Hallo Zusammen,
jetzt melde ich mich erneut zu Wort und ich kann den bevorstehenden Ärger schon riechen.
Am 20.02.2017 haben wir die Stornokosten i.H.v. 1.708,80 € mit folgendem Anschreiben widersprochen:
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" Sehr geehrte Damen und Herren,
am 16.02.2017 haben wir von Ihnen die Stornobestätigung zu o.g. Reise erhalten. Sie fordern uns auf, die Stornogebühren in Höhe von 1.708,80 € zu bezahlen.
Ein Entgelt für den entstandenen Aufwand zu berechnen ist in Ordnung, allerdings rechtfertigt Ihre Forderung bei weitem nicht die von Ihnen geforderte Summe.
Gemäß der aktuellen Rechtsprechung steht es uns zu, dass Sie uns die entstandene Entschädigung konkret darlegen, insbesondere wie sich die von Ihnen berechneten Stornogebühren zusammensetzen. Die Leistungen der Reederei „MSC“, des Hotels in Miami, sowie der Fluggesellschaft wurde laut Ihrer Abrechnung bereits gebucht. Daher ist es für Sie sicherlich kein Problem die dazugehörigen Buchungsbestätigungen uns anzufügen.
Sie haben nun neun Monate Zeit, Ersatz für unsere stornierte Reise zu finden. Bei Ihren Preisen dürfte dies kein Problem darstellen.
Aus o.g. Gründen, schlage ich Ihnen vor, die Forderung ins Verhältnis zu rücken und eine angemessene Stornogebühr von maximal 20% zu berechnen.
Wir erwarten Ihre Rückmeldung bis spätestens zum 01.03.2017. Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, werden wir die Angelegenheit an unseren Anwalt weitergeben.
Mit freundlichen Grüßen
Herr S."
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Am 02.03.2017 hat uns Frau J. aus der Kundenbetreuung von "mein Kapitän" angerufen und auf unseren Anrufbeantworter gesprochen und zusätzlich eine E-Mail geschrieben, die wie folgt lautet:
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" Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für Ihren Brief an uns.
Ich verstehe Ihr Anliegen sehr gut, muss aber auf die Stornierungsgebühr in der angegeben Form bestehen.
Allerdings möchte ich es nicht versäumen Sie vielleicht doch noch für uns zu gewinnen.
Wir bieten zum Beispiel zur Zeit Reisen im Mittelmeer auf der MSC Orchestra an, die nur geringfügig teurer als die Stornierungskosten wäre. Vielleicht wäre das eine Option für Sie.
Weiterhin haben Sie persönliche Gründe für Ihre Stornierung angegeben. Könnten Sie diese evtl. bei Ihrer Reiserücktrittsversicherung geltend machen?
Ich freue mich über eine Rückmeldung von Ihnen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen aus Berlin
Frau J.
Kundenbetreuung
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Zeitgleich habe ich am 23.02.2017 mit der ADAC-Rechtsberatung Kontakt aufgenommen und nach Rat gefragt.
Diese bestätigen mir, dass eine maximale Stornogebühr von 25% des Reisepreises angemessen ist - und nicht wie von "mein Kapitän" geforderte 60%!
Nun gut, 25% (etwa 687,00€) sind immer noch zu viel, aber wäre knapp 1000,-€ weniger, als zuvor gefordert.
Ich werde mir nun von einem ADAC-Vertragsanwalt ein Beratungstermin geben lassen, um weiteres zu besprechen.
Ich berichte weiter!
Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!