Onur Air
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@ Klaus 43
...alles Vermutungen...zwischen den Zeilen lesen..."wird schon richtig sein"....etc. Ich muß schon sagen, daß ich mit all dem nichts anfangen kann.
Warum werden eigentlich vornehmlich ausländische Unternehmen unter die Lupe genommen und nicht in erster Linie deutsche? Wer überprüft die, wenn nicht die eigene Luftfahrtbehörde?
Für mich stellt sich die Angelegenheit reichlich verworren dar, so lange die Behörde sich in verquasten Äußerungen über die Gründe ergeht.
Schau' mer mal! -
@ Neueinsteiger
Nicht nur das ist "komisch"! Die Zeit wird es bringen!
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Selbst wenn Spiegel, Stern, FAZ, Süddeutsche, FR etc. die Gründe angeben, weshalb dieses Einflugverbot gegen Onur ergangen ist, werden wir Laien wenig damit anfangen können. Wie an anderer Stelle schon gesagt: es ist völlig egal, ob Schraube A oder B nicht in Ordnung war. Maßgebend ist das Stichwort "gravierende Sicherheitsmängel" (aus welchen Gründen auch immer). Auch andere namhafte Fluggesellschaften haben schon Triebwerksbrände, Reifenplatzer usw. vermelden müssen. Die Verfügung gegen Onur wird bei potentiellen Passagieren bleibenden Eindruck hinterlassen; Onur wird sich sehr bemühen müssen, am Markt bestehen zu bleiben. Heute auch kein großes Problem: gleiche Maschinen, neuer Name.
Gruß Erika -
Hallo Leute,
1-2-Fly bemüht sich derzeit, für Flüge, die mit Onur Air und Menege (Tochter von Onur Air)
geplant waren, umzubuchen. Eine Familie muss von München mit dem Bus nach Köln
fahren (geschätzte Fahrzeit 6 Stunden mit 2 kleinen Kindern).
Wie seht Ihr die Chancen auf eine Entschädigungsforderung ?
Schließlich hat nichts mit "höherer" Gewalt zu tun und die Reiseveranstalter haben
mit Onur Air schließlich lange genug Geld abkassiert auf Kosten der Sicherheit.
Daniel
Dirk (m,34) schrieb:Hallo!
Es wurde zwar schon in einem anderen Thread erwähnt aber hier noch mal für alle die Pressemeldung des LBA:
12.05.2005 Pressemeldung: Originaltext Luftfahrt-Bundesamt
Luftfahrt-Bundesamt entzieht Onur Air die Einflugerlaubnis
Das Luftfahrt-Bundesamt (LBA) in Braunschweig hat aus Sicherheitsgründen der türkischen Charterfluggesellschaft Onur Air am Donnerstag, 12. Mai 2005, mit sofortiger Wirkung die Einflugerlaubnis nach Deutschland entzogen. -
@ Salvamor:
Die deutschen Fluggesellschaften werden ebenfalls im Ausland geprüft. Sogar die Lufthansa wurde vor ca. 1 Jahr in Portugal überprüft.
Und so wie ich das in einem anderen Forum verstanden habe, muss jede deutsche Fluggesellschaft Prüfer einstellen, welche regelmässig die Maschinen überprüfen. -
Das sagt ja wohl alles!!
diesen Artikel habe ich im Internet gefunden:
Defekte Triebwerke und abgefahrene Reifen bei Onur AirHamburg. DPA/baz. An Maschinen der türkischen Fluggesellschaft Onur Air sind nach einem Bericht der "Bild am Sonntag" (BamS) bei Stichproben defekte Triebwerke und abgefahrene Reifen entdeckt worden. Ausserdem fehlten dem Blatt zufolge Versicherungspolicen, die mitgeführt werden müssen. Einige Piloten hätten sogar ihre Fluglizenzen nicht mit im Cockpit gehabt. Die Zeitung bezog sich auf Informationen aus niederländischen Luftfahrtkreisen. Maschinen der privaten Fluggesellschaft dürfen inzwischen aus Sicherheitsgründen in der Schweiz, in Deutschland, den Niederlanden und Frankreich nicht mehr starten und landen. Belgien und Österreich kündigten schärfere Kontrollen der Flugzeuge an.
"Onur Air hatte von uns eine Liste aller Mängel, wurde mehrfach verwarnt, zuletzt Dienstag", sagte Fred van Zeel von der niederländischen Luftfahrtbehörde der Zeitung.
Über die Startbahn hinausgerast
Nach Angaben der "BamS" soll Onur-Air-Chef Cankut Bagana behauptet haben, die Gesellschaft sei in den vergangenen 14 Jahren unfallfrei geflogen. Am 17. Juni 2003 ist jedoch eine Maschine der Airline beim Abflug in Groningen (Niederlande) über die Startbahn hinausgerast, wie die Zeitung schreibt. Alle 141 Passagiere seien damals über Notrutschen in Sicherheit gebracht worden.
Wie Luftfahrtexperten dem Blatt weiter sagten, habe Onur Air nicht nur eigene Maschinen im Einsatz, sonder chartere regelmässig dazu, oftmals "von Fluggesellschaften jenseits des Urals". So seien am Wochenende vor Pfingsten drei TriStar der Fluggesellschaften EuroAtlantik, LuzAir (beide Portugal) sowie der Skygate International aus Jordanien für Onur Air im Einsatz gewesen.
Ausserdem schreibt die Zeitung, dass zur Onur-Flotte ein Airbus A300B4-605R mit der Kennung TC-OAB gehört. Dieser sei bis November 2002 für die kirgisische Fluggesellschaft "KYRGYZ International" im Einsatz gewesen. Auch das habe Firmenchef Bagana bislang bestritten.
Gruss Ramona -
@ Ramona D.
Das sagt nicht alles, sondern im Gegenteil: überhaupt nichts!
Wenn die BAMS das Presseorgan der Luftfahrtbehörde wäre, hätten wir jetzt zumindest eine Teillösung des Rätsels. Da sie das nicht ist, ist die Meldung nur eine von vielen im deutschen Pressewald.
Ich kann Dir nur raten, nicht alles zu glauben, was in der Zeitung steht. Die Zeitungen schreiben viel, wenn der Tag lang ist, und manche nehmen es mit dem Wahrheitsgehalt nicht so genau. Viel wichtiger ist ihnen die Auflage!
Wie man hört und liest, soll morgen wohl eine Pressekonferenz stattfinden, auf der dann hoffentlich Genaueres mitgeteilt wird.
Der jetzige Zustand der "Uninformation" ist meines Erachtens unmöglich, er öffnet irgendwelchen Spekulationen Tür und Tor. -
@Salvamor
Nachstehendes in BamS von heute:"Skandal um türkischen Ferienflieger Onur AirAbgefahrene Reifen, defekte Triebwerke – aber Chef weiß von nichts
Von ANNA MEISSNER und MICHAEL QUANDT Beim Start in Groningen schoß die MD 88 der Onur Air über das Ende der Startbahn hinaus...
Hamburg –Über 8000 deutsche Türkei-Urlauber zitterten: Können wir Pfingsten zurück nach Deutschland fliegen?
Denn nachdem das Luftfahrtbundesamt (LBA) der türkischen Chartergesellschaft Onur Air die Flugrechte entzogen hatte, rächte sich die türkische Regierung und verbot allen deutschen Ersatzmaschinen die Landung in der Türkei. Erst nach massiven Protesten vom Auswärtigen Amt nahm Ankara das Verbot zurück – die deutschen Urlauber kommen problemlos zurück.
Warum das LBA den Türken die Flugrechte entzogen hat, gilt als geheim.
...Onur-Chef Cankut Bagana hat’s offenbar vergessenBamS erfuhr: An Onur-Maschinen sollen wiederholt defekte Triebwerke und abgefahrene Reifen festgestellt worden sein. Zudem wurden Versicherungspolicen nicht in den Maschinen mitgeführt, selbst Fluglizenzen hatten einige Piloten nicht dabei.
Luftfahrtexperten berichten, daß Onur Air nicht nur eigene Maschinen eingesetzt, sondern regelmäßig fremde Maschinen gechartert hatte: „Oftmals von Fluggesellschaften jenseits des Urals, zum Beispiel aus Kirgisien.“
BamS konfrontierte den Chef von Onur Air, Cankut Bagana, mit den Vorwürfen.
Info Türkei läßt deutsche Flugzeuge nicht landen!
Onur Air droht mit Klagen
Flugverbot für türkische Onur Air
BILD am SONNTAG: Gibt es bei Onur Air Sicherheitsmängel?
Cankut Bagana: „Wir haben nie eine Mängelliste von irgendeiner Behörde erhalten. In den 14 Jahren unseres Bestehens sind 38 Millionen Passagiere ohne Unfall oder Bruch transportiert worden.“
Doppelt falsch! Erstens: Fred van Zeel, niederländische Luftfahrtbehörde (Holland hatte noch vor Deutschland den Türken die Flugrechte entzogen): „Onur Air hatte von uns eine Liste aller Mängel, wurde mehrfach verwarnt, zuletzt Dienstag.“ Zweitens: Am 17. Juni 2003 ist auf dem niederländischen Flughafen Groningen beim Start eine MD80 über die Piste hinausgeschossen, alle 141 Passagiere mußten über Notrutschen evakuiert werden.
BILD am SONNTAG: Setzt Onur Air regelmäßig Flugzeuge anderer Airlines ein?
Cankut Bagana:„Nur eine Maschine hat in der letzten Woche zwei Flüge für uns durchgeführt.“
Falsch! Allein am Wochenende vor Pfingsten wurden drei Maschinen gechartert, alle vom Typ TriStar, nach BamS-Recherchen von der EuroAtlantik, der LuzAir (beide Portugal) sowie der Skygate International aus Jordanien.
BILD am SONNTAG: Fliegt Onur Air mit Maschinen, die für eine kirgisische Airline im Einsatz waren?
...wurde im Dezember 2002 in die Farben von Onur Air umlackiertDer Airbus mit der Kennung TC-OAB flog bis November 2002 für KYRGYZ International...
Cankut Bagana: „Nein.“
Falsch! Der Onur-Airbus A300 B4-605R mit der Kennung TC-OAB war bis November 2002 für die kirgisische Fluggesellschaft KYRGYZ International im Einsatz, wurde dann im Dezember 2002 in Onur-Farben umlackiert."Natürlich, jetzt stürzen sich die Medien drauf. Es existieren schon Gerüchte, dass andere Reise-Konzerne diese Aktion manipuliert haben, um ihr Schäfchen ins trockene zu bringen. Nur, dann müsste das LBA in eine solche mafiöse Struktur mit eingebunden sein, und das könnte ich einfach nicht glauben, zumal der unübertroffene Maut-Stolpe umgehend in sein vorheriges Amt als Kirchenrat zurückkehren müsste.
Du hast recht, das LBA sollte sich nicht als Geheimniskrämer präsentieren und sich auf irgendwelche Datenschutzmassnahmen berufen. Zigtausende Reisende sind betroffen und die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, welche Details dazu geführt haben, Onur Air mit einem Flugverbot zu belegen. Und das sollte nicht auf der Schiene "BamS", Spiegel, Focus usw. in line gebracht werden, sondern über die dafür verantwortlichen Stellen. -
@ Klaus43
Deiner Einschätzung stimme ich voll zu. Es wird höchste Zeit, daß die Gründe der Öffentlichkeit mitgeteilt werden, denn die Spekulationen, daß es sich um das Werk von Lobbyisten handelt, schießen ins Kraut. Damit muß endlich Schluß sein!
Die Öffentlichkeit, und damit auch die Kunden von Onur Air, haben ein Recht, zu erfahren, was da los ist!
Man kann auch nur hoffen, daß die Behörden wirklich wasserdichte Argumente für die Stillegung haben, wenngleich Onur Air so oder so sicher auf Schadensersatzforderungen verzichten wird. Schließlich will man der Behörde, wenn es doch weitergehen sollte, wieder unter die Augen treten. -
@salvamor41, also wenn Du nicht der Pressesprecher von Onur Air bist, dann ****** ich einen Besen mitsamt Stiel.
Wo liegt eigentlich Dein Problem?
Die Argumentation, "die sollen bei den anderen prüfen und suchen ob sie was finden" hinkt doch sowas von gewaltig.
Bei Onur Air hat man was gefunden und dass wird schon seit etlichen Monaten angeprangert. Hätte Onur Air diese Mängel abgestellt, dann hätte diese Task force keine Handhabe. Dass sind Fakten.
Billig reisen ist ja ok, aber ich möchte nicht als Leiche ankommen bzw zurückkommen. Wenn dann mal eine Behörde nicht nur labbert sondern handelt, dann sollten WIR (Passagiere) dies wohlwollend beurteilen und nicht verurteilen.
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ANSPRUCH auf Schadensersatz besteht keiner. Die AGBs des Veranstalters dürften Dir ja bekannt sein. Da steht auch ganz klar drin, daß im Falle einer Ersatzbeförderung (hier: Abflug von CGN statt MUC) Anspruch auf eine Bahfahrt 2. Klasse besteht. Der Bustransfer, den 1-2-FLY netterweise organisiert hat, ist schon eine Art "upgrade" - Rail&Fly-Tickets hätten - rein rechtlich gesehen - auch gereicht.
Die Veranstalter waren genauso überrascht von der Entziehung der Landeerlaubnis wie Gäste, Reisebüros, etc. . Daher bin ich über Deine restlichen Aussagen ziemlich
, zumal ich Deiner HP entnommen habe, daß Du selber in einem Reisebüro arbeitest, das auch den von Dir kritisierten Veranstalter vertreibt. -
@ B.H.
Erstmal danke dafür, daß Du mich zum Pressesprecher von Onur Air ernannt hast! Das kann ich aber leider nicht annehmen, weil die Aufgabe mich, zumal in dieser Zeit, überfordern würde.
Du wärest nie auf den Gedanken gekommen, mir diese "Ehre" zuteil werden zu lassen, wenn Du die bisherige Diskussion aufmerksam gelesen und verfolgt hättest. Dann hättest Du nämlich festgestellt, daß ich mich mit keinem einzigen Wort gegen die Prüfungen durch die entsprechenden Behörden ausgesprochen habe. "Mein Problem", um in Deiner Terminologie zu bleiben, liegt einzig und allein in der nicht nur von mir als mangelhaft empfundenen Informationspolitik der Behörden, ich sehe in ihr ganz einfach eine Mißachtung der Menschen, für die die Behörde tätig ist und von denen sie letztendlich auch bezahlt wird. Da wird eine Fluglinie praktisch aus dem Markt genommen, ohne den Menschen, die deren potentielle Kunden sind, zu sagen, warum dies geschieht. Wenn ein solches Behördenverhalten ohne Widerspruch akzeptiert wird und Schule macht, dann ist Tür und Tor geöffnet für weitere selbstherrliche Aktionen des Vater Staat. Nein, wir sind mündige Bürger und haben als solche das Recht, angemessen detailliert zu erfahren, was sich im Falle Onur Air ereignet hat.
Also, mein/e liebe/r B.H., immer schön sachlich bleiben beim Diskutieren! Erst richtig durchlesen und dann antworten! -
Auf www.demed.de ist folgendes zu lesen:
Onur Air Flüge vorläufig gestoppt!
Das Luftfahrtbundesamt hat die Flüge der Fluggesellschaft Onur Air voraussichtlich bis zum weitergehenden Informationen vor. Wir arbeiten an der Bereitstellung von Ersatzflügen und werden Sie über die 12.06.2005 gestoppt. Uns liegen derzeit keine aktuelle Lage auf dem Laufenden halten.
Hm, ich dachte der Entzug wäre auf unbestimmte Zeit. Hat sich da schon wieder was getan?
Gruß,
Kornilein -
@B.H. (Brigitte)
Es geht hier nicht nur um die Sicherheit der Passagiere, sondern auch um die der Bevölkerung am Boden. Ein Crash über dichtbesiedeltem Gebiet fordert weitaus mehr Opfer.
Mittlerweile kristallisiert sich immer mehr heraus, dass abgefahrene Reifen und vor allem Triebwerksprobleme zum Flugverbot geführt haben.
Nur am Rande: Wenn Automobilkonzerne Rückrufaktionen starten, wird u.a. auch der Grund in den Medien breitgetreten, mit allen Details. Warum nicht auch bei Flugzeugen? Deshalb möchte ich, genau wie Salvamor, (wir sind nicht immer einer Meinung), aber hier ganz deutlich unterstreichen, dass die Geheimniskrämerei des LBA in keinster Weise gerechtfertigt ist.
Folgendes ist aus www.pilots.de (keine Werbung):"jooo, habe die maschine in stuttgart auch gesehen. die luftaufsicht hat bestätigt, dass die maschine total vertrimmt war. paxe hinten und das gesammte gepäck wurde auch hinten verstaut. bedenken seitens des rampagenten wurden arrogant verwischt. der joke: die maschine hatte beim taxing schon probleme das bugrad am boden zu halten. nachdem die maschine sich auf den hosenboden gesetzt hatte, fragte der capo wie es nun weiter geht. die sache hatte sich bereits bis zum tower durchgesprochen und die coole antwort war nur noch - "einfach die paxe nach vorne schicken"!
ende vom lied - FDR gezogen und den capo abgeführt.
ich möchte hier keine diskussion über die pilot skills türkischer piloten lostreten. ich konnte aber "live" bei einem incident der onur air vor cirka 2 jahren am hamburger flughafen dabei sein, da ich mich im anflug direkt hinter dieser befand.
im short final wurde die onur air angewiesen einen missed approach durchzuführen, weil der towerlotse einem medicalhelicopter das crossen der landebahn erlaubt hatte. soweit ich mich erinnern kann, wurde diese anweisung zwei oder drei mal ausgesprochen. der a300 setzte seinen anflug fort und landete seelenruhig ohne landefreigabe und ohne auch nur im entferntesten dem lotsen zu antworten. hubschrabschrab wurde umgeleitet und onur capo wurde auf einer extrafrequenz auf 150 cm gestutzt!
jeder solle sich sein eigenes urteil bilden. aber die vorfälle türkischer airlines haben in den letzten jahren schon zu genommen."Dies betrifft auch die Englischkenntnisse der Piloten. Ich bin mal mit einer türkischen Airline geflogen und mir sträubten sich die Haare, als der Flugkapitän in einem gebrochenen Pidgin-Englisch die Passagiere begrüsste. Ich habe mich schon damals gefragt, ob der Pilot überhaupt jemals in der Lage sein wird, schnell und präzise gesprochene Anweisungen aus dem Tower zu verstehen bzw. zu befolgen.
Nun, morgen wird Onur Air mit den niederländischen Behörden verhandeln. Wir werden sehen.@SvkP (Holger)
was meinst Du dazu? -
@klaus43:
das Forum heisst pilots.de (vermutlich hast Du Dich nur verschrieben) und da hast Du den Beitrag völlig aus dem Zusammenhang rauskopiert. Im oberen Teil des kopierten Beitrages geht es um eine ganz andere Maschine und um eine andere Fluggesellschaft.
edit: ok, mittlerweile hast Du die internetadresse des forums abgeändert. -
Ich weis nicht so recht, was ich von dieser Sache halten soll.
Im vergangenen Dezember bin ich mit der Onur-Air in die Türkei und zurück geflogen, und habe mich dabei sehr wohl gefühlt, und das obwohl ich unter Flugangst leide. Meine Erfahrung; sehr gepflegter Flieger (innen wie außen) und superfreundliches, kompetentes Personal. Der Pilot; sowohl auf dem Hinflug als auch auf dem Rückflug; flog die Maschine sehr ruhig und ausgeglichen und landete so elegant und ruhig wie ich es bisher noch nicht erlebt habe. Bei den leichten Turbolenzen kommentierte er (sowohl in gutem deutsch als auch in einwandfreiem englisch) vom Cockbit aus sehr beruhigend die Situation, und bat die Fluggäste sich rein vorsorglich anzuschnallen.
Seltsamerweise besserte sich nach den beiden Onur-Air Flügen meine Flugangst so erheblich, das ich mich endlich getraute, die von mir seit Jahren geplanten Fernreisen zu unternehmen.
Und nun das Aus, ausgerechnet für eine Fluggesellschaft durch die ich das Vertrauen zum Fliegen bekommen habe.
Gestern bin ich von meiner 2. Fernreise in diesem Jahr zurück gekommen;
im Februar war ich mit Condor in Kuba, und jetzt mit Sri Lankan Airline auf den Malediven. Das Personal von Condor war derart arrogant, das ich mich diesmal bewusst für eine andere Geselschaft entschieden habe. Und das trotz Stopover in Colombo. Die so hochgelobte Sri Lankan Airline hat mich jedoch mehr als enttäuscht. Das Personal ist zwar tatsächlich unübertroffen freundlich, doch was nützt das, wenn sich das Bordpersonal vor lauter freundlichkeit nicht traut, einen schlafenden Reisegast zu wecken, der es sich über drei Sitzplätze hinweg bequem gemacht hat, obwohl mein Sitz so kautt war, das man nur noch auf einer Stange unter dem dünnen Polster saß, und alle anderen Plätze besetzt waren. Dann erfuhren wir, das wir statt Frankfurt zuerst nach Paris fliegen.
Wir sind allen ernstes über Frankfurt nach Paris geflogen, hatten dort einen nicht angekündigtem 2-stündigen Zwischenstopp und sind dann wieder nach Frankfurt geflogen. Uns wurde lapidar mitgeteilt, das dies aus technischen Gründen notwendig war(?????). In Paris durften nur die Fluggäste die Colombo-Paris gebucht hatten auschecken, alle anderen mussten im Flieger bleiben. Dann kam eine Putzkolonne, wusselte zwischen den anderen Fluggästen herum, und dann stiegen einige neue Fluggäste ein. Ich sollte mich doch allen Ernstes wieder auf den völlig kaputten, sprich durchgebrochenen Sitz setzen, was ich verweigerte, da genügend freie Sitze vorhanden waren. Die meisten Sitze waren jedoch im einem absolut desulatem Zustand. Dann wurde uns auch noch mitgeteilt, das es ein techniches Problem gäbe, und gleich ein Ingenieur an Bord käme, um zu prüfen, ob der Weiterflug erfolgen könne. Knapp fünf Minuten später starteten wir ohne weiteren Kommentar, obwohl in dieser Zeit sicher kein Ingenieur etwas prüfen kann. Ich weis auch nicht, wie dieser an Bord gekommen sein sollte, denn wir standen schon weit draußen auf dem Rollfeld und wir haben kein Fahrzeug ankommen oder abfahren sehen.
Wir sind dann ohne weiteren Zwischenfall in Frankfurt gelandet, aber was ich in dieser Zeit durchgestanden habe, kann man kaum beschreiben. -
Hallo,
so ätzend es auch für die Betroffenen ist, kann ich das Gejammere der Verantwortlichen von Onur und der türkischen Regierung nicht nachvollziehen.
Man stelle sich vor es wäre ein Unglück geschehen und dann wäre herausgekommen(weils ein paar ja immer schon gewusst haben)das den Behörden die Probleme bekanntgewesen sind, was für ein Aufschrei wäre durch die Medien gegangen.
Von dem Leid will ich gar nicht sprechen.
Tja und islamisch geprägte Länder haben eh einen Hang zu diversen Verschwörungstheorien, die Schuld an all ihren Problemen sein sollen.Gruss
Dirk -
Unabhängig von diesem konkreten Beispiel Onur Air bin ich immer ganz mißtrauisch, wenn irgendwelche staatliche Stellen Entscheidungen treffen, die sie weder kommentieren noch erklären. Dann kommt jedes Mal wieder der Verdacht auf, daß irgendwie gemauschelt wurde in der stillen Hoffnung, daß keiner nachfragt und das so von der Öffentlichkeit geschluckt wird. Der obrigkeitshörige Deutsche wird schon nicht aufmucken!
Wir alle haben gerade erst wieder im Fernsehen die Arbeit eines Untersuchungsausschußes beobachten dürfen, der sich mit solch einem krassen Fall von staatlicher Willkür auf höchster Ebene beschäftigte.
Ich kann nur sagen: Wehret den Anfängen! Wenn sich mal der Eindruck verfestigt hat, daß man mit dem "dummen Volk" verfahren kann, wie man will, ohne daß man seine eigenen Handlungsweisen erklären muß, dann sind wir weit genug!
In schöner Regelmäßigkeit beschäftigt sich dann der Investigationsjournalismus mit solchen Fällen, und es kommen mitunter erstaunliche Tatsachen zum Vorschein!
Hoffen wir, daß das hier nicht wieder der Fall sein wird! -
Bianca schrieb:
@klaus43:
das Forum heisst pilots.de (vermutlich hast Du Dich nur verschrieben) und da hast Du den Beitrag völlig aus dem Zusammenhang rauskopiert. Im oberen Teil des kopierten Beitrages geht es um eine ganz andere Maschine und um eine andere Fluggesellschaft.
edit: ok, mittlerweile hast Du die internetadresse des forums abgeändert.
@Bianca
So ganz ohne Zusammenhang war das nicht. Ich hatte schon erwähnt, dass die sog. Task-Force u.a. auch die Beladepläne checkt. Für die Flugsicherheit von immenser Bedeutung. Falsch beladene grössere Transportmittel sind rollende oder fliegende Zeitbomben.