                    Nur soviel - vor 20 Jahren gab es noch kein Malarone, Prophylaxe wurde mit Lariam oder Kombinationspräparaten betrieben.
                                    Malarone gilt als erheblich vertäglicher und unproblematischer in vielerlei Hinsicht. Möglicherweise haben sich alte Weisheiten und Erkenntnisse weiterentwickelt...

                                    Gruß

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                                    #617

                                    Nachdem ich schon rund 20 Jahre in Afrika reise (vorallem Südäquatorialafrika) und seit Jahren hier wohne möchte ich hier versuchen, ein wenig an "Emotionalität" aus dem Thema zu nehmen:

                                    Tatsächlich muss jede/r selbst entscheiden ob pro oder contra Malariaprophylaxe. Und ja, wir reden gerne von "seriösen" Quellen und wissenschaftlichen Daten/Beweisen obwohl jede/r gut gebildete Europäer/in weiss, dass Daten immer erst durch ihre persönliche Interpretation und dem Interesse dahinter an Aussagekraft gewinnen. Tatsächlich haben aber einfach "beide Seiten" ihre Argumente die man sich halt einfach zu Gemüte führen muss und dann mit Kopf UND Verstand seine EIGENE Entscheidung treffen muss. Je nach Situation kann sowohl das eine als auch das andere genau die richtige Entscheidung sein. In allen Statistiken wird immer das Individuum "vergessen". Einen "mathematischen Durchschnitt in Person" habe ich noch nie persönlich angetroffen .. 😅

                                    Gut zu wissen:
                                    Ich habe zb noch nie Prophylaxe genommen und bin noch NIE an Malaria erkrankt. Eine Prophylaxe über Monate oder gar Jahre zu nehmen ist (so zumindest zeigt sich die Realität hier !) für 99% der Menschen die in einem Malariagebiet wohnen unvorstellbar und undurchführbar, von den Kosten gar nicht zu reden.

                                    Andererseits ... Mein jüngster Sohn war kürzlich 6 Wochen bei uns in Kenia (Südküste) und hat sich trotz enormem Aufwand an einreiben, sprühen, und gutem, dichtem Moskitonetz, langen Hosen und und und doch tatsächlich angesteckt und musste im Spital behandelt werden (Artimesia IV und "coartem" im Anschluss für 2 Tage). Sein Immunsystem war eindeutig auf tiefem Level was wohl die Ausbreitung der Parasiten begünstigt hat. Da wir in der heutigen Zeit aber über sehr gute (auch pflanzliche) Medikamente verfügen, ist die Behandlung von "Malaria Tropica" mittlerweile eine Standardprozedur geworden. Die meisten Menschen die an Malaria sterben haben entweder die Symptome über längere Zeit nicht bemerkt/beachtet, hatten keinen Zugang zu medizinischer Behandlung und/oder hatten bereits vor der Erkrankung ein sehr schlechtes Immunsystem. Ob wir wollen oder nicht: Es gibt eben den EINEN kausalen Zusammenhang schlicht nicht. Es müssen (unsere Erfahrung hier) immer mehrere Faktoren zusammenspielen.

                                    Erwägungen:
                                    In jedem Falle sollte jeder Afrikareisende sich ausführlich über die Thematik informieren und wohlwollend BEIDE Seiten abwägen und dann seine individuelle Entscheidung treffen. Angst ist bekannterweise ein schlechter Berater, (geborgtes) Wissen hingegen eine gute Hilfe. Vorallem sollte man sich darüber im klaren sein, dass wir, wenn wir leben wollen, nicht alle Risiken ausschalten können. Jeder Tourist spricht vor/während seines Aufenthaltes hier über Malaria. Keiner spricht über die valablen Risiken sich einem "Kamikaze-TukTuk'ler" oder Motorradfahrer (Boda Boda wie es hier heisst) anzuvertrauen. Nicht zu reden von den Touristen die sich mit HIV anstecken, in sturer Blindheit vor den offensichtlichen Tatsachen. Aber was nützen schon Daten und Fakten, alles nur Papiertiger die mir nichts nützen wenns mich erwischt - sei es auf der deutschen Autobahn oder am Strand von Kenia durch den Stich einer Anopheles Mücke ! Wenn uns jemand statistische Daten geben könnte, wie gross das Risiko für einen Touristen während seines Urlaubes an Malaria zu erkranken ist, wären wir vielleicht entspannter ...

                                    Einen (zu)relativierenden Vergleich möchte ich deshalb wagen: in Deutschland sterben je nach Statistik und Jahr etwa 200-300'000 Menschen an einem Herzinfarkt - an Malaria sterben in Afrika ca. 400'000 Menschen (WHO Angaben). In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen, in Afrika ca. 1 Milliarde ... noch Fragen zu Risiken und Prophylaxe ?

                                    Was bleibt ? Eigenen, gesunden Menschenverstand einschalten, sich über beide Seiten (pro/contra Prophylaxe) zum Thema Malaria gut informieren, sich ein gutes Immunsystem zulegen (hilft auch in Europa ..😊), und ein bisschen mehr Vertrauen ins Leben entwickeln. Dann wird dein Afrikabesuch wunderschön .. und vielleicht kommst du immer wieder und wieder und wieder ...

                                    liebe Grüsse vom indischen Ozean
                                    mario

                                    Alles was ich mir wünschte, war nach Afrika zurück zu kommen. Wir hatten es noch nicht mal verlassen und doch war ich, wenn ich nachts wach lag und lauschte, schon heimwehkrank ! (Ernst Hemingway)

                                    CMN2C 1 Antwort Letzte Antwort
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                                    • TimeoutafricaT Timeoutafrica

                                      Nachdem ich schon rund 20 Jahre in Afrika reise (vorallem Südäquatorialafrika) und seit Jahren hier wohne möchte ich hier versuchen, ein wenig an "Emotionalität" aus dem Thema zu nehmen:

                                      Tatsächlich muss jede/r selbst entscheiden ob pro oder contra Malariaprophylaxe. Und ja, wir reden gerne von "seriösen" Quellen und wissenschaftlichen Daten/Beweisen obwohl jede/r gut gebildete Europäer/in weiss, dass Daten immer erst durch ihre persönliche Interpretation und dem Interesse dahinter an Aussagekraft gewinnen. Tatsächlich haben aber einfach "beide Seiten" ihre Argumente die man sich halt einfach zu Gemüte führen muss und dann mit Kopf UND Verstand seine EIGENE Entscheidung treffen muss. Je nach Situation kann sowohl das eine als auch das andere genau die richtige Entscheidung sein. In allen Statistiken wird immer das Individuum "vergessen". Einen "mathematischen Durchschnitt in Person" habe ich noch nie persönlich angetroffen .. 😅

                                      Gut zu wissen:
                                      Ich habe zb noch nie Prophylaxe genommen und bin noch NIE an Malaria erkrankt. Eine Prophylaxe über Monate oder gar Jahre zu nehmen ist (so zumindest zeigt sich die Realität hier !) für 99% der Menschen die in einem Malariagebiet wohnen unvorstellbar und undurchführbar, von den Kosten gar nicht zu reden.

                                      Andererseits ... Mein jüngster Sohn war kürzlich 6 Wochen bei uns in Kenia (Südküste) und hat sich trotz enormem Aufwand an einreiben, sprühen, und gutem, dichtem Moskitonetz, langen Hosen und und und doch tatsächlich angesteckt und musste im Spital behandelt werden (Artimesia IV und "coartem" im Anschluss für 2 Tage). Sein Immunsystem war eindeutig auf tiefem Level was wohl die Ausbreitung der Parasiten begünstigt hat. Da wir in der heutigen Zeit aber über sehr gute (auch pflanzliche) Medikamente verfügen, ist die Behandlung von "Malaria Tropica" mittlerweile eine Standardprozedur geworden. Die meisten Menschen die an Malaria sterben haben entweder die Symptome über längere Zeit nicht bemerkt/beachtet, hatten keinen Zugang zu medizinischer Behandlung und/oder hatten bereits vor der Erkrankung ein sehr schlechtes Immunsystem. Ob wir wollen oder nicht: Es gibt eben den EINEN kausalen Zusammenhang schlicht nicht. Es müssen (unsere Erfahrung hier) immer mehrere Faktoren zusammenspielen.

                                      Erwägungen:
                                      In jedem Falle sollte jeder Afrikareisende sich ausführlich über die Thematik informieren und wohlwollend BEIDE Seiten abwägen und dann seine individuelle Entscheidung treffen. Angst ist bekannterweise ein schlechter Berater, (geborgtes) Wissen hingegen eine gute Hilfe. Vorallem sollte man sich darüber im klaren sein, dass wir, wenn wir leben wollen, nicht alle Risiken ausschalten können. Jeder Tourist spricht vor/während seines Aufenthaltes hier über Malaria. Keiner spricht über die valablen Risiken sich einem "Kamikaze-TukTuk'ler" oder Motorradfahrer (Boda Boda wie es hier heisst) anzuvertrauen. Nicht zu reden von den Touristen die sich mit HIV anstecken, in sturer Blindheit vor den offensichtlichen Tatsachen. Aber was nützen schon Daten und Fakten, alles nur Papiertiger die mir nichts nützen wenns mich erwischt - sei es auf der deutschen Autobahn oder am Strand von Kenia durch den Stich einer Anopheles Mücke ! Wenn uns jemand statistische Daten geben könnte, wie gross das Risiko für einen Touristen während seines Urlaubes an Malaria zu erkranken ist, wären wir vielleicht entspannter ...

                                      Einen (zu)relativierenden Vergleich möchte ich deshalb wagen: in Deutschland sterben je nach Statistik und Jahr etwa 200-300'000 Menschen an einem Herzinfarkt - an Malaria sterben in Afrika ca. 400'000 Menschen (WHO Angaben). In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen, in Afrika ca. 1 Milliarde ... noch Fragen zu Risiken und Prophylaxe ?

                                      Was bleibt ? Eigenen, gesunden Menschenverstand einschalten, sich über beide Seiten (pro/contra Prophylaxe) zum Thema Malaria gut informieren, sich ein gutes Immunsystem zulegen (hilft auch in Europa ..😊), und ein bisschen mehr Vertrauen ins Leben entwickeln. Dann wird dein Afrikabesuch wunderschön .. und vielleicht kommst du immer wieder und wieder und wieder ...

                                      liebe Grüsse vom indischen Ozean
                                      mario

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                                      #618

                                      @timeoutafrica sagte:

                                      Nachdem ich schon rund 20 Jahre in Afrika reise (vorallem Südäquatorialafrika) und seit Jahren hier wohne möchte ich hier versuchen, ein wenig an "Emotionalität" aus dem Thema zu nehmen:

                                      Ach, ich (der auch seinen Fuß das erste Mal 1985 auf afrikanische Erde südlich des Äquators setzte), empfinde diesen Thread überhaupt nicht als emotional. Ganz normal, überwiegend sachlich aber stringent und deutlich ausgetauscht, These + Antithese, nur gelegentlich ohne Synthese...

                                      Tatsächlich muss jede/r selbst entscheiden ob pro oder contra Malariaprophylaxe. Und ja, wir reden gerne von "seriösen" Quellen und wissenschaftlichen Daten/Beweisen obwohl jede/r gut gebildete Europäer/in weiss, dass Daten immer erst durch ihre persönliche Interpretation und dem Interesse dahinter an Aussagekraft gewinnen. [...]

                                      Richtig, muss am Ende jeder selbst entscheiden. Wurde hier auch von niemandem in Frage gestellt.
                                      Allerdings halte ich persönlich(!) es für sinnvoller, zumal in so elementaren Dingen wie der Risikobewertung potentiell tödlich verlaufender Infektionen, Entscheidungen anhand von seriösen Quellen (ohne Anführungsstriche) und nachvollziehbarer wissenschaftlicher Erkenntnis zu treffen.
                                      Heißt: Sich beispielsweise nicht auf Glaube oder Dogmen von Fortschritts- und Impfgegenern betreffs der bösen Pharmlobby etc. und angeblich im Hintergrund vorhandener unredlicher Interessen zu verlassen.

                                      Gut zu wissen:
                                      Ich habe zb noch nie Prophylaxe genommen und bin noch NIE an Malaria erkrankt. Eine Prophylaxe über Monate oder gar Jahre zu nehmen ist (so zumindest zeigt sich die Realität hier !) für 99% der Menschen die in einem Malariagebiet wohnen unvorstellbar und undurchführbar, von den Kosten gar nicht zu reden.

                                      Gut zu wissen:
                                      Ich fahre immer Auto ohne Gurt und bin noch NIE aus dem Auto geschleudert worden. Oder wie jetzt?
                                      Erhebung einer persönlichen Erfahrung zum allgemeingültigen Standard?

                                      Richtig ist, dass bei langem Aufenthalt, also bei z.B. Residenten, der Verzicht auf medikamentöse(!) Prophylaxe sinnvoll sein kann und lediglich die Verfügbarkeit einer Stand-by-Therapie sichergestellt sein sollte.
                                      Das wird aber, nach Check der individuellen Umstände, auch durch kompetente Institutionen, also seriöse Quellen (wieder ohne Anführungsstriche), nicht negiert.

                                      Andererseits ... Mein jüngster Sohn war kürzlich 6 Wochen bei uns in Kenia (Südküste) und hat sich trotz enormem Aufwand an einreiben, sprühen, und gutem, dichtem Moskitonetz, langen Hosen und und und doch tatsächlich angesteckt und musste im Spital behandelt werden (Artimesia IV und "coartem" im Anschluss für 2 Tage).

                                      Ja, auch die genannten klassischen Repellents und Vorsichtsmaßnahmen können keine 100%-Garantie gewährleisten.
                                      Und auch eine medikamentöse Prophylaxe, so er sie genommen hätte, hätte die Infektion nicht verhindert. Aber möglicherweise, auch hier nur möglicherweise und nicht 100%ig, die akute Erkrankung bzw. den Schweregrad des Verlaufs bzw. der Symptome zum Positiven beeinflusst. Und genau darum geht es in dieser Frage auch.

                                      Da wir in der heutigen Zeit aber über sehr gute (auch pflanzliche) Medikamente verfügen, ist die Behandlung von "Malaria Tropica" mittlerweile eine Standardprozedur geworden. Die meisten Menschen die an Malaria sterben haben entweder die Symptome über längere Zeit nicht bemerkt/beachtet, hatten keinen Zugang zu medizinischer Behandlung und/oder hatten bereits vor der Erkrankung ein sehr schlechtes Immunsystem. Ob wir wollen oder nicht: Es gibt eben den EINEN kausalen Zusammenhang schlicht nicht. Es müssen (unsere Erfahrung hier) immer mehrere Faktoren zusammenspielen.

                                      Pflanzliche Medikamente, nicht zur Linderung von Syptomen (wenn überhaupt), sondern zwecks Behandlung einer Malaria?
                                      Da wäre sie dann wieder, Homöopathie und Esoterik. Dann kann ich auch zum Juju-Medizinmann gehen und auf das Beste hoffen...

                                      Richtig ist allein, dass in den allermeisten Fällen die von Dir genannten Umstände die wesentlichen Faktoren für einen tödlichen Verlauf darstellen. Infektion + fehlende / unsachgemäße Behandlung = Chancenerhöhung für tödlichen Verlauf. Da ist sie, die wesentliche Kausalität.

                                      Erwägungen:
                                      In jedem Falle sollte jeder Afrikareisende sich ausführlich über die Thematik informieren und wohlwollend BEIDE Seiten abwägen und dann seine individuelle Entscheidung treffen. Angst ist bekannterweise ein schlechter Berater, (geborgtes) Wissen hingegen eine gute Hilfe. Vorallem sollte man sich darüber im klaren sein, dass wir, wenn wir leben wollen, nicht alle Risiken ausschalten können. Jeder Tourist spricht vor/während seines Aufenthaltes hier über Malaria. Keiner spricht über die valablen Risiken sich einem "Kamikaze-TukTuk'ler" oder Motorradfahrer (Boda Boda wie es hier heisst) anzuvertrauen. Nicht zu reden von den Touristen die sich mit HIV anstecken, in sturer Blindheit vor den offensichtlichen Tatsachen. Aber was nützen schon Daten und Fakten, alles nur Papiertiger die mir nichts nützen wenns mich erwischt - sei es auf der deutschen Autobahn oder am Strand von Kenia durch den Stich einer Anopheles Mücke ! Wenn uns jemand statistische Daten geben könnte, wie gross das Risiko für einen Touristen während seines Urlaubes an Malaria zu erkranken ist, wären wir vielleicht entspannter ...

                                      Ja. Stimme im Wesentlichen zu.

                                      Bezüglich der Statistik: Deine statistische Wahrscheinlichkeit, während eines Urlaubs von einer den Erreger übertragenden Mücke gestochen zu werden, zu erkranken und daran zu sterben ist gering. Was aber auch, rein zahlenmäßig (bezogen auf Erkrankungsfälle oder tödliche Verläufe) eben auch daran liegt, dass eben in diesem Bereich Prophylaxe (medikamentöser und nichtmedikamentöser Art) betrieben wird.

                                      All diese Erwägungen werden aber dann hinfällig, wenn Du oder Dein Kind etc. gerade betroffen ist und den statistischen Ausreißer darstellt.
                                      So wie eine hier im Forum ehemals sehr aktive Mitforistin...
                                      Es bleibt eben die individuelle Risikoabwägung, möglichst auf Basis empirischer Daten aus anerkannten Quellen.

                                      Einen (zu)relativierenden Vergleich möchte ich deshalb wagen: in Deutschland sterben je nach Statistik und Jahr etwa 200-300'000 Menschen an einem Herzinfarkt - an Malaria sterben in Afrika ca. 400'000 Menschen (WHO Angaben). In Deutschland leben etwa 80 Millionen Menschen, in Afrika ca. 1 Milliarde ... noch Fragen zu Risiken und Prophylaxe ?

                                      Warum bringst Du diese völlig sinnfreie Relativierung, wenn Du selbst schon möglicherweise die Sinnfreiheit erkennst und andeutest?
                                      Weil "nur" 400.000 Menschen (in Worten: Vierhunderttausend) von ca. 1.000.000.000 Menschen in Afrika, oder "nur" weltweit ca. alle 2 Minuten (beachte: Alle zwei Minuten!) ein Kind an Malaria stirbt (nicht erkrankt. Stirbt!), wäre also Deiner Meinung nach schon allein das sich Beschäftigen mit den möglichen Risiken oder den Möglichkeiten und der Sinnhaftigkeit von Prophylaxe verzichtbar?
                                      Klare Antwort: Nein, offensichtlich nicht verzichtbar.

                                      Was bleibt ? Eigenen, gesunden Menschenverstand einschalten, sich über beide Seiten (pro/contra Prophylaxe) zum Thema Malaria gut informieren, sich ein gutes Immunsystem zulegen (hilft auch in Europa ..😊), und ein bisschen mehr Vertrauen ins Leben entwickeln. Dann wird dein Afrikabesuch wunderschön .. und vielleicht kommst du immer wieder und wieder und wieder ...

                                      Ja, in der Tat.
                                      Bezüglich der Malaria (und anderer Infektionen im jeweiligen Reiseland) bleibt aber auch festzustellen:

                                      • Informiere Dich, welche Infektionsrisiken bestehen,
                                      • informiere Dich über mögliche Vermeidungsstrategien,
                                      • nimm eine Daten- und Risikobewertung vor,
                                      • hole, falls Du selbst eine kompetente Risiko- oder Datenbewertung nicht vornehmen kannst (können die wenigsten Reisenden), kompetenten Rat ein.

                                      Ziehe dabei in Erwägung:

                                      • Als kompetent, im Licht der Erkenntnisse der Neuzeit, gilt möglicherweise in reisemedizinischen Fragen nicht der in Afrika lebende Ex-Tourist, Frau Meier von nebenan oder der örtliche Medizinmann, sondern einschlägige, sich mit der Materie wissenschaftlich beschäftigende Institutionen (z.B. WHO, Tropeninstitute, Fachärzte).

                                      Und dann triff, unter Beachtung all dieser gewonnenen Informationen und Ratschläge, Deine individuelle Entscheidung.

                                      Auch wenn ich Dich, @timeoutafrica, nicht überzeugen werde - ich werde hier zumindest immer Beiträgen widersprechen, die in Fragen der Malariaprophylaxe mit Esoterik, Bauchgefühl, Glaube, statistischen Ableitungen und eigener Erfahrung als Basis einer Entscheidungsfindung argumentieren.

                                      In diesem Sinne.

                                      Gruß

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                                        #619

                                        Unsere individuelle Entscheidung nach 12 x Ostafrika: Wir nehmen keine Prophylaxe, aber für die Rundreisen Malarone als Standby. Bei Fieber an 3 aufeinder folgenden Tagen je 4 Tabletten und fürs erste sollte es dann weiter gehen. Kontrolle dann in der nächsten erreichbaren Privatklinik. Bei Fieber am Strand gleich in eine Privatklinik und bei Bedarf die Malariaspritze für ca. 40 US$ verabreichen lassen. Das machen die Keniater auch so und nach 2 Tagen ist alles ok.

                                        1 Antwort Letzte Antwort
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                                          #620
                                          Dieser Beitrag wurde gelöscht!
                                          DubheD 1 Antwort Letzte Antwort
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                                          Hotel Aufsteiger
                                          Ashnil Aruba Lodge
                                          Provinz Eastern/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 96%
                                          ab 278 €
                                          Hotel Southern Palms Beach Resort
                                          Provinz Coast/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 92%
                                          ab 278 €
                                          Neptune Palm Beach Boutique Resort & Spa
                                          Provinz Coast/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 95%
                                          ab 278 €
                                          Diamonds Malindi/ ananea Diamonds Malindi
                                          Provinz Coast/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 85%
                                          ab 278 €
                                          Neptune Paradise Beach Resort & Spa
                                          Provinz Coast/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 90%
                                          ab 278 €
                                          Baobab Beach Resort & Spa
                                          Provinz Coast/Kenia
                                          Weiterempfehlung: 96%
                                          ab 278 €
                                          Weitere beliebte Orte
                                          Nairobi
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