Venedig inkl kind mit Behinderung
-
Hallo zusammen
Ich hoffe dass ich hier viele Tipps von euch bekommen kann.
Wir reisen nächste Woche nach Italien. Es steht ein Tag Venedig mit auf dem Programm. Die Herausforderung ist dabei, dass unsere Sohn 6 Jahre mit geistiger Behinderung mit dabei ist. Ich muss daher gut überlegen und planen was überhaupt Sinn macht. Ich habe keinerlei Vorstellung von dieser Stadt da wir dort noch nie waren. Folgende Punkt muss ich beachten- Er kann keine weiten Strecken laufen. Max ca 3km
- Kinderwagen ist scheinbar nicht so gut in Venedig
- Ich muss ein paar ruhigere Dinge mit einplanen, sonst ist er überfrachtet
Er liebt Wasser und boote
Wir werden die Stadt eher auf uns wirken lassen. Keine Gebäude von innen besichtigen. Das hat nicht so viel Sinn.
Motto: Lieber kurz und wenig
Ich würde mir auch gerne Torcello anschauen. Reicht es einem Eindruck vom Boot aus zu bekommen?
Was denkt ihr macht Sinn? Habt ihr eine Idee für eine kurze Route wo wir ein bisschen von dem Flair der Stadt mitbekommen?
Würden uns über Tipps sehr freuen.
Mit von der Partie sind Mama, Papa und 2 kinder 6 und 8 Jahre
VG Sibylle -
Hallo Lisa,
zu Deiner persönlichen Situation kann ich nichts beitragen, da musst Du selber einschätzen können, was Deinem Kind zumutbar ist.
Nur soviel - wir waren erst vor 4 Wochen an einem Wochenende in Venedig - und soviel kann ich sagen: es war die Hölle.Wir sind ebenfalls mit dem Gedanken, uns nur treiben zu lassen und ohne Besichtigungspläne an die Sache rangegangen. Am Ende war es einfach nur purer Stress. Geschiebe und Gedränge schon weit vor den "must see's", über die Rialtobrücke braucht's Ellenbogen, den Markusplatz kann man vor Menschen nur ahnen, nicht tatsächlich bestaunen. An jeder kleinen Brücke Selfieverrückte, in den größeren Gassen alle 100 Meter ein lautstark gröhlender Junggesellenabschied. Überfüllte Vaporetti, überfüllte Restaurants.
Wenn die Stadt auch von der reinen Größe überschaubar ist, muss Dir klar sein, daß man alle Wege doppelt und dreifach läuft, da es nicht immer grade zu geht, sondern man sich eine Brücke suchen muss, um weiter zu kommen. Über den Canal Grande gibt es überhaupt nur 4 Brücken insgesamt. An manchen Punkten kann man aber mit einer Gondola übersetzten.
Wahrscheinlich ist es am entspannendsten, einfach eine Gondel zu mieten (an jeder Ecke) und sich eine halbe Stunde rumschippern zu lassen .
Wenn es überhaupt ein Stadtviertel gibt, das halbwegs normal zu erkunden war und wo man auch mal eine nette kleine Gastronomie gefunden hat, dann war das Cannaregio.
VG
-
Hallo Lisa,
zu Deiner persönlichen Situation kann ich nichts beitragen, da musst Du selber einschätzen können, was Deinem Kind zumutbar ist.
Nur soviel - wir waren erst vor 4 Wochen an einem Wochenende in Venedig - und soviel kann ich sagen: es war die Hölle.Wir sind ebenfalls mit dem Gedanken, uns nur treiben zu lassen und ohne Besichtigungspläne an die Sache rangegangen. Am Ende war es einfach nur purer Stress. Geschiebe und Gedränge schon weit vor den "must see's", über die Rialtobrücke braucht's Ellenbogen, den Markusplatz kann man vor Menschen nur ahnen, nicht tatsächlich bestaunen. An jeder kleinen Brücke Selfieverrückte, in den größeren Gassen alle 100 Meter ein lautstark gröhlender Junggesellenabschied. Überfüllte Vaporetti, überfüllte Restaurants.
Wenn die Stadt auch von der reinen Größe überschaubar ist, muss Dir klar sein, daß man alle Wege doppelt und dreifach läuft, da es nicht immer grade zu geht, sondern man sich eine Brücke suchen muss, um weiter zu kommen. Über den Canal Grande gibt es überhaupt nur 4 Brücken insgesamt. An manchen Punkten kann man aber mit einer Gondola übersetzten.
Wahrscheinlich ist es am entspannendsten, einfach eine Gondel zu mieten (an jeder Ecke) und sich eine halbe Stunde rumschippern zu lassen .
Wenn es überhaupt ein Stadtviertel gibt, das halbwegs normal zu erkunden war und wo man auch mal eine nette kleine Gastronomie gefunden hat, dann war das Cannaregio.
VG
-
Kann mich @C.+S. nur anschließen. Venedig (Tagesausflug!) in den Pfingstferien oder gar an einem Wochenende macht überhaupt keinen Sinn - generell schon nicht und unter den geschilderten Umständen schon gar nicht.
Was mir aber unter der Aussage "er liebt Wasser und Boote" eingefallen ist: Dafür ist die Laguna Veneta ein Paradies. Man kann z.B. in Cavallino-Treporti ein Vaporetto nach Burano besteigen und hat da schon einen sehr guten Eindruck von der Lagune. Burano/Mazzorbo ist auch mit Kinderwagen prinzipiell machbar, es gibt nur wenige Brücken. Ab Burano pendelt ein Boot nach Torcello, das ist sehr schön, grün und hinten an der Basilica S.M. Assunta liegen viele Boote.
Wenn dann noch Zeit ist kann man weiterfahren nach Venedig, Fondamente Nove, und von dort über ruhige Gassen und an ebensolchen Kanälen vorbei zum Campo S. Giovanni e Paolo und evtl. von dort aus eine Stippvisite zum Markusplatz. Wenn man von da aus (also aus Norden) kommt ist es nicht gar so voll wie an den Hauptrouten.
Leider - Canal Grande, auch mit einem Vaporetto - No way! Total überfüllt und überlaufen.
Hebt euch das für den Herbst/Winter auf, dann ist es da wunderschön. Aber nicht für einen Tagesausflug im Sommer.
-
Hallo zusammen
Leider habe ich den letzten Beitrag erst jetzt gelesen.
Also wir haben es heute gewagt- und es war super! Wir sind so losgefahren, dass wir um 8: 30 Uhr ins Parkhaus gefahren sind. Das Wetter war regnerisch vorausgesagt, was sich dann sls falsch herausgestellt hat. Es war an keiner Stelle voll und wir konnten uns ganz entspannt treiben lassen. Als es voller wurde sind wir wieder gefahren. Für einen Eindruck hat es gereicht, mehr ist bei uns nicht drin- und wir freuen uns dass es so gut ging.
Die anderen Tipps hebe ich auf. Vielen Dank -
Manchmal muss man's halt einfach riskieren und auf Glück vertrauen - das hat ja anscheinend gut geklappt.
Wahrscheinlich muss man wirklich die Wochenenden vermeiden.Danke für Dein feedback, denn daß sich jemand dann nochmal "zurückmeldet" kommt leider sehr selten vor.
VG