Kurzfristige Reise (Thailand & Bali) fehlende Impfung
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Schönen Guten Tag,
ich hatte eigentlich mit dem Gedanken gespielt, im Januar eine Reise nach Bali (wahrscheinlich die Gegenden um Seminyak & Ubud) )bzw. auch Thailand (Bangkok & Gegend um Phuket) zu unternehmen. Nun haben sich meine Urlaubszeiten leider kurzfristig verschoben, so dass ich nun doch kurzfristig (in den nächsten Tagen) aufbrechen müsste. Grundimfungen habe ich schon am Montag machen lassen (Diphterie, Polio, Tetanus). Leider habe ich bezüglich Hepatitis erst diese Woche die erste Spritze (Kombi A&B / Twinrix) bekommen, die zweite sollte ich erst in 3-4 Wochen bekommen. Seht ihr irgendeine Möglichkeit, die Reise noch kurzfristig anzutreten? Besteht nach der ersten Spritze noch überhaupt kein Schutz? Gibt es vielleicht die Möglichkeit einer "schnelleren" Spritze (dann vielleicht nur für einen kurzfristigeren Schutz)?
Vielen Dank für Eure Hilfe und Grüße
Tim -
Hallo Tim!
Mit Wirkung gegen Hep. A könnte es noch klappen, gegen Hep. B kannst Du erst an Hand der Titter-Werte eine sichere Wirkung erkennen. Frage nochmal Deinen Hausarzt und beachte die Übertragungswege. Denke auch an Mückenschutz, es gibt ja nicht nur Hepatitis. Habe Dir eine ausführliche PN geschickt.
Schönen Urlaub!
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Hallo Steffen,
Vielen Dank für deine Antwort und den Link in deiner Nachricht!
Weißt du zufällig, wie brisant das Thema Essen & Wasser in guten Hotelanlagen ist?
Da ich einfach nun keinen ausreichenden Schutz mehr bekommen werde, würde ich dieses Mal eh auf größere Ausflüge /abgelegenere Orte verzichten.
Gilt es auch da, konsequent auf Obst zu verzichten?Grüße
Tim -
Das Essen in Hotelanlagen in Thailand und Bali, als auch in den Local Restaurants kannst du ebenso zu dir nehmen wie in Hotelanlagen oder Restaurants in südeuropäischen Ländern, denn auch dort ist eine Hepatitis-Impfung mindestens empfehlenswert.
Keinesfalls jedoch Leitungswasser, sondern nur Wasser aus original verschlossenen Flaschen trinken.Ansonsten gilt 'cook it, peel it or forget it'!
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Hallo Tim!
Ich kann mich dem Beitrag von bernhard707 zu Hept. A nur anschließen. Aber das habe ich Dir ja auch schon in der PN geschrieben. Trinkwasser/Zahnputzwasser ist wirklich bei Trekkingtouren ein Problem. Eingeschränkt auch in guten Hotelanlagen, da besonders bei Eiswürfel in Getränken. In Hotelanlagen hätte ich die wenigsten Bedenken beim Essen (auch bei gewaschenen Salat), bei einer Straßengarküche sieht das schon etwas anders aus. Gesunder Menschenverstand ist da immer einzusetzen! Auch um nicht an Salmonellen zu erkranken. Ich bin da ehrlich recht mäkelig und stopfe mich lieber mit trockenen Reis voll, wenn ich mir über die Genießbarkeit nicht ganz sicher bin. Obst welches geschält oder geöffnet werden muß, ist überhaupt nicht das Problem. Bei Hept. B ist es ja nicht das Essen, was krank macht, habe es Dir ja geschrieben. Also aufpassen!!!

Vorsicht ja, aber nicht verrückt machen!Schönen Urlaub!
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Danke bernhard! Deinen Ratschlag bzgl. Leitungswasser werde ich beherzigen! Und unter der Dusche bleibt der Mund zu

@Steffen: Ich würde da auch kein Risiko eingehen. Auf Trekkintouren oder Ausflüge würde ich also sowieso verzichten. Und da es mir tatsächlich nur um ein paar Tage Entspannung am Meer OHNE Begleitung geht, schätze ich das Hepatitis B Risiko nicht sehr hoch ein

Habe morgen noch ein Gespräch mit meinem Arzt, aber sollte dieser jetzt nicht lautstark protestieren, halte ich es wohl mit deinem "Vorsicht ja, aber nicht verrückt machen"
Vielen lieben Dank für Eure Hilfe!
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be hepatitis brauchst du doch mehrere impfungen in einem zeitraum von mehreren monaten oder? ich war auch in thailand und zwar komplett ohne diese impfungen (hatte nur die üblichen, tetanus, diphterie, keuchhusten,...). Es gibt ja die faustregel dass man ohne malariaimpfung in thailand nicht höher als bangkok gehen soll, damit sind wir auch ganz gut gefahren

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Nun ist es zu spät, aber ganz allgemein gesagt sollte auch ohne Fernreiseabsicht jeder (auch Kinder) über valides und komplettes Impfspektrum nach STIKO-Empfehlung verfügen. Es wird ungern öffentlich kommuniziert, aber dennoch ist es Fakt, dass mit den Migranten auch diverse Infektionskrankheiten migrieren, die in Deutschland eigentlich als ausgerottet galten.
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Polio, Diphterie, Pocken
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"Alles andere Berufsgeheimnis und Datenschutz." ... und sowieso total political incorrect, sowas zu wissen und auch noch zu publizieren.
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Ich bin da ganz Deiner Meinung Florian80w. Jeder Reisende sollte in regelmäßigen Abständen seinen Impfstatus überprüfen lassen, denn nicht nur Migranten bringen hin und wieder ein unschönes Souvenier nach Deutschland mit, das unerkannt, auch außerhalb von "Sammelunterkünften" den einen oder anderen Bürger gesundheitliche Probleme bereiten kann. Ich denke "Die Welt" und "N24" sind keine "political incorrecte" Medien. Oder?
Ein Bsp. zum nachlesen:
/www.welt.de/gesundheit/article152964738/Viele-Fluechtlinge-aus-Syrien-leiden-an-Hepatitis-B.html
Und nochmal, ich habe nichts gegen Migranten, sondern helfe wo ich kann für die Integration dieser Menschen. -
@ passer1
Steffen, ich sehe im Bekanntenkreis generell eine immer mehr zunehmende Ignoranz gegenüber notwendigen Impfungen gemäß STIKO-Empfehlungen, vor allem bei Menschen höheren Alters und solchen, die mit dem Nullargument "Ich reise doch nur nach Dänemark und Österreich und nicht in die Tropen" darauf verzichten. Ebenso zu Polio "Das ist doch Kinderlähmung, ich bin jetzt 42, das kann mich nicht mehr treffen."
Hier müssen niedergelassene Ärzte viel mehr aktive Aufklärungsarbeit leisten.
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Hallo Florian80w!
Wenn nur mehr Menschen so denken würden wie Du, aber es ist schließlich jeden seine Sache, wenn auch nicht ganz, wenn man an die "Allgemeinheit" denkt.

Ich würde keinen Menschen je vorschreiben wollen, ob er sich impfen lässt, aber empfehlen kann man es ja. Klar kann es bei einigen Personen Nebenwirkungen geben, dass muss halt jeder abwägen (dafür gibt es spezialisierte Ärzte, die einen ausgiebig beraten sollten und das Impfrisiko für den einzelnen Patienten abschätzen), doch wenn ich verreise (und nicht nur dann), will ich nicht unbedingt wegen eines ggf. unerkannten Erregers drauf gehen, bloß weil er in ME selten ist und viele Mediziner das Krankheitsbild verkennen oder gar nicht kennen und ich nicht eine Immunisierung/Vorbeugung in Betracht gezogen habe, soweit dies möglich ist.Ich hoffe mein Beitrag ist nicht vollens am Thema vorbei. Wenn ja, dann bitte löschen! Danke!
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Richtig, kein Arzt kann zwingend eine Behandlung oder hier Impfung vorschreiben. Er muss aber den Patienten aufklären über die Folgen einer abgelehnten Behandlung oder Impfung, und die Folgen können teilweise sehr heftig und übel sein, wenn man sich den Erreger einfängt. Eindeutig klar und verpflichtend geregelt ist die Gelbfieberimpfung. Reist man in ein Gelbfieberland, muss man die valide Impfung bei Einreise nachweisen, sonst kommt man keinen Schritt raus aus dem Airport.
Ich befürchte, deine Einschätzung gewisser diagnostischer Ahnungslosigkeit vieler Ärzte ist richtig, vor allem wenn es um Tropenkrankheiten geht. Es ist etliche Jahre her, ich arbeitete neben dem Studium in einem großen Kliniklabor, bekam einen Blutausstrich unters Mikroskop, der sehr nach manifester Malaria aussah. Anruf auf Station, ob der Patient eine Tropenreisehistorie hat. Volltreffer, aber 14 Tage lang rätselten die Stationsärzte am Krankheitsbild des Patienten herum.
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Ja, Florian80w, ich bin da voll mit Dir und Deinen Beitrag. Vollste Unterstützung und Zustimmung!
Du kannst Dir sicher vorstellen, welche Gedanken mich bewegen, wenn ich hier im Forum einige Beiträge lese, die sich leider oft mit den Diskussionen und Vorstellungen, auch in meinem Umfeld und bei der realen Arbeit decken. Ich glaube es kaum, dass Ärzte solche Ratschläge geben oder gegeben haben sollen, die bei Beachtung für den Reisenden ganz schlimm ausgehen können...
Alles realistisch betrachtet, soll man sich nicht verrückt machen, a b e r dann muss man genau recherchieren, wann, wo, zu welcher Zeit in welche Region, unter welchen Bedingungen man fährt, um ein Risiko abschätzen zu können. Und das kann nur ein Fachmann, also ein erfahrener Tropenmediziner/Mediziner. Es wird für eine Reise z.T. ein beträchtlicher Teil eines schwer erarbeiteten Vermögen eingesetzt, aber an der Gesundheit wird gespart, obwohl viele Krankenkassen die Kosten für bestimmte Medikationen übernehmen. Bei Unverträglichkeiten gibt es u.U. auch alternativen. Und es kann doch nicht nur der kleine Piecks oder die geschluckte Tablette sein, die jemanden sagen lässt, ich brauchs nicht?
Na ja, wir werden es nicht ergründen, warum eine gewisse Impfmüdigkeit um sich greift... -
Richtig, kein Arzt kann zwingend eine Behandlung oder hier Impfung vorschreiben. Er muss aber den Patienten aufklären über die Folgen einer abgelehnten Behandlung oder Impfung, und die Folgen können teilweise sehr heftig und übel sein, wenn man sich den Erreger einfängt. Eindeutig klar und verpflichtend geregelt ist die Gelbfieberimpfung. Reist man in ein Gelbfieberland, muss man die valide Impfung bei Einreise nachweisen, sonst kommt man keinen Schritt raus aus dem Airport.
Ich befürchte, deine Einschätzung gewisser diagnostischer Ahnungslosigkeit vieler Ärzte ist richtig, vor allem wenn es um Tropenkrankheiten geht. Es ist etliche Jahre her, ich arbeitete neben dem Studium in einem großen Kliniklabor, bekam einen Blutausstrich unters Mikroskop, der sehr nach manifester Malaria aussah. Anruf auf Station, ob der Patient eine Tropenreisehistorie hat. Volltreffer, aber 14 Tage lang rätselten die Stationsärzte am Krankheitsbild des Patienten herum.
Irgendwie rätsele ich gerade, wie die "diagnostische Ahnungslosigkeit vieler Ärzte" mit folgender Aussage im Ägypten-Forum zusammen passt:
@Florian80w sagte:
Ja, es gibt tolle Ärzte. Kennst du deren Ausbildungsweg? Sehr oft sowas wie Abitur u. a. an der Deutschen Schule Kairo und dann Studium in D oder GB. Einer der besten Ägypter im Tauchmedizinbereich war danach jahrelang am SchiffMedInst der Bundesmarine in Kiel tätig.
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Na Michaela, Malini, mal wieder auf Beleidigungstour? Ich ergänze den Beitrag von Florian80w damit auch Du es verstehst: diagnostische Ahnungslosigkeit vieler in Deutschland ausgebildeter Ärzte...
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Bleibt ein Widerspruch, da kannste dir den Wolf erklären ...