Schon wieder Junge im Pool ertrunken bei Marmaris
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Habe eben im Spiegel gelesen, dass schon wieder ein neunjähriger Junge in einem Swimmingpool in einer Ferienanlage bei Marmaris ertrunken ist. Er ist wohl eine Rutsche hinunter und ist dann mit den Schwimmflossen an einem Gitter hängen geblieben und ertrunken. Der Vater konnte ihn nicht mehr retten. Könnt Ihr auf www.spiegel.de/reise nachlesen. Ist schlimm, nicht wahr?
Gruß
Pingu -
man sollte auf kinder immer ein auge haben, wenn sie im wasser sind. auch wenn sie schon älter sind und gut schwimmen können. meine eltern waren früher immer sehr aufmerksam wenn wir im schwimmbad waren. sie waren fast schon zu ängstlich.
gerade in aquaparks sind schon viele unfälle passiert. ich glaube man verlässt sich da zu sehr auf die angeblich sehr wachsamen bademeister. die aquaparks sind jedoch meist so voll, das die bademeister gar nicht alle schwimmer im auge haben können.
"eltern haften für ihre kinder!" in unserer nachbarschaft ist ein kind im planschbecken ertrunken. da waren gerade mal 30cm wasser drin. das kind ist mit dem kopf aufgeschlagen und bewußtlos im wasser liegen geblieben. schrecklich!!! -
...und jetzt ist vermutlich bei einigen wieder der Reiseveranstalter schuld und zu verklagen...

Sicherlich macht die neue gesetzliche Bestimmung, das Reiseveranstalter für die Sicherheit in "ihren" Hotels haften teilweise Sinn...aber nur, wenn gleichzeitig auch eine verbesserte Reglementierung der Touris seitens der Hotels und Veranstalter greift.
Gerade erst passiert:
Hotelleitung untersagt Kind (14jährig) die weitere Nutzung des Wasserpark nach "unmöglichem, sich und andere gefährdendem Verhalten und Benutzung nicht erlaubter Schwimmhilfen". Sozial schwachbegabte Eltern streiten mit Hotelleitung und reisen ab...und verklagen nun den Veranstalter!
Hier gehört nicht der Veranstalter verklagt, sondern die Eltern öffentlich angeprangert und eingesperrt!
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Hm, ja das ist schlimm!
Schlimm für den Jungen, denn Ertrinken ist ein qualvoller Tod!Wachsame Eltern hin oder her: wo bleibt denn da die Zivilcourage der anderen Urlauber??? Mein Mann hatte in den letzten Jahren schon öfters Kinder aus dem Wasser gefischt! Das "Schlimmste" war ein 2-jähriger Junge ohne Schwimmhilfen auf der großen Rutsche. Das Wasser ca. 1,50 tief! Mein Mann ist gehechtet, damit er den Jungen noch erwischt. Und die Mutter des Kleinen: trank seelenruhig einen Kaffe und plauderte mit einer anderen Frau!
Nicht einmal ein Danke gabs!Ich habe schon in einem anderen Beitrag erwähnt: wir haben immer ein Auge auf unsere Tochter, Rutschen darf sie alleine überhaupt nicht, da mir da immer zuviel los ist.
Dafür habe ich ja ein Kind, daß ich ihm meine Zeit widme! Ist manchmal sicher anstrengend, man möchte ja auch mal lesen oder so, aber ich denke mir immer, daß sie in 10 Jahren schon gar nicht mehr mit uns in Urlaub will (sie ist dann 17), dann kann ich noch lange genug lesen und faulenzen! -
Puffel, ja, diese Spezies "Eltern"(?) gibt es leider...und noch schlimmer - nicht zu knapp.
Das ist dann derselbe Schlag Menschen, der auch bei roter Fahne ins Meer hüpft - in der selbstverständlichen Erwartung, das das eh alles nur Unsinn ist und einen im Zweifelsfalls jemand aus dem Wasser holt...man hat ja schließlich gebucht und bezahlt...dann läßt man sich doch nicht von irgendwelchen dahergelaufenen Hotelangestellten sagen, wann man wo zu schwimmen und sich zu verhalten hat.
Im Zweifelsfall sind Hotel/Veranstalter schuld und haftbar zu machen!

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Hallo,
wir haben zwar keine Kinder aber ab und zu habe ich die kleine Tochter (4 Jahre) meiner Freundin mit dabei im Freibad und die lasse ich keine Minute aus den Augen weil man eh besorgt ist.
Aber andererseits haben Schwimmflossen an den Füßen nix zu suchen wenn man von einer Rutsche runter will, das sollten die Eltern ja wohl auch wissen. Die benutzt man im Meer oder vielleicht am See. Wo war da die Aufsichtspflicht der Eltern? Da kann man niemand von der Hotelleitung haftbar machen.
Gruß Nicole
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Schön wäre es Nicole!
Die Realität sieht leider(?) so aus, das ein Reiseveranstalter für die Sicherheit seiner Kunden im Hotel haftet.
Das wir uns richtig verstehen...das ist grundsätzlich ein guter und richtiger Gedankengang...nur leider wurde er durch völlig überzogen und teils unsinnige Reglementierungen ad absurdum geführt.
Beispiel:
Die Lauffläche rund um einen Pool ist unter Wassereinwirkung glatt und rutschig.
Früher reichte es ein Schild mit einem entsprechenden Warnhinweis aufzustellen.
Jetzt muß ein entsprechender neuer Boden installiert werden, zusätzlich ggfs. ein Schild aufgestellt werden und jemand vor Ort sein, der das Ganze überwacht.
Passiert trotzdem etwas, ist trotzdem das Hotel/der Veranstalter schuld und kann u.U. haftbar gemacht werden.Bezogen auf das thread-Thema:
Das Vorhandensein eines "Bademeisters" (oder anderen Aufsichtspersonals) und entsprechende Schilder reichen nicht mehr aus - passiert etwas, liegt die Schuld (theoretisch) beim Hotel/Veranstalter und (hier leider) nicht im schlampigen, sorglosen Verhalten der Eltern.
Und, ich hatte es oben erwähnt, erteilt das Aufsichtspersonal auch noch ein Nutzungsverbot, sind (theoretisch) Ansprüche wegen entgangener Urlaubsfreuden und zugesagter Leistungen (die dann aber eben nicht mehr gegeben sind) möglich.Schwachsinn läßt grüßen!!!
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Hallo Holger,
aus Sicht der Reiseveranstalter/Hotels magst du durchaus Recht haben. Das Risiko der Haftung ist sehr einseitig ausgelegt.
Hier aber immer nur von schlampigen Eltern zu sprechen ist aber m.M. auch eine Frechheit.
Wer mit einem oder mehreren Kindern in Urlaub, ins Freibad oder auch nur zum Einkaufen fährt, hat NIE die Möglichkeit diese STÄNDIG unter Beobachtung zu haben. Und das hat nichts mit Schlampigkeit zu tun, sondern ist leider
ganz natürlich. Wobei ein neunjähriger auch kein Kleinkind mehr ist. So banal es auch klingen mag, solche tragischen Unfälle passieren leider und werden niemals zu verhindern sein.Das die Schuld, auch in diesem Fall, nicht immer auf den RV bzw. das Hotel abgewälzt werden sollte, ist unbestritten.
LG
el_loco
(der selber Kinder hat)
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Hi el!
Schön, das wir uns hier nochmal sehen!
Ich denke, Du kennst mich lange genug um zu wissen, das mein Beitrag keinesfalls auf "ganz normale und stark überwiegende" Eltern abzielte, sondern ganz einfach auf eine ganz gewisse "Spezies".
Natürlich sollen auch (und gerade!) Eltern Urlaub machen, m.E. schließt dies aber nicht ein unverantwortliches Verhalten ein. Es sollte doch z.B. möglich sein, Kindern eben keine Flossen oder ähnliches zu geben, wenn ich weiß, das sie Bereiche betreten, wo eben dies nicht gestattet ist.
Und wenn ich gewisse Regeln nicht beachte, muß ich eben auch Mann (oder Frau) genug sein, Konsequenzen selbst zu tragen und nicht zur Refinanzierung des Urlaubs auf andere abzuwälzen.
Das wir uns auch hier richtig verstehen:
Mit tut sowohl der ertrunkene Junge und seine Eltern leid, wie auch jedes andere verletzte Kind (bzw. grundsätzlich jeder Touri), und ja, es gibt ganz einfach Sicherheitsstandards, die eingehalten und garantiert werden müssen...aber bitteschön doch beidseitig!
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"schntho" wrote:
Welches Hotel war das?lg
Marmaris Resort Hotel
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Hallo,
eines verstehe ich bei allen Unfällen in dieser Art nun wirklich nicht.
War der Junge ganz allein am Pool? Oder standen nicht mindestens 10 Leute in der Nähe? Hat wirklich niemand gesehen was dort passiert? Waren alles Nichtschwimmer?
Ich bin selber Vater von zwei Jungen (7 + 2), aber wir Liegen grundsätzlich in der Nähe der Rutschen und beobachten was der Große macht. (Er rutscht für sein Leben gern und kann schwimmen)
So bekommen wir auch mit was an der Rutsche passiert und können auch reagieren wenn andere Kinder in Not kommen sollten!!
Den RV verantwortlich zu machen ist m.M. nach absoluter Unsinn!!
Wenn ich die Verantwortung schon verschieben will (aus Trauer, Wut usw.) dann bitte zu den Umstehenden die Weggesehen haben.
Auch ich habe in diesem Urlaub wieder Kindern die nicht schwimmen konnten wieder an Land geholfen. Von den Eltern keine Spur!!!
Soviel zu meiner Meinung!! -
"wolfgang2109" wrote:
Hallo,
eines verstehe ich bei allen Unfällen in dieser Art nun wirklich nicht.
War der Junge ganz allein am Pool? Oder standen nicht mindestens 10 Leute in der Nähe? Hat wirklich niemand gesehen was dort passiert? Waren alles Nichtschwimmer?Das habe ich mich auch sofort gefragt. Es ist doch im Moment Freienzeit, also Hochsaison, und das Hotel wird vermutlich voll gewesen sein. Der Junge wird doch nicht ganz alleine dort bei den Rutschen/am Pool gewesen sein. Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, das sowas erst auffällt (egal ob den Eltern, oder allen anderen), wenn's zu spät ist.
Die Geschichte ist in jedem Fall ganz schlimm und sehr tragisch. -
Schlimm was passiert ist. Aber Kinder kommen manchmal auf ie verrücktesten Ideen. Auch unser Jüngster (damals noch nicht 2) war mit mir und seiner 5 Jahre älteren Schwester im Planschbecken im Hallenbad. Der Große, der 10 Jahre älter ist war mit dem Vati im Erlebnisbecken. Abstand dazwischen 5 m. Alle unter Aufsicht- prima, aber denkste. Der kleinste hatte es auch geschafft in Sekundenschnelle die Schwimmärmel (bei uns damals Pflicht, jetzt haben alle "Silber") von den Armen an deie Beine zu machen und ins Erlebnisbecken zu laufen. Schließlich war dort der "Große". Also ging es erstmal auf Tauchstation. Im selben Moment hatte ihn schon der große am "SChlawittchen". Das war ihm eine Lehre. Zum Glück ist ja nichts passiert. Jedenfalls passt er seitdem höllisch auf das andere den Blödsinn nicht nachmachen. Es soll aber keiner sagen, mir bzw. meinem Kind kann sowas nicht passieren. Kinder sind wieselflink und haben Schnappsideen auf die kein normaler Mensch kommt. Da kann man(n) oder Frau aufpassen wie sie will, gefeiht ist keiner. Aber wären Kinder nicht überall sicherer wenn alle die was bemerken zugreifen und helfen, statt bloß zu glotzen...

Birgit
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Noch als Nachtrag:
Wir haben im Garten einen Pool 3,6m x0,90m der kleine im Babyschwimmring fröhlich am Plantschen (damals 1Jahr alt) Mutter am Rand, Vater hat Rasen gemäht und großer Bruder sprang von der Leiter ins Wasser. Baby ist umgekippt und versank.
Panik bei allen Beteiligten und nach max.10sek waren auf einmal 4 Personen im Pool, der Kurze gerettet und alle (bis auf das Baby) standen unter Schock!
Also Erfahrungen was alles passieren kann haben wir auch schon gemacht, vielleicht sind wir deshalb ein wenig aufmerksamer als andere.
Auch der große Bruder läßt nach diesem Erlebnis seinen kleinen Bruder nicht mehr allein auch nur in die Nähe von Wasser.
Klopf auf Holz
Immer kann man nicht die Kinder im Auge haben, aber andere sollten auch Zivilcourage zeigen und nicht immer wegsehen sondern Handeln bevor es zu spät ist.
Gruß
Wolfgang