Grauer Star
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Der Graue Star kann heute sehr erfolgreich ohne Komplikationen operiert werden. Selber habe ich zwar keine Erfahrungen damit, weiß aber aus dem Bekanntenkreis, dass die OP ambulant ohne Risiko durchgeführt werden kann. Es gibt Kliniken oder Krankenhäuser, die sich darauf spezialisiert haben.
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Daß die Star-Operation ohne Risiko ist, glaube ich nicht. Jeder operatve Eingriff birgt Risiken in sich, auf die die Ärzte in aller Regel vorher in einem Merkblatt aufmerksam machen und die sie sich von den Patienten unterschreiben lassen, um sich vor Regressforderungen zu schützen, sollte bei der Operation etwas schief gehen.
Kann jemand konkrete Angaben über die Risiken machen?
Kann jemand konkret über Erfolg/Mißerfolg seiner Operation berichten? -
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leider ist mein Semestereinsatz in der Augenklinik zu lange her, um detailiert Angaben über Komplikationen bzw. Risiken machen zu können.
Es gibt verschiedene Catarakt Formen, welche operativ behoben werden können. Risiken gibt es bei jeder OP. Wie Delfo schon sagte, wird die OP ambulant bzw. in örtlicher Betäubung durchgeführt. Hier besteht die Gefahr der Unverträglichkeit verschiedener Lokalanästhetika. Bei der OP selbst bzw. bei der Betäubung können Gefäßverletzungen sowie Nervenverletzungen mit Sicherheit ein Risiko sein sowie auch Wundheilungsstörungen. Ich empfehle da die Beratung durch einen Fachmann (Augenarzt).
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Achim,
schau mal hier:
http://www.asklepios.com/klinikumnord/html/fachabt/auge/auge_dause/dause12.asp
Ich bin vor einien Jahren dort an einer akuten Netzhautablösung operiert worden, und man hatte mir aufgrund meiner erblichen Kurzsichtigkeit auch den späteren Katarakt in Aussicht gestellt. Ich denke dass er sich so ganz langsam schon anbahnt, nach meiner Empfindung.
Bei ambulanten OP's bin ich immer ganz ganz vorsichtig! Das Risiko ist mir zu groß!
Man hat doch nur zwei Augen, und die damalige Äugenärztin hat nicht gefackelt und mich sofort in die Klinik überwiesen, wo ich dann auch 2 Std. später sofort auf dem "Tisch" lag. Hatte nochmal Glück, da alles an Experten und Gerätschaften vorhanden war.
Und beim Grauen Star so einfach mal die natürliche Linse durch eine künstliche zu ersetzen, scheint mir doch schon ein ziemlich großer Eingriff zu sein. Wie man damals andeutete sind solche Eingriffe schon fast bei der Mikrochirurgie angesiedelt.Gruß Dieter
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Ich denke, daß sich jeder, der sich am Grauen Star operieren lassen will, vorher eingehend über die möglichen Risiken erkundigen sollte. Und zwar nicht nur bei dem zur Behandlung vorgesehenen Arzt, sondern unabhängig davon bei einem Dritten. Eine Star-Operation ist, wie noki richtig feststellte, keine Operation, die man mal eben so zwischen Frühstück und Mittagessen vornehmen lassen sollte, auch wenn das von manchen Ärzten so dargestellt wird.
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Dann melde ich mich hier nochmal: Risiken gibt es natürlich bei jeder OP, bei jeder Schutzimpfung, bei jedem medizinischem Eingriff. Jeder Arzt wird sich auch eine Unterschrift geben lassen, dass der Patient darüber informiert wurde. Ich kann nur von den Erfahrungen aus meinem näheren Umfeld sprechen: Die Risiken sind gering. Bei uns in der Region gibt es eine Spezialklinik, die sich auf diese OP's spezialisiert hat. Alle aus meinem Bekanntenkreis, die es gemacht haben, können seitdem besser sehen und hatten keinerlei Probleme.
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Natürlich lassen sich die Ärzte/Kliniken unterschreiben, dass der Patient entsprechend über die Risiken aufgeklärt wurde, das entlastet sie ja in gewissem Maß. Eine Routinemaßnahme vor jedem Eingriff.
Niemals würde ich behaupten, dass ein Eingriff jedweder Art keine oder nur geringe Risiken beinhaltet.
Darüber hinaus gibt es Patienten, die einem Weißkittel blind vertrauen und alles unterschreiben, ohne die Aufklärung/Information verstanden zu haben und sich nicht trauen, nachzufragen.
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Hallo Achim,
da ich denke hier eventuell etwas missverstanden worden zu sein, will ich mich zwecks Aufklärung nochmals hier melden. Vielleicht hatte ich mich auch nur etwas unklar ausgedrückt.
Es gibt Augenärzte, die zweifelsohne gute freipraktizierende Operateure sein mögen, und dieses auch lange Zeit in den entsprechenden Fachabteilungen der Kliniken praktiziert und unter Beweis gestellt haben. Und die heute in großen Praxen eben diese OP's ambulant vornehmen. Hier liegt wohl der Punkt, dem ich eine besondere Bedeutung beimessen wollte.
In den Fachkliniken sind nicht nur alle notwendigen und erforderlichen Geräte vorhanden, sondern bei unverhofften Komplikationen, z. B. der Narkose, auch die entsprechenden Fachärzte sofort greifbar. Das ist ein bedeutender Aspekt.
Wenn ich mich an die Einrichtung des OP's in der Klinik zurückerinnere, dann kann ich mir kaum vorstellen, dass eine Facharztpraxis, und sei sie noch so aktuell ausgestattet, hier mithalten könnte. Es reicht da nicht ein Ophthalmoskop, eine Spaltlampe, ein Kopfmikroskop und das notwendige Besteck zu haben, sondern auch die spezialisierten Hilfskräfte (OP-Schwestern, Assistenzärzte) sind ganz wichtig. Auch ein EKG und Blutwerte sind dort vorher obligatorisch.Gewiss, eine Netzhautablösung mag wohl um einen Schwierigkeitsgrad höher liegen, jedoch war ich schon eimal beeindruckt von der allseitigen und sehr detaillierten Aufklärung und dem aufwendigen Instrumentarium des OP's. Zumal die Oberärztin das selbst durchführte, nicht nur weil ich als Notfall eingeliefert wurde. Das Zentrum des schärfsten Sehens war Gott sei Dank noch nicht betroffen. Meine mich überweisende Ärztin hatte eine ambulante OP in einer Praxis strikt abgelehnt!
Was will ich damit sagen? Es ist doch ein etwas sichereres Gefühl, wenn man weiß, dass man dort gelandet ist wo man auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet ist und eine Nachversorgung gewährleistet ist.
Außerdem muß vorher bei einer solchen OP eine genau Vermessung der Geometrie des Auges erfolgen, um danach die erforderliche Linse auswählen zu können. Und das mit größtmöglichen Genauigkeit und Sorgfalt.Im gleichen Zimmer mit mir lag ein Patient, der gerade an den Folgen einer etwas missglückten, ambulanten Katarakt OP hier erneut nachversorgt werden mußte, weil sich die abdeckende äußerst schmerzempfindliche- und -hafte Hornhaut von der künstlichen Linse abgelöst hatte, und die Ausgleichs-Kammern sich entzündet hatten.
Das ist dann ganz und gar nicht mehr sehr spaßig, und ein ganz akuter Notfall, so wie mir der ärztliche Leiter der Augenabteilung berichtete! Und da braucht man dann eben alle Experten, und zwar sofort!Fazit: Ein solcher oder ahnlicher Eingriff nach dem man einige Stunden später die Praxis verlassen kann, kommt für mich nicht infrage!
Wenn der Link zu lang war, dann breche ihn hinter html ab und klicke Dich weiter durch bis in die Fachabteilung Augenklinik und von dort in die Augenkrankheiten in der rechten blauen Spalte.
http://www.asklepios.com/klinikumnord/html/fachabt/auge/index.asp
Gruß
Dieter
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Was wir ab und an quasi als "Garantiefall" hatten waren verrutschte Linsen nach Kataraktops.
Noki hat schon Recht. Bei so einer Augegeschichte würde ich mich auch für ein Haus entscheiden, wo ich noch ein oder zwei Nächte bleiben könnte.
Und was die Komplikationen betrifft, ist es wie mit jeder anderen Op auch. Es gibt sie. Am Ende ist aber alles nur eine Frage der Statistik, was einem im Ernstfall natürlich auch nicht hilft. Aber es gibt einem doch eine gewisse Sicherheit.
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Also ich weiss nur das es 2 Formen der OP gibt:
Die extrakapsuläre OP
hier wird nur die vordere Linsenkapsel entfernt.
diesewird am häufigsten gemachtdie intrakapsuläre OP
hier wird die ganze Linse entfernt
bei beiden OPs kommt es drauf an ob es ein angeborener Katerakt(erblich) oder ein erworbener(Diabetes,Dialyse) ist.
clouchen