Namen und ihre Herkunft sind oft spannend. Gran Canaria ist eine Insel voller Vielfalt und so ist es nicht verwunderlich, dass es verschiedene Mythen um die Entstehung des Namens gibt. Als Ursprung gilt die Hundetheorie, der Name soll von der lateinischen Bezeichnung für Hund – Canis – kommen. Gran für groß kam erst später hinzu. Mittlerweile nimmt man an, dass der Name von einem nordafrikanischen Volk stammt, den Canarii.
Aber werfen wir einen Blick in die Geschichte. Von Plinius dem Älteren, der im 1. Jahrhundert nach Christus lebte, gibt es ein erstes zuverlässiges Zeugnis über die heutigen Kanarischen Inseln. Der bedeutende Naturforscher berichtet im in seiner "Naturalis Historia" von "canum multitudinem ingentis magnitudinis" (zu Deutsch: große Mengen an Hunden stattlicher Größe). Ein weiterer bedeutender Mann war Juba II. Geb. 52 v. Chr. Der mächtige Monarch war vom Römischen Reich zur Verwaltung von Algerien und Marokko eingesetzt. Es gab viele Expeditionen, auch zu den Inseln, die auf den Landkarten „Fortunata Insular“ genannt wurden. Juba II berichtete ebenfalls von großen Hunden auf der Insel, dadurch entstand die Verbindung zu dem Wort für Hund, nämlich „canaris“. So entstand der Name Gran Canaria, der sich mit „Kanaren“ auf das gesamte Archipel ausdehnte.
Es gibt aktuelle Forschungen, die den Namen Canaria mit einem nordafrikanischen Berberstamm, den Canarii, verbinden, der auch schon bei Plinius erwähnt wurde.
José Juan Jiménez vom archäologischen Museum von Teneriffa (Museo Arqueológico de Tenerife) ist der Ansicht, dass der Name auf die „cannis marinus“ einer Mönchsrobbe, zurückgeht.
Bei all diesen Theorien ist eins sicher, dass der Name der Inseln nicht von den Kanarienvögeln stammt, es ist eher umgekehrt.

