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mit dem Mietwagen von Calgary nach 'Vancouver

Geplant Angeheftet Gesperrt Verschoben Kanada
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  • FamilieSchmidF Offline
    FamilieSchmidF Offline
    FamilieSchmid
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Wir möchten mit dem Mietwagen (6 Erwachsene) im September von Calgary nach Vancouver. Vancouver Island sollte auch mit dabei sein. Bei den Autovermietern ist es nicht so einfach ein entsprechendes Auto zu finden. Platz für Gepäck ist mitunter nicht ausreichend. Hat jemand gute Erfahrungen mit einem Anbieter? Wir kommen am 3.9. um 16.15 Uhr in Calgary an und wie ich hier im Forum erfahren habe, ist Calgary nicht unbedingt sehenswert. Gibt es Sinn, das Auto sofort am Flughafen zu übernehmen und dann die 1. Übernachtung außerhalb von Calgary - Richtung Banff - zu buchen? Folgende Strecke haben wir uns vorgestellt 
    Banff / Icefield Parkway / Mt. Robson / Clearwater / Kamloops / Whistler / Vancouver Island / Vancouver

    Buchen wollten wir nur die 1. Uebernachtung und die letzten 3 Tage Vancouver. Kann uns jemand Unterkuenfte empfehlen. Gemuetlich und naturnah waere unser Hauptaugenmerk.

    Es ist unsere 1. Kanadareise und obwohl ich staendig im Forum stoebere, f'aellt einem doch immer wieder etwas Neues ein.

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    • harryhhH Offline
      harryhhH Offline
      harryhh
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Hallo Familie Schmid,
      ich glaube so ein Auto gibt es nicht, 6 Personen plus Gepäck...hmmmm

      Alternativen: 2 große Fahrzeuge, 2 Wohnmobile...........Euer Problem ist nicht die Route oder Campgrounds oder so, sondern die grundsätzliche Urlaubsform als solches...

      Gruss Harry

      1 Antwort Letzte Antwort
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      • HC-Mitglied1962447H Offline
        HC-Mitglied1962447H Offline
        HC-Mitglied1962447
        Verwarnt Gesperrt
        schrieb am zuletzt editiert von
        #3

        FamilieSchmid:
        Wir möchten mit dem Mietwagen (6 Erwachsene) im September von Calgary nach Vancouver. Vancouver Island sollte auch mit dabei sein. Bei den Autovermietern ist es nicht so einfach ein entsprechendes Auto zu finden. Platz für Gepäck ist mitunter nicht ausreichend. Hat jemand gute Erfahrungen mit einem Anbieter? Wir kommen am 3.9. um 16.15 Uhr in Calgary an und wie ich hier im Forum erfahren habe, ist Calgary nicht unbedingt sehenswert. Gibt es Sinn, das Auto sofort am Flughafen zu übernehmen und dann die 1. Übernachtung außerhalb von Calgary - Richtung Banff - zu buchen? Folgende Strecke haben wir uns vorgestellt 
        Banff / Icefield Parkway / Mt. Robson / Clearwater / Kamloops / Whistler / Vancouver Island / Vancouver
        Hallo!

        Stimmt, vom Flughafen Calgary kann man sich in knapp 2 Stunden direkt Richtung Westen verabschieden, um zum ersten Mal in Banff zu übernachten. Calgary fand ich nicht sonderlich toll und Kanada hat viel mehr zu bieten als Großstädte, also nix wie weg.

        Mit 6 Erwachsenen wird es wirklich eng und welche Größe von Kraftfahrzeug schwebt einem denn vor? Es kann ja nur ein Riesen-Van werden und meines Wissens haben die üblichen Autovermieter nur bis zum Fullsize SUV etwas im Angebot. Ich habe  gerade mal geguckt bei meinem Favoriten www.alamo.com - da kostet ein Fullsize SUV für 3 Wochen ca. 673 CAD. Und für 6 Personen ist das immer noch nix. Ein normaler Fullsize PKW dagegen schlägt mit 290 CAD zu Buche. Will sagen: mietet auch ZWEI Fahrzeuge und fahrt im "Konvoi". Das Autofahren in Kanada ist so entspannt wie man es sich nur vorstellen kann, man verabredet sich einfach am nächsten Stopp und außerdem gibt's Mobiltelefone, und für den Notfall holt man sich zwei kanadische Sim-Karten, dann wird's preiswert mit dem Telefonieren.

        Eure angegebene Route ist eine der Hauptrennstrecken für Kanada-Reisende. Da kann man einiges sehen. Ob man unbedingt nach Whistler muss, naja... ich fand's nicht so als ein MUST SEE, muss ich sagen, dafür hätte ich ein paar andere Tipps parat. Der erste: packt nicht zu viel in Eure Reise, fliegt lieber in einem anderen Jahr noch einmal hin. Das ist der größte Fehler aller Erstreisenden, dass sie alles in einem Urlaub sehen wollen und das klappt nicht, denn man hockt da nur im Auto und reißt die langen Distanzen ab. Zum Naturbewundern bleibt dann kaum Zeit und deswegen war man doch eigentlich nach Kanada gefahren, oder?

        Allein in Banff kann man mindestens drei Nächte verbringen. Es sind immerhin 8 Stunden Zeitunterschied zu Alberta. Den Johnston Canyon muss man abgewandert haben, das geht auch ganz früh am Morgen, wenn einen der Jetlag aus dem Bett treibt und es ist herrlich, das tolle Naturschauspiel in aller Ruhe zu bewundern, wenn alle anderen Touristen noch schnarchen. Man muss Lake Louise besuchen, die Fairmont Hotels in L.L. und in Banff, wo man auch einen Snack nehmen wollte, oder wenn verfügbar, den High Tea nach britischem Zeremoniell.

        Ein Frühtsück empfehle ich im Post-Hotel Lake Louise zu nehmen, ist unter schweizerischer Leitung. Zum Übernachten jenseits aller normalen Reisebudgets, aber es ist einfach schnuckelig, in der romantischen Natur Kanadas schweizer Dialekt zu hören und erstklassige Gastlichkeit zu genießen.

        Eine Alternativroute führt nach Norden von Banff über den Icefield Parkway nach Jasper. Auch wenn Ihr an Eurer Route festhalten wollt, muss man unbedingt mindestens bis zum Columbia Icefield fahren und dann eben wieder zurück. Oder man wählt die Route, welche nach Norden Richtung Prince George führt. Da hat man den Vorteil, schon mit weniger Tourismus konfrontiert zu werden, denn dies ist etwas für Naturmöger 🙂

        Auf dem Wege dorthin kommt man an einer unglaublichen Attraktion vorbei, der Westernstadt Barkerville. www.barkerville.ca  Das fanden wir einfach nur grandios. Man fährt ein Stündchen vom Highway nach Osten, bis man dieses Goldgräberörtchen erreicht, aber was die kanadische Touristenverwaltung hier auf die Beine stellt, ist einfach unvergleichlich.

        Angestellte des Staates British Columbia spielen eine Rolle: der Schmied, die Lehrerin, der Geschäftsmann, die Stadt ist bewohnt, und zwar mit Menschen in originalen Kostümen, die sich benehmen und sprechen wie in der alten Zeit. Die Läden packen Mitbringsel nach dem Kauf in Packpapier mit Packband ein, Plastiktüten gibt es nicht. Freilich versteckt unter der Ladentheke ist das Kreditkartenlesegerät. Das war eines unserer Highlights auf der nördlichen Route.

        Vancouver Island ist eigentlich eine ganz eigene Reise wert, so viel hat die Insel zu bieten. Sie misst von Nord nach Süd an die 450 km, also - wenn man hier drei Nächte verbringt, hat man eigentlich noch gar nichts entdeckt. Bitte überdenkt, ob Ihr das alles wirklich in den Urlaub hineinpacken wollt, es sei denn, Ihr wollt 5 bis 6 Wochen unterwegs sein.

        Wenn man die nördliche Route wählt wie ich sie beschrieb, geht es dann von Prince George (ein Ort zum Übernachten jedoch ohne jeden Charme) weiter nach Westen, bis man bei Prince Rupert an die Küste trifft. Da geht's dann nur mit dem Schiff weiter und zwar mit BCferries, einer Autofähre nach Süden auf der berühmten Inside Passage. Das sollte man rechtzeitig buchen, inklusive Übernachtungen in Prince Rupert und vor allem einer solchen am Ankunftsort Port Hardy im Norden Vancouver Islands. Denn die Fähre kommt dort nach 16stündiger Fahrt an, und es wird 23.30 Uhr nachts sein, in Nullkommanix füllen sich dort die Hotels, wenn man reserviert hat.

        Die Reise lohnt sich: geheimnisvolle Passage, die an Norwegen erinnert und mit etwas Glück Wale zu beobachten! Die Fähre ist natürlich genial, ein Kreuzfahrtschiff fast und wer nicht die ganze Zeit herumsitzen will, kann sich bequeme Liegesessel in der Aussichtslounge hinzubuchen oder sogar kleine Kabinen, natürlich gegen Aufpreis.

        Auf Vancouver Island gibt es, wie erwähnt, massig zu besichtigen. Borealer Regenwald, so nennt sich die Gegend und sagt eigentlich schon alles. Es kann kühl und feucht sein, sehr feucht, aber das macht den Reiz aus und wenn Ihr nicht wetterfest wäret, dann hättet Ihr Euch die Karibik ausgesucht. Umso schöner, wenn die warme Sonne alles in einen üppigen Lichretzauber taucht.

        Kein Vancouver Island ohne Westküste!!! Tofino ist ein Begriff, ist aber stets von jungen hippen Surfern in Beschlag genommen und lohnt daher zwar den Besuch, aber die Übernachtung nicht. Eher empfehle ich Ucluelet, ein paar km südlich davon. Dort haben wir eine der reizvollsten Hotels gewählt, die wir jemals sahen: Waters Edge Resort at Pacific Rim - diese Anlage habe ich bewertet. Auf dem Weg von der Ost- zur Westküste kommt man bei Cathedral Grove vorbei, einer Stelle mit geradezu gigantischen Bäumen. Vollgeparkt meistens, aber es lohnt sich das warten, notfalls weiterfahren, wenden später wieder probieren, Leute kommen und gehen, und am Ende findet man einen Parkplatz.

        In Victoria spätestens sollte man im Fairmont Empress Hotel seinen High Tea nehmen, aber dazu wird Sakko mit Krawatte erwartet. Klingt zwar dämlich, so etwas auf die Reise nach Kanada mitzunehmen, aber: lasst Euch das nicht entgehen! Einmalig.

        Du meine Güte.. ich gerate ins Schwärmen... aber Kanada ist ein Land zum Träumen. Eure Reise wird vermutlich in Vancouver enden, nehme ich an. Sie gilt als die schönste Stadt Kanadas, wenn nicht Nordamerikas, in harter Konkurrenz zu San Francisco. Nehmt Euch Zeit. Und falls Ihr nur drei Wochen oder kürzer bleiben wollt, streicht bitte-bitte die Punkte etwas zusammen, es wird sonst zu ambitioniert. Wie gesagt: autofahren statt Natur erleben - sollte in Kanada nicht sein.

        Zum PKW noch: vergleicht die Preise und Konditionen! Die deutsche seite www.alamo.de verlangt oft direkt die Bezahlung, auf www.alamo.com gibt es meistens die Reservierung mit Bezahlung erst am Abholtag. Und: der Wechselkurs entscheidet. CAD kann günstiger als EUR sein! Guckt nach Promotion Codes oder vielleicht arbeitet einer Eurer Verwandten, die mitkommen, in der Reiseindustrie oder bei einer Fluggesellschaft? Da gibt's dann noch Rabatte, satte Rabatte!

        Ein wichtiger Punkt ist auch: zwei kleine PKW verbrauchen meistens viel weniger Treibstoff als ein riesiges Gefährt. Habe schreckliche Erinnerungen an unser Riesenwohnmobil in Alaska: das fraß 25 Liter auf 100 km, also da werden auch die moderate Spritpreise in Nordamerika zum Alptraum 🙂  Zum GPS: falls Ihr lieber mit GPS-Unterstützung fahrt, was in den Städten schon sehr komfortabel ist, kosten diese pro Tag in den Regel 10 bis 12 CAD extra. Bei drei Wochen hat man da also schon locker 250 CAD für ein solches Teil hingeblättert. Ich habe mir schon 2006 ein GPS von Garmin gekauft mit "nüvi-lifetime", also allen Kartenupdates für die gesamte Lebensdauer des Gerätes. Und vor allem mit Nordamerika als Kartenmaterial.

        Heute kann man die deutschen Geräte von Garmin mit den Amerika-Karten nachrüsten und das lohnt sich. Oder wenn man schon eines für Europa hat, das keine Amerika-Karten zulässt: einfach ein günstiges Gerät in Kanada kaufen und wenn man wieder in Deutschland ist: verkaufen an die nächsten Kanada-Urlauber via Ebay!

        So, genug getippt - falls Ihr noch Fragen habt, einfach mailen. Viele Grüße, Volker

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