El Hierro – die ursprünglichste der Islas Canarias
Vor mehr als 6 Jahren habe ich diesen thread eröffnet und bald realisiert, dass ich auf El Hierro mit meiner gewohnten Art zu reisen nicht weit komme. Auch die Überlegung eines Tagesausfluges (Flug von Teneriffa und Taxi auf El Hierro) ist nachträglich gesehen Nonsens.
Zu den guten Tipps von damals
- ich hatte kürzlich die Gelegenheit, fast alle der empfohlenen Orte bzw. Sehenswürdigkeiten dieser Vulkaninsel (und einiges mehr) kennenzulernen – ohne Mietwagen, in einer Kleingruppe, und doch sehr individuell.
Mittlerweile war ich (teilweise mehrmals) auf allen der bewohnten Islas Canarias und auch an vielen anderen Orten ... und so traf ich im Zuge einer Südengland-Rundreise auf die Reiseleiterin und Reiseveranstalterin Christiane H. - eine vielseitige, quirlige Saarländerin, die viele Jahre auf Teneriffa gelebt und gewirkt hat. Sie veranstaltet unter anderem Individualreisen in Kleingruppen …. wie z.B. diesen Oktober El Hierro – und da war ich natürlich dabei.
Die Rundreise “EL HIERRO exclusiv“ begann am Flughafen Tenerife Sur – 7 wunderbare, abwechslungsreiche, perfekt organisierte Tage mit genügend Freiraum für individuelle Wünsche. Reiseleiterin Christiane selbst steuerte den Kleinbus mit uns 7 Reiseteilnehmerinnen = 6 Saarländerinnen plus 1 Exotin (= ich als Niederösterreicherin).
Die erste Nacht verbrachten wir in der Nähe von Vilaflor (höchstgelegenes Inseldorf Teneriffas) in einem ehemaligen Herrenhaus, nun ein uriges Landhotel. Am nächsten Tag ging es in den Teide Nationalpark und nach El Tanque am Nordrand des Tenogebirges, wo wir die atemberaubende Aussicht vom Lomo Molino genießen durften.
Am späten Nachmittag brachte uns die Fähre nach El Hierro (Gepäck blieb im Bus). Den Abend ließen wir bei Meeresrauschen auf der Terrasse vom Kurhotel Balneario Pozo de la Salud ausklingen. Mehr zu unserer Unterkunft auf El Hierro in meiner Hotelbewertung - click hier.
Das Programm der nächsten Tage war wetterabhängig, vor allem unter Berücksichtigung der Passatwolken. Täglich bergauf-bergab über Serpentinen, die Strassen sind gut, wobei "guía Christiane" mit Bravour auch unbefestigte Abschnitte bewältigte (im Schritttempo). Das letzte Wegstück zu einem Ziel war meist mit einer kleinen Wanderung verbunden, es gab auch mal längere Wege, wo jedoch die Möglichkeit bestand, früher umzukehren. So hat es sich ergeben, dass eine Mitreisende und ich mal ausgiebig den Kampf der Echsen um eine Bananenschale studieren konnten 
Wir waren in allen Regionen der Insel unterwegs – was für eine landschaftliche Vielfalt … steile Klippen, Weinberge, Obst- und Gemüseplantagen, Wiesen, Kieferwälder, Loorbeerwald, Vulkankrater, und vieles mehr. In den Lavafeldern am Punto de Orchilla fühlte ich mich in eine andere Welt gebeamt.
Atemberaubende Ausblicke haben sich uns geboten: Auf das Tal von El Golfo mit den steil aufragenden hohen Felswänden – vom Mirador de Jinama, sowie vom Mirador de La Peña (mit dem von César Manrique gestalteten Panoramalokal auch selbst eine Sehenswürdigkeit). Weiters hielten wir am Mirador El Julán und an unzähligen anderen schönen Orten.
Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben:
* El Sabinar – Wahrzeichen der Insel – knorrige, vom Wind gekrümmte Wacholderbäume.
* Weiteres Wahrzeichen – der heilige Baum Garoé – der Luftfeuchtigkeit kondensiert bzw. Wasser speichert.
* Leuchturm Faro de Orchilla
* Wallfahrtskirche Virgen de Los Reyes
* Cruz und Fuente de Los Reyes
* Inselhauptstadt Valverde
* Ortschaft La Restinga (2011 wegen des unterseeischen Vulkanausbruches evakuiert)
* Punta Grande mit dem kleinsten Hotel der Welt
* Las Playas mit den Roques de la Bonanza
* .......
Einige von uns besuchten das Museo Ecologico Guinea (Aufzuchtstation der Riesenechsen, Lavahöhle, Freilichtmuseum), andere wanderten derweil die Küste entlang. Es war auch möglich, mal im Hotel bleiben, um den Pool oder eines der Massage- und Wellnessangebote zu genießen.
Der Sonntagsmarkt in La Frontera war einen Besuch wert – nur heimische Produkte, vor allem eine Vielfalt an Gemüse und Obst von der Insel ... Mango, Papaya, Ananas, Melonen, Bananen, ….
Ich kam mit einem deutschen Auswandererpaar ins Gespräch, die dort vor allem ihre Spezialbrote und sonstige eigene Erzeugnisse verkauften – die beiden sind auch nach 7 Jahren noch vom Leben auf der Insel - “wo die Uhren anders gehen“ - begeistert.
Badegelegenheit gab es jeden Tag: Am rot-schwarzen Sandstrand Playa del Verodal, im Meeresschwimmbad von La Caleta, im Naturschwimmbecken Charco La Maceta, an der natürlichen Badebucht Charco Manso (von Höhlen umgeben), beim Embarcadero de Orchilla, am Punta Restinga/Mar de las Calmas, im Ferienort Tamaduste, ….
Reiseleiterin Christiane H. hat uns die Besonderheiten dieses Unesco Biosphärenreservates mit der Reise
“EL HIERRO exclusiv“ wirklich nahe gebracht.
Zurück auf Tenerife gehörte vor dem Heimflug noch eine Nächtigung zum Reiseprogramm, die ich (wegen späterer Abflugzeit getrennt von der Gruppe) in einem Hotel direkt am schwarz-goldenen Naturstrand von El Medano verbrachte.
P.S. Einzig der link "click hier" (zum Hotel Balneario Pozo de la Salud) wurde von mir gesetzt, alle anderen links haben sich hineingeschwindelt und ich habe nicht kontrolliert, was dahinter steht.