Wandern in der Dominikanischen Republik
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Hallo an alle Wanderfreunde,
nicht nur in den Alpen kann man wandern, sondern auch in der Dominikanischen Republik, auch wenn es noch weitgehend unbekannt ist. Wer jedoch ein GPS mitnimmt, kann traumhafte Touren durch die wilde Natur unternehmen, ohne auch nur einer Menschenseele zu begegnen. Während dessen kann man dann die traumhaftesten Aussichten, spektakulärsten Wasserfälle oder verstecktesten Naturwunder entdecken.
Wen dieses Thema interessiert, kann einmal hier vorbeischauen: http://www.my-travelworld.de/dominikanische-republik/wandern-in-der-dominikanischen-republik/
Hier habe ich einige Wandervorschäge inkl. GPS-Tracks sowie persönlichen Erfahrungen und Erläuterungen zusammengestellt. Es gibt sogar auch die eine oder andere "Strandwanderung" von den All-Inclusive-Hotels startend.
Prinzipiell richten sich die Empfehlungen aber eher an Individualreisende und Abenteurer, die auch über ein wenig Erfahrung in der freien Natur verfügen.LG, Chris
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Chris, abgesehen davon, daß die Admins Deinen Link zeitnah löschen werden, muß ich hier Matthiasl ausnahmsweise mal zustimmen! In diesem Forum liegt das Hauptcredo wohl bei Pöppes auffe Liege und wat gibbet im AI...

Ich bin zwar auch kein ausgemachter Wanderfreund, war aber in der RD schon lang und viel auf unausgetretenen Pfaden unterwegs, kann Dir nur zustimmen und hoffe, daß Du mit Deinem lesenswertem Blog an anderer Stelle auf fruchtbareren Boden triffst!
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Hallo Ihr beiden,
danke für Eure Antworten.
Klar, die Dominikanische Republik ist für die meisten Leute immer noch ein All-Inclusive-Ziel. ABER, zum Glück gibt es auch mehr und mehr Leute, die sich nicht nur in der Sonne bruzeln wollen sondern merken, dass sie da draußen (also außerhalb Ihres Resorts) ganz schön was verpassen. Lebensfreude, unglaubliche Natur, ganz viel Tanz und Musik (und Alokohol
), das Leben auf der Straßen, Karibik pur halt ...
Das Land hat noch einen weiten Weg vor sich, aber in ein paar Jahren dürfte der Individualtourismus immer größer werden - und da können solche kleinen Appetitanreger wie fantastische Wanderrouten nur helfen.
Und wenn ich auch nur die 0,01% der Interessierten erreiche, wäre dem auch schon geholfen.Das der Link gelöscht wird, hoffe ich nicht, zumal es sich um eine private Seite und zudem um Informationen handelt, die so an keiner anderen Stelle zu finden sind.
Wenn nicht gewünscht, kann HC sonst auch gerne den Thread löschen.LG, Chris
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Ich bin vollkommen bei Dir, sehe es allerdings auch ein wenig kritisch, die Küsten sind größtenteils schon versaut und in so einer Destination wirklich nachhaltigen Ökotourismus zu etablieren, ist dann fast unmöglich, hoffen wir das Beste!
Was den Link angeht, die Admins scheinen ihn auch zu mögen, normalerweise sind sie bei sowas schnell, also sind wir besser still

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Leider ist der weg der Politik dort auf immer mehr mehr mehr und dabei wird alles gelockert höhere Hotels und alles dichter,von wegen Öko etc die schönen alten Resorts gehen verloren,es wird immer dichter gebaut und nur noch Urlaubsfabriken.
Jedoch wird ausserhalb der Hotels auch nicht für die Sicherheit gemacht,die Politur ist doch ein großes Kaspertheater mehr aber auch nicht.
Ich bin früher oft abends aus dem Hotel nach Puerto Plata gefahren und und und,aber das habe ich die letzten Jahre heruntergefahren,da öfters vorkomnisse waren.
Hier ein Interresanter link zu der Hotelpolitik http://www.domreptotal.com/dominikanische-republik-punta-cana-mehr-hotels-und-weniger-strand/
http://www.domreptotal.com/dominikanische-republik-73-tourismusprojekte-fuer-41-mrd-usd-genehmigt/ -
Ich war im Mai wieder Mal, nach 1,5 Jahren, in Puerto Plata. Leider merkt man im Norden die Air Berlin Pleite unwahrscheinlich. Ich habe dort mit Bekannten gesprochen, dass sie ca. 800-1000 deutsche Gäste pro Woche weniger haben. Condor fliegt jetzt scheinbar auch ab Juni nicht mehr nach Puerto Plata, nur noch Eurowings ab Köln oder Düsseldorf. Auch einige amerikanische Fluggesellschaften haben angekündigt, dass sie bald nicht mehr nach Puerto Plata fliegen werden, nach Auskunft von amerikanischen Gästen. Und gerade vom Norden aus, kann man wirklich tolle Touren machen. Aber man will scheinbar alles nach Punta Cana verlagern, leider! Ich war jetzt insgesamt zum 17. Mal in der Domrep, 8x Norden, 9x Punta Cana. Es hat sich wirklich sehr viel mittlerweile zum Negativen entwickelt. Im Norden kämpfen sie mit dem Tourismus und In Punta Cana mit dem Strand, denn der Bavarao Strand hat schon sehr abgenommen von der Breite her. Übrigens war ich 1995 zum ersten Mal in der Domrep im Norden, 196 zum ersten Mal Punta Cana und weiß wovon ich schreibe.
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Meine Rede, der Norden abgerockt und der Süden/Osten total überrannt bis zur Auswurfgrenze, fragt sich nur, wann sich Samana abspaltet

Das ist aber jetzt nicht ganz so neu und überraschend, war schon Mitte der 2000er nicht anders und spätestens Mitte/Ende der 90ern abzusehen, weshalb ich 2005 meinen Fanschal dann endgültig an die Wand genagelt habe und 2009 nochmal bestätigt wurde, als ich zum 20jährigen den letzten Nostalgieversuch unternahm. Ja ich weiß leider auch wovon ich rede...
Die Statements hier von den absoluten Ultras lassen mich Schlimmes befürchten in Verbindung mit dem TO vielleicht den Rückschluß, man muß schon ins Landesinnere wandern, um die RD noch finden zu können

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Auch wenn das Wandern vielleicht keinen interessiert, immerhin ist ja darauf eine lebhafte Diskussion entstanden.

Ich denke, man muss es differenziert betrachten. Sieht man sich nur die Touri-Gegenden um Punta Cana und Puerto Plata, sind die Entwicklungen natürlich in der Tat nicht nachhaltig. Dass es hier nur um die Millionen geht (sowohl was das Geld angeht als auch die Anzahl der Touristen) ist klar und die Politik befeuert dieses Spiel mächtig mit zweifelhaften Regeln.
Allerdings muss man auch sehen, dass die Dominikanische Republik riesig groß ist und die Gegenden rund um Bavaro, Arena Gorda, Macao, Playa Dorada etc. nichts mit der Dominikanischen Republik an sich (mit ihrem Charakter, mit ihrem Charme, mit ihrem Problemen) zu tun hat. Schließlich bestreht ja Deutschland auch nicht nur aus dem Oktoberfest und Neuschwanstein. Rein flächenmäßig gesehen nehmen diese Enklaven weniger als 5 Prozent des Landes ein.
Ökotourismus hier in der Dominikanischen Republik ist definitiv möglich. Wer sich ein bisschen näher mit dem Thema beschäftigt, wird sehen, wieviele Initiativen und Projekte es im Land hier gibt - die Zahl ist mindestens dreistellig. Auch hier möchte ich zum Thema auf einen Reisebericht verweisen, wo einige sehr nachhaltige Projekte beschrieben sind: http://www.my-travelworld.de/dominikanische-republik/reisebericht-dominikanische-republik-4/
Einziges Problem an der Entwicklung des Ökotourismus ist, dass er es sehr schwer hat, aus dem Schatten des All-Inclusive-Tourismus herauszutreten, denn wer natürlich 10 Millionen Touristen ins Land holen will (Ziel der dominikanischen Regierung für das Jahr 2022), kommt mit nachhaltigen Ökotourismus-Ansätzen nicht weit. Ich bin mir aber sicher, dass die Zeit dessen kommt, denn die Natur ist einfach einzigartig und unglaublich beeindruckend - nur müssen es die Leute auch mitbekommen und wissen. Immerhin hatte der Thread schon 349 Aufrufe hier (wenn auch doppelte) - wenn davon nur 15 Leute etwas Neues und für sie bisher Unbekanntes über die Dominikanische Republik gelernt haben, hat es sich doch schon gelohnt.
LG, Chris
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Ich mag Deinen Optimismus

Grundsätzlich liegen wir auch auf einer Wellenlänge, nur bin ich halt nicht ganz so optimistisch und sehe es eher so, daß viele Destinationen - und die RD ist da ganz vorne dabei, ebenso wie meine derzeitige Lieblingsdestination Thailand - leider schon den Zeitpunkt verpaßt haben und „versaut“ sind. Natürlich gibt es auch dort noch paradiesische Ecken, die es sich lohnt zu erkunden, aber der Zug für einen nachhaltigen Tourismus ist lange abgefahren und sehe ich für meine Lebzeit da keine Chance auf Besserung, sondern nur die Möglichkeit, dem so gut wie möglich zu entfliehen.
Andererseits ist es nachvollziehbar, daß es oft so kommt und auch wir, die es gerne anders hätten, haben unseren Teil dazu beigetragen, da sollte man sich nicht von freisprechen und nur alles auf die Gier Weniger schieben.
Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir weiterhin viele schöne Erlebnisse und freue mich immer sehr, hier auch mal Themen ab vom Mainstream zu lesen und diskutieren!
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@Chris
Ich wünsch Dir auch viel Erfolg. Allerdings muss man auch sagen, dass die Kriminalität in der Domrep auch sehr zugenommen hat. Daher haben viele Leute auch Angst, außerhalb der Hotels etwas zu unternehmen, zumindest nachts. Leider schreckt dies viele Leute ab, die Natur und Landschaft zu genießen und außerhalb der Hotels zu übernachten. Als ich 1995 das 1. Mal in der Domrep war, konnte man jederzeit sich sicher und gut außerhalb der Hotels bewegen. Das war eine andere Zeit und die Menschen dort, waren noch viel herzlicher und noch freundlicher. -
Danke Euch!
Mit der Kriminalität nachts gebe ich dir Recht, aber tagsüber ist das alles ziemlich entspannt. Zum Glück ist man beim Wandern und Ökotourismus generell immer tagsüber unterwegs, wo es vor allem auf dem Land eigentlich schon auch ziemlich sicher ist, besonders für lateinamerikanische Verhältnisse. Ich bin jedenfalls noch nie irgendwie mit einem unguten Gefühl langgelaufen oder fühle mich vor allem in der Natur immer extrem frei und sicher. Da finde ich meinen Weg von der Busstation zur Zona Colonial bei Dunkelheit schon ein anderes Kaliber ...
