Urlaub suchen und buchen im Internet ist oftmals viel vergeudete Zeit!
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Was genau ist daran nicht zu verstehen, dass nicht alle Angebote in Echtzeit beim Suchvorgang angezeigt werden können? Man kann schlechterdings nicht erwarten, dass hinter der Suchmaske wissenschaftliche Hochleistungsrechner von IBM hängen.
Wie funktioniert also das System?
Relationale Datenbanken werden nacheinander mit den aktuellen Preisen für Hotels, Flüge und natürlich auch dem Datum gefüttert. So hat dann z.B. Hotel Adlerhof 300 Datensätze für 300 Tage und das für jeden Veranstalter, der das Hotel im Vertrieb hat. Nehmen wir nur mal Booking mit 1,6 Mio Hotels und 300 Tagen ... das sind mal eben 480 Mio Datensätze die werden als Block runtergeladen. Dann kommt TUI dran, dann HRS dann diese und das und das Weltweit. Dazu werden noch alle Flüge gepackt, die in den nächsten 300 Tagen geplant sind, natürlich auch mit Preis. Diese Milliarden Datensätze sind nun zwar ziemlich aktuell, aber eben nicht zu 100 % ... Wenn jetzt nur ein Flug in die USA gecancelt wird, hat das beim "Zusammenpacken" enorme Auswirkungen auf den Preis für alle USA-Reisen.
Auf diesen Datenpool greifen jetzt alle möglichen Internetnutzer und Reisebüros zu. Da alle Daten aus dem "gleichen Topf" kommen, lassen sich die Anfragen recht zügig ohne große Rechnerleistung zusammenstellen und übertragen. Das ist dann das, was man als erstes als Ergebnis auf den Bildschirm bekommt.
Wenn man sich nun für ein bestimmtes Angebot interessiert, dann klickt man das an und es wird eine Echtzeitanfrage an die involvierten Veranstalter geschickt und die Rückantwort mit den dann tatsächlichen Preisen dargestellt - oder auch, dass das Angebot nicht mehr verfügbar ist

Ich hoffe, damit ist auch die Frage nach der Rechnergeschindigkeit von plz64 beantwortet

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Passende Erklärung, Peter

Wobei noch anzumerken ist, dass im Pauschal-Tourismus (inklusive NurHotel-Veranstalterangebote ) -Reisebüros, Online-Reisebüros und andere Reisevermittler auf- im Grunde genommen zwei Systeme zurückgreifen: Amadeus(Ex Traveltainment) und Peakwork- die neuere, mache sagen auch "modernere" der beiden Plattformen.Ansichtssache.
Es sind also im Grunde genommen zwei Datenpools- aus denen die Angebote für die Reisebüros gespeist werden.HC nutzt übrigens auch beide, alsoAmadeus und Peakwork.Basis für eine korrekte Anzeige ist natürlich die Veranstalter-Produktion(Datenqualität)
Übrigens, Thema Kosten- die Veranstalter bezahlen an die beiden Technikdienstleister pro Abfrage auch eine Nutzungsgebühr, umsonst ist deren Dienstleistung natürlich nicht.Auch für z.B. uns übrigens nicht. -
Ich denke mal, das manche Kunden eine gewisse "Veranstalterphobie" entwickelt haben und sich bei quasi jeder Buchung irgendwie beduppt und abgeleder fühlen (oder wahlweise auch bei Gegendarstellungen ihrer Thesen).
Insofern bin ich ganz bei Candecor: Wenn man´s nicht begreift und genervt ist, muss man eben eine Marmortafel mit geklöppelter Anfrage in die Hotellobby liefern lassen und auf eine Antwort in 6-8 Wochen hoffen - wohl an!
Aber früher war mehr Lametta ...
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Ich denke mal, das manche Kunden eine gewisse "Veranstalterphobie" entwickelt haben und sich bei quasi jeder Buchung irgendwie beduppt und abgeleder fühlen (oder wahlweise auch bei Gegendarstellungen ihrer Thesen).
Insofern bin ich ganz bei Candecor: Wenn man´s nicht begreift und genervt ist, muss man eben eine Marmortafel mit geklöppelter Anfrage in die Hotellobby liefern lassen und auf eine Antwort in 6-8 Wochen hoffen - wohl an!
Aber früher war mehr Lametta ...
@vonschmeling sagte:
Wenn man´s nicht begreift und genervt ist, muss man eben eine Marmortafel mit geklöppelter Anfrage in die Hotellobby liefern lassen und auf eine Antwort in 6-8 Wochen hoffen - wohl an!
Mit solchen Gedankengängen gäbe es heute nicht mal einen Taschenrechner und Gott sei Dank haben sich einige schlaue Leute Gedanken gemacht

Im Endeffekt ist das "Reise buchen" nichts anderes als eine reine Datenverarbeitung und Datenweitergabe in Verbindung mit einer verlinkten Software. Es gibt in Punkto Reisebürosoftware bzw. "Datenbeschaffung" nicht sonderlich viele Alternativen, sodass ein Wettbewerb praktisch entfällt und Bemühungen ggü. gewissen Anforderungen sich in Grenzen halten.
Würden wir hier nicht über "Reisesoftware" diskutieren, sondern über eine Software, die sich täglich mit mehreren Mitbewerbern vergleichen lassen muss, würde einiges besser und schneller laufen !
Das soll nicht heißen, dass es keine Mamutaufgabe ist oder auch mal einen Aufpreis kostet, aber Konkurrenz belebt das Geschäft und es ist "theoretisch" Alles machbar !
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Naja -es gibt zwei grosse Konkurrenten in dem Bereich-- Peakwork ist relativ neu, aber sehr erfolgreich.Amadeus ist immer noch der Platzhirsch Aber am Ende ist das auch eine Kostenfrage
Wir nutzen beide Systeme gleichzeitig
Daneben gibt es noch kleinere Provider, aber die sind weniger von Bedeutung. Da ist also durchaus Wettbewerb vorhanden.
Amadeus und Peakwork mixen auch Flüge dazu, beschränken sich also nicht nur auf die Durchleitung von A - nach B oder umgekehrt..Da stecken ganz ausgefeilteTechniken dahinter.Und diese werden ständig angepasst.
Aber das führt alles zu weit.Und am Ende muss bei Millionen von täglichen Anfragen auch die Kostenseite stimmen.
Siehe die magere Veranstalterrenditen. -
@Holly-man
Ich glaube nicht, dass es sich hier um ein Problem aufgrund von monopolistischen Strukturen handelt.
Vermutlich liegt es eher daran, dass man inzwischen die Echtzeitverarbeitung von Daten als selbstverstänlich betrachtet (omnia ad voluntatem fluunt!) und sich weniger Gedanken macht, wie unendlich im Falle von Reisebuchungen die Parameter sind?
Auch möglich, dass ich subjektiv die Suche nach Ferien nicht als Zeitverschwendung betrachte, ausgesprochen selten mit dem von Reiseamazone geschilderten Phänomen konfrontiert wurde und schlichterdings aufhöre, wenn es mir zu bunt wird oder ich etwas Dringenderes zu verrichten habe?
Übrigens verkompliziere ich freiwillig zumeist den Suchvorgang durch den Vergleich einzelteiliger Buchungen, wobei ich zuerst ein Budget xy für die Reise z festlege um dann bei Erfüllung sofort einzuloggen (und nie wieder nachzusehen, ob ich mich evtl. verzockt habe!
).Zuletzt muss ich aber auch einräumen, dass ich bei bestimmten Beschwerdeführern einigermaßen abgestumpft reagiere, z.B. wenn ich die Erfahrung gemacht habe, dass alle naslang eindeutig vereinbarte Eigenschaften einer Buchung als "Masche" persifliert werden oder "Rechte" eingefordert, die leider nun einmal nicht existieren (was dann wiederum als "Masche zur Gewinnoptimierung" abzuwatschen gefällt ...).
Mein Fazit:
Ich nehme es wie´s kommt - oder halt nicht! - und habe keinen Anlass zur Beschwerde. -
Auch ich suche im Internet und buche aber dann im Reisebüro. Habe schon paar mal die Erfahrung gemacht, dass es besser ist im Reisebüro zu buchen, sei es dass der Flug nicht planmäßig fliegt, oder man im Urlaub z.B. wegen Krankheit den Rückflug umbuchen muss. Dann kümmert sich mein Reisebüro darum. Dafür zahl ich gerne mal ein paar Euro mehr.
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Nur mal so für´s Prokokoll:
Man kann auch im Internet bei einem Reisebüro (OTA) buchen und dort mindestens denselben Support (mit zumeist wesentlich besserer Erreichbarkeit / "Öffnungszeiten") erhalten wie beim Reisestübchen um die Ecke.
Die Methode Reisebüro kann demnach ganz auf das Internet gestützt sein, das eine schließt das andere nicht aus.Ein Grund, weshalb ich mich auch frage, was die Headline eigentlich sagen will?
Sind denn alternative Suchen (Reisebüro um die Ecke sucht für mich und ich muss alle naslang meine Kriterien nachjustieren / ich wälze Kataloge mit unübersichtlichen Preisteilen) so viel weniger zeitraubend?
Mal angenommen, ich finde in der Printausgabe eines Reisekatalogs ein Hotel, dessen Darstellung und Leistungsbeschreibung mir zusagt, steht da womöglich auch noch "ab 645€ für eine Woche!". Nach mühseliger Recherche im Preisteil stelle ich jedoch fest, dass die Woche zu meiner Reisezeit leider 845€ kostet - schreibe ich dann einen wütenden Brief an den Veranstalter, er habe mich mit einem "Lockangebot" zu verführen versucht und ich habe ja nur wegen des "ab" Preises überhaupt das Hotel in meine Auswahl aufgenommen?
Dem Grunde nach ist das doch nichts anderes als der "Ärger", dem die Reiseamazone hier Luft machen will.
Zu allem Überfluss steht womöglich noch ein * neben der Preisangabe im Printkatalog und ich finde dann einen Änderungsvorbehalt, damit habe ich mal so richtig Zeit vergeudet nach den Prämissen der Amazone.Meiner Meinung nach ist das hier tatsächlich ein "Wünsch mir was" Thema, das ein bisschen realitätsfern liegt und wirklicher Alternativen weitgehend entbehrt.
Aber vielleicht verblüfft mich die Reiseamazone ja mal mit der Methode ihrer Wahl, die sie resultierend aus der Frustration über "die Branche" gefunden hat?! -
Thema Preisteile:
So, wie sich die Entwicklung momentan abzeichnet---werden die Preisteile der Kataloge wohl recht bald überall Geschichte sein. Zumindest in der bisherigen Form.
Abgelöst werden sie durch Preisindikatoren in den Bildchenteilen der Kataloge. Diese weisen dann nur noch pro Monat ein Preisbeispiel aus,mit drei oder vier Abflughäfen.
Wer das mal sehen will-- einfach mal einen Winterkatalog von FTI zur Hand nehmen und nachschauen. Anex Tour macht es ähnlich. Und ie TUI ist an dem Thema sowieso dran.
Macht es der Markführer dann, werden alle anderen folgen.
Interessant wird dann die Frage, wie man als Urlauber -ohne Internet-Recherche --sich seine Preise zum Wunschtermin herausfiltern will?
Auch die Reisebüros um die Ecke haben dann das gleiche Thema.
Der Geschäftsführer von FTI, Schiller-- hat das Thema Wegfall Preisteile dann auch so begründet:
Zitat:
"Sie sind unübersichtlich, verschlingen viel Papier und unter dem Gesichtspunkt tagesaktueller Preise nicht mehr zeitgemäß..."
Zitatende.*Und -- es funktioniert wirklich,die Kunden akzeptieren es. Und die Vorgaben zur Preisangabe sind erfüllt.
Die TUI wird es nachmachen
ihre eigene Variante war zuvor krachend gescheitert.* Quelle : Ausriss aus einem Online Artikel der FVW
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Mal eine Verständnisfrage - der technische Hintergrund ist mir hierbei soweit allerdings schon klar.
Die Reiseportale oder auch die Reisebüros, stationär oder online, greifen auf dieselbe Datenbasis zurück. Sprich die Airlines stellen die Flüge rein, die Hotels ihre Betten, die Veranstalter weiß nicht was (wozu braucht man die dann überhaupt noch? Nur für die Transfers ab/bis Flughafen?) und daraus wird dann wie in einer großen Suchmaschine ein Angebot für eine Reise von/nach zum Datum X für Y Tage ins Hotel Z mit der Leistung sowieso zusammengekruschtelt. Und wenn es dann zur Echtbuchung kommt eben die Konditionen nochmal überprüft und ggfs. aktualisiert. Soweit so klar.
Dann wären die Preise für dieselbe Reise aber identisch, egal wo ich anfrage - das ist zwingend bei der gleichen Datenbasis. Außer es gäbe noch weitere Faktoren - z.B. Veranstalterrabatte für gewisse Dienstleistungen wie Flüge oder Bettenkontingente. Welche weitere Faktoren fließen also mit rein? Dass TUI Hotel X mit 50 % Rabatt einkauft, FTI aber nur mit 40 %? Und wieso kann ich die Reise nicht einfach so buchen - Flug und Hotel aus direkter Hand, also Veranstalter ungebunden? Klar kann ich das, aber eben nur einzeln und ohne die "Absicherung" einer Pauschalreise.
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Du kannst auch "verbundene Leistungen" buchen, NeckarSchwabe.
Und ja, z.B. Rabatte fließen noch mit in die Preisgestaltung ein, evtl. Servicecharges ... aber zumeist sind die Preise OTA / stationäres RB tatsächlich identisch (sofern natürlich die Reiseausgestaltung identisch ist!). -
@Neckarschwabe:
Man kann davon ausgehen, dass ein Veranstalter beim Einkauf ( wo auch immer) etwa 70 % des Normalpreises an ein Hotel bezahlt. Genau sagt es keiner, aber das hört man u.a. auch von den Hoteliers , mit denen man spricht.
Dies zum Thema 40 oder 50 % Rabatt- soviel ist es nicht.
Zudem stellen die Hotels die Preise und Zimmervolumina nicht ein,diese werden abgerufen.. So läuft das auch mit den Flügen.
Man nimmt das, was man braucht--alles andere wäre nicht wirtschaftlich.
Natürlich gibt es auch noch Kontingente- besonders bei sehr beliebten/viel gebuchten Hotels. Auch bei Airlines gibt es Kontingente, die können aber völlig unterschiedlich gestaltet sein.Aber vieles produziert man heute schon über z.B. Bettenbanken ( und externe Fluggeber.)
Risikominimierung.
Wie das so mit dem Thema Veranstalter-Dasein läuft oder auch nicht--- sieht man sehr gut an der seit zwei, drei Jahren gefahrenen erfolgreichen Strategie der TUI.
TUI Chef Joussen sieht sein Unternehmen inzwischen im Umbau zum-- Digitalunternehmen.
Da fehlt doch was-- stimmt ----das Zauberwort Reiseveranstalter.74 % des Ergebnisses der TUI -Group kommen nämlich nicht aus der Veranstalter-Tätigkeit- sie kommen aus dem Geschäft mit ---Kreuzfahrten (Mein Schiff usw.), aus Hotels-- die TUI erwirbt ja ständig neue- brandet auch -- und aus Aktivitäten in den Urlaubsländern.
TUI nennt es Zielgebietserlebnisse..
Alltours Chef Verhuven macht es seit ein paar Jahren ganz ähnlich- er kauft Hotels wo er sie kriegen kann . Mittlerweile dürften auch das so um die 40 (?) eigene sein..
Warum? Die Rendite ist einfach erheblich höher.Und man hat die Preishoheit.
FTI auch ganz ähnlich- Labranda & Co, das können die , seitdem sie einen ägyptischen Hauptgesellschafter haben: Den Milliardär Hamed el Chiaty(El Gouna, Travco) El Chiaty hat übrigens vor kurzem seine deutschen Steigenberger Hotels an chinesische Investoren verkauft.Begriffen hatte das auch die kürzlich verschiedene Cook- Gruppe- nur die konnten es nicht- Cook gehörten keine Hotels und keine Schiffe-eigentlich kaum etwas--die Hintergründe und Spätfolgen sind ...leider.... bekannt.An den sehr fähigen Bereichsverantwortlichen und den engagierten Mitarbeitern der gesamten Cook Gruppe lag es sicher nicht- einige davon arbeiten inzwischen auch schon bei anderen Veranstaltern.
Auch der Pionier/Erfinder der dynamischen Produktion-- der Veranstalter Vtours - hat die Zeichen der Zeit erkannt-- die Inhaber haben Vtours kürzlich an die Tourismus-Sparte der schweizerische Migros Group(Hotelplan, Interchalet ,Interhome und Bedfinder )verkauft.
Die Geschäftsführe von Vtours bleiben, man will damit einfach mehr Power am deutschen Markt haben.Alleine könnte das Vtours eher nicht.
Andersrum läuft es bei Veranstalter Bentours-- an diesem haben sich zwei türkische Hotel- Groups -beteiligt.( Stone Group und die Delphin Gruppe)
Nochmal zur Erinnerung: 3 % Umsatzrendite sind bei deutschen Veranstaltern ein Traum. Viele RV haben sie nicht.
Viel Info, aber man kann das eben nicht so Ruckzuck darstellen. Sorry für die Länge des Beitrags. -
Nachtrag: Passt zwar hier auch nur bedingt rein, aber man erkennt bestimmte Trends in der Branche(s.Beitrag oben)
Die Bahn hat ihren Veranstalter Ameropa an einen Münchner Investor verkauft
Mehr dazu--klick -
Nachtrag: Passt zwar hier auch nur bedingt rein, aber man erkennt bestimmte Trends in der Branche(s.Beitrag oben)
Die Bahn hat ihren Veranstalter Ameropa an einen Münchner Investor verkauft
Mehr dazu--klickDanke @Günter für die umfassende ausführliche Info. Es gibt Sachverhalte die lassen sich nunmal nicht in einem Dreizeiler darstellen. D.h. was wir seit einiger Zeit haben ist eine komplette Umstrukturierung und Digitalisierung der Reisebranche. Ebenso werden die reinen Veranstalter, insb. die mittelgroßen, nach und nach entweder verschwinden oder in größere Strukturen integriert - s. das Beispiel mit VTours. Mit Umsatzrenditen von unter 3 % kann man langfristig nicht überleben bzw. findet keine Investoren.
Bleiben werden innovative (meist kleinere) Spezial- und Nischenveranstalter, die für ihre Angebote, sei es Langlauf in Grönland, sei es Elefantenjagd in Botsuana, die sich an eine weniger preissensible Klientel richten, bessere Margen erzielen können.
Schade dass Cook zu spät auf den Trichter kam - insofern sind das tatsächlich strategische Fehlentscheidungen des Managements gewesen. Der Ausfall eines so großen Wettbewerbers ist für den Markt insgesamt schädlich.
Die Debatte passt auch gut zum Threadthema - des Entstehen neuer Vertriebswege führt natürlich zu Veränderungsprozessen, die auch beim Kunden ankommen. Und sei es nur, dass der Angebotspreis am Bildschirm eben nicht mehr als das ist und der Endpreis erst beim Kauf gemacht wird. Ist an jeder Supermarktkasse übrigens auch so.
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Danke @Günter für die umfassende ausführliche Info. Es gibt Sachverhalte die lassen sich nunmal nicht in einem Dreizeiler darstellen. D.h. was wir seit einiger Zeit haben ist eine komplette Umstrukturierung und Digitalisierung der Reisebranche. Ebenso werden die reinen Veranstalter, insb. die mittelgroßen, nach und nach entweder verschwinden oder in größere Strukturen integriert - s. das Beispiel mit VTours. Mit Umsatzrenditen von unter 3 % kann man langfristig nicht überleben bzw. findet keine Investoren.
Bleiben werden innovative (meist kleinere) Spezial- und Nischenveranstalter, die für ihre Angebote, sei es Langlauf in Grönland, sei es Elefantenjagd in Botsuana, die sich an eine weniger preissensible Klientel richten, bessere Margen erzielen können.
Schade dass Cook zu spät auf den Trichter kam - insofern sind das tatsächlich strategische Fehlentscheidungen des Managements gewesen. Der Ausfall eines so großen Wettbewerbers ist für den Markt insgesamt schädlich.
Die Debatte passt auch gut zum Threadthema - des Entstehen neuer Vertriebswege führt natürlich zu Veränderungsprozessen, die auch beim Kunden ankommen. Und sei es nur, dass der Angebotspreis am Bildschirm eben nicht mehr als das ist und der Endpreis erst beim Kauf gemacht wird. Ist an jeder Supermarktkasse übrigens auch so.
@neckarschwabe sagte:
Und sei es nur, dass der Angebotspreis ...... eben nicht mehr als das ist und der Endpreis erst beim Kauf gemacht wird. Ist an jeder Supermarktkasse übrigens auch so.
NEE, da wäre das ein HURRA für Abmahnvereine oder -anwälte
(falls nicht offensichtlich ein seltenes Versehen!) -
@neckarschwabe sagte:
Und sei es nur, dass der Angebotspreis ...... eben nicht mehr als das ist und der Endpreis erst beim Kauf gemacht wird. Ist an jeder Supermarktkasse übrigens auch so.
NEE, da wäre das ein HURRA für Abmahnvereine oder -anwälte
(falls nicht offensichtlich ein seltenes Versehen!)@berggourmet sagte:
NEE, da wäre das ein HURRA für Abmahnvereine oder -anwälte
(falls nicht offensichtlich ein seltenes Versehen!)Leider irrst Du Dich da fundamental, gab hier im Form auch schon Debatten drüber.
Als Beispiel zu allem was so im WWW zu finden ist: Verbraucherzentrale
Gilt beim Onlinehandel und somit der Buchung einer Reise ebenso. Ausnahme: Dem Anbieter einen Vorsatz und somit arglistige Täuschung nachzuweisen, aber dieser dürfte regelmäßig nicht zu führen sein.
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@berggourmet sagte:
NEE, da wäre das ein HURRA für Abmahnvereine oder -anwälte
(falls nicht offensichtlich ein seltenes Versehen!)Leider irrst Du Dich da fundamental, gab hier im Form auch schon Debatten drüber.
Als Beispiel zu allem was so im WWW zu finden ist: Verbraucherzentrale
Gilt beim Onlinehandel und somit der Buchung einer Reise ebenso. Ausnahme: Dem Anbieter einen Vorsatz und somit arglistige Täuschung nachzuweisen, aber dieser dürfte regelmäßig nicht zu führen sein.
Nein, dass der Kaufvertrag nicht gültig ist, hatte ich auch nicht behauptet.
Aber der Händler verstösst mit falscher Auszeichnung gegen die PreisangabenVO (steht auch in dem Artikel) was insbesondere in Wiederholungsfällen oder bei unterstellter Absicht verdammt teuer werden kann!Sonderangebote sind ja meist durch Plakate/Prospekte/Apps mit Gültigkeitsdatum - oft sogar eine Woche - unstrittig, da geht's ja im Zweifel immer um die vorzuhaltenden Mengen.
Aber im Internethandel und bei Reisen ist das eben anders, da wird das Angebot erst nach Prüfung erstellt.
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Ein Reisevertrag umfasst auch ein paar variable Komponenten mehr als der Verkauf einer Packung Waschmittelpods oder eines halben Pfunds Butter.
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Und eine Reisebuchung bezieht sich auf eine Dienstleistung, die zu dem Zeitpunkt noch gar nicht erstellt ist.
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Interessant ...
Bei welchem Onlinehandel gibt es das denn so NeckarSchwabe? Ich kenne keinen.
Meiner Meinung nach gibt es das nur bei der Reisebuchung.
Aber vielleicht läuft es ja auch demnächst überall so, vielleicht sogar im Supermarkt?
Digitale Preisanzeigen für die Produkte (gibt es ja schon), aber dann Sensoren in den Regalen. Erhält ein Artikel besondere Aufmerksamkeit geht das an die Kasse und der Preis erhöht sich.
Nach dem Motto: "Sorry, kurzfristige Preiserhöhung". Wollen sie jetzt kaufen oder nicht?, Ansonsten legen sie doch bitte den Artikel zurück.". Da ist das Unternehmen ja auf der sicheren Seite ...
Erklärungen dafür gibt es dann wie: Die Bauern haben den Milchpreis erhöht und die Sprit- und Energiekosten sind gestiegen.
Natürlich konnte man das bei der ersten Preisanzeige der Butter nicht wissen, weil die wird ja immer neu und frisch nachgelegt .....