• Tourleader
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    Zielexperte/in für: Westkanada Südliches Alaska Südafrika Sambia Namibia Botswana
    geschrieben 1263154106000

    Hallo zusammen,

    wir möchten für unseren 15-jährigen Sohn in den Sommerferien eine Schülersprachreise in England buchen.

    Nach umfangreichen Recherchen sind wir dabei auf die Firma Jürgen Matthes, Itzehoe, gestoßen, die angeblich seit knapp 3 Jahrzehnten erfolgreich derartige Schüler-Touren veranstaltet.

    Der näher ins Auge gefasste Sprachkurs findet in Eastbourne statt. Die Unterbringung der Schüler erfolgt in englischen Familien. Wir würden für unseren Sohn einen Intensivkurs (maximal 5 Schüler pro Gruppe) buchen.

    Wer hat Erfahrungen mit diesem Veranstalter bzw. derartigen Intensiv-Sprachkursen? Für entsprechende Informationen danke ich im voraus.

    Viele Grüße von der winterlichen Nordseeküste und allen eine schöne Woche

    Andreas 

  • Collegeexpert
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    geschrieben 1263223643000

    Lieber Andreas,

    große Firmen haben oft den Nachteil, etwas unpersönlich zu sein und manchmal kommt auch der Grund der Reise, nämlich in den meisten Fällen die nachhaltige Verbesserung der englischen Sprache, zu kurz. Wenn eine Schule (Organistion) auf eine lange Erfahrung verweisen kann, ist das natürlich gut und die meisten Schüler haben dann sicher auch unterhaltsame Ferien verbracht und sind vielleicht auch mehrmals auf (Sprach)Reise

    in England gewesen. Ausschlaggebend wären Rückmeldungen über den sprachlichen Erfolg

    der Reisen.

    Wichtig ist auch, dass die Gastfamilien gut ausgesucht sind und nicht mehr als 2 (höchstens 3) Schüler aufnehmen, ansonsten lernen die Gasteltern die Fremdsprache von den Gastschülern und nicht umgekehrt.

    Intensivkurse sollten in altersgemäß passenden Schulklassen und zusammengesetzt aus Schülern mit gleichem Niveau und möglichst international zusammengesetzt, unterrichtet werden. Auch in der Freizeit sollte in diesem Alter (15 Jahre) gewährleistet sein, dass Englisch gesprochen wird, um einen höchstmöglichen Effekt zu erzielen.

    Ich hoffe, ein wenig geholfen zu haben.

    Viele Grüße aus NRW

  • Tourleader
    Dabei seit: 1121299200000
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    Zielexperte/in für: Westkanada Südliches Alaska Südafrika Sambia Namibia Botswana
    geschrieben 1263229624000

    Hallo collegeexpert,

    zunächst herzlich willkommen als neuer HC-user! :D :laughing:

    Ich danke für deine Ausführungen, die wir bei unserer Entscheidung auf jeden Fall berücksichtigen werden. ;)

    Viele Grüße von der Nordseeküste

    Andreas

  • wauzih
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    geschrieben 1263245042000

    Hallo Andreas,

    meine Meinung zu Sprachreisen in den Ferien, mit einigen Schulstunden in der Landessprache vor Ort: *prima*, jederzeit zu empfehlen.

    Aber ein Intensiv-Sprachkurs dazu: Nein danke, ich halte das für rausgeschmissenes Geld, und es ist auch schade um die Ferienzeit, die man den Kids damit stiehlt. Die Zeit ist m.M. besser genutzt, wenn sie in der Zeit Land, Stadt und Leute kennen lernen.

    Unsere Jüngste (derzeit 14 Jahre) hat in den letzten beiden Sommern Sprachferien in Poole gemacht, organisiert von Albion language tours. Von Mo bis Fr gab es jeweils 3 bis 4 Stunden Unterricht in der Landessprache in allen üblichen Schulfächern. Das lief ziemlich locker ab, reichte aber, um einen Überblick über das englische Schulsystem und die dortige Sichtweise z.B. europäischer Politik zu bekommen. 

    Darüber hinaus gehende Sprachkurse haben wir nicht gebucht, und aus Erfahrungen im Bekanntenkreis sind wir deshalb auch nicht traurig drum, weil sich dort heraus gestellt hatte, daß die kurzfristige Paukerei nichts gebracht hatte. So schnell wie's reingepaukt wurde, war der Stoff auch wieder draußen.  Aber natürlich konnte man sich 'ne toll gestaltete Urkunde über die Teilnahme an die Wand pinnen :laughing:  

    Ich würde sagen, einfach erst einmal ohne zusätzlichen Intensivkurs schnuppern, man kann's ja wiederholen, oder -wie es meine "Große" (mittlerweile 25) gemacht hat- dann ein komplettes Austauschjahr absolvieren. Das war bei ihr damals die 11.Klasse, sie war bei einer Gastfamilie in Southampton, und da muß man sagen, daß bei einem längeren Aufenthalt dort sich natürlich nachhaltig alles einprägt- was ihr nun in weitestgehend anglisierten Fachchinesisch :shock1:   im Studium schon einiges an Zeit gespart hat (ich will mal nicht übertreiben, aber so'n schlappes Semester kann man dadurch sicherlich einsparen).

    Dieser Austausch lief über Into-Schüleraustausch, die m.M. ein prima System praktizieren, indem die schon "erfahrenen" Austauschschüler die Newbies bei mehreren WE-Workshops auf ihren Aufenthalt vorbereiten.

    Aber auch unsere Erfahrungen mit Albion sind einwandfrei, sieht man mal davon ab, daß es einmal bei der Zusammenstellung der "Pärchen" (jeweils 2 Schülerinnen pro Gastfamilie) ein wenig "knirschte", was aber vor Ort sofort nach Meldung umorganisiert wurde.

    Anmerken möchte ich noch, daß man sich bewußt sein sollte, daß die Gastfamilien in Großbritannien die Aufnahme von Gastschülern quasi als Kleingewerbe betreiben. Im Unterschied z.B. zu den USA gibt es dort von staatlicher Seite so gut wie keine Zuschüsse des Gastlandes. Oft sind die Gastfamilien Paare, deren erwachsene Kinder aus dem Haus sind, so daß die ehemaligen Kinderzimmer nun vermietet werden.

    Die fehlenden Zuschüsse bedingen, daß ein Austauschjahr in GB oft um einiges teurer ist als ein Aufenthalt in den USA oder Australien.

    Bis denne

    Ewald   

    meinereiner backt mit selbst aufgeschlagenen Eiern.
  • soedergren
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    geschrieben 1263296878000

    Hallo Tourleader,

    prinzipiell ist Matthes ein ordentlicher Anbieter, allerdings auch vergleichsweise teuer (und teuer heißt nicht automatisch besser!).

    Wie wauzih schon schreibt, würde ich mir auch noch einmal überlegen, ob es wirklich der Intensivkurs sein soll. Du kennst da deinen Sohn natürlich, aber viele 15-jährige schalten bei zu viel Unterricht einfach mal irgendwann ab, und damit ist dann auch keinem geholfen. Was nutzen 60 Wochenstunden, wenn der Schüler nach spätestens 20 Stunden nicht mehr aufnahmefähig ist? Wenn's unbedingt intensiv sein soll, würde ich zu einem normalen Kurs mit einigen Zusatzstunden 1-zu-1 raten, in denen dann ganz gezielt auf die persönlichen Defizite eingegangen wird; zwei oder drei solche Zusatzstunden reichen dabei vollkommen.

    Meines Erachtens ist die richtige Mischung aus Unterricht und Ferien wichtig - schließlich soll es ja nicht nur "Schule" in den Ferien sein ;-) Drei Zeitstunden täglich ist mE eine vernünftige Wahl, dazu dann ein Freizeitprogramm.

    Deshalb wäre mein Tipp, nochmal ganz gezielt z.B. nach "Schülersprachreisen England" zu googlen und wirklich allen Anbietern auf den ersten zwei, drei Seiten eine Email mit deinen detaillierten Fragen zu stellen. Ein guter Anbieter nimmt sich in der Tat die Zeit, darauf zu antworten.

    Wichtige Punkte sind die Anzahl der Unterrichtsstunden (tatsächliche Zeitstunden, nicht Unterrichtseinheiten, hier schummeln viele Anbieter mit 45- oder gar 40-Minuten-Einheiten), die Qualifikation der Lehrer (einige Anbieter nehmen einfach jeden x-beliebigen Muttersprachler und nicht echte Lehrer), die Auswahl der Gastfamilien und die enthaltenen Leistungen (welche Nebenkosten sind zu erwarten... hier gibt's bei so manchem Anbieter den Ryan Air Effekt). Meiner Meinung nach komplett unwichtig sind hingegen irgendwelche Verbandszugehörigkeiten. Solche "Testsiegel" sehen zwar schön aus, sagen aber leider über die Qualität der Sprachschule wenig aus.

    Wichtig wäre auch die Frage, ob die Kurse international angeboten werden oder ob nur deutschsprachige Teilnehmer dabei sind. Zwar wird kein Anbieter deinen Sohn als komplett einzigen Deutschen mit dabei haben (dazu ist der dt. Sprachraum in Europa einfach zu groß) , aber es ist dennoch gut, wenn's wenigstens nicht 100% Deutsche sind. Manche Anbieter bieten zudem die Möglichkeit, die garantierte Unterkunft als einziger deutschsprachiger Teilnehmer in der Gastfamilie zu buchen, was mE eine gute Sache ist. Dann wird zumindest in der Familie schon einmal nicht untereinander Deutsch gesprochen.

    Gruß,

    soedergren

  • Tourleader
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    geschrieben 1263644679000

    Hallo soedergren,

    zunächst herzlichen Dank für deine umfassenden Ausführungen, die sich weitgehend mit meinen Vorstellungen/Erfahrungen decken.

    Gleich zu Beginn ein Hinweis, der offenkundig auch bei deinen "Vorrednern" zu Mißververständnissen führte: bei den Intensivkursen von Matthes Sprachreisen werden die Schüler an 5 Tagen die Woche mit jeweils 4 x 45 Minuten Unterricht, an dem maximal 5 Jugendliche (international gemischt) teilnehmen, gefordert. An den Nachmittagen, abends sowie am Wochenende bietet man ein umfassendes Freizeit-programm für die Jugendlichen aus verschiedenen, nicht nur deutsch-sprachigen Ländern an. Ich denke, das ist eine vertretbare und sinn-volle Mischung aus Lernen und Freizeit!

    Weiterhin können wir bei unserer Anmeldung vorgeben, dass lediglich ein deutschsprachiger Jugendlicher in der Gastfamilie untergebracht wird. Auch das haben wir vor, selbst wenn für diese Option natürlich ein Aufpreis verlangt wird!

    Matthes Sprachreisen gehört nicht gerade zu den preiswerten Anbietern am Markt, aber es wird dort ein AI-Paket angeboten, so dass - neben dem üblichen Taschengeld - keine weiteren Kosten entstehen (auch der von dort begleitete LH-Flug ist bereits enthalten).

    Nach diversen Internet-Recherchen und Kontakten mit genannten Referenzen sind wir mittlerweile davon überzeugt, dass Matthes zumindest in die engere Wahl gehört.

    Viele Grüße, ein schönes Wochenende und "Danke" an alle!

    Andreas

  • Sandra1971
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    geschrieben 1265643909000

    Hallöchen,

    habe jetzt erst Deine Frage gelesen..

    Der Sohn unserer Nachbarn war letztes Jahr das erste Mal mit Matthes in Eastbourne, dieses Jahr fliegt er wieder mit denen dahin, diesmal sogar für 3 Wochen (er ist dann 12). Ihm hat es seht gut gefallen, auch mit seiner Gastfamilie hatte er Glück ;-)

    Wenn du Interesse hast, könnte ich Dir evntl. einen "Kontakt" mit meinen Nachbarn vermitteln, da könntet Ihr Euch direkt darüber austauschen...

    VG

    Sandra

  • Urlaubperfekt
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    geschrieben 1265825218000

    Hallo Tourleader,

     

    ich kann Euch eine Reise mit JM nur empfehlen. Unserer jüngerer Sohn (damals 14)war letztes Jahr Ostern dort und der Große (17) in den Sommerferien. Beide sind bereits wieder angemeldet, da sie sofort nach der Rückkehr wieder hin wollten.

    Da der Große einen Intensivkurs gemacht hat und dies sehr gut fand, haben wir dies jetzt für beide gebucht.

    Das Freizeitprogramm ist klasse und die vielen Wiederholer sprechen für sich. Sicherlich ist es nicht billig, aber dafür ist wahnsinnig viel inklusiv.

    Wir haben früher auch schon bei einem anderen großen Sprachreisenveranstalter gebucht, aber dort brauchte unser Sohn noch sehr viel Geld vor Ort. Dies ist bei JM eher nicht der Fall.

    Also viel Spaß!

     

     

  • Tourleader
    Dabei seit: 1121299200000
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    Zielexperte/in für: Westkanada Südliches Alaska Südafrika Sambia Namibia Botswana
    geschrieben 1265847446000

    Hallo Sandra, hallo Anja!

     

    Herzlichen Dank auch für eure beiden Beiträge, die uns in unserer Entscheidung pro Matthes Sprachreisen sehr unterstützt haben.

     

    Ende Februar findet bereits ein erstes Vorbereitungstreffen in Hamburg statt. Wir sind sehr gespannt.

     

    Unser Sohn freut sich nach der Lektüre eurer Berichte schon sehr auf seinen bevorstehenden Aufenthalt in Eastbourne und kann es kaum noch erwarten ;) .

     

    Viele Grüße von der tief verschneiten Nordseeküste und nochmals "Danke"

     

    Andreas

  • Senta94
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    geschrieben 1266014518000

    Hallo,

    eine Sprachreise mit Jürgen Matthes ist eine gute Wahl!

    Ich war vor 3 und 4 Jahren mit der Awo in England,in Bexhill und letztes Jahr mit JM, mit JM hat mir das wirklich besser gefallen,war einfach toll, deshalb flieg ich dieses Jahr auch wieder!

    (werde Anfang März 16)

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