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Die Sinnhaftigkeit von Vereinheitlichungen

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  • mosaikM Offline
    mosaikM Offline
    mosaik
    schrieb am zuletzt editiert von
    #1

    Das wieder aufgeflammte Thema Stornogebühren brachte eine Umfrage mit sich: soll man Bestimmungen bei Reise Europa weit vereinheitlichen?

    Meine Meinung tat ich in diesem Thread schon kund: nein

    Nein, aus dem Grund...

    ... weil sich die Verhaltensweisen der Konsumenten in allen EU-Ländern nicht über einen Kamm scheren lassen: die Engländer beispielsweise, buchen bereits ein Jahr im Voraus ihre Urlaubsreisen; die Franzosen sind wiederum faul und fahren fast kam pauschal ins Ausland, die Italiener wiederum genießen es förmlich als "commitiva" - als Gruppe herumzugondeln.

    Alle sollten jetzt einheitliche Gebühren bezahlen bei Stornierungen? Welches Land setzt diese fest? Deutschland? Ja, ja, die null-Regelung kommt! Griechenland? Hohe Stornogebühren werden kommen, denn die Wirtschaft dort lebt überwiegend vom Tourismus. Und je einfacher man es den Touristen machen würde zu stornieren, desto schlimmer könnten die Auswirkungen sein.

    ... weil gerade Deutschland bei den Hotelvereinbarungen ausschert! Was die wenigstens wissen: das deusche Beherbergungsrecht kennt überhaupt keine gestaffelten Stornobedingungen: wer ein Hotel ein Jahr im voraus bucht und wieder storniert, muss mit Kosten bis zur vollen Bezahlung seines stornierten Aufenthalts rechnen.

    Ja, ja, ich höre euch schon: ...aber bei Ketten gibt's andere Bestimmungen, so mit keine Gebühren bis 17 Uhr am Ankunftstag. Das können sich aber Mittel- und Kleinbetriebe nicht leisten.

    ... weil es doch kein Problem sein kann, die Bedingungen eines Reiseveranstalters vor Buchung zu lesen.

    ... weil eine Vereinheitlichung auch durchaus eine Anhebung der Sätze bedeuten kann.

    Ja, ja, ich höre euch schon: ...aber es könnte auch zu einer Senkung kommen! Der Gesetzgeber wird aber in jeden Fall eine individuelle Regelung erlauben müssen - es gibt z. B. Reisen, da verlangen die Leistungsanbieter im fernen Dschungel oder am Dach der Welt gaaanz andere Stornobedingungen, Indien ist so ein Beispiel - denen ist es doch wurscht ob die EU da was regelt oder nicht. Will deutscher Mann oder österreichische Frau nach Indien? Ja, na dann gefälligst aber zu den indischen Bedingungen. Nein? Dann bleibst zu Hause!

    Ja, das wirtschaftliche Leben ist eine Mächtespiel: wer ist der stärkere.

    ... Eine Vereinheitlichung von Stornobedingungen wäre ein wirtschaftlicher Eingriff in die Selbstständigkeit eines Unternehmens. Und da doch gerade die Deutschen so ihre Freiheiten (Tempo 300 auf der Autobahn, Rauchen..) schätzen, kann ich mir nicht wirklich vorstellen, dass sich Deutschland für eine einheitliche Regelung stark macht. Was, wenn dann ein einheitlicher Preis für deutsche Autos EU-weit verlangt wird, nach dem wirtschaftlich schwächsten Mitgliedsland, gell? Dann wird's dunkel mit den Arbeitsplätzen in der Automobilbranche! Ist vielleicht a hinkendes Exemplar von Beispiel, soll aber aufzeigen, dass sich die Brüssler Beamten hüten werden, Unternehmen vorzuschreiben, zu welchen Bedingungen sie in Rumänien, Portugal oder Frankreich ihre Waren anbieten dürfen!

    Und jetzt kommt's: Und wenn doch wider meiner Erfahrung und Meinung die EU wieder mal was Unsinniges regelt, zur Freude der einen und zum Leidwesen der anderen: dann werde ich es überleben und halt keine Reisen mehr anbieten - wenn die Bedingungen nicht erfüllbar sind. Und wenn sie erfüllbar sein werden, wird es wieder irgendwo ein Zähneknirschen bei den Konsumenten geben: weil vielleicht das richterliche Mässigungsrecht wegfällt, weil man vielleicht nicht mehr bei Nachweis günstigerer Stornogebühren weniger bezahlen kann, weil vielleicht die Reisen a bisserl teurer werden, weil vielleicht dann ein 10-seitiger Reisevertrag mit fünf Unterschriften kommt, der von jedem anfechtbar wird

    ... dann wird Urlaubbuchung zu einer EU-Angelegenheit! Ich sag euch, ich hab Erfahrung damit: wir mussten für einige Bustransfers im November vor einigen Jahren in Salzburg für die EU-Kommissären 100 - einhundert - Seiten Unterlagen ausfüllen und Dokumente beilegen - alles auf Englisch, gell, weil die dort nix anderes net verstehen, in Brüssel, wo man doch belgisch, nein französisch, nein flämisch spricht! Bezahlt hat das zuständige Amt in Brüssel sechs Monate später! Gell!

    Genau das habe ich als eingefleischter EU-Gegner noch vor dem Beitritt Österreichs erwarten: alles einheitlich, von der Hautfarbe über die Wurst und das Bier bis hin zu den Stornogebühren - Gott-sei-Dank darf unser Stuhlgang noch individuell persönlich gehalten sein 😛 😛

    meint Peter zu diesem Thema

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    • privacyP Offline
      privacyP Offline
      privacy
      schrieb am zuletzt editiert von
      #2

      Auch ich bin gegen Vereinheitlichungen, gibt es mir doch die
      Möglichkeit, aus allen Angeboten die für mich interessantesten
      auszusuchen. Obwohl, bei Pauschalreisen wäre es mir noch
      egal, da derzeit kein Bedarf.

      Buche mein Hotel vielleicht in England, den Mietwagen ab München
      bei einem Anbieter in Spanien und den Flug in den Niederlanden.

      Aber aufpassen, was angeklickt und bestellt wird, sollte man schon. 😉

      Wenn alle Experten sich einig sind, ist Vorsicht geboten.
      Bertrand Russell (1872-1970)

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