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  • Für die Tropen anderen Mückenschutz als Autan etc.?
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Kurze Zusammenfassung

    Es gibt nur zwei hinreichend erprobte und für wirksame befundene Repellent-Wirkstoffe:

    a) DEET

    • seit den frühen 1950iger Jahren in Gebrauch, für die US Armee entwickelt als Schutz vor krankheitsübertragenden Insekten in tropischen Regionen
    • Es wird unter den unterschiedlichsten Handelsnamen und in unterschiedlichen Konzentrationen angeboten
    • Die Konzentration bestimmt die Wirkdauer
    • Es ist nicht für die Benutzung an Säuglingen zugelassen
    • Als Lösungsmittel kann es Plastikoberflächen beschädigen (Armbanduhren!)

    b) Icaridin

    • Auch als Bayrepel bekannt, von Bayer in den 1980igern entwickelt
    • Ähnlich Wirksam wie DEET
    • Weniger Hautirritationen
    • Keine Schädigung von Plastikoberflächen
    • längere Wirkdauer als DEET (in den üblicherweise verkauften Konzentrationen von weniger als 50%)
    • für Kinder ab zwei Jahren geeignet

    Danaben gibt es noch ein paar andere Ansätze, die aber ihre Wirksamkeit noch unter Beweis stellen müssen: SS220, DEPA und ein ganzer **** von "natürlichen" Lösungen: Kokosöl (Zansarin), Citronenöl (Mosi-Guard) usw. Die natürlichen Sotffe haben in verschiedenen Tests jeweils ansprechende Ergebnisse geliefert, ohne aber an die Wirkdauer und den umfassenden Schutz gegen verschiedene Insekten der traditionellen chemischen Mittel anzuschließen und sind daher nicht gleichwertig.

    Zusammenfassend ist die Entscheidung simpel: wer sich "nur" vor lästigen Mückenstichen schützen möchte, der kann auch mit den natürlichen Varianten experimentieren, doch wenn es um krankheitsübertragende Insekten geht, ist Icaridin vor DEET zu wählen, alle anderen Stoffe sind Augenwischerei! Die WHO gibt mittlerweilen Icaridin den Vorzug. Und bezüglich der Wirksamkeit im Allgemeinen: selbst 100% DEET hindert nicht alle Mücken am zufälligen landen und stechen. Die Repellent sind immer mit anderen Maßnahmen (Lange Kleidung, Vermeiden der Dämmerung, Mosquito-Netze, Klimaanlage) zu kombinieren.

    Ergänzend gibt es noch Oberflächen- und Raumluftwirksame Verdampfer,, Sprays oder Mückenspiralen, die Pyrethrum, Permethrin oder sogar Lindan freisetzen. Es sind keine Repellents, die Insekten vertreiben, sonder Insektizide, sie töten Insekten und sind potentiell auch für Menschen und Tiere gefährlich und sollten daher nur in Ausnahmefällen benutzt werden.

    Autan selbst ist ein zweischneidiges Schwert, denn es gibt vor allem im Ausland sowohl Autan mit DEET als auch mit Icaridin - die Verwirrung ist perfekt. Auch alle anderen seriösen Produkte auf dem Markt (NoBite, AntiBrumm, Mückenmilch, Bushman, Care plus usw.). Die weiteren Diskussionen kann man sich also schenken, es gibt nur diese beiden Alternativen, der Rest ist abhängig von der DEET-Konzentration und der persönlichen Vorliebe (Gel, Lotion, Milch, Öl, Spray, mit oder ohne Sonnenschutz, mit oder ohne Parfum, gefärbt, ungefärbt usw.)

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Erkältung kurz vorm Urlaub
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    janoschkaa wrote:
    Hallo,
    der Doc hat mir Antibiotikum zur Vorsorge (aufgrund der Reise) aufgeschrieben und Nasenspray.

    Such Dir einen anderen Arzt. Jemanden, der eine banale Virusinfektion von einer bakterielle, therapiebedürftigen Infektion unterscheiden kann, jemanden, der dann auch die Konsequenzen zieht und bei Verordnung von antimikrobiellen Medikamenten auch die Reise absagen lässt. Wenn er dir jetzt noch Erythromycin verschrieben hat, dann ist er ganz unten durch... Genau solche Hausärzte sind für einen nicht zu verachtenden Teil unnötiger Antibiotika-Resistenzen verantwortlich, und natürlich die Patienten, die nach drei Tagen aufhöre, die Tabletten zu nehmen, weil sie sich wieder besser fühlen.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Auf Klage ankommen lassen?
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Vielleicht wäre es fairer, mal wieder zum Thema zurück zu kommen. Die persönliche Urlaubsgestaltung sowie die Frage, ob einem Kleinkind eine Fernreise zuzumuten ist, scheint mir für die Beantwortung der Frage nicht sonderlich relevant und sollte nicht Gegenstand der Diskussion sein.

    Bezüglich der fehlenden Animation und des defekten Billardtischs stellt sich die Reiseleitung vor Ort auf die Mängel hingewiesen wurde und sie diese schriftlich bestätigt hat. Selbst wenn sie das hat, ist eine Rückerstattung sicherlich nur zu geringem Maße möglich, schließlich handelt es sich nicht um zentrale Aspekte der Reise. Das Amtsgericht Duisburg hat Karibik-Urlaubern, die während des gesamten Urlaubs den Strand nicht betreten konnten nur 20% Preisminderung zugesprochen, und das ist sicherlich ein zentraler Mangel!

    Ich würde die angebotene Summe annehmen und sie in den nächsten Urlaub investieren.

    Meinungen zu reiserechtlichen Fragen

  • Beriglobin bzw. Immunglobuline
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Diese "passiven" Impfungen geben Dir mit fertigen Antikörpern gegen die entsprechenden Erregern einen kurzen, recht gut wirksamen Schutz, hinterlassen aber eben keinen längerfristigen Effekt. Sie tragen auch kein Stück zur allgemeinen Gesundheit oder zum Wohlbefinden bei, der von Dir beobachtete Effekt ist wohl nur zufällig. Wenn es irgendwie möglich ist, solltest Du also die "aktiven Impfungen" durchführen lassen, sie sind ja bei langer Wirksamkeit auch eine Investition für die nächsten Reisen 😉

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Epilepsie (oder auch Fieberkrämpfe)
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Um es kurz zusammenzufassen: sechsjährige Kinder sollten keine Fieberkrämpfe haben. Wie lange hat man Dein Kind schon stationär beobachtet? Es ist immer einfach, so aus der Ferne was zu sagen, aber ich denke, das hört sich nach verschärfter Diagnostik an, das muß auf jeden Fall abgeklärt werden.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Dom. Rep. Reiseapotheke
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Mikael wrote:
    Ich finde man solte Malaria Tabletten nehmen in die Dominikanische Republik. Wir waren vor zwei jahren in Punta Cana und dieses Jahr wieder aber troz wenig Mücken sind, wenn man z.B. eien ausflug ins innere vom Land macht da sind richtig viel Mücken!!!!
    Wir hatten Tabletten mit und zwar Lariam sie sind nicht so Teuer und besser sicher sein als keine Tabletten. Man denckt manchmal es ist nur ein Fieber oder man hatt eine Grippe aber manchmal ist es halt Malaria!!!!
    Ich emfehle Tabletten zu nehmen. Lariam nihmt man 1 woche vor dem Urlaub danach jede woche im Urlaub und nach dem Urlaub vier Wochen lang!!! Also eine Tablete pro Woche!!! Das währen z.B. Für eine 2 Wöchigen Urlaub 7 Tableten und eine Packung von Lariam mit 8 Tableten Kosten ca.30 Euro!!!!! Ich sage lieber die 30 euro Bezahlen als krank zu sein!!!!!

    Erstaunlich, ein fast wortgleicher Artikel findet sich auch zum Thema Malaria in Kenia. Eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Thema ist bei der Dominikanischen Republik im Gegensatz zu Kenia, wo eine Chemoprophylaxe Pflicht ist, sicher angebracht. Ich verweise mal auf den Thread, der sich mit dem Thema beschäftigt und in das die Diskussion über Malaria besser passt. Meine Meinung ist auf Seite drei zu finden.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Malariaprophylaxe Kenia
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    So ein wenig ärgern kann einen dieses Thema schon. Es gibt einen Haufen Regionen der Welt, in denen die Notwendigkeit einer Malaria-Prophylaxe eine Diskussion wert wäre, aber Kenia gehört nicht dazu. Wer nach Kenia reist, und sei es nur für einen Tag, unabhängig von Reisezeit und Reiseort, der setzt sich einem hohen Risiko aus und sollte unbedingt auch eine medikamentöse Prophylaxe betreiben. Ein Land, in dem 2004 noch über 100.000 Malaria-Fälle gemeldet wurden ist definitiv kein geeigneter Ort zum Experimentieren. Und wer aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründe auf eine Chemoprophylaxe verzichten muss, der sollte sich ein anderes Reiseziel aussuchen.

    Andere Meinungen, seien sie auch von Ärzten und vor allem selbsternannten "Reisemedizinern" geäußert sind falsch und gefährlich. Ich verweise auch gerne auf portvendres Beitrag auf der ersten Seite des Threads oder auf meinen Reisetipp Malariaprophylaxe Kenia.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Welche Sonnencreme hilft Euch am besten?
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    20Sonnenschein07 wrote:
    Hallo!
    Da ich jedes Jahr im Urlaub trotz regelmäßigem eincremen
    immer einen mega Sonnenbrand krieg, wollte ich Euch mal
    fragen, welche Sonnencreme Euch am besten hilft!
    Hab schon etliches probiert von Nivea bis as von schlecker.

    Wenn Du so große Probleme damit hast, dann würde ich mir einen Minox Suntimer zulegen und mein Sonnverhalten analysieren lassen. Damit hast Du eine zusätzliche Kontrollfunktion. Persönlich habe ich es nicht getestet, das Prinzip ist aber erprobt (früher gab es von den Krankenkassen mal so Sonnen-Indikatoren auf Pappe, die sich verfärbten). Außerdem gilt natürlich das übliche:

    • Viel Schatten aber dabei bedenken, dass man sich durch reflektiertes Sonnenlicht auch im Schatten verbrennen kann

    • Mittagssonne speziell meiden

    • Im Wasser ist man auch der Sonne ausgesetzt, und auch wenn die Creme Wasserfest ist, ist sie nach dem Abtrocknen nicht mehr ausreichend vorhanden

    • Regelmäßiges, großflächiges und großzügiges Eincremen

    Und noch so als Warnhinweise:

    • Solarium oder Selbstbräuner zum "Vorbräunen" helfen nicht!

    • Vitamin- und ß-Carotin-Präparate verhindern keinen Sonnenbrand

    • Finger Weg von Sönnenöl oder Bräunungsbeschleunigern!

    Wenn das alles nicht hilft und Du auf den Sommerurlaub nicht verzichten möchtest, dann bleibt nur noch UV-undurchlässige Badekleidung, die mit Sunblockern für das Gesicht kombiniert garantiert sicher schützt, aber das dürfte den Spass doch etwas bremsen und Urlaubsbräune bekommt man so natürlich nicht mehr.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Reiseapotheke - was sollte man alles mitnehmen??
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    olli_o2 wrote:
    Adrian, kommst du denn mit den 20 KG Freigepäck aus?

    Der ganze Kram wiegt doch gar nichts und passt in eine kleine Plastiktüte. Ich vermute mal, mein Duschgel wiegt doppelt so viel, und darauf möchte ich ja auch nicht verzichten 😉

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Unterwasserschutztasche für Digitalkamera?
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Die Unterwassertaschen gibt es von verschiedenen Firmen und sie haben alle die gleichen Probleme: Zoom-Kameras müssen recht aufwändig unterstützt werden, damit bei steigendem Wasserdruck nicht das Objektiv eingedrückt wird, außerdem ist die Bedienung doch recht eingeschränkt, das Display der Kamera ist oft schwer abzulesen und man kann meist nicht mehr alle Bedienelemente erreichen. Zusätzlich ist die Tauchtiefe meist auf 3m begrenzt. Spezielle Gehäuse erlauben normalerweise den Zugriff auf alle Bedienelemente, sind für deutlich tiefere Tauchgänge zugelassen und sind einfacher in der Anwendung.

    Ich habe erst mit einem Auqapack-ähnlichen System gearbeitet und war auch ganz zufrieden. Leider war das Fotografieren unter Wasser damit aber reine Glückssache, denn im Display konnte ich kaum noch etwas erkennen und ausser dem Auslöser auch kaum etwas an der Kamera erreichen. Jetzt habe ich ein Unterwassergehäuse für die Kamera bekommen und bin recht angetan. Man kann alles gut bedienen, das Gehäuse ist auch als Schutz an Strand usw. tauglich. Ob die Bildqualität wirklich besser ist kann ich kaum beurteilen, die Fotos sind aber allein deshalb schon besser, weil ich jetzt deutlich mehr im Display erkennen kann, auch wenn es noch weit vom Optimum entfernt ist. Etwas nervig ist die Gehäusepflege mit Silikongel usw.

    Ich würde im Zweifelsfall eine preisgünstige Kamera kaufen, für die es auch ein Gehäuse gibt. Die Casio Exilim S-500 und S-600er Serie sind eine gute Möglichkeit. Wer definitiv nur Schnorcheln möchte und nicht tiefer als 3m Unterwegs sein wird, der kann ja auch über eine schon direkt wasserdichte Kamera wie z.B. die Xacti E1 von Sanyo, die Olympus Stylus 720 SW oder die Pentax Optio W20.

    Fotografie, Unterwasserfotografie, Filmen (alt)

  • Aspirin im Ausland
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    noki wrote:
    @Adrian-Berlin,
    Jetzt werde ich wohl gleich gesteinigt werden?!
    Grüße Dieter (noki)

    Von mir jedenfalls nicht. Die beschriebenen Methoden sind immerhin schon mal ein guter Anfang, aber dem zu trotz ist es keinerlei Garantie dafür, wirklich das zu bekommen, was man haben will und was auf der Verpackung steht.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Begegnung mit einem Tiger der Meere
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Es gibt häufig wasserfeste Informationskarten über typische Fische der näheren Umgebung mit Foto und Einteilung in die Kategorien "harmlos" "potentiell gefährlich" und "potentiell gefährlich, ruhig Entfernung aufbauen". Ich denke, das ist praktisch, preisgünstig und hilfreich.

    [Edit] Eigentlich könnte man das ja mal selbst in Angriff nehmen, die typischen Küstenbewohner beliebter Urlaubsregionen raussuchen, Fotos von Fishbase nehmen und dann ein PDF zum selber drucken auf Folie daraus machen. Wer hat Lust an so etwas mitzuarbeiten?

    Tauchen & Schnorcheln

  • Aspirin im Ausland
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Ernsthaft, bei den Preisen, von denen wir hier reden, würde ich nicht das Risiko eingehen, unter zweifelhaften Bedingungen produzierte Medikamente zu kaufen. Das Sparpotenzial erscheint mir einfach zu gering. Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, sich in zivilisierten Ländern und aus seriösen Quellen mit Medikamenten zu versorgen, wenn man dabei etwas sparen kann und das nötige Fachwissen hat, aber ich sehe einer in der Türkei im Supermarkt oder in Marokko auf dem Basar gekauften Tablette die Inhaltsstoffe nicht an...

    Ebenso kann ich den oft geäußerten Ratschlag, z.B. die Malariaprophylaxe oder schlimmer noch die Stand By Medikation am Urlaubsort billiger zu kaufen nachvollziehen, aber das ist wahrscheinlich nur das unnötige Sicherheitsdenken eines Wohlstandsbürgers 😉

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Antibrumm Forte oder NoBite Gel??
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    AntiBrumm forte und NoBite Hautschutzgel basieren beide auf DEET, sind sich also schon einmal ziemlich ähnlich. AntiBrumm enthält 28% DEET, das Hautschutzgel von NoBite 50%, dadurch dürfte das Gel etwas länger haltbar und wirksamer sein. Die Angaben zur Verträglichkeit bei Kindern und Schwangeren sind unterschiedlich. Alternativ gibt es Icaridin (Z.B. Autan), das zumindest für Kinder über 2 Jahren freigegeben ist.

    Vergleichstests sind aufgrund der schwierigen Testbedingungen
    wahrscheinlich nicht objektiv möglich. Ich würde versuchen, mal beide Produkte "Probezuriechen", ein sonderlich grosser Unterschied in der Wirksamkeit sollte nicht bestehen, also kann man andere Kriterien zu Rate ziehen. Als Alternativprodukt gibt es deutlich preiswerter z.B: bei Globetrotter CarePLUS als Gel, Lotion oder Spray.

    Wenn das Reiseziel krankheitsübertragende Mücken zu bieten hat, würde ich die 50%ige DEET-Zubereitung vorziehen, wenn es nur um lästige Stiche geht, dann ist wahrscheinlich die weniger konzentrierte Variante ausreichend. Zusätzlich kann man sich natürlich durch geeignete Kleidung, Moskitonetze usw. deutlich gesundheitsschonender schützen.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Reiseapotheke - was sollte man alles mitnehmen??
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Die Reiseapotheke ist natürlich eine ganz individuelle Sache. Natürlich benötigt man seine ständig und bei Bedarf eingenommenen Medikamente in ausreichender Menge. Zusätzlich sollte man im Allgemeinen Grundausstattung dabei haben:

    Desinfektionsmittel
    Am besten Jod- und Alkoholfrei, damit auch schmerzempfindliche Naturen oder Kinder damit klar kommen. Bewährt hat sich beispielsweise Octenisept - stinkt ein wenig, ist aber sonst ideal. Von eher psychologischer Wirksamkeit aber trotzdem vielleicht hilfreich sind Flächendesinfektionsmittel für Toilettensitze usw. (inzwischen auch schon als Desinfektionstücher erhältlich).

    Verbandsmaterial und Sterilgut
    Bewährt haben sich wasserdichte Pflaster, Fertigverbände für größere Wunden und Tegaderm Transparentverbände zur wasserdichten Abdeckung. Sehr praktisch für Schürfwunde sind Sprühverbände. Wer in ein Entwicklungsland reist oder in Gebieten mit unterdurchschnittlicher medizinischer Versorgung unterwegs ist, der sollte auch sterile Venenwerweilkanülen, Spritzen und Punktionskanülen mitnehmen - so kann man sicherstellen, vom "Buschdoktor" mit unbenutztem Material behandelt zu werden! Die üblicherweise empfohlenen Mullbinden, Verbandsscheren usw. sind auch in unterentwickelten Ländern meist problemlos zu bekommen und daher nur für Dschungeltrips nötig.

    Schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente
    Hier bietet sich Paracetamol an, denn es ist auch für Kinder und Schwangere geeignet, hat nur geringe Nebenwirkungen und ist kostengünstig. Vor allem bei Kindern muss man die Höchstdosis dringend beachten!!! Damit man Fieber auch wirklich erfasen kann, sollte auch ein Fieberthermometer mit. Wer unter krampfartigen Schmerzen (auch Regelschmerzen) leidet, kann unter Umständen mit Buscopan eine bessere Wirksamkeit erzielen.

    Medikamente gegen Durchfallerkrankungen
    Das ist ein heikles Thema. Durchfallerkrankungen in den üblichen Urlaubsausprägungen sind meist harmlose, selbstlimitierende bakterielle Infektionen. An erster Stelle der Selbstbehandlung steht daher eine angemessene Flüssigkeitszufuhr. Für Kinder würde ich Elektrolytpulver zum Auflösen mitnehmen, gesunde Erwachsene können mit Mineralwasser, Zucker und Salz selbst ausreichend rehydriert werden. Hilfreich können Kohlepräparate sein, die aber geschmacklich höchst bedenklich sind ;-). Loperamidhaltige Medikamente wie Immodium sind höchstens zum Überwinden schwieriger Situationen wir Busfahrten usw. geeignet, sie verzögern den Krankheitsverlauf nur. Wer darauf angewiesen sein wird, hygienisch nicht einwandfreies Wasser zu trinken, dem seien entweder passende Filterpumpen (Empfehlenswert: MSR Miniworks) ggf. in Kombination mit chemischen Aufbereitungsmitteln.

    Nasentropfen, Antiallergika, Augentropfen
    Vor allem Allergiker sind im Urlaub besonders gefährdet, gerade Asthmatiker erleben häufig akute Anfälle bei Klimaveränderungen, aber auch sonst allergiefreie Personen sollten zumindest Nasentropfen mitnehmen. Schon ein kleiner Schnupfen kann im Flugzeug den Druckausgleich beeinträchtigen und sehr schmerzhaft sein. Viele Menschen haben auch Probleme mit der trockenen Flugzeugluft, wer dann auch noch in ein windiges, staubiges Urlaubsland reist, der sollte "künstliche Tränen" auf jeden Fall mitnehmen.

    Slaben, Cremes und Gele
    Kleinerer Hautreizungen und natürlich auch Sonnenbrände können mit Fenistil-Gel wirksam behandelt werden. Ich persönlich würde von Kortison-haltigen Mitteln Abstand nehmen, zwar sind Hautreizungen eher selten bakteriell bedingt, aber die hygienischen Zustände in einigen Reiseländern sind dürftig, und eine kortisonhaltige Creme würde in diesem Fall die Entzündung weiter verschlechtern. Ein wenig Bepanthen-Salbe ist sicher auch hilfreich. Wer unter Herpes leidet, wird im Urlaub oft durch Sonneeinstrahlung zusätzlich belastet, eine Tube Aciclovir ist daher empfehlenswert. Achtung, Aciclovir muss mit ins Handgepäck, da es die Temepraturen im Frachtteil eines Flugzeuges nicht überstehen würde.

    Mittel gegen Übelkeit, Reisekrankheit und Beruhigungsmittel
    Die bekannten Mittel gegen Reisekrankheit und Übelkeit sind im großen und ganzen wirkungslos oder verschreibungspflichtig, wer damit schwerwiegende Probleme hat, der kommt um einen Arztbesuch nicht herum, sollte sich aber auch keine all zu grossen Hoffnungen machen.
    Wer unter Flugangst leidet, dem seien die Kurse aller großen Fluggesellschaften dringend empfohlen, wirklich wirksame Medikamente gibt es nicht. Beruhigungs- und Schlafmittel sollte man während einer Reise besonders vermeiden, sie potenzieren die Nebenwirkungen anderer Medikamente, sind generell nicht kompatibel zu Alkoholgenuss und machen einen Müde und daher attraktiver als Ziel von Betrügern und Dieben, von schwerwiegenden Problemen wie Überdosierungen und paradoxen Reaktionen mal abgesehen.

    Antibiotika
    Antibiotika sind in Deutschland glücklicher- und berechtigterweise verschreibungspflichtig und gehören daher nur in eine Reiseapotheke, wenn sie aktuell eingenommen werden oder man in vorhergehenden Urlauben schon unter Erkrankungen litt, die eine Einnahme von Antibiotika notwendig machten. Besondere Vorsicht ist beim Kauf im Reiseland geboten, oft bekommt man ohne Rezept Präparate, die aufgrund ihrer Nebenwirkungen in Deutschland nur noch selten angewendet werden, z.B. Chloramphenicol.

    ggf. Verhütungsmittel
    Eigentlich selbsterklärend, Kondome sind temperaturemfpindlich, man sollte daher besser zu Hause vorsorgen und nicht zweifelhafte Qualität am Urlaubsort erwerben.

    Meine Reiseapotheke:

    • Paracetamol 500mg Tabletten
    • Otriven Nasenspray
    • Fenistil Gel
    • Aciclovir Salbe
    • Octenisept Sprühdesinfektion
    • Hansaplast Sprühpflaster
    • Tegaderm Fertigverbände
    • Hydrokolloidpflaster (Gegen Herpes und bei wundgelaufenen Füßen)
    • Kohlekompretten
    • Immodium akut
    • Braunülen 18G und 20G
    • kleine Kollektion Punktionskanülen und Spritzen (steril)
    • Handschuhe (steril und unsteril)
    • Fieberthermometer
    • Pinzette und Einmalskalpelklingen (Zur Entfernung von Splittern/Dornen)
    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Wieviel Sonnencreme
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Der angegebene Lichtschutzfaktor gilt nur dann, wenn man pro Eincremen für den ganzen Körper 60ml verwendet. Üblicherweise benutzt man also deutlich zu wenig Sonnencreme, wenn wan dazu noch bedenkt, dass man die Creme regelmäßig neu auftragen muss. Ich denke, dass man pro erwachsene Person ungefähr eine grosse Flasche (500ml) proWoche rechnen muss, damit erreicht man zwar immer noch nicht die 60ml, aber man ist deutlich näher dran ;-).

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  • Malariaprophylaxe Kenia
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    gobo0101 wrote:
    Barbara, habe mir den Bericht durchgelesen, aber überzeugt mich nun gar nicht!!!! Wir werden in Deutschland nicht so schnell eine Malariaepedemie erleben!!! das sagt mir mein gesunder Menschenverstand und mein medizinisches Fachwissen

    Malaria ist eine auch in unseren Breiten nicht unbekannte Erkrankung. Bis ins späte 19. Jahrhundert war sie in weiten Teilen Europas (auch in Deutschland) endemisch. Traditionelle Verbreitungsgebiete der Malaria (in Deutschland Marschenfieber, Sumpffieber oder Wechselfieber genannt) waren und sind auch heute noch vor allem die Moor- und Seengebiete Deutschlands. Zwar spielte damals die Malaria tropicana eine untergeordnete Rolle, aber das veränderte Reiseverhalten stellt eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Interessante Literatur dazu findet sich z.B. in einer sehr guten Dissertation ( http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/05/05H123/ ). Die medizinischen und epidemiologischen Fakten sich nicht zu bestreiten. Sicherlich werden wir in naher Zukunft keine endemischen Verhältnisse erreichen, aber das Reise- und Migrationsverhalten hat schon dazu geführt, dass es Infektionsfälle in Deutschland gibt, die einer Übertragung durch einheimische Mücken zuzuordnen sind. Der gesunde Menschenverstand ist im Allgemeinen nur eine Mischung aus Halbwissen, Gerüchten, Vorurteilen und den eigenen Erfahrungen und daher für so hoch komplexe Themengebiete deutlich weniger geeignet, da kaum jemand genug eigene Erfahrungen sammeln konnte, um die anderen drei Komponenten auszubalanzieren.

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  • Trombose spritzen bei 11 Stunden Flug ein MUSS ???
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Die Studienlage gibt folgende Zahlen her:

    Bei Flügen mit mehr als 8h Dauer und Probanden die älter als 50 Jahre sind aber keine vorbekannte Gerinnungsanomalität haben, entwickeln ca. 10% eine asymptomatische Venenthrombose meist des Unterschenkels. Retrospektiv haben einige davon eine vorher nicht bekannte Gerinnungserkrankung gehabt. Gut sitzende Kompressionsstrümpfe senken das Risiko einer Beinvenenthrombose. (Frequency and prevention of symptomless deep-vein thrombosis in long-haul flights: a randomised trial. Scurr JH; Machin SJ; Bailey-King S; Mackie IJ; McDonald S; Smith PD , Lancet 2001 May 12;357(9267):1485-9.)

    Das Risiko für eine Lungenarterienembolie ist bei Flügen über 10.000 km beträgt 3-8 Personen pro Million Flüggäste. (Severe pulmonary embolism associated with air travel. Lapostolle F; Surget V; Borron SW; Desmaizieres M; Sordelet D; Lapandry C; Cupa M; Adnet F, N Engl J Med 2001 Sep 13;345(11):779-83.)

    Eine generelle Antikoagulation kann unabhängig von der Flugdauer nicht empfohlen werden. Patienten mit deutlich erhöhtem Risikoprofil profitieren eventuell von angepassten Kompressionsstrümpfen. In Ausnahmefällen mag eine Antikoagulation hilfreich sein. (Air travel and thrombosis. Chee YL; Watson HG , Br J Haematol 2005 Sep;130(5):671-80)

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  • Alternative zu Autan?
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    DEET zerstört Plastik, wenn es kein echtes Holz war, dann kann das passieren.

    Meinungen zu Gesundheit & Medizin

  • Sonnen- und Mückenschutz gleichzeitig??
    Adrian-BerlinA Adrian-Berlin

    Für die ganz harten Reisen gibt es Bushman Heavy Duty - ein Teufelszeug mit 80% DEET und einem LSF von 15. Das ist allerdings wirklich mehr etwas für Dschungeltouren als für eine Pauschlareise, außerdem ist es für Kinder gänzlich ungeeignet. Da aber wie schon erwähnt die Mückenplage hauptsächlich Nachts und in der Dämmerung auftritt, gibt es ganz praktische Kombinationen aus Aprés-Lotion und Mückenschutz z.B. von Nivea oder auch Autan. Generell sollte man bei Kindern unter 10 Jahren aber so weit wie möglich auf physikalischen Schutz durch langärmlige Kleidung und Moskitonetze setzen.

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