Kubaner kennen lernen
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Wie bekommt man am leichtesten Kontakt zu Kubanern? Da wir keine Rundreise geplant haben, sondern im 2 Wochen im Hotel wohnen werden, ist es wahrscheinlich nicht so einfach Land und Leute kennenzulernen? Ausserdem haben wir auch nur Grundkenntnisse in Spanisch. Falls es doch klappt: Was für Gastgeschenke, besonders für Kinder, werden am liebsten gesehen?
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Hola werika!
schön daß sich gewiesse leute auch damit beschäftigen, den einheimischen geschenke mitzubringen!
gern gesehen ist eigentlich alles, kubaner sind relative arme menschen!
klamotten die du nicht mehr brauchst, shampoo, duschgel, seifen, zahncreme, parfum, kugelschreiber usw.,... und für kinder natürlich bonbons und schokolade!!
du wirst auch im hotel viel kontakt mit kubanern haben (animation, kellner, barkeeper, zimmermädchen,....). -
werika wrote:
Wie bekommt man am leichtesten Kontakt zu Kubanern? Da wir keine Rundreise geplant haben, sondern im 2 Wochen im Hotel wohnen werden, ist es wahrscheinlich nicht so einfach Land und Leute kennenzulernen?Hallo werika,
Du willst wissen, wie Ihr Kontakt zu Einheimischen bekommt?
Ganz einfach:
Verlasst einfach mal die AI-Anlage und begebt Euch zu den Örtlichkeiten der Einheimischen (Plätze, Music-Casas, Diskotheken, Paladares/Restaurants, Strände usw.). Glaub mir, dann klappt das mit dem Kontakt von ganz alleine.Gruß
Dylan
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Hola werika!
Wenn du selbst offen auf die Leute zu gehst und dich wie von Dylan erwähnt aus den AI Fesseln löst, dann wirst du auch Einheimische kennen lernen. Du darfst nur keine Berührungsängste haben. Aber auch etwas Vorsicht ist angebracht, nicht alle wollen nur deine Freundschaft!
Deine Dineros (Pesos) sind für so manchen nicht ganz uninteressant. Aber die meisten sind nette und anständige Leute.Als Gastgeschenk für Kinder kannst du eigentlich alles mitbringen was unsere Kinder auch mögen. Die erwachsenen brauchen alles aus dem täglichen leben, Körper- und Monatshygiene, Kosmetika, Noch tragbare Kleider, welche du in die Alt Kleidersammlung geben würdest usw. Schuhe sind auch sehr beliebt. Da gibt es vieles zum Aufzählen, die Cubaner können alles gebrauchen!
Gruß Belicosos
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naja nur aus dem AI-hotel raus, hilft meiner meinung nach nicht viel. denn NUR in varadero auf der straße, wird man auch nicht die wirkliche kub. lebensfreude der menschen entdecken.
jene kubaner die in varadero wohnen/leben sind die "wohlhabenderen", und die suchen nicht unbedingt den kontakt mit touristen. sprich denen bist du egal, und die brauchen auch nicht unbedingt gastgeschenke.man sollte sich mal abends (schichtwechsel im hotel) neben oder hinter das hotel begeben, dort wo die arbeiter (kellner, zimmermädchen,....) ihren bus nach hause nehmen. das sind meiner meinung nach die "normalen" kubaner, die geschenke brauchen können und vl. auch mal gerne etwas plaudern würden. aber wie gesagt, die findet man in keinen bars, restaurants,usw... weil sie sichs finanziell gar nicht leisten können!
geschenke könnte man daher also auch im hotel verteilen (zimmermädchen frauen sich über nichtgebrauchte shampoos, seifen, etc..),
oder mal per taxi nach z.B. matanzas fahren, durch die straßen spazieren und dort den kindern bonbons und schokolade geben. die freuen sich sicher! -
Wir haben leider die Erfahrung gemacht, dass auf ein "Wie heißt du - woher kommst du - ich heiße XXX" sofort die Frage nach Seife, T-Shirts oder Schuhen kam. Oder es gab irgendwelche Angebote von Langusten bis zu Kokain.
Wir waren am Anfang relativ offen, haben ausreichend Spanischkenntnisse für eine einfache Konversation und waren durchaus an Kontakten interessiert. Aber mit der Zeit fing es an zu nerven.
Ich meine damit nicht die Hotelangestellten, sondern Leute die einen beim Spaziergang in einer Stadt oder sogar beim Baden im Meer ansprechen.
Deshalb mein Fazit: Kubaner sind nicht kontaktfreudig sondern geschäftstüchtig. In erster Linie sehen sie im Touristen eine Pesotankstelle. Jedenfalls in den touristischen Hotspots, besonders schlimm in Trinidad.
Jetzt bin ich auf die sicher folgende Diskussion gespannt!
Saludos
Yeti -
¡Hällo mei Freng!

In Santiago, im "Cafe Palmares", wurde ich gleich am ersten Abend gefragt, welche Art von Frau ich haben möchte und was für Zigarren ich rauchen will. Mit einem freundlichen aber bestimmenden "¡No, no!", wurde ich nie wieder gefragt.
Zum Beispiel im "Palmares" saßen viele Einheimische, und sie freuten sich, wenn man mit ihnen ins Gespräch kam und dem Herrn ein Bierchen oder der Dame eine Limonade spendierte. Gefragt hat keiner danach.
Auf der Plaza de Dolores, in einer Art Open-Air-Disco, waren nur junge Einheimische. Dort hat mich auch niemand angebettelt. Natürlich hat man mal 'ne Runde Bier geholt; manchmal wurde aber lieber auch eine Schachtel Zigaretten statt einer Dose Bier gewünscht. Nur ausgenommen hat mich dort niemand.
In Siboney, am Strand, wurde ich von einer Familie zum selbstgebrannten Ron eingeladen. Von mir wollte keiner was haben.
Auf der Festung "El Morro" hat es dann endlich mal geklappt. Endlich wurde ich auch mal ausgenommen und so richtig verars**t:
An einer einsamen Stelle wurde ich von einer Dame, die mich durch die Burg führte", regelrecht in die Enge gedrückt und es kam die Frage und ihre zwei Hände nach 5 CUC Trinkgeld. Na hoppla, wer war denn da auf einmal noch erschienen? Und siehe da, aus zwei wurde vier. Noch einmal die Frage nach Geld. Ich gab den Händen eins bis zwei 10 CUC und gab zu verstehen, es sei das Trinkgeld für die Hände eins bis vier. Die Hände eins und zwei gaben mir wiederum mit einem angedeuteten "Vogelzeigen" zu verstehen, dass sie eigentlich 15 CUC haben wollten und mit den Händen drei und vier nicht teile. Und Tschüß! Und weg war die Dame. Aber Hände zwei und drei waren ja noch da. Ich gab nochmals 5 CUC, obwohl ich mit dieser Damen gar nichts zu tun hatte. Es war eine Tragödie – die eine bekommt 10 CUC und die andere, die nichts gemacht hat, bekommt nur 5 CUC. Frechheit aber auch! Aber weit gefehlt: Auf einmal waren da noch die Hände fünf und sechs zu sehen. So langsam wurde es mir aber zu blöd. Hände fünf und sechs wollten auch noch Geld für die getätigte Führung. Nur welche Führung war gemeint...? Im Endeffekt hielten die Hände fünf und sechs alles Kleingeld (ca. 7 CUC) in der Hand, welches sich vorher noch in meinem Portemonnaie befunden hat. Etwas enttäuscht von so wenig Geld, bekam ich endlich wieder freie Fahrt. Zum Glück war dies ein Einzelfall in meinem Urlaub.Selber bin ich der spanischen Sprache nicht mächtig. Aber nette Kontakte gab es en gros. Ob in Kneipen, in Music-Casas, auf den Stadtplätzen, am Strand oder einfach nur so auf der Straße. Insgesamt bin ich jedoch nur vier Mal von Bettlern angebettelt wurden.
Vielleicht wurde ich ja auch schon öfters angebettelt und ich habe es wegen der Sprachbarriere gar nicht verstanden
Wer weiß?

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[quote=Yeti2013]Wir haben leider die Erfahrung gemacht, dass auf ein "Wie heißt du - woher kommst du - ich heiße XXX" sofort die Frage nach Seife, T-Shirts oder Schuhen kam. Oder es gab irgendwelche Angebote von Langusten bis zu Kokain.
Wir waren am Anfang relativ offen, haben ausreichend Spanischkenntnisse für eine einfache Konversation und waren durchaus an Kontakten interessiert. Aber mit der Zeit fing es an zu nerven.
Ich meine damit nicht die Hotelangestellten, sondern Leute die einen beim Spaziergang in einer Stadt oder sogar beim Baden im Meer ansprechen.
Deshalb mein Fazit: Kubaner sind nicht kontaktfreudig sondern geschäftstüchtig. In erster Linie sehen sie im Touristen eine Pesotankstelle. Jedenfalls in den touristischen Hotspots, besonders schlimm in Trinidad.
Jetzt bin ich auf die sicher folgende Diskussion gespannt!
Saludos
Yeties ist schon richtig, daß es nicht angenhem ist oder nervt angebettelt zu werden. aber würden wir es nicht auch so machen oder versuchen, wären wir in deren situation? fakt ist, mit 12$ pro monat kann man nicht leben!
natürlich ist man dann froh seifen, t-shirts, schuhe, pesos zu bekommen. und manche sind da halt etwas unverschämt! ich persönlich habe in der hinsicht noch keine negativen erfahrungen (bedrohungen, überfälle,..) gemacht. angebettelt ja, aber ehrlich gesagt kann ich die leute verstehen!
und daß gewisse frauen (jineteras) versuchen auch auf die andere weise zu geld zu kommen ist zwar für unser verständnis vl. arm, aber doch die leichteste art etwas zu verdienen! auch wird da versucht irgendwie das land zu verlassen! aber bitte vergleicht unsere lebensweise nicht mit deren!
uns gehts leider viel zu gut! ich hab da absolutes verständnis für die kubaner! -
Tut mir leid - ich verstehe die Probleme nicht ganz. Seit Jahren fahren wir nach Cuba - ok, manchmal wird man vom Hotelpersonal eingeladen ( Nachteil: - man bezahlt manchmal das Essen und die Getränke
Vorteil man sieht mehr von Cuba live -und bekommt lobster. Ebenso kann es einem auch passieren - das man wirklich EINGELDEN wird und sich die Familie vor lauter Gastfreundschaft überschlägt.Nur wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Ich gebe Dylan vollkommen recht !

Seit 3 Jahren sind wir auf Einladungen nicht mehr angewiesen - man kennt sich !
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Hallo Werika,
ich war (zuletzt 2006) das vierte Mal in Kuba und habe zuletzt eine prall gefüllte Reisetasche (ja, letztes Jahr durfte man zumindest bei Condor noch 2 Gepäckstücke je 23 Kg aufgeben) mitgenommen. Darin befanden sich Hosen, Schuhe, Cappies, Gürtel, T-Shirts, Stifte, Körperpflegeartikel, ein alter Walkman, Süßigkeiten, Stofftiere, Medikamente (teilweise aus Spanien in Landessprache), etc. Alles wurde sehr gerne angenommen, sei es in der Hotelanlage oder draussen auf der Straße.
In den größeren Städten wie Havanna, Trinidad, Santiago de Cuba, usw. wirst Du teilweise richtiggehend angebettelt. Verteile es lieber an Leute, die nicht damit rechnen oder Dir nur einen Blick zuwerfen ohne sich aufzudrängen oder an einfache Hotelbedienstete wie Toilettenfrauen, Gärtner.
Du wirst auf der Straße oft angesprochen. Mal will man Geld tauschen, Dir eine tolle Sehenswürdigkeit oder Bar zeigen. Ich behaupte in über 90% der Fälle will man Dein Bestes, Dein Geld oder Geschenke. Dies ist völlig legitim, würden wir in der Situation auch nicht anders machen. Aber man kann auch nette Bekanntschaften machen, man muss halt Glück haben.
Eine Anekdote kann ich noch zum Besten geben: Als wir an einem Straßenrand ein Bier tranken, wurde mein Kumpel von der Verkäuferin gefragt, ob er sie einladen würde. Er sagte "Ja", gab ihr den CUC (Peso) und sie sackte das Geld in ihre eigene Tasche. C'est la vie. Einmal in jedem Urlaub lass ich mich ver*****en und dann ist es gut.
Ich fahre im April 2008 wieder auf eine 1-wöchige Rundreise (zum dritten Mal eine fast identische Rundreise) und werde zum dritten Mal in meinem persönlichen Traumhotel Iberostar Tainos eine weitere Woche relaxen.
Ich kann nur jedem empfehlen nach Kuba zu reisen, solange die Amis dort nicht in Massen auftreten. Wenn die Amerikaner irgendwann dort Urlaub machen können, wird Kuba wie jede andere Karibikinsel sein.
Hasta luego! -
Dylan wrote:
Auf der Festung "El Morro" hat es dann endlich mal geklappt. Endlich wurde ich auch mal ausgenommen und so richtig verars**t:
An einer einsamen Stelle wurde ich von einer Dame, die mich durch die Burg führte", regelrecht in die Enge gedrückt und es kam die Frage und ihre zwei Hände nach 5 CUC Trinkgeld.Da kann ich nur sagen - selbst schuld. Wer hier nachgibt und bezahlt, der verfestigt dieses Verhalten. Wir haben die "weiblichen Piraten" auf El Morro auch getroffen. Sie zeigten in eine Ecke, sagten einen Satz und hielten dann die Hand auf - für die "Führung". Bei mir haben sie auf Granit gebissen.
Aufpassen auch beim Einkaufen und sogar beim Geldwechseln. Da fehlt gerne auch mal ein CUC. Oder der Taxifahrer sagt 3 CUC und will dann plötzlich 5 CUC haben. Da haben wir uns in der Mitte geeinigt.
In Trinidad war ich plötzlich von mehr als 10 Frauen umringt, die mir alle ein Set mit 4 Ketten aus Kernen verkaufen wollten. Nachdem ich einer die Ketten abgekauft hatte, haben die restlichen trotzdem weiter gedrängelt und mich regelrecht bedrängt.
Auf die Frage nach Seife wollte ich einmal eine Handvoll Seifenstückchen aus dem Hotel verschenken. Aber nein, die wollten sie nicht, sie wollten Seife aus Alemania.
Dagegen konnte man in Bayamo oder Cienfuegos unbelästigt spazierengehen und sich in Ruhe umschauen.
Gruß Yeti -
Ein Forum sollte doch dem Informationsaustausch dienen und dazu gehören eben auch negative Erlebnisse, die ich deshalb geschildert habe - ohne zu dramatisieren.
Ich gebe gerne und angemessen Trinkgeld - aber ich lasse mich nicht über den Tisch ziehen - in keinem Land und sei die Bevölkerung noch so arm.
Ich komme als Gast/Tourist mit dem notwendigen Respekt und möchte auch so behandelt werden.
Deshalb finde ich den Hinweis - dann bleib doch im Hotel schon etwas daneben.
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Yeti2013 wrote:
Deshalb finde ich den Hinweis - dann bleib doch im Hotel schon etwas daneben.Hallo Yeti,
das war doch nicht böse gemeint.
Yeti2013 wrote:
Ein Forum sollte doch dem Informationsaustausch dienen und dazu gehören eben auch negative Erlebnisse...Das habe ich doch mit meinem Bericht gemach – auch wenn ich selber die Schuld trage, was auf "El Morro" geschehen ist; nur ich bin eben nicht so ein Mensch aus Granit.
Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend!
Gruß
Dylan
