Wie verhaltet ihr euch,falls ihr im Urlaub angebettelt werdet?
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Wir sind meist auch AI-Gäste (da es in vielen Ländern ja kaum noch anders zu buchen geht und sicher auch sehr bequem ist) - aus der Anlage gehen wir trotzallem und haben bisher in allen Urlauben Einheimische kennengelernt, mit den wir auch mehr als 2 Stunden verbracht haben. Angebettelt wurden wir noch nie, ausser hier in Deutschland und den Menschen unserer Gast-Länder konnten wir uns immer revanchieren ohne ihnen das Gefühl zu geben und LEIDER haben wir keine Luxus-Yacht in irgendeinem Hafen stehen ;). Aber den Geld-Wechsel-Beklauer-Trick durften wir dieses Jahr zum ersten mal kennenlernen ... aber das ist ja nicht betteln

LG und ich denke, ihr diskutiert so heftig (denn streiten wollen wir hier doch nicht :D)
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Hallo,
hab jetzt die ganze Diskussion elesen und bin ehrlich gesgat ein wenig sprachlos geworden, weil cih langsam selbst nciht mehr weiß was richtig ist...
Etwas hergeben, weil man denkt man hilft? oder lieber alles abwehren um nichts noch schlimmer zu machen?Menschen die wirklich arm sind und eine Chance sehen, von Touristen etwas geld zu bekommen, kann ichsogar verstehen, wenn sie betteln....manche sehend arin vielleicht echt ihre einzige Chance!
Zum thema caribiangirl kann ich nur sagen, dass man sich von Zeit zu Zeit mal wieder die richtige Relation herholen sollte. Wir hier in Deutschland haben alles was wir brauchen und noch viel mehr, klar hat jeder ovn uns täglich kleinere oder größere Probleme und mit denen beschäftigenw ir uns,w as ich als ganz normal ansehe, denn jeder lebt sein momentanes Leben und sieht unterschiedliche Dinge als schlimm oder gut an. Aber mir geht es so, wenn ich mich mal wieder zuviel beschwere, denke ich drüber nach, wie schlimm es anderen Menschen auf der Welt geht und dass ich doch eigentlich mehr als zufrieden bin. Wir sind natürlich im gegensatz zur dritten Welt reich, wir sollten uns dessen bewusst sein. Wenn jeder einen teils eines Einkommens an eineFamilie in der dritten Welt abgeben würde, was meint ihr wieviel besser es denen gehen würde?
Deshalb sehe icha uch eine Patenschaft o.ä. als beste Möglichkeit an. Wir haben eine befreundete Familie aus Rumänien, vor Jahren hat meine Tante sie im Urlaub kennengelernt und es ging ihnen wirklich furchtbar. Wir fingen an Pakete mit essen und klamotten zu schicken, brefe zu schreiben, fotos zu schicken und sind immer noch in Kontakt. Auch wenn es nur ein minimini Beitrag war, so hat es wenigstens ca. 10 Menschen geholfen.Ich bin übrigens auch auf der Suche nach einer geeigneten Patenschaft und wollte wo wir shcon beim thema sind mal fragen ob jemand da einen Link hat etc?
Um aber zum thema zurückzukommen...Man sollte die Relation sehen...man sollte versuchen zu helfen, das sagt der gesunde menschenverstand....aber man kann deshalb auch nicht verlangen, dass zB deutsche ihr verdientes geld nciht mehr ausgeben dürfen wie sie wollen. Dass wir in einem indurstialisierten Land aufgewachsensind und andere Länder/Regionen stark benachteiligt sind können wir nicht ändern. Aber manchmal ein wenig Nachdenken und Bemühungen kann vielleicht ein paar Menschen sehr glücklich machen.
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"herzing" wrote:
Wenn jeder Mensch auf der Welt nur einen einzigen Menschen glücklich machen würde, wäre die ganze Welt glücklich!genau, darum werde ich am WE nicht Fahrradfahren

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@Leleina
Womit wir wieder bei unserer Infrastruktur sind. Wir in Deutschland haben andere Verhältnisse als in einem dritten Weltland. Eine Armut in unserem Land kann man nicht mit der eines dritten Weltlandes vergleichen. Da ist es nun mal anders. Und dies als Vergleich herbeizuziehen ist zum einen schier unrealistisch, zum anderen als Bild vor den Augen ok (zum wach werden) ok. LDKie Spanne von reich u. arm ist somit viel größer.@Krabel
kann sein, daß vieleicht in der Dom. Rep. die Einheimischen am Tourismus nicht gerade viel verdienen, jedoch unumstritten ist das Arbeitsplätze in der Touristenbranche geschaffen wurden u. werden. Bzgl. rausgehen aus der Analge zm Wohle der Einheimischen hast Du rechtl, jedoch mache ich das dort auch nicht. Warum auch. Ich habe bezahlt u. weit u. breit gibt es das nicht mehr. Und sich in der Dunkelheit ins Landesinnere zu wagen ist nicht gerade das Sicherste, weiß ich aus eigener Erfahrung.
LG -
"carsten wismar" wrote:
. Bzgl. rausgehen aus der Analge zm Wohle der Einheimischen hast Du rechtl,
LGHallo Carsten,
wo wohnst Du denn?

Ist das eine neue Unterkunftsmöglichkeit in der Domi? -
@Meinungsfreiheit
Sorry, sehe hab etwas zu schnell geschrieben ;).
Ich meinte das rausgehen aus der Anlage zum Essen oder Trinken, daß dann die Einheimischen mehr davon haben (wenn sie einen bewirten).
LG -
Sina1
fürs Überleben grad so, nur für`s Leben nicht.
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Wir haben im Urlaub eine Deutsche kennengelernt, die dort lebt und mit einem Türken verheiratet ist. Sie sagte, die Türken in den Tourismusgebieten haben sich zu früher total verändert. Sie machen fast nichts mehr, ohne eine Gegenleistung zu erhalten.
Früher waren das alles freundliche Menschen und jetzt versuchen die Meisten, andere zu ihrem eigenen Vorteil übers Ohr zu hauen.
Gruss
marion -
Hallo
Laut meiner Erfahrung dürfen die Angestellten (hauptsächlich Kellner ) in einigen AI Hotels gar kein Trinkgeld annehmen.
In unseren seitherigen AI Hotels gab es manchmal ne Art Trinkgeldkasse am Tresen.
In unserem "Stammhotel" in der Domi ist es allerdings verboten,den Angestellten Trinkgeld zu geben.Zumindest war das bis 2004 so,als wir das letzte mal dort waren.Komischerweise zählte diese Regelung für die Zimmermädchen nicht.Da bekommt es aber auch vermutlich niemand mit,wenn man als Gast etwas auf dem Kopfkissen liegen lässt.
Logisch versuchte man dem "Zapfer" oder Kellner dann trotzdem mal etwas an Trinkgeld zu zu stecken,was sie auch gerne annahmen.
Ich persönlich finde solche eigenartigen Regelungen schwachsinnig.Jeder Gast muß doch selbst für sich entscheiden dürfen,wieviel ihm die Arbeit dieser Leute Wert ist.
Es ist ja freiwillig.LG
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wenn sich das Personal schon mit Verboten drüber hinwegsetzt, wie wäre das dann wohl ohne Regelung.
Den Begriff "Zapfer" kannte ich bis heute auch noch nicht.

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Vermute mal, dass du aber jetzt weißt, was ein "Zapfer" ist.
Sie stehen gewöhnlich hinter dem Tresen an einer Zapfanlage
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"Lelaina" wrote:
Hallo,Ich bin übrigens auch auf der Suche nach einer geeigneten Patenschaft und wollte wo wir shcon beim thema sind mal fragen ob jemand da einen Link hat etc?
Hallo Lelaina,
ich bin von der Worlvision Patenschaft begeistert. Wenn man sich dort wirklich überzeugen möchte, dass das Geld auch ankommt, kann man sein Patenkind besuchen. Man kann sich wenn man Wert darauf legt auch so ziemlich alles aussuchen, z.B. Geschlecht, Region, Alter glaub ich auch. Des Weiteren bekommt man Bilder vom Patenkind (Fotos und gemalte Bilder), Briefe und Informationen über Projekte. Man kann damit echt einem ganen Dorf helfen. Mache das schon eine Weile und kann es nur empfehlen.Das Verbot für Angestellte Trinkgeld anzunehmen ist in einigen Länder (zu Recht) sehr verbreitet. Sonst passiert das, was caribiangirl zu Anfang beschrieben hat. Aber Animateure dürfen ja auch nix mit Touristen anfangen und daran halten sich die meisten auch nicht.
LG
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Manche Länder sind arm, andere reich
Ich denke das kann man überhaupt nicht vergleichen.
Man sollte sich auch nicht am Elend der anderen hochziehen und denken, was geht es uns doch im Vergleich zu denen gut.
Es kommt doch auf die innere Stärke des jeweiligen Menschen an und wie er mit seiner persönlichen Armut umgeht, egal wo er lebt.Vielleicht ein dummes Beispiel, dennoch treffend wie ich finde:
Ein Mensch mit starker Neurodermitis schämt sich aus dem Haus zu gehen. Was soll der Rollstuhlfahrer dazu sagen. Es kann aber sein dass der Neurodermitiker seine Krankheit sehr schlimm empfindet, während der Rollstuhlfahrer gut mit seiner Beeinträchtigung zurecht kommt und sich mit ihr arrangiert hat.
Ein deutscher Bürger mit wenig Geld in der Tasche kann seine Situation als sehr schlimm empfinden, während ein Mensch in einem armen Land sich mit seiner Situation besser arrangiert hat. Trotzdem ist er deswegen nicht unbedingt ein Jammerer, ihm dies zu unterstellen könnte ihn nur runterziehen, weil er ja weiß wie gut er sich im Vergleich doch fühlen müsste.Kommt bei manchen Menschen auch darauf an, ob jemand von Geburt an in Armut gelebt hat oder plötzlich in Armut gefallen ist.
Ich spreche nicht von denen, deren Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken unbefriedigt sind. Denn diese müssen manchmal betteln um den nächsten Morgen zu erleben. Solche Menschen gibt es in einigen Ländern in Relation zur Bevölkerungszahl in größerer Menge, in anderen in kleinerer Menge. In Deutschland wenn überhaupt in kleinerer Menge. Sollen wir jetzt zuerst die Armut in Deutschland bekämpfen, bevor wir über die Grenze schauen? Ich denke nein, beides ist wichtig. Wozu gibt es Innen- und Außenpolitik. Sonst müssten wir ja das ganze Geld aus ‚Export’-Spenden ins eigene Land stecken.Trotzdem bekomme ich ehrlich gesagt ein schlechtes Gewissen, wenn ich in Ländern Urlaub mache, in denen die Armut sehr groß ist. Mir persönlich (geht nicht gegen caribiangirl) hat es in der Dominikanische Republik schon gereicht. Einmal war genug. Im AI Hotel zu sitzen und kaum aus dem Hotel die Armut der Bevölkerung zu erleben…da kommt bei mir nicht wirklich Urlaubsfeeling auf. Entweder ich reise dorthin und helfe aktiv etwas zu tun oder ich lasse es. Mag sich für die eine oder den anderen mit dem obigen Vergleich widersprechen, ist bei mir aber so. Ich kenne auch Leute, die nicht in islamische Länder fahren, weil ihnen die Unterdrückung der Frauen missfällt.
Ich sage jetzt nicht, die armen Menschen dort tun mir leid, denn ich will es nicht vergleichen und so mancher fühlt sich durch Mitleid gekränkt. Leid tun mir die, die sich am Existenzminimum bewegen, krank sind, mit ihrer Situation wirklich und ehrlich unglücklich im eigenen Kopf sind ohne dabei zu hypochondern oder zu jammern, egal wo auf der Welt sie leben. Wobei Mitleid das falsche Wort ist, besser ist, wenn möglich, zu versuchen sich in jemanden hineinzuversetzen und seine Situation zu reflektieren, sich in Bezug auf das jeweilige Einzelschicksal nach dem ‚Warum’ fragen bevor man urteilt; völlig schnuppe wo derjenige geboren ist.
Ich denke auch, dass es in bereits länger touristischen, aber dennoch armen Ländern wie z.B. der Dom. Rep. meist AI Anlagen gibt, weil es nun mal gefährlicher ist, sich dort aus dem Hotel zu bewegen als in Spanien. Wir hatten in Punta Cana bewaffnete Aufpasser am Strand. Natürlich kann auch in Spanien etwas passieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Wenn ein Land, in dem arm und reich weit auseinanderklaffen, nicht selbst wüsste, dass auch die kriminelle Energie höher ist, würde es nicht versuchen, die Urlauber zu schützen um sich u.a. nötige Einnahmen aus dem Tourismus zu sichern. Aber kommt das Geld bei den Armen an? Hilft das Geld aus dem Tourismus nachhaltig die finanzielle Situation des jeweiligen Landes zu verbessern? Im Fall der Dom Rep bisher wohl eher nicht.Reich ist der, der liebt, sich freut und die kleinen Dinge schätzt; aber arm ist auch, wer sich das Essen vom Mund absparen muß.
LG, schafine
"Brigitte" wrote:
Wahre Begebenheit:
Ich hab mal zu einer gesagt, "ich hab bei dem jungen Mann schon was reingeschmissen". Und dann sagte die junge Dame zu mir, "ja, ja, meine Oma singt auch im Kirchenchor".
Darauf bräuchte ich jetzt eine gute Antwort....hast Du eine? lolLügen haben fast so kurze Beine wie Sie.;)
Hoppla, jetzt hat die Länge meines Postings caribiangirl bei weitem getoppt.
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Boaahhhh hey. Tatsächlich haste mich jetzt mit der Länge des Posts übertroffen. Hab zwar die Zeilen nicht nachgezählt aber......
Ne Quatsch, Spaß beiseite.Dein Beispiel mit dem Rollstuhlfahrer und dem Neurodermitiskranken finde ich absolut okay.
Der ganze Beitrag ist übrigens einsame Spitze. Zu 95 % unterstütze ich deine Meinung.LG Silke
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"schafine" wrote:
"Brigitte" wrote:
Wahre Begebenheit:
Ich hab mal zu einer gesagt, "ich hab bei dem jungen Mann schon was reingeschmissen". Und dann sagte die junge Dame zu mir, "ja, ja, meine Oma singt auch im Kirchenchor".
Darauf bräuchte ich jetzt eine gute Antwort....hast Du eine? lolLügen haben fast so kurze Beine wie Sie.;)
lol naja das hätte nicht gepasst, die war nämlich wie man in Bayern so sagt, "a kloane Gsumpferte" (sehr klein)
obwohl eigentlich hätte es grade deswegen sehr gut gepasst. :Ironie:
zum Rest Deines Postings, sehr gut geschrieben.
Ich fühl mich auch nicht wohl, wenn ich sehe wie armselig die Leute leben. Ich kann so nicht Urlaub machen.
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@ carsten wismar
In den meisten Häusern wo das Trinkgeld für das Personal unerwünscht ist gibt es an der Reception einen Trinkgeld Tronk.
Das hier von den Besuchern eingeworfene Geld wird nach einem festen Schlüssel an ALLE Angestellten verteilt. So bekommt auch der Hilfskoch in der Küche oder der Gärtner und Hilfstraßenfeger ohne persönlichen Kontakt zum Kunden seinen Obolus.
Als Gedankenansatz zum Thema:
Trinkgeld ist eine freiwillige Leistung von dem Kunden mit welcher er seine Zufriedenheit über eine erbrachte Leistung bekundet. Trinkgeld sollte nie, auch wenn es gerne vom Management gesehen würde um hier noch mehr bei der Entlohnung der Mitarbeiter zu sparen, ein nahezu einklagbarer Bestandteil des Einkommens sein.
Diese Fehlentwicklung gibt es im Servicebereich in Amerika wo 10 Prozent Tipp ein Muß sind und erst der darüber gehende Betrag als echter Tipp verstanden wird.
Auch gibt es Ansätze hierzu schon in Deutschland wo bei Stellenanzeigen für Friseusinnen steht; 40 Stundenwoche, Lohn 700 Euro und das GANZE Trinkgeld.
Hier bin auch ich als der Gebende gefragt dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten. Sonst lebe ich Morgen in einer Welt welche ich so nicht wollte.
MfG Rainer