Schnorcheln lernen in der Tauchschule ?.
-
mich würde es interessieren wie Ihr dazu steht...
wer hat schon mal einen Schnorchel Kurs besucht wie er
z.b in den Tauchschulen angeboten wird.Was habt Ihr gelernt und wie war der Kurs. ?
Hat er Dir persönlich was gebracht. ?
Oder ist das alles nur Unfug, und man braucht so was überhaupt nicht. ?..
Eure Meinung dazu würde mich sehr Interessieren.
Gruß
Butsche -
ich denke, dass es da wirklich nicht viel zu lernen gibt.
Evtl. wie man die passende Maske aussucht oder das Wasser aus dieser ausbläst, aber das kann man auch von Schnorchel-Kollegen im Urlaub erfragen.
Wir haben uns so ein Ding aufgesetzt und sind losgeschnorchelt.
Und seitdem immer gerne
-
puschellotte wrote:
Wir haben uns so ein Ding aufgesetzt und sind losgeschnorchelt.Haben wir auch gemacht und dabei wäre meine Frau fast ertrunken, weil sie den richtigen Umgang mit den Flossen nicht beherrscht hat. Wasser geschluckt - Panik - falsche Beinbewegung und dadurch nach unten gezogen, statt über Wasser geblieben. Wenn nicht glücklicherweise zwei Urlaubsbekannte zu Hilfe gekommen wären.... Allein hätte ich sie da niemals rausbekommen. Das Trauma hat meine Frau auch nach 3 Jahren nicht überwunden.
Vielleicht macht so ein Kurs ja doch etwas Sinn, denn hinterher ist man immer schlauer.
Gruß
coral741 -
@ coral741,
so ganz kann ich das nicht verstehen. Wenn man noch nie im Leben geschnorchelt ist oder mit Flossen geschwommen hat, geht man doch nicht direkt in tiefe Gewässer. Wäre ja das gleiche wenn der erste Tauchgang vom Zodiak aus stattfindet. Sehr leichtsinnig kann ich da nur sagen.
Nachdenkliche Grüße
conny2 -
Ich glaube, das muss jeder selbst einschätzen. Wenn jemand sich im Wasser absolut sicher fühlt, dann wird er wahrscheinlich auch keinen Probleme haben einfach "loszuschnorcheln". Ich bin schon mein ganzes Leben in und auf dem Wasser "unterwegs" und kann es nicht einschätzen, wie man reagiert, wenn man in dieser Hinsicht unsicher oder ängstlich ist. Aber natürlich sollte man nicht gleich im tiefen Wasser anfangen. Ich finde einen Schnorchelkurs für "unsichere Schwimmer" ist auch nicht das Schlechteste.
@conny2: Die Frau wäre fast ertrunken, ich glaube nicht, dass solche Anmerkungen wie "sehr leichtsinnig..." angebracht sind. Ich habe auch mal versehentlich Salzwasser geschluckt und war trotz meiner Erfahrung am "rumpaddeln" (Stichwort: Würgereflex!!). -
Hallo,
da es mir in Sachen "auf/im Wasser unterwegs" ganz ähnlich wie sanrob geht, kann ich es auch nicht wirklich nachempfinden, wie eine Reaktion diesbezüglich ausfallen könnte.
Ob ein Kurs nötig ist oder nicht, würde ich auch stark davon abhängig machen, was für ein Schwimmer man ist. Ist man mit dem Wasser bzw. explizit dem Meer eher weniger vertraut und dreht nur unregelmäßig zweimal im Jahr im Erlebnis- oder Wellnessbad seine Runden, ist ein solcher Kurs auf jeden Fall hilfreich und zur eigenen Sicherheit auch ratsam.
Ansonsten wäre mein Tip, dass man auf jeden Fall Flossen, Schnorchel und Maske zuerst im "sicheren" Gewässer wie z. B. Pool oder Hallenbad ausprobiert. Alleine schon deshalb um zu testen, wie man mit den Flossen klar kommt... da gibt es große Unterschiede gerade in Bezug auf den Vorwärtstrieb und den Tragekomfort. Man sollte schon ein paar Mal mit Flossen unterwegs gewesen sein, bevor man etliche Meter vom Strand hinaus in's tiefe Gewässer schnorchelt. Die Bewegungen sind für viele sehr ungewohnt und plötzliche Krämpfe haben schon vielfach zu brenzligen Situationen geführt - zumal die Muskeln nach einiger Zeit auch bei 25°C Wassertemperatur ganz gut auskühlen. Hält man sich aber nur im Flachwasser auf, kann man natürlich auch dort reichlich "ausprobieren" - wobei Salzwasser alles andere als "lecker" ist. Von daher würde ich immer erst ein paar Runden zum üben im Pool o. ä. drehen

In einigen Verbänden ist ein Schnorchelkurs eine Grundvoraussetzung um überhaupt einen Tauchschein machen zu dürfen und auch das Schnorcheltraining ist in vielen Vereinen z. B. vom VDST ein fester Bestandteil... wahrscheinlich nicht gänzlich ohne Grund. Schaden kann so ein Kurs auf jeden Fall nicht, oder weiß jemand quasi aus "Instinkt" wie man einen vollgelaufenen Schnorchel wieder ausbläst ohne auch nur einen Tropfen Wasser zu verschlucken?? Immerhin will man doch auch mal kurz abtauchen und nicht immer nur mit dem Gesicht AUF dem Wasser vor sich hin dümpeln...

-
coral741 wrote:
falsche Beinbewegung und dadurch nach unten gezogen, statt über Wasser geblieben.
Das kann ich nicht nachvollziehen . Hat es da evtl. Strömung gehabt ? Ohne Blei schaff ich es noch nicht mal 2 Meter runter

Aber bei Ihr wäre in dem Fall auf jeden Fall ein Schnorchelkurs angeraten, um die Ängste und Blockaden langsam abzubauen.
Jetzt spekulier ich mal : sie hat vorher schon Angst gehabt ? Und stand unter Anspannung ? Dann brauch es wirklich nicht viel zur richtigen Panik . Kenne viele Menschen, die gar nicht wissen wollen, was sich unter ihnen im See/Meer abspielt !
LG
Kidir
-
@ sanrob,
wenn jemand den Umgang mit Schnorchel und Flossen nicht kennt und direkt ins tiefe Wasser geht, ist das leichtsinnig. Das gleiche gilt für Skifahrer die Lawinenwarnungen übersehen u.s.w. Was wäre gewesen wenn es zu einem schlimmen Unfall gekommen wäre??
Es ist ja glücklicherweise nichts schlimmeres passiert. Nur zum Nachahmen würden ich es nicht empfehlen, so mit dem schnorcheln zu beginnen. Um nichts anderes ging es mir. Wobei ich denke, dass auch coral741 heute bestimmt anders mit dem Schnorcheln anfangen würde. Schreibt er doch selbst.MfG
conny2 -
Heute sehe ich es auch so, dass es leichtsinnig war, mit jemandem herauszuschnorcheln, der noch nie Flossen anhatte. "Leichtsinnigerweise" dachte ich, das kann jeder.
Ich wollte mit meinem Post auch nur herüberbringen, dass man so pauschal nicht sagen kann, ob ein Schnorchelkurs sinnvoll ist. Bei meiner Frau wäre er damals sicherlich vorher sinnvoll gewesen. Für jemanden, der überhaupt keine Probleme mit dem ABC-Equipment hat eher weniger. Was ich aber aus dieser Erfahrung fest behaupten kann ist, dass jemand in so einer Paniksituation so ziemlich alles falsch macht, was er falsch machen kann.
Um den Post von @Kidir zu beantworten:
Wenn man mit den Flossen eine strampelnde Bewegung macht (so wie beim Fahrradfahren etwa), dann zieht es schon nach unten. Es müssen ja auch keine 2 Meter sein. Um zu ertrinken reicht 1 cm mehr, als der Schnorchel lang ist. Außerdem sorgt die Panik dafür, dass man in kurzer Zeit viel Sauerstoff braucht, was dazu führt, dass man subjektiv den Eindruck hat, durch den Schnorchel nicht genug Luft zu bekommen (hat meine Frau heute noch...). Das führt wiederum dazu, dass man das Mundstück nicht fest umschließt, sondern versucht, nebenher zu atmen - bzw. dann Wasser schluckt. Die selben Symptome gibt es auch bei Tauchern in Panik. Sie glauben, aus ihrem eigenen Atemregler nicht genügend Luft zu bekommen und wollen genau den Atemregler, den der Partner im Mund hat, weil sie sehen, dass der daraus atmet. Psychologie halt. Aber Deine Spekulationen teile ich im Nachhinein mit Dir.Heute brauche ich meiner Frau keinen Schnorchelkurs mehr anbieten. Tiefer als 1,50 m geht sie seitdem nicht mehr ins Wasser.
Aber wie ich schon schrieb: Hinterher ist man immer schlauer. Und Gott so wie den Urlaubsbekannten sei Dank ist ja nichts ernstes passiert.
Grüße
coral741 -
Hallo
Muss jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.
Schnorchelkurs wäre nicht mal so schlecht. Ob es nötig ist oder nicht kommt meiner Meinung nach drauf an ob ich ein sicherer Schwimmer bin oder nicht. Heuer waren wir in Hurghada im Giftun Beach. Über einen Ausflugsanbieter hatten wir einen Schnorchelauflug gebucht. Auf dem Weg zum Riff gab es ein ausführliches Briefing für alle Neulinge die noch nie geschnorchelt sind. Wer wollte konnte sich zur Sicherheit eine Schwimmweste anziehen. Die Guides gingen dann gemeinsam mit den Neulingen ins Wasser und begleiteten diese Hand in Hand ans Riff. So muss meiner Meinung nach die Einführung aussehen. So wird man dann auch sicherer und dann macht das schnorcheln auch riesigen Spaß.
Gruß Werner
-
conny2 wrote:
@ coral741,so ganz kann ich das nicht verstehen. Wenn man noch nie im Leben geschnorchelt ist oder mit Flossen geschwommen hat, geht man doch nicht direkt in tiefe Gewässer. Wäre ja das gleiche wenn der erste Tauchgang vom Zodiak aus stattfindet. Sehr leichtsinnig kann ich da nur sagen.
Nachdenkliche Grüße
conny2wir verbringen seit 30 jahren unsere freizeit im sommer an einem see,
d.h. wir sind sozusagen am und im wasser "aufgewachsen".
wenn jemand nicht oder nicht gut schwimmen kann, hat er m.e. auch beim schnorcheln, ob mit oder ohne Lehrgang nichts verloren außer im knietiefen wasser. : :?
Anregung: statt eines "Schnorchelkurses" erst mal einige Schwimmkurse belegen, hilft aber auch nicht, wenn man vor dem Wasser Angst hat.
und über örtliche strömungen sollte man sich auf jeden fall informieren, die sind auch für gute schnorchler wichtig.
ich denke man soll aber nicht immer gleich von sich auf andere schließen,
Hallenbad und offenes Gewässer sind nicht vergleichbar.
-
@ puschellotte
Irgendwie verstehe ich Deinen Post auch nach mehrmaligem Lesen nicht.
Es geht weder um Schwimmer oder Nichtschwimmer, sondern um Schnorchelkurs, ja oder nein.Auch in bezug auf meine Posts hat niemand hier behauptet, dass meine Frau nicht schwimmen kann. Das kann sie sehr gut, sie hat lediglich zum ersten Mal Flossen an ihren Füßen gehabt.
Gruß
coral741 -
Hallo zusammen,
erst einmal finde ich es toll das so viele Leute sich an dieser Diskussion beteiligen. Ich möchte jetzt weitergehen und Provokant in den Raum stellen das
> jeder der Schnorchel möchte soll einen Kurs machen. <Ich lese hier im Forum einige Beiträge von " was brauche ich zum Schnorcheln bis meine Flossen und das Riff " die mir zeigen das das Verständnis einiger Schnorchler zu der Ausrüstung aber auch, und das vor allen zu der Unterwasserwelt nicht so ausgeprägt ist.
Ist es wirklich so einfach "
" ein paar Flossen an, und ab ins Wasser "
ich denke nicht.. Da wird irgendwas an Ausrüstung gekauft ohne Qualität, aber billig - ohne zu bedenken das man damit ins Wasser will.Es gibt sie, die Schnorchler die nicht mit Plastiktüten ins Wasser
gehen um die Fische anzufüttern, um anschließend die tüten im Wasser liegen lassen.
Es gibt sie die nicht alles unter Wasser anfassen müssen und
es gibt sie nicht mit den Flossen auf die Riff Dächer steigen.
(..habe ich irgend etwas vergessen.? )Aber es sind sehr sehr wenige die diese Einstellungen haben.
In Ägypten habe ich mal einen Schnorchler beobachtet wie er anderen
Schnorchler mit nachdruck aufmerksam gemacht hat dieses zu unterlassen. - Ich fand es gut .... So, jetzt könnt ihr mich gerne Teern, Federn, Rädern und mir den Kopf abschlagen.

Gruss Butsche
-
Nö Butsche, den Spaß gönn ich Dir nicht !

Als aktiver Taucher bekommt man mit der Zeit einen anderen Blick für gute Ausrüstung, seine Bewegungen im Wasser, UWUmweltverschmutzung etc.
Sicherlich wär es wünschenswert, wenn Menschen vorm 1. Schnorchelgang eine Unterweisung zum Thema : "wie bewege ich mich sicher und respektvoll im Wasser " mitmachen würden. Aber wie soll man das durchsetzen, ohne das wieder eine "Überreglementierung" dabei rauskommt ?Andere Schnorchler auf ihr Fehlverhalten hinweisen, okay, schön und gut, aber bei eínem Russen, Japaner etc. hätte ich gelinde gesagt, da Schwierigkeiten.
Zumal das den Deutschen gerne wieder als Besserwisserei, Ordnungswut und Bevormundung ausgelegt wird. Was leider den Riffen nicht hilft. 
Aber wer weiss, in ein paar Jahren ist die Fliegerei vielleicht so teuer, da können es sich nur die noch Wenigsten erlauben.....
LG
Kidir
-
Also ein Schnorchelkurs würde mir absolut nichts nützen, habs vor Jahren mal probiert, als ich den Schnorchel im Mund hatte, dauerte es exakt eine halbe Sekunde bis es mich extrem würgte (oder sagt man dazu Erbrecherscheinungen bekam), seitdem hab ich so ein Ding nie mehr angerührt!!

-
Ich habe das schnorcheln erst mal im trockenen probiert. Brille auf und Schnorchel in den Mund und ganz in Ruhe durch den Mund atmen.
Dann bin ich erst mal im ganz flachen Wasser geschnorchelt um erst mal ein Gefühl dafür zu bekommen.
Wichtig gut sitzende Brille und ein Schnorchel mit Ventil wo unten das Wasser gleich wieder rausläuft was oben reingelaufen ist. Ich schnorchle übrigens ohne Flossen. -
ich habe einen solchen Kurs in Vorbereitung eines Tauchkurses gemacht. Öst. Tauchschulen verlangen das zum Teil.
Habe es nie bereut---im Gegentei! Man lernt den sicheren Umgang mit Flossen und Maske. Außerdem auch die energiesparenden Techniken--wer von uns ist ein solcher Supersportler, das er das nicht braucht?
Zur Abschlußprüfung muss man etwa fähig sein, 30m unter Wasser zu tauchen--ohne Schnorchel natürlich!!!
Das gibt dann Sicherheit und man kann sich auf das "Fische schauen" konzentrieren
Fazit: wenn ihr Zeit und Lust habt, bitte teilnehmen.
Liebe Grüße, Gerti
http://www.holidaycheck.de/images/forum/smilies/93.gif -
coral741 wrote:
puschellotte wrote:
Wir haben uns so ein Ding aufgesetzt und sind losgeschnorchelt.Haben wir auch gemacht und dabei wäre meine Frau fast ertrunken, weil sie den richtigen Umgang mit den Flossen nicht beherrscht hat. Wasser geschluckt - Panik - falsche Beinbewegung und dadurch nach unten gezogen, statt über Wasser geblieben. Wenn nicht glücklicherweise zwei Urlaubsbekannte zu Hilfe gekommen wären.... Allein hätte ich sie da niemals rausbekommen. Das Trauma hat meine Frau auch nach 3 Jahren nicht überwunden.
Vielleicht macht so ein Kurs ja doch etwas Sinn, denn hinterher ist man immer schlauer.
Gruß
coral741Am besten wäre deine Frau im Babybecken aufgehoben!
