QM2 von CUNARD
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Scheinbar hat die QM2 keinen eigenen Strang im Forum, wenn doch, möge man mir verzeihen!
Hier ist also, was ich zu sagen habe: Das Schiff wird in der Werft von Blohm + Voss, Hamburg, überholt - in welchem Ausmass ist mir nicht bekannt, jedoch scheint der Einbau von um die 15 Einzelkabinen vorgesehen zu sein. Das Ganze findet in der Zeit vom 27. Mai bis 21. Juni 2016 statt. Wer also 2016 eine Fahrt mit der QM2 plant, kann sich schon einmal organisieren.
Bon voyage!
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Dazu gibt es eine Pressemitteilung von Cunard, die Du u.a. hier lesen kannst ;-)!
Neben 15 Einzelkabinen (Außen) werden auch 5 neue Innenkabinen und 30 Britannia Club Balkonkabinen geschaffen. Außerdem gibt es mehr Platz für Hunde und Katzen (10 zusätzliche Kennels zu den 12 bestehenden). Über den Hydranten für amerikanische Hunde und den Laternenpfahl für europäische Hunde reden wir jetzt besser nicht
.Gruß
Carmen
nach deren Erfahrung im Jahr 2013 eine Renovierung des Schiffs dringend nötig ist!
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steamboats
nach deren Erfahrung im Jahr 2013 eine Renovierung des Schiffs dringend nötig ist!
Nun, ganz so dramatisch sehe ich es eigentlich nicht. Betrachtet man die hervorragende technische Ausstattung, die weltweit wohl führend sein dürfte, verbunden mit der grosszügigen Raumaufteilung und dem vorbildlichen Service, kann man, so glaube ich, doch ganz gut über ein paar rostige Stellen und kaputte Stühle hinwegsehen. Ich habe insgesamt bisher etwa ein halbes Jahr auf dem Schiff verbracht und reise mit keinem anderen mehr. Sie hat halt nun 10 Jahre auf dem Buckel, ist ununterbrochen im Einsatz und noch immer umwerfend. Mal sehen, wie sie nach der Renovierung ausschaut.
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.... Sie hat halt nun 10 Jahre auf dem Buckel, ist ununterbrochen im Einsatz und noch immer umwerfend. Mal sehen, wie sie nach der Renovierung ausschaut....
Ja, sie ist ein wunderschönes Schiff, aber auch wir waren auf den letzten Reisen ein wenig entsetzt, wie ramponiert sie in einigen Bereichen aussieht.
Daher freuen wir uns auch auf die Renovierung.
Dann ist sie auch für uns wieder "im Rennen".
Gruß, Jo.
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Über Rostflecken rede ich nicht! Darüber kann ich hinwegsehen.
Blinde Scheiben in fast allen öffentlichen Räumen, komplett durchgesessene Stühle (bei denen man auf dem Holzrahmen statt der Polsterung sitzt und das waren nicht nur einzelne Stühle, sondern schlicht alle im Kings Court) halte ich dagegen für dringend renovierungsbedürftig.
Die großzügige Raumaufteilung ist ja nett, spiegelt sich aber nicht in einem völlig verbauten Buffetrestaurant wider. Auch sonst ist das Schiff teilweise etwas gewöhnungsbedürftig. Immerhin, mir ist es gelungen den Nachtclub G32 in einer nur 2 Nächte Fahrt zu finden. Dem Gros der Passagiere wohl nicht, wenn ich dessen Auslastung so gesehen habe. Vermutlich findet man den auch bei einer TA erst am Tag 5.
Der vorbildliche Service ist auch nicht besser als bei anderen Mass Market Reedereien - sorry, aber wenn die Tassen am Buffet ausgehen und der Koch die alten Pancakes auf die frischen drauflegt, um dann noch die bereits von hunderten Passagieren benutzte Zange quer über die Pancakes zu legen, dann hat das für mich nichts mehr mit vorbildlichem Service zu tun. Auch das Britannia war servicetechnisch eher gutes Mittelmaß. Essenstechnisch war der Kings Court das wohl schlechteste Buffetrestaurant, das ich jemals auf einem Schiff erlebt habe.
Was bitte verstehst Du unter "hervorragender technischer Ausstattung"?? In den letzten 10 Jahren hat sich die Technik rasant entwickelt. Scrubber sind bei Cunard noch gänzlich unbekannt (kommen aber vermutlich jetzt, weil es ohne nicht mehr geht). Derzeit geht man davon aus, dass ein Neubau 30% energieeffizienter ist als ein drei Jahre altes Schiff. So gesehen, ist die QM2 ein schiffsbautechnischer Dino.
Dekormäßig und auch sonst von den öffentlichen Räumen hat das Schiff durchaus was und gefiel mir auch ganz gut. Die Kabinen waren ebenfalls sehr schön, wenn auch ein bisschen altbacken.
Aber bei einer Reederei wie Cunard wäre ich davon ausgegangen, dass so etwas wie die Stühle einfach nicht vorkommt und diese schon vor Jahren ausgetauscht (oder aufgepolstert) worden wären. Das ist ja nichts, was man nicht im laufenden Betrieb machen könnte.
Auch wenn mir bewusst ist, dass eine Kurzreise so ihre Tücken hat und es auf der normalen TA anderes zugeht. Manche Mängel kann man nicht leugnen. Und auch mit den Abstrichen für das Thema Kurzreise war es leider eines meiner schlechtesten Kreuzfahrterlebnisse.
Das Beste war noch der komplette Stromausfall während des Abendessens mitten während der Ausfahrt im The Solent, der dann erst nach einigen Minuten vom Commodore dahingehend kommentiert wurde, dass wir zwar antriebslos aber in völlig sicherem Gewässer seien... nun denn, eine viel befahrene, enge Wasserstraße und ein Schiff ohne Antrieb.... Honi soit qui mal y pense!
BTW, andere Schiffe werden schon deutlich früher renoviert als erst nach mehr als 10 Jahren.
Gruß
Carmen
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Carmen,
was die technische Ausstattung angeht, gibt es kein anderes Schiff, das 50 km/h leisten kann. Ich weiss nicht, wo wir geblieben wären, als 2011 u.a. vor der Küste Japans Seebeben ausbrachen, und noch weit mehr als das. Mein Bericht kann gelesen werden.
Kritik ist gut und schön und kann hilfreich sein, aber Dein Kommentar ist überkritisch und kleinkariert, sorry.
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hollerie,
sorry, aber die Geschwindigkeit eines Kreuzfahrtschiffs hat nichts mit "hervorragender technischer Ausstattung" zu tun. Das Schiff wurde speziell für TAs sozusagen im Liniendienst konzipiert und dem ist die höhere Geschwindigkeit geschuldet, die übrigens aus energetischen Gründen (sprich viel zu hoher Treibstoffverbrauch) nur dann ausgenutzt wird, wenn es wirklich erforderlich ist. Ansonsten kannst Du vielerorts nachlesen, dass die QM2 regelmäßig Probleme mit ihrem Antrieb hat. Deswegen war sie auch mehrfach im Trockendock. Die Carinval Corp hat damals auch den Hersteller der Mermaid-Propellergondeln auf Schadensersatz verklagt und gewonnen.
Sorry, aber ich weiß nicht, was bei dem von mir geschilderten, gravierenden Hygienemangel "überkritisch und kleinkariert" sein soll. Die CDC hätte ihre Freude daran gehabt. Und die Unzulänglichkeiten des Kings Court sind bei Kreuzfahrtkennern mehr als bekannt. Wenn dann noch Mobiliar im genannten Zustand dazu kommt und Servicemängel, dann ist eine Kritik durchaus berechtigt.
Ich hätte es von Cunard besser gefunden, der QM2 eine Aufhübschung schon zum mit viel Pomp gefeierten 10. Geburtstag zu gönnen (bzw. natürlich davor). Die anderen Schiffe wurden auch schon früher aufgehübscht. Das Flagschiff aber nicht. Ja, 2011 wurden anlässlich eines Werftaufenthalts die Kabinen mit neuen Teppichen, Vorhängen und Betten ausgestattet - ein Routinevorgang nach der Nutzungszeit.
Gruß
Carmen
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Carmen,
selbstverständlich hat die max. mögliche Geschwindigkeit des Schiffs etwas mit technischer Exzellenz zu tun, womit sonst? Hatte ich nicht auch erklärt, warum? Auch die Belehrungen über weitere Technik sind mir bekannt. Abgesehen davon, dass sie überall abrufbar sind, hatte ich eine eingehende und hochqualifizierte Lektion von Commodore Bernard Warner höchstselbst, seinerzeit auf der Brücke der QM, während meiner Transatlantik von 2010.
Leider ist er pensioniert.Warum die Reederei letztendlich entschieden hat wie sie entschieden hat wird sie wohl wissen. Nachtreten ändert da überhaupt nichts.
Ach weisst Du, Carmen, ich habe keine Lust auf einen Dauerclinch nach dem Motto "Ich weiss es aber besser, bäh, bäh" - das gehört in den Kindergarten.
Ahoi!
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"steamboats" wrote:
... Sorry, aber ich weiß nicht, was bei dem von mir geschilderten, gravierenden Hygienemangel "überkritisch und kleinkariert" sein soll. Die CDC hätte ihre Freude daran gehabt. ...Meinst Du die Nummer mit den Pancakes und dafür sollte sich das CDC interessieren?!

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doc3366,
ja, das tut sie! Das Schiff fährt bekanntermaßen regelmäßig die USA an und wird entsprechend auch regelmäßig von der CDC kontrolliert (die berühmten "100 Punkte" - bestanden hat man bei 86 Punkten). Eine Vorlegzange, die zur Gänze quer über den Speisen liegt, dürfte da nicht akzeptiert werden. Schon ein schmutziger Teller unter der Spülmaschine bringt einen Punktabzug. Fehlende "Sneeze Guards" (also die dämlichen Scheiben am Buffet, an denen man sich ständig den Schädel anschlägt) sind ein "no go".
hollerie,
sorry, es erschließt sich mir immer noch nicht, was die Geschwindigkeit eines Schiffs mit technischer Exzellenz zu tun haben soll. Es ist halt schlicht so, dass "normale" Kreuzfahrtschiffe nicht mehr als 22 bis 24 Knoten schnell fahren können müssen. Daher wird kein Mensch auf die Idee kommen, sie so zu bauen, dass sie 30 Knoten fahren. Der energiesparende Durchschnitt liegt sowieso bei 17 bis 18 Knoten. Alles drüber kostet zu viel Treibstoff. Für den TA-Verkehr der QM2 meinte man halt ein schnelleres Schiff bauen zu müssen.
Unter technischer Exzellenz würde ich eher den Einbau neuer, bahnbrechender Techniken verstehen, die zu einem geringeren Treibstoffverbrauch, niedrigeren Emissionen etc. beitragen. Das mag aktuell vielleicht die LNG-Technologie sein. Oder die Luftbläschen unter dem Rumpf, die bei X oder RCI Schiffen bereits zum Einsatz kommen und die angeblich auch die AIDAprima energieeffizienter machen sollen. Scrubber oder Filtersysteme, die neben Stickstoffdioxid auch CO2 und Rußpartikel filtern, wären ein weiteres Beispiel.
Die QM2 war sicherlich für die damalige Zeit ihres Baus ein mit der damals modernsten Technik ausgestattetes Schiff. Aber im Schiffsbau sind inzwischen 10 Jahre schon Welten.
Gruß
Carmen
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Sorry, aber unter gravierendem Hygienemangel hätte ich mir doch schon etwas Handfesteres vorgestellt, wie z.B. fehlende Kühlung oder auch den von Dir genannten Spuckschutz. Da finde ich "überkritisch" schon passend und habe eine bessere Einschätzung
der Beiträge für meine Verhältnisse.Aber bevor wir hier noch näher auf die Maßstäbe der Doppelmoralweltmeister hinterm Teich eingehen, bin ich schon wieder weg, danke für die Aufklärung

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doc3366,
ähm, ich spreche von einer Zange, die bereits von zig Passagieren angefasst wurde und die der Koch quer über die Pancakes legte. Sprich, die Zange berührte mit dem Griff in voller Breite die Pancakes und auch die nachfolgenden Gäste mussten mehr oder minder die Pancakes berühren, um die Zange in die Hand zu nehmen. Sinn und Zweck der Zange ist es ja, dass der Passagier das ausgelegte Essen gerade nicht unmittelbar mit seinen Fingern berühren muss. So wie die Zange gelegt wurde, war sie prädestiniert, die auf ihr befindlichen Keime munter auf dem warmen Essen zu verteilen (wo sie dann den idealen Nährboden finden, um sich weiter zu verbreiten). Noro lässt grüßen!
Gruß
Carmen
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Na dann hast Du doch wenigstens ne Erklärung, warum die alten Pancakes auch immer mal wieder noch oben geholt wurden

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Nee, die alten lagen ja unten
! Der Koch legte die frischen oben drauf.Die Zange muss mit dem Griff außerhalb der Speisen liegen. In der Regel sollte sie auf einem separaten Teller vor den Speisen liegen.
Das Nachlegen von Speisen sollte eigentlich auch so aussehen, dass - im Fall der Pancakes - die alte Platte mit den Resten weggenommen wird und eine frische neue Platte hingestellt wird.
Die CDC hat ziemlich strenge Vorschriften bei Lebensmitteln, was die Verweilzeit am Buffet angeht und auch die Temperaturen (sowohl bei gekühlten Sachen als auch bei warmen Speisen). Da muss auch alles ordnungsgemäß markiert sein, wann es beispielsweise hingestellt wurde. Klar, Pancakes gehören jetzt nicht unbedingt zu den leicht verderblichen Waren. Aber die "alten" Dinger schmecken halt auch nicht mehr.
Gruß
Carmen
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Hattest Du auf der Vorseite anders beschrieben
"steamboats" wrote:
... und der Koch die alten Pancakes auf die frischen drauflegt,...aber wie auch immer, ich bevorzuge meine Speisen à la minute, was ich bei so einem Schiff fast erwarten würde und überlasse Pancakes gerne den anderen Gästen.
Die Vorschriften und Ansichten der US-Amerikaner zum Gesundheitswesen gerade beim Massentourismus, beleuchte ich jetzt mal lieber nicht, da kann das CDC noch so strenge Vorschriften haben, für mich gibt es in der Beziehung kein scheinheiligeres Volk

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Moin! Wie "a la minute" bei Buffetrestaurant der QM2 funktionieren soll, möchte ich gern mal erleben. Ich war mehrfach auf diesem Schiff unterwegs. Die längsten Reisen waren von Hamburg zum Nordkap für 12 Nächte und von Hamburg nach New York in 10 Nächten. Ich kann mich den Beobachtungen von steamboats nur anschließen. Das Schiff lebt von dem glorreichen Ruf der alten Oceanliner und versucht den Glanz in die heutige Zeit hinüberzuretten, ohne diesem Glanz jedoch die nötige Politur mitzugeben. Fazit: er verblasst schneller als man hingucken kann.
Fraglos bietet die QM2 einen extrem guten Raumeindruck - extrabreite Korridore, viele große Räume, Ballsaal, Illuminations Saal mit Planetarium und Theater extra, das riesige Britannia Restaurant, wunderbarer Commodore Club und größte Bibliothek zur See - umlaufendes Promenadendeck - alles wunderbar!
Die pure Geschwindigkeit eines Schiffes, ob sie nun tatsächlich gefahren wird oder auch nur rein theoretisch möglich wäre, wirkt sich auf den Komfort des Gastes null aus. Auch als wir die TA-Tour von Hamburg nach New York fuhren, bewegte sich die QM2 selten mit viel mehr als 20 Knoten, aber niemals den 29 Komma irgendwas...
Das klägliche Bild des Kings Court Buffet-Restaurants habe ich in meiner Schiffsbewertung zum Ausdruck gebracht. Es war mir schon bei der ersten Reise als sehr negativ ausgefallen und als ich im Kommentar eines bekannten Kreuzfahrtjournalisten etwas von "Werkskantine" las, dachte ich: "auf den Punkt, genau das war mein Gedanke, als ich zum ersten Mal darin saß." Das kann jedes Karstadt-Restaurant deutlich besser, wirklich!
An Theken und Rondellen, die gerade nicht in Betrieb sind, werden ständig die abgewetzten Resopaltabletts aufgereiht, damit der böse Passagier nicht in den Speisen herumfingert, die gerade mal nicht angeboten werden. Die Auswahl ist im Vergleich zu vielen anderen Reedereien mager - wenn ich das zum Beispiel mit Holland-America-Line vergleiche, welche zum selben Konzern gehört - da kommt Cunard nicht im Ansatz mit. Und all das mit dem Ruf "The most famous Ocean Liners in the World" zu sein. Wie soll denn das zusammen passen?
Personal und Service.... nun ja... auf unserer Transatlantikfahrt haben wir einen Kellner im Commodore Club erlebt, der selten Lust zur Arbeit zu haben schien. Auch sonst wirkte Personal öfter völlig übermüdet und abgekämpft, das fiel mir auf, weil ich das so krass bei anderen Reedereien nicht erlebt hatte. In den letzten Jahren stolperte man auch immer öfter über seltsame Löcher im Boden, unter den Teppichen. Besonders gravierend fiel mir das im Britannia-Restaurant auf. Spät in der Nacht sahen wir einmal einen Reparaturvorgang. Da wurde in der Lobby der Teppich großflächig zurückgeschlagen und darunter wurden die Löcher mit einer Füllmasse zugeschmiert. Als ich einmal einen Mitarbeiter danach fragte, was denn hier für ein merkwürdiger Effekt vorliege, antwortete dieser, dass die aufgebrachte Isolierlage unter den Teppichen sich nicht als so druckfest erwiesen habe wie erwartet. Dass es besonders im Restaurant zu massiven Schäden kam, liegt sicher daran, dass besonders schwergewichtige Passagiere auf Stühlen sehr hohe Punktbelastung auf den Boden erwirken und da schwächelte wohl diese "Isolierschicht" ganz besonders stark.
Nachdem ich bei Cunard auch einmal einen Riesenreinfall mit der festen Tischreservierung erlebte, indem am Geburtstag meiner Reisebegleitung erstens der reservierte Tisch leider vergeben war und dann, als wir endlich einen neuen Tisch hatten und uns mit den netten Tischgenossen arrangiert hatten, dieser am übernächsten Tag mit dem vorträgehaltenden Astronomen aus Hamburg belegt worden war - da platze mir der Kragen. Genau hier liegt das Problem: sie wollen einen Klassiker anbieten mit festen Tischzeiten und Dresscodes und allem Trara, und sie scheitern permanent an der Umsetzung. Höchste Ansprüche und vermutlich die fiesen Auswirkungen des permanenten Kostendrucks und daraus resultierend Sparmaßnahmen. Welchen Unterschied soll es da machen, ob ich nun mir 21 oder 29 Knoten durch den Nordatlantik pflüge? Selbst das ewige Rennen um das Blaue Band wurde den teilnehmenden Reedereien irgendwann zu blöd, weil es dem geneigten Passagier auch völlig schnurzpiepegal war, ob der nun zwei bis drei Stunden früher in New York eintraf und für diesen im Vergleich winzigen Zeitgewinn eine beachtliche Extrasumme zahlen sollte...
Und nun? Wenn der Preis stimmt, kann man - oder sollte man - die QM2 dennoch einmal buchen, weil es immer noch ein sehr spezielles Schiff ist und die Ausfahrten in Hamburg mit "Ruuuuule, Britannia, Britannia rule the waves" und "God save our gracious Queen..." das ist einmalig bzw. um es mit dem berühmten AIDA-Zitat zu sagen "Gänsehaut pur". Man sollte sich nur vor überzogenen Erwartungen hüten, was nicht leicht ist, denn Cunard tut nichs anderes als genau diese zu schüren. Die guten Bewertungen der Cunard-Flotte, das sollte man immer im Hinterkopf behalten, beziehen sich fast ausschließlich auf die Queens Grill Suiten - und hier sind bekanntlich nicht nur die Kabinen anders, sondern auch der gesamte Service.
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Der Hygieneknack der Amerikaner hat historische Gründe, die leicht erklärbar sind.
Scheinbar ist aber so manchem dort wie hier noch nicht aufgefallen, dass Bazillen, Bakterien, Viren usw sich bereits zu Millionen oder Milliarden in unserem Inneren aufhalten und zu unserem Überleben sogar unabkömmlich sind. Ob mit oder ohne CDC ist das so.
Wenn aus welchem Grunde auch immer ein Pfannkuchen zuoberst liegt, der meinen Vorstellungen nicht entspricht, nehme ich einen, der zuunterst liegt oder lasse ihn mir geben. Es soll sogar möglich sein, sich einen frisch zubereiten zu lassen. Geht alles das nicht, hat es genügend andere Möglichkeiten, sicherzustellen, dass man nicht verhungert.Norovirus-Infektionen, die an Bord der QM2 aufgetreten sind, wurden meistens von Passagieren eingeschleppt. Ich habe selbst einmal den Ausbruch dieser Infektion an Bord der QM2 miterlebt, war aber nicht betroffen. Innerhalb von 2 Tagen war sie beseitigt; die meisten Passagiere haben noch nicht einmal etwas davon mitbekommen.
Es wird doch noch ein anderes Thema zu finden sein, dass genüsslich seziert werden kann?
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Danke tancarino, Du hast es sehr gut beschrieben und ich scheine zu der Spezies zu gehören, die sich haben blenden lassen
Denn auch in einem guten Buffetrestaurant besteht normalerweise die Möglichkeit, sich etwas wie von @hollerie beschrieben frisch zubereiten und an den Tisch liefern zu lassen, was ich in meiner romantischen Art bei der QM2 doch tatsächlich erwartet hätte.So muß ich wohl konstatieren, daß es um die Kreuzfahrerei bezogen auf meine Vorstellungen noch schlimmer bestellt ist, als ich eh schon angenommen hatte, wenn selbst eine eher (in meinen Augen) serviceorientierte Nation und Marke sich dem Massenkonsumverhalten dermaßen unterwirft.
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Danke, tancarino, für den Kommentar. Dies ist übrigens meine 2. Version innerhalb einiger Minuten; falls die erste auftaucht bitte ich um Vergebung, mein Computer ist schuld oder das Wetter oder die Satelliten, HC vielleicht auch ...
Nur kurz das Wichtigste, das meiner Beobachtung nach die teilweise überzogenen Erwartungen vieler deutsche Passagiere angeht:
Das Werbematerial von Carnival/Cunard ist amerikanischen Ursprungs und voller Superlative, wie das dort halt so ist. Schaut man sich die deutschen Prospekte an, stellt man fest, dass die Übersetzungen tatsächlich nach unserem Geschmack oft übertrieben wirken, zumindest nach meinem Eindruck. Das kann bei manchen dann natürlich zu Enttäuschungen führen.
Übrigens bedeutet "The most famous Ocean Liners in the World" lediglich, dass sie die bekanntesten, berühmtesten Überseedampfer sind, nicht unbedingt die besten. Dieses Superlativ erklärt sich durch die lange Tradition von Cunard.
Ganz nebenbei bemerkt vermeide ich bei meinen Reisen mit der QM2 stets einen Tisch mit Deutschen. Die ständige Krittelei, die ich wiederholt bemerkt habe, verdirbt mir das Vergnügen, auf meinem Schiff zu sein. Habe ich Engländer, Amerikaner, Kanadier, Australier usw als Tischnachbarn, ist die Atmosphäre freundlich, höflich, leicht, und oft auch bereichernd.
Guten Abend!