Venezuela heute!
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Vor Jahren habe ich in diesem einmaligen Land, für mich immer noch das schönste und abwechslungsreichste Land Südamerikas im Auftrag meines Arbeitgebers als Projektleiter für landesweite Kommunikationssysteme gearbeitet und anschliessend mehrere Male pro Jahr beruflich und privat bis in die hintersten Winkel bereist. Und in diversen Venezuela Threads interessierten Travelern Tipps aus eigener Erfahrung für das Reisen auf eigene Faust abgegeben.
Zurzeit sieht es in diesem an Bodenschätzen reichen Land nicht gut aus. Das einst so reiche Land versinkt unter dem sozialistischen Präsidenten „Nicolás Maduro“ zunehmend in Chaos und Anarchie. Meine ehemaligen Geschäftsfreunde in Caracas raten mir dringend ab, zurzeit das Land auf eigene Faust mit dem öffentlichen Verkehr oder einem Mietwagen kreuz und quer zu bereisen. Auch das „EDA“ schreibt: "Die schwere Wirtschaftskrise verursacht Versorgungsschwierigkeiten und Engpässe**.** Auch Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente sind oft über längere Zeiträume nicht verfügbar. Bei Reisen nach Venezuela ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die Rate der Gewaltkriminalität ist im ganzen Land sehr hoch".
Gleichwohl würde es mich interessieren, ob jemand von der HC Foren-Community kürzlich Venezuela besucht und auf eigene Faust oder organisiert bereist hat und aus erster Hand berichten kann, was sie erlebt haben? Danke!
Pesche -
Vor Jahren habe ich in diesem einmaligen Land, für mich immer noch das schönste und abwechslungsreichste Land Südamerikas im Auftrag meines Arbeitgebers als Projektleiter für landesweite Kommunikationssysteme gearbeitet und anschliessend mehrere Male pro Jahr beruflich und privat bis in die hintersten Winkel bereist. Und in diversen Venezuela Threads interessierten Travelern Tipps aus eigener Erfahrung für das Reisen auf eigene Faust abgegeben.
Zurzeit sieht es in diesem an Bodenschätzen reichen Land nicht gut aus. Das einst so reiche Land versinkt unter dem sozialistischen Präsidenten „Nicolás Maduro“ zunehmend in Chaos und Anarchie. Meine ehemaligen Geschäftsfreunde in Caracas raten mir dringend ab, zurzeit das Land auf eigene Faust mit dem öffentlichen Verkehr oder einem Mietwagen kreuz und quer zu bereisen. Auch das „EDA“ schreibt: "Die schwere Wirtschaftskrise verursacht Versorgungsschwierigkeiten und Engpässe**.** Auch Güter des täglichen Bedarfs und Medikamente sind oft über längere Zeiträume nicht verfügbar. Bei Reisen nach Venezuela ist der persönlichen Sicherheit grosse Aufmerksamkeit zu schenken. Die Rate der Gewaltkriminalität ist im ganzen Land sehr hoch".
Gleichwohl würde es mich interessieren, ob jemand von der HC Foren-Community kürzlich Venezuela besucht und auf eigene Faust oder organisiert bereist hat und aus erster Hand berichten kann, was sie erlebt haben? Danke!
PescheHallo zusammen
So wie es aussieht, steht Venezuela zurzeit nicht an oberster Stelle von Feriendestinationen in Lateinamerika. Ich habe deshalb volles Verständnis, wenn ich auf Informationen aus erster Hand bis auf weiteres verzichten muss.Schmunzelnd denke ich allerdings an die goldenen Zeiten in grauer Vorzeit zurück, als wir zu später Nachtstunde in irgend einer verstaubten rauchgeschwängerten Spelunke in Caracas oder weiteren grösseren Städten mit Einheimischen „Cuba Libres“ mit viel Rum und wenig Cola hinter die Binde gossen und dann anschliessend zum „Ausnüchtern“ an eine traumhafte, damals noch menschenleere Playa fuhren und das Wochenende in einer Hängematte unter Palmen verbrachten. Und das alles zum Nulltarif -- mit selbstgefangenen Fischen, begleitet mit wilden Platanos-Bananen und Kokosmilch frisch ab Palmen, verdünnt mit Rum! Ein Unterfangen das man heute besser lassen sollte -- obwohl die einsamen Karibik-Playas heute nicht mehr so einsam sind und böse Buben dort zu nächtlicher Stunde ihr Unwesen treiben -- nehme ich mal an!
Nun, das ist alles Schnee von gestern. Hoffen wir, dass Präsident Maduro und seine unfähigen korrupten Trabanten in der Regierung in absehbarer Zeit von den Venezolanern im Nirwana entsorgt werden, es mit dem Land wieder aufwärts geht und sich Venezuela als attraktives Urlaubsland präsentieren kann. Ein Land, das mit schneebedeckten „Hügelchen“ im Andengebirge, weiten Savannen, geheimnisvollen Regenwäldern, alten Kolonialstädten bis zu Palmenwäldern an Karibikstränden und liebenswürdigen Einheimischen, von denen man immer wieder zu „Fiestas“ mit Musik und Tanz eingeladen wird, einiges mehr zu bieten hat als Sonne, Meer und abgeschirmte AI Ghettos auf der „Isla Margarita“.
Sorry, diese kleine Hommage an ein, aus meiner Perspektive traumhaftes Land musste noch sein!
Pesche -
Danke für die kleine Hommage.

Ich lebe derzeit in der Dominikanischen Republik und kann zumindest das mit den einsamen Stränden, frischen Platanos und Cuba Libre mit wenig Cola absolut unterschreiben.Auf der anderen Seite warte ich schon seit einigen Jahren, dass Venezuela endlich wieder bereisbar wird. Die Flüge nach Caracas sind nicht allzu teuer, aber derzeit will ich da leider auch nicht hin.
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Hallo cinnamonVB
Noch eine kleine Hommage: Wie schon gesagt, verbrachte ich Im Auftrag meiner Arbeitgeberfirma längere Zeit in Venezuela. Ein venezolanischer Führerausweis war deshalb obligatorisch. Profis informierten mich, dass ohne einheimische Prüfungshelfer, die vor dem Prüfungsgebäude in Caracas ihre Dienste anboten, nichts gehe. Mein Prüfungshelfer begleitete mich in das Theoriezimmer und stellte mir den Experten vor. Nach dem Zufallsprinzip kreuzte ich auf den Prüfungsunterlagen die Antworten an. Bedingt durch meine damaligen minimalen Spanischkenntnisse verstand ich von den Prüfungsfragen mehrheitlich nur “Bahnhof”! Der Experte prüfte stirnrunzelnd meine Arbeit und sagte kurz und bündig: “DURCHGEFALLEN!” Jetzt folgte der grosse Auftritt meines Prüfungshelfers. Gemeinsam mit dem Experten begaben wir uns in ein Hinterzimmer. Einige Geldscheine wechselten den Besitzer und oh Wunder, der Experte teilte mir freundlich lächelnd mit: “SIE HABEN DIE THEORETISCHE PRUEFUNG BESTANDEN!” Dann sagte er: “Jetzt müssen sie nur noch die praktische Prüfung absolvieren. Wo haben sie ihren Wagen parkiert?” Meine schüchterne Antwort: “Ich besitze noch keinen Wagen, aber meine Firma wird mir einen besorgen” -- beantwortete er wiederum kurz und bündig: “DANN SIND SIE DURCHGEFALLEN!” Nun folgte das bekannte Prozedere. Hinterzimmer, Besitzerwechsel von Geldscheinen und die freudige Information: “SIE HABEN AUCH DIE PRAKTISCHE PRUEFUNG BESTANDEN!”.Glücklich und zufrieden verliess ich mit meinem Prüfungshelfer das Gebäude und bei einem Drink in seinem Büro, resp. in einer nahegelegenen Kneipe, wechselten wiederum einige Geldscheine den Besitzer.
PS
Den venezolanischen Führerausweis, bestückt mit wunderschönen Stempeln und noch schöneren Unterschriften, inkl. einer grauenhaften Foto mit Nummer ( vergleichbar mit Aufnahmen von Verbrechern!) besitze ich heute noch und ist jeden Franken, resp. jeden Bolivar wert!
Gruss
Pesche
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Haha, wie geil.
Ein Freund erzählte mir kürzlich, dass er gar kein Führerschein besitzt, obwohl er jeden Tag als Chauffeur für Uber tätig ist. Grund: bei einer Polizeikontrolle kann er so keine Strafe aufgebrummt bekommen - bzw. muss sie nicht bezahlen.
Banananrepublik halt - oder Platanorepublik.