Soziale Projekte / Unterstützung?!
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Hallo zusammen,
wir gehören noch zu den Urlaubern, die nicht nur Urlaub machen, sondern sich auch über die Lage des Landes, sowie seine Einwohner erkundigen (haben das von vielen anderen Urlaubern anders mitbekommen...).
Daher haben wir auch einen Ausflug mitgemacht, der einem Land und Leute etwas näher brachte.
Anschließend haben wir uns gefragt, wie man denn evtl. auch von Deutschland aus helfen könnte? Vielleicht weiß ja irgendjemand, ob es in D vielleicht soziale Projekte gibt, die arme Einwohner dort finanziell unterstützen (mit der Garantie, dass das Geld auch ankommt)? Es gibt dort ja genug Plantagen, die Kaffee und Kakao selbst herstellen und nur an die Touristen verkaufen können. Vielleicht kann man auch hier in D solche Dinge kaufen? (Sorry, hab da keine Ahnung...)
Wir fragten zwar auch schon unsere Reiseleiterin, die sich erkundigen wollte, aber da sie ständig im Stress ist, haben wir noch keine Rückmeldung bekommen.lg
desireandcedric -
Kauf doch in diesen 3-Welt-Läden. Ich glaube, da bleibt für die Erzeuger am meisten übrig.
Wenn du dort vor Ort bist, hast du natürlich die beste Gelegenheit, den Bauern etwas zuzustecken. Ich würde es zwar nicht tun, da ich für mein Geld auch arbeiten muss, finde deine Einstellung aber grunsätzlich nicht verkehrt. Wenn du soviel Geld übrig hast, ist es dort sicherlich nicht schlecht angelegt.
Den Satz in Klammern hättest du dir allerdings sparen können. Es ist nun mal Urlaub und man kann nicht verlangen, dass derjenige, der da nun mal hinfährt (und den Urlaub in der Regel teuer bezahlt), unbedingt einen auf Land und Leute machen soll. Wer es gerne macht, dem sei es gegönnt, allen anderen muss auch erlaubt sein, einfach in der Sonne zu liegen und es sich zwei Wochen gutgehen zu lassen. -
Klar ist das auch erlaubt und das sei auch jedem gegönnt, ich kann es nur nicht nachvollziehen, dass man in ein anderes Land fährt und sich nicht dafür interessiert, was dort passiert. Dass nicht alle einen auf Land und Leute machen wollen, ist mir klar und das ist auch legitim, aber dass manche Leute nicht mal geringstes Interesse zeigen, ist mir unverständlich. Das ist eben meine Meinung!
Und meine Anspielung war gerichtet auf Miturlauber, die die dümmsten Kommentare abgelassen haben, aber keine Ahnung hatten, eben weil sie sich nicht dafür interessierten. -
Also einem Bauern der Kaffee oder Kakao anpflanzt brauchst du nicht zu schenken.
Arme Leute findest du reichlich wenn du mal an die Ränder der Städte gehst.
z.B. die so leben müssen.Hütte Marke Eigenbau aus Brettern und Blechtafeln. Strom vorhanden, aber kein fließendes Wasser.
Man muss nicht den Krösus spielen, aber getragene Kleidung für die Kinder wäre doch was wenn du helfen willst. Kein Geld geben. -
Den habe ich nichts geschenkt, lediglich Kakao abgekauft!

Solche Hütten haben wir auch gesehen und das hat mich schon erschüttert, muss ich sagen.
Getragene Kleidung mitzunehmen, wäre ein guter Tipp, wenn wir wieder hinfahren.
Aber vielleicht finden wir ja auch hier von Deutschland aus noch eine Möglichkeit, etwas zu machen.
Den Krösus spielen könnte ich gar nicht, dazu habe ich zu wenig Geld!
Danke Juanito!
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wer interesse hat, kann z.b. bei World Vision eine kinderpatenschaft übernehmen, oder bei www.domki.de spenden.
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Hallo,
wir haben seit einiger Zeit über Plan International ein Patenkind, und haben uns ganz bewusst für eine Patenschaft in der Dominikanischen Republik entschieden. Damit wollen wir ein bisschen was zurückgeben, was uns in diesem Land schon an Gutem und Schönem passiert ist. Außerdem hat man bei Plan auch die Möglichkeit, das Patenkind zu besuchen, was sich ja prima mit einem Urlaub verbinden lässt...
LG
florentine -
Hola,
da Ihr diesen Thread im Forum zur Dominikanischen Republik eröffnet habt, gehe ich erst einmal davon aus, daß Ihr speziell dort unterstützen möchtet.
Über einschlägige Foren speziell zur Dominikanischen Republik (auch zu anderen Ländern/Inseln) finden sich immer mal wieder Leute die Hilfstransporte von Deutschland aus organisieren. Manchmal ist es einfach nur ein gepackter Karton mit gesammelter Kleidung, die von einem Reisenden begleitet wird.
Im speziellen für die Dominikanische Republik fällt mir die Dominikanische Kinderhilfe ein.
Dann gibt es natürlich noch eine Reihe von Hilfsorganisationen, über die eine Unterstützung auf unterschiedlichste Art möglich ist.
Ein paar findet Ihr über meine Seite (siehe Profil) unter Hilfsorganisationen.
Eine umfangreichere Auflistung findet Ihr unter www.hilfsorganisationen.de.
Ich hoffe, daß ich Euch damit helfen konnte.
Saludos
Uwe -
@Sol y mar:
richtig gedacht!
Danke an Euch alle, damit ist mir schon mal sehr geholfen!! Werd mir die Seiten gleich mal ansehen.
lg
desire -
desireANDcedric wrote:
...wir gehören noch zu den Urlaubern, die nicht nur Urlaub machen, sondern sich auch über die Lage des Landes, sowie seine Einwohner erkundigen (...) wie man denn evtl. auch von Deutschland aus helfen könnte?Es geschieht gar nicht so selten, dass sich Urlauber von der Armut der Menschen angeruehrt fuehlen und helfen moechten.
Richtig zu helfen, ist jedoch nicht einfach.Nach gewissen Erfahrungen haben wir uns von jeglichen Hilfsorganisationen zurueckgezogen und verfolgen nun nur noch unser Konzept der "personalisierten Hilfe", d.h. wir treffen uns mit hilfsbereiten Urlaubern und nehmen sie mit zu hiesigen Familien, die der Hilfe wirklich beduerfen und sie auch verdienen.
Dort werden dann dringende Maengel schnell erkannt:
Ein paar Zinkbleche fuers marode Dach, ein **** Reis, ein Paar Schuhe fuer den Schulbesuch, Medikamente fuer die Kleinste, ein Einkauf im 'Colmado' (diesmal ohne anschreiben zu lassen), eine Tankfuellung fuer den Propangaskocher, etc.
Meine Frau kauft dann zusammen mit den Spendern die Sachen ein und alle erleben die Freude, zu schenken und beschenkt zu werden.Sinnvoll sind auch weiterfuehrende 'Projekte'. So unterstuetzen wir das bereits laufende Schulprojekt einer Kanadierin und betreuen Schuelerpatenschaften.
Bergfrosch
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@Bergfrosch:
habt Ihr denn mit den Hilfsorganisationen schlechte Erfahrungen gemacht? Denn wenn das Geld nicht ankommt, bringt es ja ohnehin nichts!Die Idee mit der personalisierten Hilfe finde ich total klasse, leider lässt sich dies bei uns nicht so oft umsetzen, weil wir mangels Geld nicht soo oft dort hin verreisen können. Deshalb dachten wir eben an Hilfsorganisationen, bei denen wir monatlich eine Kinderpatenschaft o.ä. übernehmen können.
Könntest Du mir vielleicht Infos oder den Link des Schulprojektes per PN schicken?
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desireANDcedric wrote:
@Bergfrosch:
habt Ihr denn mit den Hilfsorganisationen schlechte Erfahrungen gemacht?Nun, anbetracht etlicher Skandale (leider auch bei UNICEF) muss man hierzu nicht viel sagen.
Es gibt gewiss gute Projekte, aber leider eben auch sehr viel Streit zwischen verschiedenen Organisationen und Hilfsvereinen, sinnfreie Sammelaktionen ohne Recherche vor Ort, betruegerische 'Berufshelfer' und marktschreierische Wichtigtuer.
Aber gut, wir machen da nicht mehr mit.desireANDcedric wrote:
Könntest Du mir vielleicht Infos oder den Link des Schulprojektes per PN schicken?Erledigt.
Bergfrosch
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Falls Ihr mit der LTU fliegt, die bieten immernoch die Möglichkeit eines kostenlosen Spendenkoffers an (30kg-Koffer pro Buchung).
Einfach eine E-Mail hinschreiben. -
@desirANcedric
Schonmal drüber nachgedacht lieber hier in Deutschland den ärmsten der armen zu helfen? Für die Tafel zu spenden, für Kinderheime, für Kinderhospize? Für den Fond Familien in Not die behinderte Kinder haben und finanziell nimmer ein und aus wissen? -
yamwunsen wrote:
...
Schonmal drüber nachgedacht lieber ....... den Rikschaschieber in Bangladesh zu bedenken?
Tja, wo anfangen und wo aufhoeren?
Die letztendliche Wahl, wo und wie zu helfen, muss dem Helfenden ueberlassen bleiben.Und, wer 'ne Denkhilfe braucht:
In Deutschland mag das "Soziale Netz" zwar mittlerweile grosse Loecher haben, in vielen Laendern (und natuerlich auch hier in der Dominikanischen Republik) gibt es ein solches Netz ueberhaupt nicht...Bergfrosch
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Allen Spendern die Bedürftigen im Ausland was Gutes tun wollen, ein Abzeichen. Aber ich bin eher derjenige der ins Kinderheim hier in Deutschland, zur Tafel oder in andere soziale Einrichtungen geht um zu helfen.
Und warum? Genau weil das soziale Netz in Deutschland schon viel zu große Löcher hat. Ich mag keine Kinder leiden sehen, die nichts dafür können dass sie in einem Umfeld aufwachsen dem sie so schnell nicht "entkommen". Ich brech mir keinen ab, wenn ich da helfen gehe.
Sicher kann man nicht alle bedienen, wie bergfrosch schon sagte...wo anfangen wo aufhören...
Lg Kirschii
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Das soziale Netz in Deutschland hat gar nicht so große Löcher. Hier in Deutschland verhungert keiner. Nur die Leute, die keinen Bock auf Arbeit haben, werden ein wenig härter angepackt. Das hätte man schon vor 25 Jahren hätte tun sollen, dann wäre es heute gar nicht so weit gekommen.
Von daher finde ich es besser, den Leuten dort hinten etwas zu geben, die haben es in jedem Fall nötiger.