Wie heisst das Hotel ? und Wo kann man " günstig " essen ?
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Hallo,
wir haben gestern den Feiertag genutzt und sind von Konstanz/D
nach Zürich gefahren, weil uns die Stadt so gefällt und dort ja ein ganz normaler Werktag war.
Bei dem traumhaften Wetter, 25 Grad
haben wir auch mal wieder
"die kleineSeerundfahrt gemacht
und dabei ist uns ein Hotel /Gasthof aufgefallen, er liegt direkt an der letzten " Haltestelle ", bevor das Schiff zur anderen Seeseite wechselt. Ein Nebengebäude ist ein Fachwerkhaus, wo auf der Dachterasse ein Strandkorb steht. Weiss jemand vielleicht wie das Hotel heisst ?
Was ich auch zu gerne mal wissen möchte, wie kann man sich nur diese horrenden Preise der Gastronomie leisten, mir ist bekannt dass wesentlich höhere Löhne in der Schweiz gezahlt werden, aber wir sind immer wieder geschockt. z. B. für eine ganz normale Bratwurst mit " Weckli " am Kiosk6,50 SFR oder für eine Pizza Margherita 19 SFR !! Bei den ganz normalen Restaurants ist uns schon beim Lesen der Speisekarten am Aushang der Appetit vergangen
Wir sind dann in den nächsten Migros gegangen und haben uns dort leckeren Käse, ger. Schinken,Weintrauben und Baguette gekauft und es am Seeufer so richtig genossen. Um uns herum zig andere, die die gleiche Idee hatten.Vielleicht gibt es ja einen Insider, der uns sagen kann ob es auch Lokale gibt, die bezahlbar sind ?
Freue mich über Eure Antworten,
liebe Grüsse Maribel -
Hallo Maribel
Leider kann ich Dir betreffend des Hotel's leider auch nicht weiterhelfen, da ich in der Nähe des Bodensee's wohne. Aber betreffend der Restaurantpreise kann ich mich äussern.
Es ist klar, dass Euch unsere Preise sehr teuer vorkommen müssen. Es ist schon so, dass man hier bei uns für ein "normales" Mittagessen so um die 12-14 € berappen muss. Ein Abendessen schlägt dann im Normalfall schon mit ca. 16-18 € zu Buche. Und dies sind so ca. die Anfangspreise. Manchmal kann man jedoch in Landgasthöfen oder vorallem auch in den Restaurants von Migros oder Coop schon auch bedeutend günstiger essen.
Was man aber sicher nicht vergessen darf, ist dass der Euro im Moment sehr hoch ist. D.h. wir bezahlen für 1 € im Moment so ca. 1.66 sFr. SO gerechnet kostet die von Dir beschriebene Pizza zwischen 11-12 €. Ich kenne natürlich Eure Preise nicht so genau, aber als wir im letzen Herbst in Hamburg waren fanden wir nicht, dass das Essen viel günstiger ist als bei uns. Aber vielleicht ist Hamburg ja auch nicht repräsentativ...
Aber wie Du selber schon gesagt hast, unsere Löhne sind schon höher wie Eure. Aber wenn man die allgemeinen Lebenshaltungskosten berechnet, stehen wir Ende Monat wahrscheinlich so ziemlich genau gleich da wie unsere nördlichen Nachbarn. Also nichts von wegen "alles reiche Schweizer"..

Gruss aus dem milden Süden
Iris -
Hallo Iris, danke für Deine Antwort !
Vielleicht bekomme ich ja doch noch heraus, wie der Gasthof heisst, oder es meldet sich noch jemand.
Nochmals zu den Preisen, klar der Euro ist im Moment hoch, aber z. B. handelte es sich bei der Pizza nur um ein Lokal mit Strassenverkauf, war nicht einmal ein Italiener sondern ein Türke, wo es auch Döner Kebap gab, der dort sage und schreibe 9SFR kostete.
Bei der gleichen Kette/Franchise " Büfee "
zahlt man hier am Bodensee, z.B in Konstanz für die Margherita 4,50 Euro und für den Döner 3,-Euro ! Dies nur als kleiner Vergleich. So wie du mit Hamburg recht hast, so ist es bestimmt auch mit Zürich, halt nicht repräsentativ.
Trotzdem eine wunderschöne Stadt, die wir immer wieder gern besuchen, allerdings suchen wir auch immer noch nach einer Alternative zu den Parkhäusern.
Also falls jemand noch Tips, für günstig Essen und Parken in Zürich hat, bitte melden.
Liebe Grüsse vom Bodensee
Maribel -
Hallo Maribel
Ich wohne ja auch am Zürichsee, aber "die letzte Haltestelle" ist schwierig. Bei der kleinen Rundfahrt kann das Thalwil (wo ich wohne) oder auch Erlenbach ZH bzw Küsnach ZH sein. In allen drei Orten gibt es gute Restaurants am See , direkt an der Schiffanlegestelle wären:
Hotel/Gasthaus Sonne in Küsnach ZH (www.sonne.ch)
Restaurant Schönau in Erlenbach ZH (www.schoenau.ch)
Das Hotel/Restaurant Alexander am See in Thalwil ist ein paar Meter von der Anlegestelle weg.Tja die lieben Restaurantpreise... Es ist wohl so, dass man als Tourist die schönsten Ecken einer Stadt besucht und da auch vielerlei Angebote bei Durst und Hunger findet. Meistens sind diese nicht die günstigsten. Obwohl, so richtig günstig es in Zürich kaum wo. Die weltweit höchste Lebensqualität muss bezahlt sein

Aber im Ernst: Es gibt die Restaurants, wo man ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis pflegt. Eine dieser Adressen liegt direkt beim Paradeplatz, neben dem Modehaus Grieder > In Gassen: Restaurant Kropf. Urchig, alt und immer voll, aber echte Zürcher Küche. Das Lokal hat Säulen, Deckengemälde und vieles mehr. Dazu von kleinen Speisen bis zum Filet alles. Allerdings billig ist es nicht - günstig und typisch für Zürich.
Als Tourist haben wir auch in München, Frankfurt und Hamburg unsere Stammlokale. Da muss ich dann der Iris recht geben, dass in besseren Lokalen die Preise diejenigen von Zürich oft übersteigen. Wohlverstanden essen wir dabei nicht im Tantris in München oder so.
Auf der Seite von Zürich Tourismus gibts auch Restaurantstipps für günstiges Essen. Parkieren ist in Zürich nicht günstig, darum fahren wir mit S-Bahn, Tram und Bus. Auch vom Bodensee gibts viele gute Verbindungen in die Stadt (Konstanz jede Stunde direkt). Bei Grundstückspreisen zwischen 2000 und 10000 euro der Quadratmeter in der Stadt sind Parkplätze ja eigentlich noch günstig.
Gruss und auf viele Entdeckungstouren in Zürich
Markus -
Hallo Markus,
vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort,
ja es ist das Hotel Sonne in Küsnach, allerdings übersteigen die Zimmerpreise leider unser Budget
Das Restaurant " Kropf " kennen wir, die Atmosphäre in der " Bierhalle " ist wirklich sehr urig. Wir haben aus Neugier mal reingeschaut und dort in dem mittleren Raum , den mit den Deckenmalereinen ein Bier getrunken und uns die Hausspezialität, die " Wurstplatte " schmecken lassen. Lecker !!
Es war brechend voll und wir saßen mit Asiaten an einem Tisch, die dort wohl von einem Banker eingeladen waren, es war sehr lustig ihm beim Versuch die Speisekarte auf Englisch zu erklären , zuzuhören
Das mit dem Zug von Konstanz nach Zürich machen wir auch immer wenn wir von Kloten in den Urlaub fliegen, aber meistens entscheiden wir uns immer ganz spontan, wenn wir nur ein wenig bummeln wollen, und da wir auch in einem Vorort von KN wohnen sind wir oft zu bequem, aber ich werde mich mal erkundigen, was die günstigste Verbindung ist und ob es sich rechnet.
Danke nochmal sehr für Deine Hilfe, wir werden bestimmt spätestens zur Weihnachtsmarktzeit wieder in Zürich sein und neues Entdecken !
Liebe Grüsse Maribel -
Hallo,
als häufiger Schweizbesucher möchte ich auch mal meine Gedanken zu den Preisen in der Schweiz äussern.
Ich finde nämlich gar nicht mehr, dass die Schweiz so unverhältnismäßig teuer ist. Früher ist mir der Kontrast zwischen Baden Württemberg (wohne nahe Stuttgart) und der Schweiz (z.B. Zürich) deutlich aufgefallen. Doch bei meinen letzten Besuchen in den letzten zwei Jahren fand ich den Unterschied gar nicht mehr so groß.
Mag sein dass es die Eurostärke ist, aber bei uns sind die Preise seit der Euroeinführung derart stark gestiegen dass die Unterschiede immer geringer werden. Nur leider hat sich mein Lohn nicht auch verdoppelt... ;).
Wer als Schweizer den Fehler macht, und sich bei uns in einer Innenstadt in den chicsten Laden sitzt, der könnte unter Umständen sein blaues Wunder erleben. Im oberen Preissegment scheinen mir nämlich gerade die deutschen Restaurantbesitzer dir größten Abzocker zu sein. Auch im mittleren Segment wird bei uns das Leben immer teurer, wer heute z.B. gute Lebensmittel einkaufen möchte der muß viel hinlegen. Klar, die Läden, die solche Lebensmittel im Angebot haben, werden von Tag zu Tag weniger, es boomen bei uns eben die Discounter.
Kurz gesagt: ich finde, die Schweiz ist fairer zu ihren Bürgern. Beispielsweise kostet das Benzin an fast allen Ecken des Landes in etwa gleich viel, bei uns sind die Abweichungen (nach oben) allerdings viel höher. Durch die starke Präsenz von "Mittelschichtssupermärkten" sind auch gute Lebensmittel erschwinglicher als bei uns (bedenkt man das höhere Gehalt). Man hat in der Schwiez einfach immer das Gefühl, es geht ein bisschen gerechter zu als bei uns.
Aber das tut es inzwischen fast überall auf der Welt eher als in Deutschland.
PS: Maribel, Dir gefällt ja Zürich so sehr. Aber ein kleiner Tipp am Rande, nur für den fall dass Du noch nicht weiter gekommen bist als bis nach ZH: Die Schweiz hat noch viel schönere Flecken und Städte. War früher auch immer nur in ZH, und fand es schön. Aber gegen das Mittelland bei Bern, die Zentralschweiz oder das Tessin ist ZH weit unterlegen, wie ich finde. Glaube es gab hier mal ein Thread warum die Deutschen immer nur nach ZH gehen. Eine berechtigte Frage, wie ich finde. Die Schweiz ist viel zu schön, um nur ZH gesehen zu haben ;).
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Mir faellt auf Anhieb die "Rheinfelder Bierhalle" im Niederdorf ein! Ich habe da mal Leber mit Roesti fuer 13,50 SFR gegessen, und das Bier war auch nicht sooo teuer.
Ich bin sehr oft in Zuerich oder allgemein in der Schweiz und finde auch, dass die Preise speziell fuers Essen sehr heftig sind fuer deutsche Verhaeltnisse. Umso mehr freute es mich, als ich die Bierhalle mit den guenstigen Preisen entdeckte. Ich bin in ZH oder ueberhaupt in CH kein normaler Tourist - ich habe in CH sehr viele Freunde und Verwandte, die ich oft besuche, und kenne somit also nicht nur die Touristenecken, sondern das "normale" Leben, und finde es wie gesagt sehr teuer. Im Endeffekt aber, wie hier schon beschrieben, geht es wieder 0 auf 0 aus, weil die Gehaelter halt hoeher sind. Aber eben sonst alles teurer. Wohl denen Schweizern die grenznah wohnen und im Ausland ihre Lebensmittel und sonstige Dinge einkaufen koennen.
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neoprenfisch und andere: Ich glaube, es geht eher nicht 0 zu 0 aus. Ich glaube wirklich inzwischen, den Schweizern bleibt am Ende mehr übrig als uns Deutschen.
Reden wir nur über Restaurantbesuche? Klar, für Touristen das wichtigste Thema - und zweifelsohne ist da die Schweiz teurer. Wenn ich das Doppelte bei McDonalds bezahle, für einen kleinen gemischten Salat 15 Franken oder für eine Wurst am Zürichseeufer 8 Franken, dann glaube ich auch die spinnen die Schweizer.
Aber welcher Schweizer geht denn täglich ins Restaurant? Das was Geld kostet ist das ganze andere Alltagsleben - und da glaube ich reden wir als Deutsche noch von einer Wirklichkeit, die es vor einigen Jahren noch gab, aber inzwischen so nicht mehr existent ist. Was sind die wichtigsten Alltagskosten also?
Mieten & Immobilienpreise. Also ich wohne in der Region Stuttgart - und dort bezahlt man schnell mal 600 € und mehr für eine 2-Zimmer-Warmmiete. Das sind umgerechnet rund 1000 Franken. Entspricht das euren Mietpreisen, oder sind die bei Euch noch teurer?
Wohnungseinrichtungen. Dank des niedrigen MWSt-Satzes in der Schweiz (7 Prozent) stelle ich da kaum mehr einen Unterschied fest - höchstens, man legt noch Wert auf ganz Exklusives. Aber ein IKEA in der Schweiz ist sogar faktisch (viele Preise verglichen) günstiger als bei uns. Verrückt - aber wahr. Auch in Baumärkten habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht.
Benzin und Energie. Benzin ist in der Schweiz rund 30 Prozent günstiger, dank der niedrigen Steuersätze. Für Berufspendler wahrlich ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Auch die Automobile in der CH sind nicht mehr teurer zu erstehen als bei uns. Und die Energiekosten - nun, da kenne ich die Zahlen nicht so gut in der CH. Aber mal so als Hausmarke: Für einen 2-Personen-Haushalt fallen in BaWü so ca. 500 € Stromkosten und 600 € Gaskosten an. Vielleicht kann ein Schweizer mal Vergleichswerte nennen?
Lebensmittel & alltäglicher Bedarf. Da ist es in der CH nach vielen eigenen Erfahrungen rund 20,30 Prozent teurer. Aber nur bei einem schiefen Quervergleich zwischen einem Coop und einem Lidl. Wenn man hier in Deutschland richtig gute Markenware möchte, dann geht man zumeist in einen Edeka z.B.. Und dort sehe ich diese 30 Prozent Ersparnis Richtung 0 schwinden. Zumindest habe ich für gefühlte 50 € nicht mehr im Korb als für gefühlte 85 Franken in einem Coop oder Migros.
Unterm Strich sollte es in hier in Baden Württemberg schon noch etwas günstiger sein als in der CH. Aber die Relation zwischen dem Einkommen dort und unserem hier (rund die Hälfte beim Durchschnittseinkommen) und den Verbraucherpreisen spricht für mich eindeutig eine klare Sprache zugunsten der Schweiz. Oder was denkt ihr warum soviele Deutsche in die Schweiz zum arbeiten auswandern, aber so wenige Schweizer zu uns kommen?
Nur bis es die Deutschen mal wieder merken, was alles falsch läuft bei ihnen und wie sie sich wehren können, ist es eh zu spät. Leider!
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Hallo Winnie
Der Preisvergleich D-CH ist und bleibt schwierig. Als Tourist in Deutschland können wir die Empörung über die teuren Schweizer Preise manchmal kaum verstehen, da wir die Preise in D als hoch empfinden. Aber wie gesagt bewegt man sich als Tourist auf anderen Pfaden und trinkt den Kaffee am schönsten Platz oder im Gasthaus mit der schönsten Aussicht. Da spielt der Preis dann kaum eine Rolle.
Im Alltag gehts aber anders. In vielen Bereichen empfinden wir das Leben bei uns auch als zu teuer. Aber die Preise sind oftmals Ausdruck einer hohen Qualitätshaltung der Konsumenten. Beim Metzger verlange ich gelagertes Fleisch ohne Fett. Das Tier sollte auch noch aus Freiland-Öko Haltung stammen. Eier aus Käfighaltung sind kaum mehr verkäuflich, da alle auf tiergerechte Haltung achten. Qualität hat sich in den Schweizer Köpfen eingehämmert und dafür bezahlt man auch mehr. Kein Wunder hat Aldi und Co echt Mühe in der Schweiz Fuss zu fassen.
Der grösste Teil des Einkommens geht für das Wohnen drauf. Ob Einfamilien- oder Mehrfamilienhaus - die Häuser werden so gut und perfekt gebaut, dass sie die nächsten 500 Jahre gut überleben sollten...

Die gute Wärmeisolation senkt die Heizkosten sehr, viele Wohnungen verfügen auch über eine energiesparende Lüftung. Beim Einzug in eine Wohnung/Haus ist immer schon alles da: Geschirrwaschmaschine, Backofen, Keramikfeld-Herd, Waschküche (oftmals pro Wohnung eine eigene). Dabei ist es für CH wichtig, dass die Geräte nur von den besten Herstellern kommen. Da kostet schon der Geschirrspüler für den Vermieter über 1000 Euro. Kaum jemand käme bei uns auf die Idee beim Hausbau selber mitzuhelfen. Man kauft, bezahlt und wartet bis das Haus fix fertig und bezugsbereit ist. Dann ruft man den Handwerker wenn es etwas zu reparieren gibt. Auch dies muss eben bezahlt sein.In und um Zürich bezahlt man für eine relativ neue Wohnung an angenehmer Lage mit 3 1/2 Zimmer ab 1400 Euro/Monat. An guten Lagen kann der Preis für 5 1/2 Zimmer schnell auf 4000 Euro und mehr ansteigen. Einfamilienhäuser mit etwa 400qm Boden kosten zwischen 800'000 und 1,5 Mio Euro - an sehr guten Lagen über 2 Mio - nach oben offen. Gerade sind wieder 6 1/2 Zimmer Wohnungen am Zürichsee für über 2,5 Mio Euro im Angebot... Die ersten 3 sind schon verkauft, also Beeilung.
Die Löhne sind zwar anständig, aber es bleiben viele zusätzliche Kosten übrig: Zahnarzt ist in keiner Versicherung inbegriffen und muss immer selber bezahlt werden, Steuern sind von hoch bis niedrig je nach Wohnort, Krankenkassenprämien sind sehr hoch - ab 200 Euro/Monat und ab 300 Euro/Monat für Privat.
Aber die Schweizer jammern auf einem hohen Niveau. Man will alles auf dem jetztigen hohen Standard, aber weniger dafür bezahlen. Aber jetzt fahren sogar viel weniger Schweizer über die Grenze (hoher Euro), dafür kommen die Deutschen zum Einkauf in die Schweiz.
Vergleiche hinken wohl immer etwas, weil sich Äpfel und Birnen nun mal schlecht vergleichen lassen. Aber immerhin ist doch dort wo man wohnt, immer am schönsten....
Gruss Markus
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Hallo Markus,
na klar hinken Vergleiche immer ein wenig. Zum Beispiel bei den Mieten: Welche Gegend? Welches Baujahr hat die Immobilie? Man kann eben schlecht die Mieten von Immobilien am Zürichsee mit Immobilien auf der Schwäbischen Alb vergleichen. Für ein Objekt im Umland von Stuttgart mit neuerem Baujahr und 4 Zimmer finde ich Dir auch leicht geforderte Mieten jenseits der 1000 €.
Das ganze kann man auch sehr einfach kategorisieren, und zwar über die Statistik. Die Schweiz hat ein Bruttonationaleinkommen von rund 55.000 Dollar, und zahlt durchschnittlich bedeutend weniger Steuer und Sozialabgaben als die Bundesbürger, welche mit rund 30.000 Dollar nur fast halb soviel verdienen. Zudem gibt es in der Schweiz deeutlich weniger Arbeitslose als bei uns.
Also müsste man, gemessen an diesen Differenzen, in der Schweiz im Schnitt gemittelt rund das Doppelte für den Konsum, Mieten, etc. bezahlen, um den ähnlichen Lebensstandard zu besitzen.
Noch vor 10 Jahren kam mir das bei meinen Besuchen in ZH auch so vor, das alles doppelt so teuer ist. Auch als ich für ein Jahr in ZH lebte (noch zu DM-Zeiten), war es noch so. Aber die letzten Jahre beschleicht mich mehr und mehr das Gefühl, dass wir in Deutschland bei den Konsumentenpreisen dem schweizer Niveau näher kommen, während zugleich die Löhne stagnieren.
Eine Bekannte von mir hat noch vor vier Jahren ihren Lebensmittelpunkt als ausgebildete OP-Schwester von Deutschland in die Schweiz verlegt und lebt seitdem besser.
Deshalb haben die Schweizer nun auch mit der Öffnung ihrer Grenzen zur EU Angst vor Lohndumping. Denn diese gehen schnell, gerade für schlecht oder durchschnittlich ausgebildete Menschen, runter, während die Konsumentenpreise immer nur eine Richtung nach oben kennen.
PS: Finde es gut dass die Schweizer die deutsche Geiz-ist-geil-Mentalität nicht übernommen haben und Aldis kaum eine Chance geben. Eine ganze Branche wurde bei uns damit kaputtgemacht, das Niveau der Lebensmittel ist immer weiter gesenkt worden, gutbezahlte Arbeitsplätze im Einzelhandel verschwunden - davon profitiert niemand!
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Hallo ,
nun melde ich mich auch nochmal,
da hier ja anscheinend so richtige Experten sind, entschuldige ich mich schon jetzt für meine vielleicht allzu naive Frage und es hier eigentlich auch nicht hinpasst, ich hoffe die HC Admins werden es tolerieren
Ich arbeite in Konstanz und lese auch desöfteren die Stellenanzeigen und habe mich mal erkundigt wie z. B der Unterschied im Gehalt bei einer vergleichbaren Tätigkeit wäre, und es waren satte 500 Euro Netto !!Leider war die Stelle doch zu weit von meinem Wohnort entfernt ca. 80 Km und so hab ich mich erst garnicht beworben, denn umziehen in die Schweiz möchten wir nun doch nicht. Nun hat meine Arbeitskollegin gekündigt und hat bei einer Schweizer Firma angefangen, die ihren Sitz in Kreuzlingen/CH hat. Das sind ca. 3 km von meinem jetzigen Arbeitsplatz. Da sie noch Leute suchen, und auch dort die Bezahlung viel besser ist, bin ich jetzt ernsthaft am Überlegen ob ich mich bewerben soll.
Falls es tatsächlich klappen sollten, was käme denn dann alles auf mich zu.
z.B das mit der Krankenversicherung oder wo gibt es evtl. den berühmt berüchtigten Haken.
Leider kann ich meine ehemalige Kollegin z.Zt. nicht fragen, da sie für 3 Monate zur Fortbildung in Asien ist. Hier gibt es zwar überall die
" Grenzgängerbüros " nur haben die Bürozeiten, an die ich mich leider nicht halten kann. Bestimmt finde ich auch im Netz das entsprechende aber ich wäre auch an Insiderwissen interessiert.Hoffe ihr könnt mir helfen !
Gruss MaribelZu den Mietpreisen hier am Bodensee, kann ich vielleicht Konstanz als Beispiel nennen. Mietpreise von 10 Euro pro m2 Kaltmiete sind hier noch günstig. Da KN Universitätsstadt ist, vermieten sehr viele Eigentümer ihre Mietwohnungen an Studenten WG uns so können sie bei einer durchschnittlichen 3 oder 4 Zimmer Wohnung mit ca. 80 m2 locker 1000 Euro und mehr Kaltmiete verlangen und auch bekommen !
Das ist ja für Ottonormal..-... garnicht bezahlbar !!Gruss von der Insel Reichenau im Bodensee
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Melde mich als Zürcherin auch noch zu Wort...
Also ich denke mal, grundsätzlich jammern wir alle zusammen auf recht hohem Niveau, stimmt schon, oder??Aber was mich manchmal etwas sauer stimmt, ist, dass viele im Ausland immer das Gefühl haben, wir Schweizer seien ja alle soo reich. Klar, wir verdienen mehr, aber unsere Ausgaben sind ja auch höher. Aber grundsätzlich gehts uns nicht schlecht. Aber Zürich ist ein teures Pflaster! Wir könnten uns keine Wohnung in Zürich leisten. Wir sind durchschnittliche Verdiener und zahlen für unsere 3 1/2-Zimmer Wohnung ausserhalb von Zürich 1200 Euro im Monat. Auch Krankenkassen schlagen mit rund 130 Euro pro Monat auf den Lohn. Und eben, trotzdem zahlt man einen gewissen Betrag selbst, wenn man zum Arzt muss und Zahnarzt zahlt man sowieso selber... Auswärts essen leisten wir uns ganz selten. Dazu halt ich noch ein Pferd in einem Selbstversorgerstall für rund 280 Euro im Monat, was mehr als günstig ist. Normalerweise müsste ich in unserer Gegend alleine für das Heim meines Pferdes rund 500 Euro hinblättern!
Die Lebensmittel waren lange Zeit wesentlich günstiger in Deutschland (wir wohnen nahe der Grenze), aber mit dem gestiegenen Euro-Preis ist das nicht mehr wirklich der Fall. Wenn wir kurz nen Wocheneinkauf machen gehen für zwei Personen (wir sind keine riesigen Fleischesser oder sonstigen Feinschmecker) zahlen wir mirnichts dirnichts 70 Euro...Aber es ist auch so, dass es in der Schweiz weitaus günstigere Orte gibt als der Kanton Zürich. Und ja, schaut Euch die auch mal an. Zürich ist schön, aber z.B. nicht der Ort, der mir am besten gefällt in der Schweiz. Fahrt mal ins Berner Emmental, da ist es wunder wunderschön! Und die Preise dort sind auch anders!
Dafür haben wir jedoch in Zürich eine kleine Arbeitslosenquote. Wären wir woanders, wärs sicher günstiger, allerdings wäre es auch wesentlich schwieriger, einen guten und sicheren Job zu finden...
Fact ist, dass wir echt nicht das Gefühl haben, mit dem Geld um uns zu werfen und doch nicht viel übrig bleibt Ende Monat. Und Fact ist auch (meine Meinung) das wir alle eigentlich eben auf sehr hohem Niveau jammern, wenn ich denke, wie es Menschen in andern Ländern so geht. Denn in unserem Kühlschrank zu Hause ist immer was zu essen drin, wenn ich den Hahn aufdrehe kommt da Wasser raus, welches ich sogar direkt trinken kann, wir haben ein Dach über dem Kopf und einmal jährlich fliegen wir in die Ferien. Ich bin drum also sehr zufrieden mit meinem Leben!

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Tschau und guete Obig
Deine Aussage über "alle Schweizer sind reich" ärgert mich manchmal auch. Ich sag dann immer, dass wir dafür auch 40-45 Stunden pro Woche arbeiten - ok ich manchmal auch 50 oder mehr. Aber es ist schon so, dass uns schon doch immer noch sehr gut geht.
@maribel
In wie weit sich die Arbeiten in D und der CH unterscheiden weiss ich nicht genau. Bei uns sind 40 oder mehr Stundenwochen üblich. Was genau für Haken im Weg stehen können ist schwierig zu sagen. Steueren werden glaube ich keine abgezogen. Von einer Krankenkasse habe ich einen Link zur Versicherung von Grenzgängern gefunden:
http://www.oekk.ch/default.aspx?pageid=58Nach den neuesten Umfragen sind über 80% der Angestellten mit den Arbeitsbedingungen und ihrem Team im Betrieb zufrieden oder sehr zufrieden und die CH ist damit Spitzenreiter. Dass trotzdem immer über die Firma gemeckert wird hat wahrscheinlich damit zu tun, dass wir ohne Meckern nicht zufrieden wären....
In meinem näheren Umfeld und in meiner Arbeit kenne ich einige Deutsche, die seit einiger Zeit hier arbeiten und gar nicht mehr zurück möchten. Sie schätzen vorallem die Teamarbeit, das soziale Umfeld und den anständigen Umgangston. Dass dabei auch einiges (bei einigen sogar viel mehr) in der Lohntüte bleibt ist ein "netter" Nebeneffekt. Allerdings muss ich anfügen, dass alle diese "Deutschen" aus dem nördlichen Teil (Nürnberg, Hannover, Köln etc) kommen und da wahrscheinlich auch die Tonart und Umgangsformen anders als am Bodensee sind.
Die Firma, welche die Stelle zu vergeben hat, könnte sicher auch so manche Fragen betreffend Abgaben etc beantworten, vorallem dann wenn du in die engere Wahl kommen würdest. Wer wagt gewinnt!
Schon mal viel Glück - dann sag ich später auch willkommen in der Schweiz.Gruss Markus
@d'Zürcherin
Ja richtig, es gibt so viele schöne Seiten der Schweiz, die alle entdeckt werden wollen. Das Emmental, das Berner Oberland, Graubünden etc etc. Aber für mich bleibt Zürich die schönste Stadt der Schweiz, weil sie neben dem See und der Nähe zu den Hügeln und Berge auch alle Vorzüge einer Grossstadt vereint: Kultur, Bildung, Erholung am See, Nähe zu den Bergen, Multikulti und weltoffenheit, Nightlife mit Clubs und 70 Kinos, Opernhaus von weltrang und Konzert noch und noch...Dieser Hinweis auf die Schönheit von Zürich soll dabei auch den Admin über unsere überaus wichtige Diskussion über die Schweiz-Deutschen Beziehungen milde stimmen

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Hallo Markus,
danke für deine Antwort, ich werde jetzt tatsächlich mal die Bewerbung schreiben, falls ich dann tatsächlich in die engere Wahl kommen sollte, und mich vorstelen darf, kann ich ja mal konkret fragen.
Du schreibst :
" Allerdings muss ich anfügen, dass alle diese "Deutschen" aus dem nördlichen Teil (Nürnberg, Hannover, Köln etc) kommen und da wahrscheinlich auch die Tonart und Umgangsformen anders als am Bodensee sind. "
Wie meinst Du denn das ?
Ich komme gebürtig auch aus Norddeutschland und ehrlich gesagt, habe ich da jetzt keine Unterschiede im Umgangston festgestellt, ausser daß es viel schwieriger ist , dort einen Arbeitsplatz zu finden.
Zur viel zitierten " Teamarbeit " vielleicht noch gesagt :
Team : Toll ein anderer machts
Gruss Maribel
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winnie1178 wrote:
Mieten & Immobilienpreise. Also ich wohne in der Region Stuttgart - und dort bezahlt man schnell mal 600 € und mehr für eine 2-Zimmer-Warmmiete. Das sind umgerechnet rund 1000 Franken. Entspricht das euren Mietpreisen, oder sind die bei Euch noch teurer?ich wohne direkt in der Innenstadt von Zürich, 2 Minuten vom See und bezahle für 1 Zimmerwohnung etwas über 1000 Franken
Zu den Essenpreisen kann ich sagen, dass ich als Zürcher schon daran gewohnt bin um die CHF 20.-- für 1 Pizza, CHF 8,50 für ein Kebap etc. zubezahlen.
Kürzlich haben schöne Restaurants im Kreis 1 bez. Kreis 5 eröffnet. Das letztere bietet ganz auserwählte, trendige Gerichte
so z.B. eine Pizza mit kurz angebratenem Thunfischcarpaccio und Wasabi-Mayo (Wasabi ist der japanische Meerrechtich) zu CHF 27.--
dies und vieles andere gibt es im Restaurant Steinfels beim Escher-Wyss-Platz zu entdecken.an der Bahnhofstrasse im Bally-Schuhhaus in der obersten Etage gibt es einen Club St. Germain der auch ein Restaurant betreibt. Super Feines Tartar und gute Steaks (achtung: im stolzen Preis ist kein Gemüsebeilage und Pommes inbegriffen, beilagen werden einzeln Berechnet)
Aber keine Angst es geht auch günstiger
im Hauptbahnhof und bei den bahnhöfen enge und stadelhofen gibt es einen chinesen mit gerichten um CHF 15.-- die auch echt lecker sind.