Preiswerte wasserdichte Kamera
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Hi Leute,
ich bin im Moment auf der Suche nach einer preiswerten wasserdichten Kamera, die auch über Land anständige Fotos macht. Wir wollen nächstes Jahr auf Jamaika und da können wir ja leider unsere FZ300 nicht überall mit hin nehmen, zumal die meisten Ausflüge ja doch irgendwie mit Wasser in Verbindung stehen

Im Moment hatten wir eventuell eine Rolleye ins Auge gefasst. Ich hab von der Marke vorher aber noch nie was gehört.. Von dem her kann ich nur nach Bewertungen gehen und die sind ja auch, wie überall, sehr unterschiedlich.
Vllt könnt ihr mir ja weiterhelfen? Oder habt andre Tipps? Da wie die FZ300 haben, sollte es keine zu teure Kamera sein, da sie sonst wirklich nur für die Ausflüge und im Wasser zum Einsatz kommt.
Liebe Grüße
Michelle
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"Rolleye" heißt eigentlich Rollei. Du scheinst jung zu sein, denn Rollei-Kameras waren vor der Invasion aus Fernost gute und bekannte Kameras made in Germany.
Die Nikon heißt Coolpix (ohne zweites l) und scheint nach vielfacher Meinung nicht schlecht zu sein für das Geld. Ergänzungstipp für eure FZ300 und Ausflüge: Besorgt euch von beispielsweise Ewamarine einen wasserdichten Beutel dafür, der ein Fenster zum Fotografieren hat. Wasser kann auch Starkregen, Spritzwasser oder Fototasche in Pfütze sein, und das killt die Kamera.
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Anscheinend bin ich mit meinen 23 Jahren zu jung um von Rollei gehört zu haben, da hast du recht Florian

Also handelt es sich dabei um eine gute, deutsche, Marke und nicht irgendwas chinesisches (was ich, dank des namens, dachte)?Unsere FZ300 haben wir uns für die Safari in Kenia angeschafft und sie macht perfekte Fotos. Von daher, danke für den Tipp mit der Schutzhülle. Aber ich weiß nicht, ob sie uns zu "klobig" ist für einen normalen Ausflug. Und irgendwie hätte ich doch Angst, dass die Hülle versagt...

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Rollei ist deutsche Marke, aber ebenso wie Grundig nur noch ein deutscher Name mit Produktherstellung irgendwo in Fernost.
Keine Bange vor einer versagenden Ewamarine-Hülle! Die vertragen wirklich eine Menge und sind die Rettung bei sowohl nassen als auch staubigen Ausflügen für alle Kameras, die nicht Outdoor oder Wasserdicht heißen.
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Rollei ist deutsche Marke, aber ebenso wie Grundig nur noch ein deutscher Name mit Produktherstellung irgendwo in Fernost.
Keine Bange vor einer versagenden Ewamarine-Hülle! Die vertragen wirklich eine Menge und sind die Rettung bei sowohl nassen als auch staubigen Ausflügen für alle Kameras, die nicht Outdoor oder Wasserdicht heißen.
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Natürlich kannst du unter Wasser blitzen. Erwarte aber kein Leuchtwunder von dem Blitzchen.
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Okay, dann werde ich mich mal näher mit dieser Hülle auseinander setzen. Danke dir!
Was haltet ihr jetzt aber von einer Rollei im allgemeinen? Bildtechnisch erwarte ich keine Wunder, aber scharf sollten sie doch sein, sowohl im, als auch auserhalb des Wassers.
Die Nikon Coolpix hatte ich auch schon in der Auswahl, die hat aber oft schlechte Bewertungen was das Bild angeht

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Ich kenne die aktuellen Rolleis nur von der Actioncam (also analog zur GoPro-Serie), aber sowas ist nichts für Fotos. Wasserdichte Kameras baut u. a. auch Panasonic.
Wenn jemand eine Amphibienkamera schlecht bewertet, ist oft der Grund, dass sowas Amateure kaufen, denen sowas wie Weißabgleich unter Wasser bzw. UW-Programm nichts sagt. Sie knipsen und ärgern sich dann über sowas wie türkisstichige Bilder. -
Die meisten Action-Cams sind ganz brauchbar, ich würde auf alle Flle darauf achten das ein Gyro-Sensor für die Elektronische Bildstabilisierung verbaut ist, ich nutze im Urlaub ab und zu eine Elecam Explorer Elite, diese befestige ich einfach an meiner Schnorchelbrille, so kann ich mich auf das Fotografieren konzentrieren.
Hier mal ein Beispielvideo vom Januar Video . -
Sorry, aber das Video macht schwindlig und ließe sich durch Schneiden auf maximal 40 Sekunden reduzieren. Genau das ist das Manko dieser Actioncams: Du bewegst den Kopf, die Kamera geht mit. Du bewegst fünfmal den Kopf, das Video wird Gezappel. Und zum Fotografieren sind Actioncams sowieso nicht gedacht.
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Die leute wollen halt Billig.
Mein Tip ist immer noch zu schauen für welche System Kameras Meikon Gehäuse baut, dann nach einer Gebrauchten Kamera ausschau halten und zuschlagen, so habe ich das mit meiner Sony NEX-6 gemacht, hat insgesammt keine 500€ gekostet.
Gruß
Dennis -
Oder man guckt mal auf Gebrauchtseiten in Taucherkreisen nach einer Kamera. So kam ich für 150 Euro (als Redundanz zur vorhandenen Kamera mit Tauchgehäuse gekauft) zu einer Panasonic TZ 10 mit Originalgehäuse. Wie erwartet sowohl für Fotos als auch für Video gut, das Gehäuse kann sogar 60m ab (40m steht drauf).
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Oder man guckt mal auf Gebrauchtseiten in Taucherkreisen nach einer Kamera. So kam ich für 150 Euro (als Redundanz zur vorhandenen Kamera mit Tauchgehäuse gekauft) zu einer Panasonic TZ 10 mit Originalgehäuse. Wie erwartet sowohl für Fotos als auch für Video gut, das Gehäuse kann sogar 60m ab (40m steht drauf).
@knipsfix1 Sorry, aber dein eingestelltes Video ist eher ein Beispiel dafür, wie man es nicht machen sollte. Das betrifft sowohl die Qualität der Aufnahmen als auch die "Motivwahl". Es ist - glaub ich - besser, wenn man sich entweder auf Fotos oder auf Film konzentriert.
Persönlich finde ich ein gutgemachtes Video immer aussagefähiger, als Fotos. Gerade auch bei Unterwasseraufnahmen. Ende des Jahres werde ich vermutlich die Actioncam Sony 3000r testen. Die hat einen elektronischen und optischen Bildstabilisator und filmt auch in "4K" mit 25 Bildern und ist mit Gehäuse bis 60 dicht. Ein spezielles Unterwasserprogramm regelt dabei den Weißabgleich. Wichtiger als die Technik ist aber die Motivauswahl und die ruhige Hand. Trotz Bildstabilisierung.Bei der Frage nach der Kamera sollte auch bedacht werden, wofür sie hauptsächlich eingesetzt wird und welche Restriktionen (Geld, Gewicht oder Größe) man hat. Gebrauchte Unterwasserkameras müssen dicht sein - und auch bleiben.
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Nur mal zum Vergleich ein Video, das überwiegend mit oben genannter TZ10 erstellt wurde. Die Szenen mit Schildkröte und Dugong ab Minute 13.35 wurden mit einer Actionkamera erstellt, allerdings mit rückseitigem Monitor und auf einer Schiene zwecks besserer Führung.
https://www.youtube.com/watch?v=iNaG8VQ5CUE&t=163s -
Auf alle Fälle sind diese Aufnahmen schön ruhig. Allerdings kommen mir die Farben nicht so gut rüber. Das kann am trüben Wasser liegen, zu großer Tiefe (Lichtmangel) oder am Rendern ins YouTube-Format. Im Net sind aber auch sehr gute Aufnahmen zu finden, die mit Actioncams gefilmt wurden. Was ich bei den Actioncams mag, ist der erweiterte Blickwinkel (nicht die extreme, sondern die mittlere Einstellung).
An das Thema Unterwasserfilmen taste ich mich aber erst langsam ran, war mit den letzten aber schon zufrieden. Technisch bin ich gerade am Aufrüsten. Mit Youtube-Aufnahmen kann ich meine schlecht vergleichen, weil ich dort nichts veröffentliche, ein paar Fotos habe ich bei der Bewertung des Stella-Mare Makadi-Bucht, eingestellt. Diese sind mit einer einfachen Actioncam erstellt. -
Dandy, bei den Szenen in Totale können aus simplen physikalischen Gründen (Lichtweg, Absorption) keine Farben sein, und da hilft auch kein kilowattstarker Bühnenstrahler. Natürlich kann man im Schnittprogramm Farbspektrum/Farbkanäle verändern, aber was nicht aufgenommen wurde, lässt sich nicht hervorheben. Die Nahszenen sind mit einer 120 Grad abstrahlenden LED-Leuchte erstellt. Kamera grundsätzlich im Weitwinkelbereich.
Natürlich lassen sich auch (mit reichlich Übung) gute Actioncamszenen filmen, aber ich bin da old fashion. Ich brauche einen Kontrollmonitor, ich will paar Einstellungen selbst machen, und ich brauche was "in der Hand", das größer ist als eine Actioncam.
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Florian, ich befasse mich erst seit kurzem praktisch mit Unterwasserfilmen. Meine Aufnahmen sind bisher nur beim Schnorcheln, d.h. in geringer Tiefe entstanden, da habe ich so das Problem mit dem Licht. Die Aufnahmen der Seekuh sind aber in vergleichbarer Tiefe und da ist mit neuen guten Cams mehr drin. Vor Jahren habe ich mal eine Unterwasser-Foto-Ausstellung von einem Profi organisiert und mich mit dem auch etwas über die Technik unterhalten. In größerer Tiefe reicht nicht einfach nur eine Leuchte. Damit werden alle Aufnahmen blaustichig. Er hat mit besonderen Strahlern/Filtervorsätzen gearbeitet. Diese Aufnahmen waren farbig, wie im Aquarium. Es geht also mit entsprechender Technik. Mit Schnittprogrammen bekommt man das auch etwas korrigiert. Blau etwas zurück, gelb und rot etwas mehr. Bis zu einer Tiefe von drei Metern klappt das. Im November werde ich dann weitere Erfahrungen sammeln, vielleicht in einer "4K"-Auflösung. Prinzipiell gebe ich dir Recht, habe auch lieber etwas Größeres in der Hand. So eine kleine Actioncam hat aber auch Vorteile. Schön klein und leicht, passt in die Hosentasche - also immer dabei - und gibt es auch mit Kontoll-Monitorchen. Bei den Einstellungen bin ich meistens bequem und ändere nicht viel, konzentriere mich mehr auf die Motivauswahl. Meine Arbeit geht erst dann los, wenn ich aus 3 Std. Material 20 Minuten schneide. Da sitze ich dann locker 20 Std dran.
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@Dandy77
Deine Darstellung zum Lichtthema stimmt nicht so ganz. Es führt zu weit, das hier zu diskutieren, und wird dann auch OT. Nur mal zu einem Aspekt: Wenn wie in meinem Link ein Riff in beispielsweise 20 m Wassertiefe als Totale aufs Foto/ins Video soll, bist du mindestens 5 m von den Korallen entfernt, was einen Lichtweg der mitgebrachten Leuchte von 10 m ergibt. Bei 10 m sind aber Rot und Orange weitestgehend absorbiert, egal ob die Leuchte 600 oder 20.000 Lumen hat.
Wenn du 4K-Szenen schneiden willst, hast du hoffentlich einen schnellen PC und mindestens 32 GB RAM.
Zeitaufwand fürs Schneiden: Ich bin erstens ein fauler Mensch und habe zweitens eine Weile mit einem leider verstorbenen UW-Kameramann eines ARD-Senders zusammengearbeitet und von ihm paar Tricks gelernt. Dazu gehört, bereits beim Drehen zu überlegen, wie die spätere Endfassungsszene aussehen soll. Hat man das einmal halbwegs drauf, lassen sich viele Stunden Schnittzeit sparen. Setzt natürlich voraus, dass man auch mit den Actioncams gezielt einzelne Szenen als separate Dateien erstellt und nicht 60 Minuten nonstop durchlaufen lässt. -
Als Immer-Dabei Kamera sind halt richtige UW-Gehäuse und Plastiksackerl eher nicht die geeignetste Lösung, da kann ich den Fragenden schon verstehen.
Da es in dem Segment eh nicht gerade viel Auswahl gibt, hast imho 2 Gruppen, die auch neu verfügbar sind:
- Die 1/2,33" Sensorgrößengruppe mit der Pana FT-5 oder Canon D30 ... so um die 250EUR mit überwiegend guten Bewertungen. Dann gibts noch teurere Vertreter wie Oly TG-5. Hat weniger MP auf der Größe, ergo größere Pixel. Auch günstiger Vertreter wie die Pana FT-30, aber mit teils sehr schlechten Bewertungen bzgl. Dichtheit!
- Die 1/3,1" Gruppe mit Nikon W100 mit guten Bewertungen um etwa 120EUR, die halt allein schon auf Grund der Sensorgröße (kleiner als ein Smartphone-Sensor!) nicht mit obigen bei der Bildqualität mithalten kann. Unterwasser kommt imho dem Sensor nocht mehr Bedeutung zu, da die Lichtverhältnisse meist nicht optimal sind. Die "alte" s33 spielt im selben Segment.
Rollei gibt zur Sicherheit gleich mal gar keine Sensorgröße an. Die Sportsline 85 ist nur bis 3m wasserdicht.
Ich persönlich halte von diesen Lösungen aber auch allesamt nichts. Ein richtiges UW-Gehäuse mit einer ordentlichen Kamera (ab 1/1,7" Sensor) für halt nur ordentliche Bilder unter Wasser (alte Cams wie die S90/S95 gibt gebraucht für das gleiche Geld & damit erzielst weit bessere Ergebnisse + RAW-Nachbearbeitungsmöglichkeit) und für Ausflüge immer dabei ein staub- und wasserfestes Handy ala Xperia Compact Serie. Das hat ma sowieso auch immer dabei und macht keine schlechteren Bilder wenn mans kann.