Raucher oder Nichtraucher
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"Blues" wrote:
und ich bin der Meinung, man muss sich Anreize schaffen. Und wenns der finanzielle Aspekt ist kann man am Schluss sagen, schlaumeierische Aspekte haben geholfen.ich als frau habe mir seinerzeit ausgerechnet, wie viel paar extra schuhe ich mir dann leisten kann!
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Lexilexi: es gibt schon eine Abhängigkeit von Nikotin. Dafür gibt es ja die Nikotinpflaster um den Körper Schritt-für-Schritt weniger Nikotin zuzuführen.
Sicher es ist auch eine Kopfsache, aber wenn jemand solange richtig viel geraucht hat, wird er sich schon schwer tun, ohne Nikotinpflaster zu entgiften.Ansonsten soll jeder das tun, was er für seinen Körper gut findet.
Aber ich glaube, wie ich bereits in dem anderen Topic geschrieben hab, dass 100% aller Raucher gerne aufhören wollen.
Wenn sie nicht Helmut Schmidt heissen
Gruss
Melly -
"mellygirl" wrote:
Lexilexi: es gibt schon eine Abhängigkeit von Nikotin. Dafür gibt es ja die Nikotinpflaster um den Körper Schritt-für-Schritt weniger Nikotin zuzuführen.Gruss
Melly@melly
das mit den nikotinpflaster halte ich auch eher für geldschneiderei bzw. einen schönen nebeneffekt für den kopf. damit man denkt: o.k, so schaffe ich es. wenn es hilft, dann bitte.
aber ich habe wie gesagt von 50 zigaretten täglich auf 0 runter gefahren. und habe wirklich keine entzugserscheinungen gehabt.
mein freund und ich haben zusammen aufgehört. und dass wir uns in der zeit ständig angeschrien haben oder so kann ich auch nicht behaupten. wir sind nur in der ersten woche früh ins bett gegangen, damit wir den tag schneller rum kriegten. aber das kann ja auch ganz nett sein.
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die wirkung der pflaster ist aber nachgewiesen, da sie als depot nikotin absondern und somit kontrolliert zum entzug beitragen. und manche raucher haben in der tat entzugserscheinungen, sodaß langsam "runtergefahren" werden muß.
und falls es als plazebo genutzt wird, erfüllt es ja auch seinen zweck als motivationsstütze
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@curiosus
der zweck heiligt die mittel...
@fobs
sicherlich muss es jeder selber wissen. so wie curiosus schreibt, scheint die "langsamer-entzug"-methode ja zu funzen.
aber sicherlich liegt es daran, dass er den WILLEN hat, aufzuhören.
bei alkohlikern geht niemand her und sagt: anstatt des wodkas trinkst du als ersatz erst mal ein paar wochen wein.
da wird radikal gesagt: so, ab heute nicht mehr. und auch nie wieder. was m.e. bei rauchern auch sein muss. ich habe mich bisher nicht getraut eine an zu stecken weil ich schiss hab, dass ich einen rückfall bekomme. -
@lexilexi:
alkohol und nikotin sind zwar beides süchte, dennoch kann man sie insofern nicht vergleichen, da alkohol sich in vielerlei hinsicht in der schwere einfach unterscheidet. (entstehung einer depressiven verstimmung, verminderung der kontrollfähigkeit, intoxikation bei überdosierung sind da nur ein paar beispiele)
und daher geht eine entgiftung beim alkohol im gegensatz zum nikotin auch meist mit pharmakologischer behandlung einher.daß du dir keine anzündest aus angst vor einem rückfall finde ich gut und zeigt auch, daß du den willen hast.
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"Fobs" wrote:
die wirkung der pflaster ist aber nachgewiesen, da sie als depot nikotin absondern und somit kontrolliert zum entzug beitragen. und manche raucher haben in der tat entzugserscheinungen, sodaß langsam "runtergefahren" werden muß.
und falls es als plazebo genutzt wird, erfüllt es ja auch seinen zweck als motivationsstütze
Naja, ich fürchte mal, dass die Abhängigkeit bei Rauchern auch sehr viel mit Gewohnheit zu tun hat. Nicht nur die reine Sucht nach Nikotin ist da entscheident, sondern das einfach vorhandene Verlangen nach einer Zigarette zu bestimmten Anlässen (nach dem Essen, zum Kaffee etc.). Denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum Raucher nach 5 oder 6 Wochen wie caribiangirl wieder anfangen.
Mal nebenbei bemerkt, das ist ziemlich unüberlegt dann wieder anzufangen, dann habt ihr doch den ganzen Entzug hinter euch und müsst "nur" noch das Verlangen bekämpfen!!
Aber nein, da wird die ganze Arbeit und das Leid durch die Gewohnheit zu Nichte gemacht. Da kann ein Pflaster auch nicht helfen. Leider.Curiosus: Alles Gute! Kannst ja mal das Geld, was du täglich sparst in ein extra Sparschwein tun und es nach 6 Monaten oder so schlachten. Ist vielleicht noch ein extra Anreiz, meiner lieben Mutter hat das z.B. sehr viel Spaß gemacht.
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"Madinat-Coraya" wrote:
@CaribianWenn rauchen so ungefährlich ist, du nicht krank davon wirst, es dir finanziell leisten kannst, warum wolltest du dann überhaupt aufhören? Machst du es dir nicht zu leicht? Man kann sich alles schön reden/schreiben!
Natürlich werden auch Nichtraucher nicht vor Krankheiten verschont, aber statistisch eben deutlich weniger oft getroffen als Raucher.
@ Madinat
Ich habe nicht gesagt, dass rauchen ungefährlich ist und ich nicht davon krank werde.
Habe lediglich gesagt, dass ich bis jetzt noch nicht krank bin.
Dass rauchen ungesund ist, wissen wir alle. Rauchen muß aber nicht unweigerlich zu irgendeiner Krankheit, noch zum Tode führen ! Meine Versuche, damit aufzuhören lagen eigentlich nur daran, dass ich eingesehen habe, dass das Rauchen eigentlich für den A**** ist. Es kostet ja nur unnötiges Geld. Mir fehlt aber wirklich der Wille. Solange dieser nicht vorhanden ist, bringen alle Versuche absolut nischt.
In meinem Umfeld ist noch kein Raucher krank, sei es im Bekanntenkreis,Verwandtschaft oder sonstigen Leuten, die man vom Sehen her kennt.
Wenn ein Raucher wegen was auch immer ins Krankenhaus muß, dann wird doch meist das Leiden auf die Raucherei geschoben.
Außerdem rede ich das Rauchen auch nicht schön. Ich weiß, dass es nicht gesund sein kann, solange ich es aber noch bin, mache ich mir diesbezüglich keinen Kopp.LG
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"caribiangirl" wrote:
Wenn ein Raucher wegen was auch immer ins Krankenhaus muß, dann wird doch meist das Leiden auf die Raucherei geschoben.
Außerdem rede ich das Rauchen auch nicht schön. Ich weiß, dass es nicht gesund sein kann, solange ich es aber noch bin, mache ich mir diesbezüglich keinen Kopp.LG
schade, daß du nur von jetzt auf gleich denkst...
denn wenn du erstmal krank bist, wird es zu spät sein.
und natürlich MUSS nicht jeder raucher frühzeitig sterben, denn
es ist ja lediglich erwiesen, daß die verbrennungsprodukte des tabaks kanzerogen wirken, nicht, daß dieser krebs auch tatsächlich bei jedem ausbricht. -
"sakuranohana" wrote:
"Fobs" wrote:
die wirkung der pflaster ist aber nachgewiesen, da sie als depot nikotin absondern und somit kontrolliert zum entzug beitragen. und manche raucher haben in der tat entzugserscheinungen, sodaß langsam "runtergefahren" werden muß.
und falls es als plazebo genutzt wird, erfüllt es ja auch seinen zweck als motivationsstütze
Naja, ich fürchte mal, dass die Abhängigkeit bei Rauchern auch sehr viel mit Gewohnheit zu tun hat. Nicht nur die reine Sucht nach Nikotin ist da entscheident, sondern das einfach vorhandene Verlangen nach einer Zigarette zu bestimmten Anlässen (nach dem Essen, zum Kaffee etc.). Denn sonst kann ich mir nicht erklären, warum Raucher nach 5 oder 6 Wochen wie caribiangirl wieder anfangen.
natürlich ist es gewohnheit. das rauchen ist einfach super konditioniert mit entspannung, ruhe, geselligkeit.
am besten wirken daswegen beim aufhören auch verhaltenstherapie und suggestivtherapien wie hypnose o.ä. -
Nur irgendwann muss Mann/Frau auch wieder in den Alltag, inkl. Geselligkeit und dadurch bedingtes Verlangen. Von Verhaltenstherapien halte ich von daher nicht viel. Wem es hilft, der soll sie machen, aber man muss ja immerhin später noch in das normale Leben zurück.
Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass wenn man es wirkich will, man das Aufhören auch schafft. Damit will ich keinem einen Vorwurf machen, doch der Vorfall oder Wille muss sehr stark sein. Sei es nun der Wunsch nach einem Baby oder eine schwere Krankheit bedingt oder gefördert durch das Rauchen. So hat es sogar meine 65 jährige Großmutter geschafft, die seit 40 Jahren geraucht hatte.
Wer immer noch eienn Vorteil im Rauchen sieht oder es sogar genießt, braucht sich eher keine Hoffnung zu machen.
Wie man aufhört ist allerdings sehr verschieden, es führen nun mal viele Wege nach Rom.
LG
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"sakuranohana" wrote:
Nur irgendwann muss Mann/Frau auch wieder in den Alltag, inkl. Geselligkeit und dadurch bedingtes Verlangen. Von Verhaltenstherapien halte ich von daher nicht viel. Wem es hilft, der soll sie machen, aber man muss ja immerhin später noch in das normale Leben zurück.LG
verhaltenstherapien ändern verhaltensweisen im alltag, wie du es nennst. also wo ist da der kritikpunkt? versteh ich nicht...
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Schon wieder ein Placebo... nach Fobs´ Meinung...
Die Presse-Erzeugnisse sind derzeit übervoll von Artikeln, die sich mit Raucherentwöhnung beschäftigen. Die einschlägige Aussage ist: Rauchen ist eine Sucht, keine Gewohnheit.
Das Nikotinpflaster ist kein Placebo, es gibt über die Haut Nikotin ab. Wie ich heute las, gibt es das Pflaster in 2 Stärken - 2 und 4 mg - für Raucher bis 20 Zigaretten am Tag, die höhere Dosierung für stärkere Raucher.
Für den kurzfristigen Bedarf werden Nikotin-Kaugummis angeboten.
Mein Respekt gilt allen, die es geschafft haben, auf welche Weise auch immer.
Ich habe es noch nicht probiert...
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"sakuranohana" wrote:
Nur irgendwann muss Mann/Frau auch wieder in den Alltag, inkl. Geselligkeit und dadurch bedingtes Verlangen. Von Verhaltenstherapien halte ich von daher nicht viel. Wem es hilft, der soll sie machen, aber man muss ja immerhin später noch in das normale Leben zurück.Außerdem bin ich der festen Überzeugung, dass wenn man es wirkich will, man das Aufhören auch schafft.
Wie man aufhört ist allerdings sehr verschieden, es führen nun mal viele Wege nach Rom.LG
Bravo sakura
Ich selbst halte auch nicht viel von Therapien und so Zeugs.
Auch wenn man dadurch mit dem Qualmen aufgehört hat, beginnt ja unweigerlich der Alltag wieder. Man braucht rein theoretisch nur die Strasse entlang laufen und jemanden mit einer Ziggi in der Hand sehen.
Fobs sagte, dass einem in der Therapie auch der "neue" Lebenswandel beigebracht wird. Sprich, dass man sich eben von rauchenden Leuten fernhalten soll.
Für mich wäre das die totale Isolation der Außenwelt gegenüber.
Ich könnte ja nach dieser Therapie in keine Kneipe / Lokal mehr gehen, weil um mich rum geraucht werden würde. Als Exraucher kann man ja wirklich so gut wie nirgendwo mehr hin, da das Rauchen bis jetzt ja noch vieler Orts gestattet ist.
Jeder Exraucher, der es von jetzt auf gleich gepackt hat, aufzuhören, verdient meinen absoluten Respekt.
Ich persönlich schaffe es definitiv nicht. Wenn es jetzt draußen wieder bitterkalt wird, rauche ich wieder wesentlich weniger, da mir es auf dem Balkon einfach zu kalt ist ( so schnell konnte man ja letztes Jahr nicht mit den Zähnen klappern, wie man gefrohren hat).
Trotzdem geht ganz aufhören auch nicht. Der Wille fehlt und solange der "Willi" nicht mal von innen an die Schädeldecke hämmert, kann und will ich auch nicht aufhören.LG
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@caribiangirl
Ich bin's wieder...
Auch Du schaffst es von jetzt auf gleich aufzuhören, Du hast nur noch nicht die richtige Ausgangslage dazu geschaffen. Du glaubst nämlich noch immer, dass das Aufhören etwas unheimlich schlimmes ist und Dir nachher etwas fehlen wird. Und dies ist definitiv die falsche Ausgangslage (die ich aber auch kenne). Ich rate Dir ganz dringend einmal das Buch von Alan Carr "endlich Nichtraucher" zu lesen. Ich habe beide Male mit diesem Buch aufgehört zu rauchen. Ja, Du liest richtig. Ich habe auch zwei Anläufe gebraucht. Habe vor 4 Jahren von einem Tag auf den anderen mit Rauchen aufgehört und bin 2 Jahre sauber geblieben. Leider habe ich in dieser Zeit aber auch 12 Kilos zugenommen. Aus lauter Frust deswegen habe ich dann wieder angefangen. Nach 1 1/2 Jahren qualmen ist mir endlich wieder klar geworden was für eine blöde Angewohnheit es ist und habe nun vor einigen Monaten wieder aufgehört. Damit mir das mit dem Gewicht nicht wieder passiert, bin ich gleichzeitig bei den Weightwatchers eingestiegen. Und siehe da, ich rauche nicht mehr und nehme auch noch ab. Aber wie schon hundert mal in diesem Forum gesagt, ohne Willen geht es natürlich nicht.@all. Ich weiss, dass Nikotin süchtig machen soll. Ich habe aber beide Male als ich das Rauchen aufgeben habe (war eine sehr starke Raucherin) keinen einzigen Tag irgendwelche körperlichen Entzugserscheinungen gehabt! Einzig die Verdauung war etwas verlangsamt. Ich habe also die Erfahrung gemacht, dass es gar KEINE körperlichen Entzugserscheinungen gibt. Aber wahrscheinlich ist eben auch dieses Empfinden reine Kopfsache.
Ich kann wirklich allen die tatsächlich mit dem Rauchen aufhören wollen das obengenannte Buch ans Herz legen. Man muss nämlich zuerst die Gründe kennen warum man überhaupt raucht und was man aufgibt (
), bevor man sich konsequent damit auseinandersetzen kann. Bei mir hat es auf jedenfall geklappt.Gruss
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"kaydog" wrote:
... das Buch von Alan Carr "endlich Nichtraucher" ...Ohne dem hätte ich es nicht geschafft, sehr empfehlenswert.
Aber nur dann wenn man wirklich aufhören will. -
Der besorgte Vater hat seinen Juengsten beim Rauchen erwischt:
"Ja weisst Du denn nicht, wie schaedlich Zigaretten rauchen in Deinem Alter ist?!"
"Sichter, Vati," gesteht der Kleine, "aber die andern lachen mich immer aus, wenn ich mir 'ne Pfeife anstecke..."