Airbus: Neues Werk in China
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Während Airbus an seinen Standorten in Deutschland und Frankreich Stellen streicht , baut der europäische Flugzeughersteller ein neues Werk in China.Dort sollen ab 2011 monatlich vier Mittelstreckenjets der A320 Familie ausschließlich für den chinesichen Markt produziert werden.
Kosten des Werks: sieben Milliarden Euro.Im Gegenzug hat China 150 Flugzeuge bei Airbus bestellt und erklärt , später noch zwanzig A350 Großraumjets kaufen zu wollen.Und noch einen dicken Fisch hat Airbus an Land gezogen. Die US-Billigfluglinie Skybus hat 65 Flugzeuge der A320 Familie bei Airbus bestellt. -
Mit diesem Schritt verschachern europäische Unternehmen mal wieder kostbares Know-How nach Asien. Die Chinesen haben es bisher und werden es auch in Zukunft nicht lernen, dass man nicht einfach alles kopieren und als sein Eigentum verkaufen kann.
Diese Entwicklung wird den Standort Europa mittelfristig ebenso ausbluten, wie es in den USA bereits mit anderen Produkten geschehen ist.
Die Unternehmenszahlen werden kurzfristig gut aussehen, und das Management steht wunderbar da. Die Aktionäre freuen sich solange, bis das Know-How weg ist und das chin. Airbus Werk nicht mehr wettbewerbsfähig ist.
Die Käufe, die aus China jetzt versprochen werden, hören sich gut an, stehen aber leider bisher nur auf dem Papier. Leider sind Verträge mit chin. Unternehmen aber erst etwas wert, wenn geldmäßig Anzahlungen geflossen sind.Soweit meine Meinung zu diesem Thema (siehe Transrapid)
Juenter
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27.10.2006, Paris (dpa) - Der Airbus-Chef Louis Gallois ist der Befürchtung entgegengetreten, der Bau eines Flugzeugwerks in China werde Arbeitsplätze in Europa kosten. Airbus «schließt kein Werk in Europa, um eines in China zu eröffnen», versicherte Gallois der Pariser Finanzzeitung «La Tribune» (Freitag). Das Werk in Tianjin solle 700 Mitarbeiter beschäftigen. 200 Mitarbeiter würden aus Europa dorthin entsandt. Dazu kämen 500 Chinesen, davon 150 und 200 Ingenieure.
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Ja,solange die europäischen Werke und das chinesische voll ausgelastet sind, mag das stimmen. Nur-wird die Produktion mal rückläufig ,wird man dort weiterproduzieren,wo die Arbeitskräfte billiger sind. Oder es reichen für eine Verlagerung/Schließung schon Modellwechsel aus.
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"meinungsfreiheit" wrote:
27.10.2006, Paris (dpa) - Der Airbus-Chef Louis Gallois ist der Befürchtung entgegengetreten, der Bau eines Flugzeugwerks in China werde Arbeitsplätze in Europa kosten. Airbus «schließt kein Werk in Europa, um eines in China zu eröffnen», versicherte Gallois der Pariser Finanzzeitung «La Tribune» (Freitag). Das Werk in Tianjin solle 700 Mitarbeiter beschäftigen. 200 Mitarbeiter würden aus Europa dorthin entsandt. Dazu kämen 500 Chinesen, davon 150 und 200 Ingenieure.Was soll der gute Mann auch anderes sagen?
Solche Beschwichtigungsversuche sind die Spezialität von Vorstandsvorsitzenden weltweit. Ich glaube, da gibt es "Beschwichtigungsstrategie-Seminare"
der einschlägigen Beratungsunternehmen.Irgendwann gilt dann einer von Adenauers Leitsprüchen: "Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von gestern!"
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gefunden bei
Hamburger Abendblatt:
:(Airbus: China macht Hamburg Konkurrenz
Airbus streicht in Deutschland Stellen – und baut in China ein neues Werk. Denn die Produktion in China ist billig und der chinesische Markt ist groß. Und in der Krise gilt nur Eins: Sanieren. Aber die Folgen für Hamburg und die anderen Werke sind nicht abzusehen.
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Der jetzige Arbeitsplatzabbau in Deutschland, der übrigens auf jeden Fall kommen wird, egal was in den Medien steht, ist sicherlich nur ein Aspekt. Das Hauptproblem sehen ich aber beim Know-How Transfer in Länder, die damit nicht seriös umgeben können.
Die Folge wird sein, dass wir die "verschenkte" Technik irgendwann teuer wieder einkaufen müssen. Die Manager von heute wird das aber nicht mehr interessieren, weil sie ja während ihrer Tätigkeit ordentliche Zahlen vorgelegt haben. -
Noch geht es "nur" um die Endmontage. Irgendwann gesellt sich
dann die komplette Fertigung der Maschinen hinzu. Und der dritte
Schritt wird sein, daß nicht nur der chinesische Markt, sondern
leicht modifiziert (wie man es aus der Automobilbranche kennt)
ein neuer Flugzeugtyp weltweit zum Verkauf zur Verfügung steht.
Und der heißt dann nicht mehr Airbus.