Was haltet Ihr von Wohnmobil-Tourismus ?
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Hallo Freunde,
es beschäftigt mich schon eine Weile, da unsere Bekannten total davon schwärmen.
Und schon öfters wollten sie uns überzeugen, zusammen mit ihnen mal eine Wohnmobil-Tour zu machen. Südfrankreich oder auch Italien sollten die Ziele sein.
Die Wohnmobile sollten wir mieten.
Konnte uns allerdings nie so richtig begeistern - daher wurde nix daraus.Heute habe ich nun erfahren, dass unsere Freunde vor. Ende Juni ein "niegel-nagel-neues" Wohnmobil bekommen!
Also sich ein eigenes Wohnmobil (ich glaube von Ford wird es, muß aber nochmal genauer fragen) gekauft oder geleast haben.
Mein Kumpel sagte, da würden weit über 40 Tds.€ drinne stecken??
Keine Ahnung, kenne mich da nicht aus!Aber mal ehrlich - lohnt sich soviel Geld?
Die "Kiste" müßte ja das ganze Jahr über aktiv sein, um sich zu rechnen.
Haben sie allerdings auch so ähnlich vor!.
Naja, bin gespannt, wie es sich bei unseren Bekannten entwickeln wird
Mir wär`s jedenfalls zu teuer.Frage:
Was haltet Ihr von Wohnmobilurlauben bzw. deren privater Anschaffung? -
Ich finde es super! Man ist unabhängig, kann jederzeit seinen Standort wechseln und sich wie ein Zigeuner treiben lassen.
Ich habe gerade an der Algarve einige deutsche Wohnmobilbesitzer mit ihren Hunden am Strand kennengelernt. Die bummeln monatelang so durch die Gegend!
Sowas kann man mit Pauschalurlaub garnicht vergleichen! -
@Holzmichel
Ich kann nur auf eine einmalige Erfahrung zurückgreifen, da es sich später nicht mehr ergeben hat. War eine Tour durch den Osten Kanadas, knapp 3 Wochen im Hochsommer.
Ich habe diese Reise in sehr schöner Erinnerung behalten: schönes großes Wohnmobil (wir waren drei Personen), viele und fast leere Campingplätze, Unabhängigkeit...
Was mich sehr stören würde, wären überfüllte Campingplätze.Private Anschaffung ? Lieber erst einmal so ausprobieren, mieten. Und wenn's denn gefällt - warum nicht ? In der Zeit, wo man es selbst nicht nutzt, kann man's vermieten.
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Überflüssiges Zitat entfernt.
@Malini
Zu dieser Kaste zähle ich mich ja auch.
Wenn ich aber jetzt sehe, dass mein Kumpel da vielleicht 45 Tsd € oder mehr hingeblättert hat und von dieser Urlaubsform begeistert ist, interessiert mich die Meinung hier schon.
Natürlich gibt es auch noch den Aspekt, dass solche Urlaubsformen nicht unbedingt die Kassen der RV klingeln lassen.....und daher uns tatsächlich lieber in Hotels sieht....!Sorry übrigens für meinen Eintrag in die falsche Rubrik - danke für die Korrektur!
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Zuerst ein Zelt, später der Wohnwagen und als Krönung das Wohnmobil wäre m.E. die klassische Entwicklungsgeschichte. Es ist wohl ein besonderer Menschenschlag der diese Art von Urlaub als erstrebenswert betrachtet. Vor Allem müssen in einer Partnerschaft auch Beide dahinter stehen. Ich kenne auch Frauen die nicht unbedingt begeistert sind, die alltäglichen Aufgaben mit in den Urlaub zu nehmen. Das Geld (also sparen) kann, aufgrund der Anschaffungs-, Betriebs- und Standkosten, kaum Anlass sein diese Urlaubsform zu wählen. Das Spektrum erstreckt sich schließlich bis hin zur absoluten Luxusklasse.
Unabhängigkeit und Standortwechsel, klar in den Weiten von Kanada oder den USA bestimmt ein stechendes Argument. In Europa, besonders in den warmen Gefilden ums Mittelmeer, sieht das jedoch (zumindest in den Ferienzeiten) auch nicht mehr so rosig aus. Ohne frühzeitige Planung und Reservierung sind dort kaum vernünftige Stellplätze zu bekommen. Bei Eigenanreise mit dem PKW zu einem Hotel kann man mehrmalige Standortwechsel ebenso organisieren und die Mobilität leidet keinesfalls darunter dies ohne Wohnmobil zu tun.
Wer dies als Quereinsteiger mal ausprobieren möchte, sollte sich mal ein Wohnmobil mieten. Verlasse Dich aber nicht darauf wenn Andere begeistert sind, hier helfen nur eigene Erfahrungswerte um für sich selbst zu entscheiden.

Wilfried
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Meine Freundin hatte mit ihrer Familie auch mal eine Zeitlang ein wohnmobil gekauft. Hintergrund war aber der, das der Mann eine Arbeitsstelle in einem anderen bundesland und noch dazu mitten in der Pampa hatte - und da er keine Lust hatte (Wohnung war so kurzfristig nicht zu bekommen) jede Woche in einer anderen Pension zu schlafen, wurde eben eins gekauft. War für ihn eine Betriebsausgabe
.Habe damals, da wir uns schon 20 Jahre kennen die gleiche Frage gestellt. Das Ende vom Lied: das Womo wurde aufgebrochen und ausgeräumt, er fühlte sich nicht mehr icher in der Pampa auf seinem Betriebsgelände in der Nacht und im endeffekt wurde das Womo wieder verkauft. Zuvor hatte es aber einige Kurztrips an die Nordsee (waren nur so ca. 150 km einfach) und eine Tour nach Italien gegeben. Und die Tour gab dann auch noch den ausschlag, das wieder verkauft wurde. Der Platz war super, aber auch teuer. Die Benzinkosten (O-ton) mächtig gewaltig, und dem Mann das Tempo - mit Kids die es irgendwann richtig dicke hatten zu langsam.
Seit dem wird wieder geflogen.
Birgit
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regent0: Zuerst ein Zelt, später der Wohnwagen und als Krönung das Wohnmobil ..... Es ist wohl ein besonderer Menschenschlag der diese Art von Urlaub als erstrebenswert betrachtet
Nicht unbedingt. Bei uns war das Zufall, dass wir mal auf einem Zeltplatz gelandet sind. Wir sind auf gut Glück nach Italien gefahren, weil wir ein "verlängertes Wochenende" ausnutzen wollten und mit uns ganz Bayern.
Und weil wir nicht auf der Strasse stehen wollten, resp. wieder heimfahren wollten, weil wir schon sowas ahnten, haben wir mal vorsichtshalber ein Igluzelt eingepackt.
Dann ist dastatsächlich passiert, was wir befürchteten, wir bekamen kein Zimmer. Alles war voll, vom 5* Hotel bishin zur O* Pension. Und so landeten wir auf einem Zeltplatz und das war laut unseren Kindern damals - der geilste Urlaub überhaupt. -
es spielt keine Rolle, wo RV uns - wer auch immer das sein mag
- lieber sehen... :?Wenn jemand für > 45 K € ein Wohnmobil kauft, wird der wohl in den nächsten Jahren freiwillig kein Hotelzimmer nehmen... Während dieses Forum bei schlappen 13 Seiten herumdümpelt, liegt bspw. das TR-Forum bei weit über über 400 Seiten...
Caravan-Urlauber sind - wie regent0 schon schrieb - ganz anders gestrickt...

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@Malini , die Kassen der "Reisevereinigungen"
(Reisebüros/Veranstalter .... und alles was darunter fällt) klingeln bei uns schon.
Wir sind immer schon zweigleisig gefahren resp. geflogen. Ich kenne sehr viele die an Pfingsten und Ostern mit dem Wohnmobil oder mit dem Zelt unterwegs sind aber ihren Haupturlaub immer noch anders planen. -
Habe vorhin nochmal mit meinem Kumpel telefoniert.
Es war nicht ganz richtig, was ich geschrieben hatte, denn erstens ist es kein Ford sondern ein Fiat Basis-Fahrzeug, wo ein Knaus drauf ist.
Auch hat er schon ein paar km drauf, war bei Händler ein Aussteller mit Zulassung aus anfang Januar.
Genaue Summe habe ich nicht rausbekommen, scheint aber sogar an die 50 Tsd. heranzukommen.
Mein Kumpel sagte noch, dass so eine Kiste ganz neu noch über 10 Tsd. € teurer gewesen wäre......!Boah, was für Summen !
Ist aber halt sein und sicher auch ihr Traum, wobei ich mir da nicht so ganz sicher bin.
Die Nutzung will er sich vorerst mit seinem Bruder reinteilen, wenn er dann in 3 Jahren im Ruhestand ist, wollen sie intensiv unterwegs sein. -
okay - ich hab' immer den Eindruck, die Wohnwagen/Caravan-Urlauber wären Hardcore-Fans...
ja, ja, was für Summen - und plötzlich braucht man für den Wohnwagen noch 'nen Mover (Rangierhilfe) usw. usf. ...

Nur mal so nebenbei bemerkt: Basis-Fahrzeug = Chassis bzw. Fahrgestell...

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@Malini, danke für die "nebenbei-Bemerkung" !
Obwohl Autofan, kenne mich da nicht wirklich aus.Was er dann noch alles dazu gebrauchen wird - keine Ahnung.
Eine Zugmaschine sicher nicht, wohl aber fast einen zweiten Hausrat zur Bestückung des Wohnmobils.Sorge um´s Bezahlen muß er übrigens nur wenig haben - er ist Beamter !
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Wir haben bereits 3 x einen Womo-Urlaub gemacht und das war eine tolle Sache. Allerdings mit einem gemieteten Womo, welches komplett ausgestattet war. Meiner Meinung nach macht es aber nur Sinn bei einer Rundreise. Man ist unabhängig, kann anhalten, wo man möchte und muss nicht aus dem Koffer leben. Große Städte haben wir gemieden. Natürlich muss man auch hin und wieder Campingplätze aufsuchen, um Wasser zu tanken, Abwasser zu entleeren, Akkus wieder aufzuladen usw. Man darf auch nicht überall übernachten.
Wenn ich eingefleischter Campingfan wäre (bin ich nicht) und an einem festen Platz bleiben wollte, dann wäre für mich ein Wohnwagen eine preisgünstigere Alternative. Das Ding bleibt auf seinem Platz stehen und man kann Tagestouren ohne dieses Anhängsel machen.
Ein gutes Wohnmobil kostet ab ca. 40.000 €, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Für uns käme das nicht infrage, denn für diesen Betrag können wir schon viele andere schöne Reisen machen. Ich kenne 3 Familien, die ein Womo bzw. einen Campingwagen haben und diese fahren auch überwiegend damit in den Urlaub. Da alle noch berufstätig sind, nutzen sie ihre Campingfahrzeuge aber gar nicht so häufig. Man hat ja nicht unbegrenzt Urlaub und auch nicht jedes WE Zeit, um wegzufahren.
Wenn man in Rente ist und zeitlich unabhängig, stell ich es mir schon toll vor, ein Womo zu haben und damit wochen- oder monatelang durch die Gegend zu kutschieren. -
Ich kenne ein Rentnerpaar, die haben mit Beginn seiner Rente, damals 55, Offizier bei der Bundeswehr, in den USA ein Wohnmobil gekauft und sind damit 2 Jahre durch alle Bundesstaaten bis auf Hawai, zusätzlich 1 Jahr Kanada, bevor sie sich in San Diego niederließen. Für mich ein faszinierender Gedanke

Das Womo haben sie nie verkauft und machten jedes Jahr weitere ausgedehnte Touren.
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Hallo,
Gott sei Dank hat mein Mann als "Neurentner" nicht diese Wünsche, denn dann würde es wohl zu einer Ehekrise kommen
. In jungen Jahren war ich einmal auf einem Campingplatz, und das reichte fürs Leben
. Ich hasse es, auf einem Campingplatz mit Toilettenpapierrolle und "Kulturbeutel" rumzulaufen. Wir hatten uns damals ein Womo gemietet, aber der " Toiletten/Dusche/Badezimmerraum" diente als Abstellkammer, weil das Womo viel zu klein war
.Da setzen wir uns lieber ins Cabrio und düsen damit in den Süden, übernachten in schönen Hotels/Pensionen und genießen ein wenig Luxus.
Mir reichen die Womos, die in den Alpen mit Tempo 30 vor uns herkriechen

Aber jeder so wie er mag!

LG
reiselilly -
Bei den drei Familien mit eigenem Womo bzw. Wohnwagen, die ich persönlich kenne, ist es so:
Familie A hat einen Wohnwagen und urlaubt damit 2 Wochen im Sommer und auch schon mal über Ostern. Zusätzlich fliegen sie im Herbst gerne für 1 Woche in die Türkei.
Familie B hatte jahrelang einen Wohnwagen und nun seit ca. 3 Jahren ein Womo. Überwiegend machen sie damit Urlaub, aber aktuell kamen sie gerade von einer Kreuzfahrt zurück.
Familie C fährt nur noch mit dem Womo, weil sie da ihren Hund mitnehmen können.
Dazu muss ich sagen, dass die Familien inzwischen alle erwachsene Kinder haben und diese meistens gar nicht mehr mitfahren.
Und alle drei vermieten ihr Fahrzeug nicht weiter, sondern nutzen es ausschliesslich selbst. -
Hallo,
erstmal danke für Eure Meinungen.
Ich habe vielleicht vergessen zu erwähnen, dass es bei meinen Bekannten nur ums Verreisen zu zweit geht !!
Enkelkinder haben sie leider (noch) nicht!