Übergepäck
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Hallo Namenloser,
wir hatten nichts besonderes dabei, ausser ein Bißchen Sportzeug. Hätte doch auch alles ohne Ärger geklappt, wenn man's so macht, wie's alle machen, 10 Kilo Handgepäck und mehr über die Köpfe der Mitflieger und den Rest in der Fußraum, dass man sich kaum noch bewegen kann. Aber wenn man so blöd ist und denkt, Gewicht ist gleich Gewicht, deshalb das Handgepäck auf Null reduziert, muss man offenbar zahlen. Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass der Frachtraum wertvoller ist, als der Passagierraum.
Aber abgesehen davon, Du bringst da ein paar Dinge durcheinander. Wer im Auto nicht angeschnallt ist zaht ein Bußgeld oder eine Strafe. Und dass Flugpreise in der Ferien teuerer sind, als Lastminute-Bestände, die unter dem Zeitdruck, bald gar nichts mehr Wert zu sein um jeden Preis verramscht werden müssen, hat was mit Markt zu tun.
Die Übergepäckpreise aber haben was mit einer Hinterlist zu tun. Sie sind weder der Höhe nach gerechtfertigt, noch der Sache nach, wenn der Preis mit erhöhtem Spritverbrauch begründet wird und in den Flugunterlagen vorher nicht ausdrücklich auf den Preis pro Kilo Übergepäck deutlich hingewiesen wurde. Klärungsbedürftig ist auch, wieso 30 kg verteilt auf Fracht- und Passagierraum mehr Sprit verbrauchen, als 30 kg nur im Frachtraum.
Zum Thema Preisauszeichnung wäre jedenfalls das Geschrei groß, wenn einer wohin fliegt und am Zielflughaben eine Gebühr kassiert wird, die vorher nicht deutlich angekündigt war.
Dass du (ich auch) der Depp bist, wenn du Kinder hast, ist nochmal ein anderes Thema. Aber das subventionieren manche Fluggesellschaften wenigstens ein Bißchen durch etwas billigere Kinder- und Jugendtarife. Und,
Gott sei Dank, gelten für Kinder die selben Freigepäckgrenzen wie für Erwachsene und so bekommt man wenigstens ungestraft noch den ein oder anderen Tennisschläger, Surfanzug oder auch Pamperskarton kostenlos mittransportiert.
Ich finde nachwievor, wenn man Mißstände erkennt, muss man sie wenigstens outen, auch wenn man ein ruhigeres Leben hätte, wenn man zu allem ja und amen sagt.
In diesem Sinne, hat mich gefreut, Deine Zuschrift,
Grüße
Georg -
Die Preise bei Condor sind kein Wucher sondern äußerst moderat und im Gegensatz zum Linienflieger- Kunden wird in 1 von 100 Fällen äußerst großzügig vor allem bei den Rückflügen das Übergepäck toleriert.
Jeder Vielflieger wird mir hier beipflichten.
Um auf den Anfang des Threads zurückzukommen , die Preisgestaltung der Condor mit Verbalattacken wie ....(ich erspar mir die Ausdrücke ) sind abgesehen von der rechtlichen Problematik , völlig unzutreffend und beweisen wenig Flugerfahrung.
Normalerweise steht auf den Tickets, wie schwer das Gepäck sein darf.Man kann vor dem Abflug genau informieren und notfalls bei der Fluggesellschaft anrufen - oder auf der Webseite nachschauen.Längst nicht immer gelten aber für das aufgegebene Gepäck die üblichen Gewichtsgrenzen: Der Billigflieger Ryanair etwa erlaubt den Passagieren nur 15 Kilo. Jedes weitere Kilo kostet 7 Euro. Wer dagegen mit der Fluggesellschaft dba (ehemals Deutsche BA) fliegt, kann fast eine halbe Bibliothek einpacken: Das Unternehmen gestattet generell zweimal 32 Kilo. Der Fluggesellschaft kommt zugute, dass es vor allem Geschäftsreisende mit nur wenig Gepäck transportiert.Zu der anfänglichen Wuchertheorie: laut einer Auflistung der in Duisburg erscheinenden Zeitschrift „Clever reisen” ergeben sich bei Charter-Fliegern vergleichsweise günstige Gebühren. Bei LTU beispielsweise kostet ein Kilogramm zu viel zwischen 3 und 6 Euro pro Flug. Air Berlin und Hapag Lloyd kassieren 4 Euro pro Kilo, Condor und Aero Flight zwischen 5 und 8 Euro.Wer ansonsten unbedingt mehr Gepäck als erlaubt mitnehmen will, kann seine Koffer auch als Frachtgut aufgeben. Das kann deutlich günstiger sein als die üblichen Gebühren für Übergepäck. Lufthansa etwa verweist Kunden an ihre Cargo-Tochter. Einen vergleichbaren Service bietet die Logistikfirma ABX in Duisburg an. Das Unternehmen wirbt damit, Reisende könnten im Schnitt bis zu 80 Prozent der Übergepäck-Gebühren sparen. Der Nachteil bei Lufthansa-Cargo und ABX: Soll das Gepäck mit den Passagieren am Zielort eintreffen, muss es in der Regel einige Tage vor dem Abflug aufgegeben werden.Zu der Kalkulation:Deutlich mehr verlangen viele Linienflieger. Sie wenden meist die 1,5-Prozent-Regel an, auf die sich die Mitglieder des Internationalen Luftfahrtverbandes IATA geeinigt haben: Pro Kilo Übergewicht zahlen Passagiere 1,5 Prozent des Economy-Class-Tarifs. Als Basis gilt jedoch nicht der tatsächliche Preis des Tickets, sondern der Preis eines einfachen Fluges zum selben Ziel mit den flexibelsten Bedingungen. Das ist oft eines der teuersten Tickets. Übergepäck-Gebühren von mehr als 30 Euro pro Kilo sind keine Seltenheit. So kann zum Beispiel ein Kilo Übergepäck bei Lufthansa auf einem Flug nach Bangkok nach Unternehmensangaben 38 Euro kosten.Die Preise kann man sich auf der Lufthansa Webseite anschauen:
52 EUR pro kg auf der Strecke Frankfurt - Hongkong
44 EUR pro kg auf der Strecke Frankfurt - Johannisburg
9 EUR pro kg auf der Strecke Frankfurt - Rom
5 EUR pro kg auf der Strecke Frankfurt - HamburgAuf den Punkt gebracht sollte bei Herrn Georg Sunkler große Freude herrschen über die kostengünstige Berechnung des Übergepäcks durch Condor.
In dem Zusammenhang sollte eine zerknirschte Rücknahme aller Verbaltacken gegen das Unternehmen Condor erfolgen.
CU
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Hallo CU, mit dem Beitrag ist Frau oder Herrn "CU" wirklich ein tolles Schwarzbuch gelungen. Zusammenfassung: Der Aussage, dass Condor in nur (Zitat:) "einem von 100 Fällen aüßerst großzügig vor allem bei den Rückflügen das Übergepäck toleriert" (Zitat Ende) kann ich nur beipflichten. In 99 Fällen sind sie also ziemlich kleinlich. Genau das ist ja mein Vorwurf. Laut Zeitschrift "Clever Reisen" liegt Condor immerhin bei bis zu 67 % über den Übergepäcktarifen der LTU, bei exakt gleicher Leistung. Hoch interessant ist auch der (nachgeschobene) Absatz "Zu der Kalkulation:" über die 1,5% Regel, zu der sich die Mitglieder des Internationalen Luftfahrtverbandes IATA geeinigt haben. Da die IATA quasi ein Pflichtverband für alle Fluggesellschaften ist, hätten sich demnach praktisch alle Fluggesellschaften zu dieser Regel verpflichtet. Bleibt die Frage, warum u.a. Condor vorsätzlich dagegen verstößt. Obwohl ich die 1,5-%-Regel nicht kannte, hab' ich das ja im Prinzip schon vorgerechnet: Der teuerste Economy-Class-Tarif der Saison war damals oneway 238 EUR ohne Flughafen- und Sicherheitsgebühren. 1,5 % davon sind 3,57 €. Mitte Oktober lag der offizielle Preis noch deutlich drunter. Das kg Übergepäck hätte also auch danach maximal 3,57 € kosten dürfen. Condor liegt mit 50 % drüber. Trotzdem sorgt sich der Verfasser "CU" in seinem Artikel um "die rechtliche Problematik meiner Äußerungen" und schließt diesen wie folgt: "Auf den Punkt gebracht sollte bei Herrn Georg Sunkler große Freude herrschen über die kostengünstige Berechnung des Übergepäcks durch Condor. In dem Zusammenhang sollte eine zerknirschte Rücknahme aller Verbaltacken gegen das Unternehmen Condor erfolgen." Fazit:Auch mit viel Flugerfahrung muss man nicht unbedingt gut rechnen können.Die Preise für Übergepäck sind allgemein und im besonderen bei Condor viel zu hoch. Grüße Georg Sunkler
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Beitrag von Anja - Hier eingefügt
Hallo! Kann mir jemand sagen was ich bei der LTU bezahlen muss, wenn mein Koffer schwerer als 20 kg ist... wird das pro Kilo abgerechnet, drücken die auch mal ein Auge zu, lohnt sich die LTU Card? Danke für euere Antworten! -
Warum muß man sich über das Übergepäck und deren Kosten denn aufregen?
Hier folgt die Antwort:
Weil manche Leute zu faul sind die Bestimmungen zu lesen, die im Ticket stehen.
Weil manche Leute denken, das wird am Check-In schon durch gehen.Kann aber auch nach hinten los gehen.
Für 2 Wochen Badeurlaub sollte eigentlich jeder Normalbürger mit einem Gewicht zwischen 16 und 20 kg inclusiver Koffergewicht auskommen.
Wer mehr mitnehmen will, der muß dann halt mit Airlines wie Air Berlin oder LTU fliegen. Dort gibt es gegen Gebühr eine Kundenkarte. Damit sind 10 kg für den Karteninhaber gratis und gleichzeitig kann man mit der Kundenkarte noch kostenlos die Sitzplätze buchen.
Bei mir beträgt das Koffergewicht durchschnittlich 18 kg. Ich nehme z. B. keine Jeans mit (wiegt 1 Stück ein knappes Kilo) sondern leichte lange Sommerhosen mit den halben Gewicht.
Gruß
Karl-Heinz -
So nett hier auch diskutiert wird: Ich verstehe nicht, warum man das Handgepäck in die Koffer steckt!? Vermutlich lag es einfach daran, dass ihr das Handgepäck nicht am Flughafen rumschleppen wolltet? Ihr seid doch selbst schuld, wenn ihr alles in den Koffer steckt und dafür KEIN Handgepäck habt. Das könnte wirklich jeder behaupten. Klar, die Logik ist nicht ganz nachvollziehbar. Hättet ihr das Handgepäck getragen, hättet ihr das gleiche Bordgewicht gehabt.
Aber langsam müssten wir uns doch alle dran gewöhnt haben: Prinzipienreiterei all over the world!
In diesem Sinne: Ärgere dich nicht so doll über einige Aussagen!
Herzliche Grüße @ all!
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Clauwei schrieb:
So nett hier auch diskutiert wird: Ich verstehe nicht, warum man das Handgepäck in die Koffer steckt!? Vermutlich lag es einfach daran, dass ihr das Handgepäck nicht am Flughafen rumschleppen wolltet? Ihr seid doch selbst schuld, wenn ihr alles in den Koffer steckt und dafür KEIN Handgepäck habt. Das könnte wirklich jeder behaupten. Klar, die Logik ist nicht ganz nachvollziehbar. Hättet ihr das Handgepäck getragen, hättet ihr das gleiche Bordgewicht gehabt.
Aber langsam müssten wir uns doch alle dran gewöhnt haben: Prinzipienreiterei all over the world!
In diesem Sinne: Ärgere dich nicht so doll über einige Aussagen!
Herzliche Grüße @ all!
Hallo,
selbst wenn das Handgepäck nicht im Koffer gewesen wäre, müssten sie Übergepäck zahlen.
Das Gesamtgewicht betrug 64 kg. Davon gehen 10 kg Handgepäck ab. Bleiben also 54 kg übrig. Ziehen wir hiervon 40 kg Freigepäck ab, blebt ein Rest von 14 kg übrig. Das sind nun mal pro Koffer 7 kg über die Freigrenze.
Somit war Condor im Recht.
Daher empfehle ich beim Hinflug genaustens auf das Freigepäck von 20 kg inclusive Koffer zu achten. Denn beim Rückflug wird wegen 2-3 kg pro Koffer mehr auch ein Auge zugedrückt. Dies entspricht dann ungefähr wieder dem Kofferleergewicht.
Gruß
Karl-Heinz -
Hallo zusammen,
letztes Jahr sind wir mit Sky airlines in die Türkei geflogen und ich muss schon so sagen, das sier sehr Kulant sind

Hin ist mein Freund mit 16 kg und ich mit 24 kg(als Frau schleppt man ja alles mögliche mit), das hat sich sehr gut ausgeglichen!
Nur vor dem Rückflug hatte ich ein wenig Bammel :-(! Seelisch hatte ich mich schön auf horende Übergepäckkosten eingestellt, weil mein Freund mit 31 kg und ich mit 33 kg eincheckten. (den in der Türkei lässt es sich ja wie bekannt, prima shoppen)
Und was war?? NICHTS! Die Koffer wurden ganz normal aufgenommen ohne eine einziges Wort. GLÜCK GEHABT!
LG Sunshiny -
Natürlich muss man ersteinmal sagen, dass 14kg Übergepäck ganz schön viel Holz ist.
Allerdings hatten wir in diesem Jahr beim Rückflug auch 12kg zuviel. Beim Hinflug hat alles gepasst, aber der Urlaub war nunmal sehr "einkaufsreich". Zudem hat mein Freund einige Elektrogeräte aus dem Handgepäckt in den Koffer gepackt.
Wir sind mit HapagFly geflogen und es gab keinerlei Probleme. OK, wir haben einen bösen Blick von dem sowieso schon unfreundlichen spanischen Servicemenschen bekommen, aber was soll's?? Wir werden ihn nie wieder sehen und er uns nicht. Von daher....
Also muss ich Georg schon zustimmen, dass andere Airlines in diesem Punkt schon kulanter sind!
Aber nun hast du's nunmal bezahlt... und man kann nichts mehr ändern. Einfach nicht mehr ärgern und lieber an den schönen Urlaub erinnern.. (und nächstes Jahr wieder mit HapagFly o.ä. fliegen
)!
LG Melanie -
Hallo,
bei 14 kg Übergepäck braucht man nicht spekulieren ob man jetzt ohne zahlen durch kommt oder doch nicht. Jeder Reisende erhält in der Regel 10 bis 14 Tage vorher seine Tickets und dort steht das Freigepäckgewicht drin. Danach hat man sich halt zu richten, egal ob Pauschlreisender oder Nur-Flug. Außer amn hat eine Kundekarte der Airline, mit der ein zusätzliches Freigepäck gewährt wird.
Da die Check-Ins, egal auf welchem Flughafen, meistens von Flughafenangestellten gemacht wird, müssen bzw. sollten diese Mitarbeiter die Vorgaben der Airlines beachten.
Wäre mit dem Gepäck von 54 kg etwas passiert hätte der Fluggast ohne die Zuzahlung des Übergepäcks nur 40 kg erstattet bekommen. Dann wäre das Theater noch größer gewesen. Mit der Zuzahlung hat er bei Verlust den Anspruch auf Erstattung von 54 kg, weil es durch die Zuzahlung auch versichert ist.
Von dieser Seite muß man es auch sehen.
Gruß
Karl-Heinz