Schlafende Kinder im Autositz...
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Hallo,
wir fahren zum ersten mal mit unseren beiden Kindern (1 1/2 und 3 Jahre) im September zum Gardasee. Von uns aus sind es ca. 1050km. Wir wollen gegen 1:00Uhr in der Nacht los fahren, damit die Kinder noch weiterschlafen können. Wie macht ihr das eigentlich mit dem Kindersitz. Für den Kleinen ist das kein Problem, da der noch in seiner Schale liegt, die man in Liegeposition bringen kann, aber was ist mit dem Großen?

Der Kindersitz verfügt über keine Liegeposition und wenn er hinten sitzt, kann man auch die Lehne im Auto nicht verstellen. Jetzt würde mich mal intressieren, wie ihr das macht? Ich hoffe auf viele Antworten.Vile Grüße
Markus -
Unsere Tochter, mittlerweile fast 9 Jahre, schläft immer hinten in ihrem Kindersitz!
Unserer hat an den Seiten so "Ohren", wo sie schön den Kopf anlehnen kann. Ausserdem hat sie auch einen kleinen Polster dabei...
Wie ich jetzt im Flugzeug bemerkt habe, kann ein Kind in fast jeder Position schlafen
war ich erstaunt, und ehrlich gesagt, hab ich sie beneidet!!!Ein Nackenhörnchen ist natürlich auch klasse - wenn Du nicht ein Kind hast wie ich, das das vor lauter Spielen gleich kaputt macht, dann bringts auch nix mehr

Aber, mit 3 Jahren schläft der/die Kleine ganz bestimmt!!!
Und noch was: Gardasee ist super!!! -
hallo,
man könnte den sitz für den großen auch vorne auf dem beifahrersitz festmachen. dieser läßt sich dann ja verstellen, so daß eine leichte schräglage entsteht. so verhindert man das ständige "kopf-nach-vorne-fallen" beim bremsen z.b.
mache ich auch so, wenn ich längere strecken alleine mit kind fahre. beim touran lassen sich auch die lehnen der rücksitze verstellen. sehr praktisch!
lg katja
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Hallo,
vielen Dank für die Antworten!
Ich habe auch schon daran gedacht den Großen nach vorne zu holen und dann den Sitz etwas zurück zu drehen, das Problem ist dann aber beim Fahrerwechsel, daß ich hinten sitzen muß und ich bin 1,90m
und das wird ganz schön eng werden!An das Nackenhörnchen habe ich noch garnicht gedacht. Das müsste man dann mal ausprobieren.
Außerdem habe ich schon daran gedacht, hinter dem Kindersitz ganz unten ein Kissen zu legen, damit der Sitz unten etwas weiter weg steht und sich dadurch eine größer Neigung einstellt. Vielleicht mache ich mir aber auch einfach zuviele Gedanken und der Große schläft einfach so

Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet und besten Dank nochmal!
Markus
PS:Freue mich schon riesig auf den Gardasee...
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Nö maximusmerlin,
finde ich nicht, dass du dir zu viele Gedanken machst, im Gegenteil, finde ich wichtig und richtig.
Aber bitte nicht nur an die Bequemlichkeit deiner Kinder denken, sondern in allererster Linie auch an die Sicherheit. Stell dir mal vor es fährt dir einer hintenauf. Nicht auszudenken, wenn die Kinder nicht richtig gesichert sind. Gibts denn da keine Informationen der Automobilclubs dazu? Mach dich doch da mal schlau.
LG Ginus
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Hallo Markus,
wir waren schon sehr viel mit unseren Kindern unterwegs. Zwei davon sind inzwischen selber Autofahrer. Aber die beste Lösung hatten wir, so denke ich, bei unserer Nachzüglerin (jetzt 10) gefunden. Wir benutzen ein Stillkissen. Also nicht so eine "Wurst", sondern in echter Kissenform, mit kleinen Kügelchen, ähnlich wie ein Sitzsack.
Der lässt sich prima zwischen Tür und Sitz mit Kind klemmen und so schläft Dein Großer sicher und bequem.
Das Zurückstellen der Rückenlehne führt definitiv zur Einbuße der Sicherheit, weil das Kind dann leicht bei einem Anprall unter dem Gurt durchrutscht.Ich wünsche Euch auf alle Fälle eine gute Anreise und einen wunderschönen Urlaub.
Sigrid
P.S. Unser Kleine hat übrigens einmal derart verrenkt im Sitz geschlafen, dass ich dachte, sie bricht sich noch alle Halswirbel. War aber gar kein Problem, auch nicht nach dem Aufwachen. -
Hallo Ziggi,
daß mit dem Stillkissen habe ich noch nicht richtig verstanden. Wo steckt ihr das Kissen genau hin? Zwischen Tür und Kindersitz...

Und wie funktioniert das? Liegt dann nur der Kopf auf dem Kissen oder ...
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Hallo Ginus,
natürlich steht mir die Sicherheit unserer Kinder an erster Stelle und das mit dem Durchrutschen passiert eigentlich auch nur, wenn du die Lehne zu weit nach hinten machst.
Auf der Homepage der gelben Engel habe ich nichts zu dem Thema gefunden, aber vielleicht muß ich die mal direkt anschreiben. Vielen Dank für den Tip!Gruß
Markus -
Hallo Markus,
jetzt wäre es gut, wenn ich Dir ein Foto senden könnte, aber ich hab leider keins. Also, das Kind sitzt ja - denk ich - nicht in der Mitte der Rückbank, sondern auf einer Seite. Da ist zwischen der Innenseite der Tür (wenn 4-Türer) und dem Sitz mit Kind Platz. Wenn es ein 2-Türer ist, dann halt zwischen der Außenwand und dem Kind. Und da platziere ich das Kissen. Dein Großer kann sich dann mit der Schulter und dem Kopf, teilweise auch Körper (hängt von der Körpergröße ab) seitlich an das Kissen lehnen, oder mit dem Oberkörper drauf legen. So wie es für ihn halt bequem ist. Das Kissen selbst sollte aber schon einen großen Durchmesser, unseres hat glaub ich 1 Meter, haben. Dann kann man es sehr "zusammen bollen", wie man bei uns in Bayern sagt.
Vielleicht könnt Ihr in einem Babygeschäft mal bitten, ob Ihr das Kissen im Auto draussen ausprobieren könnt. Müsste eigentlich möglich sein. So seht Ihr gleich, ob die Kombination klappt. Es hängt ja auch vom Auto ab.
Ich hoffe, ich habe es jetzt einigermaßen erklären können.
Gruß
Sigrid -
Wie haben das Eltern eigentlich in den 60-gern im Käfer oder Opel Rekord mit ihren Kids auf der Reise nach Italien gemacht? :?
Ich bin zumindest jedesmal wieder heil nach Hause gekommen.

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Hallo, Bernhard,
wir haben einfach die Sitzfläche der Rücksitze vom Käfer oder dem R4 herausgenommen, dann eine Matratze hineingelegt -- fertig war das Sofa ohne Lücke zu den Vordersitzen und mit viel Platz zum Spielen. So sind wir fast jedes Jahr bis nach Lappland oder bis nach Spanien gefahren. In Schweden so ab Sundsvall auf unbefestigter Straße und mit Linksverkehr. Dazu hatten wir selbstbesprochene Kassetten mit Märchen, denn man konnte so etwas noch nicht fertig kaufen.
Beide Kinder haben so die Fahrten immer bestens überstanden. Natürlich war das Verkehrsaufkommen - besonders in Skandinavien - nur minimal. Die Kinder freuten sich, wenn uns mal ein Auto entgegen kam.
Meine armen Enkelkinder sitzen jetzt, brav aber sehr unbequem, in ihren Sitzen festgezurrt, doch auch so haben sie es schon bis Mittelschweden geschafft, wenn auch mit sehr häufigen Bewegungspausen.
LG Dagmar
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tja das waren da,mal andere Zeiten, andere Gesetzte denn Gurte gab es auch in den 70 er Jahren, als meine Eltern mit mir erstmals in Urlaub gefahren sindn och nicht verpflichtend. Somit konnte ich undmein Bruder einfach aufder Rückbank und oder dem Boden untern auf Kissen und Devcken schlafen. Ist heute aus Sicherheitsaspekten nicht möglich. Denke auch gut denn die Verkehrstoen gehen wegen Gurtpflich auch zurück.
Mein Sohn (3,5 Jahre) hat auf der Fahrt dieses Jahr an den LAgo Magiore auch in seinem Kindersitz mit "Ohren" dran und hat dort gut geschlafen.
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dtobias
Genau das meinte ich damit.

Damals ist es Eltern auch gelungen, sogar ohne "Internetrecherche" und Austausch von Fotos der geeigneten Variationen, Dank eigener Überlegung ihre Kids heil in den Urlaub und wieder nach Hause zu bringen.
PS. Unser Volvo, so ab 1965 glaube ich, hatte sogar schon 3-Punkt Gurte.

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Bernhard707,
so grausam das klingen mag. Damals hat man entweder billigend in Kauf genommen, dass es gefährlich sein könnte, oder aber, noch sehr viel wahrscheinlicher man hat um die Gefährlichkeit gar nicht gewusst, oder gar nicht darüber nachgedacht. Der Sicherheitsaspekt (manchesmal gezwungernermaßen) und die Sensibilisierung darum hat doch in den letzten Jahrzehnten erheblich zugenommen.
Und nicht nur das alleine, auch die mögliche Sicherheit durch allerlei Arten der Technik sowie auch viele Regelungen der STVO tragen dazu bei.
Verkehrstote 1970: 21.300 / Fahrzeuge gesamt: 20.8 Mill.
Verkehrstote 2007: 4.950 / Fahrzeuge gesamt: 48.99 Mill.
Quelle: Statistisches Bundesamt.
Ich persönlich fahre schon immer nur mit angelegtem Gurt, und alle die bei mir mitfahren dito. Du kannst selber ein noch so guter und sicherer Autofahrer sein ...Ginus
PS: Erweiterung: Dank Glück gelungen ...
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Ist jetzt völlig OT, aber damals gab es auch noch nicht die "Gefahren" durch Internet, Geiz ist geil, "TV Realities" wie Auswanderer, Heimwerker, Dschungelcamp, DSDS etc.

Ich glaube jeder hat verstanden was ich mit dem vorigen Posting meinte.
Topic: Mit dem statistischen Vergleich hast Du natürlich Recht.
PS: Ich persönlich fahre schon seit 1971 nur mit Gurt und bereits seit Jahren auch tagsüber mit Licht.
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Hallo, Ginus,
wir hatten doch gar keine Wahl, als die Gefahr für die Kinder "billigend" in Kauf zu nehmen. Wir mussten dienstlich immer wieder so weite Strecken fahren und konnten die Kinder nicht zu Hause lassen. Wir konnten nur unser bestes tun, ihre Kuschelecke im Auto so sicher wie eben damals möglich zu machen. Es gab ja noch keine Gurte oder gar Kindersitze. Hätten wir unsere Kinder während unserer langen Auslandsaufenthalte lieber in ein Kinderheim stecken sollen??
Aus dem Blickpunkt der heutigen Sicherheitsanforderungen kann man das doch gar nicht beurteilen.
LG Dagmar
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Hallo Dagmar,
das war doch überhaupt kein Vorwurf an dich. Bitte, bitte nicht falsch verstehen
.
Ich weiß doch auch, dass das damals einfach normal war, wer hätte einen auch darüber aufgeklärt. Und vor allem konnte man (damit sind alle Laien gemeint) doch gar nicht wissen oder absehen, dass das alles auch viel besser und sicherer möglich ist. Ich glaube noch nicht mal die damaligen Spezialisten hatten ein blasse Ahnung was alles in der Zukunft möglich sein wird. Nein, nein, nein ich will nicht aus heutiger Sicht auf damals zurückblicken was noch nicht optimal war; und grundsätzlich gibt es immer auch heute noch was zu verbessern. Leider hast du recht, Sicherheit ist nicht immer oder seltenst = Bequemlichkeit, noch nicht. Vielleicht noch ein Ansatzpunkt über den sich die Zukunftsforscher und Techniker die Köpfe zerbrechen könnten, nämlich, dass Sicherheit auch gerne angenommen wird.@ bernhard707,
den von dir aufgezählten Gefahren sehe ich mit Gelassenheit entgegen.
Aber beide: Glück war es dennoch, dass euch und euren Kindern nie was passiert ist. Damals hat man es einfach gemacht wie man es für richtig hielt. Nicht aus Leichtsinn oder Unvermögen sondern weil man einfach keine anderen/besseren Informationen hatte. Aus damaliger Sicht einfach richtig gehandelt hat!
Je mehr Informationen und Gefahrenmeldungen (hab ich ja auch zu beigetragen) geboten werden, manchmal diametraler Art, desto mehr wird man verunsichert. Wobei wir wieder beim Posting und der Anfrage wären.LG Ginus
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Ich würde das Kind nicht nach vorne auf den Sitz setzen und diesen zurück drehen. Wenn Du dann scharf bremen mußt, rutscht der Kleine vielleicht nach vorne weg.
Mein Mann hat damals für unsere Söhne ein Bett gebaut. Holzplatte unten in der Größe der Rückbank, davor dann eine Holzplatte als Kindersicherung und dann haben wir das alles gut ausgepolstert. Unsere Jungs haben darin gelegen und waren dann noch durch Gurte und 3-Punkt-Gurte gesichert. So haben sie die ganze Fahrt über richtig gut geschlafen und sind nicht ein einziges Mal aufgewacht
. Ob das heute allerdings noch so richtig zulässig ist, weiß ich leider auch nicht 
LG
Heike -
Hallo Heike,
so wirklich zulässig ist das heute nicht mehr. Da gehören die Kinder in einen zugelassenen Kindersitz. Ob der nun bequem zum schlafen ist oder nicht, sei mal dahin gestellt. Aber mittlerweile habe ich ja gelernt, daß Kinder in so ziemlich jeder Position schlafen können. Gestern erst habe ich z.B. eine Kleinkind schlafend in einem Fahrradsitz bei Papa auf dem Gepäckträger gesehen. Das tat schon vom hinsehen weh, aber der Kleine hat tatsächlich geschlafen.

Hallo Ziggi,
wir werden unseren Großen nach hinten setzen und hinter dem Kindersitz ein kleines Kissen packen, damit der Sitz nicht zu steil steht. Natürlich nicht zu flach, das ein nach unten durchrutschen verhindert wird. Die Variante mit dem Stillkissen werden wir mal ausprobieren. Vielleicht klappt es ja.Euch allen nochmal vielen Dank und viele Grüße
Markus