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  • Reisen und Umwelt
    CephalotusC Cephalotus

    Erika1 wrote:
    Cephalotus,

    alles einleuchtend.

    Kannst Du auch die Frage beantworten, warum die guten Deutschen mal wieder die Vorreiterrolle spielen? Musterknaben des Globus?

    Am deutschen Wesen soll die Welt genesen?...

    Man erhofft sich wirtschaftliche Vorteile.

    (der Imagegewinn mag vielleicht auch noch eine gewisse Nebenrolle spielen)

    Die aktuelle Energieversorgung gerät von zwei Seiten in die Zange.

    Zum einen kann "bald" das Angebot an fossilen Rostoffen die weiter steigende Nachfrage nicht mehr vollständig decken (als Einstieg in das durchaus interessante Theme empfehle ich: http://www.energiekrise.de), zum zweiten sind sich die Entscheidungsträger mittlerweile sehr wohl bewusst, welche Größenordnungen bei den Kosten durch die Adaption an den Klimawandel auch auf Deutschland zu kommen werden.

    Energieeffizienz und CO2 Minderung zahlt sich also zum einen dadurch aus, dass die Wirtschaft auch bei hohen Energiepreisen konkurrenzfähig bleibt, zum zweiten ist Deutschland in vielen Bereichen der Umwelttechnologien derzeit auf einem weltweiten Spitzenplatz.

    Das BWWi rechnet damit, dass die Umweltbranche die Branchen Maschinenbau und Fahrzeugbau in wenigen Jahren überrunden wird, da stecken hunderte Milliarden an Exporte und Gewinne und Millionen an Arbeitsplätzen drin.

    Nur mal als -ein- Beispiel unter vielen. Nach Dänemark war Deutschland der 2. Pionier in der Förderung der Windkraft. Windenergie hat sich mittlerweile zu einer globalen Boombranche entwickelt mit globalen Wachstumsraten um die 20-30% pro Jahr.
    Deutschland (bzw. deutsche Firmen) exportiert mittlerweile 70% seiner WKA ins Ausland und verdient richtig viel Geld damit.
    Beim Biogas sind wir ähnlich erfolgreich, bei Photovoltaik ist die Welt -noch- nicht soweit, aber auch Deutschland hat sich da bereits einen Spitzenplatz erkämpft...

    Gegen Ende des 20. Jahrhunderts hat Deutschland im Bereich der Elektronik geschlafen und im 21. Jahrhundert wird sehr wahrscheinlich Asien der dominierende Kontinent sein, wenn es um die kostengünstige Produktion von Massenware geht.
    Aber mit deutscher Umwelttechnik wird sich auch richtig viel Geld verdienen lassen, das KnowHow und der Wissensvorsprung der dort drin steckt ist nicht einfach mal so zu kopieren...

    Deutschland hat nach wie vor vorzügliche Chancen, einer der großen Profiteure einer globalen Energiekrise zu werden.
    Ich schätze (mit gewisser Unsicherheit behaftet), dass wir diesbezüglich von einem Zeitraum von ca. 10 Jahren reden und nicht 50 oder gar 100 Jahren...

    Lasst das Kerosin in 10 Jahren z.B. das zwei- bis dreifache des aktuellen Preises kosten (Rohölpreis hoch, Steuern hoch, CO2 Abgaben drauf), dann wird das einen signifikanten Einfluss auf die Preise von Langstreckenflügen haben. Es wird sich dann derjenige noch einen Urlaub leisten können, der in einer möglicherweise krisengeschüttelten Welt einen gut bezahlten Job hat und sein Geld nicht für 5000l Heizöl zum Heizen der Wohnung ausgeben muss.

    Das sind die (möglichen) Vorteile des kleinen Mannes.

    Ob es so dramatisch wird weiß ich nicht, ich halte das aber für ein durchaus wahrscheinliches Szenario.

    mfg

    Allgemeine Fragen

  • Reisen und Umwelt
    CephalotusC Cephalotus

    noki wrote:
    ich weiß ja nicht aus welchen wissenschaftlichen Quellen diese Prognose stammt, aber bist Du ernsthaft des Glaubens, dass ein riesiger Vulkanausbruch zu solch globalen Beeinträchtigungen führen würde? Vielleicht lokal im weiteren Sinne, jedoch nicht die gesamte Oberfläche der Erde erfassend!...

    Yellowstone hat in der Tat das Potential, die Welt komplett umzukrempeln, noch "mächtiger" als ein nuklearer Winter aus den düstersten Prognosen aus der Zeit des kalten Krieges.

    Es gibt Theorien, wonach unsere Spezies vor ca. 70.000 Jahren schon mal knapp davor war, von einem ähnlichen Ereignis ausgelöscht zu werden.

    http://www.sciencedaily.com/releases/1998/09/980908074159.htm

    Allgemeine Fragen

  • Reisen und Umwelt
    CephalotusC Cephalotus

    signorina wrote:
    Das Flugzeug startet auch ohne mich! Deswegen mache ich mir dann nicht solche Gedanken.

    Kein Flugzeug startet ohne Passagiere.

    Allgemeine Fragen

  • Reisen und Umwelt
    CephalotusC Cephalotus

    Erika1 wrote:
    Reisen und Umwelt...

    Eine etwas provozierende Frage:

    Würden ab sofort alle Österreicher, Schweizer und Deutschen ihre Ferien zu Hause verbringen, würde das tatsächlich Auswirkungen auf die Umwelt haben?

    selbstverständlich.

    Die CO2 Emissionen dieser Welt sind nicht einem oder zwei oder drei großen Emittenten zuzuordnen, sondern die Summe einer Vielzahl "kleiner" Emittenten wie Du und ich.

    Wirtschaftsgüter aller Art würden nach wie vor per Flugzeug, Schiff, Bahn und LkW rund um den Globus transportiert, Reisen aus beruflichen Gründen können nicht vermieden werden...

    Dennoch bleibt auch dies nicht ohne Folgen.

    Beispiel: Täglich sterben x-tausend Menschen im Straßenverkehr. Darf ich deshalb auch jemanden umfahren?

    Während der Zuhause-Urlauber am Baggersee schwimmt, werden die Krabben von der Nordseeküste nach Spanien zum Pulen geflogen und danach wieder zurück nach Deutschland. Der berühmte Joghurt-Becher legt nach wie vor seine 100.000 Kilometer zurück, meist per Lkw.

    Selbstverständlich ist auch dies zu hinterfragen, doch hat man als Konsument sehr wohl auch darauf einen Einfluss. Diese Produkte werden ja für jemanden erzeugt, der sie nach fragt.
    Im übrigen haben viele Leute völlig falsche Vortsellungen von den Relationen. Ob 1kg Äpfel in Deutschland erzeugt werden oder von Chile hierher verschifft werden macht tatsächlich einen Unterschied, den weitaus(!) größeren Unterschied macht es aber, ob ich mir diese Äpfel aus dem 2km entfernten Supermarkt mit den Fahrrad oder dem Auto hole.

    Auch ansonsten haben viele Leute falsche Vorstellungen von Politik und Industrie.

    Unsere Politik hat sehr wohl erhebliche Probleme in diesen Bereichen meistern können, siehe z.B. SO4 und NOx Konzentration in der Luft, Wasserqualität der größeren Flüsse, Ächtung von FCKW, usw, usf...

    Sehr häufig gegen den Widerstand der Bevölkerung, die die kurzfristigen Kosten nicht bezahlen wollte und der jetzt Kosten in vielfacher Höhe erspart bleiben.

    Auch jetzt tut sich gerade in Politik und Industrie ganz erhebliches. Die Politik hat uns z.B. das sehr effiziente EEG beschert und demnächst das EEWärmeG (erneut gegen den Widerstand vieler), die Industrie hat die Energieproduktivität in den letzten 15 Jahren um ca. 30% erhöht und die Haushalte?
    Die hätten enorme Potentiale zur Steigerung der Energieeffizienz, die meisten davon wirtschaftlich und sie werden schlichtweg nicht genutzt. Meistens ist es ein Mangel an KnowHow. Dass man für den Betrieb des Kühlschranks pro Jahr 50€ zuviel bezahlt, weil man das falsche Modell gekauft hat stört keinen, aber die 0,7ct/kWh fürs gesamte EEG, da wird sich drüber aufgeregt.

    "...Durch die Förderung der Erneuerbaren Energien im Strombereich konnten im Jahr 2006
    rund 44 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden (2005: 38 Mio. Tonnen CO2)
    [1]. Bislang hat
    kein anderes Instrument (wie z.B. das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz, der
    Emissionshandel, die Ökologische Steuerreform, das Marktanreizprogramm für Erneuerbare
    Energien, etc.) zu vergleichbaren CO2-Einsparungen geführt. Insgesamt sind durch die
    Nutzung der Erneuerbaren Energien im Jahr 2006 in Deutschland in den Bereichen Strom,
    Wärme und Treibstoffe rund 100 Mio. Tonnen CO2-Emissionen vermieden worden..."

    Quelle: http://www.erneuerbare-energien.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/erfahrungsbericht_eeg_2007.pdf

    Zum Vergleich der Flugverkehr:

    "...Der internationale Passagierflugverkehr von und nach Deutschland umfasst sämtliche Passagierflüge von und nach den 25 größten deutschen Flughäfen. Die Transportleistung stieg von 199 Mrd. Passagierkilometern (Pkm) in 1995 auf 319 Mrd. Pkm in 2005. Im Vergleich dazu sind die nationalen Passagierflüge, zahlenmäßig niedrig und weisen keinen vergleichbar steilen Anstieg auf. 2005 betrug die nationale Passagiertransportleistung 9,5 Mrd. Pkm und damit lediglich rund 3% der internationalen. Die CO2-Emissionen im internationalen Flugverkehr von und nach Deutschland sind um 48% von 23,3 Mill. Tonnen (1995) auf 34,5 Mill. Tonnen (2005) stark angestiegen. Nach einem deutlichen Rückgang des Anstiegs der Passagierflugleistung in 2002, bedingt durch die Terroranschläge vom 11. September 2001, ist seit 2003 der Anstieg der Flüge und CO2-Emissionen wieder vergleichbar mit der Entwicklung vor 2001. Bezogen auf CO2-Emissionen sind die nationalen Passagierflüge wegen des durchschnittlich höheren Kerosinverbrauchs auf der Kurzstrecke von etwas größeres Bedeutung: 2005 betrugen die durch den nationalen Flugverkehr bedingte CO2-Emissionen 1,3 Mill. Tonnen, das sind 3,8% der Emissionen der internationalen Flüge..."

    Quelle: http://www.destatis.de

    Alleine das politische Instrument EEG egalisiert also die Emissionen des Flugverkehrs. Und da wollt ihr dem Staat das Nichts-Tun vorwerfen und Eure Hände in Unschuld waschen?

    Die persönliche Einstellung zu dieser Thematik will ich selbstverständlich niemanden vorschreiben, aber in die süße Falle des Selbstbetrugs sollte doch keiner unwissend hinein tappen müssen...

    Gerade beim Klimaschutz und im Bereich Energieeffizienz hat der einzelne ganz erhebliche Möglichkeiten und ich wiederhole es erneut, sehr viele davon sind in hohem Maße wirtschaftlich sinnvoll, sparen also Geld.

    Dazu muss man aber gewillt sein, sich auch ernsthaft mit der Thematik zu befassen und sich vom "böse Industrie, böser Staat, böse Kraftwerke, unschuldiger Bürger"-Schema los lösen.

    mfg

    Allgemeine Fragen

  • Reisen bzw, Fliegen im nächsten Jahrzehnt ?!
    CephalotusC Cephalotus

    PS: http://de.wikipedia.org/wiki/Nettoeinkommen

    Allgemeine Fragen

  • Reisen bzw, Fliegen im nächsten Jahrzehnt ?!
    CephalotusC Cephalotus

    Guten Tag zusammen,

    dass es derzeit zusätzlich zur "normalen Warmzeit" noch zu einer anthropogenen Erwärmung kommt ist wissenschaftlicher Konsens. Das IPCC ist nicht irgendwer, das ist die größte wissenschaftliche Vereinigung, die es auf diesem Planten -jemals- gegeben hat.

    In der wissenschaftlichen Welt ist das Problem der anthropogenen Erderwärmung weitgehend unbestritten, wobei es natürlich gewisse Unsicherheitsfaktoren gibt, die sehr genau in den IPCC Berichten erläutert sind.

    Um ein anschauliches Bild zu liefern: Wer von Euch würde sich in ein Flugzeug setzen, von dem 98% der Konstrukteure behaupten, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit abstürzen wird, ein Dutzend Bücherschreiber aber behaupten, dass das alles reine Panikmache und Geldschneiderei sei und das Flugzeug ganz gewiss fliegen wird, denn das tun andere ja auch...

    Die Bevölkerung befindet sich bzgl Klimawandel noch in großer Unsicherheit, was man denn nun glauben soll, hier jemanden überzeugen zu wolen kann aus Erfahrung selbstverständlich nicht funktionieren, dennoch empfehle ich dringend, sich die IPCC Berichte (nicht die Zusammenfassungen, die sind bereits politisch überprägt) zu Gemüte zu führen.
    Danach (oder davor) kann man ja gerne auch Bücher der Skeptiker lesen...

    Trotz des Klimawandels (der in einem business as usual Szenario noch in diesem Jahrhundert zu einer Welt führen wird, wie es sie bisher noch nicht gab.) ist das Handeln des einzelnen natürlich nur sehr wenig davon geprägt.

    Als Nachhaltig gilt für einen deutschen grob geschätzt eine Emission von 2t CO2e pro Jahr, der Durchschnitt liegt bei 12t CO2e pro Jahr. Das werden die wenigsten erreichen bzw erreichen wollen.

    Viel interessanter sind in dieser Hinsicht allerdings die Kosten.

    Kerosin ist derzeit steurlich begünstigt, es ist durchaus anzunehmen, dass sich dies in Zukunft ändern wird.
    Geht man nach Nicolas Stern, so kostet eine Tonne CO2 die Menschheit ca. 70€, mittelfristig ist anzunehmen, dass versucht wird, diese Kosten auch dem Verursacher aufzubürden.
    Aktuelle Studien gehen davon aus, dass Flugzeuge in großer Höhe zusätzliche Erwärmungseffekte durch die Rückstrahlung künstlicher Cirrus-Wolken erzeugen (Wasserdampf ist ebenfalls ein Treibhauswirksames Gas), die in etwa dem dreifachen des CO2 Ausstoßes entsprechen.
    Weiterhin gehe ich angesichts der dramatischen Situation bei der Erdölförderung (sogar die sehr optimistische IEA geht mittlerweile von signifikantem Mangel bereits in wenigen Jahren aus, energy watch hat den peak auf 2006 datiert) der Ölpreis noch weiter deutlich ansteigen wird.

    Dies alles wird mit großer Wahrscheinlichkeit dazu führen, dass sich Flugreisen erheblich verteuern und (erneut) zum Luxusgut werden. Damit wird sich ein gewisser regulierender Effekt einstellen, ob einem das nun gefällt oder nicht.

    Im übrigen braucht man einen Emmissionshandel nicht fürchten.

    Die Kosten für CO2 Minderungsmaßnahmen liegen laut Münchner Rück (und die sollten es wissen) derzeit geschätzt um den Faktor 5 nbiedriger als die Kosten des Klimawandels bis 2050 (Jahreszahl ohne Gewähr).

    Je nach persönlicher Einstellung kann aus den vorliegenden Daten gefolgert werden:

    1. Ich verbrauche die Energie, solange ichs mir noch leisten kann, besser ich als die Chinesen

    2. Ich investiere in Energieeffizienz. Langfristig wird mir das meinen Wohlstand sichern, wenn andere ihre Energiekosten nicht mehr bezahlen können.

    Wie man handelt, muss jeder für sich selbst entscheiden, beides hat Vor- und Nachteile.

    Ich selbst kann nur eindringlich davor warnen, diese beiden Problematiken (Rohstoffversorgung, Klimaerwärmung) auf die leichte Schulter zu nehmen und sie für Probleme künftiger Generationen zu halten. Sehr wahrscheinlich werden die meisten hier die Folgen noch am eigenen Leibe zu spüren bekommen (und damit meine ich noch nicht, dass das barrel Rohöl bei 90 US$ steht) und ich rate dazu, zumindest nicht völlig unvorbereitet zu sein.

    Die Themen sind sehr komplex und das täglich veröffentlichte Informationsmaterial könnten 10 Leute nicht komplett lesen, daher ist man, sofern solche Themen nicht gerade zu bezahlten Arbeit gehören oftmals auf das "Glauben" angewiesen.
    Die Wahl der Informationsquellen sollten daher wohl überdacht sein.

    PS: Ich halte (Fern-)Reisen auch für eine sehr große Bereicherung des persönlichen Lebens und sollte diese Option künftig viel mehr Leuten verwehrt sein als heute (wo es ja auch nur eine Minderheit ist, die diese Möglichkeit besitzt), dann empfinde ich darüber weitaus größeres Bedauern als wenn sich die Leute z.B. keine SUV für die Einkaufsfahrt zum Supermarkt leisten können.
    Es bestünde eine gewisse Chance, dass Fernreisen noch länger erschwinglich (nicht billig) bleiben, wenn entsprechende Effizienzsteigerungen und Rohstoffeinsparungen in anderen Bereichen erzielt werden würden, aber in der Hinsicht fehlt derzeit der Wille.

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