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Patientenverfügung / Sterbehilfe

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  • caribiangirlC Offline
    caribiangirlC Offline
    caribiangirl
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Hallo

    Dieses Thema gehört sicherlich nicht ins Fun Forum, trotzdem würde mich eure Meinung zu sogenannten Patientenverfügungen, ebenfalls zum Thema Sterbehilfe interessieren.
    Meine Mutter hatte Krebs im Endstadium und ihr ging es, trotz starken Medikamenten und regelmäßigen Arztbesuchen immer schlechter. Sie starb im Dez. 06. Das letztes halbe Jahr vor ihrem erlösenden Tod war aber für sie die reinste Qual.
    Sie entschied sich 2005 für eine Patientenverfügung, von der wir 5 Kinder und der behandelte Arzt jeweils eine bekamen. In dieser Verfügung wurde ua festgelegt, dass sie NIEMALS an irgendwelchen Schläuchen am Leben erhalten werden wollte. Wir hätten uns auch daran gehalten, da sie wirklich unheilbar krank war.
    Ebenfalls hatte sie sich schon über Sterbekliniken, wie z.B. in der Schweiz oder in Holland ( da soll Sterbehilfe noch legal sein) erkundigt. Ich befürworte bei unheilbar kranken Leuten auf jeden Fall aktive Sterbehilfe.
    So ein Leben, wie es meine Mutter die lezten Monate hatte, möchte sicherlich kein Mensch.
    Das selbe gilt auch für Leute, deren Angehöriger schon seit Ewigkeiten im Wachkoma liegt oder auch Patienten, die wirklich nur noch durch Maschinen am Leben gehalten werden.
    Eure Meinungen dazu, würden mich ehrlich interessieren.

    LG Silke

    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

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    • Erika1E Offline
      Erika1E Offline
      Erika1
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Silke,

      das Fun-Forum wurde seinerzeit eröffnet, damit man über alle Themen sprechen kann - sie müssen nicht zwangsläufig spaßig sein.

      Ein schwieriges, sehr komplexes Thema, zu dem ich eine dezidierte Meinung habe, die ich hier nicht kundtun will.

      Es gibt zwei Arten, die zu unterscheiden sind: die Patienten-Verfügung und das Patienten-Testament.

      Ärzte, die ihren hippokratischen Eid geleistet haben, dürften mit beiden Versionen ihre Probleme haben. Sie sind an diese Willenserklärungen nicht gebunden. Der deutsche Gesetzgeber will nun eine Regelung schaffen.

      Silke, PN ist unterwegs...

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      • LapislazuliL Offline
        LapislazuliL Offline
        Lapislazuli
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Liebe Silke,
        jetzt raufe ich mich doch auf und schreibe ein paar Zeilen.

        von meinen eigenen Erfahrungen möchte ich jetzt nicht schreiben.

        Aber von meiner besten Freundin und Partnerin ist in der Nacht vom vergangenen Samstag zu Sonntag die Omi gestorben.
        Alle haben sich gewünscht, dass sie im Alter von über 80 Jahren ruhig einschlafen darf und endlich Frieden hat, nachdem sie unter Schmerzen mehr als 3 Wochen lang nur noch mit Drogen behandelt wurde.
        Unmittelbar nach ihrem Tod rückte aber ein Team an, was über 30 Minuten versucht hat, sie zu reanimieren. Die Familie hatte nicht einmal die Zeit, sich in Stille zu verabschieden.

        Ich zitiere:
        Zitat Anfang: " Jedes Tier wird erlöst, wenn es die Qualen nicht mehr aushalten kann". Zitat Ende

        Wo da ein Sinn besteht, weiß ich nicht. Ich fühle nur mit den Menschen, die dies durchmachen müssen.

        Liebe Grüsse
        die Lapis

        Die Frage ist niemals "wohin?", die Frage ist immer nur "wann?".

        1 Antwort Letzte Antwort
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        • HolzmichelH Offline
          HolzmichelH Offline
          Holzmichel
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Hallo Silke !

          ernstes Thema, ist aber gut so !

          Ich sage zu Sterbehilfe ein klares Ja !
          Kann hier in diesem Staat sowieso nicht nachvollziehen, welched verkrusteten Denkweisen dazu herrschen !
          Sorry, nur meine private Meinung!

          Genauso stehe ich dazu, dass junge Mädchen, verheiratete Mütter oder egal welche Frau im Anfangsstadium ganz allein entscheiden sollen, müssen und vorallem dürfen, ob sie neues Leben in diese Welt setzen !!!!
          Meine Meinung - und ich werde sie auch nicht weiter kommentieren!

          Und diese beiden Meinungen haben nichts damit zu tun, dass ich geschäftlich sehr, sehr oft in Holland bin!

          mit besten Grüssen

          Erwin

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • Erika1E Offline
            Erika1E Offline
            Erika1
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            Der Sterbehilfe wird im Zusammenhang mit alten oder sehr kranken Menschen im allgemeinen zugestimmt.

            Was ist mit jungen Menschen? Ich las einen Bericht über eine 24jährige, die durch einen Autounfall fast zwei Jahre im Wachkoma lag. Die Ärzte konnten keine Hoffnung mehr machen. Die Zuwendung der Familie hat die junge Frau aufgeweckt... sie wird noch viel Zeit benötigen, um am Leben wieder "richtig" teilzuhaben. Hätte man sie sterben lassen sollen, als sie als hoffnungsloser Fall galt?

            Kein Einzelfall.

            So einfach ist die Thematik nicht abzuhandeln.

            P.S.
            Erwin Lederhose - es scheint, als hättest Du meinen Nachruf auf Dein Ausscheidenn - vor 100 Jahren - nicht gelesen....

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • HolzmichelH Offline
              HolzmichelH Offline
              Holzmichel
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              "Erika1" wrote:
              P.S.
              Erwin Lederhose - es scheint, als hättest Du meinen Nachruf auf Dein Ausscheidenn - vor 100 Jahren - nicht gelesen....

              Hi Erika,

              kapiere ich jetzt nicht!
              Weiss auch nicht, was und wie Du das jetzt meinst??
              Und den Zusammenhang zum Thema verstehe ich auch nicht !

              Bitte schicke mir mal eine PM !
              Danke !

              Erwin

              1 Antwort Letzte Antwort
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              • Erika1E Offline
                Erika1E Offline
                Erika1
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Holzmichel, mein P.S. hatte mit dem Thema auch nichts zu tun..., deswegen: P.S.

                1 Antwort Letzte Antwort
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                • caribiangirlC Offline
                  caribiangirlC Offline
                  caribiangirl
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Es ist sicherlich eine sehr sehr schwere Entscheidung, speziell für Eltern, sein Kind durch abstellen der Maschinen zu "töten". Gerade Eltern geben die Hoffnung ihrer Kinder NIE auf. Hätte jetzt aber so jemand vor dem Unfall eine Patientenverfügung erstellen lassen, und für die Ärzten besteht aber absolut keine Hoffnung mehr, dann sollte m. M. nach den Wunsch der Person, die so ne Patientenverfügung hat, berücksichtigen.

                  Das selbe gilt für aktive Sterbehilfe. Weshalb sollen sich schwer oder totkranke Menschen bis zu ihrem Tod quälen?
                  Weshalb kann man denen ( natürlich nur, wenn medizinisch nichts mehr zu machen ist) armen Leuten nicht durch ein spezielles Medikament helfen, human und schmerzfrei aus dem Leben gehen zu dürfen.
                  Vorallem kann jeder selbst über sein Leben entscheiden.
                  Ich rede hier aber wirklich nur um totgeweihte. Das soll jetzt nicht heißen, dass Hinz und Kunz aktive Sterbehilfe bekommen soll, nur weil er seine Probleme nicht in Griff bekommt.

                  Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

                  1 Antwort Letzte Antwort
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                  • HolzmichelH Offline
                    HolzmichelH Offline
                    Holzmichel
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    "caribiangirl" wrote:
                    Vorallem kann jeder selbst über sein Leben entscheiden.
                    Ich rede hier aber wirklich nur um totgeweihte. Das soll jetzt nicht heißen, dass Hinz und Kunz aktive Sterbehilfe bekommen soll, nur weil er seine Probleme nicht in Griff bekommt.

                    Hi Caribian,

                    ich denke, dass haben auch alle verstanden, dass wir hier von Menschen reden, die unter grössten Schmerzen unweigerlich dem Tode geweiht sind!

                    Trotzdem würde ich auch die Menschen nicht einfach "abstempeln", die beschlossen haben, ihrem Leben selbst ein Ende zu setzen. In diesen Menschen ist etwas ganz schlimmes passiert, dass sie zu einer Tat greifen. Da geht`s nicht nur darum, dass sie "ihre Probleme nicht in den Griff bekommen".
                    Aus meiner Sicht viel zu einfach!

                    So gesehen kann man natürlich über die provokante Meinung diskutieren, warum es denn nicht möglich sein sollte, dass auch der "Wunsch" dieser Menschen respektiert und entsprochen wird!

                    Ich weiss, extrem harte These !
                    Aber wer Menschen kannte, die diesen "Schritt" getan haben, vorallem auch mehr über dessen Begleitumstände weiss, sieht das etwas anders.

                    Als Beispiel denke ich da nur eine mir bekannte Frau.
                    Sie hatte einen Selbstmord (blödes Wort - sowas ist kein Mord !) zu Hause machen wollen. Ist misslungen, kam ins Krankenhaus.
                    Dort ist sie dann aus dem Fenster gesprungen, wieder misslungen, nur schwerverletzt.
                    Schliesslich hat sie es dann etwa 6 Wochen später zu Hause geschafft !
                    Makaber was, aber diese frau war in einer derartigen (nervlichen) Krise, dass sie niemals davon abzubringen war. Sie hätte es immer wieder versucht ! Und wer gab der Gesellschaft da das Recht, ihre Versuche immer wieder zu verhindern, teils in unterdrückerischer Form (auch von der Familie!).
                    Will aber darüber nicht weiter schreiben.

                    mit Gruss
                    Erwin, der jetzt in den Schnee muss und hoffentlich heute abend wieder dabei sein kann!

                    1 Antwort Letzte Antwort
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                    • carstenW.C Offline
                      carstenW.C Offline
                      carstenW.
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      Ich denke man muß differenzieren. Wie Erika erwähnte gibt es Außnahmen. Patienten, welche nach einem schweren Verkehrsunfall im Wachkoma liegen u. später doch wieder ins Leben zurückfinden gibt es, wenn auch selten. Das ist die eine Sache, wo man nicht unbedingt solches in Erwägung ziehen sollte.

                      Anders jedoch bei Patienten, welche totkrank sind. Ich sehe ich täglich im Berufsleben.

                      Ein Tier, wie oben erwähnt, wird von seinen Qualen erlößt. Warum nicht auch ein Mensch? Leider gibt es verschiedene Sorten Mediziner. Die einen, welche sich bis zum bitteren Ende an unsinnigen Therapien festhalten, andere welche auch hier u. da mal ein Auge zudrücken u. einen Menschen in Frieden sterben lassen. Ich bin schon öfter zu Reanimationen gerufen worden zu Krebspatienten, da ist es wohl mehr als verständlich nicht mehr viel zu tun. Und so werde ich dies auch in meiner Verwandschaft handhaben, wenn so etwas folgt. Das ist nichts böses, sondern nur menschenwürdiger.
                      LG

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • RichymucR Offline
                        RichymucR Offline
                        Richymuc
                        Gesperrt
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Da fällt mir was ein...

                        Sterbehilfe ist ein heikles und äußerst kontrovers diskutiertes Thema. Vor allem ist es schwer, objektiv und ohne Emotionen darüber zu diskutieren. Sterbehilfe von einem "neutralen" Standpunkt aus zu beurteilen, ist etwas ganz anderes, als wenn man selbst persönlich betroffen ist, sei es als schwer kranker Patient oder als Angehöriger eines solchen.

                        Ich möchte nicht aktiv in die aktuelle Diskussion um Sterbehilfe eingreifen und mich weder auf den Standpunkt der Gegner noch der Befürworter stellen.
                        Aus ethischer, weltanschaulicher oder religiöser Position heraus will ich dazu weder eine Stellungnahme noch eine wie auch immer geartete Meinung abgeben.

                        Ich will denen, die Information zu diesem Thema suchen, eine kleine Orientierung geben.

                        "Der Arzt muss alles tun, was er kann, um einen Menschen zu heilen, er muss aber nicht alles tun, was er kann, um den vom Krankheitsprozess unaufhaltsam vorgegebenen Tod hinauszuzögern."

                        Akitive Sterbehilfe
                        Setzt ein Arzt den Qualen eines Patienten mit einer tödlich wirkenden Dosis Morphium ein Ende, so bezeichnet man dies als aktive Sterbehilfe. Aktive Sterbehilfe zum Zweck der schmerzlosen Tötung eines Sterbenden ist widerrechtlich und strafbar.

                        Passive Sterbehilfe
                        Passive Sterbehilfe heißt, dem Sterbeprozess seinen freien Lauf zu lassen, also Sterbehilfe durch Sterbenlassen. Dabei wird unter Aufrechterhaltung der sogenannten Basispflege - dazu gehören menschenwürdige Unterbringung, Zuwendung, Körperpflege, Lindern von Schmerzen, Atemnot und Übelkeit sowie Stillen von Hunger und Durst - auf die Überführung in eine Intensivstation verzichtet, eine bereits begonnene Therapie abgebrochen oder eine weitere Behandlung unterlassen.

                        Sterbehilfe bei speziellen Krankheitsbildern
                        Bei Patienten mit schwersten cerebralen Schädigungen und anhaltender Bewusstlosigkeit (apallisches Syndrom, sog. " Wachkoma ") darf die Dauer der Bewusstlosigkeit kein alleiniges Kriterium für den Abbruch der lebenserhaltenden Behandlung sein. Kann der Patientenwille hier nicht festgestellt werden, müssen die Erklärungen des gesetzlichen Vertreters, eines Betreuers oder eines Bevollmächtigten eingeholt werden. Wenn der Arzt den Verdacht hat, dass die Vertretung missbraucht werde - der Vertreter also nicht im besten Sinne für seinen Schützling sondern zu seinem eigenen Vorteil handelt, soll der Arzt das Vormundschaftsgericht anrufen.
                        Äußert auch der Vertreter keinen Willen, muss versucht werden, den mutmaßlichen Willen zu ermitteln. Ansonsten habe der Arzt die medizinisch angezeigten Maßnahmen zu ergreifen.

                        Wenn bei Neugeborenen mit schwersten Fehlbildungen oder schweren Stoffwechselstörungen keine Aussicht auf Heilung oder Besserung besteht, dann können die Ärzte lebenserhaltende Maßnahmen unterlassen oder abbrechen. Dieser Schritt soll mit Einverständnis der Eltern geschehen. Auch bei extrem unreifen Neugeborenen mit schwerster Zerstörung des Gehirns soll so verfahren werden. Der Abbruch der Behandlung dürfe aber nicht geschehen, wenn die Schädigung des Neugeborenen geringer ist. Auch dann nicht, wenn es die Eltern fordern.

                        Gruß Richard

                        "Wer das liest wird schön:-)" Das Foto ist alt, die Frisur ist gleich geblieben...:-)
                        FSK 12 - Der Gute kriegt das Mädchen
                        FSK 16 - Der Böse kriegt das Mädchen
                        FSK 18 - Alle kriegen das Mädchen

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                        • BarbaRiB Offline
                          BarbaRiB Offline
                          BarbaRi
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Ich bin der Meinung, man sollte unterscheiden, ob das Leben verlängert oder das Sterben hinausgezögert wird. Ist es ein menschenwürdiger, lebensbejahender Vorgang, wenn man nur noch durch künstliche Ernährung, Beatmung etc. an Schläuchen hängend ohnmächtig vor sich hindämmert (um nicht zu sagen vegetiert), oder ist das nicht eher entwürdigend? Ich habe das Glück gehabt - ja das Glück - , dass meine Eltern beide innerhalb kürzester Zeit gestorben sind. Kein langes Leiden, keine Schmerzen - nichts! Für uns Kinder natürlich ein Schock aber für den Betroffenen ein Geschenk. So sehe ich das.
                          Und einen Bruder, der sich das Leben genommen hat, habe ich leider auch. Es hat lange gedauert, aber irgendwann habe ich auch diese Entscheidung respektiert, was nicht heißt, dass ich es verstehe.
                          Ich für meinen Teil weiss, ich hätte niemals den Mut, mich umzubringen. Jedenfalls nicht ohne - mindestens - eine unheilbare Krankheit zu haben, die mir ein quälendes Ende bereiten würde.
                          Abraham Lincoln sagte einmal: Am Ende sind es nicht die Jahre, die zählen im Leben, sondern das Leben in den Jahren.
                          Grüße von Barbara

                          1 Antwort Letzte Antwort
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                          • Claudi2112C Offline
                            Claudi2112C Offline
                            Claudi2112
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            Ich möchte nur eine kleine Geschichte erzählen:

                            Ein junger, allerdings geistig behinderter Mann, klagte 1 Woche über Bauchschmerzen. Jeder tippte auf eine Magenverstimmung, bis sich herausstellte, dass er einen kindskopf großen Magentumor hatte. Der Arzt gab der Familie zwei Möglichkeiten: Man operiert ihn, es kommt Luft an den Tumor, er verbreitet sich schneller. Der Patient wird vielleicht ein bisschen länger leben, hat aber immer stärker werdende Schmerzen. Die zweite Möglichkeit war, dass man ihn nicht operiert, er fast keine Schmerzen haben wird aber er auch nicht mehr lange zu leben hat. Die Familie entschied sich für die zweite Variante. Und der Arzt stimmte ihnen zu. Der junge Mann wurde seitdem tag und Nacht von der Familie umsorgt. Er war nie allein. Auch ich habe ihn einmal besucht und war gerührt, wie liebevoll alles für ihn getan wurde. Er hatte danach noch 2 Wochen zu leben, aber diese waren vielleicht intensiver als ein paar Wochen mehr mit irren Schmerzen !

                            Für mich ist das ein Fall von indirekter Sterbehilfe. Aber ich denke das war die mit Sicherheit eine gute Entscheidung.

                            Meine Oma verstarb an Silvester mit 92 Jahren. Sie lag eine Nacht im Krankenhaus und bekam dann Lungenentzündung. Ein junger Arzt rief an und meinte, die Atmung würde schlechter werden. Ob wir wollen dass sie an die Maschinen angeschlossen wird. Meine Oma war nie krank. Das schlimmste war ein Beinbruch und sie hat immer gesagt, wenn , dann möchte sie nicht an Maschinen angeschlossen werden. Dem Wunsch kamen wir nach und auch der Arzt meinte, er hätte auch so entschieden. Sie ist innerhalb von 2 Stunden friedlich eingeschlafen. Ich denke, dass sie es sich auch so immer gewünscht hat.

                            Jeder muss es für sich entscheiden. Und ich hoffe ich komme einmal nie an den Punkt, an dem ich über das Leben eines geliebten Menschen entscheiden muss. Ich weiß nicht was ich machen würde.
                            Man klammert sich immer an den kleinsten Strohhalm.

                            LG
                            Claudia

                            1 Antwort Letzte Antwort
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                            • Erika1E Offline
                              Erika1E Offline
                              Erika1
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              Danke, Richard.

                              Carsten,

                              ja, es ist richtig, daß man Tieren das lange Dahinvegetieren ersparen kann. Als wir in dieser Lage gewesen sind, half uns die Tierärztin, indem sie sagte "Das ist der letzte Dienst, den Sie Ihrem Tier erweisen können."

                              Wir haben uns zum Hern über Leben oder Tod gemacht - es ist uns sehr, sehr schwer gefallen, eine Entscheidung zu treffen.

                              Wenn es um einen Menschen geht, möchte ich nie in die Lage kommen, eine solche Entscheidung treffen zu müssen.

                              Barbara,

                              das Sterben gehört zum Leben wie das Geborenwerden, sicher. Spricht man dann und wann darüber, wünscht sich jeder, daß er einfach umfällt oder friedlich einschläft, besser noch: aus dem Schlaf nicht mehr aufwacht. Ein Schock für die Angehörigen, ein angenehmer Tod für die Betroffenen.

                              Ich selbst würde auch nicht an Schläuchen hängen wollen, aber könnte ich in einer solchen Situation noch sagen, was ich will? Wenn nicht, wer soll entscheiden? Würde man meine Forderungen, die Geräte abzustellen, befolgen?

                              Wenn diese Entscheidung bei einem Tier schon so schwer fällt, wieviel schwerer mag sie für einen Angehörigen sein?

                              1 Antwort Letzte Antwort
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                              • caribiangirlC Offline
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                                caribiangirl
                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Wie ich schon erwähnte, sollten Ärzte totkranken Menschen helfen dürfen, aus dem Leben zu gehen. Ich habe eben immer das flehende Bild meiner Mutter vor Augen. Wenn ein Mensch nur noch mit sehr starken Medikamenten die Schmerzen ertragen kann, nicht mehr selbstständig seine Notdurft verrichten kann, nicht mehr laufen kann, 24 Std im Bett verbringen muss, weshalb sollte man diesem Menschen nicht helfen dürfen, das Leiden auf eine humane Art zu beenden.
                                Meine Mutter hat uns angefleht, dass wir ihr helfen sollen, dass sie gehen kann. Ihr Verstand funktionierte nämlich noch. Wir wussten, dass wir ihr nicht helfen konnten.
                                Weshalb hilft man solchen Menschen nicht? Weshalb müssen so viele Menschen, die wirklich unheilbar totkrank sind so dahinsiechen?
                                Ich finde ganz einfach, dass diesbezüglich die Gesetze geändert werden sollten.

                                Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

                                1 Antwort Letzte Antwort
                                Antworten Zitieren
                                • BarbaRiB Offline
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                                  BarbaRi
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  Guten Morgen Erika!
                                  Ich glaube, es gibt keinen Tierfreund, der noch nicht vor der Entscheidung gestanden hat, ob sein Tier eingeschläfert werden sollte. Es ist furchtbar, ja, aber man tut das Richtige für sein Tier, das einem in/mit seinem Leben viel Freude bereitet hat. Sicher, es ist hart und wer nicht versteht, dass man um sein Tier trauert, der hatte eben noch nie eins, von dem er sich verabschieden musste oder kann mit Tieren prinzipiell nicht viel anfangen. Tiere sind auch keine Menschen, stimmt auch.
                                  Aber gerade deshalb sollte man doch wirklich überdenken, ob man einem geliebten Menschen einen Gefallen tut, wenn man sein Sterben künstlich verlängern läßt.
                                  Es geht um den Betroffenen, nicht um die Hinterbliebenen. Es verlangt doch niemend - und möge es bitte auch nie von mir verlangen ! - dass man direkte Sterbehilfe leistet, indem man Infusionen oder Geräte abstellt, die unweigerlich zum Tode führen.
                                  Aber man kann, wie oben schon geschildert, sein Einverständnis geben, dass keineunnötigen bzw. unsinnigen bzw. unmenschlichen Schritte unternommen werden, um einen Menschen am Leben zu erhalten - auch oftmals gegen dessen erklärten Willen.
                                  Grüße von Barbara

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    caribiangirl
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    Genau so sehe ich das auch. Wir reden hier ja wirklich nur über Menschen, die nie mehr gesund werden.
                                    DickeKatze hat es ja ua auch erwähnt, dass man dem todgeweihten Angehörigen event. keinen Gefallen tut, wenn dieser wirklich nur noch "künstlich" am Leben erhalten werden kann.

                                    Ein relativ guter Bekannter von mir ist letztes Jahr gestorben. Er hatte von Geburt an einen Herzfehler und war auch ständig in ärztlicher Behandlung.
                                    Er wurde jedenfalls morgens von seinem Vater in seiner Wohnung gefunden. Das Herz funktionierte zwar noch etwas, er war aber schon hirntod und wurde im Krankenhaus auch an Maschinen angeschlossen.
                                    Seine Eltern ließen nach ca 2 Wochen die Maschinen abstellen, da es absolut keine Hoffnung mehr gab. Er hatte übrigens auch eine Patientenverfügung.

                                    Ich werde mir definitiv auch eine Verfügung ausstellen lassen.

                                    LG

                                    Die Lüge ist wie ein Schneeball: Je länger man ihn wälzt, desto größer wird er.

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                                      hip
                                      schrieb am zuletzt editiert von
                                      #18

                                      @ caribiangirl

                                      Du kannst unterschiedliche Verfügungen (selbst) verfassen. Wir haben Verfügungen zu unseren finanziellen und gesundheitlichen Angelegenheiten formuliert. Näheres dazu findest Du digital oder als als Printmaterial (kann man sich kostenlos zuschicken lassen) beim Bundesjustizministerium (www.bmj.bund.de).
                                      Auch Google hilft weiter - Du kannst unterschiedliche Standardverfügungen im Netz finden.

                                      Weitere Überlegungen:
                                      Wir haben schon als unsere Kinder sehr klein waren unser Testament gemacht. Wir wollten, dass unsere finanziellen Angelegenheiten sowie die Vormundschaft für die Kinder geregelt ist, falls uns mal was passieren sollte.
                                      Insbesondere, wenn Güter wie ein Haus vorhanden sind, sollte es einem klar sein, dass die Kinder mit 18 Jahren ihr Erbe beanspruchen können. Sollte "nur" ein Partner/Partnerin zu Tode gekommen sein, kann dieses eine problematische Situation darstellen. Wir Eltern hoffen zwar das Beste, aber keiner kann sagen wie die "Kinder" dann so "drauf sind".
                                      Vor solchen Überraschungen kann man sich bzw. den Partner in einem gewissen Maße durch ein entsprechendes Testament absichern.

                                      Gruß hip

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                                        #19

                                        bin sehr überrascht sowas hier zu finden, allerdings finde ich es echt gut. LOB!

                                        wichtig bei Patientenverfügungen ist das man sich das notariell beglauben lassen sollte, gibt sonst immer Ärger, haben wir auch erlebt!
                                        auch soll darüber vor krankheit nachgedacht werden, denn wenn der Fall eintritt, was keiner wünscht, kann es zu spät sein und die Angehörigen können dann auch nichts mehr machen.
                                        ich schließe mich meinem Vorredner an, überall im Internt kann man Informationen dazu bekommen, aber auch bei seiner KK.

                                        Sterbehilfe ist ein absolut heikles Thema.
                                        Grundsätzlich bin ich dafür, habe selbst im letzten Jahr meinen Vater die letzten Wochen begleitet und bin rund um die Uhr bei ihm gewesen, möchte sowas nie wieder erleben 😞
                                        doch wer entscheidet, wer hat das Recht zu sagen ja oder nein. eigentlich niemand und doch kann ich die verstehen, die die den Schmerz, die Qualen und das Elend am eigenen Leib verspüren, es geht nicht um die angehörigen sondern um die Betoffenen selber. das sollte dabei nie vergessen werden. solange der Wille zum Leben da ist, solange hat keiner das Recht was anders zu tun. Also wer will für einen Komapatienten entscheiden? Wer will für na sagen wir mal einen todkranken Säugling diese Entscheidung fällen? Schrecklich sich das mal vor Augen zu halten. Wenn Menschen die möglichkeit hätten, mit einer Pille ihr Leben zu beenden, wieviele würden dies machen, nicht nur weil sie tod krank sind. Die stimmen sind darüber geteilter Meinung, mir geht es auch persönlich so.
                                        Mein Mann hat sich vor Jahren selber das Leben genommen, Gründe weiß keiner, mein Vater wollte leben und durfte nicht mehr.
                                        Jeder sollte sich darüber sein eigenes Urteil bilden und die Politiker sollten dringenst Mittel und Wege finden Sterbehilfe zu legalisieren, aber nicht ohne Einschränkungen. MEINE MEINUNG, meine ganz persönliche

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                                          #20

                                          @caribiangirl hab dir zum thema mal persönlich was geschriebn..gelesen??

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