OP-Tourismus - findet Ihr das gut ??
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naja carsten,
neuesten berichten zufolge ist das mit der hygiene in deutschen krankenhäusern nur theoretisch zum besten. nicht ohne grund gibt es mehr und mehr multiresistente keime bei uns. verbreitet durch krankenhauspersonal, das viel zu lax mit den geltenden hygiene vorschriften umgeht. ich kenne die routine, die vorschriften und bin ein guter beobachter als patient und besucher in krankenhäusern
die vorschriften werden meist erst eingehalten, wenn das kind bereits in den brunnen gefallen ist. dann werden plötzlich einzelne zimmer wie ein hochsicherheitstrakt in einem infektionslabor behandelt, auf stationen, wo vorher allenfalls mal die hände gewaschen wurden, wenn man den patienten vom steckbecken geholt hat.
kaum jemand kennt die regeln für wund oder flächendesinfektion. dosierung pi mal daumen ist üblich und die gefährliche wirklichkeit, wenn überhaupt desinfiziert wird.zum eigentlichen thema...
kosmetische operationen würde ich nicht im ausland machen lassen.
zähne... doch die schon. bevor ich zu hause mit stumpen rumlaufen muß weil ich mir den zahnersatz hier nicht leisten kann, reise ich soweit ich muß.lg
daggi -
Lexilexi wrote:
ich weiß aber nicht, was so schlimm daran seien kann, mit einer brille oder kontaktlinsen herum zu laufen.gar nix, wenn es denn klappt.
meine tochter hat sehr schlechte augen (-7dp) dazu eine starke hornhaurtverkrümmung und was weiß ich noch alles. mit brille schaut sie durch colaflaschenböden mit miniaturäuglein. außerdem kann die brille sie nur auf eine sehfähigkeit von ca 80% verbessern. kontaktlinsen sind also notwendig, aber auch die verbessern sie nur bis auf 90% sehkraft. das ist ziemlich übel. egal was sie macht, sie kann niemals wirklich scharf sehen. mit einer laser op könnte dies behoben werden. da sie aber bestimmte voraussetzungen nicht erfüllt, rät man ihr zur zeit noch davon ab und meint, sie solle warten, bis die technik noch ausgereifter ist und auch mit ihrer zu dünnen hornhaut und den zu großen pupillen umgehen kann. außerdem soll sie warten bis sie ca 28 jahre alt ist, damit es 100% sicher ist, daß die augen sich nicht mehr in der größe verändernlg
daggi -
@lutinchen
für jemanden im teenageralter sind so schlechte augen sicherlich eine kleine katatstrophe.
aber dennoch nichts, was sie in ihrem leben einschränken würde, oder?
ich meine, 80% sehfähigkeit ist zwar nicht optimal, aber sie kann doch trotzdem z.b den führerschein oder eine berufsausbildung machen.
ich kenne fälle, bei denen das aufgrund der schlechten sehfähigkeit nicht der fall ist.
ich habe auch hornhautverkrümmung und bin bei -5 dioptrien. spezielle gläser, die extra dünn geschliffen werden und kontaktlinsen helfen da.
und den löwenanteil übernimmt meine krankenzusatzversicherung. also finanziell auch kein problem. -
@lutinchen
Dein Statement kann ich so nicht stehen lassen. Nicht nur theoretisch ist die Hygiene in unseren Krankenhäusern gegeben, sondern auch praktisch, da von den Gesundheitsämtern bzw. Aufsichtsämtern strenge Besichtigungen durchgeführt werden in regelmäßigen Abständen. Und diese Vorgaben werden streng eingehalten. Da wird kein Auge zugedrückt, da werden dann auch Konzequenzen gezogen. Gerade was die Sterilisierung von Sterilgut u. Instrumenten betrifft. Nosokomiale Infektionen gibt es, ob von Patienten übertragen oder vom Personal. Das es von personeller Seite auch hier schwarze Schafe gibt mag ich gar nicht bestreiten. Aber die hat man überall, auch in jeder Berufsgruppe. Die Problematik multiresistente Keime (MRSA) ist nicht nur das Ergebnis davon, sondern vielmehr die Art u. Weise des Umgangs mit den Bakterien. Überall werden die Anforderungen höher gestellt, dementsprechend werden auch Bakterien resistenter. Wo früher etwas desinfiziert wird, wird heute 1000 mal drüberdesinfiziert. Das dann auch solche Dinge entstehen ist wohl verständlich. Und gerade bei multiresistenten Bakterien gibt es ganz strenge Richtlinien zur hygieneischen Verhaltensweise.
LG -
Meine Zähne habe ich auch in einen chinesischen Zahnlabor fertigen lassen und ich muß sagen, top... nachdem die Zahmärztin meinte, 4 Brücken sind bei ihnen fällig, ich dann auch noch ganz mutig war und mir die anderen Zähne mit Keramik aufbauen wollen zu lassen, wurde mir ein KVA gemacht. Danach war ich blass und der Mut verließ mich. Da stand ein Preis
... dann meinte die Schwester, ob ich Probleme hätte, die Zähne in China fertigen zu lassen, die von einem deutschen Labor geprüft werden... nachdem sie dann den Preis nannte und der statt 2800,-€, nur bei knapp 700,-€ lag habe ich zugestimmt und konnte so alle 4 Brücken in einem Vierteljahr machen lassen, was sonst aus finanziellen Gründen 4 Jahre gedauert hätte...
Von Schönheits-OP´s halte ich gar nichts... warum akzeptiert sich nicht einfach jeder wie er ist?! Plastische Chirugie ist gut und richtig und das für die diejenigen, die durch Unfälle entstellt werden und ihnen so geholfen werden kann. Aber alle anderen freiwilligen Schnippelaktionen, wie Lifting ect. kann ich nicht verstehen...
Augen lasern ist für mich wiederum völlig okay und auch das würde ich im Ausland tun, in einer Klinik, die einen guten Ruf hat und nach einigen Recherchen, die ich mir einholen würde. Schlechte Augen können schon ein Handicap sein und leider kann nicht jeder Kontaktlinsen tragen. -
Es muß alles zur Relation stehen. Natürlich wenn man dort Urlaub macht in China, kann man das miteinander verbinden. Nur ein Chinaurlaub nur deswegen, dann kann ich die Euronen auch hier ausgeben, denn das ist Wasser den Rhein runtergetragen. Die Differenz wird nicht groß sein. Bzgl. Schönheits OP stimme ich Daggi zu, wenn es anatomisch bzw. gesundheitlich angebracht ist, dann sollte dem nichts im Wege stehen. Einfach nur so (Liften usw) kann ich auch nicht für gut heißen. Sicherlich gibt es gute Anbieter im Ausland zu weniger Geld. Aber man sollte sich vor Augen halten, was mit Anschlußkosten ist, falls etwas schief geht. Das kann man nie voraussagen u. daher muß man glaub ich frei nach dem Motto "no risk no fun" gehen.
LG -
Hi (Lutinchen-) Daggi, long time, no see (read)
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Was die Hygiene an dt. KrHs angeht, gebe ich Dir Recht. @ Carsten: schöne Theorie, schöner Traum. Warum mehren sich denn die Fälle von Hospitalismus (ich meine nicht den psychischen) so dramatisch?Da dies ein Forum ist, in der man seine Meinung frei äußern darf, tue ich dies:
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Bei Entstellungen, Konstellationen, die die Lebensqualität beeinträchtigen wie bei Daggis Tochter, befürwoerte ich OPs. Diese sind meist nicht akut notwendig, also kann man sehr sorgfältig aussuchen und abwägen. Wenn alles stimmt, warum nicht ins Ausland, wenn es bei gleicher Qualität preiswerter ist. Es schont die Volkswirtschaft und spült möglicherweise Geld in Institutionen, die noch nicht so übersättigt sind wie hier.
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OPs, die der Eitelkeit fröhnen, wie Brüste kleiner, größer, runder und was weiß ich wie machen (oder Nasen etc.) lehne ich als Ausgeburt maroder, mediengetriebener Wahnvorstellungen rundum ab. Daher ist es mir egal, wo diese OPs nicht ausgeführt werden

Gruß, Peter
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ahhh.
habe gegoogelt u. weiß was Du meinst. Aber auch hier meine Antwort: Das es schwarze Schafe gibt, auch in diesem Bereich, ist nicht ausgeschlossen. So wie auch nicht in allen anderen Bereichen des Lebens. Aber zunehmend ist es in Sachen Hygiene nicht mehr so wie früher, da einfach gewisse Kontrollen, Vorgaben u. Gegebeneiten sind, welche es nicht mehr möglich machen. Ist einfach so. -
@Carsten, genau das meinte ich. Aber wenn Du genau hinguckst, gibt es ganz schön viele Schwarze Schafe. Das hat auch weniger mit den scharfen Kontrollen zu tun, sondern mehr damit, daß die meisten KrKhs privatisert sind und überall gespart wird. Wie, bitte, soll der Laie beurteilen, wo gut und schlecht desinfiziert / sterilisiert wird? Nur eine wilde Vermutung: ich denke, daß in Polen etc. die personaleinsparungen (noch) nicht so kraß sind wie hier, vielleicht haben die da noch mehr Persoal, das auch mehr Zeit hat, vernünftig zu arbeiten. Doof sind die da nämlich mit Sicherheit auch nciht.
Gruß, Peter -
@roamer
Privatisierungen hin oder her. Kontrollierd wird so oder so. Auch die Standarts gibt es. Da helfen auch keine Einsparungen. Ein Laie braucht nicht zu erkennen, wie sterilisiert wird. Für Krankenhäuser gibt es ZSVAs, welche sterilisieren. Diese Krankenhäuser brauchen schon fachlich ausgebildetes Personal, welche diese Gerätschaften bedienen können. Auch ich bin so einer, der diese Zusatzausbildung hat. Jede Klinik muß Protokoll über die Sterilgüter führen (Benutzung, Aufbereitung, Sterilisation usw.). Kein Krankenhaus würde dies nicht tun aus rechtlicher Sicht. Komisch nur, daß das polnische Personal immer weiter nach Deutschland kommt in den Gesundheitsbereich. Dort sind die Gegenbenheiten schlecht, um es mal auszudrücken. Kommst Du aus dem medizinischen Bereich?
LG -
weißt du carsten es ist keine frage der sterilisation der instrumente. davon rede ich nicht. das wird natürlich vorschriftsmäßig geschehen.
ich rede vom krankenhausalltag.
da ist zb auf einer chirurgischen station mit 35 betten das durchschnittsalter der patienten 80 jahre. du kennst dich offensichtlich aus, also wirst du wissen, was dort so an "fällen" liegt. schenkelhalsfrakturen, hüftfrakturen, u.ä. bei patienten die sowieso schon in der bewegung eingeschränkt sind. von 35 patienten kann nicht einmal die hälfte aufstehen, ohne hilfe kann es nicht einmal ein viertel....die müssen alle aufs klo oder steckbecken, gewaschen und gelagert werden. decubitusprophylaxe...und und und
am wochenende 2 schwestern pro schicht. personalabbau hohe krankenstände..
so und dann erzähl mir bitte wie da noch ein hoher standard in der hygiene eingehalten werden kann. ich nenne dir gerne die konkrete station und das konkrete krankenhaus per pn. ich war lange zeit hauptnachtwache dort im haus und habe auch auf dieser station gearbeitet...
dann kommt die pflegedienstleitung vorbei und erzählt mir etwas davon, wie meine arbeit zu machen ist , rückenschonendes arbeiten hygiene blablabla ohne mir das personal und die zeit zu geben die ich dafür brauche...pah...wer nie auf so einer station gearbeitet hat weiß wirklich gar nichts über die zustände in deutschen krankenhäusern.
woher die zeit nehmen für hände und hautdesinfektion nach dem händewaschen von was weiß ich wievielen minuten zwischen den einzelnen patienten, wenn nicht mal zeit ist für die allernotwendigsten pflegemaßnahmen....darum bleibe ich dabei: grau mein freund ist alle theorie.
und ohne ausreichend ausgebildetes personal geht eben die hygiene auch in deutschland verloren@ peter....wo ist dein nick geblieben?
lg
daggi
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ja ok, was Du meinst kann ich verstehen, teilweise. Wir arbeiten im OP, da können wir uns solche hygienischen Patzer nicht erlauben. Das es Stationen gibt, welche personell unterbesetzt sind, glaube ich bzw. weiß ich. Auch bei uns ist es teilweise so, obwohl wir mit unserer Stellenbesetzung im Haus noch relativ gut dran sind. Aber nichts desto Trotz kann man auch als stationäre pflegerische Kraft eine hygienische Händedesinfektion machen, bevor man zu dem nächsten Patienten gibt. Und da wird bei uns drauf geachtet (personell) da ich jetzt selbst einen familiären Fall dort liegen hatte. Nicht umsonst gibt es Desinfektionsmittelspender in jedem Zimmer im Bereich der Türe (vorgeschrieben). Und diese 5 Sekunden hat man einfach, selbst zum Eigenschutz.
LG -
wie du weißt reichen die 5 sekunden nicht. außerdem wird es dann oft anstelle des händewaschens gemacht...auch nicht im sinne des erfinders.
klar macht man das alles
aber eben aus zeitmangel nur meistens und längst nicht immer, wenn die füße sowieso schon blutig sinddie meisten hygienischen fehler passieren nicht im op oder intensiv bereich sondern auf den stationen, beim putzen und bei der grundpflege.
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@lutinchen
klaro weiß ich das 5 Sekunden nicht reichen. Denke Du weißt aber was ich meine. Natürlich passieren auf den Stationen, beim Ptzen oder bei der Grundpflege die meisten hygienischen Fehler. Aber dennoch gibt es viele andere Länder, die weitaus größere Probleme damit haben.
LG -
klar carsten
wollte mich halt nur darauf beziehen, daß du irgenwo geschrieben hast in deutschland wäre alles zum besten...
und das ist halt leider nicht so
klar gibt es länder da isses schlimmer
aber warum sollten wir uns mit denen vergleichen?
lg
daggi -
@ lutinchen:
Habe ich das richtig verstanden? Nach jedem Patientenkontakt wascht ihr euch die Hände?
Was sagt denn eure Hygieneabteilung dazu? Unsere würde euch die Hände abhacken.
Bei uns wäscht man sich die Hände vor und nach dem Dienst, sowie nach jedem Toilettengang. Zwischen Patientenkontakten werden die Hände mit einem Hautdesinfektionsmittel (Bei uns Sterilium) desinfiziert. Die Haut leidet viel zu stark unter der vielen Seife, ist ständig feucht udn marzeriert, wenn man über die feuchten Hände Handschuhe anzieht. Dadurch kommt es zu Verletzungen der oberen Hautschichten, durch welche Keime eindringen können. Wenn Du daran Interessiert bist, schicke ich Dir gerne Material zu dem Thema.In einer Studie hat man nachgewiesen, dass die korrekte Händedesinfektion rapide nachlässt, wenn es mehr als 2 Meter bis zum nächsten Desispender sind.
Am Kantonsspital Luzern haben sie sogar spezielle Clips , mit denen man eine kleine Flasche direkt am Kittel befestigen kann.Händehygiene ist das A und O, da über die Hände fast alle Erreger übertragen werden. das gitl ganz besonders für Pföegende und Ärzte. Was man bei usn auf den Visiten jeden Tag beobachten kann ist, dass sich die Mediziner tatsächlich vor absolut jedem Patientenkontakt die Hände desinfizieren. Unsere Chirurgen hingegen sind da bis auf wenige Ausnahmen absolute Schlamper. Man könnt efast glauben, di ekamen schon mit desinfizierten Händen auf die Welt

Was den Arbeitsstress betrifft, kann ich Dich sehr gut verstehen. Aber ich glaube, da haben wir ein emanzipatorisches Problem aller Pflegefachkräfte. Wir sagen zu schnell zu allem laut ja, während das "Nein" nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen wird, so nach dem Motto. "Ich arbeite nicht, ich diene einer höheren/besseren Sache."
Und nun zum eigentlichen Thema
Die Eingriffe sind im Ausland oft günstiger, weil das Equipment nicht unbedingt das neueste ist und vor allem die Personalkosten viel niedriger sind.
Wie Carsten schon sagte, kann es einfach Schwierigkeiten geben, wenn im Nachhinein Probleme auftauchen. Vor allem wenn es Probleme sind, die zu einer Arbeitsunfähigkeit führen. Denn da wird sehr schnell die Frage nach dem Schuldigen gestellt. Und wenn der im Ausland sitzt kann es mehr als nur etwas schwierig werden, den geforderten Schadenersatz zu bekommen und die Folgekosten einzuklagen. Vor allem gilt ja auch das Recht des Landes, wo der Vetrag erfüllt wurde.
Aber davon habe ich jetzt mal gar keine Ahnung. Wie ist es denn mit Patientenrechten im östlichen EU Ausland???