Urlaubsheimflug über halb Europa und nur Schikanen
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Das in der Vorsaison Flüge zusammengelegt werden ist ja nichts neues und ich kann sicherlich damit leben, aber was ich heute miterlebt habe ist echt eine Schikaniererei durch die BULGARIEN AIR CHARTER und auch durch die deutschen Grenzbehörden.
Mit Start um 05:50 in Burgas BOJ, wurde ein Flug zusammengelegt mit Reisenden mit den Zieldestinationen Wien VIE und Berlin TXL. Entsprechend früh waren natürlich auch die Transferzeiten von den Hotels zum Flughafen Burgas, also an Schlaf war nicht zu denken.
Von dem vollen Flieger waren ca. 50 Reisende für die Destination VIE und der Rest für TXL anwesend, vom Baby bis zu Gehbehinderten.
Aus für mich unerklärlichen Gründen wurde zuerst die weiterentfernte Destination TXL angeflogen. OK eine Tatsache mit der man noch leben kann.
Als wir in TXL gelandet sind wurde die Sache jedoch unheimlich. Die Reisenden welche weiter nach VIE fliegen wollten, mußten das Flugzeug verlassen wegen der Sicherheitskontrolle. Ich fragte mich was soll das jetzt ????
Nach dem Aussteigen bei strömenden Regen wurden wir mit dem Bus über den gnazen Flughafen zum anderen Ende zu einem Terminal geführt wo wir als normale Einreisende nach Deutschland behandelt wurden. Ich habe meinen Flug von BOJ nach VIE gebucht und hatte absolut nicht vor an diesem Tag deutschen Boden zu betreten.
In der Ankunftshalle wurden wir an ein weiteres Terminal verwiesen wo, wie die ganze Prozedur der Sicherheitskontrolle nochmals über uns ergehen lassen mussten, was ja auch schon in Burgas geschehen ist.
Durch die frühe Abholzeit wurde sehr vielen Reiseteilnehmern vom Hotel ein Lunchpaket ausgefolgt, wo auch eine Flasche Wasser eingepackt war, dies wurde natürlich auf Grund der neuen EU-Reisebestimmungen schon in Burgas bei der Sicherheitskontrolle abgenommen. Viele Reisenden haben sich dann im Transitbereich von Burgas um teures Geld wieder entsprechende Getränke gekauft.
Sofern man sein Handgepäck mitgenommen hatte, wurde einem das jetzt wieder abgenommen. Die Information seitens des Bordpersonal war äußerst schlecht, so wurde nicht aufmerksam gemacht, daß der Reisepass ebenso mitzunehmen sei wie das Handgepäck. Da kam es natürlich beim Grenzschutz zu weiteren Problemen, so daß diese unnötige Aktion eine weitere Stunde von einer langen Nacht gekostet haben.
Die Begründung des Grenzschutzes war lediglich, daß in Burgas die Sicherheitskontrollen nicht dem EU-Stand entsprechen.
Ich glaube die EU-Richtlinien sind einheitlich und da brauchen die deutschen Organe nicht die Personen kontrollieren, welche durch eine Zwischenlandung im EU-Staat BRD vom EU-Staat Bulgarien in den EU-Staat Österreich fliegen. Meines Wissens ist das Flugfeld von jedem internationalem Airport exteritoriales Gebiet.
Vorsicht ist sicherlich eine angebrachte Sache, man kann es natürlich maßlos übertreiben und ich glaube nicht daß diese Schikaniererei dem EU-Grundsatz von einem freien Waren- und Personenverkehr entspricht.
Die Disposition bei der BULGARIEN AIR CHARTER ist ja das nächste Kapitel.
Da wird eben dieser erwähnte Flug von BOJ nach TXL und dann nach VIE und wieder retour nach BOJ geführt.
Zur gleichen Zeit wurde ein Flug von VAR nach HAM dann nach VIE und wieder retour nach VAR geführt.
Würde der Flug BOJ mit VAR nach VIE zusammengelegt werden und die deutschen Destinationen auch, dann hätten die Verantwortlichen keine Probleme mit in Deutschland durchreisenden Österreichern und es würde neben unnötige Kosten für die Fluggesellschaft auch der unnötige Europarundflug wegfallen.
Wünsche allen einen schönen Urlaub und vielleicht einigen Verantwortlichen den entsprechenden Denkanstoß
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Hallo,
eventuell eine kleine Erklärung zur beanstandeten Flugstrecke.
Zum einen können die Airlines leider nicht einfach zu den gewünschten Zeiten dort landen, wo sie wollen. Dafür gibt es Slots und nach denen richtet sich die Strecke. Welches Ziel von der Airline zuerst angeflogen wird ist dabei egal, da die Strecke immer gleich bleibt. Einigermaßen gerecht für die Fluggäste wird es nur, wenn der Flug im Dreieck ausgeführt wird. Die Wiener haben so einen Umweg mit Zwischenlandung in Berlin und die Berliner mit Zwischenlandung in Wien.
Zu Deiner vorgeschlagenen Version nur soviel. Klar Du hättest profitiert, aber auch hier denkst Du nicht an die anderen Fluggäste. Diese hätten dann die Strecke TXL, HAM, VAR, BOJ fliegen müssen.
Merkst Du was?
Berthold
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Bei einer Zwischenlandung auf den Azoren, um zu tanken!!
Durfte und mußte keiner Aussteigen!
Wo war da die Sicherheit?

In Schönefeld ließe ich mir das eventuell gefallen. Drin zu bleiben.
da hätte ich mehr Vertrauen zur Feuerwehr.Sehe gerade, es war Tegel. Da erst Recht.

Was glaubst du was ich schon für Abenteuer mit der Bulgarischen Fluglinie erlebt habe?
Das war vor der Wende. SXF über Sofia nach Istanbul
Nur weils billich war.
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Hallo,
noch ein kleiner Nachtrag - ich weiß zwar nicht wie in Bulgarien kontrolliert wird, aber wenn das in etwa so abläuft wie in Griechenland, dann kann ich die deutschen Behörden schon verstehen.
Gruß
Berthold
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Da stimme ich dir uneingeschränkt zu

Ich habe den Bulgaren soo vertraut, dass ich mal in den Keller in Sofia gegangen bin um zu sehen, ob meine Koffer noch da waren, da ich weiter nach Istanbul fliegen wollte und der flieger über Varna umgeleitet wurde, wg. angeblichem Nebel in Sofia im August!

Ich könnte Bücher schreiben
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Ist das jetzt ein spezielles Problem, das in dieser Form nur bei Bulgarian Air Charter vorkommt? Oder ist es ein generelles Problem, das bei jedem anderen Charterflugunternehmen genau so eintreten kann?
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"juanito" wrote:
Das war vor der Wende. SXF über Sofia nach Istanbul
Nur weils billich war.
Ich denke, da kommen wir dem Kern des Problems schon näher.
Wer Charter fliegt, muß von vorne herein damit rechnen, daß es zu den vom Threaderöffner beschriebenen Problemen oder ähnlichen Vorkommnissen kommen kann, und zwar unabhängig davon, ob es sich um eine bulgarische, eine türkische oder eine westeuropäische Charterfluggesellschaft handelt.Wer von Wien nach Burgas will und sich die beschriebenen Umstände einigermaßen zuverlässig ersparen will, fliegt besser mit der Liniengesellschaft AUA über Sofia nach Burgas, auch wenn das ein paar Euronen mehr kostet.
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Die Fliegerei stört mich ja weniger, als die Schikanen bezüglich den in EUROPA einheitlich geltenden Schicherheitskontrollen.
Warum muß ich mich zum zweiten Mal durch deutsche Grenzorgane schikanieren lassen, wenn ich garnicht vorhabe das Land zu betreten. Ich habe ja nicht den Flieger gewechselt.
Ist die Begründung, das Flugzeug zu verlassen aus Sicherheitsgründen während der Betankung, ist es auch ein verständliches Argument.
Aber das Flugzeug wegen der erneuten Sicherheitskontrolle zu verlassen ist echt ein Schwachsinn und nach einem 28 Stunden auch nicht recht lustig.
Ich wollte hiermit nur hinweisen, daß einheitliche EU-Bestimmungen auch EU-weit gelten sollen und den Veranstaltern nur sagen, daß ein zufriedener Kunde ein guter Kunde ist.
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@ fixfoxfax
Bitte versteh'mich recht! Ich kann Deinen Ärger voll nachempfinden.
Aber, ich wiederhole mich. Wenn Du mit der AUA geflogen wärest, hättest Du dir den Umweg über Deutschland und die damit verbundenen lästigen Umstände mit 100%iger Sicherheit erspart. Dann wärest Du ohne Umweg von Burgas/Sofia nach Wien geflogen. (Nur so für's nächste Mal!)Im Charterflugverkehr mußt Du immer damit rechnen, daß Flüge ausfallen, verlegt werden, zusammengelegt werden mit allen negativen Begleitumständen. In diesem Falle gehört auch die von Dir monierte erneute Sicherheitskontrolle dazu. Ich denke nicht, daß es sich um Willkür oder Schikane handelte. Man wird Gründe gehabt haben, sie durchzuführen. So hart das klingt, aber Dein "Einzelschicksal" ist dabei nicht relevant.
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Das Ganze hat nur einen kleinen Nachteil. Zweimaliges Umsteigen; jeweils einmal auf Hin- und Rückflug und zusätzlich 3 Stunden 45 Minuten Wartezeit auf dem Hinflug in Sofia. Das würde ich auch nicht buchen, wenn ich die Chance hätte eventuell Nonstop zu fliegen!
Gruß
Berthold
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"fixfoxfax" wrote:
Würde der Flug BOJ mit VAR nach VIE zusammengelegt werden und die deutschen Destinationen auch, dann hätten die Verantwortlichen keine Probleme mit in Deutschland durchreisenden Österreichern und es würde neben unnötige Kosten für die Fluggesellschaft auch der unnötige Europarundflug wegfallen.Mag sein, aber es spielen eine andere Reihe von Gründen mit! nur EIN Beispiel: Vielleicht waren in Varna soviele Passagiere nach Wien gebucht, dass zusammengelegt mit Bourgas zu wenig Sitzplätze zur Verfügung standen...

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Wozu hat jeder Flughafen einen Transitbereich.
Das heißt Ankunft und aus dem Flugzeug raus bis das Flugzeug wieder fertig ist und dann wieder in das Flugzeug rein.
Meiner Meinung ist das Schikane entweder von den deutschen Behörden oder es war kein Transitslot frei.
Und andererseits muß ich sagen, warum wird in D erneut kontrolliert, wenn bereits in einem anderen Land kontrolliert wurde und die Tickets nicht mit via Deutschland ausgestellt wurden.
lg
holzwurm -
"ADEgi" wrote:
@salvamorDas Ganze hat nur einen kleinen Nachteil. Zweimaliges Umsteigen; jeweils einmal auf Hin- und Rückflug und zusätzlich 3 Stunden 45 Minuten Wartezeit auf dem Hinflug in Sofia. Das würde ich auch nicht buchen, wenn ich die Chance hätte eventuell Nonstop zu fliegen!
Gruß
Berthold
Ja klar, ADEgi, das ist zu überlegen. Er muß halt beim nächsten Mal Burgas abwägen, ob er lieber mit einer Linienmaschine fliegt und 1x pro Weg umsteigen will, oder ob er lieber Charter fliegt und beschriebene Unannehmlichkeiten, ggf. mit dem Umweg über Deutschland, in Kauf nehmen möchte.
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Bekannte von mir hatten in Berlin mal ein ähnliches Problem, Flug von Paderborn nach Ägypten halt über Berlin. Das war vorher klar. In Berlin aber AUS und wieder EINCHECKEN, obwohl in dieselbe Maschine nur Passagiere zukamen.
DAS ist gaaanz Schwach..........
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Was ich nicht nachvollziehen kann ist, dass alle Fluggäste in Tegel aus der Maschine aussteigen mussten. Sind schon oft geflogen und auch bei renomierten Fluggesellschaften wie zum Beispiel Swiss, Belair,...) konnte ich, ja musste sogar im Flieger sitzen bleiben und der Jet wurde betankt. Weshalb geht das in Berlin nicht, wenn es zum Beispiel in Dubai oder Abu Dhabi möglich ist?
Ich bin auch schon oft Charter geflogen, so etwas habe ich jedoch noch nie erlebt. Flugzeitenverschiebung ja ok, aber plötzlich andere Route? Lohnt sich das für die Fluggesellschaft überhaupt? (durch den Umweg erhöhter Treibstoffverbrauch, Sicherheitsgebühren, Landegebühren, Standgebühren, unzufriedene Kunden,...)
Wer fliegt nach solch einem Erlebnis denn wieder mit der Gesellschaft?
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"tlobsiger" wrote:
Wer fliegt nach solch einem Erlebnis denn wieder mit der Gesellschaft?Das interessiert doch die Airline überhaupt nicht. Schließlich bekommt sie den Auftrag vom Reiseveranstalter und nicht von Dir.
Und die AGBs der Reiseveranstalter räumen ihnen (RV) im Punkt Airline und Flugzeiten Narrenfreiheiten ein, die meiner Meinung nach unter keine Kuhhaut gehen.
LG
holzwurm -
"dillen" wrote:
Bekannte von mir hatten in Berlin mal ein ähnliches Problem, Flug von Paderborn nach Ägypten halt über Berlin. Das war vorher klar. In Berlin aber AUS und wieder EINCHECKEN, obwohl in dieselbe Maschine nur Passagiere zukamen.
DAS ist gaaanz Schwach..........
Meine Eltern hatten vor 2 Jahren das gleiche Problem. Flug FMO-Antalya via Düsseldorf. Dort sollten nur einige Passagiere zusteigen.
Aber: alle aussteigen, erneute Passkontrollen und einmal quer durch den Flughafen. -
Du fragst, ob sich das für die Fluggesellschaft lohnt?
Dann rechne doch mal nach:
Strecke BOJ, TXL, VIE, BOJ
ein Flugzeug, eine Crew, drei Starts, drei LandungenStrecke BOJ, TXL, BOJ und BOJ, VIE, BOJ
zwei Flugzeuge, zwei Crews, vier Starts, vier LandungenFrage disqualifiziert!
Berthold