Zeckenimpfung
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Hallo
Hat jemand Erfahrung mit der Zeckenimpfung ?
Die Biester sollen ja dieses Jahr besonders häufig auftreten, da der Winter so mild war.
Ich weiss eben nicht, ob man das so eng sehen soll, wie es in den Medien behauptet wird. Vorallem kann ein Zeckenbiss außer Hirnhautentzündung noch eine Krankheit auslösen, die nicht heilbar ist und komplett zur Lähmung führen kann.LG
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Ich komme aus Österreich und bei uns ist es schon seit Jahren (eigentlich Jahrzehnten) gang und gäbe geimpft zu sein.
Also ich kenn niemanden, der nicht geimpft ist!Natürlich gibt es die "Impfgegner", aber für mich spricht alles für eine Impfung.
Soweit ich mich erinner kann musst du im 1. Jahr 2 Teilimpfungen machen, 1 Jahr später die 3. Impfung, und dann etwa alle 5 Jahre nachimpfen.
Bei uns macht das jeder Hausarzt. -
@ ECILA
Ich gehöre u. a. zu den sogenannten Impfgegnern. Bislang habe ich mir speziell über Zecken noch keine Gedanken gemacht.
Kürzlich sah ich aber einen Bericht, dass erst jetzt bekannt wurde, dass man dadurch auch ne Lähmung bekommen kann.
Mit der Zeckeninvasion soll es aber erst dieses Jahr so schlimm sein. Zumindest in BW.Dann werde ich das Impfen notgedrungen in Angriff nehmen müssen, trotz ich Nadeln hasse, wie die Pest
.Grüßchen
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Hallo caribiangirl, hier kommt die Kurz-Info zur Zeckenimpfung:
Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine entzündliche Erkrankung des Gehirns oder der Hirnhäute, die durch das FSME-Virus ausgelöst wird. Das Virus wird durch die Stiche der Zecke mit dem Zeckenspeichel, der das Wirtsblut ungerinnbar macht, in die Wunde übertragen. FSME tritt in Deutschland nur in einigen Gebieten gehäuft auf, dazu zählen der Bayerische Wald, der Schwarzwald und der Odenwald. In Österreich hingegen sollte überall mit der FSME-Übertragungsmöglichkeit gerechnet werden – ECILA hat es ja schon gesagt!
Eine weitere Erkrankung, die nicht nur in speziellen Gebieten, sondern überall auf der Welt von Zecken übertragen wird, ist die von Bakterien ausgelöste Borelliose (Wanderröte).Die Zecken-Impfung schützt nicht vor der Borelliose, diese kann aber gut mit Antibiotika behandelt werden.
Empfohlen wird die Impfung gegen FSME für alle Menschen, die in Endemiegebieten leben oder dorthin reisen, denn nach Ausbruch der Erkrankung ist die Therapie schwierig und kann dauerhafte Schäden, wie zum Beispiel Lähmungen hinterlassen!
Die aktive Impfung gegen FSME ist ein Totimpfstoff, das heißt, der Impfstoff enthält FSME-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können. Bei einer aktiven Impfung bildet der Körper Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Viren. Infiziert man sich später mit echten FSME-Erregern, werden sie von diesen Antikörpern abgefangen. Dadurch wird ein Ausbruch der Krankheit verhindert.
Der Impfschutz ist sehr zuverlässig und zu anderen Impfungen müssen keine Zeitabstände eingehalten werden. Die aktive Impfung besteht aus 3 Injektionen in den Monatsabständen 0, 1-3 und 9-12. Der Impfschutz besteht ca. 14 Tage nach der 2. Dosis und hält nach der vollständigen Immunisierung für die Dauer von 3 – 5 Jahren an (ist individuell verschieden). Als Nebenwirkungen der Impfung sind leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und Allgemeinreaktionen, wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen möglich, selten treten Nervenentzündungen auf. Von vielen Krankenkassen in Deutschland wird die Zeckenimpfung übrigens bezahlt.
Alles klar? Sonst gerne noch mal rückfragen – viele Grüße von Jörn -

"caribiangirl" wrote:
...dass erst jetzt bekannt wurde, dass man dadurch auch ne Lähmung bekommen kann.
Es ist schon lange, lange bekannt, dass durch bakteriellen Meningitis/FSME und Borreliose (beides bedingt durch einen Stich einer Zecke) Lähmungen auftreten können, die die Beine, den Rumpf, die Arme und das Gesicht befallen können.
Durch die Lähmung des Rumpfes kann es zur Lähmung wichtiger, lebenserhaltender Organe, speziell der Lunge kommen, worauf eine künstliche Beatmung eingeleitet werden muss.
Im allerschlimmsten Falle kann die Lähmung der lebenserhaltenden Organe zum Tode führen.
Nur mal soviel am Rande zum Thema der "neuen Erkenntnisse" und deren "Wichtigkeit".
Gruß und viel Gesundheit
Hefe
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@ ecila + portvendres: bingo! so ist es!
auch ich bin schon seit frühester kindheit gegen FSME geimpft und bin sehr froh darüber!kleine korrektur nur zu jörns impfschema:

- dosis tag X, 2. dosis nach 1 - 3 monaten, 3. dosis nach 5 - 12 monaten (9 - 12 war früher).
nach der ersten dosis ist noch kein impfschutz zu erwarten, nach der 2. dosis ca. 80 - 90%.
voller schutz nach der 3. teilimpfung.
aufgefrischt wird beim ERSTEN mal nach drei jahren, dann alle 5 jahre bis zum alter von 60 - dann wieder alle 3 jahre.es ist tatsache, daß keine sehr hohe anzahl von zecken infiziert ist. wenn man sich ansteckt, ist es auch möglich, daß man lediglich grippeähnliche symptome bekommt.
aber wenn die FSME voll ausbricht, ist dies eine sehr schwere erkrankung, bei der man mit sicherheit auf der intensivstation landet und auch bleibende schäden zurückbehalten kann. letalität ca. 1%.
und deshalb macht die impfung sinn.zecken trotzdem immer sofort entfernen, weil eben - wie schon erwähnt - auch boreliose auftreten kann.
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Es gibt einen neuen Artikel (Weekend Österreich) da wird gesagt das, dass nur ******* ist. Wenn man eine Zecke erwischt, die Hirnhautentzündung auslösen kann, ist das eine Wahrscheinlichkeit wie wenn man einen Lotto 6 macht. Also fast unmöglich. Also lasst euch nicht von den Medien manipulieren.
Schöne Grüße,
Tanja -
Ich war bei einer Allergologin in einer Dermaklinik. Die sagte mir, dass die Zeckenimpfung nur zu 50% wirkt. Dass dich die Zecke beißt, ist die Gefahr nur zu 10%. Die Zecken, die Hirnhautentzündung übertragen, sind davon nochmal 10%, also so gering, dass eine Impfung total unnötig ist. Ich lasse mich gegen Zecken daher nicht impfen, obwohl ich neben einem Wald wohne.
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Bei den Folgen dieses (zugegeben) geringen Risikos ist mir das bisschen ******* egal.
Ein sehr guter Bekannter von mir hatte eine Hirnhautentzündung auf Grund eines Zeckenbisses und war über 1 Jahr SCHWERST bedient! Er hatte so starke Lähmungen, dass er seine Augenlider nicht schließen konnte, die Augen mussten eingetropft werden, damit sie nicht austrockneten...! Kein Spaß!
Da zahl ich lieber alle 5 Jahre €15.-!
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@ sweetschnucki:
der artikel im weekend ist total schlecht recherchiert. schon beim ersten überfliegen hab ich drei oder vier fehler gefunden.
die jährliche FSME - bilanz (seriöse, wissenschaftliche quelle) findet man <
> (hoempage der klinischen virologie der universität wien) ab seite 3!@ schnuggel: würde das stimmen, wären die produkte nicht durch die zulassung gekommen.
ich kenne die daten sehr genau und kann hiermit bestätigen, daß dies völliger unsinn ist.
ich hab selber die studien evaluiert! -
"sweetschnucki" wrote:
...ist das eine Wahrscheinlichkeit wie wenn man einen Lotto 6 macht.
Die Lottogewinnchance auf einen normalen Sechser liegt bei 1:14 Millionen.Die Neuerkrankungen in Europa liegen pro Jahr bei 10'000 bis 12'000 Personen.
Nach Meldungen des Robert-Koch-Insituts wurden Jahr 2006 in Deutschland 546 FSME-Neuerkrankungen gemeldet.
FSME Situation 2006 in Deutschland:
Die FSME-Fälle, bei denen ein Infektionsort in Deutschland in Frage kommt, verteilen sich zu 52,6 % auf Landkreise in Baden-Württemberg, 35,6 % auf Landkreise in Bayern, 10,8 % auf Landkreise in Hessen, 0,6% auf den Landkreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz, jeweils 0,6 % auf Brandenburg, Sachsen und Thüringen und 0,2 % auf den Landkreis Ostvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern.
(Quelle: Robert-Koch-Institut)Gemäß dem von "sweetschnucki" genannten Verhältnis "Lottogewinnchance" zu "Meningitis", müssten in Deutschland im Jahr 2006 ca. 7'644'000'000 Menschen und in Europa 140'000'000'000 bis 168'000'000'000 Menschen gelebt haben.
"sweetschnucki" wrote:
Es gibt einen neuen Artikel (Weekend Österreich) da wird gesagt das, dass nur ******* ist...Also lasst euch nicht von den Medien manipulieren.
Da Österreich in der letzten Wintersaison einen Urlauberrückgang verzeichnen musste, ist es nicht verwunderlich, dass solche verunglimpfenden Artikel in der österreichischen Medienlandschaft entstehen. Immerhin soll doch der Sommerurlauber von solchen FSME-Zahlen nicht abgeschreckt werden. -
@paso
Ich kann nur schreiben, was die Allergologin mir gesagt hat. Wenn die mir da ne falsche Information gegeben hat, kann ich es leider auch nicht ändern. Sie impft auf jeden Fall niemanden mehr gegen FSME, weil sie mir erklärte, dass der Impfschutz nicht groß genug ist. Ich wollte FSME impfen lassen, aber die junge Ärztin riet mir eben davon ab, obwohl ich im Risikogebiet wohne. -
für alle, die die epidemiologiedaten nicht lesen wollen:
FSME - fälle 2006 (damit sind die schweren, neurologischen fälle gemeint!)
deutschland: 530 (stand jänner 2007, da waren ev. noch nicht alle erfaßt)
österreich: 84 (in Ö sind 88% der bevölkerung geimpft, 58% im regulären impfschema)
tschechien: 1007 (drei tote) -
"schnuggel1980" wrote:
...was die Allergologin mir gesagt hat. Wenn die mir da ne falsche Information gegeben hat, kann ich es leider auch nicht ändern. Sie impft auf jeden Fall niemanden mehr gegen FSME, weil sie mir erklärte, dass der Impfschutz nicht groß genug ist.Ich kenne dieses Problem aus dem letzten Jahr. Die Hausärztin meiner Mutter verweigerte meiner Mutter permanent jene Schutzimpfung (meine Mutter zieht die Zecken magisch an, ob im Urlaub oder bei uns zu Hause im Garten). Als Grund gab die Ärztin an, dass es für unsere Region nicht nötig ist, auch nicht, wenn meine Mutter sich kurzzeitig (Urlaub) in risikoerhöhten Gebieten aufhält.
Ich nehme an, dass das Medikamenten-Bugett der Ärztin verbraucht war. Nach kurzer Anfrage bei der Ärztekammer wurde die kostenfreie Impfung durch die Hausärztin dieses Jahr getätigt.
Auch Ärzte, besonders Allergologen, lieben verschiedene Auslegungen. Denn auch sie müssen heutzutage "Wirtschaftsstrategen" sein.
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"sweetschnucki" wrote:
Es gibt einen neuen Artikel (Weekend Österreich) da wird gesagt das, dass nur ******* ist. Wenn man eine Zecke erwischt, die Hirnhautentzündung auslösen kann, ist das eine Wahrscheinlichkeit wie wenn man einen Lotto 6 macht.Das stimmt so nicht. Denn dann gäbe es bei uns sehr viele Lottogewinner.
Die bakterielle Menengitis tritt schon häufiger auf... -
Wie sieht es denn mit Nebenwirkungen nach der Impfung aus?
In Hessen werden zunehmend gefährdete Gebiete ausgewiesen, so daß ich mir auch schon überlegt habe, mich impfen zu lassen.
Ich habe auch den Eindruck, dass jedes Jahr mehr dieser ekelhaften Viecher auftauchen...
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"Erika1" wrote:
Wie sieht es denn mit Nebenwirkungen nach der Impfung aus?Hallo,
Ich und meine Familienangehörigen, sowie die gesamte Verwandtschaft lassen uns, seit es die Zeckenschutzimpfung gibt impfen. Dabei hatte noch keiner von uns, irgendwelche Probleme oder Nebenwirkungen.
Als Hobbyangler fange icch mir jedes Jahr etliche von diesem Ungeziefer ein.
Ich denke, dass das Risiko von Nebenwirkungen sicher geringer ist als das Risiko wenn man nicht geimpft ist.
Und die Kosten.................man gibt oft genug mal blödsinnig Geld aus, da sollte einem die Gesundheit die paar Euro schon Wert sein, aber das muß jeder für sich selber wissen.fG
Robert -
Die Kosten spielen eine untergeordnete Rolle.
Trotzdem gibts ja einige Widersprüche, was die Impfung betrifft.
Die Zecken in BW sollen ja angeblich auch gefährlicher sein, als die in z. B. Brandenburg
Das habe ich aber auch erst kürzlich erfahren. Ich dachte immer, das sind alles die selben Mistviecher.
