Was ist bei privaten Einladungen von Ägyptern zu beachten, welches Gastgeschenk?
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Hallo,
In unserem letzten EG-Urlaub haben wir sehr nette Ägypter kennengelernt, die uns jetzt per Mail zum privaten essen eingeladen haben, wenn wir demnächst wieder vor Ort sind. Man möchte uns mit einheimischen Speisen bekochen, freu

Nachdem in einigen Bereichen die Kulturen ja doch etwas unterschiedlich sind, stelle ich mir jetzt die Frage was bei solchen privaten Einladungen zu beachten ist. Gibt es wichtige Unterschiede beim betreten der Wohnung, beim essen, bei der Hilfe im Haushalt usw.? Und vor allem: was ist ein angemessenes Gastgeschenk in der dortigen Kultur (ich meine jetzt nicht die Schokolade oder halal-Gummibärchen, die ohnehin immer im Koffer sind).
Über Tipps und Erfahrungswerte mit ägyptischen Privateinladungen würde ich mich sehr freuen.
Danke, viaje09
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...bevor Du Dir Gedanken über das Begrüßungszeremoniell, der Auswahl eines geeigneten Gastgeschenkes, der Ablauf des gemeinsamen Speisens und mehr machst, solltest Du zunächst einmal Dir Gedanken über die "ordnungsgemäße" Einladung machen. Hier sind sehr wichtige Regularien über die Abfolge der Aussprechung einer Einladung und deren entsprechenden Ablehnung maßgeblich. Dieses Ritual steht an erster Stelle, erst dann sollte man sich um die anderen Dinge kümmern...

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Ohhh Sch.... mir stehen grade die Nackenhaare hoch ! :?
Wir haben im letzten Hurghada Urlaub ( Juni ) eine Einladung von unseren Beachboy bekommen in zuhause in Dahr zu besuchen und sein Haus ( Wohnung ) kennen zu lernen bzw. seine junge Frau die zur Zeit im 5 Monat schwanger ist.
Und wir haben in versprochen beim nächsten Urlaub die Einladung einzulösen.
Jetzt werden wir ende August wider in unsern Stammhotel sein.Und nun ?? Warten, bis er uns anspricht und fragt ob wir Zeit haben ?

Ihn selbst ansprechen ? Und was bringt man mit ??

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Ich würde derartige Einladungen sehr freundlich und dankend ablehnen. Ich glaube nämlich nicht an die 'reine' Gastfreundschaft ohne irgendwelche Hintergedanken bei derartigen oberflächlichen + vor allem kurzen Bekanntschaften. Normalerweise stellt eine private Einladung von einem Moslem eine grosse Ehre dar, die auch nicht ohne Bedacht ausgesprochen wird - normalerweise.
Der 1. Kellner, der uns in unserem Mai Urlaub für 3 Tage bediente um dann zu seiner Familie nach Alexandria zu fahren hat mich (aber nur mich) im Beisein meines Mannes eingeladen mitzukommen und trotz Ablehnung mehrmals. Das fand ich schon sehr merkwürdig und habe es als Naivität abgetan. Aber eigentlich hat das mit Gastfreundschaft nichts aber auch gar nichts zu tun sondern viel mehr mit Respektlosigkeit Frauen aus westlichen Ländern gegenüber. Unser Zimmercleaner hat mich an meinem vorletzten Tag gefragt, ob er wohl in Deutschland einen Job bekäme. Mein Mann saß auf dem Balkon und die Balkontür wurde während des Gespäches vom Cleaner geschlossen! Als ich das verneinte und ihm sagte, dass es sehr viele Arbeitslose in Deutschland gäbe und ich daher seine Chancen als nicht gut ansehe und ihm obendrein erklärte, dass er auch keine Aufenthaltserlaubnis und Arbeitserlaubnis bekäme, meinte er, das sei aber doch anders, wenn er eine Deutsche heiratete. Das habe ich dann bejaht und ihn gleichzeitig gefragt, was das denn wohl solle, da er doch mit Sicherheit verheiratet sei. Das gab er dann zu und zeigte mir ein Foto seiner kleinen Tochter mit der Bemerkung er sei ja Moslem und könne mehrere Frauen heiraten wie sein Vater. Ich habe ihm dann noch gesagt, dass das aber in Deutschland gesetzlich verboten sei. Zum guten Schluß wollte er doch tatsächlich meine private eMailadresse haben was ich direkt und rundheraus abgelehnt habe. Was für eine Unverschämtheit+ Frechheit! Darüber hinaus gedenke ich natürlich nicht eine Einladung oder eine Bürgschaft für einen Deutschlandaufenthalt zu übernehmen. Da kann man aber mal sehen, das sich das Traumziel Deutschland bis in die hintersten Nildörfer herumgesprochen hat.
Ich möchte nur noch erwähnen, das ich seit über 20 Jahren mit Moslems aus allen Ländern des Mittleren Ostens zusammenarbeite und von diesen Kollegen - die ich zum Teil als Freunde bezeichnen möchte, ein solches Verhalten - ganz speziell mir als Frau gegenüber - nicht kenne. Ausserdem war ich bereits vor mehr als 20 Jahren das erste Mal in Ägypten und kann nur sagen, es wird immer schlimmer - aber das liegt natürlich sehr am Verhalten vieler weiblicher Touristen in moslemischen Ländern. Schade!