Gibt es in Tunesien Schauplätze des dritten Reiches?
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Hallo Leute,
haben jetzt relativ spontan entschieden, Urlaub in Tunesien zu machen und gestern gebucht. Wir fliegen zu dritt (Frau, Mutter der Frau und ich) nach Monastir.
Unser erster Ausflug soll nach Borj Cedria zur Kriegsgräberstätte der gefallenen Wehrmachts-Soldaten gehen. Vielleicht sehen wir uns danach noch den Zoo in Tunis an. Aber was dann? Gibt es im Bardo-Museum auch was zum Nationalsozialismus? Das Ding bei uns ist: Wir brauchen bei allem Kulturellen irgendwie immer einen Bezug zu Deutschland, dass wir uns davon angesprochen fühlen. Sonst wird uns leider schnell langweilig.
Bin für jeden Tipp dankbar.
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Kurz gegoogelt hättest du herausgefunden, dass es ein archäologisches Museum ist.
Das wohl die best erhaltenen und schönsten Mosaiken aus der römischen Zeit zeigt. In einem wunderschönen Palast.
Vielleicht verlasst ihr mal das deutschzentrische Weltbild und seht euch was deutlich interessanteres und nebenbei auch für die deutsche Geschichte prägendes an. Ohne die alten Römer und ihr weitreichendes Imperium würden die Germanen nämlich noch in ihren Wäldern hausen.
Übrigens sind seit Jahrzehnten deutsche Archäologen an vielen Grabungen beteiligt, bei manchen sogar federführend. -
Kurz gegoogelt hättest du herausgefunden, dass es ein archäologisches Museum ist.
Das wohl die best erhaltenen und schönsten Mosaiken aus der römischen Zeit zeigt. In einem wunderschönen Palast.
Vielleicht verlasst ihr mal das deutschzentrische Weltbild und seht euch was deutlich interessanteres und nebenbei auch für die deutsche Geschichte prägendes an. Ohne die alten Römer und ihr weitreichendes Imperium würden die Germanen nämlich noch in ihren Wäldern hausen.
Übrigens sind seit Jahrzehnten deutsche Archäologen an vielen Grabungen beteiligt, bei manchen sogar federführend.@mam62 sagte:
Vielleicht verlasst ihr mal das deutschzentrische Weltbild und seht euch was deutlich interessanteres und nebenbei auch für die deutsche Geschichte prägendes an. Ohne die alten Römer und ihr weitreichendes Imperium würden die Germanen nämlich noch in ihren Wäldern hausen.
einfach eine Antwort auf Fragen geben reicht vielen nicht, eine Belehrung was" besser und richtiger" ist, muss schon noch sein

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Ich würde dir , wenn es denn politisch unbedingt in diese Richtung gehen muss, als vorbereitende seriöse Literatur „Hitlers Krieger“ von Guido Knopp , insbesondere den Abschnitt über Generalfeldmarschall Erwin Rommel. Ist auch bei Google books einsehbar. Hier wirst du Hinweise auf viele dieser Orte finden.
Ansonsten gibt es in Sousse auch ein deutsches Café - ist ja auch ein schöner Bezug zu Deutschland.
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hallo memail
Hier sollten dein Fragen beantwortet werden.
http://www.tunesieninformationen.de/uebersicht/mareth/zweiterweltkrieg1/index.htm
http://www.tunesieninformationen.de/uebersicht/mareth/zweiterweltkrieg2/index.htmNoch ein „Geheimtip“ von mir, daß Museum der Mareth Linie
http://www.tunesieninformationen.de/uebersicht/mareth/mareth.htmWünsche euch einen schönen Urlaub
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Natürlich wäre gerade für die Mareth-Linie, Djerba als Ausgangspunkt besser. Wenn er sich intensiv mit dem Thema befasst sind eh mehrere Urlaube fällig. Ich kann ihm nur empfehlen das Gespräch besonders mit den älteren Menschen zu suchen und er wird erstaunt sein was seine Ohren zu hören bekommen. So ist Erwin Rommel immer noch ein Mythos, der von einem Teil der älteren Bevölkerung geradezu verehrt wird. Da dies aber ein brisantes Thema ist und ich hier darüber keine Diskussionen führen möchte, belasse ich es dabei.
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Drum die Empfehlung des Buches von Guido Knopp, der ja nun mal ein allseits anerkannter seriöser Historiker ist ....
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Ich finde deine Frage sehr interessant und passt im Moment auch zu unserem Urlaubsvorhaben. Etwas Kultur hat noch niemandem geschadet. Was ich aber nicht verstehe ist, dass die Tunesier den Nationalsozialismus gar nicht so schlecht finden sollen. Das hatte hier ein User geschrieben. Ich glaube eher, dass die neutral dazu stehen. Gerade auch weil Tunesien ein Land ist mit einem relativ hohen Touristen-Aufkommen, kann sich ein solches Gedankengut doch gar nicht festsetzen.
Außerdem war Tunesien bis vor kurzem noch eine Diktatur, in der die Meinung vorgegeben wurde. Und ich denke nicht, dass Ben Ali, der sich im Westen Freunde machen wollte, sich einen Gefallen getan hätte, den Nationalsozialismus von staatlicher Seite zu glorifizieren.
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Ich finde deine Frage sehr interessant und passt im Moment auch zu unserem Urlaubsvorhaben. Etwas Kultur hat noch niemandem geschadet. Was ich aber nicht verstehe ist, dass die Tunesier den Nationalsozialismus gar nicht so schlecht finden sollen. Das hatte hier ein User geschrieben. Ich glaube eher, dass die neutral dazu stehen. Gerade auch weil Tunesien ein Land ist mit einem relativ hohen Touristen-Aufkommen, kann sich ein solches Gedankengut doch gar nicht festsetzen.
Außerdem war Tunesien bis vor kurzem noch eine Diktatur, in der die Meinung vorgegeben wurde. Und ich denke nicht, dass Ben Ali, der sich im Westen Freunde machen wollte, sich einen Gefallen getan hätte, den Nationalsozialismus von staatlicher Seite zu glorifizieren.
@bybstix sagte:
Etwas Kultur hat noch niemandem geschadet.
Richtig . Kultur gibt es dort genug, und zwar überwiegend römische.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass die Tunesier den Nationalsozialismus gar nicht so schlecht finden sollen.
Auch richtig. Denn das verstehen die Tunesier selbst auch nicht. Hier ging es nicht um Politik respektive Nationalsozialismus. da ging es schlicht und einfach um die Befreiung vom Französischen Protektorat. Rommel wurde hier einfach als Verbündeter im Kampf gegen die Unterdrückung angesehen. Im Übrigen wird Rommel von verschiedenen Seiten auch als Sympathisant des Widerstandes gegen Hitler angesehen.
Das hatte hier ein User geschrieben.
Tja, die Leute schreiben vieles wenn der Tag lang ist. Besonders wenn sie politisch in eine bestimmte Richtung geprägt sind....
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@bybstix sagte:
Etwas Kultur hat noch niemandem geschadet.
Richtig . Kultur gibt es dort genug, und zwar überwiegend römische.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass die Tunesier den Nationalsozialismus gar nicht so schlecht finden sollen.
Auch richtig. Denn das verstehen die Tunesier selbst auch nicht. Hier ging es nicht um Politik respektive Nationalsozialismus. da ging es schlicht und einfach um die Befreiung vom Französischen Protektorat. Rommel wurde hier einfach als Verbündeter im Kampf gegen die Unterdrückung angesehen. Im Übrigen wird Rommel von verschiedenen Seiten auch als Sympathisant des Widerstandes gegen Hitler angesehen.
Das hatte hier ein User geschrieben.
Tja, die Leute schreiben vieles wenn der Tag lang ist. Besonders wenn sie politisch in eine bestimmte Richtung geprägt sind....
@jlechtenboehmer sagte:
Tja, die Leute schreiben vieles wenn der Tag lang ist. Besonders wenn sie politisch in eine bestimmte Richtung geprägt sind....
Damit beantwortest du diese Frage mit einer unzutreffenden Mutmaßung.
Leider ist es wahr. In Tunesien gibt es einige Menschen, die dem Dritten Reich nicht ablehnend gegenüber stehen. Da hatte "der User" recht! -
@jlechtenboehmer sagte:
Tja, die Leute schreiben vieles wenn der Tag lang ist. Besonders wenn sie politisch in eine bestimmte Richtung geprägt sind....
Damit beantwortest du diese Frage mit einer unzutreffenden Mutmaßung.
Leider ist es wahr. In Tunesien gibt es einige Menschen, die dem Dritten Reich nicht ablehnend gegenüber stehen. Da hatte "der User" recht!Hinweis: Deutscher Soldatenfriedhof bei Hammam-Lif/Borj Cedria, dort sind über 8000 Soldaten aus dem 2.WK begraben:
https://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/bordj-cedria.html