Fluch u. Segen Pauschaltourismus auf Rhodos
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Rhodos kann man nicht mit Kreta vergleichen. Auf Kreta findet man z.B. an der Südküste kaum AI und selbst in Orten mit diversen AI-Hotels sind die Tavernen voll bis Oberkante. Auf Rhodos hingegen ist es leider etwas anders.
..... ich denke, dass gleich die 100 AI Diskussion los geht. Ich hole mir schon mal Chios

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Es geht ja nicht nur um AI, sondern um die Problematik, die die beschriebenen Arten des Tourismus mit sich bringen (und ich warte noch immer gespannt darauf, worin die TO einen „Segen“ erkennt).
Bzgl. Kreta bin ich ganz Deiner Meinung: Es gibt im Süden und in der „Mitte“ der Insel richtig hübsche Cottages (teilweise auch ohne Verpflegung), wo man fernab des Massentourismus die Natur, die Ruhe und das fabelhafte Essen – ich schwärme heute noch von den gegrillten Forellen in Zaros
– genießen kann und weit und breit keine AI–Bändchen–Träger sieht... -
Ohne Tourismus wären die ganzen Inseln schlicht und einfach aufgeschmissen (so wie andere Inseln im Mittelmeer auch), inkl. astronomischer Arbeitslosenzahlen
Auch war ich ziemlich verwundert, dass in dem Artikel was von Billigtourismus zu lesen war.
Gerade die griechischen Inseln und auch das griechische Festland sind dann doch im Verhältnis ziemlich teuer - ob das an den Reiseveranstaltern liegt oder an den Hotelmanagern ist für den Reisenden ziemlich egal. -
@Nate1
Wie ist denn Deine Meinung zu dem verlinkten Artikel ?@Malini
Stimmt, hast Rect - es geht nicht nur um AI.
Ich bin jetzt mal davon ausgegangen, dass die Art von Urlaub (AI-Urlaub) letztendlich die Massen an Touristen anzieht.Ich glaube, dass wenn man alle Aspekte betrachtet, es zu einer langen Diskussion führen kann.
An der Stelle (weil es im Artikel erwähnt wird) halte ich es für einen schlechten Witz die Firma Fraport als den großen Investor zu feiern
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vor gefühlten 100 Jahren war ich mal in einem Riu–Hotel in Punta Cana. Die Führungsriege bestand selbstverständlich aus Spaniern. Die einheimischen Mitarbeiter hatten dann die Wahlmöglichkeit aus Putzfrau, Kofferträger und Kellner – so geht Traumjob!
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Malini, von Traumjobs hat keiner gesprochen, aber gerade in Zeiten, wo auf dem Festland die Arbeitslosigkeit in Griechenland immens ist(40% bei den 15-24jährigen), ist ein Job Gold wert - geht ja nicht nur um Hotels, sondern auch Busfahrer, Logistik usw usf.
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Ist das so?
Kann jetzt nur von meinem letzten Rhodosbesuch sprechen - die Restaurants waren sehr gut besucht, und die, die es nicht waren, waren von der Qualität halt nicht so besonders gut.
Auf Rhodos gibt es zwar auch AI, dann aber oft, wenn die "Resorts" weiter entfernt von Einkaufsmöglichkeiten liegen. -
vor gefühlten 100 Jahren war ich mal in einem Riu–Hotel in Punta Cana. Die Führungsriege bestand selbstverständlich aus Spaniern. Die einheimischen Mitarbeiter hatten dann die Wahlmöglichkeit aus Putzfrau, Kofferträger und Kellner – so geht Traumjob!
@malini sagte:
Die einheimischen Mitarbeiter hatten dann die Wahlmöglichkeit aus Putzfrau,
@Malini
Laut dem was ich gelesen und erzählt bekommen habe, verdienen "Putzfrauen" (inkl. Trinkgeld) verhältnismäßig gut
und manch (deutlich) höherer Angestellter in der Branche wäre froh, wenn er das Geld hätte
Ein kleiner Teufelskreis.
In touristisch stark frequentierten Regionen werden immer mehr Hotels gebaut, was für die Einheimischen letztendlich zu knappen Wohnraum und hohen Mieten führt. Die Folge daraus ist, dass einige Hotels Probleme haben Personal zu bekommen, wenn sie nicht vernünftig zahlen, oder Unterkünfte stellen können.
@gnarze sagte:
Auf Rhodos gibt es zwar auch AI, dann aber oft, wenn die "Resorts" weiter entfernt von Einkaufsmöglichkeiten liegen.
Naja, wenn Du Dir die "Hotspots" mal anschaust ist das auf Rhodos bezogen nicht ganz richtig. (Abgesehen von einzelnen Ausnahmen)
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Was auch immer „verhältnismäßig“ in Zahlen bedeutet... Ändert aber auch nichts an der Tatsache, dass der Job scheixxe ist...
Natürlich ist er das, Malini.
Keine Ahnung, ob das Reinigungspersonal in Griechenland besser bezahlt wird als im Rest von Europa. Auch keine Ahnung, ob sich die GR-Urlauber von den Urlaubern in anderen Ländern unterscheiden - was Trinkgelder und den Zustand ihrer Zimmer betrifft.... was ich mir kaum vorstellen kann.
Ach ja, und dann liest man in den HB, dass nicht ordentlich geputzt wurde, dass die Damen erst am Nachmittag gekommen sind. Klar, man möchte es wieder schön aufgeräumt und sauber haben, wenn man dann vom Pool oder Strand auf sein Zimmer kommt und nicht mehr über die auf den Boden geworfenen Klamotten und was weiß ich stolpern.
Das Reinigungspersonal hat schon oft mein tief empfundenes Mitleid gehabt, denn man kommt manchmal nicht umhin, einen Eindruck von solch einem Chaos zu bekommen.
Somit hoffe ich, dass diese Damen ( klick ) - das schafffen, was sie sich vorgenommen haben. (Und sorry für diesen OT-Link von Ende August 19, wo's um "Putzfrauen" aber in Spanien geht.) -
Die einfachste Methode, am Nachmittag ein geputztes Zimmer zu haben, ist, dieses früh zu verlassen und mit dem Zimmermädchen, der Hausdame oder der Rezeption für die Dauer des Aufenthalts zu vereinbaren, dass sie schon zeitig reinkönnen. *klugscheiss
Denn das Schlimmste ist, das jeder um Zwei oder Drei nachmittags alles sauber haben möchte, aber die wenigsten vor Elf draussen sind. Dann stehen sich morgens die Frauen die Beine in den Bauch oder suchen ihre nicht grad kleinen Reviere nach "freien" Zimmern ab und kurz vor Mittag sollen dann 30 Buden gleichzeitig fertig sein.
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Kourion,
wem sagst Du das? Als Schülerin habe ich nebenbei in einem Krankenhaus gearbeitet und oft die Zimmer geputzt. Nicht schön, was man da so erlebt...


Ich erinnere mich, dass ich mal in Griechenland unserer Putzfrau 10 € hingelegt habe. Wir sind ihr dann später begegnet (ich hatte sogar den Eindruck, dass sie uns abgefangen hat) und sie hat sich dermaßen überschwänglich bedankt, dass es mir schon fast unangenehm war. Nee, ich hatte nicht das Gefühl, dass sie so dicke verdient. (Davon abgesehen, dass die meisten Menschen wohl auch andere Ansprüche an ihren Beruf haben, als den Dreck anderer Leute wegzumachen).