Ich will Reisen - spreche und schreibe aber nur deutsch !
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Hallo Leute,
wie schon öfters nach Mitternacht, eröffne ich mal ein neues Thema.
Diesmal entstanden aus meiner heutigen Teilnahme an einem US-Autoforum, wo ich leider wegen meinem relativ schlechten Englisch einige Missverständnisse erzeugt habe.Jetzt mal hier auf den Bereich "Reisen" bezogen:
Wie wichtig ist Euch bzw. überhaupt das Beherrschen einer Fremdsprache - z.B. englisch oder gar der Landessprache des Reiselandes (also z.B. spanisch, italienisch usw.)- wenn Ihr auf Reisen seid bzw. Reisen plant ??
Welche haftenden Erlebnisse habt ihr als Sprachunkundige dabei schon registrieren müssen......oder sonst was erlebt/erleben müssen ??
P.S. betr. meiner Sprachen(un)kenntniss war ich nicht zu blöd dafür, sondern hatte ganz einfach nicht die Möglichkeiten! Selbst mein (staatlich festgelegtes) erlerntes Russisch habe ich über die vielen Jahren fast komplett vergessen - sorry !
mfG
Erwin -
... ich hatte auch das staatlich festgelegte russisch.... allerdings im wahren leben nie benutzt - somit vergessen ... ich habe über online-kurse immer mal wieder mehr oder weniger verstärkt mein ost-schul-englisch aufgefrischt ... so wie jetzt auch 1 stunde am tag vokabeln etc... ich bin mit meinen englischkenntnissen bisher durch viele länder gereist ... kann sagen was ich möchte, mich unterhalten ... sicher sage ich nicht alles richtig, vor allem wenn es an die grammatik geht, aber man versteht mich meist und ich kann mich äußern ... wenn mir ein wort nicht einfällt umschreibe ich es eben mit anderen mir bekannten wörtern.... die leute haben bisher immer verständnis und geduld aufgebracht oder sich sogar gefreut das man sich bemüht ... nicht immer verstehe ich jedes wort - wohl aber den groben inhalt schon ...
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@Holzmichel
Du hast doch glatt vergessen das Ding mit einer besonders 'originellen Umfrage' zu versehen...?! -
Holzmichel,
Dass der Russisch Unterricht staatlich verordnet war, ist 25 Jahre her. Du machst ja heuer auch nicht Deine erste Reise, oder?
Üblicherweise kommt man im Urlaub mit ca 100 bis 300 Worten Englisch ganz gut hin. In den meisten Ländern sprechen die im Tourismus Beschäftigten auch nicht mehr. Diese Kenntnisse lassen sich bei der VHS, online oder in Sprachschulen in recht kurzer Zeit erwerben .
Für ne Konversation in nem Special-Interest-Forum reicht das natürlich nicht. Nun kommts also drauf an, wie wichtig Dir das ist. Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch...

Und ja, mein Schulenglisch ist fast 35 Jahre alt, Französisch noch älter. Englisch habe ich aber immer benutzt, eben weil ich es für wichtig hielt. Und weil es mir auch Spass macht, international unterwegs zu sein und mich mit vielen anderen Menschen verständigen zu können und mich auch mal mit Gästen anderer Nationen unterhalten zu können und nicht immer nur auf die Landsleute angewiesen zu sein. Alleine das kann einen schon vor haftenden Erlebnissen im Urlaub schützen

Die zwei Jahre Französisch reichen immer noch dafür, etwas zu essen und zu trinken zu bekommen, zu grüßen und etwas einzukaufen. Viele Worte sind schnell wieder da, die Grammatik will ich lieber nicht erwähnen, aber sobald jemand sieht, dass man sich bemüht, wird das Leben sehr viel leichter.
In Angkor konnte ich mich auf die Tour sogar mit einer Frau austauschen, die ausser Khmer und ein paar Worten Französisch aus der Zeit des Kolonialreiches nichts sprach. Wir hatten auch mit den wenigen gemeinsamen Worten und Händen und Füssen viel Spass und solche Momente machen Reisen unvergesslich.Selbst in Tourismusregionen in denen Deutsch quasi vorausgesetzt werden kann, sind ein paar (aufgeschnappte oder aus dem Reiseführer) Worte der Landessprache immer eine Art Türöffner und auch "Serviceverstärker".
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inwiefern unterscheidet sich nun dein Thread zu Freddohos "Verständigung im Ausland"-Thread?
Im übrigen dürfte wohl jeder, der reist, eine oder mehrere Fremdsprachen benötigen und diejenigen, die Urlaub machen, eher weniger...

Bleibst du nicht eh immer in Deutschland?
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Malini:
@holzmichel,inwiefern unterscheidet sich nun dein Thread zu Freddohos "Verständigung im Ausland"-Thread?
Ehrlich gesagt - diesen Thread kannte ich garnicht !
Danke für den Link, kourion.und da`s in @freddohos Thread tatsächlich um die gleiche bzw. ähnliche Thematik geht, kann dieser Thread gerne auch geschlossen werden !
Trotzdem danke für Eure Antworten.
Erwin
P.S. da sieht man mal, dass ich mehr retoure lesen muss, um alles mitzubekommen.
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Hallo,
ich arbeite in einem Kaufhaus in einer Stadt in der auch oft Touristen unterwegs sind. Es kommt immer wieder vor, dass Kunden vor mir stehen und in ihrer Heimatsprache an mich hinreden. Sie verstehen weder Deutsch noch Englisch. Ich denke dann immer , die müssen mutig sein, ich würde mich nicht trauen in ein Land zu reisen, ohne mich wenn schon nicht in der Landessprache, dann wenigsten auf Englisch unterhalten zu können.
Viele Grüße Silvia -
Ich habe die Erfahrungen in meinen Türkeiurlauben gemacht, dass wenn man egal wo man sich befindet, ob im Restaurant, beim shoppen oder bei der Begegnung der Putzfrau ein freundliches ...Merhaba, nasilsin .... immer ein lächeln auf das Gesicht zaubert oder die Cola schon frisch gezapft auf der Bar steht wenn man sich dieser nähert. Auch kosten die Kekse im Supermarkt dann nur noch 40 Cent statt 1,50 €

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Auch in asiatischen Reiseländern erweisen sich einige Worte in Landessprache als sehr hilfreich, selbst wenn es nur eine freundliche Begrüssungsfloskel ist.
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Ich halte es für unabdingbar( auch wenn ich "nur" russisch in der Schule hatte) zumindest Bitte, Danke etc in der jeweiligen Landessprache zu können, das lernt sich.
Dazu gibt es gute Wörterbücher und vor allem einen Willen es zu versuchen.25 Jahre nach der Wende sollte Englisch in unserer Generation nun wirklich erlernbar gewesen sein, zumindest die notwendigsten Dinge.Aber nun ja, komme gerade aus Ungarn wieder, da gibt es Deutsche die seit 20 Jahren dort Häuser haben und bis heute nicht in der Landessprache Guten Tag sagen können...rege sich noch einer über Deutschlands Ausländer auf....
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Maxilinde:
komme gerade aus Ungarn wieder, da gibt es Deutsche die seit 20 Jahren dort Häuser haben und bis heute nicht in der Landessprache Guten Tag sagen können...
Hatte auch Deutsche kennengelernt, die sich schon vor Jahren in einem Weindorf am Balaton ein Haus gekauft hatten und kein Wort ungarisch sprechen ( oder nicht wollen).
Erstaunlicherweise brauchen sie es aber in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft auch nicht, denn diese alteingessenen Ungarn sprechen verdammt gutes Deutsch - woher auch immer.
Hatte bei unserem Kennenlernen sogar das Gefühl, dass diesen Ungarn die neue deutsche Nachbarschaft sogar angenehmer war, als wenn Ungarn in das Haus eingezogen wären....!!Übrigens könnte ich Dir jetzt in Berlin einige Strassenzüge nennen, wo die deutsche Sprache echt unerwünscht ist.........mach ich aber nicht, denn das ist eine andere "Baustelle" !!
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Beiträge wie diesen gerade habe ich befürchtet !
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bernhard707:
Auch in asiatischen Reiseländern erweisen sich einige Worte in Landessprache als sehr hilfreich, selbst wenn es nur eine freundliche Begrüssungsfloskel ist.==============================================
Prinzipiell hast du Recht,
aber-
Fragt sich nur ob sie dich auch verstehen