Hapag Lloyd Flottenumstellung
-
Vor einigen Tagen gab der TUI-Konzern bekannt das Hapag Lloyd seine Flotte ab Anfang 2006 bis Mitte 2007 komplett auf Boeing umstellt. Insgesamt sind 10 neue Boeing 737-800 Winglet bestellt.
Somit werden die 5 alten Airbus A 310 endlich abgestossen. Wir sind im Sommer selbst mit dem alten A 310 - 200 von Düsseldorf nach Antalya geflogen und ich muss schon sagen das die Maschine ausser der sehr engen Sitzreihen auch einen abgenutzen Eindruck machte. Das Ein und Auschecken dauerte auf Grund der grossen Passagierzahl von 297 Fluggästen auch länger als bei einer Boeing 737.Wir haben uns aus diesem Grund dieses Jahr für eine andere Airline entschieden,werden aber ab 2006 wieder mit der Hapag fliegen.
Gruss Andreas -
Ich finde es klasse das die alten Kisten endlich wegkommen.Habe selber schon 4 mal das "Vergnügen" gehabt mit dem A 310 zu fliegen.War nicht sehr angenehm.
-
Ich weiß gar nicht, was Ihr gegen die älteren Airbusmodelle habt.
Sicher sind die schon etwas älter, was die Ausstattung betrifft.
Aber ich denke, durch die 2 Gänge, die der A 310 als Großraumflugzeug
hat, ist er doch wesentlich geräumiger als die Flugzeuge der
Boeing B 737-800. Dafür gibt es nämlich nur einen Ausdruck:
"Sardinenbüchse". Da kann man nicht mal ne Minute im Gang stehen,
ohne irgendjemandem im Weg zu stehen. Ich kriege da jedesmal
Platzangst und fliege daher möglichst nicht mehr mit HF.
Hätte mich gefreut, wenn HF eher Airbus A 330-200 angeschafft hätte
statt in die veraltete Technik von Boeing zu investieren, die Airbus weit unterlegen
ist. -
@ Marc
Du hast geschrieben: "....statt in die veraltete Technik von Boeing zu investieren, die Airbus weit unterlegen ist."
Das interessiert mich schon lange sehr! Du hast dich ja offenbar mit diesen technischen Unterschieden eingehend beschäftigt, bist vielleicht sogar Techniker oder Ingenieur. Könntest Du diese bitte einmal erläutern, so daß auch ein technischer Laie sie einigermaßen versteht?!
Vielen Dank im voraus! -
es ist wirklich unglaublich, was manche leute hier von sich geben...
@ marc: der airbus A330 ist ein langstreckenflugzeug! dieses bringt aber HF nichts, da sie nur kurz (z.B. griechenland, spanien, tunesien)- und mittelstrecke (kanaren, zypern, ägypten) fliegen. LTU (z.B.) fliegt mit dem A330 nach Kuba. -
Hallo Bianca!
Ob Du Dich da nicht täuscht? Fliegt Hapag Lloyd nicht auch Langstrecken? Bekannte sind mit HF in die Dom Rep.
Viele Grüße
Susanne -
Das wäre mir aber neu, dass Hapag-Lloyd auch Langstrecke fliegt. Im Flugplan steht zumindest nichts davon...

Es ist mit der vorhandenen Flugzeugflotte auch überhaupt nicht möglich Nonstop in die DomRep zu fliegen. Der A310-200 hat eine Reichweite von 7.315 km und die 737-800 eine Reichweite von 5.371 km. Das wird für die DomRep wohl kaum reichen. Möglicherweise haben Deine Bekannten oder Du selbst da was verwechselt.
-
Hallo!
HLF fliegt seit 2001 keine Langstrecke mehr. Damals ging´s mit A310-300 von HAJ, FRA, und HAM in die DomRep. Wurde aus Wirtschaftlichkeitsgründen eingestellt.
Die B737 ist wirklich eine Sardinenbüchse, besonders seit von 184 auf 189 Sitze "aufgerüstet" wurde. -
Hallo,
nein- ich bin kein Techniker oder Ingenieur, sondern lediglich ein
großer Fan der zivilen Luftfahrt. Hier eine Erläuterung:
Die Airbus-Jets wie der A 320 (entspricht der Größe der Boeing 737)
wird wie alle Airbusse mit einem Joystick gesteuert. Das bedeutet, daß
keine Seilzüge mehr vorhanden sind für die Lenkung. Alles funktioniert
über Funksignale. Genauso die Einrichtung des Cockpits: Bei der Boeing
737 findest Du eine Menge Zeiger im Uhrenformat, währenddessen bei Airbus
die Funktionen auf Displays bzw. Bildschirmen angezeigt werden.
Boeing ist mit seiner Technik nicht dem Trend gefolgt und hat keine
Innovationen eingeführt. Man nehme die Boeing 747, die bereits seit 30 Jahren
auf dem Markt ist: Sie ist keine Konkurrenz zum hochmodernen Airbus A 380,
der gerade in Toulouse vorgestellt wurde. Weder vom Design her noch von der Technik. In wenigen Jahren wird der Marktanteil von Airbus bestimmt 70% betragen, schon jetzt beträgt er 54%. -
....es ist genauso unglaublich, was Du hier zum Thema beiträgst.
Der A 330-200 wird zwar bei LTU überwiegend auf Langstrecken eingesetzt, aber
der A 330-300 von LTU fliegt auch auf die Kanaren oder in den Mittelmeerraum. Er ist also nicht nur ein reines Langstreckenflugzeug. Es kommt immer auf die Verwendung an. Genauso die Boeing 767-300 von Condor: Diese ist auch eigentlich ein Langstreckenflugzeug, fliegt aber im Sommer ebenso auf die Kanaren oder in den Mittelmeerraum.
Also, paß in Zukunft auf mit Deiner Beurteilung der Beiträge. -
Man hört (und sieht) immer wieder die Behauptung, Airbus sei Boeing technisch weit überlegen. Ich möchte das auch gar nicht bestreiten, aber wenn man nachhakt und darum bittet, doch einmal näher zu erläutern, worin denn im einzelnen die Überlegenheit von Airbus besteht, ist immer "Schweigen im Walde". Auch marc will oder kann diese Frage offenbar nicht beantworten.
Mir drängt sich deshalb der Verdacht auf, daß diese Aussage von der Konstellation Airbus A 380 - Boeing 747 einfach abgeleitet wird. Man unterstellt, daß sich die technische Überlegenheit von Airbus mit der Entwicklung des A 380, der noch keine Minute in der Luft war, gezeigt habe und überträgt diese Erkenntnis einfach auf die gesamte Flotte.
Ich bin völlig unverdächtig, hier für Boeing Partei ergreifen zu wollen, möchte auch gar nicht bestreiten, daß die Aussage stimmt, ich möchte nur endlich mal jemanden erleben, der mir das im einzelnen auseinanderlegt, damit mein Verdacht ausgeräumt wird, daß einer nur dem anderen nachplappert.
Also, wer wagt es, zu erklären, worin die technische Überlegenheit von A 310, 319, 320, 330, 340, 380 gegenüber Boeing 737, 757, 767, 777, 747 besteht? Danke im voraus. -
-
Den Unterschied in der Technik sieht schon der Laie: Ich habe bereits mehrere
Werftbesichtigungen bei der Lufthansa in Frankfurt gemacht und dort schon
den Unterschied mit eigenen Augen gesehen: Das Cockpit des Airbusses hat
nicht Hunderte von Schaltern oder Knöpfen wie dies bei dem Jumbo der Fall ist, die Eingaben erfolgen über Monitore oder Touch-Screen, die vor den Piloten eingebaut sind.
Außerdem werden derartige Führungen auch durch ehemalige Piloten der Lufthansa
gemacht, die den technischen Fortschritt von Airbus belegen.
Die Cockpits der Boeings sehen dagegen aus wie bei Oldtimern. -
@ Marc
Ist das alles? Was Du beschreibst, sind zunächst einmal optische Unterschiede. Welche Vorteile sind damit darüber hinaus verbunden? Danke für Info im voraus.
Gruß salvamor
-
Hallo Marc
Mein Nachbar fährt ein uraltes japanisches Auto mit vielen
Knöpfen und Lämpchen Baujahr 1987 und über 400 000 Km !!
Es fährt immer noch zuverlässig!
Ein Arbeitskollege hat seit einem Jahr eine deutsche Luxuskarosse
mit allem elektronischem Pi-pa-po (Touch-screen usw.) .Er mußte
schon zweimal vom Marken-eigenen Pannendienst ( damit das
Fahrzeug nicht in einer unabhängigen Pannenstatistik unangenehm
auftaucht ) abgeholt werden !!!
Könnte man dies vielleicht auch auf Boeing und Air-Bus
übertragen ?????
Gruß Bernd -
Hallo Salvamor,
wirklich klasse, dass Du nicht im Raum stehen lässt, was unser Experte Marc hier verbreitet, sondern dieses "Wissen" hinterfragst.
Ich möchte hier gerne einige Bemerkungen hinzufügen:
In der Tat war die technische Entwicklung des A-320 bei Indienststellung der DAMALS aktuellen Version der Boeing 737-300 überlegen. Richtig ist ebenfalls, dass alle Airbusflugzeuge, die vom KONZEPT her auf dem A-320 basieren, also auch die Typenfamilien A-330 und A-340 in sämtlichen Versionen mit Sidestick gesteuert werden.
Natürlich werden die Steuerimpulse zwischen Impulsgeber und Steuereinheit nicht über Funksignale übertragen (um Himmels Willen!), sondern über eine Datenleitung. Die Steuerung nennt sich "fly by wire" und fand soweit ich weiß ihre erste serienmässige Anwendung im Kampfjet F-16.
Richtig ist ebenfalls, dass Airbus mit dem A-320 das "Glascockpit" in die zivile Luftfahrt brachte. Das System nennt sich EFIS (electronic flight information system), dessen Bildschirme variabel verschiedenste Informationen darstellen können, die früher stationär mittels Analoguhren in den recht unübersichtlichen Cockpits abzurufen waren.
Falsch ist, dass Boeing dieses System nicht verwendet. ALLE aktuellen Versionen von B-737, B-757, B-767, B-747 haben EFIS-Cockpits. Übrigens fast alle anderen Airliner, auch kleine Commuter sind ebenfalls damit ausgerüstet. Boeing beharrt aber auf dem herkömmlichen "Yoke" (Steuerhorn), das ist außerhalb der Platz- nur eine Glaubens- und Geschmacksfrage.
Die technische Überlegenheit bei Indienststellung des A-320 gegenüber B-737 war vor allem in folgenden Dingen begründet: Airbus verwendete ein völlig anderes Profil für die Tragflächen, damals nannte man das "superkritischen Flügel". In der Tat hatte der A-320 eine höhere stallspeed (Abreißgeschwindigkeit) und höhere Flächenbelastung, flog insgesamt aber mit weniger Widerstand, schneller und damit wirtschaftlicher. Die Winglets, die den Interferenzwiderstand minimieren sollten, waren ebenfalls ein Novum des A-320, sind aber trotz ihrer Verbreitung eigentlich immer noch eine Glaubensfrage.
Auch das "Glascockpit" brachte seine Vorteile: Jede Uhr, die es einsparte, musste nicht mehr gewartet werden und konnte (nehmerseitig) nicht mehr ausfallen. Auch die "fly by wire" Steuerung brachte Wartungserleichterungen, da umfangreiche mechanische Steuerungen eingespart werden konnte, was sich auch auf das Gewicht, somit natürlich auch auf die "Payload" auswirkte. Auf die Flugsteuerungsprogramme möchte ich jetzt nicht eingehen, das wird sonst zu lang...
Das aber WAR die Situation zu der Zeit, als der A-320 auf den Markt kam. Boeing hat lange nachgezogen und wer sich die 737-800 anschaut, um die geht es ja hier in diesem Thread, wird im Vergleich zur Version -300 schon von außen ein ganz anderes Flugzeug sehen, was schon lange nicht mehr von Airbus belächelt wird.
Das viele europäische Airlines (u.a. Hapag) gerade aktuell Produkte von Boeing kaufen, liegt vielleicht an der Tatsache, dass eine Boeing mit Dollars bezahlt wird (vgl. EUR ./. Dollarkurs), vielleicht aber auch daran, dass es nunmehr auch hier eine Glaubensfrage ist, welchem Produkt man den Vorzug gibt. Ganz unterschiedlich sind sie jedenfalls nicht mehr.
Beste Grüße
von Lutz -
Hallo Lutz!
Ich würde meinen, daß User wie du einer bist, wir hier immer wieder benötigen, um Laien wie so mancher,(auch meine Wenigkeit) detailiert, und vorallem verständlich mit seinen Fachwissen aufzuklären!
Gratulation, deinen ausführlichen Bericht ist nichts mehr hinzu zu fügen!Würde mir wünschen daß du öfters in unserem Forum vorbei schaust, um gewisse Unklarheiten bezüglich Airlines richigstellen kannst!
Herzlichen Dank für deinen Beitrag
schönen Sonntag wünscht
Mary -
Hallo Lutz,
ich kann mich Mary vollinhaltlich nur anschließen!
Dein Bericht ist ausgewogen, fachlich exzellent und darüber hinaus so formuliert, daß auch ein Laie da einigermaßen mit kommt.
Ich wollte Marc auch gar nicht zu nahe treten mit meinem Insistieren, denn ich bin ja selber ein blutiger Laie, der immer wieder vor solchen technischen Wunderwerken wie einem Jet steht und nach Erklärungen sucht. Du hast dazu beigetragen, daß wir die Unterschiede (bzw. Nicht-Unterschiede) zwischenBoeing und Airbus jetzt besser einschätzen können.
Du hast es selber auch angedeutet, da sich die Produkte so stark angenähert haben, ist die Entscheidung der Fluggesellschaften für eine bestimmte Marke, über die kaufmännischen Gesichtspunkte hinaus, wohl in erster Linie eine Glaubenssache. So ist es im Prinzip auch bei anderen Produkten, wertmäßig im kleineren Maßstab, meinetwegen z. B. auf dem Gebiet Luxusuhren. Welche ist die beste Uhr? Rolex, Lange oder Patek Philippe? Reine Glaubenssache! Welches ist das beste Auto? Mercedes oder BMW? Ebenfalls reine Glaubenssache.
Lutz, Du bist hier im Forum schon mehrmals mit Deinen ausgezeichneten, von hohem Sachverstand getragenen Beiträgen aufgefallen. Es wäre sehr wünschenswert, wenn Du dich öfter hier einbringen würdest. Das Forum würde sehr davon profitieren!
Beste Grüße
salvamor