Klinikabzocke in Port Ghalib
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Leider hatte ich in Marsa Alam am 22.09.22 einen Unfall . Ich rutschte am Pool aus und riss mir dabei die Patellasehne komplett ab. Eine Operation vor wurde erforderlich. Eine anschließende Nachsorge erfolgte im Hotel. ich wurde in die Read See Klinik in Port Ghalib gebracht und dort operiert. Nach der Op war nur ich eine Nacht und einen halben Tag dort. Der operierende Arzt machte es ganz gut. Der Arzt im Hotel gehörte im Übrigen auch zu dieser Klinik. Auch er machte seine Sache gut. Die Klinik war allerdings das Letzte . Total runtergekommen und in einem desolaten Zustand. Das einzige was die Klinikverwaltung interessierte war Geld für die Behandlung zu bekommen. Gott sei Dank hatten wir eine Reiseversicherung abgeschlossen, die Klinik und Arzt Kosten dort sind Exorbitant. Die Reiseversicherung übernahme per Kosteneübernahme die Klinikkosten . Auf die Erstattung der Nachsorgekosten immerhin 2.900,- warte ich bis heute. Die Reiseversicherung lässt sich viel Zeit und ist wenig kommunikative. Beschwerden brachten nichts. Die Klinik verlangte 12.700,-€ . ******* pur. Also ohne Reiseversicherung ist denen im Falle eins Falles total ausgeliefert.
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Das wird als Privatleistung abgerechnet. Solche Rechnungsbeträge kenne ich zu genüge für kleine Eingriffe. Du bist versichert (da sieht man mal wieder, das man immer eine Reiseversicherung braucht und nicht daran knausern soll), bleibe dran an der Kostenerstattung.
Wichtig ist, das es Dir hoffentlich wieder besser geht.Die rechtliche Frage wäre noch, inwieweit man Hotel/VA an den Kosten beteiligen kann (?)
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Eine Auslandskrankenversicherung sollte jeder haben, der seinen Urlaub im Ausland verbringt.
Krankenhausaufenhalte, OPs, Röntgen und was sonst noch so alles den OPs vorausgeht, kosten... und nicht nur im Ausland.
Und du solltest dich doch freuen, dass du auf kompetente Ärzte getroffen bist. Das ist die Hauptsache. -
Ein Jammern auf recht hohem Niveau, oder? und dadurch ein wenig herablassend.... ich weiß, das hört keiner gerne...
Die Ärzte haben gute Arbeit geleistet (sofern das Fachwissen vorhanden ist das zu beurteilen), die Klinikkosten wurden übernommen.
Dass die Versicherung einen Monat (wahrscheinlich weniger) nach Meldung noch nicht erstattet hat, ist nicht ungewöhnlich sondern noch im Rahmen.
Der Zustand der Klinik ist sicher für deutsche Maßstäbe heruntergekommen. Du möchtest aber nicht wissen, wie es in einer Ägyptischen Klinik aussieht, die nie zahlungskräftige Touristen sieht.
Dass die Klinikverwaltung sich nur für dein Geld interessiert, ist ja wohl normal, oder? die medizinischen Fragen liegen bei den Ärzten, die Geldfragen bei der Verwaltung.
Dass du "denen" ohne Reiseversicherung ausgeliefert bist ist nicht richtig: ohne Nachweis, dass du die Behandlung auch bezahlen kannst, wärst du gar nicht erst dorthin gekommen. Das kann durch eine Kostenübernahme durch eine Versicherung sein, oder durch eine Vorrauszahlung. Kostenlos ist die Gesundheitsversorgung leider nicht überall...
Schade, dass eine eigentlich gut gelaufene Geschichte so negativ aufgebauscht wird... -
Na ja, in meinen Augen lässt sich durchaus diskutieren, ob man angesichts der doch exorbitanten Kosten von „negativ aufgebauscht“ sprechen kann, REJBodenheim.
Auch kann ich nicht erkennen, inwiefern Ullo den Sachverhalt „ein wenig herablassend“ geschildert hat.
Ich bezweifle nämlich, dass sich viele Einheimische Behandlungskosten in der genannten Höhe leisten können, wie du selbst formulierst „Du möchtest aber nicht wissen, wie es in einer Ägyptischen Klinik aussieht, die nie zahlungskräftige Touristen sieht.“ -
Er spricht von A.bzocke. Hat er Vergleiche? Solche Unfälle im Urlaub mit nachfolgender OP, werden als Privatleistung/Privatpatient abgerechnet. Einheimische gehen auch nicht ins Hospital nach Port Ghalib. Das Gesundheitssystem in Ägypten ist ein anderes und kann nicht als Vergleich herangezogen werden. Einfache Ägypter gehen in ein staatliches KH, da sie nur minimal versichert sind als Arbeitnehmer. Menschen ohne Arbeit zahlen oft nur, was sie haben bzw. können.
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Klar, man kann über teuer / nicht teuer diskutieren, aber auch nur, wenn es ein paar mehr Infos gibt. Hier lese ich nur OP und 1 1/2 Tage KH. Muss ja eine detailllierte Rechnung geben. Ohne zahlt wohl keine Versicherung. Aber ohne die Berechnung der einzelnen Posten zu kennen... worüber dann diskutieren ? Und weiterhin eben der Punkt der Abrechnung als Privatpatient,
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Der Unfall war vor einem Monat. Wann wurden die Unterlagen eingereicht? Das dürfte dann knapp 3 Wochen her sein. Die RV wird sich nach Abschluß der Prüfung schon noch melden. Wenn man hier in D seine hiesigen Arztrechnungen einreicht, wartet man auch teils lange auf die Erstattung.
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Insbesondere seit einigen Monaten. Los ging's mit Omikron und steigerte sich dann. . Momentan geht's wieder etwas besser. Etwas...
Hab auch ein Schreiben von der Versicherung bekommen, dass sie es hauptsächlich aufgrund der hohen Krankenstände nicht schneller schaffen und sich dafür entschuldigen. Insofern... -
Insbesondere seit einigen Monaten. Los ging's mit Omikron und steigerte sich dann. . Momentan geht's wieder etwas besser. Etwas...
Hab auch ein Schreiben von der Versicherung bekommen, dass sie es hauptsächlich aufgrund der hohen Krankenstände nicht schneller schaffen und sich dafür entschuldigen. Insofern...Hallo
dazu habe ich auch was beizutragen. Mein Sohn hatte im Urlaub eine Starke allergische Reaktion. Untersuchung , Infusion mit Histamin ( lief 3 Stunden ) und Nachsorge ( 5min drauf schauen ) kostete im LTI Akassia Beach 778€ über den Utopia Medical Service. Der war allerdings absolut Top . Meinem Sohn ging es von Minute zu Minute besser. Den Schaden habe ich bei der Allianz Reiseversicherung ( ist in der TUI- Card enthalten) am 3.8. eingereicht. Trotz einiger E-Mails ( ohne Antwort) und 2 Telefonaten noch nichts.Gruß Thomas
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Ja auch ich hatte dort am 22.09.22 leider einen Unfall. Ich bin am Pool ausgerutscht und habe mir dabei die Patellasehne abgerissen. Für eine Operation einschl. Röntgen, 15 Stunden Klinikaufenthalt sowie zwei Liegendtransporte und Nachsorge im Hotel hat die Port Ghalib Hospital insgesamt sag und schreibe 15.700,-€ in Rechnung gestellt. In Deutschland hätte das alles auch in einer Privatklinik maximal 5000,-€ gekostet. Die Reiseversicherung die wir Gott sei Dank hatten, hat es letztendlich bezahlen müssen. Die ärztlichen Leistungen waren allerdings gut. Dieses Hospital ist ein total abgewirtschaftetes schmutziges Gebäude. Das Personal war freundlich aber zeichnet sich durch wenig Fachkenntnissse, bis auf eine Ausnahme ,aus. Die Sauberkeit bzw Hygiene war erschreckend schlecht. Das einzige was das sogenannte Management dort interessierte war Geld. Das ging sogar soweit, dass man uns ukltimativ aufforderte unsere original Rückflugtickets zu holen und denen auszuhändigen. Allerdings gibts ja heute nur noch E-Tickets, was denen dort wohl nicht bekannt ist. Ich lehnte das allerdings ab. Dieses sogenannte Hospital betreibt dort offensichtlich ein Netzwerk. In mehreren Hotels hat man Ärzte platziert die auch deren Angestellte sind. Also als notleidender Patient ,der sich nicht auskennt, wird man also automatisch in dieses Hospital gebracht obwohl es vor Ort nach meinen jetzigen Recherchen wesentliche bessere und modernere Einrichtungen gibt, die offensichtlich auch günstigere Preise haben. Hier wird der Tourist nach Strich und Faden in seiner Notlage ausgenutzt und abgezogen. Man stelle sich vor man hätte keine Zusatzversicherung. Wer kann denn schon mal eben solche Summen verauslagen? Wir sind bereits mehr als zwölf mal in Ägypten gewesen aber nach dieser Erfahrung werden wir uns überlegen noch mal dort hin zu fahren. Ich finde , dass hier das Tourismusministerium eingreifen sollte. Die Veranstalter sollten darüber hinaus entsprechende Warnhinweise ausgeben.
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Wie kommst Du auf 5000 Euro? Du hast bei Einweisung sicherlich etwas unterschrieben und das Einverständnis für diese Abrechnung gegeben. Auch in Deutschland wird umgehend nach der Deckung der Kosten gefragt, wenn man als Unfall eingeliefert wird. Sei froh, das Du es nicht selber zahlen musst und wieder ganz gesund bist.
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Ja auch ich hatte dort am 22.09.22 leider einen Unfall. Ich bin am Pool ausgerutscht und habe mir dabei die Patellasehne abgerissen. Für eine Operation einschl. Röntgen, 15 Stunden Klinikaufenthalt sowie zwei Liegendtransporte und Nachsorge im Hotel hat die Port Ghalib Hospital insgesamt sag und schreibe 15.700,-€ in Rechnung gestellt. In Deutschland hätte das alles auch in einer Privatklinik maximal 5000,-€ gekostet. Die Reiseversicherung die wir Gott sei Dank hatten, hat es letztendlich bezahlen müssen. Die ärztlichen Leistungen waren allerdings gut. Dieses Hospital ist ein total abgewirtschaftetes schmutziges Gebäude. Das Personal war freundlich aber zeichnet sich durch wenig Fachkenntnissse, bis auf eine Ausnahme ,aus. Die Sauberkeit bzw Hygiene war erschreckend schlecht. Das einzige was das sogenannte Management dort interessierte war Geld. Das ging sogar soweit, dass man uns ukltimativ aufforderte unsere original Rückflugtickets zu holen und denen auszuhändigen. Allerdings gibts ja heute nur noch E-Tickets, was denen dort wohl nicht bekannt ist. Ich lehnte das allerdings ab. Dieses sogenannte Hospital betreibt dort offensichtlich ein Netzwerk. In mehreren Hotels hat man Ärzte platziert die auch deren Angestellte sind. Also als notleidender Patient ,der sich nicht auskennt, wird man also automatisch in dieses Hospital gebracht obwohl es vor Ort nach meinen jetzigen Recherchen wesentliche bessere und modernere Einrichtungen gibt, die offensichtlich auch günstigere Preise haben. Hier wird der Tourist nach Strich und Faden in seiner Notlage ausgenutzt und abgezogen. Man stelle sich vor man hätte keine Zusatzversicherung. Wer kann denn schon mal eben solche Summen verauslagen? Wir sind bereits mehr als zwölf mal in Ägypten gewesen aber nach dieser Erfahrung werden wir uns überlegen noch mal dort hin zu fahren. Ich finde , dass hier das Tourismusministerium eingreifen sollte. Die Veranstalter sollten darüber hinaus entsprechende Warnhinweise ausgeben.
@ullo sagte:
Ja auch ich hatte dort am 22.09.22 leider einen Unfall. Ich bin am Pool ausgerutscht und habe mir dabei die Patellasehne abgerissen.
Das hast du uns doch shon alles erzählt...
[...] Dieses sogenannte Hospital betreibt dort offensichtlich ein Netzwerk.
Ja, die große Ägyptische Krankenhaus-Verschwörung....
[...] Man stelle sich vor man hätte keine Zusatzversicherung. Wer kann denn schon mal eben solche Summen verauslagen?
Geht schon, hängt von deinem Bankkonto ab. Aber dafür gibt es Versicherungen.
Wir sind bereits mehr als zwölf mal in Ägypten gewesen aber nach dieser Erfahrung werden wir uns überlegen noch mal dort hin zu fahren. Ich finde , dass hier das Tourismusministerium eingreifen sollte. Die Veranstalter sollten darüber hinaus entsprechende Warnhinweise ausgeben.
Was hat das mit 12x Ägypten zu tun? Ist ja wohl keine Indikator für die Kenntnis des Gesundheitssystems.
Wo willst du sonst hin? Möchtest du vorher recherchieren was eine Behandlung wg. wasweissich in dem Urlaubsland kostet und davon deine Urlaubsentscheidung abhängig machen? in der Art "Nee, das kostet die Behandlung eines abgebrochenen Zahns zu viel, das mute ich meiner Versicherung nicht zu, da fahren wir nicht hin"?
Und anscheinend sind dir, trotz 12x Besuch, die Hinweise des AA zum Thema nicht bekannt... -
Nunja , so einfach ist das nicht - natürlich werden die Versicherungen diese *******(ja, genau so kann man diesen Preis meiner Meinung nach nennen) auf ihre künftigen Beiträge draufschlagen.
Allgemein hat man natürlich kaum einer Wahl - mit Ausnahme der inflationären Einweisungen in genau diese Privatkliniken von Hotelärzten bei jedem kleinen Pipifax. Die kann man im Zweifel ignorieren/ nicht beachten, da es augenscheinlich in sehr vielen Fällen bei diesen Ärzten nicht um eine angemessene medizinische Versorgung geht, sondern die Kasse des Krankenhauses zu füllen.
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Dann gäbe es nur die Staatlichen Krankenhäuser und da möchtest Du bestimmt nicht eingewiesen werden. Ich habe immer die Adresse/Telefonnummer eines KH in Ägypten, wo ich hin möchte, falls...! Er war doch schon 12 x da, da habe ich sowas im Hinterkopf.
Übrigens dürfen die privaten KH für Ausländer nicht mehr berechnen. Da gibt es irgendwo eine Verordnung zu. Man kann sich dann an die Touristenpolizei wenden, wen man Wucher vermutet. In welcher Sprache war denn der Aufnahmebogen verfasst. Dort stimmt man nämlich mit Unterschrift den höheren Gebühren zu. Daher immer mit 4 Augen lesen. Meist ist man ja nicht alleine im Urlaub und hat noch einen Partner dabei. -
Nunja , so einfach ist das nicht - natürlich werden die Versicherungen diese *******(ja, genau so kann man diesen Preis meiner Meinung nach nennen) auf ihre künftigen Beiträge draufschlagen.
Allgemein hat man natürlich kaum einer Wahl - mit Ausnahme der inflationären Einweisungen in genau diese Privatkliniken von Hotelärzten bei jedem kleinen Pipifax. Die kann man im Zweifel ignorieren/ nicht beachten, da es augenscheinlich in sehr vielen Fällen bei diesen Ärzten nicht um eine angemessene medizinische Versorgung geht, sondern die Kasse des Krankenhauses zu füllen.
@gnarze sagte:
[...] auf ihre künftigen Beiträge draufschlagen.
Falsch: das ist bereits in den Tarifen eingerechnet, glaube mir.
[...] Die kann man im Zweifel ignorieren/ nicht beachten, da es augenscheinlich in sehr vielen Fällen bei diesen Ärzten nicht um eine angemessene medizinische Versorgung geht, sondern die Kasse des Krankenhauses zu füllen.
Wie jetzt? der Durchschnittsurlauber ist medizinisch ausreichend vorgebildet, dass er im Ausland beurteilen kann, ob der Rat des Hotelarzts sinnvoll ist oder nicht? warum ist er dann überhaupt zu ihm gegangen?
Es hilft nur eins: eine ordentliche Versicherung zu haben, die alles übernimmt inkl. ggf. Rücktransport, Logistik vor Ort oder gar eine eigene medizinische Hotline hat, sodass du entspannt die vor Ort beste Versorgung dir angedeihen lassen kannst. Und in manchen Ländern ist das sprichwörtliche Beste tatsächlich gerade gut genug.
Sich darüber aufzuregen, wie viel das alles kostet ist scheinheilig: Ich möchte nicht wissen, was der werte Ullo hier posten würde, wenn er nicht in einem Touristen-KK versorgt worden wäre, sondern in der lokalen Klinik um die Ecke, die noch nie einen Touri gesehen hat und wo die Ärzte nur Arabisch reden. -
Die Versicherung hat die KH Rechnung übernommen und gut finde ich. Wäre das jetzt nicht der Fall, kann man sich natürlich aufregen über die hohen Kosten.
Und ja, so ein Hotelarzt verdient nicht schlecht
Wenn man bedenkt, das ein Arzt im staatlichen Krankenhaus vielleicht 120 Euro verdient. -
Hätte man als Patient denn die Alternative, ein anderes KH zu wählen? Ih habe, bevor wir nach Ägypten geflogen sind, immer im Vorfeld mal geschaut welche Kliniken im Notfall in Frage kämen.
Eigentlich wollte ich in einer solchen Situation drauf zu bestehen, dort eingeliefert zu werden. Ok, solange ich noch dazu in der Lage wäre. -
Eine Kollegin hatte einen bösen Beinbruch auf ihrer Ägyptenreise. Sie kam in ein Krankenhaus, eine Privatklinik. Dort wurde der Bruch soweit behandelt, dass sie flugfähig war, vom ADAC zurück nach Deutschland in ein Krankenhaus gebracht werden konnte.
Von einer Ab.zocke hat sie nicht geredet. Gesagt hat sie allerdings, dass die Ärzte in Deutschland sich lobend über die "Vorarbeit" ihrer ägyptischen Kollegen geäußert haben.
Ich denke, das ist das Wichtigste. Scheint ja auch bei Ullo der Fall (gute ärztliche Leistung") gewesen zu sein. Finde es darum ebenfalls schade, dass es hier mehr um die Kosten (die ja von Ullos Versicherung übernommen wurden) als um die gelungene Behandlung geht.