Unser Urlaub in Tansania, Safari und Badeurlaub Sansibar
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Urlaub 2007 – Safari Nordtansania – Badeurlaub Sansibar
Zeitraum 24. 07.07 bis 13.08.07
Bericht
Vorgeschichte:
In unserem Urlaub in Kenia in 2006 hatten wir zum ersten Mal Safariluft geschnuppert und Lust auf mehr bekommen. Wir hatten in Kenia Mitreisende die zuvor in Tansania waren und ich hatte schon einiges gelesen. Einzig der Preis hatte mich bislang abgeschreckt. Aber mit der neuen Motivation habe ich mich an das Thema nochmals im September 06 getraut. Zuerst hatte ich einige Spezialitätenveranstalter in Deutschland angefragt. Einige hatten es nicht nötig zu antworten, andere waren einfach zu teuer. Über das Forum bei HC hatte ich inzwischen einige Kontakte und dadurch Kontakt zu einem kenianischen Veranstalter, der auch Safaris und Reisen nach Tansania anbietet. Übers Internet hatte ich mich soweit über Lodges, Camps und Routen informiert und einen Vorschlag ausgearbeitet. Für den Flug bot sich ideal ein Gabelflug an FRA – JRO und zurück ZNZ – FRA von Condor da der anschließende Badeurlaub auf Sansibar sein sollte. Wilfred in Kenia hat sich dann der Sache angenommen und uns einen Preis für das Komplettpaket (ohne Anreise) gemacht der aus unserer Sicht akzeptabel war. Also mit ihm alles unter Dach und Fach gebracht. Mulmig war mir schon dabei als ich die Anzahlung und später den nicht unerheblichen Rest nach Kenia überwiesen habe ohne einen „deutschen“ Vertrag zu haben. Wie soll man da etwas einklagen können? Aufgrund der Verfügbarkeit mussten wir im Laufe der Planung einige Lodgen/Camps wechseln und auch das Hotel auf Sansibar brachte zum Schluss etwas Hektik. Im Mai kam die Info, dass die Renovierung nicht fertig sein würde und alle Buchungen für Juli storniert wurden, für August stand noch nicht fest ob es in Betrieb sein sollte. So musste schnell eine Alternative her, wobei „schnell“ in Afrika eine andere Bedeutung hat. Am Ende kam eine Reise raus, die uns sehr gut gefallen hat, 10 Tage Safari, Flug von der Serengeti nach Sansibar und 9 Tage Badeurlaub.-
Juli 07 – Tag 0
Von zu Hause aus ging es mittags los mit dem Auto nach Frankfurt. Der Flug sollte um 20:15 h starten. Mit der Fahrt ging soweit alles klar. Beim Einchecken konnten wir uns dann noch Plätze in der ComfortClass sichern um während des Nachtflugs einigermaßen schlafen zu können. Dann kam noch ein Anruf aufs Handy von Wilfred ob wir denn nun kommen würden. Hat mich zwar etwas gewundert, aber egal - nun fliegen wir los. Dann erst in die Lounge der Lufthansa. Dann zum Gate um zu erfahren, dass der Flug 2 Std. Verspätung hat. Wieder zurück in die Lounge. Dann aber ging der Flug los. Alles gut gelaufen. Der monetäre Einsatz für die CC hat sich gelohnt. Der Service war gut und wir konnten ganz gut schlafen. Um 7:00 Uhr sind wir dann auf dem Kilimanjaro-Airport gelandet. -
Juli 07 – Tag 1
Für die Einreise nach Tansania benötigen wir nur noch die Einreisekarte, die wir im Flieger bekommen haben. Visaformular war nicht notwendig. Hauptsache die 50 US$ p.P. wurden bezahlt. Gepäck kam schnell und dann durch den Zoll und wir standen im Ankunftsbereich. Tatsächlich ein Schild mit „Dirk 4x“ in der Menge. Ernest, Chef des Safariunternehmens, welches von Wilfred beauftragt wurde, hat uns abgeholt. Ab zum Auto. Ein etwas in die Jahre gekommener Jeep stand da. Aber wir fahren ja erst nach Arusha wo uns der Fahrer dann übernimmt. Vielleicht hat der ja ein anderes Auto dabei. Zwischendurch Geld getauscht an einer Wechselstube. Dann zum Büro des Safariunternehmen. Fahrer war da, aber leider kein anderer Jeep. Also dann weiter mit diesem min. 20 Jahre alten Exemplar. Die Sitze waren ziemlich durchgesessen, die Bezüge verdreckt, Kopfstützen und Haltegriffe fehlen komplett. Hochstelldach war auch Fehlanzeige, dafür gab es Dachluken die etwas umständlich zu öffnen waren und in geöffneten Zustand keinen Sonnenschutz geboten haben. Dann ging es los Richtung Tarangire NP, wo wir die ersten 2 Tage verbringen wollten. Die ca. 110 km gehen über gute Asphaltstraßen. Ursprünglich wollten wir zuerst in das Camp um zu relaxen und uns frisch zu machen. Aber das passte von der Tour nicht so richtig in den Plan und so dann mit der gleichen Kleidung vom Flug auf Safari. Die Strassen vom Flughafen über Arusha bis zum NP waren sehr gut und nicht zu vergleichen mit den Pisten in Kenia. Innerhalb des NP war es dann aber vorbei mit dem Komfort und die mangelnden Qualitäten des Jeeps machten sich doch arg bemerkbar. Der Park war recht trocken und staubig. Gesehen haben wir an diesem ersten Safaritag etliche Elefanten und einige Giraffen super nahe am Auto – fast zum Anfassen. Mittags haben wir an einer Picknickstelle Rast gemacht und unsere Lunchboxen geplündert. Die älteste Tochter (15) ist im Auto geblieben, da sie schlafen wollte. Leider wurde sie durch einen Affen gestört, der durchs offene Dach rein kam und sich über ein Trinkpaket her gemacht hat. Dieses hat er aufgerissen mit dem Effekt, dass sich der Inhalt über Sitze und Rucksäcke ergossen hat. Aber dann ist er wieder raus aus dem Jeep und meine Tochter war happy. Nachmittags waren wir dann doch ziemlich kaputt und haben den Fahrer gebeten doch direkt zum Camp zu fahren. Gebucht war das Kikoti Safari Camp. Dieses liegt etwas außerhalb vom NP auf einer Anhöhe. Der Weg dorthin war wirklich ziemlich abenteuerlich, aber laut Fahrer die einzige Zufahrt. Dafür hat das Camp uns voll überzeugt. Sehr schöne geräumige Zelte auf Stelzen gebaut mit einem Sitzplatz vor dem Eingang. Direkt neben unserem Zelt hat sich ein riesiger Elefantenbulle aufgehalten der in Seelenruhe einige Bäume entlaubt hat. Safarifeeling pur! Gespannt haben wir ihn beobachtet dabei. Die Zeltwände bestehen teilweise nur aus Gaze und vom Bett aus kann man direkt in die Weite der Natur schauen, einfach schön! Zum Dinner wurden wir von einem Maasai abgeholt. Das Ambiente im Restaurant und Barbereich ist sehr originell. Das Essen und der Service waren sehr gut. Müde fallen wir in unsere Betten und genießen die Geräusche Afrikas.
Fortsetzung folgt
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Jambo Dirk
schön dass ihr wieder zurück seid.
Wir warten ja schon auf deine Berichte.
Macht so schön Fernweh......!Lg Turtle 1994
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Jambo Dirk
,herzlichen willkommen zurück und es freut mich, dass ihr einen schönen Urlaub hattet.
Der Bericht bisher war echt klasse und ich freu mich schon riesig auf die Fortsetzung
.
Das verkürzt nämlich mein Fernweh
, da ich noch ein paar Monate warten muss, bis ich auch wieder nach Tansania darf
.Wir waren ja damals auch im Kikoti und das hat uns ja auch sehr gut gefallen trotz des, wie du so schön schreibst, abenteuerlichen Anfahrtsweges

Das mit dem Affen im Fahrzeug und dem Klau der Lunchpakete ist uns heuer in Tanzania auch passiert
.Schade dass ihr mit eurem Fahrzeug doch etwas Pech hattet
.Viele liebe Grüsse und hoffentlich bis bald
Chrissy -
ja das macht doch echt laune auf fortsetzung...
mach hinne
lg anette -
ja
wo bleibt die Fortsetzung,Dirk...?Lg Turtle 1994
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....kann ja gar nicht so schnell tippen wie ihr lesen könnt

- Juli 07 – Tag 2
Unsere erste Nacht in Tansania ist geschafft. Wir haben gut geschlafen, aber schon früh aufgewacht. Alle Tiere sind mit Sonnenaufgang wach geworden und das ziemlich lautstark. Es ist kühl im Zelt. Also schnelle Wäsche und ab in die Klamotten. Frühstück ist „englisch“ ,was sich den ganzen Urlaub nicht mehr ändert, und die bestellten Toast gut geröstet. Wir frühstücken so um 8 Uhr und sind wohl die letzten Gäste die erschienen sind, was sich übrigens auch den ganzen Urlaub nicht mehr ändert.
Dann geht es wieder los zum Tarangire NP. An diesem Morgen sehen wir viele Elefantenherden und eine sehr große Zebraherde. Dazu natürlich viele Impalas. Imposant sind die riesigen Baobabs (Affenbrotbäume) überall im Park. Dazu kommen etliche Strauße. Die Lieblinge der ältesten Tochter sind die Warzenschweine. Was auffällt sind weite Flächen verbranntes Land. Auf Nachfrage wird uns vom Fahrer erklärt, dass diese Brände kontrolliert ausgelöst werden um die Vegetation zu erneuern. Dabei dient die Asche als Dünger. Gut, dass keine Brände während unseres Besuchs durchgeführt werden.
Das Lunchpaket wird wieder am selben Picknickplatz wie am Vortag eingenommen. Dort sind auch viele einheimische Kinder die einen Schulausflug unternehmen. Damit sich die Tansanier gut mit der Tierwelt und den Nationalparks identifizieren ist der Eintritt für Schüler und Studenten kostenlos. Wir finden, dass das eine gute Idee ist. Wir haben beim Essen eine super Aussicht über die Ebene und den fast ausgetrockneten Tarangire-River. Dort tummeln sich viele Zebras und Impalas. Am Nachmittag geht der Game-Drive den Fluss entlang, weit in Richtung Süden. Der Tarangire NP erscheint uns sehr trocken, kaum grüne Pflanzen zu sehen außer in unmittelbarer Nähe von Flüssen oder Sümpfen. Ein positiver Eindruck ist, dass viel weniger Safariautos unterwegs sind als im Vorjahr in Kenia. Man kann wirklich eine halbe Stunde fahren ohne jemanden zu treffen. Das gibt ein herrliches Gefühl über die Weite und Ruhe der Natur. Später am Nachmittag geht es dann zurück zum Camp. Der Elefant vom Vortag lässt sich nicht blicken, aber wir sitzen draußen vor dem Zelt und genießen den Ausblick und den Sonnenuntergang. Inzwischen haben wir auch begriffen wie wir an warmes Wasser gelangen, also fällt die Dusche entspannter aus. Abends vor dem Dinner gibt es einen Maasaitanz. Alle Gäste werden involviert, die Männer hüpfen und die Frauen tanzen. Gute Arbeitsteilung und das Ganze macht hungrig. Das Dinner perfekt wie am Vorabend. Anschließend einen Drink in der Bar und dann bringt uns ein Maasai zum Zelt. Der zweite Tag ist rum.
Fortsetzung kommt bestimmt!
Gruß
Dirk - Juli 07 – Tag 2
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und hier:
- Juli 07 – Tag 3
Auch heute sind wir wieder die letzten beim Breakfast, aber wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und fahren erst gegen 8:30 Uhr los. Heute früh geht die Fahrt zum Lake Manyara NP. Die Piste geht zunächst entlang der östlichen Parkgrenze bis zum Ort Makuyuni. Für diese ca. 50 km benötigen wir fast 2 Std. Der Rest (ca. 60 km) über gute Straßen ist ein Klacks. Kurz hinter Mto wa Mbo befindet sich die Einfahrt zum NP. Am Gate befindet sich ein sehr informatives Besucherzentrum. Der Lake Manyara NP befindet sich direkt an der Abbruchkante des Rift Valley und direkt neben dem Park ersteckt sich die steile Anhöhe. Im Norden des Parks, direkt nach dem Gate, befindet sich ein tropischer Regenwald der im Süden in einen Akazienwald übergeht. Das Grün ist eine angenehme Abwechslung zum trocken Tarangire NP. Insgesamt gefällt dieser kleine NP sehr gut und ich kann nur empfehlen hierfür genügend Zeit einzuplanen. Am See sehen wir Pelikane und Flamingos. Trotz der Trockenzeit ist der See noch gut gefüllt und wir kommen nahe ans Ufer. Hippos sind zu sehen und in der Steppe zwischen See und Wald sind Giraffenherden und Elefanten unterwegs. Mittagessen gibt es wieder n einem Picknickplatz. Im Wald sehen wir unzählige Paviane in allen Größen. Hinzu kommt noch das wir die seltenen Diadem-Meerkatzen entdecken. Eine schöne Abwechslung in der Affenschar. Berühmt ist der Park wegen der auf die Bäume kletternden Löwen geworden. Leider haben die Löwen sich wohl heute Bäume fernab der Wege ausgesucht. Plötzlich hält der Fahrer während des Game-Drive abrupt an. Setzt den Jeep zurück. Er hat einen Leoparden entdeckt. Gutes Auge hat der Mann! Ohne großen Rummel können wir den Leoparden beobachten der Siesta im Baum hält. Wir warten darauf, dass er hinunter fällt denn die hinteren Beine und der Schwanz baumeln verdächtig lang hinunter. Aber er schläft weiter und lässt sich nicht motivieren näher zu kommen. Super, ein echtes Highlight. Zufrieden geht es dann am Nachmittag Richtung Lodge. Ausgesucht ist die Wild Africa Manyara Lodge auf der anderen Seite des Sees. Die Lodge ist seit 6 Jahren in Betrieb und die 20 Zimmer sind einfach eingerichtet. Im Pool können wir den Staub des Tages abspülen. Die Gartenanlage ist gut gepflegt und bietet noch einige Pflanzen zum Bewundern. Dinner bei Kerzenschein und Petroleumlampen im Restaurant in der 1. Etage. Kein Buffet, wir werden am Tisch bedient. Später kommt noch ein Gruppe Spanier dazu. Am Lagerfeuer beobachten wir die Fledermäuse, die zwei die im nahen Baum hängen werden Fledi und Mausi genannt von der jüngsten Tochter. Es scheint, dass die Lodge viel freie Kapazität hat. Uns gefällt es gut hier. Nicht so spektakulär wie das Kikoti Camp aber empfehlenswert. Strom gibt es bis ca. 23 Uhr in den Zelten, aber wir schlafen schon früher ein.
- Juli 07 – Tag 3
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Jambo
...wie schön
weiter
Lg Turtle 1994
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Jambo Dirk
,seufz....
Vielen herzlichen Dank, dass du unserer Sehnsucht soviel Nahrung gibst
.Hey, wir haben ja nächstes Jahr auch zwei Nächte in der Wild Africa Manyara Lodge.
Haben die eben deswegen gewählt, da es einfach etwas ruhiger zugeht.Viele liebe Grüsse und ich freu mich schon auf die Fortsetzung

Chrissy -
- Juli – Tag 4
Wieder die Letzten beim Frühstück! Keine Kunst, die Spanier waren ja in Eile. Auf zum Ngorongoro-Krater heute! Direkt hinter der Einfahrt zum Lake Manyara NP geht es steil den Grabenbruch hinauf. Insgesamt sind es ca. 70 km bis zum Kraterrand wobei wir von 940 m auf 2300 m über NN ansteigen. Nachdem wir das Gate zur Ngorongoro CA passiert haben ändert sich das Landschaftsbild wieder komplett. Tropischer Bergwald begleitet uns bis zum Kraterrand. Die Straße ist steil und holprig. Es wird deutlich kühler. Dort oben ist man fast auf Wolkenhöhe. Man hat den Eindruck, dass die Wolken knapp über einen hinweg schweben und sich dann in den Krater absenken. An dem Aussichtspunkt halten wir an und können den Kraterboden, der 600 m tiefer liegt, betrachten. Es sieht so friedlich aus von oben. Nachdem jede Menge Panoramafotos im Kasten sind geht’s weiter am südöstlichen Kraterrand entlang bis zur Abfahrt in den Krater.
Zuerst steuern wir den Lake Magadi an. Dort sehen wir Flamingos, Kronenkraniche, Nilgänse und natürlich eine Vielzahl an Thomson- und Grantgazellen. Einige Hippos tummeln sich auch im Uferbereich. Insgesamt sind im Krater mehr Safariautos unterwegs als zuvor im Tarangire. Erstmalig laufen uns auch Hyänen über den Weg. Die sind ja viel größer als bislang so angenommen. Dann nehmen wir Kurs auf Richtung Mandusi Swamp. Unterwegs treffen wir noch Schakale und einige Strauße. Diese scheinen in Tansania mehr verbreitet zu sein als in Kenia. Dann sehen wir das erste Mal ein Löwenrudel. 6 Löwinnen liegen im Gras und wälzen sich. Etwas weiter liegt der Löwenmann und schaut seinen Frauen zu. Eine Zeit verweilen wir dort. Inzwischen sind ca. 5 weiter Autos da und wir fahren dann weiter zum Ngoitokitok Springs Gebiet wo auch der Picknickplatz liegt. Unterwegs fängt es plötzlich an stark zu regnen. Hier zeigt sich der konstruktionsbedingte Nachteil der Dachluken. Bis diese geschlossen sind, ist fast alles nass. Durch den Regen bedingt müssen wir die Lunchboxen im Auto verspeisen. Der Fahrer versucht nahe an das Toilettenhäuschen zu gelangen. So bleibt uns eine längere Dusche erspart !
Anschließend geht die Pirsch weiter, aber aufgrund des Regens lässt sich nicht mehr viel an Tieren blicken. Wir versuchen auch noch ein Rhino zu ergattern und kurven in dem Bereich herum in dem sie sich bevorzugt aufhalten sollen, aber ohne Erfolg. Später kommt die Sonne wieder raus und wir können das Dach wieder öffnen. Auf dem Weg zur Sopa Lodge, die westlichen Kraterrand liegt, kommt uns die gesamte Löwenfamilie entgegen. Mitten auf der Strasse laufen sie auf uns zu. Wir stoppen und warten bis sie uns erreichen. Andere Jeeps fahren hinter den Löwen her und wir können warten bis der Tross uns erreicht. Frisch geduscht sehen sie aus. Nahe gehen sie an unserem Jeep vorbei und dann weiter die Strasse entlang. Der Löwenmann folgt mit Abstand. Klasse, die Löwen so nahe zu beobachten. Dann geht es weiter zur Lodge mit einem negativen Highlight. Der Fahrer informiert uns, dass es am nächsten Tag nicht wieder in den Krater gehen soll. Wir haben aber zwei Nächte am Krater gebucht und sehen nicht ein, dass wir den nächsten Tag nicht rein sollen und zur Olduvai Gorge und zurück fahren sollen obwohl wir dort eh auf dem Weg zur Serengeti vorbei kommen. Auch ein Telefonat mit seinem Chef bringt kein Einlenken. Nach einigen Diskussionen spreche ich am Abend mit Wilfred und wir können das Problem klären. Ich gebe dem Fahrer 200 US$ für den Eintritt die ich später von ihm zurückbekommen soll.
Die Sopa Lodge ist sehr groß und nicht mit den Camps zu vergleichen die wir bis dahin hatten. Es fehlt eigentlich nur das AI-Plastikarmband und wir würden uns fühlen wie in der Türkei. Die Zimmer sind aber sehr groß, komfortabel und geräumig. Strom und warmes Wasser zu jeder Zeit. Vom Zimmer aus können wir den Sonnenuntergang über dem Krater sehen. Das Essen ist gut. Allerdings ist der Speisesaal zu klein und alles ist dicht gedrängt. Der Service ist gut und alle sind freundlich zu uns. Als ich abends kurz zurück zum Zimmer gehe um Wilfreds Telefonnummer zu holen begegne ich einen Büffel direkt auf der Wiese rechts neben dem Weg. Aber ein Maasai vertreibt ihn und so kann ich ohne Probleme weiter.
So endet der erste Tag am „8. Weltwunder“.
- Juli – Tag 4
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- Juli – Tag 5
Wir fahren wieder in den Krater. Auf dem Weg fahren wir durch den Umbrella-Forest bis zum Gate. Kaum Verkehr hier, denn die meisten Lodgen liegen auf der anderen Kraterseite. Unterwegs entdecken wir ein fette Hyäne, Strauße und Kuhantilopen. Dann sehen wir mehere Jeeps an einer Stelle und wir fahren hin um zu sehen was es an der Stelle gibt. Zwei Geparden beim Frühstück. Sie haben sich dafür eine Thomson-Gazelle geschnappt. Dann plötzlich weiter hinten taucht ein Nashorn auf. Wir müssen uns entscheiden, bleiben aber noch einige Minuten bei den Geparden, ist noch so schön leer hier. Die beiden habe ihre Beute nun weiter ins Dickicht gezogen aber man kann sie deutlich sehen. Dann drehen wir ab in Richtung Nashorn. Mit dem Fernglas können wir es deutlich sehen. Das Zoom der Kamera reicht kaum. Dann dreht es ab und verschwindet. Wir fahren zurück zu den Geparden. Inzwischen sind bestimmt 30 Fahrzeuge dort. Ein Ranger kommt dazu und muss den Verkehr regeln, alle Fahrzeuge müssen in eine Reihe und bekommen kurz die Möglichkeit sich das Schauspiel anzusehen. Gut, dass wir zuvor schon dort waren. Aus dem Getümmel gibt es aber kein zurück, also machen wir die Prozedur mit und sehen die blutverschmierten Gepardenköpfe aus der Steppe ragen. So haben wir die Big-5 gesehen! Dann geht es Richtung Lerai Forest. Dort sehen wir den zimtbrüstigen Bienenfresser. Ein kleiner Vogel, aber äußerst selten! Auf dem Weg zum Picknickplatz treffen wir noch Familie Warzenschwein. Heute können wir beim Mittag aussteigen und den Hippos beim Baden zuschauen. Heute ist kein Regen in Sicht und die Toiletten können trocken erreicht werden. Anzumerken ist, dass die Toiletten in Tansania um einiges besser sind als Kenia was meine Frauen positiv vermerken. Nachmittags geht’s dann nochmals auf die Pirsch. Am See können wir einen Blick auf die Flamingoschar werfen und auch die Kronenkraniche sind zahlreich vertreten. Bei einer weiteren Tour durch den Lerai Forest sehen wir sehr nahe, direkt neben dem Weg, einen Elefanten der gerade seinen Durst löscht. Wir bleiben stehen und schauen zu. Dann kommt er direkt auf uns zu und wir fahren sicherheitshalber langsam weiter. Der Elefant trottet hinter uns her die Strasse entlang.
Gut, dass wir uns nicht davon haben abbringen lassen diesen Tag im Krater sein zu wollen. Selbst wenn wir die 200 Dollar nicht wieder sehen, es hat sich voll gelohnt!
Dann geht es den steilen Aufstieg an der Westseite des Kraters hoch. Station für die nächste Nacht ist die Ngorongoro Serena Lodge. Die Zimmer sind schön afrikanisch eingerichtet, Bad ist auch okay und sogar eine kleine Terrasse gibt es auf der wir erst einmal etwas ausruhen. Wir haben eine Verbindungstür zu dem Zimmer der Kinder, auch gut. Insgesamt, ähnlich wie die Sopa Lodge, etwas zu groß für unseren Geschmack, aber Alternativen scheint es so recht auch keine zu geben direkt am Krater. Das größte Manko an dieser Lodge erleben wir beim Dinner. Der Service ist einfach unmöglich. Der Speiseraum wieder viel zu klein. Wir werden zu viert an einen Minitisch gedrängt auf dem 4 Teller plus Getränke kaum Platz finden. Aber egal, die Getränke kommen eh erst nach einer halben Stunde. Die Mitarbeiter sind dermaßen unfreundlich und lustlos wie wir es in Afrika noch nie erlebt haben. Dafür gibt es dicke Minuspunkte! Das kann die Wärmeflasche im Bett auch nicht kompensieren! Na denn, gute Nacht!
- Juli – Tag 5
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- Juli 07 – Tag 6
Über das Frühstück will ich nicht berichten. Gleicher Service wie am Vorabend, also schnell vergessen. Heute geht es Richtung Serengeti. Erst mal 55 km bis zur Olduvai George. Dort eine längere Pause. Am Rande der Schlucht bekommen wir von einem Führer einen Vortrag über die Geschichte. Hier ist die Wiege der Menschheit und hier wurden die ältesten Funde von Menschenschädeln gemacht, die ca. 3,7 Millionen Jahre alt sein sollen. Schade finde ich, dass nicht genug Geld vorhanden ist weiter zu forschen und die Fundstücke vernünftig zu erhalten. Das Museum anbei ist sehr informativ und sollte nicht übergangen werden. Bewundernswert finde ich, dass Mary Leakey immerhin 28 Jahre dort gesucht hat bis sie 1959 die ersten spektakulären Funde gemacht hat. Manchmal wünsche ich mir eine derartige Ausdauer. Danach geht’s weiter Richtung Nordost zur Serengeti. Von der Hauptstraße geht es dann ab in Richtung Ndutu Lodge. Mittagspause „on the tour“ im Auto. Toilette dieses Mal hinterm Jeep. Die Damen verzichten dankend, ich nicht. Auf der Fahrt sehen wir bislang Giraffen, Hyänen und Schakale. Am Lake Masek legen wir noch einen ausgedehnten Game-Drive ein. Wir sehen einige Sekretärvögel, Marabus und Flamingos. So nahe wie hier waren wir bislang nicht dran. In den Bäumen sitzen einige Geier und auch Adler die hin und wieder zum Rundflug starten.
Die Ndutu Lodge gefällt uns prima. Nach den Hotels der letzten Tage wieder richtiges Safarifeeling. Die gemauerten kleinen Häuser passen gut in die Landschaft. Davor auch ein Sitzplatz. In der Steppe beobachten wir Dik-diks und es gibt unzählig viele Feldmäuse die durch die Wiese flitzen. Das Ambiente ist sehr schön und alles sehr offen gehalten. Sogar einen Gift-Shop gibt es hier. Warmes Wasser auch bis 20 Uhr. Der Sonnenuntergang ist der beste bislang, die Sonne geht blutrot über der Steppe unter. Das Essen ist sehr gut. Salat und Dessert am Buffet. Der Rest wird serviert.
Zum Essen kommt noch eine Ginsterkatze zu Besuch ins Restaurant. Unsere jüngste Tochter ist begeistert. Auch hier sind wieder keine Deutschen zu sehen. Unser Eindruck ist, dass 60 % der Touristen in Tansania Amerikaner sind, 30 % aus EU, und der Rest aus Asien.
- Juli 07 – Tag 6
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wie schön......bin auf die Bilder gespannt.
Und auf die Fortsetzung
LG Turtle 1994 -
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Juli 07 – Tag 7
Die Fahrt geht quer durch die Savanne zum Naabi Hill Gate. Die Landschaft wirkt wüstenartig. Das Gras ist verdorrt und die Jeeps wirbeln Staub ohne Ende auf. Am Gate können wir den Ausblick von einem Hügel aus genießen. Die Prozedur der Einreise dauert fast eine Stunde. Aber dann sind wir drin und fahren in Richtung zentraler Serengeti. Die Landschaft ändert sich kaum. Weite Steppe, weites Land. Schakale, Hyänen, Grant-Gazellen und Strauße begleiten uns.
Die Fauna ändert sich erst wieder im Seronera-Tal in der Zentralserengeti. Dort befindet sich auch das Serengeti Visitor Center mit Picknickplatz auf dem wir Pause machen. Das Visitor Center ist zu empfehlen. Dort bekommt man viele Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt. Auch über das Wirken von Prof. Grizmek und der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft wird berichtet. Im Anschluss machen wir noch eine Pirschfahrt am Seronera River bevor wir weiter in den westlichen Korridor fahren. Highlight sind zwei Löwendamen die sich im Schatten eines Safariautos ausruhen. Die Strecke in den westlichen Teil zieht sich hin. Unterwegs sehen wir Teile der Migration. Irgendwann biegen wir endlich von der Hauptstrasse ab zur Mbalageti Lodge. Nur noch 16 km. Der Mbalageti ist fast komplett ausgetrocknet. Eine Hängebrücke zeugt davon, dass der Weg in der Regenzeit unpassierbar ist.
Die Lodge ist ein Traum. Die Zelte bieten alles was das Safariherz begehrt. Das Badezimmer ist einfach irre mit ca. 10 qm. Badewanne, Dusche, etc bieten alles was man braucht. Das Restaurant mit Bar und Pool liegt wunderbar auf einem Berg gelegen. Wir nutzen den Pool. Leider ist die Massageabteilung komplett ausgebucht sonst hätten wir für den Folgetag einen Termin gemacht. Wir sind froh, dass wir diesen Luxus zwei Nächte genießen können. -
August – Tag 8
Unsere jüngste Tochter hat heute Geburtstag. Sie wird 11 Jahre alt und erlebt diesen Geburtstag in dieser tollen Landschaft. Also erst Happy Birthday und dann Frühstück. Deshalb starten wir erst um 9 Uhr heute. Es geht über den Mbalageti zur Hauptstraße und dann links Richtung Westen den Grumeti-River entlang. Auch heute wieder viel von der Migration zu sehen. Bald sind wir auf Höhe des Grumeti River Camp. Dort in der Nähe machen wir Pause bei einer Ranger-Station. Endlose Weite bis zum Horizont. Auch hier wieder wunderschöne Landschaft. Am Fluss sehen wir dicke fette Nilkrokodile. Sie liegen bewegungslos am Ufer oder schwimmen fast unsichtbar im Wasser. Die größten haben bestimmt eine Länge von 5-6 m. Dazu noch ein Nilwaran, der ein Krokodil ärgert. Marabus und Geier sitzen auf den Bäumen und beobachten uns. Dann geht es schon langsam wieder zur Lodge. Unsere Tochter möchte gerne schwimmen gehen an ihrem Geburtstag. Ein erfrischendes Bad mit toller Aussicht, da machen wir gerne mit. Auch heute ist das Dinner wieder super. Auf der Terrasse des Restaurants bei Kerzenschein. Wir haben in die Lodge auch den Laundry-Service genutzt und verstaubte Safarisachen zur Wäsche gegeben. Abends ist schon wieder alles fertig zurück gebracht. Internet gibt es übrigens kostenlos hier.
Bis Morgen!
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August – Tag 9
Wir müssen leider heute diese traumhafte Lodge verlassen und bis in den Nordosten der Serengeti fahren. Einen Teil der Strecke kennen wir ja schon, es geht zuerst in Richtung der zentralen Serengeti. Auch heute begleitet uns auf den Weg dorthin viele Herden von Gnus und Zebras. Hin und wieder einige Gerippe verendeter Tiere. Den ersten Stopp legen wir ein am Ritoma-Hippo-Pool. Ist ja echt viel los im Wasser. Unzählige Flusspferde tummeln sich geräuschvoll im Wasser. Wir können dort aussteigen und gehen nahe ans Ufer. Immer wieder tauchen sie auf und schnaufen laut. Auch kleine Baby-Hippos sind zu sehen. Interessant sind auch die Touristen, die beschuht mit Flip-Flops, sich die Böschung zum Ufer runter quälen. Auch so kann ein Survivaltraining aussehen. Auf der anderen Uferseite auch wieder diverse Krokodile. Schon geht es weiter Richtung Lobo Hills. Unterwegs wird der Weg versperrt durch eine Elefantendame, die sich nahe an der Straße eine Erfrischung gönnt. Weiterfahren können wir nicht den der Jeep vor uns wird schon eindrucksvoll bedroht von den Clanmitgliedern. So machen wir heute unsere Mittagspause auf der Strasse. Hakuna Matata. Inzwischen haben wir uns auch an die Zusammenstellung der Lunchboxen gewöhnt. Obwohl die Mbalageti Lodge ja extra eine Speisekarte hat, aus der man aus drei verschiedenen Varianten wählen kann, ist doch immer das Gleiche zu finden. Es vergeht einige Zeit bis in Gegenrichtung zwei Jeeps angefahren kommen, die die Situation nicht einsehen können und durchfahren. Das schreckt alle Elefanten auf und unter Protest verziehen sie sich. Bevor die Sperrung wieder von neuem beginnt fahren auch wir weiter. Am frühen Nachmittag erreichen wir die Lobo Hills und versuchen uns während eines Game-Drive eine der dort zahlreichen Katzen, Gepard und Leopard, zu entdecken. Aber so wirklich sehen wir nichts. Was seit einigen Tagen dort mal wieder möglich ist, ist die Verfügbarkeit des Handynetzwerks. Eine SMS vom Leo: I can see you, but you never will find me! Spaß beiseite, aber selbst unser Fahrer fand den Gag gut. Wir geben dann auf und fahren zur Lobo Lodge. Große Enttäuschung. Wir verstehen nicht wie der Autor des Reiseführers so positiv davon schreiben kann. Es ist ein Überbleibsel der sozialistischen Ära Tansanias. Ca. 30 Jahre alt und seit der Erbauung wurde nie wieder investiert. Die fingerbreiten Ritzen in den Fenstern haben einige Gäste vor uns schon mit Toilettenpapier zugestopft. In der Nacht legen wir noch Handtücher vor die Tür damit der Wind, ist ziemlich stürmisch in der Nacht, nicht ungebremst die Bettdecke wegweht. Wir versuchen unser Glück in der Bar um einen Kaffee zu bekommen. Die Mitarbeiter sind überfordert mit unserem Wunsch. Das „heiße“ Wasser ist vom Frühstück über. Egal, dafür bezahlten wir den höchsten Preis in Tansania für eine Wasserflasche da keine auf dem Zimmer ist. Positiv ist zu vermerken, dass die Qualität der Speisen beim Dinner okay ist. Wir sind uns einig, nochmals braucht man hier nicht hin. -
August – Tag 10
Am Morgen noch einen kurzen Versuch den Leoparden aufzuspüren. Wir scheitern erneut. Dafür sehen wir eine riesige Herde auf Migrationskurs die sich weit erstreckt. Es ist die Anzahl von tausenden von Tieren die hier beeindruckt. Dann auf zum Seronera Valley. Auf ungefähr gleicher Höhe, an der wir Tags zuvor das Elefantenschauspiel hatten steht ein Jeep am Straßenrand und alle Insassen scheinen begeistert Richtung Wald zu schauen. Ein Leopard in der Astgabel. Wir müssen auch erst suchen bis wir ihn entdecken aber dann können wir seinen gefleckten Pelz sehen. Mit dem Fernglas kann man ihn prima sehen. Für ein gescheites Foto leider zu weit weg und von Zweigen verdeckt. Die Fahrt geht weiter. Ziel ist zunächst wieder das Visitor Center mit Picknickanlage. Kurz bevor wir diese erreichen kreuzt plötzlich eine Löwendame unseren Weg. Völlig unbeeindruckt von unserem Jeep müssen wir hart in die Eisen gehen um sie nicht anzufahren. Sie verschwindet dann wieder langsam im Dickicht. Nach dem obligatorischen Lunchpaket starten wir wieder Pirsch. Wir wollen zu den Maasai-Kopjes. Schon unterwegs entdecken wir ein Löwenmännchen. Ist zwar noch jung aber schon ganz schön kräftig der Kleine. Rein fototechnisch gibt er alles. Ungefähr 10 m von uns entfernt stellt er sich in voller Größe auf einen kleinen Hügel der aus der Savanne herausragt. Regelmäßig wechselt er die Position. Serengeti-Next-Topmodel! Außer uns ist auch gerade kein anderer Zuschauer da. Aber die Zuschauerquote wird er bestimmt verbessern wenn die Mähne richtig da ist. Rein geräuschmäßig ist er auch schon aktiv, auch wenn es noch nicht der Brüller, im wahrsten Sinne des Wortes, ist.
Wir umrunden die Kopjes und auf dem Rückweg sehen wir ihn wieder, nun auch mit mehreren Jeeps anbei. An einer Hippostelle ragen wieder die Nasen aus dem Wasser und im Baum sind einige Reiher. Dann kommt noch ein Fischadler dazu. Ein perfektes Bild. Am Ende des Game-Drive, und unseren letzten kompletten Safaritages, bekommen wir noch einmal besonders schön und nahe einen Leoparden zu sehen. Er hat sich sein Lunchpaket, eine Thomson-Gazelle, mit auf den Baum genommen und beobachtet von dort die Umgebung. Auch hier kommen wieder einige Jeeps zusammen aber mehr als 6 Stück werden es auch nicht. Aufgrund der Größe des NP verteilen sich die Besucher sehr. Die letzte Safarinacht verbringen wir in der Seronera Lodge. Ähnliche Architektur wie die Lobo aber nicht ganz so schlimm. Die Zimmer sind identisch vom Grundriss. Allerdings bekommen wir dort an der Bar auch Getränke, können bequem draußen sitzen und die Landschaft genießen. Unterhalten werden wir von unzähligen Mangusten und Klipschliefer. Darüber hinaus gibt es viele Paviane die an den Zimmern außen rum klettern. Also, niemals das Fenster öffnen. Wir haben gesehen, wie sie ansonsten alles Essbare daraus holen. Das Dinner ist wieder gut und die letzte Nacht der Safari liegt vor uns.
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ich will auch hin......
Ja Chrissy ,schade.
Aber Dirk berichtet doch sicherlich noch von Sansibar...?

Lg Turtle 1994 -
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August – Tag 11
Vom Seronera Airstrip soll es heute nach Sansibar gehen. Aber erst um 13 Uhr. Somit ist noch Zeit für eine Pirschfahrt. Es stehen wieder Löwen auf dem Programm.
Zuerst ein stattlicher Löwe der unseren Jeep begleitet und vor uns die Straße entlang wandert. Zwischendurch dreht er sich einfach mal um, geht zurück, markiert sein Revier, legt sich auf den Rücken und lässt sich die Sonne auf den Bauch scheinen. So beobachten wir ihn bestimmt eine halbe Stunde lang bevor er sich verabschiedet. Dann fahren wir weiter, sehen zum Abschluss noch einmal die üblichen Verdächtigen - Zebras, Gnus, Antilopen, Elefanten,etc… und natürlich noch zwei Löwinnen die allerdings schlafen. Möchte man ausgiebig Löwen sehen, ist das Seronera Valley wohl einzigartig in der Serengeti.
Dann zum Airstrip. Wir sind gut über eine Stunde vor dem geplanten Abflug da. Zum letzten Mal die geliebte Lunchbox und dann warten, warten, warten,…. Einige Flugzeuge starten, aber unseres ist noch gar nicht da. 13 Uhr stellt sich dann als Schätzzeit raus und es vergeht noch eine weitere Stunde in der Sonne Afrikas. Aber das haut uns nicht mehr um. Dann landet unser Flieger. Die Tür geht auf, zwei Jungen stürmen raus und übergeben sich erst mal direkt daneben. Meine Frauen gucken etwas entgeistert, steigen dann aber doch ein. Vorher verabschieden wir uns noch von unserem Fahrer, der insgesamt einen guten Job gemacht hat, und natürlich von unserem heiß geliebten Jeep. Wir hoffen, dass er den Fahrer noch gut zurück nach Arusha brachte.
Der Flug geht los, es wackelt ein bisschen, weiter vorne kommen die Tüten zum Einsatz aber bei uns ist alles okay. Dann die Info, dass wir am Kilimanjaro-Airport eine Zwischenlandung machen müssen zwecks Betankung des Flugzeugs. Dort bezahlen wir dann 24 US$ Flughafengebühr um 15 Minuten zu warten, aber Toilettenbenutzung ist inklusive. Dann noch mal 1:50 Std. Flug bis Sansibar. Dort hat man uns viel früher erwartet und natürlich hat der Fahrer der uns abholen sollte inzwischen aufgegeben. Zwar gibt der Akku des Handy’s kaum noch was her, aber wir können noch soviel klären, dass wir in 20 Minuten abgeholt werden. Bei dem Verkehrschaos vor dem Flughafen glaube ich aber, dass der Fahrer alleine diese Zeit braucht um einen Parkplatz zu finden. Kaum sind die 20 Minuten um steht schon jemand mit meinem Namen auf dem Schild vor uns. Respekt! Der Kleinbus ist okay und befördert uns innerhalb einer Stunde ins Hotel. Es ist übrigens das Hotel, welches wir letzten Oktober gebucht hatten - das dann zwecks Renovierung geschlossen hatte - von Mövenpick übernommen wurde - dann wieder von Mövenpick abgestoßen wurde - uns im Mai informierte, dass es nicht rechtzeitig fertig würde – und inzwischen von Fairmont Hotels betrieben und wiedereröffnet ist. Hier noch mal Dank an Wilfred, der uns immer gesagt hat, dass wir Ruhe bewahren sollen und am Ende alles klappen würde! Er hat Recht gehabt auch wenn ich nicht immer Ruhe bewahrt habe. Aber in Afrika ticken die Uhren anders, das haben wir wieder mal erlebt. Der erste Eindruck von dem Hotel ist gut, aber es ist schon dunkel als wir ankommen. Der Empfang ist herzlich. Die Gartenvillen sind neu, die Zimmer schön eingerichtet, wenn es auch etwas an Schrankkapazität fehlt. Aber wir sind ja nun daran gewöhnt aus dem Koffer zu leben. Das Bad samt Sanitäreinrichtung ist auch nagelneu. Alles super. Beim Abendessen wundern wir uns etwas, da nur ca. 5 Tische eingedeckt sind und max. 10 weitere Gäste zu sehen sind. Von Strand, Pool und Anlage können wir nicht mehr viel sehen. Also erst mal schlafen. -
bis 13. August – Tag 12 bis 20
Auch hier auf Sansibar gibt es nur englisches Frühstück, aber ein Toaster ist vorhanden und entsprechendes Toastbrot auch. Ansonsten bietet das Frühstücksbuffet Obst, Joghurt, Marmelade,…. aber keine Wurst oder Käse. Nach dem Frühstück gehen wir erst mal zum Strand. Einfach traumhaft – kilometerlanger weißer menschenleerer Sandstrand und die Brandung ist nicht sehr stark. Die Liegen am Pool und am Strand machen einen sehr guten Eindruck. Sofort kommt jemand und fragt welche Liegen wir möchten. Wir haben die freie Auswahl denn andere Gäste sind nicht zu sehen. Jede Liege bekommt 3 Handtücher und wir haben tolle Sicht aufs Meer. Nach der Safari ist nun relaxen angesagt. Bis zum Mittag „gehört“ der gesamte Pool- und Strandbereich uns alleine. Nachmittags kommt noch eine französische Familie dazu. Die 3 Massagelady’s geben uns eine Gratismassage. Mittags stehen einige kleinere Gerichte auf der Karte. Man serviert uns an einem Tisch direkt neben den Liegen. Ein erster Strandspaziergang zeigt auch, dass es hier keine Beachboys gibt. Schön ist es so „unbedrängt“ zu Laufen. Die Gezeiten sind stark ausgeprägt und während der Ebbe hat man keine Möglichkeit im Meer zu schwimmen, aber dafür ist ja der Pool da. Trotzdem hat man jeden Tag ca. 3 Stunden, in denen man ausgiebig ins Meer kann. Badeschuhe sind nicht notwendig. Das Abendessen gibt es in Buffetform, Getränke werden serviert. Im Gegensatz zu Kenia im letzten Jahr gibt es häufig Meeresfrüchte. Es stehen täglich zwei verschiedene Suppen bereit die immer sehr schmackhaft sind. Zusätzlich zu den fertigen Speisen wird von einem Koch immer etwas frisch zubereitet. Insgesamt sind wir mit dem Hotel zufrieden und hoffen, dass es den Standard halten kann auch wenn es voll belegt ist. Der Service ist sehr gut und alle Mitarbeiter sind freundlich und geben sich alle Mühe bei ihrem Job. Jeder möchte uns begrüßen und ein kleines Gespräch führen. Die Zeit dafür planen wir dann schon immer ein.
Das Hotel liegt an der Ostküste, ca. 5 km südlich von Matemwe. Weitere Hotelanlagen (Neptune, Ocean Paradise, Kempinski,…) sind südlich davon aber auch nicht zu Fuß zu erreichen da einfach zu weit entfernt. Außerhalb des Hotels gibt es einfach nichts. Somit ist man auf die Anlage angewiesen oder man macht Ausflüge z.B. Stone-Town, Spice-Tour, die wir zwischendurch auch gemacht haben und empfehlenswert sind. Dabei bekommt man einiges von Land und Leute zu sehen. Ansonsten fing es dann an den letzten Tagen an langweilig zu werden denn Unterhaltung wurde kaum geboten. Insgesamt haben wir uns aber richtig gut erholt.
Am 13. August ging dann der Flug zurück. Wilfred hatte auch die Transfers mit organisiert und wir hatten unsere persönliche Fahrt zum Flughafen. Dort angekommen hörten wir zum ersten Mal seit drei Wochen wieder deutsche Stimmen. Der Flughafen ist eher chaotisch organisiert. Am besten gar nicht drüber nachdenken und sich in eine Schlange nach der anderen anstellen bis alle Formalitäten geschafft sind. Je nachdem ob man bereit ist Trinkgeld zu geben wird das Handgepäck kontrolliert. Da wir keine Lust hatten alle Rucksäcke auszupacken war die Sache mit 5000 TSH erledigt. Mit einer Stunde Verspätung ging es dann los. Der Flug war soweit okay und wir können uns über den Service auch in der EC bei Condor nicht beklagen.
Unsere Urlaubsreise ist zu Ende!
Fazit:
Wir haben insgesamt einen ganz tollen Urlaub erlebt. Die Safari war fantastisch und entsprach voll und ganz unseren Erwartungen. Die Zeitspanne von 10 Tagen dafür empfanden wir nicht als zu lang. Eher hätte man das noch um 2 Tage erweitern können und den Badeurlaub entsprechend kürzen. Wir hatten so ausgiebig Zeit um alles zu sehen ohne in Hetz und Eile zu verfallen. Auch unsere Kinder haben ohne Probleme die ganze Prozedur mitgemacht. Es gab keine Krankheiten in irgendwelcher Form.
Sansibar ist ein sehr schönes Fleckchen Erde. Für unseren Geschmack auf Dauer etwas zu ruhig. Man darf dort allerdings nicht die Augen davor verschließen, dass es ein sehr armes Land ist. Um so mehr die die Leistung anzuerkennen die alle Angestellten im Hotel vollbracht haben.Danke auch nochmals an Chrissy, die in der Vorbereitung mit Rat und Tipps unterstützt hat.
Unsere Bedenken einen derartigen Urlaub mit einem lokalen Anbieter durchzuführen wurden zerstreut. Wilfred hat einen super Job gemacht. 10 Monate lang habe ich mit ihm die Tour geplant. Er war immer ansprechbar in der Vorbereitung und während des Urlaubs habe ich zweimal versucht zu erreichen. Er war jedes Mal sofort am Telefon und hat sich um mein Anliegen gekümmert. Sein Preis für die Reise war, gemessen an der Leistung, sehr gut. Eine Pauschalreise bei Neckermann und Co wäre ca. 30 % teurer gewesen und natürlich nicht so individuell. Bei Spezialveranstaltern, die sicher auch wunschgemäß zusammenstellen, hätte es noch erheblich mehr gekostet.
Ich hoffe mein Reisebericht war informativ für Euch und hoffe die ein oder andere Frage mit beantwortet zu haben. Über Feedback dazu würde ich mich freuen. Gerne stehe ich für Fragen zur Verfügung.
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Ein ganz herzliches Dankeschön an dich für den tollen Bericht.
Wir kommen grade von einer Rundreise Namibia/Sambia/Botswana zurück und planen schon wieder fürs nächste Jahr. Dein Bericht ist eine echte Entscheidungshilfe, da wir auch die Kombination Tansania /Sansibar ins Auge gefasst haben - allerdings wohl mit einem Veranstalter pauschal, da wir schon älter sind.
Nochmals Danke,
Jocko -
....wie schön ,Dirk.....
asante sana.
Lg Turtle 1994