Hallo Sandra,
natürlich hast Du Recht. Das soll mein abschließendes Statement zu diesem Thema sein.
Ich habe bewusst übertrieben, um zum Nachdenken anzuregen. Nicht für jede kleine Missbefindlichkeit muss man Medikamente nehmen - so meine Meinung.
Ein weites Feld...
Es gibt Leute, die die Lösung aller ihrer Probleme in kleinen bunten Tabletten sehen, ob es ums Einschlafen, Durchschlafen, Beruhigung, Vitamine, Schnupfen oder sonstwas geht.
Und es gibt genügend Ärzte, Apotheker, Drogisten und Pharma-/Nahrungsergänzungsmittel-Hersteller, die genau diese Menschen als Zielgruppe erkannt haben.
Kaum einer liest den Beipackzettel. Und wenn jemand doch den Waschzettel entfaltet, kommt er höchstens bis zur empfohlenen Tagesdosis, Nebenwirkungen übersieht man geflissentlich oder nimmt sie in Kauf. Eine Vermutung meinerseits, denn wenn man manche Beipackzettel liest, kann einem himmelangst ob der Nebenwirkungen werden.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Flugbegleiter ab und an Probleme mit sedierten Passagieren haben, und das nicht nur im Notfall.
Wäre eventuell an anderer Stelle doch ein diskussionswürdiges Thema: Pro und Contra frei verkäuflicher Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel einerseits und Medikamenten, die Ärzte oft verschreiben, weil der Patient danach verlangt.
P.S.
Ich las vor wenigen Tagen ein Interview mit einem Ex-Geschäftsführer eines Pharma-Unternehmens. Er schämt sich heute für seine Geschäftspolitik resp. die seiner Firma: man erfindet eben diese "Missbefindlichkeiten"; viel wird darüber veröffentlicht, noch mehr Psychologie ist im Spiel, so lange, bis der potentielle Patient glaubt, genau dieses Medikamt für seine Gesundheit und sein Wohlbefinden zu brauchen.
Over.