Inflation - Auswirkung auf bestehende Buchungen
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Hallo zusammen.
Die aktuelle Preisentwicklung bekommt jeder mit. Die Auswirkungen sind auch schon bei Angeboten von Veranstaltern, Hotels, Airlines, etc. zu sehen.
Mich würde interessieren, ob hier auch Anpassungen auf ältere Buchungen zu erwarten sind?
Ich meine, irgendwann gelesen zu haben, dass Preiserhöhungen bis zu 8% vom Kunden akzeptiert werden müssen und darüber eben die Möglichkeit des Rücktritts besteht.
Wurde sowas in der Vergangenheit von Anbietern schon im größeren Stil praktiziert?
Ich kann mir auch vorstellen, dass viele Veranstalter gar kein Interesse mehr an älteren Buchungen, z.B. mit Preisniveau Dezember/Januar haben, da die Nachfrage - trotz Krieg - nicht rückläufig ist und Reisende lt. Medien in diesem Jahr gewillt sind, deutlich tiefer für ihren Urlaub in die Tasche zu greifen (Nachholbedürfnis wegen Covid).
LG
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Zunächst einmal widerspreche ich entschieden der These, Veranstalter hätten "kein Interesse" mehr an bestehenden Buchungen älteren Datums. Das ist so eine Verbraucher-Fatamorgana mit Endlosbart, es gibt keine Bestrebungen, Kunden irgendwie quasi in die Kündigung zu treiben. Gab es nie und wird´s auch nie geben.
Was Preiserhöhungen für Bestandbuchungen betrifft herrscht dafür ein enges Regelwerk. So muss beispielsweise die Erhöhung präzise dargelegt werden und nachvollziehbar sein.
Dies geschah noch nie "im größeren Stil" und dürfte - wenn überhaupt! - nur sehr vereinzelte Buchungen betreffen.
Wenn dein Joghurt 10 Cent teurer wird sagt dir der Supermarktkassierer ja auch nicht "Ach, Herr Dad, Sie haben doch gestern den Biobecher gekauft, der ist jetzt teuerer und Sie müssen das heute nachzahlen"?!
Was allerdings schon akut ist - darüber berichten Günter und einige andere User im Unterforum Airlines - sind Treibstoffzuschläge bei den Airlines. -
Zunächst einmal widerspreche ich entschieden der These, Veranstalter hätten "kein Interesse" mehr an bestehenden Buchungen älteren Datums. Das ist so eine Verbraucher-Fatamorgana mit Endlosbart, es gibt keine Bestrebungen, Kunden irgendwie quasi in die Kündigung zu treiben. Gab es nie und wird´s auch nie geben.
Was Preiserhöhungen für Bestandbuchungen betrifft herrscht dafür ein enges Regelwerk. So muss beispielsweise die Erhöhung präzise dargelegt werden und nachvollziehbar sein.
Dies geschah noch nie "im größeren Stil" und dürfte - wenn überhaupt! - nur sehr vereinzelte Buchungen betreffen.
Wenn dein Joghurt 10 Cent teurer wird sagt dir der Supermarktkassierer ja auch nicht "Ach, Herr Dad, Sie haben doch gestern den Biobecher gekauft, der ist jetzt teuerer und Sie müssen das heute nachzahlen"?!
Was allerdings schon akut ist - darüber berichten Günter und einige andere User im Unterforum Airlines - sind Treibstoffzuschläge bei den Airlines.Danke für deine Meinung, @vonschmeling .
Ich wollte das Thema zur Diskussion stellen, da gerade von dieser "8%-Thematik" neulich zu lesen war.Einem Veranstalter wird es Wurst sein, wenn er seine Komponenten damals zum tagesaktuellen Preis fix zusammenstellt hat und sich für ihn im Nachhinein auch nichts an seinem Preisgefüge ändert.
Ich dachte hierbei auch an die Glieder in der Kette, die letztlich mit den gestiegen Kosten klarkommen müssen, z.B. Hotels, die ihre Gäste mit wesentlich höherem Aufwand bewirten müssen. Oder, wie von dir angesprochen: die Airlines bzgl. Kerosin.
LG
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Die müssen damit genauso klarkommen, wie die Verbraucher mit den gestiegenen Benzin- und Joghurtkosten.
Natürlich wird sich das auf künftige Buchungen auswirken, bestehende hingegen betrachte ich nicht als anfällig.
Zu dem "8% Thema" wurde teils nicht besonders treffend vorgetragen. Ein Veranstalter kann nicht mir nichts dir nichts einen Prozentsatz XY auf den bestehenden Vertrag packen - schon gar nicht auf der Grundlage des gesamten Reisepreises.
Am Forum beteiligen sich bekanntlich vorwiegend Laien - wenn auch mit teils enormer Reiseerfahrung. Man sollte dennoch nicht jede getroffene Aussage ohne zu hinterfragen für bare Münze nehmen. -
Hallo zusammen.
Die aktuelle Preisentwicklung bekommt jeder mit. Die Auswirkungen sind auch schon bei Angeboten von Veranstaltern, Hotels, Airlines, etc. zu sehen.
Mich würde interessieren, ob hier auch Anpassungen auf ältere Buchungen zu erwarten sind?
Ich meine, irgendwann gelesen zu haben, dass Preiserhöhungen bis zu 8% vom Kunden akzeptiert werden müssen und darüber eben die Möglichkeit des Rücktritts besteht.
Wurde sowas in der Vergangenheit von Anbietern schon im größeren Stil praktiziert?
Ich kann mir auch vorstellen, dass viele Veranstalter gar kein Interesse mehr an älteren Buchungen, z.B. mit Preisniveau Dezember/Januar haben, da die Nachfrage - trotz Krieg - nicht rückläufig ist und Reisende lt. Medien in diesem Jahr gewillt sind, deutlich tiefer für ihren Urlaub in die Tasche zu greifen (Nachholbedürfnis wegen Covid).
LG
@American Dad
Ich find's ja immer sehr hilfreich, wenn es eine Quellenangabe zu Aussagen gibt, statt "Ich meine irgendwann gelesen zu haben".
Zu finden ist das von dir Erwähnte auf der Website der Verbraucherzentrale unter "Wichtig" - hier klicken.
Dort einfach nochmal genau lesen:- bis 8 Prozent
- ab 8 Prozent
- Erhöhung bis wann möglich / ab wann unwirksam
- usw.
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@American Dad
Ich find's ja immer sehr hilfreich, wenn es eine Quellenangabe zu Aussagen gibt, statt "Ich meine irgendwann gelesen zu haben".
Zu finden ist das von dir Erwähnte auf der Website der Verbraucherzentrale unter "Wichtig" - hier klicken.
Dort einfach nochmal genau lesen:- bis 8 Prozent
- ab 8 Prozent
- Erhöhung bis wann möglich / ab wann unwirksam
- usw.
Danke für den Link, @Kourion .
Wenn ich mich an Quellen erinnern kann, füge ich diese üblicherweise hinzu.
Aber davon abgesehen ist deine Quelle ausführlicher. -
Die bisher im Raum stehenden Kerosinzuschläge verteuern eine Pauschalreise nach Berechnungen von Insidern um 2-3 % .Stand heute.
TUI, Dertour und zwei, drei andere VA haben Preiserhöhungen für bestehende Buchungen aber bis auf Weiteres bereits ausgeschlossen.
Flüge:
Nicht vergessen: Es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den für Pauschalreisenden geltenden Flugtarifen (für Veranstalter) --und den gängigen Normaltarifen.Preiserhöhungen Destinationen:
Wir werden in mehreren Zielgebieten (auch ohne anstehende Kerosinzuschläge ) Preiserhöhungen sehen-- alleine schon weil das Produkt Hotel dort knapp werden wird.Und damit werden die Hoteliers auch ihre Preise erhöhen.
Für Neubuchungen wohlbemerkt.
Die Pauschalreisen für Mallorca, die ganzen griechischen Inseln werden sicher betroffen sein, die Buchungen boomen-.
Die Türkei läuft als klare Nummer 1 gerade ebenfalls zu ständig neuen Spitzenwerten hoch.
Auch für dieses beliebte Urlaubsland ist daher mit Preiserhöhungen- alleine für den Hotelteil - zu rechnen.
Da sind wir dann bei den wirklich Tagesaktuellen Preisen-(gerne nochmal : Für Neubuchungen)
Weil wir das alles schon in mehreren Threads aufgegriffen hatten, macht eine zusätzliche Diskussion zum aktuellen Zeitpunkt keinerlei Sinn.
Daher schliessen wir hier auch ab.