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Thema: Fasching- oder seid ihr alle im Urlaub?

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  • LapislazuliL Offline
    LapislazuliL Offline
    Lapislazuli
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Also, die 5. Jahreszeit...
    nur was für kölsche Jecken? Kostüme? Macht Ihr über Fastnacht blau oder marschiert Ihr verkleidet in die Firma?
    Karneval doof- oder schön?

    Die Frage ist niemals "wohin?", die Frage ist immer nur "wann?".

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    • carstenW.C Offline
      carstenW.C Offline
      carstenW.
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Ich hasse Fasching wie die Pest. Am besten ist der Aschermittwoch, da ist alles rum.
      LG

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      • Claudi2112C Offline
        Claudi2112C Offline
        Claudi2112
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Karneval bzw. Fasching ist glaub ich für einen Süddeutschen nicht wirklich zu verstehen. Für mich ist das manchmal so wie: So jetzt ist Karneval und ich muss fröhlich sein ! Muß aber gestehen, ich war noch nie im Rheinland bei einem Karnevalsumzug dabei. Vielleicht ist man ja sogar angenehm überrascht. 😉
        Faschingsdienstag am Viktualienmarkt bei strahlendem Sonnenschein, so stell ich mir den Münchner Fasching vor 😄
        Aber unser Highlight ist ja auch erst im September mit dem Oktoberfest!!!
        LG
        Claudia

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        • caribiangirlC Offline
          caribiangirlC Offline
          caribiangirl
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Eindeutig doof.....
          Ich bin nicht aus einer Karnevalsgegend. Bei uns nennt sich das eh Fasching. Im Endeffekt ist es aber das selbe, zumindest was die Verkleidungen betrifft.
          Bei uns gibts auch diese riesen Straßenumzüge nicht.
          Bis vor ca 15 Jahren habe ich mich auch noch in irgendein "Gewand" geschmissen und bin zu Faschingspartys gegangen. Ich brauche die sogenannte 5. Jahreszeit nicht. Vorallem, wenn man abends gemütlich den TV durchzappt und auf vielen sonst interessanten Sendern die Karnevalshows mit den Büttenrednern kommen. Prost Mahlzeit🍻
          Abgesehen davon wäre ich aber auch NIE zur Loveparade gegangen, auch wenn ich in Berlin gewohnt hätte / würde.
          Jedem das seine und mir das meine ;).
          Trotz allem wünsche ich allen Anhängern der 5. Jahreszeit eine lustige und katerfreie Karnevalszeit.

          LG

          Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

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          • caribiangirlC Offline
            caribiangirlC Offline
            caribiangirl
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            @ Claudi

            Und unser Highlight ist das Volksfest in Cannstatt ;).
            Zwar nicht ganz so pompös,als eure "Wies`n", aber auch das Beste vom ganzen Jahr 😄

            LG Silke

            Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

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            • TangomausT Offline
              TangomausT Offline
              Tangomaus
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              Hallo!

              Also auf den Fasching könnte ich gut und gerne verzichten.
              Obwohl in unserer Gegend die Hochburg in Österreich ist, war ich noch nie bei einer Faschingssitzung. Als die Kinder klein waren, mußte ich notgedrungen zum Kinderfasching und zum Umzug gehen. Aber maskiert - nie im Leben

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • caribiangirlC Offline
                caribiangirlC Offline
                caribiangirl
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Tangomaus

                Als mein Sohn noch tschi- tschi war, bin ich mit ihm auch (notgedrungen) auf den Kinderfasching. Das war oder ist aber was anderes. Vermutlich machen das fast alle Eltern / Mütter.
                Ich hab mich da auch nicht verkleidet, er konnte allerdings nicht genug angemalt und bunt angezogen sein. War ja auch ok.
                Bin aber froh, dass ich das nicht mehr muss und Sohnemann zum Glück schon ewig nicht mehr möchte :D.

                Solange ich nicht hin muß, ist mir der Rest wurscht ;).
                Mich würde es zur 5. Jahreszeit auch absolut nicht nach z.B. Kölle ziehen, auch wenn ichs geschenkt bekäme. Nene, da bleib ich lieber in meinem kleinen Örtchen und gehe in unser Stammpub. Ohne Faschingsgedöns und so.

                LG

                Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

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                • RichymucR Offline
                  RichymucR Offline
                  Richymuc
                  Gesperrt
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Olala

                  was lesen meine entzündeten Augen da?

                  Claudia2112 scheint aus München zu kommen, welch eine Freude Frau Nachbarin.
                  Ich möchte hiermit dezent auf die Forenbeiträge "ehrliche Bekanntschaftsanzeigen" hinweisen.

                  Wir könnten ja zusammen Konfetti (

                  Ansonsten Fasching?
                  ...ich kann nicht tanzen...
                  ..ich bin nicht lustig...
                  ..ich brauch mich nicht verkleiden, -meine Nase ist echt...

                  aber ich schau trotzdem mal hin.

                  Helau aus München

                  "Wer das liest wird schön:-)" Das Foto ist alt, die Frisur ist gleich geblieben...:-)
                  FSK 12 - Der Gute kriegt das Mädchen
                  FSK 16 - Der Böse kriegt das Mädchen
                  FSK 18 - Alle kriegen das Mädchen

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                  • HolzmichelH Offline
                    HolzmichelH Offline
                    Holzmichel
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Hm,

                    Ihr seid ja "Kunden" ! 😉

                    Was ist denn so schlimm daran, mal lustig zu sein, sich zu verkleiden und natürlich zu tanzen !!

                    Also wir fahren morgen in meinen Heimatort, wo wir am Sonnabend an der ersten Veranstaltung des dortigen Karnevalsvereins teilnehmen - machen wir übrigens schon viele Jahre!

                    Muss aber zugeben, dass die Art des rheinländischen Karnevals mit grossen Festumzügen draussen bei uns eher bescheiden ist.

                    Bei uns ist es so, dass eigentlich in fast jedem Ort/Dorf ein Karnevalsverein existiert, wo dann unter Mitwirkung der halben Dorfbevölkerung ein Programm auf die Beine gestellt wird, wo man den "Hut abnehmen muss" -alles freiwillig, ohne Geld, die Kostüme werden sogar teils selber bezahlt usw.
                    das Schöne in so einem kleinen Ort ist halt, dass hier Parodien oder Büttenreden über die Leute im Ort gemacht werden, was so Kurioses über`s Jahr passiert ist.
                    Es kennt also jeder jeden, jeder weiss, was gemeint ist.
                    selbst ich als "Weggezogener" kapiere noch fast alles !

                    Ist irgendwie schön !
                    Und dann so ab 22.45 Uhr beginnt der Tanz mit ordentlicher Dorfkapelle !! Und die können sogar richtig moderne Musik spielen !!
                    Irgendwann nachts gegen 3 Uhr törkeln wir dann alle -mehr oder weniger beschwipst - in die Häuser zurück, in unserem Falle zu meinen Eltern, denen es zum Glück noch einigermassen geht und unser Kommen auch für Sie eine grosse Freude ist.

                    Also, ich lasse Fasching nie weg!
                    Wie gesagt, jetzt mit Gattin, zur Eröffnung am 11.11. bin ich meist allein dort und am Rosenmontag habe ich auch einen Platz am Stammtisch (auch allein ;)).

                    Wobei ich zugeben muss, dass man mich dort auch als weitgereistes "Urgestein des ......... Karnevals" bezeichnet.

                    Hier in unserer Stadt allerdings - es gibt mehrere grössere Vereine hier - gehen wir eher weniger zum Fasching, weil`s einfach zu unpersönlich ist und man immer nur gefragt wird, ob ich was sponsorn will (und dafür dürfte ich dann auch mal mit in den Elferrat gewählt werden). Und das kotzt mich an ! - Sorry !!

                    In meinem Heimatort aber, wo sie auch über uns Bescheid wissen, tut mich niemand gängeln - da lade ich aber gerne mal ein Fass tschechisches Budweiser als Freibier ins Auto und schaffe es vor der Veranstaltung runter ins Wirtshaus!

                    Also, übermorgen um die Zeit sind wir in allerbester Stimmung!! 😉 😉

                    Euer Erwin

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • vivianeV Offline
                      vivianeV Offline
                      viviane
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Also ich freue mich schon tierisch darauf. Meine Stadt (Aachen) ist ja eine richtige Karnavalshochburg. Fängt anfang Februar schon an mit verschiedene Sitzungen und Veranstaltungen.

                      Wenn ich abends rausgehe, zündet meine mama eine Kerze an.

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • FrankenstephanF Offline
                        FrankenstephanF Offline
                        Frankenstephan
                        Gesperrt
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Schönes Thema!

                        Ich bin auch im Fasching (wie man bei uns sagt) aktiv.

                        Seit 1990 erstmal Elferrat gewesen, ab 1992 im Männerballett bis heute aktiv und seit 1995 steige ich in die Bütt.

                        Wir halten jeden Jahr drei Prunksitzungen und zwei Kinderfaschingsbälle in unserer Stadthalle ab und bisher ist alles ausverkauft. Nicht so leicht in € Zeiten...

                        Es macht wirklich Spaß die Leute zum Lachen zu bringen. Ich hab das Glück, nicht nur bei unseren Prunksitzungén aufzutreten, sondern auch noch bei diversen anderen Veranstaltungen auftreten zu dürfen.

                        Nur leider sind die Franken nicht so leicht zu begeistern wie die Kölner, Mainzer, Düsseldorfer etc., daran sollte noch "gearbeitet" werden...

                        Ich war erblich vorbelastet, meine Großeltern waren 1956 Gründungsmitglieder "meiner" Faschingsgesellschaft Cyrenesia und meine Eltern sind auch seit ende der 60er Jahre dabei.

                        Außerdem veranstaltet meine Fußballmannschaft ASV Zirndorf 2a
                        jedes Jahr am Faschingssamstag den letzten großen Faschingsball in Zirndorf. Die anderen großen Bälle gibt es leider nicht mehr in unserer kleinen Stadt.

                        Ich bin jetzt frech und stell uns mal dar (hatt nix mit Werbung zu tun, wenn doch, liebe Admins, bitte xxxen):

                        Faschingsgesellschaft:

                        www.cyrenesia.de

                        Meine Fußballmannschaft (zwecks Faschingsball):

                        http://www.beepworld.de/members17/asvzirndorf2a/

                        und

                        meine private Homepage (wegen Bütt):

                        http://www.beepworld.de/members38/asvzirndorf2a/

                        Gruß an alle Faschingsfreunde und -gegner...

                        Stephan

                        1 Antwort Letzte Antwort
                        Antworten Zitieren
                        • Marco L.M Offline
                          Marco L.M Offline
                          Marco L.
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Also wenn ich mir die ganzen Jäcken angucke, wird mir echt schlecht. Das ist alles so albern, das tut echt schon weh. Wie können Leute nur soooooo bescheuert sein und so den Kasper raushängen lassen. Mir fehlen da echt die Worte für so einen Kindergarten. Die blamieren sich ja nicht nur selber sondern ganz D.
                          💬
                          Ich habe eigentlich selber sehr viel Humor, aber das geht entschieden zu weit. ARMES DEUTSCHLAND. Und jetzt bitte Prügel.
                          🎸 🎸

                          Gruß Marco

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • effiE Offline
                            effiE Offline
                            effi
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Nein Marco@, von mir gibts keine Prügel. Ich kann dieser Vereinsmeierei und ihrer Art von Humor auch nichts abgewinnen.
                            Und deshalb halt ich es wie jedes Jahr- ich verschwinde einfach für ein paar Tage.

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • HolzmichelH Offline
                              HolzmichelH Offline
                              Holzmichel
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Nehmt`s mir bitte nicht übel, liebe Effi und lieber Marco -

                              aber wenn Ihr es Euch so einfach mit der Bewertung von uns Faschings-/Karnevalsliebhabern macht, dann habt Ihr nichts davon verstanden !

                              Sorry, meinetwegen schlagt mich!

                              Gute Nacht!
                              der Erwin

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • effiE Offline
                                effiE Offline
                                effi
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Lieber Erwin, niemand will Dich schlagen 😉

                                Mit meiner Meinung bewerte ich auch niemanden. Ich kann dieser Form von Belustigung einfach nichts abgewinnen, das ist alles. Und da ich auch keinerlei Lust verspüre, mich mit den fröhlichen Karnevalsgepflogenheiten meiner Mitmenschen auseinander zu setzen, werde ich Euch wahrscheinlich wirklich nie verstehen. Aber damit kann ich gut leben.
                                Genießt den Spaß, seid fröhlich- es sei Euch vergönnt.

                                Liebe Grüße von
                                Effi

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • TommyAT Offline
                                  TommyAT Offline
                                  TommyA
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Servas,

                                  mitlerweile ist mir Fasching wurscht, aber es gab Jahre da, sind wir immer zu Altweiber nach Köln und Montags zum Umzug nach Mainz.
                                  Hat riesen Spaß gemacht und wenn man Single ist und ein paar Mädels kennenlernen will gibt es keine besseren Möglichkeiten ;)!
                                  Allerdings haben wir immer die Kneipen und Barparties bevorzugt, das ist dann halt wie Apres Ski und was ist so verkehrt daran ?

                                  1 Antwort Letzte Antwort
                                  Antworten Zitieren
                                  • ReisemarieR Offline
                                    ReisemarieR Offline
                                    Reisemarie
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Hallo alle Anti-Karnevalisten:

                                    Habt ihr euch mal mit dem eigentlichen Sinn des Kölner Karnevals beschäftigt??? Nein sicher nicht. Das hat nämlich mit dem, was ihr darunter versteht, absolut nichts zu tun! Schade, wenn man über seinen Horizont nicht hinaussehen kann.

                                    'Ich hasse Fasching wie die Pest' ist ja dann doch wohl zu intolerant.
                                    Warum lasst ihr die, die es schön finden, nicht machen?

                                    Fahrt doch in Urlaub oder grabt im Garten und kümmert üch nit drum.

                                    LG

                                    Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum. Erfüllung Traum 1: Oceania Marina 21 Tage, Erfüllung Traum 2: H.A.L. Noordam 27 Tage

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                                    • meinungsfreiheitM Offline
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                                      meinungsfreiheit
                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #18

                                      Wie ein Introitus zu närrischen Freuden wird in Köln und in anderen Fastnachtslanden das Lied „Kumm, loss mer fiere“ gesungen. Ihm entspricht als Schlusslied, in dem melodramatisch der Anfang vom Ende besungen wird, das Lied: „Am Aschermittwoch is' alles vorbei“. Das Wissen um die Begrenztheit und die Endlichkeit der Narretei ist zwar Altbestand karnevalistischen Wissens. Jede, vor allem jede kurze Session lässt jedoch die Narren aufstöhnen: Wenn die „Zick“ so kurz ist, dass man nicht einmal mehr eine Chance zu einem Besuch des Dreigestirns bekommt, warum kann man dann nicht einfach die Session verlängern? Eine närrische Frage? Klar! Und ernst gemeint dazu!

                                      Die Karnevalszeit hat traditionell feste Bezugspunkte. Die Eröffnung der Session zum närrischen Termin am 11.11. um 11.11 Uhr ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts. Der Tag gibt einen ersten Ausblick: Prinzenpaar oder Dreigestirn sowie das Motto werden vorgestellt. Der Tag ist ein karnevalistischer Appetizer - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Wenn der 11.11. manchem Narren als „uralte“ Tradition erscheint, lässt das nicht unbedingt auf den Grad seiner Narrheit schließen: Die 11 ist seit dem Mittelalter eine Zahl, die symbolisch die Narretei anzeigt, denn sie überschreitet die vorgegebene Ordnung des Dezimalsystems. Wer das elfte Gebot hinter den von Gott gegebenen zehn erfindet, kann nur närrisch sein!

                                      Der eigentliche Karneval im Rheinland, und zwar hier zuerst der Sitzungskarneval und anderswo die Maskenbälle beginnen mit dem Dreikönigstag, dem 6. Januar. Dieser Termin knüpft an das alte Bohnenfest an, das durch den Königskuchen am Dreikönigsabend (5. Januar) ausgelöst wurde. Wer die Bohne im Kuchen fand, wurde Bohnenkönig und musste ein Maskenfest ausrichten. Übrigens war dies – wie fast alle christlichen Feste - ein „soziales“ Fest, weil die feiernden Herrschaften auch der Dienerschaft ein Bohnefest ausrichteten; dieses Fest hieß „schwarzer Bohnenkönig“. Das Bohnenfest war im Jahreslauf die erste karnevalistische Feier, der seit der Wiederbelebung des Karnevals in der Romantik des 19. Jahrhunderts nun die weiteren Feste folgten.

                                      Fastnacht, Fasching oder Karneval sind seit dem 12. Jahrhundert auf die Zeit zwischen Dreikönige und Aschermittwoch eingegrenzt. Warum? Weil Fastnacht - also die Nacht vor dem Fastenbeginn - ein Schwellenfest ist und am Vorabend des Fastenaufktakts am Aschermittwoch entstand und sich dann ausweitete: Die „drei tollen Tage“, die wir noch in alten Fastnachtsliedern besingen, sind ursprünglich der Donnerstag vor dem Karnevalsonntag, der Sonntag und der Dienstag, denn an einem Freitag, dem Todestag Jesu Fastnacht zu feiern, ziemte sich nicht. Als sich nach 1823 der „Rosenmontag“ mit dem Straßenkarneval und dem Rosenmontagszug durchsetzten, lief dieser Tag dem „Veilchendienstag“ den Rang ab.

                                      Der Termin des Aschermittwochs ist kein fester Tag, sondern ein „beweglicher“, variabler Termin. Er errechnet sich von Ostern her. Nach jüdischer Tradition wird am 14. Nisan (die quarta decima) Passah gefeiert, weshalb für die Urchristen dies der Tag des Osterfestes war, ohne Rücksicht darauf, ob der Tag auf einen Sonntag fiel. Im Westen dagegen bildete sich der erste Sonntag nach dem Frühlingsvollmond als Ostertermin heraus, der schließlich durch das Konzil von Niccäa 325 festgeschrieben wurde. Das Osterfest kann demnach auf einen Termin zwischen dem 22. März und 25. April (Ostergrenze) fallen.

                                      Im christlichen Festkalender geht die österliche Fastenzeit (Quadragesima) dem Osterfest voran. Ostern ist deshalb auch ein beweglicher Festtermin. In Folge ist die Fastenzeit auch „beweglich“. In Bezug auf das Fasten Jesu in der Wüste (Mt 4, 2) legte die Kirche die Länge der Fastenzeit auf vierzig Tage und Nächte fest. Die in vierzig Einheiten zu teilende Zeitspanne bezeichnet die erdzugewandte Vielfalt und kommt in der Bibel mehrfach vor: vierzig Jahre wandern die Israeliten durch die Wüste (Ex 16,35), vierzig Tage begegnet Moses Gott auf dem Sinai (Ex 24,18), vierzig Tage wandert Elias zum Berg Horeb (1 Kön 19,8), vierzig Tage fastet Jesus in der Wüste (Mt 4,2; Lk 4,2) und vierzig Tage nach der Auferstehung (= Ostern) feiert die Kirche Christi Himmelfahrt (Apg 1,3).

                                      Der Beginn der Fastenzeit liegt auf einem Mittwoch und das Ende der Fastnachtszeit auf dem Dienstag nach dem 6. Sonntag vor Ostern (Invocabit). Als die Synode von Benevent 1091 die Sonntage in der Fastenzeit als Gedächtnistage der Auferstehung Jesu vom Fasten ausnahm, rückte der Beginn der Fastenzeit um 6 (Wochen-) Tage vor. Die Fastnacht endet seitdem am Dienstag nach dem 7. Sonntag vor Ostern (Estomihi) und die Fastenzeit beginnt mit dem folgenden Mittwoch, dem Aschermittwoch. Jene, die ihre Fastnacht nach der alten Fastenordnung vor der Regelung in Benevent (1091) feiern, begehen die Alte Fastnacht (auch: Bauernfastnacht), die immer in die geltende Fastenzeit fällt. Zum Unterschied dazu wurde die neue Fastenordnung Herrenfastnacht genannt.

                                      Seit den Zeiten des Papstes Gregor des Großen (590-604) bis zur Liturgiereform in Deutschland (1970) nach dem II. Vatikanischen Konzil (1962-1965) gab es für den Karnevalssonntag, Quinquagesima, eine gleich bleibende Perikopenordnung: Die Lesung trug das Hohelied der Liebe vor (1 Kor 13, 1-13), in der das Fehlen von Gottes- und Nächstenliebe als närrisch gedeutet wurde, und das Evangelium den Weg Jesu über Jericho nach Jerusalem (Luk 18, 31-43). Der Text der Epistel stand in einem großen Zusammenhang: Im biblischen Sinn ist der ein Narr, der Gott leugnet und dem darum der Mensch das Maß aller Dinge ist (Ps 53, 2; Mt 5, 22), der alles auf das Hier und das Jetzt setzt (Lk 12, 12), der seine einzige Hoffnung auf irdische Güter richtet (Ps 49, 11), der sich Dinge rühmt, die er nicht oder zu Unrecht erworben hat und dann damit prahlt (Jer 17, 11; 2 Kor 11, 17, 21 u. 12, 16). Was gemeint ist, „übersetzt“ der Epheserbrief (4, 17b-24) in das Bild vom alten und dem neuen Menschen: „Lebt nicht mehr wie die Heiden in ihrem nichtigen Denken! Ihr Sinn ist verfinstert. Sie sind dem Leben, das Gott schenkt, entfremdet durch die Unwissenheit, in der sie befangen sind, und durch die Verhärtung ihres Herzens. Haltlos wie sie sind, geben sie sich der Ausschweifung hin, um voll Gier jede Art von Gemeinheit zu begehen. Das aber entspricht nicht dem, was ihr von Christus gelernt habt. Ihr habt doch von ihm gehört und seid unterrichtet worden in der Wahrheit, die Jesus ist. Legt den alten Menschen ab, der in Verblendung und Begierde zugrunde geht, ändert euer früheres Leben, und erneuert euren Geist und Sinn! Zieht den neuen Menschen an, er nach dem Bild Gottes geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.“ Der „alte Mensch“ ist ein Narr, der in der Sünde verharrt, der „neue Mensch“ ist der Christ, der Jesus Christus und seinen Regeln nachfolgt.

                                      Während die Fastenzeit eine Übung und ein Weg zum neuen Menschen ist, in dieser Zeit am Erstarken des „Reiches Gottes“ gearbeitet wird, bietet die Fastnacht Gelegenheit, spielerisch, auf Zeit und - natürlich nur zum Abgewöhnen - den „alten Menschen“, den Narren, nachzuspielen. Die pädagogische Spielregel lautet: Erfahre an dir selbst, wie falsch närrisches Verhalten ist, kehre um, alter Mensch, und werde zu einem neuen Menschen, einem Christusnachfolger! Während der Narr in und für diese Welt lebt, soll der Christ zwar in der Welt, aber nicht für diese Welt leben.

                                      Auch die Fastnacht empfing ein Schlüsselelement aus der Liturgie. Nach dem Episteltext (1 Kor 13, 1): „Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke“ galt der Narr als einer ohne (Gottes- und Nächsten-) Liebe, dem kein Sein und kein Haben über dieses Defizit hinweghelfen kann. Wer ohne Nächstenliebe ist, der ist und bleibt ein Narr. Folgenreicher war das mit dieser Narrendefinition verbundene Bild vom „dröhnendes Erz“ und der „lärmenden Pauke“. Seit dem Mittelalter definiert sich der Narr und Gottesleugner in seiner Erscheinung mit Schelle und Pauke: viel Lärm um nichts. Die Schelle wurde zum Erkennungszeichen des Narren. Abraham a Santa Clara (1644-1709), der bildhaft-wortgewaltige Barockprediger, definierte die Narren als Kinder dieser Welt, die „vorn und hinten mit Schellen“ geziert sind. Ihnen ist die Gottesliebe verloren gegangen und deshalb machen sie mit Schellengeläut das Böse wichtig. Es gehört geradezu zum Wesen des Bösen, dass es laut auftritt und auf sich aufmerksam macht; der „Heidenspektakel“ ist noch immer sprichwörtlich. Das Gute dagegen lässt sich eher im Verborgenen finden und muss deshalb gesucht werden (vgl. das Bild vom Reich Gottes als verborgener „Schatz im Acker“, Mt 13, 44).

                                      Weder die Franzosen noch die Preußen konnten im Rheinland die Fastnacht erfolgreich unterdrücken. Im Gegenteil: sie wurden einfach einbezogen. Wenn der „preußische“ Schutzmann den rheinischen Karnevalszügen die Schelle schwingend voran zieht, mag das den Preußen wie die Akzeptanz der Ordnungsmacht erschienen sein. Der närrischen Ikonographie nach machte sich der Schutzmann durch die Schelle zum Narren!

                                      Anhand des Epistel- und des Evangelientextes des Karnevalssonntags stellten die Prediger über Jahrhunderte hinweg zwei Modelle gegenüber: Die Cupido-Gemeinschaft der Ungläubigen, symbolisiert durch die Schellenträger (nach der Epistel des Karnevalsonntags ist die klingende Schelle das Zeichen der Lüsternheit = lat. cupido), die die societas mala, die böse Gesellschaft, darstellen, und die Caritas-Gemeinschaft der Gläubigen, Unmaskierte, symbolisiert durch das Fehlen von Masken, die die societas bona sind. Während sich die societas mala auf dem Weg des Abstiegs nach Babylon, dem Reich des Bösen, befindet, steigt die societas bona auf in das himmlische Jerusalem. Das babylonisch Reich der Schellenträger in der societas mala realisierte sich aktuell natürlich in der Fastnacht, die Herrschaft des himmlischen Jerusalems, in der die Unmaskierten die societas bona bildeten, in der Fastenzeit.

                                      In diese Ausdeutung eingeflossen war unverkennbar die Zweistaatenlehre des heiligen Augustinus (354-430), bei der dualistisch die civitas diaboli, das Reich des Teufels, der civitas dei, dem Reich Gottes, erfüllt im himmlischen Jerusalem (Hierusalem caeleste), gegenüberstehen. Charakterisiert wird der Herrschaftsbereich des Teufels durch Lärm, Narrheit, Streit und Diesseitsorientierung, das Reich Gottes dagegen durch Ruhe, Frieden, Gottesliebe und Jenseitsorientierung. Zumindest für das Reich des Bösen gab es historisch reale Beispiele: das (alte) Babylon und das (neue) Babylon, das heidnische Rom.

                                      Herr der civitas diaboli war natürlich der ******. In seinen Herrschaftsbereich begab sich der Mensch als Narr, der immer zugleich auch Gottesleugner war. Als Narrheit begriff das Mittelalter beim vernünftigen Mensch die Unfähigkeit, seine natürlichen Triebe zu beherrschen. Als Folge der Erbsünde galt die besondere Anfälligkeit des Menschen für Reize, die den Hochmut und das Verlangen nach Sinnenlust ansprechen. Seit Gregor dem Großen (1572-1585) unterschied man sieben Ausformungen des erbsündlichen Hochmutes: Hoffart, Neid, Zorn, Geiz, Unkeuschheit, Unmäßigkeit und religiös-sittliche Trägheit.

                                      Manchmal kann es sich so darstellen, als würde heutzutage die Fastnacht vom ökonomischen Bedarf der Fastnachtvermarkter bestimmt. Fastnacht ist aber keine beliebige Verfügungsmasse - das fühlen viele Narren tief in ihrem Herzen. Denn der Sinn der Fastnacht erschließt sich nur von der Fastenzeit her. Und deshalb dürfte eigentlich nur der Fastnacht feiern, der auch anschließend fastet. Ein seltsamer närrischer Narr, der in der Fastenzeit noch närrisch sein will!

                                      Hier im Forum sind ein paar Leute das ganze Jahr närrisch 😄 Wenn ich beim Thema Feiern hier im Thread so Bemerkungen lese, wie, armes Deutschland, dann frage ich mich schon:

                                      Seid ihr nur zum Sticheln und hetzen auf der Welt. Wo ist Eure Lebensfreude?

                                      Feste soll man feiern, wie sie fallen!

                                      In diesem Sinne:

                                      Helau, Alaaf und eine schöne 5.Jahreszeit! 🍌 🍌 🍌

                                      Wenn Du das Ziel nicht kennst, ist kein Weg der Richtige!

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                                      • ReisemarieR Offline
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                                        Reisemarie
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                                        #19

                                        @meinungsfreiheit
                                        👍

                                        aus meinem tiefsten rheinischen Herzen.

                                        LG

                                        Träume nicht dein Leben - lebe deinen Traum. Erfüllung Traum 1: Oceania Marina 21 Tage, Erfüllung Traum 2: H.A.L. Noordam 27 Tage

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                                        • HolzmichelH Offline
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                                          Holzmichel
                                          schrieb am zuletzt editiert von
                                          #20

                                          Hi, Meinungsfreiheit !

                                          wow !
                                          Die Ehrendoktorwürde unserer hiesigen Universität - die übrigens über einen tollen Karnevalsverein verfügt, der schon zu Ostzeiten mit scharfzüngigen Bemerkungen die Gemüter unserer Politoberen erzürnt hatte - diese Ehrendoktorwürde hast Du gewiss !! 😉

                                          Jedenfalls auch von mir als Liebhaber eher kleinerer, provinzioneller Karnevalsveranstaltungen ebenso ein tolles Lob!

                                          Heute abends geht`s ab und morgen 19.11 Uhr beginnt auf einem wunderschönen Wirtshaus-Saal, gefüllt mit etwa 200 Leuten, der Einmarsch des Elferrates usw.usw.
                                          Ich freue mich!

                                          Erwin

                                          1 Antwort Letzte Antwort
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