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Recht auf Pünktlichkeit ohne wenn und aber weltweit und immer?

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Meinungen zu reiserechtlichen Fragen
35 Beiträge 15 Kommentatoren 7.8k Aufrufe
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  • mosaikM Offline
    mosaikM Offline
    mosaik
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Ich möchte jetzt ausdrücklich vorweg schicken, dass ich keine Fluglinie in irgendeiner Form in Schutz nehmen möchte.

    Aber seit es die Fluggastverordnung gibt, drehen sich viele Forderungen immer (nur) um Geld. Sicherheit wird scheinbar erst später gereiht. Pünktlichkeitswünsche sind verständlich, aber aus meiner Sicht eine Forderung, die trotz moderner Technik nicht immer erfüllt werden können.

    Nicht die Überbuchung ist mein Thema, sondern Verspätungen oder Verspätungen aufgrund von technischen Problemen.

    Der Flugverkehr wird immer dichter, die notwendigen Begleitmaßnahmen wie beispielsweise Fluglotsen oder Lande/Startmöglichkeiten auf Flughäfen (wie quälend doch die Verfahren für neue Startbahnen in Frankfurt und Berlin...), können oft diesem rasanten Anwachsen nicht nachkommen (Geldmangel, Ausbildungslücken u.a.).

    Flugzeuge sind Technikwerke wie ein Automobil, ein Autobus, eine Lokomotive oder ein Schiff. Alles menschliche Werke mit Fehlermöglichkeiten. Natürlich kann man durch korrekte Wartungen die Fehlerquelle minimieren, aber ausschalten wird man sie nie können. Da zu erwarten, dass Flugzeuge 100 % klaglos funktionieren, die rund um den Erdball fliegen, den verschiedensten Temperatur- und Klimaunterschieden binnen weniger Stunden ausgesetzt sind, ist wohl eine wohlgemeinte Forderung. Aber unrealistisch.

    Ich hatte letztes Jahr eine größere Veranstaltung mit Transportlogistik zu betreuen. Da wurde ich immer wieder festgenagelt: wie lange fährt ein Bus von A nach B? Sagte ich: normalerweise 30 min, kam die Rückfrage, ob ich das garantieren kann. Natürlich nicht, denn was ist, wenn ein Unfall die Straße blockiert, wenn dichter Verkehr bremst, wenn - ein Defekt? - auftritt... Das war aber meinen Auftraggebern niemals Antwort genug: schafft er es in 30 min: ja oder nein? Sagte ich ja und er schaffte es nicht, gab es Telefonterror - kein Verkehr, kein Unfall wurde akzeptiert - meine Aussage 30 min war in Stein zementiert. Sagte ich nein, in 30 min wird es nicht klappen, hieß es: es MUSS aber in 30 min klappen! usw. usw.

    Oft ging es, manchmal auch nicht - es ist eben nicht möglich, alles vorhersagen zu können, alles einplanen zu können.

    Ich verstehe es nicht, weshalb es so viele Menschen gibt, die hier nicht eine gewisse Toleranz zulassen, Argumente versuchen zu verstehen, den bezahlten Preis ins Verhältnis zur Strecke zu stellen und einfach ganz allgemein das Reisen als Abenteuer sehen und annehmen.

    Ja es ist ein Abenteuer und wird es auch bleiben. Zerbrechen werden diejenigen, die von Frankfurt am Main nach Sydney in Australien fliegen und einen technischen Defekt, eine Verspätung von einer Stunde als inakzeptable finden, Anwälte und Gerichte damit plagen werden und letztendlich vielleicht obsiegen, mit € 600.-- in der Tasche. Die dann im nächsten Jahr bei der Preiserhöhung der Flüge wieder umgelegt werden, ohne dass Defekte oder Verspätungen ausgeschalten sein werden können.

    Würden alle Fluglinien auf allen ihren angeflogenen Flughäfen alle möglichen Ersatzteile für alle von ihnen zum Einsatz kommenden Maschinen lagern wollen, um Wartezeiten für Einflug von Ersatzteilen zu verhindern, wäre das unfinanzierbar.

    Sicherlich, es gibt auch einen Bereich, der sehr wohl im Bereich der Fluglinie selbst liegt. Aber diese Fälle, so bin ich persönlich überzeugt, machen vielleicht 10 Prozent aller Verspätungen oder Absagen aus, wenn überhaupt - 90 Prozent liegen nicht im Einflussbereich der jeweiligen Fluglinien. Und dafür wurden sie mit der Fluggastverordnung "bestraft".

    Die Bahn hat nur eine Softversion von "Bahngastverordnung", obwohl es dort mindestens so oft vorkommt wie im Flugwesen.

    Bei Buslinien gibt es das überhaupt nicht. Wer hat da schon mal auf Einhaltung des Fahrplans geklagt? Und dann auch noch Recht bekommen?

    Bei Schiffverbindungen gibt es das auch nicht. Wenn die Fähre Island einen halben Tag später erreichen würde, was geschähe?

    Die Menschen geben sich selbst immer weniger Zeit, immer weniger Reisezeit. Alles muss geplant, ausgetüfelt bis zur letzten Minute sein. Als vor einigen Jahren in einer Nacht in halb Europa das Stromnetz zusammen gebrochen war, befand ich mich als Reiseleiter in Italien. Da wurde Unverständnis laut. Man hätte doch... Notstromaggreate für über 50 Mio Italiener und Urlauber planen und instandhalten können, ...den Ausfall durch Computerprogramme verhindern können (die ihn aber just herbei geführt hatten) und niemand verstand, weshalb man nicht noch einen Gasher im Hotel hat, damit es einen Kaffee und Spiegeleier gäbe.

    Ein paar Stunden später gab es wieder Strom und die Welt war wieder heil. Aber davor war fast Panik, weil der Mensch aus seiner Gewohnheitswelt grob gestoßen wurde. Kein Strom. Peng. Da muss es Schuldige geben und der Reiseveranstalter muss Entschädigung leisten!

    Was, wenn jeder Bäcker, jeder Gastwirt, jeder Zahnarzt, jeder Bergführer so seine "...gastverordnung" schlucken müsste? Dann wären doch auch all jene Betroffene, die jetzt über einen Triebwerkschaden in Bangkok lamentieren? Dann müssten sie von den erhaltenen € 600.-- eine Semmelentschädigung, eine Warte-auf-das-Essen-Entschädigung, eine Behandlung-hat-zu-lange-gedauert-Entschädigung, eine habe-zu-lange-auf-den-Berg-gebracuht-Entschädigung bezahlen. Dann wären SIE es, die abwiegeln versuchen, Ausreden erfinden, es als "normal" versuchen hinzustellen, um nicht zahlen zu müssen. Betrachten wir also menschliche oder technische Fehler auch einmal aus einem anderen Winkel, um die Masse der "so ist das Leben" von jenen, durchaus ernst zu nehmenden und auch den gesetzlichen Vorschriften nachzuverfolgenden Fällen zu trennen...

    grübelt
    Peter

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    • muecke1401M Offline
      muecke1401M Offline
      muecke1401
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      😘 😘 😘

      Da du dich ja hier täglich damit abplagen musst, verstehe ich dich voll und ganz. Ich darf diese Beiträge ja ignorieren.

      Allerdings glaube ich eher, dass Menschen mit ihren "negativ" Erfahrungen hausieren gehen, als dass sie etwas loben.
      Es gibt nun mal Leutchen, die versuchen aus allem etwas herauszuholen 😞 .

      Leider glaubt deshalb den berechtigten Reklamierer dann auch keiner mehr.

      Meckerer bleiben Meckerer, da können wir nix dran ändern.
      (zu deinem Transportbeispiel: der Kerl hatte irgendwo einen großen Denkdefekt ! und trotzdem muss man sich damit abplagen)

      Weiterhin einen angenehmen, sonnigen Tag
      Mücke

      Ich bin eine Frau. Daraus ergibt sich das Geburtsrecht, bei Bedarf meine Meinung zu ändern ;-)

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      • Thea11T Offline
        Thea11T Offline
        Thea11
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        Was soll uns der Beitrag sagen????
        Natürlich bestehe ich auf pünktliche Flüge, das ist doch selbstverständlich, ich muss ja auch pünktlich meinen Geldbetrag an den Reiseveranstalter überweisen, dann kann ich auch Pünktlichkeit erwarten, was soll diese Frage???

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        • mosaikM Offline
          mosaikM Offline
          mosaik
          schrieb am zuletzt editiert von
          #4

          Genau das, was @Thea11 so als selbstverständlich hinstellt, habe ich versucht damit zu hinterfragen.

          Und letztendlich gibt es keine rechtlich bindende Grundlage auf uneingeschränktes Recht auf Pünktlichkeit.

          Auch das wollte ich mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen.

          Und Anstoß zum Nachdenken geben, dass heute alles und jedes normiert und per Gesetz geregelt wird. Auch Dinge, die da nicht ganz reinpassen.

          Übrigens 😉 der Satz von Konfuzius bei @Thea11 sagt genau das, was ich rüberbringen möchte: was ist eine Verspätung (Maulwurfhügel) gegen das Weiterleben (weil man nicht abstürzt) oder dem doch noch sehen von Schönheiten der Welt (= Berg)

          Peter

          1 Antwort Letzte Antwort
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          • Mozilla07M Offline
            Mozilla07M Offline
            Mozilla07
            Gesperrt
            schrieb am zuletzt editiert von
            #5

            @Mosaik

            Toller Beitrag dem ich voll und ganz zustimmen kann.
            Mir persönlich käme es nie in den Sinn bei einer technisch bedingten Verspätung mich auf die Fluggastverordnung zu berufen und Entschädigung zu fordern. Ich hatte selbst schon Verspätungen von knapp einem Tag. Die Airline hat ein Hotel organisiert und für die sonstigen Notwendigkeiten gesorgt. Ich meine dies sollte dann auch genügen. Im übrigen wurde das alles perfekt organisiert.
            Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Urlauber auf eine Verspätung hoffen um dann noch den ein oder anderen Euro wieder reinzuholen. Dies kann ich absolut nicht nachvollziehen.

            Niveau ist keine Hautcreme!

            1 Antwort Letzte Antwort
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            • Katja13K Offline
              Katja13K Offline
              Katja13
              schrieb am zuletzt editiert von
              #6

              schöner beitrag mosaik!

              unser motto ist ab abfahrt von zuhause zum flughafen/urlaubsort: "wir haben doch urlaub und sind nicht auf der flucht"

              sicher ist es manchmal nervig (gerade wenn man mit kind(ern) unterwegs ist), wenn sich aus welchem grund auch immer zeitliche verzögerungen im geplanten ablauf ergeben. allerdings kann man sich dann mit schlechter laune und motzerei die sache gänzlich verderben.
              wir versuchen eben das beste daraus zu machen, noch einen kaffee trinken und und und. gibt ja viele möglichkeiten.

              gerade in südlichen ländern ticken die uhren eben anders, aber ganau das ruft auch urlaubsfeeling bei uns hervor 😄

              lg katja

              Ich liebe Urlaub!!!

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              • privacyP Offline
                privacyP Offline
                privacy
                schrieb am zuletzt editiert von
                #7

                Ein netter Versuch, die Unzulänglichkeiten bei einer Reise
                mit dem Mäntelchen des Verständnis-Aufbringens zu
                überdecken.

                Dem stehen knallharte AGB's der Anbieterseite gegenüber.
                Und die basieren in den seltensten Fällen auf Kundenwünschen.

                Sei es drum, es geht letztlich immer nur um Kompromisse

                • ein Leben lang 😉

                Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.
                Bertrand Russell (1872-1970)

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                • salvamor41S Offline
                  salvamor41S Offline
                  salvamor41
                  schrieb am zuletzt editiert von
                  #8

                  Ja, einer der vielen um Verständnis heischenden Beiträge aus der Reisebranche, nicht mehr! Ich kann keinen weiteren Sinn darin erkennen.

                  Natürlich müssen technisch bedingte Verspätungen, Ausfälle, Verschiebungen in Kauf genommen werden! Aber das sind Einzelfälle! Und für die sollte wirklich jeder Urlauber Verständnis aufbringen, da stimme ich Peter zu.

                  Wenn die ganze Misere allerdings System hat wie zum Beispiel bei der Deutschen Bahn, hört für mich jedes Verständnis auf. So viele Kühe, die auf irgendwelchen Schienen stehen, und so viele Suizid-Kandidaten, die sich angeblich vor fahrende Züge werfen und Verspätungen verursachen, gibt es gar nicht. Die Verarsche seitens der Bahn hat System. Und genau da fängt mein Unverständnis an.

                  Unverständnis habe ich auch für Reiseveranstalter, die ihren Kunden irgendwelche "Luft"-Abflugzeiten bekannt geben, in Wirklichkeit aber schon im vorhinein wissen, daß sie nicht einzuhalten sind. Das hat alles mit "technisch bedingt" überhaupt nichts zu tuen. Das sind Defizite in der Planung, die auf dem Rücken der Urlauber ausgetragen werden. Und sonst gar nichts! Und deshalb kann ich jeden Reisegast verstehen, der sich darüber aufregt.

                  ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

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                  • mosaikM Offline
                    mosaikM Offline
                    mosaik
                    schrieb am zuletzt editiert von
                    #9

                    Ich freue mich über die unterschiedlichen Meinungen. Nur eine kleine Richtungskorrektur: ich schreibe eigentlich von Fluglinien und eigentlich nicht von Reiseveranstaltern.

                    Meint
                    Peter

                    1 Antwort Letzte Antwort
                    Antworten Zitieren
                    • salvamor41S Offline
                      salvamor41S Offline
                      salvamor41
                      schrieb am zuletzt editiert von
                      #10

                      @ mosaik

                      Das ist doch dem Urlauber sch...egal! Der unterscheidet nicht zwischen der Verantwortlichkeit des Veranstalters oder der Fluglinie. Sein Partner ist der Veranstalter. Und immerhin hat der doch wohl Möglichkeiten, auf die Pünktlichkeit der mit ihm vertraglich verbundenen Fluglinie Einfluß zu nehmen. Oder nicht?

                      Lieber Peter, mir schwant, daß die technisch bedingten Flugverspätungen von Dir nur vorgeschoben werden. In Wirklichkeit bittest Du um Verständnis für alle Verspätungen, also auch für die organisatorisch bedingten. Und genau da folge ich Dir nicht mehr.

                      ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                      1 Antwort Letzte Antwort
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                      • ADEgiA Offline
                        ADEgiA Offline
                        ADEgi
                        schrieb am zuletzt editiert von
                        #11

                        Hallo Peter,

                        wie fast ausnamslos, wieder ein sehr guter Beitrag von Dir! Kann ich voll und ganz unterstützen. Nicht nur, weil ich auch aus der Reisebranche bin.

                        Was hier vor allem gemeint ist, ist daß man sich einfach auch einmal etwas Zeit nehmen sollte. Man muß sich doch nicht über jede Kleinigkeit ägern müssen. Der Satz "natürlich bestehe ich auf pünktliche Flüge" läßt bei mir alle noch vorhanden Haare zu Berge stehen. Die Frage ist doch warum?

                        Klar habe ich Probleme, wenn ich als Geschäftsmann unterwegs bin und Termine nicht einhalten kann. Aber auch hier wäre oft mit einer richtigen Planung viel zu retten. Wenn ich aber als Urlauber unterwegs bin, dann ist mir die Pünktlichkeit doch sch.... egal. Wichtig ist mir einzig und allein die Sicherheit.

                        Einige Beispiele die ich schon so erlebt habe:

                        Flug nach Acapulco. Abflug in FRA, Koffer muß gesucht werden, dabei wird eine tropfende Leitung entdeckt. Wird repariert und wir fliegen mit vier Stunden Verspätung ab. Klar hätte ich mich jetzt aufregen können, doch statt dessen hab ich's gelassen genommen, später einmal gefragt, ob ich im Cockpit vorbeischauen darf und dort etwa eineinhalb nette Stunden verbracht! Keine Chance wenn ich mich aufgeregt hätte! Der Rückflug war dann acht Stunden verspätet, doch bei AI noch im Hotel - was solls?

                        Flug innerhalb Kubas. Abholung durch die Reiseleitung sehr früh morgens. Zum ersten Flughafen, zum zweiten Flughafen, dann wieder ins Hotel, weil kein Flugzeug vorhanden! Einen Tag später Doppeldecker geflogen. Ein Traum.

                        Oder anders: Flug gebucht. Weg mit dem Auto zum Flughafen ca. 45 min. - Bahn rgulär ca. 1Std 20 Min. Durch Baustelle, Schienenersatzverkehr und nicht mehr passender Anschlüsse: Dauer deutlich über zwei Stunden inkl. Kaffeepause. Ich hab's genossen.

                        Also das was Peter meint ist, daß man das Ganze einfach gelassener angehen sollte. Ich habe nicht nur mein Recht, sondern auch das Recht auf genau dieses zu verzichten! Wenn ich mich doch erhole und mir kein finanzieller Schaden entsteht, warum soll ich dann auf alles bestehen, nur weil es mir zusteht? Die Mentalität auch mal Fünfe gerade sin zu lassen fehlt doch häufig. Lieber streite ich mich Tage und Wochenlang wegen irgendwelchen Kleinbeträgen herum, anstatt daß ich das, was ich habe genieße.

                        Man kann Peter aber den Thread auch einfach etwas nachsehen, denn Österreicher "san's halt g'mütlicher". Man muß nicht gleich mit dem Recht in der Hand alles kommentieren, sondern könnte ja auch sagen: Eigentlich hat er ja Recht!

                        Danke Peter

                        Gruß

                        Berthold

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                        • angsteA Offline
                          angsteA Offline
                          angste
                          schrieb am zuletzt editiert von
                          #12

                          Klar find ich es Scheixxe, wenn mein Flieger Verspätung hat. Wenn ich am Flughafen bin und noch warten muß.

                          Aber dann die Minuten berechnen, die ich dafür Entschädigung verlangen kann? Albern, ich hab Urlaub, und keiner ist perfekt.

                          Ich mein hier nicht die Verspätungen von 6 Std. und mehr, wenn sich keiner kümmert, da werd ich auch sauer.

                          Aber "sheet happens".

                          Richtig sauer bin ich, wenn ich einen Flug habe, der morgens losgehen soll, Rückflug auch zu annehmbarer Zeit, und dann vor Urlaubsbeginn geändert wird auf : Abflug kurz vor Mitternacht, Rückflug kurz nach Mitternacht.
                          Einmal vor ein paar Jahren mitgemacht, und ich glaub, bei dem Veranstalter hat das Methode. Das Hotel kann dann für die Nacht doppelt belegt werden.

                          Aber normale Verspätungen sind eben normal. Da hat Peter recht.

                          1 Antwort Letzte Antwort
                          Antworten Zitieren
                          • netsrot80N Offline
                            netsrot80N Offline
                            netsrot80
                            schrieb am zuletzt editiert von
                            #13

                            @Peter

                            Dein Eingangstext war mir persönlich schon fast etwas zu lang. Irgendwann hab ich den rest nur noch überflogen.

                            Nun aber zum eigentlichen.
                            Da gibts bei mir verschiedene Arten von Verständniss.

                            1. Urlaubsflug mit akzeptabler Verspätung, sagen wir aml 1 max 2 Stunden. Könnte ja z.B. am Wetter liegen. War letztes Jahr bei nem Unwetter in der Türkei so, da mussten die Flieger erst in Rhodos (?) zwischen landen. Dafür habe ich Verständniss!
                            2. Urlaubsflug mit erheblicher Verspätung.
                              Gerade bei Condor und HapagFly ist es mir in letzter Zeit häufig aufgefallen das dort einige Flieger ganz erhebliche Verspätung haben. Warum auch immer? Technischer Defekt?

                            Frage an die Experten: wie oft werden eigentlich die Flieger geprüft? Täglich, wöchentlich nach X Kilometern? Gibts es wie beim Auto auch eine Art Inspektion? Weil, wenn das ein oder andere zutrifft dürfte diese Art der Verspätung doch nicht so oft vorkommen, oder?

                            1. Arbeitsflug mit Verspätung, ist o.k. ne halbe Stunde später beim Kunden bekommt man ja erklärt aber...( halbwegs Verständniss )
                            2. Arbeitsflug mit erheblicher Verspätung, das bekomme ich dann nicht mehr erklärt, weil meine Kunden warten ja nicht nur auf mich, oftmals heißt es an dem Tag um die Uhrzeit ist ein Meeting und dann hab ich da zu sein. Punkt. Ende. Da kann ch nicht sagen ich komm morgen erst, oder anstatt um 10 Uhr morgens erst um 17 Uhr. ( kein Verständniss 9

                            So, befor jetzt mein Text auch zu lang wird hör ich erst mal auf. Wäre da auf Eure Meinungen gespannt.

                            Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub
                            **** und ab dem 9.5.15 im neuen One Resort AquaPark in Monastir :-)

                            1 Antwort Letzte Antwort
                            Antworten Zitieren
                            • Bifi44B Offline
                              Bifi44B Offline
                              Bifi44
                              schrieb am zuletzt editiert von
                              #14

                              salvamor41 wrote:
                              @ mosaik

                              Lieber Peter, mir schwant, daß die technisch bedingten Flugverspätungen von Dir nur vorgeschoben werden. In Wirklichkeit bittest Du um Verständnis für alle Verspätungen, also auch für die organisatorisch bedingten. Und genau da folge ich Dir nicht mehr.

                              @ salvamor 😘

                              @ mosaik

                              Willkommen in der neuen Welt! Diese Unmöglichkeiten werden doch jeden Tag von den Urlaubern verlangt. Zumindest in ihrem Berufsleben!

                              Warum sollen sie dann dies nicht auch einmal selbst fordern?

                              O Herr, die Geister die ich rief, ich werd sie nicht mehr los........

                              MfG Rainer

                              Non Je ne regrette rien (Edith Piaf)

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                                schrieb am zuletzt editiert von
                                #15

                                Es geht bei Peters Ausgangsposting einzig und allein um technisch bedingte Verspätungen, d.h. Flugzeuge können nicht starten, weil sich kurzfristig herausgestellt hat, daß der Flieger einen technischen Defekt hat, der nicht rechtzeitig behoben werden kann. Peter bittet alle Fluggäste der Welt innig um Verständnis dafür, daß es nicht rechtzeitig los gehen kann. Und, das muß ich schon sagen, da kann man ihm folgen.

                                Bei der Flut der Verspätungen und Verlegungen von Urlaubsflügen handelt es sich aber nicht um technisch, sondern überwiegend um organisatorisch bedingte Verspätungen. Jeder Urlauber, der fest daran glaubt, daß er zu den ihm vom Reisebüro/Veranstalter genannten Zeiten abfliegt, handelt naiv. Die Flüge starten in Wirklichkeit zu den Zeiten, die den Veranstaltern/Fluggesellschaften am besten in ihren Kram passen. Einfach ausgedrückt: Wenn zwei von den Veranstaltern A und B zu unterschiedlichen Abflugzeiten eingeplante Flieger nicht voll werden, dann müssen die Fluggäste A eben mit in den Flieger B, der zu einer ganz anderen Zeit und womöglich auch von einem ganz anderen Flughafen startet, als A gestartet wäre. Diese Vorgänge sind ja nun eigentlich hinlänglich bekannt, haben aber mit technisch begründeten Verspätungen nicht die Bohne zu zuen.

                                Insoweit muß säuberlich zwischen den Verspätungsgründen unterschieden werden. Daß Peter in Wahrheit um Verständnis für alle Arten von Ferienflug-Verspätungen bittet, ist eine Unterstellung von mir, die ich nicht beweisen kann, die aber nahe liegt. 😉

                                ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                1 Antwort Letzte Antwort
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                                • BrigitteB Offline
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                                  Brigitte
                                  schrieb am zuletzt editiert von
                                  #16

                                  mosaik wrote:
                                  Ich freue mich über die unterschiedlichen Meinungen. Nur eine kleine Richtungskorrektur: ich schreibe eigentlich von Fluglinien und eigentlich nicht von Reiseveranstaltern.

                                  Meint
                                  Peter

                                  Gehören die Fluglotsen jetzt zur Fluglinie oder zum Flughafen?

                                  An die selbigen musste ich nämlich denken, als ich Dein Eingangsposting laß.

                                  Und ob´s wirklich so zugeht, wie in diesem Film

                                  "Turbulenzen und andere Katastrophen"..... ? 😱

                                  Mein Posting könnte man leicht falsch verstehen, daher noch ein kleiner Zusatz.

                                  In jedem Bereich wird gespart.

                                  Bei den Betriebskosten (Personal, Material ...reimt sich sogar) und irgendwie, sogar bei der Zeit. Nur die Zeit lässt sich nicht einsparen, das sollte man den Leuten, die solche Pläne ausarbeiten mal sagen. 😉

                                  Nicht auf das, was geistreich, sondern auf das, was wahr ist, kommt es an.

                                  Albert Schweitzer

                                  1 Antwort Letzte Antwort
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                                    salvamor41
                                    schrieb am zuletzt editiert von
                                    #17

                                    ADEgi wrote:
                                    ..... Der Satz "natürlich bestehe ich auf pünktliche Flüge" läßt bei mir alle noch vorhanden Haare zu Berge stehen. Die Frage ist doch warum?...

                                    Ja, in der Tat, warum läßt Dir dieser Satz die Haare zu Berge stehen?

                                    Man verlangt doch auch von den Kunden, daß sie pünktlich bezahlen, und das sogar auch noch im vorhinein. Bei welcher Dienstleistung ist es sonst noch üblich, daß man die Kunden erst bezahlen läßt und dann erst die Leistung erbringt?

                                    Also, man verlangt, daß die Kunden pünktlich den vollen Betrag bezahlen, überweist er auch nur € 1,00 zu wenig, kriegt er die Unterlagen nicht. Und dann sagt der Dienstleister auch noch: Ich habe Dir zwar mal eine Flugzeit genannt, aber wann ich definitiv die vereinbarte Leistung erbringe, steht in den Sternen. Schau' in die AGB, da kannst Du die ganzen Punkte, die mich berechtigen, die "Lieferung" nicht pünktlich vorzunehmen, nachlesen.

                                    Merkst Du was? 😉

                                    ><o(((°> Don't feed the Trolls <°)))o><

                                    1 Antwort Letzte Antwort
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                                      #18

                                      salvamor41 wrote:
                                      Lieber Peter, mir schwant, daß die technisch bedingten Flugverspätungen von Dir nur vorgeschoben werden. In Wirklichkeit bittest Du um Verständnis für alle Verspätungen, also auch für die organisatorisch bedingten. Und genau da folge ich Dir nicht mehr.

                                      ...eigentlich auch Aufklären - wer nichts weiß über Hintergründe, kann sich auch kein besseres eigenes Bild machen.

                                      Meint
                                      Peter

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                                        #19

                                        netsrot80 wrote:
                                        wie oft werden eigentlich die Flieger geprüft? Täglich, wöchentlich nach X Kilometern? Gibts es wie beim Auto auch eine Art Inspektion? Weil, wenn das ein oder andere zutrifft dürfte diese Art der Verspätung doch nicht so oft vorkommen, oder?

                                        Vor jedem Flug macht einer der beiden Piloten einen optischen Check rund um die Maschine: Reifen, Flaps (Landeklappen), Räder, Triebwerke werden dabei kontrolliert.

                                        Zurück in der Maschine muss vor jedem Start eine Checkliste durchgearbeitet werden. Dabei werden zahlreiche Funktionen der Maschine überprüft. Und das ist schon der erste Moment, wo z. B. eine Fehlfunktion festgestellt werden kann, die dann zu einer Verspätung, ja zu einer Annullierung des Fluges führen kann.

                                        Ein größerer technischer Check ist nach einer gewissen Anzahl von Flugstunden vorgeschrieben. Dabei untscheidet man A-, B-, C-Checks. Diese Checks können von wenigen Stunden bis Tage oder Wochen dauern. Dabei gehen die Kontrollen soweit, dass nach einer gewissen Anzahl von Flugstunden das gesamte Flugzeug teilemäßig quasi komplett erneuert wurde. Heißt, bei jedem Check - nach einer gewissen Betriebsdauer müssen Geräte, Schalter, Kabel, usw. ausgetauscht werden. Eben um mögliche Fehler von vorne herein auszuschließen oder zu minimieren.

                                        Und da eben erhöhte Anzahl von Flugstunden, durch zusätzliche, kurzfristige Aufträge oder Umschichtungen in Flugplänen, zu früheren als geplanten Checks führen können, können Checks ein Grund sein.

                                        Erklärt
                                        Peter

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                                          #20

                                          Brigitte wrote:
                                          Gehören die Fluglotsen jetzt zur Fluglinie oder zum Flughafen?

                                          Fluglosten sind entweder als Beamte im Staatsdienst oder, sofern dieser Bereich bereits ausgegliedert wurde, ein eigenes "Unternehmen", die weder dem Flughafen noch den Fluglinien unterstehen.

                                          Ein Flughafen wird von einer Flughafenbetriebsgesellschaft geführt. Diese stellt die Infraksturen zur Verfügung wie Gepäckbänder, Gepäcktransportwagen usw. und meist auch das Abfertigungspersonal an den Check-In Schaltern. Daher ist auch für falsch geleitetes Gepäck zu 95 % eben auch nicht die Fluglinie, sondern der Flughafen - als "Abfertiger" - verantwortlich.

                                          Fluglinien haben Einfluss auf ihre eigenen Maschinen und Mannschaften (fliegendes Bordpersonal und sofern vorhanden, Bodenabfertigungspersonal). Ende.

                                          Alle anderen Leistungen wie Betankung, Catering (Verpflegung mit Essen und Getränke) - mit eigenen Ausnahmen auch Fremdleistung, Tower-Personal zuständig für das Areal am Flughafen und damit zusammenhängend auch Einfluss auf die Starterlaubnis einer Maschine, Fluglotsen usw. sind nicht von Fluglinien beeinflussbar.

                                          Wetter natürlich auch.

                                          Erklärt
                                          Peter

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