Reisen und Umwelt
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Hallo!
Macht ihr euch bei der Reisebuchung Gedanken über die Umweltauswirungen?
Es ist zum Beispiel so, dass ein Flugzeug den höchsten CO2 Ausstoß hat. Steigt ihr da lieber auf ein Schiff.. um?
Passt ihr immer im Urlaubsort auf, dass ihr nichts zerstört?Für mich ist es z. B. klar, dass ich kein Korallenriff berühre.
Bis jetzt bin ich immer mit dem Flugzeug in meinen Urlaubsort angekommen, weil es einfach schneller.. ist.
Die Entscheidung für mich ist schwierig...
Ich möchte natürlich auch, dass meine Kinder noch ohne große Einschränkungen auf der Welt leben können.Was denkt ihr zu diesem Thema?
Stichpunkt Nachhaltigkeit und Urlaub -
Hallo,
ich achte drauf das ich vor Ort keine Korallen beschädige, keine einheimischen Pflanzen oder ähnliches mitnehme das dies ja meist sowieso nicht gestattet ist aber das wars dann auch schon.
Ebenso achte ich allgemein darauf auf Umverpackungen oder Einwegverpackungen (z.B. Dosen etc.) zu verzichten.
Ich will ehrlich sein, aber mich interessiert der CO2-Ausstoß des Flugzeuges auf dem Weg in den Urlaub reichlich wenig zumal man ja sowieso die Relation auf einen einzelnen Passagier sehen müßte.
Ich würde auch bei anderen Möglichkeiten in den Urlaub zu kommen...z.B. Schiff, Auto etc. nicht auf das Flugzeug verzichten wenn es die schnellste Möglichkeit ist.Gruß
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Heiko:
"...Ich will ehrlich sein, aber mich interessiert der CO2-Ausstoß des Flugzeuges auf dem Weg in den Urlaub reichlich wenig zumal man ja sowieso die Relation auf einen einzelnen Passagier sehen müßte...."Auch wenn man die Relation betrachtet kommt man zu erstaunlichen Erkenntnissen:
Ein Beispiel von http://www.climnet.org/publicawareness/Verkehr.html:
Die Berechnungen fuer die Strecke Amsterdam - London wurden fuer Flugzeug, Zug, Faehre, Auto und Bus gemacht. Diese Strecke mit dem Bus zurueckzulegen verursaacht die geringsten CO2-Emissionen naemlich 31 g pro Reisender und Kilometer. Mit dem Zug anstelle des Flugzeugs zu reisen kann in diesem Falle mehr als zwei Drittel der Emissionen einsparen (Flugzeug: 170 g pro Reisender und Kilometer; Zug: 52 g pro Reisender und Kilometer). Das Auto verbraucht beinahe die gleiche Menge CO2 wie das Flugzeug (137 pro Reisender und Kilometer). Die Faehre ist in diesem Fall die zweitbeste Moeglichkeit, sie verursacht 47 g CO2 pro Reisender und Kilometer
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@ Michy
ok die Werte überzeugen schon, trotz allem würde ich immer wieder das Flugzeug bevorzugen. Ich finde es die komfortabelste Lösung und sieht man mal von solchen Kurzstrecken wie London-Amsterdam ab auch die schnellste

Gruß
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Hallo!
Über den Flug denke ich nicht weiter nach. Bin allerdings immer länger wie 2 Stunden geflogen. Da käme ich gar nicht auf den Gedanken, auf ein anderes Transportmittel umzusteigen.
Allerdings achte ich im Urlaub darauf, daß ich Wasser spare, die Handtücher nicht jeden Tag zum Wechseln hinlege, die Natur nicht zerstöre, auf Mehrwegverpackungen achte, Portionsverpackungen meide, u. v. m.!
Schade finde ich z. B., daß an vielen Stränden motorisierter Wassersport angeboten wird, ohne Rücksicht auf die Unterwasserwelt.
Auchbin ich der Meinung, daß man ruhig in "ärmere" Länder verreisen sollte. Man unterstützt die Menschen dort, schafft Arbeitsplätze. Allerdings sollte man sich anpassen und nicht den dicken Max markieren.Das wars fürs Erste
LG -
Hallo,
die Rechnung mag sehr nett aussehen, aber welche Angaben hast du dafür benutzt? Denn man darf nicht vergessen, dass auch die Anzahlt der Passagiere wichtig ist. Auf Langstrecken Zielen sind meist mehr Passagiere im Fugzeug als auf Kurzstrecke. Dazu kommt noch die Fracht, die sonst auf anderem Wege hätte beförtert werden müssen.
Für kurze Strecken mag das Flugzeug schlechter abschneiden, doch für weit entfernte Ziele ist es m.E. die beste Möglichkeit dort hin zu gelangen. Denn ein Schiff würde mehr CO2 ausstoßen als ein Flugzeug, allein schon weil es viel länger unterwegs ist. Allerdings bin ich auch jemand, der den CO2 Ausstoß beim Reisen eher nicht beachtet, da passe ich daheim schon sehr auf.
Allerdings finde ich es furchtbar, wenn Reisende (mal wieder) nicht widerstehen können und sich Schmetterlinge, Spinnen, Pflanzen/Korallen oder sonst was aus dem Urlaub mitbringen. Das kommt leider immer noch viel zu häufig vor, trotz aller Verbote und Sanktionen.
LG
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Ich versuche zwar weitgehend umweldfreundlich durch das Leben zu gehen, ganz klappt das aber nicht. Denn dann müsste ich auf vielerlei Sachen verzichten, die mir wichtig sind (z.B. diesen Beitrag zu schreiben).
Sicher halte ich es so wie die anderen hier auch, ich versuche die Umwelt im Urlaubsland so wenig wie möglich zu belasten. Eine Belastung bin ich schon, dessen bin ich mir bewußt. Wenn ich z.B. in Ägypten bin, verbrauche ich dort viel Energie (Klima, etc.) und viel kostbares Wasser für Pool und Dusche. Auch wird viel Abgas für mich in die Luft gepustet, vom Flugzeug, den Taxen, Schiffen und Kraftwerken. Und die Umweltnormen entsprechen dort sicherlich nicht denen der unseren.
Auch den Vergleich Flugzeug-Schiff finde ich sehr interressant, aber nützt mir bei Ägypten nicht sehr, wie lange sollte ich denn mit dem Schiff von Deutschland dahin unterwegs sein und wie lang ist die Strecke? Bei der Entfernung ist das Flugzeug sicherlich die "umweltfreundlichere" Alternative.
Man sollte bei der Art von Betrachtung aber nie den Blick für die Relationen verlieren: Urlaub ist Urlaub und aus ökologischen Gründen werde ich darauf nicht verzichten.

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@ Michy
... ist nicht die CO2- Emission vielmehr abhängig von der Masse (Gewicht), die bewegt werden soll? Natürlich auch von der Art des Antriebes und dessen Wirkungsgrad! Auf Reisende pro Kilometer umzurechnen, ist doch sehr spekulativ, denn der eine fliegt mit 10 Kg, der nächste mit 30 Kg,! Das kann doch nur gemittelt werden?! Und die Angaben xxx Gramm Co2 pro Passagier und Kilometer sagt mir ehrlich gesagt nichts. Auf eine Zeiteinheit normiert, z. B. pro Stunde, würde alles doch aussagekräftiger sein.
Dieter (noki)
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"noki" wrote:
Und die Angaben xxx Gramm Co2 pro Passagier und Kilometer sagt mir ehrlich gesagt nichts. Auf eine Zeiteinheit normiert, z. B. pro Stunde, würde alles doch aussagekräftiger sein....und dann?
Ein rotes Auto erzeugt 50g CO2 pro Stunde, ein schwarzes 110g pro Stunde.
Das rote Auto ist umweltfreundlicher?
Das rote Auto fährt mit 50 km/h und nur dem Fahrer von A nach B.
Das schwarze Auto fährt mit 100 km/h und 2 Personen von A nach B.Annahme von A nach B sind es 200 km, d.h. das rote Auto ist 4 Stunden unterwegs und hat 200g CO2 ausgestoßen. Das schwarze Auto ist 2 Stunden unterwegs und hat 220g CO2 ausgestoßen, pro Person aber nur 110g.
Was ist also umweltfreundlicher?
Wären beide Personen aus dem schwarzen Auto mit jeweils einem roten Auto unterwegs gewesen, hätten sie zusammen 400g CO2 freigesetzt.
Es macht also durchaus Sinn den Verbrauch/Ausstoß in Abhängigkeit von der Entfernung und Personenanzahl zu bemessen, oder?

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Mit dieser fachlichen Diskussion kann und will ich nicht mithalten.
In Europa wird pausenlos über den CO2-Ausstoß gesprochen, in den USA interessiert das niemanden.
Ich sehe den Kerosinverbrauch. Auf der Lufthansa-Seite ist zu lesen, daß das energiesparendste Flugzeug ein A330-200 der Thomas Cook UK ist mit 2,67 l pro 100 Passagierkilometern. Die Lufthansa selbst hat ihren Kerosinverbrauch gesenkt, 2004 waren es 4,29 Liter pro 100 Passagierkilometer.
Inwieweit die Fracht hier berücksichtigt ist, weiß ich nicht.
Wieviele Autos gondeln durch Deutschland mit nur einer Person und verbrauchen dabei auf 100 km 6, 8 oder mehr Liter?
Schiffsdiesel? Naja, wer sich schonmal in der Nähe eines Schiffsschornsteines (bei entsprechendem Wind) aufgehalten hat, möchte sicherlich auch nicht wissen, welchen Dreck er da eingeatmet hat.
Man möge meine laienhafte Audrucksweise entschuldigen..
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Hallo...
Ich bin absolut kein EGOIST...
dennoch fliege ich gerne und geniesse, so fahre ich auch Auto und benütze Tetrapacks usw.
Gewollte und absichtliche Zerstörung fremden Eigentums liegt nicht in meinem Interesse.
Dennoch ist ein "Leben mitten im Leben" wohl nicht vermeidbar. Manches müsste von der Regierung anders entschieden werden. Solange Vieles von höher Ebene zugelassen wird, stehts ja auch zur Verfügung.
Aber wenn mans genau betrachtet (das Leben meine ich), dann müsste morgens beim Miltrinken das "GRÜBELN" bereits anfangen...denn jede Milchkuh gibt täglich 150-250 l Methangas an die Umwelt ab und ist somit nicht unbeteiligt am Treibhauseffekt und dem Klimawandel.
Sollten dann alle weniger Milch trinken? So gäbe es weniger Kühe?...
Wie lebt man denn nun bloss richtig?
Humorvollen Tag wünscht holunder59 -
Hallo
Wir alle tragen zur Umweltbeschmutzung bei!
Schon ein Auto ist nicht komplett umweltfreundlich, auch mit dem besten Kat.
Die Industrie schadet ebenfalls in höchstem Maße der Umwelt.
Wir müssten alle komplett so leben, wie vor 100 Jahren, um die Erde event. wieder ins Lot zu bringen.Da eben nunmal der Flieger das schnellste Fortbewegungsmittel ist, wird dieser natürlich auch genutzt. Dass Flugzeuge der Umwelt schaden, ist aber klar. Trotzdem gibts sie und man nutzt sie.
Im Urlaub verhalte ich mich eigentlich auch nicht anders, als zuhause. Das Licht wird nur angemacht, wenn man es braucht, kein Müll auf die Strasse oder ins Meer werfen, Wasser nicht unnötig laufen lassen, Handtücher brauch ich auch nicht täglich frische, den Teller nicht unnötig vollklatschen und das meiste zurückgehen lassen usw.
Ich denke auch, dass wir alle schon sehr verwöhnt sind und uns deshalb auch keine ernsthaften Gedanken darüber machen, was mit unserer Erde geschieht. Klar gibt einem der Klimawandel, speziell das Schmelzen der Gletscher zu denken. Ändern können wir es aber eh nicht, da wir nur ein sehr sehr kleines Glied an der Kette sind.
LG Silke
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Auch wenn ich auch ein mal im Jahr ins Flugzeug steige um 4 Stunden später wieder auszusteigen, passt vielleicht dieser Text etwas zum Thema. Nur mal zum drüber nachdenken:
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.
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nicht nur in den usa interessiert die regierung das nicht, china ist der allergrößte umweltverschmutzer!
auch wenn europa und manche teile der welt viele kleine schritte tun, macht ein großer schritt alles wieder kaputt. -
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....... ich gebe Euch allen, die nach mir gepostet haben unbedingt Recht! Das möchte ich hiermit ausdrücklich betonen!
Auch wenn die Problematik viiiiiiiiiiiel komplizierter ist, und ich auf eine rein technische Meinung geantwortet habe.
Schuld sind wir als Wohlstandsgesellschaft doch alle selbst?! Wer möchte denn auf etwas verzichten? Vielleicht nur ein wenig Überlegung, und man spart Geld und schont die Umwelt, in der unsere nächsten Generationen noch leben sollen!
Das sind außschließlich meine Gedanken!
In den USA und dem fernöstlichen Raum interessiert das niemanden! Gleicher Meinung mit Erika.
Nur leider kommt doch hier bei uns die Meinung auf: Wenn die das nicht beherzigen, warum werden wir gebeutelt, und sollen finaziell die Vorreiter sein? Sind wir doch schon längst, jedenfalls finanziell!
Dieter (noki) -
""Ex"-Antje" wrote:
Auch wenn ich auch ein mal im Jahr ins Flugzeug steige um 4 Stunden später wieder auszusteigen, passt vielleicht dieser Text etwas zum Thema. Nur mal zum drüber nachdenken:Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.
Nein! Viele große Leute (einflußreiche Politiker) an vielen großen Orten könnten das Gesicht der Welt viel, viel stärker verändern als die kleinen Leute das können, wenn sie ihren Hintern hoch bekämen und sich nicht von den Lobbyisten gewisser Interessenverbände korrumpieren ließen.
Korruption ist der Hauptgrund für die Armut in der der Welt, aber auch für die Luftverschmutzung!
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""Ex"-Antje" wrote:
Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Schritte tun, können das Gesicht der Welt verändern.Ja, das klingt gut - und wer beginnt? Und wer leitet die Aktionen? Das können die kleinen Leute in ihren kleinen Orten nicht leisten
Der Spruch erinnert mich irgendwie an Kennedy: "Überlege nicht, was Dein Land für Dich tun kann, sondern überlege, was Du für Dein Land tun kannst" (sinngemäß ).
Ein oft wiederholtes Zitat, bei dem ich mich frage: wofür wurde er denn gewählt?
Das sind Slogans, die uns nachdenklich machen sollen und bei kleinen Dingen auch wirken können (Licht ausschalten, Müll trennen, öfter mal das Fahrrad benutzen...).
Ein Report in der heutigen FR berichtet über Nicaragua: Managuas Müllkippe La Chureca ernährt 12.000 Menschen alleine dadurch, daß der Müll nicht getrennt wird und man nach verwertbaren Gegenständen suchen kann.
Was für Europa gut ist, muß nicht auch für andere Länder gut sein.
Auf die "großen" Dinge haben die kleinen Leute keinen Einfluß, die werden an anderer Stelle ausgeklüngelt.
Vor X Jahren haben die Grünen die deutschen Bürger halbwegs davon überzeugt, daß Atomkraft was Übles ist. In D wurden strengere Auflagen geschaffen ... blablub. Als das damals so hochgekocht war, sind wir mit dem Auto über die Grenze nach Frankreich gefahren: Cattenom - ein Kühlturm neben dem anderen. Was - fragte ich mich - können die deutschen Bestimmungen bewirken, wenn sie anderswo nicht gelten? Dann kam Tschernobyl... und man hat in Deutschland den Sand in den Spielkisten ausgewechselt.
edit:
Fipptehler entdeckt... -
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.... ja ich denke auch so : KORRUPTION heißt die weltweite Volksseuche. Die Kennedys waren da vor allen an erster Stelle. Ein Clan, wie alle andren auch. Das schreibt schon die Verfassung vor: Wer kein Geld hat, hat keine Chanche! Was oder wer ist der Erreger? Ist es die Gier nach Geld und Reichtum? Ist es besser zu sein als mein Nachbar?
Jede Meinung ist käuflich, es kommt nur auf die Summe an!
Sieht man das nicht täglich auf den Seiten der Regenbogenpresse? Zuause die moralische Hausfrau und Mutter, und dann plötzlich fast ohne auf Seite 1.Sorry, das Thema war ja Reisen und Umwelt. Da psst dies Posting als Antwort wohl nicht so recht dazu.